بِسْمِ ٱللَّهِ ٱلرَّحْمَـٰنِ ٱلرَّحِيمِ
    Al-Quran Multilingual
    The Holy Quran
    German
    Translation: deu-adeltheodorkhou-la
    Author: Adel Theodor Khoury
    Source: http://tanzil.net
    Generated on February 14, 2026
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    Table of Contents
    1.Die Eröffnende
    2.Die Kuh
    3.Das Haus Imran
    4.Die Frauen
    5.Der Tisch
    6.Das Vieh
    7.Die Höhen
    8.Die Beute
    9.Die Reue
    10.Jonas
    11.Hud
    12.Josef
    13.Der Donner
    14.Abraham
    15.Al-Hidschr
    16.Die Biene
    17.Die nächtliche Reise
    18.Die Höhle
    19.Maria
    20.Ta Ha
    21.Die Propheten
    22.Die Pilgerfahrt
    23.Die Gläubigen
    24.Das Licht
    25.Der Maßstab
    26.Die Dichter
    27.Die Ameise
    28.Die Geschichten
    29.Die Spinne
    30.Die Römer
    31.Luqman
    32.Die Anbetung
    33.Die Verbündeten
    34.Saba
    35.Der Schöpfer
    36.Ya Sin
    37.Die sich Reihenden
    38.Sad
    39.Die Scharen
    40.Der Vergebende
    41.Erklärt
    42.Die Beratung
    43.Der Schmuck
    44.Der Rauch
    45.Die Knieende
    46.Die Sandhügel
    47.Muhammad
    48.Der Sieg
    49.Die Gemächer
    50.Qaf
    51.Die Zerstreuenden
    52.Der Berg
    53.Der Stern
    54.Der Mond
    55.Der Erbarmer
    56.Das Ereignis
    57.Das Eisen
    58.Die sich Aussprechende
    59.Die Ausweisung
    60.Die Geprüfte
    61.Die Schlachtreihe
    62.Der Freitag
    63.Die Heuchler
    64.Die gegenseitige Schädigung
    65.Die Scheidung
    66.Das Verbot
    67.Die Herrschaft
    68.Das Schreibrohr
    69.Die Wirklichkeit
    70.Die Aufstiegswege
    71.Noe
    72.Die Djinn
    73.Der Verhüllte
    74.Der Umhüllte
    75.Die Auferstehung
    76.Der Mensch
    77.Die Entsandten
    78.Die Botschaft
    79.Die Heraussreißenden
    80.Er runzelte die Stirn
    81.Das Zerbrechen
    82.Das Spalten
    83.Die Betrüger
    84.Das Zerreißen
    85.Die Sternbilder
    86.Der Morgenstern
    87.Der Allerhöchste
    88.Die überwältigende Kunde
    89.Die Morgendämmerung
    90.Die Stadt
    91.Die Sonne
    92.Die Nacht
    93.Der Morgen
    94.Die Erweiterung
    95.Die Feige
    96.Der Blutklumpen
    97.Die Bestimmung
    98.Der deutliche Beweis
    99.Das Beben
    100.Die Renner
    101.Das Unglück
    102.Das Wetteifern
    103.Das Nachmittag
    104.Der Lästerer
    105.Der Elefant
    106.Quraisch
    107.Die Unterstützung
    108.Die Fülle
    109.Die Ungläubigen
    110.Der Beistand
    111.Die Palmfaser
    112.Der reine Glaube
    113.Das Frührot
    114.Die Menschen
    Surah 1
    Die Eröffnende

    [1] Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen

    [2] Lob sei Gott, dem Herrn der Welten

    [3] Dem Erbarmer, dem Barmherzigen

    [4] Der Verfugungsgewalt besitzt uber den Tag des Gerichtes

    [5] Dir dienen wir, und Dich bitten wir um Hilfe

    [6] Fuhre uns den geraden Weg

    [7] Den Weg derer, die Du begnadet hast, die nicht dem Zorn verfallen und nicht irregehen

    Surah 2
    Die Kuh

    [1] Alif Lam Mim

    [2] Dies ist das Buch, an ihm ist kein Zweifel moglich, es ist eine Rechtleitung fur die Gottesfurchtigen

    [3] Die an das Unsichtbare glauben und das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, spenden

    [4] Und die an das glauben, was zu dir herabgesandt und was vor dir herabgesandt wurde, und die uber das Jenseits Gewißheit hegen

    [5] Diese folgen einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind die, denen es wohl ergeht

    [6] Denen, die unglaubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst oder ob du sie nicht warnst; sie glauben nicht

    [7] Versiegelt hat Gott ihre Herzen und ihr Gehor, und uber ihrem Augenlicht liegt eine Hulle. Und bestimmt ist fur sie eine gewaltige Pein

    [8] Unter den Menschen gibt es welche, die sagen: «Wir glauben an Gott und an den Jungsten Tag.» Doch sie sind keine Glaubigen

    [9] Sie versuchen, Gott und diejenigen, die glauben, zu betrugen. Sie betrugen aber (letztlich) nur sich selbst, und sie merken es nicht

    [10] In ihren Herzen ist Krankheit, und Gott hat ihre Krankheit noch vermehrt. Und fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt dafur, daß sie zu lugen pflegten

    [11] Und wenn ihnen gesagt wird: «Stiftet nicht Unheil auf der Erde», sagen sie: «Wir schaffen ja nur Ordnung.»

    [12] Und doch sind eben sie die Unheilstifter, aber sie merken es nicht

    [13] Und wenn ihnen gesagt wird: «Glaubt, wie die (anderen) Menschen glauben», sagen sie: «Sollen wir denn glauben, wie die Toren glauben!» Und doch sind eben sie die Toren, aber sie wissen es nicht

    [14] Und wenn sie diejenigen, die glauben, treffen, sagen sie: «Wir glauben..» Und wenn sie mit ihren teuflischen Anfuhrern allein sind, sagen sie: «Wir stehen auf eurer Seite; wir treiben ja nur Spott.»

    [15] Gott ist es, der ihrer spottet und sie im Ubermaß ihres Frevels verharren laßt, so daß sie blind umherirren

    [16] Das sind die, die den Irrtum um die Rechtleitung erkauft haben. Doch bringt ihr Handel keinen Gewinn, noch folgen sie der Rechtleitung

    [17] Mit ihnen ist es wie mit dem, der ein Feuer anzundete. Als es erleuchtete, was um ihn herum war, nahm Gott ihnen das Licht hinweg und ließ sie in Finsternissen zuruck, so daß sie nicht sehen konnen

    [18] Taub, stumm, blind sind sie: Sie werden nicht umkehren

    [19] Oder es ist wie ein heftiger Regen vom Himmel mit Finsternissen und Donner und Blitz. Sie stecken sich die Finger in die Ohren vor den Donnerschlagen aus Angst vor dem Tod. Und Gott umgreift die Unglaubigen

    [20] Der Blitz raubt ihnen beinahe das Augenlicht. Sooft er ihnen leuchtet, gehen sie in seinem Licht; laßt er es uber ihnen dunkel werden, bleiben sie stehen. Und wenn Gott wollte, wurde Er ihr Gehor und ihr Augenlicht fortnehmen. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [21] O ihr Menschen, dienet eurem Herrn, der euch und die, die vor euch lebten, erschuf, auf daß ihr gottesfurchtig werdet

    [22] Der euch die Erde zu einer Unterlage und den Himmel zu einem Bau machte, und der vom Himmel Wasser herabkommen ließ und dadurch Fruchte als Lebensunterhalt fur euch hervorbrachte. So stellt Gott keine anderen als Gegenpart zur Seite, wo ihr (es) doch wißt

    [23] Und wenn ihr im Zweifel seid uber das, was Wir auf unseren Diener hinabgesandt haben, dann bringt eine Sure gleicher Art bei und ruft eure Zeugen anstelle Gottes an, so ihr die Wahrheit sagt

    [24] Wenn ihr es nicht tut - und ihr werdet es nie tun konnen -, dann hutet euch vor dem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind und das fur die Unglaubigen bereitet ist

    [25] Und verkunde denen, die glauben und die guten Werke tun, daß fur sie Garten bestimmt sind, unter denen Bache fließen. Sooft ihnen daraus eine Frucht als Lebensunterhalt beschert wird, sagen sie: «Das ist, was uns vorher beschert wurde»; es wird ihnen aber nur Ahnliches gebracht. Und sie haben darin gelauterte Gattinnen. Und sie werden darin ewig weilen

    [26] Gott schamt sich nicht, als Gleichnis eine Mucke oder das, was daruber hinausgeht, zu nehmen. Diejenigen nun, die glauben, wissen, daß es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Was will Gott mit einem solchen Gleichnis?» Er fuhrt damit viele irre und leitet damit viele recht. Und Er fuhrt damit nur die Frevler irre

    [27] Die den Bund Gottes, nachdem er geschlossen worden ist, brechen und das zerschneiden, was Gott befohlen hat zu verbinden, und die auf der Erde Unheil stiften. Das sind die Verlierer

    [28] Wie konnt ihr Gott verleugnen, wo ihr tot waret und Er euch lebendig gemacht hat? Dann laßt Er euch sterben und macht euch wieder lebendig, und dann werdet ihr zu Ihm zuruckgebracht

    [29] Er ist es, der fur euch alles, was auf der Erde ist, erschaffen hat, dann hat Er sich zum Himmel aufgerichtet und ihn zu sieben Himmeln gestaltet. Und Er weiß uber alle Dinge Bescheid

    [30] Und als dein Herr zu den Engeln sprach: «Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen.» Sie sagten: «Willst Du auf ihr einen einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt, wahrend wir dein Lob singen und deine Heiligkeit ruhmen?» Er sprach: «Ich weiß, was ihr nicht wißt.»

    [31] Und Er lehrte Adam alle Dinge samt ihren Namen. Dann fuhrte Er sie den Engeln vor und sprach: «Tut mir die Namen dieser kund, so ihr die Wahrheit sagt.»

    [32] Sie sagten: «Preis sei Dir! Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast. Du bist der, der alles weiß und weise ist.»

    [33] Er sprach: «O Adam, tu ihnen ihre Namen kund.» Als er ihre Namen kundgetan hatte, sprach Er: «Habe Ich euch nicht gesagt: Ich weiß das Unsichtbare der Himmel und der Erde, und Ich weiß, was ihr offenlegt und was ihr verschweigt?»

    [34] Und als Wir zu den Engeln sprachen: «Werft euch vor Adam nieder.» Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Der weigerte sich und verhielt sich hochmutig, und er war einer der Unglaubigen

    [35] Und Wir sprachen: «O Adam, bewohne du und deine Gattin das Paradies. Eßt reichlich von ihm zu eurem Wohl, wo ihr wollt. Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehort ihr zu denen, die Unrecht tun.»

    [36] Da ließ sie Satan beide vom Paradies fallen und vertrieb sie vom Ort, wo sie waren. Und Wir sprachen: «Geht hinunter. Die einen von euch sind Feinde der anderen. Ihr habt auf der Erde Aufenthalt und Nutznießung fur eine Weile.»

    [37] Da nahm Adam von seinem Herrn Worte (der Umkehr) entgegen, so wandte Er sich ihm gnadig zu. Er ist der, der sich gnadig zuwendet, der Barmherzige

    [38] Wir sprachen: «Geht von ihm alle hinunter. Wenn dann von Mir eine Rechtleitung zu euch kommt, dann haben diejenigen, die meiner Rechtleitung folgen, nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [39] Diejenigen aber, die nicht glauben und unsere Zeichen fur Luge erklaren, das sind die Gefahrten des Feuers; sie werden darin ewig weilen.»

    [40] O ihr Kinder Israels, gedenket meiner Gnade, mit der Ich euch begnadet habe, und erfullt euren Bund mit Mir, so will Ich meinen Bund mit euch erfullen. Vor Mir sollt ihr Ehrfurcht haben

    [41] Und glaubt an das, was Ich hinabgesandt habe zur Bestatigung dessen, was bei euch ist. Und seid nicht die ersten, die es verleugnen. Und verkauft nicht meine Zeichen fur einen geringen Preis. Mich sollt ihr furchten

    [42] Und verkleidet nicht das Wahre mit dem Falschen, und verschweigt nicht die Wahrheit, wo ihr es doch wißt

    [43] Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe, und verneigt euch mit denen, die sich verneigen

    [44] Wollt ihr denn den Menschen die Frommigkeit gebieten und dabei euch selbst vergessen, wo ihr doch das Buch verlest? Habt ihr denn keinen Verstand

    [45] Und sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet. Und das ist ja schwer, außer fur die Demutigen

    [46] Die damit rechnen, daß sie ihrem Herrn begegnen und daß sie zu Ihm zuruckkehren werden

    [47] O ihr Kinder Israels, gedenket meiner Gnade, mit der Ich euch begnadet habe, und daß Ich euch vor den Weltenbewohnern bevorzugt habe

    [48] Und hutet euch vor einem Tag, an dem keine Seele fur eine andere etwas begleichen kann, keine Fursprache von ihr angenommen und kein Losegeld von ihr genommen wird, und an dem sie keine Unterstutzung erfahren

    [49] Und als Wir euch von den Leuten des Pharao erretteten, die euch schlimme Pein zufugten, indem sie eure Sohne abschlachteten und nur eure Frauen am Leben ließen - darin war fur euch eine gewaltige Prufung von eurem Herrn

    [50] Und als Wir euretwegen das Meer spalteten und euch so retteten und die Leute des Pharao ertrinken ließen, wahrend ihr zuschautet

    [51] Und als Wir uns mit Mose fur vierzig Nachte verabredeten. Dann nahmt ihr euch, nachdem er weggegangen war, das Kalb und habt so Unrecht getan

    [52] Dann verziehen Wir euch nach diesem (Frevel), auf daß ihr dankbar wurdet

    [53] Und als Wir Mose das Buch und die Unterscheidungsnorm zukommen ließen, auf daß ihr der Rechtleitung folget

    [54] Und als Mose zu seinem Volk sagte: «O mein Volk, ihr habt euch selbst Unrecht getan, indem ihr euch das Kalb genommen habt. Kehrt zu eurem Schopfer um und totet einander. Das ist besser fur euch in den Augen eures Schopfers.» Da wandte Er sich euch wieder gnadig zu. Er ist der, der sich gnadig zuwendet, der Barmherzige

    [55] Und als ihr sagtet: «O Mose, wir werden dir nicht glauben, bis wir Gott offen sehen.» Da ergriff euch der Donnerschlag, wahrend ihr zuschautet

    [56] Dann erweckten Wir euch nach eurem Tod, auf daß ihr dankbar wurdet

    [57] Und Wir ließen die Wolken euch uberschatten und sandten auf euch das Manna und die Wachteln hinunter: «Eßt von den kostlichen Dingen, die Wir euch beschert haben.» Und nicht Uns taten sie Unrecht, sondern sich selbst haben sie Unrecht getan

    [58] Und als Wir sprachen: «Tretet in diese Stadt ein und eßt reichlich davon zu eurem Wohl, wo ihr wollt; und betretet das Tor in der Haltung der Niederwerfung und sagt: Entlastung!, dann vergeben Wir euch eure Verfehlungen. Und Wir werden den Rechtschaffenen noch mehr geben

    [59] Dann vertauschten es diejenigen, die Unrecht taten, mit einem Ausspruch, der anders war als das, was ihnen gesagt worden war. Da sandten Wir uber diejenigen, die Unrecht taten, ein Zorngericht vom Himmel herab dafur, daß sie frevelten

    [60] Und als Mose um Wasser fur sein Volk bat. Da sprachen Wir: «Schlag mit deinem Stab auf den Stein.» Da brachen aus ihm zwolf Quellen hervor, so daß jede Menschengruppe wußte, wo ihre Trinkstelle war. - «Eßt und trinkt von dem, was Gott beschert hat, und verbreitet nicht Unheil auf der Erde.»

    [61] Und als ihr sagtet: «O Mose, wir werden es nicht aushalten, nur eine einzige Speise zu haben. So rufe fur uns deinen Herrn an, daß Er uns etwas hervorbringe von dem, was die Erde sonst wachsen laßt an Gemuse, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln.» Er sagte: «Wollt ihr denn das Minderwertige in Tausch gegen das Bessere nehmen? Zieht hinab nach Agypten. Ihr habt dort, was ihr erbittet.» Und uber sie wurden Erniedrigung und Elend gelegt, und sie zogen sich den Zorn Gottes zu. Dies dafur, daß sie immer wieder die Zeichen Gottes verleugneten und die Propheten zu Unrecht toteten; dies dafur, daß sie ungehorsam waren und immer wieder Ubertretungen begingen

    [62] Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier, all die, die an Gott und den Jungsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [63] Und als Wir eure Verpflichtung entgegennahmen und uber euch den Berg emporhoben: «Nehmt, was Wir euch zukommen ließen, mit aller Kraft und gedenket dessen, was darin steht, auf daß ihr gottesfurchtig seid.»

    [64] Aber ihr, ihr kehrtet euch danach ab. Ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit waret ihr gewiß unter den Verlierern

    [65] Und ihr wißt um diejenigen von euch, die gegen den Sabbat eine Ubertretung begangen haben, worauf Wir zu ihnen sprachen: «Werdet zu verabscheuten Affen.»

    [66] So machten Wir es zu einem warnenden Beispiel fur die Zeitgenossen und die Nachfolgenden und zu einer Ermahnung fur die Gottesfurchtigen

    [67] Und als Mose zu seinem Volk sagte: «Gott befiehlt euch, eine Kuh zu schachten.» Sie sagten: «Nimmst du uns zum Gegenstand des Spottes?» Er sagte: «Ich suche Zuflucht bei Gott davor, daß ich zu den Torichten gehore.»

    [68] Sie sagten: «Rufe fur uns deinen Herrn an, daß Er uns deutlich mache, wie sie sein soll.» Er sagte: «Er spricht: Es soll eine Kuh sein, die weder alt noch zu jung zum Kalben ist, eben mittleren Alters dazwischen. Nun tut, was euch befohlen wird.»

    [69] Sie sagten: «Rufe fur uns deinen Herrn an, daß Er uns deutlich mache, welcher Farbe sie sein soll.» Er sagte: «Er spricht: Es soll eine gelbe Kuh sein, deren Farbe intensiv ist und die den Zuschauern Freude macht.»

    [70] Sie sagten: «Rufe fur uns deinen Herrn an, daß Er uns deutlich mache, wie sie sein soll, denn die Kuhe kommen uns doch ahnlich vor. Aber wir werden gewiß, so Gott will, die richtige finden.»

    [71] Er sagte: «Er spricht: Es soll eine Kuh sein, die weder zum Pflugen des Ackers noch zum Bewassern der Felder gezwungen wurde, fehlerfrei und ohne Farbmischung.» Sie sagten: «Jetzt hast du die Wahrheit gebracht.» Sie schachteten sie. Doch beinahe hatten sie es nicht getan

    [72] Und als ihr jemanden getotet hattet und uber ihn miteinander Streit bekamt. Aber Gott bringt doch heraus, was ihr verschwiegen hattet

    [73] Da sprachen Wir: «Schlagt ihn mit einem Stuck von ihr.» So macht Gott die Toten wieder lebendig und laßt euch seine Zeichen sehen, auf daß ihr verstandig werdet

    [74] Nach diesem Geschehen verharteten sich eure Herzen, so daß sie wie Steine waren oder noch harter. Denn unter den Steinen gibt es welche, aus denen die Bache hervorbrechen; und es gibt welche, die sich spalten, so daß das Wasser aus ihnen herauskommt; und es gibt welche, die aus Ehrfurcht vor Gott herunterfallen. Und Gott laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    [75] Erhofft ihr etwa, daß sie mit euch glauben, wo doch ein Teil von ihnen das Wort Gottes horte, es aber dann wissentlich entstellte, nachdem er es verstanden hatte

    [76] Wenn sie diejenigen, die glauben, treffen, sagen sie: «Wir glauben.» Und wenn sie miteinander allein sind, sagen sie: «Wollt ihr denn mit ihnen uber das reden, was Gott euch eroffnet hat, so daß sie damit vor eurem Herrn mit euch streiten? Habt ihr denn keinen Verstand?»

    [77] Wissen sie denn nicht, daß Gott weiß, was sie geheimhalten und was sie offenlegen

    [78] Unter ihnen gibt es Ungelehrte, die das Buch nicht kennen, sondern nur Wunschvorstellungen heranziehen. Sie stellen ja nur Mutmaßungen an

    [79] Aber wehe denen, die das Buch mit ihren Handen schreiben und dann sagen: «Dies ist von Gott her», um es fur einen geringen Preis zu verkaufen! Wehe ihnen wegen dessen, was ihre Hande geschrieben haben, und wehe ihnen wegen dessen, was sie erwerben

    [80] Und sie sagen: «Das Feuer wird uns sicher nur fur eine Anzahl von Tagen beruhren.» Sprich: Habt ihr bei Gott ein (solches) Versprechen erhalten? - dann wird Gott sein Versprechen niemals brechen -, oder sagt ihr uber Gott, was ihr nicht wißt

    [81] Nein, diejenigen, die eine schlechte Tat erworben haben und die ihre Schuld umfangt, das sind die Gefahrten des Feuers; sie werden darin ewig weilen

    [82] Und diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, das sind die Gefahrten des Paradieses; sie werden darin ewig weilen

    [83] Und als Wir die Verpflichtung der Kinder Israels entgegennahmen: «Ihr sollt nur Gott dienen, die Eltern gut behandeln, und auch die Verwandten, die Waisen und die Bedurftigen. Sprecht freundlich zu den Menschen. Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe.» Danach habt ihr - bis auf wenige von euch - den Rucken gekehrt und euch abgewandt

    [84] Und als Wir eure Verpflichtung entgegennahmen: «Ihr sollt nicht gegenseitig euer Blut vergießen und nicht einander aus euren Wohnstatten vertreiben.» Da habt ihr sie bekraftigt, indem ihr dies bezeugt habt

    [85] Dennoch totet gerade ihr einander und vertreibt einen Teil von euch aus ihren Wohnstatten, indem ihr einander in Schuld und Ubertretung gegen sie unterstutzt. Und wenn sie als Gefangene zu euch kommen, so lost ihr sie aus. Dabei ist euch doch verboten, sie zu vertreiben. Glaubt ihr denn nur an einen Teil des Buches und verleugnet den anderen? Die Vergeltung fur diejenigen unter euch, die dies tun, ist nichts als Schande im diesseitigen Leben, und am Tag der Auferstehung werden sie der hartesten Pein zugefuhrt werden. Und Gott laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    [86] Das sind die, die das diesseitige Leben gegen das Jenseits erkauft haben. So wird ihnen die Pein nicht erleichtert, und sie werden keine Unterstutzung erfahren

    [87] Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen und nach ihm die Gesandten folgen. Und Wir ließen Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen zukommen und starkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit. Wollt ihr euch denn jedesmal, wenn euch ein Gesandter etwas bringt, was ihr nicht mogt, hochmutig verhalten und einen Teil (von ihnen) der Luge zeihen und einen (anderen) Teil toten

    [88] Und sie sagen: «Unsere Herzen sind unbeschnitten.» Aber nein! Gott hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht. Darum sind sie sowenig glaubig

    [89] Und als ein Buch von Gott zu ihnen kam, das bestatigte, was bei ihnen war - zuvor pflegten sie um den Sieg uber die zu bitten, die nicht glauben -, als nun zu ihnen kam, was sie kannten, da verleugneten sie es. So komme Gottes Fluch uber die Unglaubigen

    [90] Schlimm ist das, wofur sie ihre Seelen verkauft haben, daß sie verleugneten, was Gott herabgesandt hat, aus ungerechter Ablehnung, daß Gott etwas von seiner Huld herabsendet, auf wen von seinen Dienern Er will. So haben sie sich Zorn uber Zorn zugezogen. Und die Unglaubigen erhalten eine schmahliche Pein

    [91] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Glaubt an das, was Gott herabgesandt hat», sagen sie: «Wir glauben an das, was auf uns herabgesandt wurde.» Sie verleugnen aber, was nachher kam, obwohl das die Wahrheit ist, das bestatigt, was bei ihnen ist. Sprich: Warum habt ihr fruher die Propheten Gottes getotet, wenn ihr glaubig seid

    [92] Und Mose kam doch zu euch mit den deutlichen Zeichen. Dann aber nahmt ihr euch, nachdem er weggegangen war, das Kalb und habt so Unrecht getan

    [93] Und als Wir eure Verpflichtung entgegennahmen und den Berg uber euch emporhoben: «Nehmt, was Wir euch zukommen ließen, mit aller Kraft und hort darauf.» Sie sagten: «Wir horen, und wir gehorchen nicht.» Und fur ihren Unglauben mußten sie das Kalb wie ein Getrank in ihre Herzen aufnehmen. Sprich: Schlimm ist das, was euer Glaube euch befiehlt, wenn ihr (uberhaupt) glaubig seid

    [94] Sprich: Wenn die jenseitige Wohnstatte bei Gott euch unter Ausschluß der anderen Menschen zusteht, dann wunscht euch den Tod, so ihr die Wahrheit sagt

    [95] Aber niemals werden sie ihn sich wunschen wegen der Werke, die ihre Hande vorausgeschickt haben. Und Gott weiß uber die, die Unrecht tun, Bescheid

    [96] Und du wirst sicher finden, daß unter den Menschen sie am meisten am Leben hangen - auch mehr als die Polytheisten. Manch einer von ihnen mochte gern tausend Jahre alt werden. Aber das Altwerden wird ihn gewiß nicht von der Pein wegrucken. Und Gott sieht wohl, was sie tun

    [97] Sprich: Wenn einer dem Gabriel ein Feind ist - denn er hat ihn auf dein Herz herabkommen lassen mit der Erlaubnis Gottes als Bestatigung dessen, was vor ihm vorhanden war und als Rechtleitung und Frohbotschaft fur die Glaubigen

    [98] Wenn einer ein Feind ist Gott und seinen Engeln und seinen Gesandten, und Gabriel und Michael, dann ist Gott den Unglaubigen ein Feind

    [99] Und Wir sandten zu dir gewiß deutliche Zeichen hinab. Nur die Frevler verleugnen sie

    [100] Will ein Teil von ihnen denn jedesmal, wenn sie einen Bund schließen, ihn verwerfen? Nein, die meisten von ihnen glauben nicht

    [101] Und als zu ihnen ein Gesandter von Gott her kam, der bestatigte, was bei ihnen war, warf ein Teil derer, denen das Buch zugekommen war, das Buch Gottes hinter seinen Rucken, als ob sie von nichts wußten

    [102] Und sie folgten dem, was die Satane unter der Herrschaft Salomos vortrugen. Aber nicht Salomo war unglaubig, sondern die Satane waren unglaubig; sie lehrten die Menschen die Zauberei und das, was auf die Engel in Babel, Haarut und Maarut, herabgesandt worden war. Diese jedoch lehrten niemanden, ohne zu sagen: «Wir sind nur eine Versuchung, so werde nicht unglaubig.» So lernten sie von ihnen das, womit sie zwischen dem Mann und seiner Frau Zwietracht stifteten. Und sie vermogen niemanden damit zu schadigen, es sei denn mit Gottes Erlaubnis. Und sie lernten, was ihnen schadete und nicht nutzte. Und sie wußten, daß derjenige, der dies erkauft, im Jenseits keinen Anteil hat. Schlimm ist das, wofur sie ihre Seele verkauft haben. Wenn sie es doch wußten

    [103] Und wenn sie geglaubt hatten und gottesfurchtig gewesen waren!... Eine Belohnung von Gott ist doch besser, wenn sie es doch wußten

    [104] O ihr, die ihr glaubt, sagt nicht: «Achte auf uns» (raainaa), sondern sagt: «Schau auf uns» (unzurnaa). Und hort darauf. Und fur die Unglaubigen ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [105] Diejenigen von den Leuten des Buches und von den Polytheisten, die nicht glauben, mogen es nicht gern, daß auf euch etwas Gutes von eurem Herrn herabgesandt wird. Gott aber schenkt seine Barmherzigkeit in besonderer Weise, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld

    [106] Was Wir auch an Zeichen aufheben oder der Vergessenheit preisgeben Wir bringen dafur ein besseres oder ein gleiches. Weißt du denn nicht, daß Gott Macht hat zu allen Dingen

    [107] Weißt du denn nicht, daß Gott die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde hat? Außer Gott habt ihr weder Freund noch Helfer

    [108] Oder wollt ihr von eurem Gesandten das gleiche fordern, was fruher von Mose gefordert wurde? Wer den Unglauben gegen den Glauben eintauscht, ist vom rechten Weg abgeirrt

    [109] Viele von den Leuten des Buches mochten gerne euch, nachdem ihr glaubig geworden seid, wieder zu Unglaubigen machen, da sie von sich aus Neid empfinden, nachdem ihnen die Wahrheit deutlich wurde. So verzeiht und seid nachsichtig, bis Gott mit seinem Befehl eintrifft. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [110] Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe. Und was ihr fur euch an Gutem vorausschickt, das werdet ihr bei Gott vorfinden. Gott sieht wohl, was ihr tut

    [111] Sie sagen: «Es werden das Paradies nur die betreten, die Juden oder Christen sind.» Das sind ihre Wunsche. Sprich: Bringt her euren Beweis, so ihr die Wahrheit sagt

    [112] Nein, wer sich vollig Gott hingibt und dabei rechtschaffen ist, der hat seinen Lohn bei seinem Herrn. Diese haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [113] Die Juden sagen: «Die Christen haben keine Grundlage.» Und die Christen sagen: «Die Juden haben keine Grundlage.» Dabei lesen sie (alle) das Buch. Auch diejenigen, die unwissend sind, außern sich in der gleichen Weise. Gott wird am Tage der Auferstehung zwischen ihnen uber das urteilen, woruber sie uneins waren

    [114] Und wer ist ungerechter als der, der verhindert, daß in den Anbetungsstatten Gottes seines Namens gedacht wird, und bestrebt ist, sie zu zerstoren? Gerade diese durfen sie nicht anders als voller Furcht betreten. Bestimmt ist fur sie im Diesseits Schande und im Jenseits eine gewaltige Pein

    [115] Gottes ist der Osten und der Westen. Wohin ihr euch auch wenden moget, dort ist das Antlitz Gottes. Gott umfaßt und weiß alles

    [116] Und sie sagen: «Gott hat sich ein Kind genommen.» Preis sei Ihm! Ihm gehort doch, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm demutig ergeben

    [117] Er ist der Schopfer der Himmel und der Erde. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: Sei!, und sie ist

    [118] Diejenigen, die unwissend sind, sagen: «Wenn doch Gott zu uns sprache oder ein Zeichen zu uns kame!» Auch diejenigen, die vor ihnen lebten, außerten sich in der gleichen Weise. Ihre Herzen sind einander ahnlich. Wir haben die Zeichen deutlich gemacht fur Leute, die Gewißheit hegen

    [119] Wir sandten dich mit der Wahrheit als Freudenboten und Warner. Und du hast dich nicht fur die Gefahrten der Holle zu verantworten

    [120] Weder die Juden noch die Christen werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrer Glaubensrichtung folgst. Sprich: Nur die Rechtleitung Gottes ist die (wahre) Rechtleitung. Und wenn du ihren Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so wirst du vor Gott weder Freund noch Helfer haben

    [121] Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen und die es lesen, wie es richtig gelesen werden soll, glauben daran. Diejenigen, die nicht daran glauben, das sind die Verlierer

    [122] O ihr Kinder Israels, gedenket meiner Gnade, mit der Ich euch begnadet habe, und daß Ich euch vor den Weltenbewohnern bevorzugt habe

    [123] Und hutet euch vor einem Tag, an dem keine Seele fur eine andere etwas begleichen kann, kein Losegeld von ihr angenommen wird und keine Fursprache ihr nutzt, und an dem sie keine Unterstutzung erfahren

    [124] Und als Abraham von seinem Herrn durch Worte auf die Probe gestellt wurde und er sie erfullte. Er sprach: «Ich mache dich zum Vorbild fur die Menschen.» Er sagte: «Und auch welche von meiner Nachkommenschaft.» Er sprach: «Mein Bund erstreckt sich aber nicht auf die, die Unrecht tun.»

    [125] Und als Wir das Haus zu einem Versammlungsort fur die Menschen und zu einer sicheren Statte machten: «Nehmt euch die Statte Abrahams zu einem Gebetsort.» Und Wir erlegten Abraham und Ismael auf: «Reinigt mein Haus fur diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die eine Einkehrzeit einlegen und die sich verneigen und niederwerfen.»

    [126] Und als Abraham sagte: «Mein Herr, mach dieses zu einem sicheren Gebiet und beschere seinen Bewohnern Fruchte, denen von ihnen, die an Gott und den Jungsten Tag glauben.» Er sprach: «Und wer nicht glaubt, den lasse Ich ein wenig genießen, alsdann zwinge Ich ihn in die Pein des Feuers - welch schlimmes Ende!»

    [127] Und als Abraham dabei war, vom Haus die Fundamente hochzuziehen, (er) und Ismael. (Sie beteten:) «Unser Herr, nimm es von uns an. Du bist der, der alles hort und weiß

    [128] Unser Herr, mache uns beide Dir ergeben und (mache) aus unserer Nachkommenschaft eine Gemeinschaft, die Dir ergeben ist. Und zeige uns unsere Riten, und wende Dich uns gnadig zu. Du bist der, der sich gnadig zuwendet, der Barmherzige

    [129] Unser Herr, laß unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erstehen, der ihnen deine Zeichen verliest und sie das Buch und die Weisheit lehrt und sie lautert. Du bist der Machtige, der Weise.»

    [130] Und wer verschmaht die Glaubensrichtung Abrahams außer dem, der seine Seele geringschatzt? Wir haben ihn ja im Diesseits auserwahlt. Und im Jenseits gehort er zu den Rechtschaffenen

    [131] Und als sein Herr zu ihm sprach: «Sei (Mir) ergeben.» Er sagte: «Ich ergebe mich dem Herrn der Welten.»

    [132] Und Abraham hat es seinen Sohnen aufgetragen, er und auch Jakob: «O meine Sohne, Gott hat fur euch die (reine) Religion erwahlt. So sollt ihr nur als Gottergebene sterben.»

    [133] Oder wart ihr zugegen, als Jakob im Sterben lag? Als er zu seinen Sohnen sagte: «Wem werdet ihr dienen nach mir?» Sie sagten: «Dienen werden wir deinem Gott und dem Gott deiner Vater Abraham, Ismael und Isaak, dem einzigen Gott. Und wir sind Ihm ergeben.»

    [134] Das ist eine Gemeinschaft, die dahingegangen ist. Sie erhalt, was sie erworben hat, und ihr erhaltet, was ihr erworben habt. Und ihr habt nicht zu verantworten, was sie zu tun pflegten

    [135] Und sie sagen: «Werdet Juden oder Christen, so folgt ihr der Rechtleitung.» Sprich: Nein, (wir folgen) der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhanger des reinen Glaubens; und er gehorte nicht zu den Polytheisten

    [136] Sprecht: Wir glauben an Gott und an das, was zu uns herabgesandt wurde, und an das, was herabgesandt wurde zu Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stammen, und an das, was Mose und Jesus zugekommen ist, und an das, was den (anderen) Propheten von ihrem Herrn zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen einen Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben

    [137] Wenn sie an das gleiche glauben, woran ihr glaubt, so folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich abkehren, so befinden sie sich in Widerstreit. Gott wird dich vor ihnen schutzen. Er ist der, der alles hort und weiß

    [138] (Nehmt an) das Kennzeichen Gottes. Und wer hat ein schoneres Kennzeichen als Gott? Ihm (allein) dienen wir

    [139] Sprich: Was streitet ihr mit uns uber Gott, wo Er unser Herr und euer Herr ist? Wir haben unsere Werke, und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Und wir sind zu Ihm aufrichtig

    [140] Oder wollt ihr sagen, daß Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stamme Juden oder Christen gewesen sind? Sprich: Wißt ihr es besser oder Gott? Wer ist denn ungerechter als der, der ein Zeugnis, das er von Gott hat, verschweigt? Aber Gott laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    [141] Das ist eine Gemeinschaft, die dahingegangen ist. Sie erhalt, was sie erworben hat, und ihr erhaltet, was ihr erworben habt. Und ihr habt nicht zu verantworten, was sie zu tun pflegten

    [142] Die Toren unter den Menschen werden sagen: «Was hat sie von ihrer Gebetsrichtung abgebracht, die sie (bisher) eingehalten haben?» Sprich: Gottes ist der Osten und der Westen. Er fuhrt, wen Er will, zu einem geraden Weg

    [143] Und so haben Wir euch zu einer in der Mitte stehenden Gemeinschaft gemacht, auf daß ihr Zeugen seid uber die Menschen und daß der Gesandte Zeuge sei uber euch. Und Wir haben die Gebetsrichtung, die du eingehalten hast, nur eingesetzt, um zu erfahren, wer dem Gesandten folgt, (und um ihn zu unterscheiden) von dem, der auf seinen Fersen kehrtmacht. Wahrlich, das ist schwer, außer fur die, die Gott rechtleitet. Nimmer wird Gott es zulassen, daß euer Glaube umsonst gewesen ist. Gott hat Mitleid mit den Menschen und ist barmherzig

    [144] Wir sehen, wie du dein Gesicht zum Himmel hin und her richtest. So werden Wir dir eine Gebetsrichtung festlegen, mit der du zufrieden sein wirst. Wende also dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee. Und wo immer ihr seid, wendet euer Gesicht in ihre Richtung. Diejenigen, denen das Buch zugekommen ist, wissen bestimmt, daß es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Gott laßt nicht unbeachtet, was sie tun

    [145] Du magst zu denen, denen das Buch zugekommen ist, mit jedem Zeichen kommen, sie werden deiner Gebetsrichtung nicht folgen. Und auch du wirst ihrer Gebetsrichtung nicht folgen. Keiner von ihnen wird der Gebetsrichtung der anderen folgen. Und wenn du ihren Neigungen folgst nach dem, was an Wissen zu dir gekommen ist, gehorst du gewiß zu denen, die Unrecht tun

    [146] Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, kennen es, wie sie ihre Sohne kennen. Aber ein Teil von ihnen verschweigt wissentlich die Wahrheit

    [147] Es ist die Wahrheit von deinem Herrn. So sei nicht einer der Zweifler

    [148] Jeder hat eine Richtung, zu der er sich wendet. So eilt zu den guten Dingen um die Wette. Wo immer ihr euch befindet, Gott wird euch alle zusammenbringen. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [149] Von wo du auch herausgehst, wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee. Es ist wirklich die Wahrheit von deinem Herrn. Gott laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    [150] Und von wo du auch herausgehst, wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee. Und wo immer ihr auch seid, wendet euer Gesicht in ihre Richtung, damit die Menschen keinen Beweisgrund gegen euch haben, außer denen von ihnen, die Unrecht tun - furchtet sie nicht, sondern furchtet Mich -, und damit Ich meine Gnade an euch vollende und auf daß ihr die Rechtleitung findet

    [151] So wie Wir auch unter euch einen Gesandten aus eurer Mitte entsandt haben, der euch unsere Zeichen verliest, euch lautert und euch das Buch und die Weisheit lehrt und euch das lehrt, was ihr nicht wußtet

    [152] Darum gedenket Meiner, dann gedenke Ich euer, und danket Mir und seid nicht undankbar gegen Mich

    [153] O ihr, die ihr glaubt, sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet. Gott ist mit den Geduldigen

    [154] Und sagt nicht von denen, die auf dem Weg Gottes getotet werden, sie seien tot. Sie sind vielmehr lebendig, aber ihr merkt es nicht

    [155] Und Wir werden euch sicher Prufungen aussetzen mit ein wenig Furcht und Hunger und mit Verlust an Vermogen, Seelen und Fruchten. Und verkunde den Geduldigen frohe Botschaft

    [156] Die, wenn ein Ungluck sie trifft, sagen: «Wir gehoren Gott, und wir kehren zu Ihm zuruck.»

    [157] Auf sie kommen Segnungen und Barmherzigkeit von ihrem Herrn herab. Das sind die, die der Rechtleitung folgen

    [158] Siehe, Safaa und Marwa gehoren zu den Kultzeichen Gottes. Wer also die Wallfahrt zum Haus (Gottes) oder den Pilgerbesuch vollzieht, fur den ist es kein Vergehen, zwischen ihnen den Lauf zu verrichten. Und wenn einer freiwillig Gutes tut, so zeigt sich Gott erkenntlich und weiß Bescheid

    [159] Diejenigen, die verschweigen, was Wir an deutlichen Zeichen und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen im Buch deutlich gemacht haben, diese wird Gott verfluchen, und verfluchen werden sie auch die Fluchenden

    [160] Außer denen, die umkehren und Besserung zeigen und (alles) offenlegen. Denen wende Ich Mich gnadig zu. Ich bin der, der sich gnadig zuwendet, der Barmherzige

    [161] Uber diejenigen, die nicht glauben und als Unglaubige sterben, kommt der Fluch Gottes und der Engel und der Menschen allesamt

    [162] Sie werden darin ewig weilen. Ihnen wird die Pein nicht erleichtert, und ihnen wird kein Aufschub gewahrt

    [163] Und euer Gott ist ein einziger Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erbarmer, dem Barmherzigen

    [164] In der Erschaffung der Himmel und der Erde; im Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag; in den Schiffen, die auf dem Meer fahren mit dem, was den Menschen nutzt; im Wasser, das Gott vom Himmel herabkommen laßt und mit dem Er die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt und auf ihr allerlei Getier sich ausbreiten laßt; im Wechsel der Winde und der zwischen Himmel und Erde in Dienst gestellten Wolken, (in alledem) sind Zeichen fur Leute, die verstandig sind

    [165] Unter den Menschen sind welche, die sich neben Gott andere als Gegenpart nehmen, die sie lieben, wie man Gott liebt. Doch diejenigen, die glauben, lieben Gott noch mehr. Wenn nur diejenigen, die Unrecht tun, angesichts der Pein sehen wurden, daß alle Kraft Gott gehort und daß Gott harte Pein verhangt

    [166] (Und dies), wenn diejenigen, denen man folgte, sich von denen, die ihnen folgten, lossagen, sie die Pein sehen, die Verbindungen fur sie abgeschnitten sind

    [167] Und diejenigen, die (ihnen) folgten, sagen: «Hatten wir doch eine Moglichkeit zur Ruckkehr, damit wir uns von ihnen lossagen, so wie sie sich von uns losgesagt haben!» Auf diese Weise laßt Gott sie ihre Werke sehen als Grund zu vielfachem Bedauern fur sie. Und sie werden aus dem Feuer nicht herauskommen

    [168] O ihr Menschen, eßt von dem, was es auf der Erde gibt, so es erlaubt und kostlich ist. Und folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Er ist euch ein offenkundiger Feind

    [169] Er befiehlt euch nur Boses und Schandliches, und daß ihr uber Gott sagt, was ihr nicht wißt

    [170] Und wenn ihnen gesagt wird: «Folgt dem, was Gott herabgesandt hat», sagen sie: «Wir folgen lieber dem, was wir bei unseren Vatern vorgefunden haben.» Was denn, auch wenn ihre Vater nichts verstanden haben und der Rechtleitung nicht gefolgt sind

    [171] Mit denen, die unglaubig sind, ist es, wie wenn einer etwas anschreit, was nur Rufen und Zurufen hort. Taub, stumm, blind sind sie, so haben sie keinen Verstand

    [172] O ihr, die ihr glaubt, eßt von den kostlichen Dingen, die Wir euch beschert haben, und danket Gott, so ihr (wirklich) Ihm dient

    [173] Verboten hat Er euch nur Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, woruber ein anderer als Gott angerufen worden ist. Wer aber gezwungen wird, ohne daß er Auflehnung oder Ubertretung begeht, den trifft keine Schuld. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [174] Diejenigen, die verschweigen, was Gott vom Buch herabgesandt hat, und es fur einen geringen Preis verkaufen, werden in ihrem Bauch nichts als Feuer verzehren. Gott wird sie am Tag der Auferstehung nicht ansprechen und nicht fur rein erklaren. Und fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [175] Das sind die, die den Irrtum gegen die Rechtleitung erkauft haben, und auch die Pein gegen die Vergebung. Wie konnen sie sich dem Feuer gegenuber so standhaft zeigen

    [176] Dies geschieht, weil Gott das Buch mit der Wahrheit herabgesandt hat. Und diejenigen, die uber das Buch uneins sind, befinden sich in einem tiefen Widerstreit

    [177] Frommigkeit besteht nicht darin, daß ihr euer Gesicht nach Osten und Westen wendet. Frommigkeit besteht darin, daß man an Gott, den Jungsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten glaubt, daß man, aus Liebe zu Ihm, den Verwandten, den Waisen, den Bedurftigen, dem Reisenden und den Bettlern Geld zukommen laßt und (es) fur den Loskauf der Sklaven und Gefangenen (ausgibt), und daß man das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet. (Fromm sind auch) die, die ihre eingegangenen Verpflichtungen erfullen, und die, die in Not und Leid und zur Zeit der Gewalt geduldig sind. Sie sind es, die wahrhaftig sind, und sie sind die Gottesfurchtigen

    [178] O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch bei Totschlag die Wiedervergeltung: der Freie fur den Freien, der Sklave fur den Sklaven, das Weib fur das Weib. Wenn einem von seinem Bruder etwas nachgelassen wird, dann soll die Beitreibung auf rechtliche Weise und die Leistung an ihn auf gute Weise erfolgen. Dies ist eine Erleichterung von Seiten eures Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer danach Ubertretungen begeht, fur den ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [179] In der Wiedervergeltung liegt fur euch Leben, o ihr Einsichtigen, auf daß ihr gottesfurchtig werdet

    [180] Vorgeschrieben ist euch, wenn einer von euch im Sterben liegt, falls er Vermogen hinterlaßt, eine Verfugung zugunsten der Eltern und der Angehorigen auf rechtliche Weise zu machen. Das ist eine Rechtspflicht fur die Gottesfurchtigen

    [181] Wenn jemand es abandert, nachdem er es gehort hat, so lastet die Schuld daran auf denjenigen, die es abandern. Gott hort und weiß alles

    [182] Wer aber von Seiten eines Erblassers eine Unrechtmaßigkeit oder ein schuldhaftes Verhalten befurchtet und dann zwischen ihnen Aussohnung schafft, den trifft keine Schuld. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [183] O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch, zu fasten, so wie es denen vorgeschrieben worden ist, die vor euch lebten, auf daß ihr gottesfurchtig werdet

    [184] (und dies) fur eine Anzahl von Tagen. Wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, fur den gilt eine Anzahl anderer Tage. Denjenigen aber, die es (eigentlich einhalten) konnen, ist als Ersatzleistung die Speisung eines Bedurftigen auferlegt. Wenn einer freiwillig Gutes tut, so ist es besser fur ihn. Und daß ihr fastet, ist besser fur euch, wenn ihr Bescheid wißt

    [185] Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung fur die Menschen und als deutliche Zeichen der Rechtleitung und der Unterscheidungsnorm. Wer von euch nun in dem Monat anwesend ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, fur den gilt eine Anzahl anderer Tage. Gott will fur euch Erleichterung, Er will fur euch nicht Erschwernis, und daß ihr die Zahl (der Tage) vollendet und Gott dafur hochpreiset, daß Er euch rechtgeleitet hat, und daß ihr wohl dankbar werdet

    [186] Wenn dich meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe, und Ich erhore den Ruf des Rufenden, wenn er Mich anruft. Sie sollen nun auf Mich horen, und sie sollen an Mich glauben, auf daß sie einen rechten Wandel zeigen

    [187] Erlaubt ist euch, in der Nacht wahrend der Fastenzeit Umgang mit euren Frauen zu haben. Sie sind eine Bekleidung fur euch, und ihr seid eine Bekleidung fur sie. Gott weiß, daß ihr euch immer wieder selbst betrogen habt, so hat Er sich euch gnadig wieder zugewandt und euch verziehen. Verkehrt nunmehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Gott euch vorgeschrieben hat. Und eßt und trinkt, bis ihr in der Morgendammerung den weißen Faden vom schwarzen Faden unterscheiden konnt. Danach vollzieht das Fasten bis zur Nacht. Und verkehrt nicht mit ihnen, wahrend ihr in den Moscheen eine Einkehrzeit einlegt. Dies sind die Bestimmungen Gottes, tretet ihnen nicht zu nahe. So macht Gott den Menschen seine Zeichen deutlich, auf daß sie gottesfurchtig werden

    [188] Und verzehrt nicht untereinander euer Vermogen durch Betrug, und ubergebt es nicht den Richtern, um einen Teil des Vermogens der Menschen in sundhafter Weise wissentlich zu verzehren

    [189] Sie fragen dich nach den Neumonden. Sprich: Sie sind Zeitbestimmungen fur die Menschen und fur die Wallfahrt. Und Frommigkeit besteht nicht darin, daß ihr durch die Hinterseite in die Hauser geht. Frommigkeit besteht darin, daß man gottesfurchtig ist. Geht also in die Hauser durch ihre Turen. Und furchtet Gott, auf daß es euch wohl ergehe

    [190] Und kampft auf dem Weg Gottes gegen diejenigen, die gegen euch kampfen, und begeht keine Ubertretungen. Gott liebt die nicht, die Ubertretungen begehen

    [191] Und totet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verfuhren ist schlimmer als Toten. Kampft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kampfen. Wenn sie gegen euch kampfen, dann totet sie. So ist die Vergeltung fur die Unglaubigen

    [192] Wenn sie aufhoren, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [193] Kampft gegen sie, bis es keine Verfuhrung mehr gibt und bis die Religion nur noch Gott gehort. Wenn sie aufhoren, dann darf es keine Ubertretung geben, es sei denn gegen die, die Unrecht tun

    [194] Ein heiliger Monat (darf zur Vergeltung dienen) fur einen heiligen Monat. Bei den heiligen Dingen gilt die Wiedervergeltung. Wer sich gegen euch vergeht, gegen den durft ihr euch ahnlich vergehen, wie er sich gegen euch vergeht. Und furchtet Gott und wißt, daß Gott mit den Gottesfurchtigen ist

    [195] Und spendet auf dem Weg Gottes und streckt nicht eure Hande nach dem Verderben aus, und tut Gutes. Gott liebt die, die Gutes tun

    [196] Und vollzieht die Wallfahrt und den Pilgerbesuch fur Gott. Wenn ihr behindert seid, dann gebt, was an Opfertieren erschwinglich ist. Und schert euch nicht den Kopf, bis die Opfertiere ihren erlaubten Schlachtort erreicht haben. Wer von euch krank ist oder ein Leiden am Kopf hat, der hat eine Ersatzleistung zu bringen: Fasten oder Almosen oder Tieropfer. Wenn ihr nun in Sicherheit seid, so soll derjenige, der nach dem Pilgerbesuch (das normale Leben) bis zur (Zeit der) Wallfahrt genossen hat, darbringen, was an Opfertieren erschwinglich ist. Wer es nicht vermag, der soll wahrend der Wallfahrt drei Tage fasten und sieben, nachdem ihr zuruckgekehrt seid: Das sind insgesamt zehn. Dies gilt fur den, dessen Angehorige nicht im Bezirk der heiligen Moschee wohnen. Furchtet Gott und wißt, daß Gott eine harte Strafe verhangt

    [197] Die Wallfahrt findet in bekannten Monaten statt. Wer sich in ihnen die Wallfahrt auferlegt, hat sich wahrend der Wallfahrt des Geschlechtsumgangs, des Frevels und des Streites zu enthalten. Und was ihr an Gutem tut, das weiß Gott. Und versorgt euch mit Wegzehrung. Aber die beste Wegzehrung ist die Gottesfurcht. Und furchtet Mich, o ihr Einsichtigen

    [198] Es ist fur euch kein Vergehen, daß ihr nach einer Huld von eurem Herrn strebt. Und wenn ihr von "Arafat herabeilt, dann gedenket Gottes vor der heiligen Kultstatte. Gedenket Seiner, wie Er euch rechtgeleitet hat. Ihr gehortet ja vordem zu denen, die irregehen

    [199] Dann eilt herab, von wo die Menschen herabeilen, und bittet Gott um Vergebung. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [200] Und wenn ihr eure Riten beendet habt, dann gedenket Gottes, wie ihr eurer Vater (fruher) gedacht habt oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Menschen gibt es welche, die sagen: «Unser Herr, beschenke uns im Diesseits.» Diese haben im Jenseits keinen Anteil

    [201] Und unter ihnen gibt es welche, die sagen: «Unser Herr, schenke uns im Diesseits Gutes und auch im Jenseits Gutes, und bewahre uns vor der Pein des Feuers.»

    [202] Diese erhalten einen Anteil von dem, was sie sich erworben haben. Gott ist schnell im Abrechnen

    [203] Und gedenket Gottes in einer bestimmten Anzahl von Tagen. Wer sich beeilt und es in zwei Tagen durchfuhrt, den trifft keine Schuld. Und wer langere Zeit braucht, den trifft auch keine Schuld. (Dies gilt) fur den, der gottesfurchtig ist. Furchtet Gott und wißt, daß ihr zu Ihm versammelt werdet

    [204] Und unter den Menschen gibt es manch einen, dessen Reden uber das diesseitige Leben dir gefallt und der Gott zum Zeugen anruft fur das, was in seinem Herzen ist. Dabei ist er der streitsuchtigste Widersacher

    [205] Und wenn er an der Macht ist, reist er auf der Erde umher, um Unheil auf ihr zu stiften und Saatfelder und Nachwuchs zu verderben. Aber Gott liebt das Unheil nicht

    [206] Und wenn man zu ihm sagt: «Furchte Gott», so fuhrt ihn die Uberheblichkeit zur Schuld. So ist die Holle das, was fur ihn eben ausreicht. Welch schlimme Lagerstatte

    [207] Und unter den Menschen gibt es auch manch einen, der sich selbst veraußern wurde im Streben nach dem Wohlwollen Gottes. Und Gott hat Mitleid mit den Dienern

    [208] O ihr, die ihr glaubt, tretet allesamt in die Ergebung und folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Er ist euch ein offenkundiger Feind

    [209] Wenn ihr aber strauchelt, nachdem die deutlichen Zeichen zu euch gekommen sind, so wißt, daß Gott machtig und weise ist

    [210] Erwarten sie denn etwas anderes, als daß Gott zu ihnen in uberschattenden Wolken kommt, und auch die Engel? Die Angelegenheit ist dann entschieden. Und zu Gott werden alle Angelegenheiten zuruckgebracht

    [211] Frag die Kinder Israels, wie viele deutliche Zeichen Wir ihnen zukommen ließen. Wenn aber einer die Gnade Gottes eintauscht, nachdem sie zu ihm gekommen ist, so verhangt Gott eine harte Strafe

    [212] Das diesseitige Leben ist denen, die unglaubig sind, verlockend gemacht worden, und sie verhohnen diejenigen, die glauben. Aber diejenigen, die gottesfurchtig sind, stehen am Tag der Auferstehung uber ihnen. Und Gott beschert den Lebensunterhalt, wem Er will, ohne (viel) zu rechnen

    [213] Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann ließ Gott die Propheten als Freudenboten und Warner erstehen. Er sandte mit ihnen das Buch mit der Wahrheit herab, damit es zwischen den Menschen uber das urteile, woruber sie uneins waren. Und nur jene, denen es zuteil wurde, waren daruber uneins, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren - dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Nun hat Gott die, die glauben, mit seiner Erlaubnis zu der Wahrheit geleitet, uber die sie uneins waren. Und Gott fuhrt, wen Er will, zu einem geraden Weg

    [214] Oder meint ihr, daß ihr ins Paradies eingehen werdet, noch ehe euch das gleiche widerfahren ist wie denen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Leid beruhrten sie, und sie wurden hin und her geschuttelt, so daß der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubig waren, dann sagten: Wann kommt die Unterstutzung Gottes? Wahrlich, die Unterstutzung Gottes ist nahe

    [215] Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: Was ihr an Gutem spendet, das sei fur die Eltern, die Angehorigen, die Waisen, die Bedurftigen und den Reisenden. Und was ihr an Gutem tut, Gott weiß es

    [216] Vorgeschrieben ist euch der Kampf, obwohl er euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, wahrend es gut fur euch ist. Und vielleicht liebt ihr etwas, wahrend es schlecht fur euch ist. Und Gott weiß, ihr aber wißt nicht Bescheid

    [217] Sie fragen dich nach dem heiligen Monat, nach dem Kampf in ihm. Sprich: Der Kampf in ihm ist schwerwiegend; aber (die Menschen) vom Wege Gottes abweisen, an Ihn nicht glauben, den Zugang zur heiligen Moschee verwehren und deren Anwohner daraus vertreiben, (all das) wiegt bei Gott schwerer. Verfuhren wiegt schwerer als Toten. Sie horen nicht auf, gegen euch zu kampfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen, wenn sie (es) konnen. Diejenigen von euch, die sich nun von ihrer Religion abwenden und als Unglaubige sterben, deren Werke sind im Diesseits und Jenseits wertlos. Das sind die Gefahrten des Feuers; sie werden darin ewig weilen

    [218] Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die ausgewandert sind und sich auf dem Weg Gottes eingesetzt haben, durfen auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [219] Sie fragen dich nach dem Wein und dem Glucksspiel. Sprich: In ihnen liegt eine große Sunde und auch vielfacher Nutzen fur die Menschen. Aber die Sunde in ihnen ist großer als der Nutzen. Und sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: Das Entbehrliche. So macht Gott euch die Zeichen deutlich, auf daß ihr nachdenkt

    [220] uber das Diesseits und das Jenseits. Und sie fragen dich nach den Waisen. Sprich: Fur sie Ordnung schaffen ist besser. Aber wenn ihr den Umgang mit ihnen pflegt, so sind sie eure Bruder. Und Gott weiß den Unheilstifter zu unterscheiden von dem, der Ordnung schafft. Und wenn Gott gewollt hatte, hatte Er euch in Bedrangnis gebracht. Gott ist machtig und weise

    [221] Und heiratet nicht polytheistische Frauen, bis sie glaubig geworden sind. Wahrlich, eine glaubige Sklavin ist besser als eine polytheistische Frau, auch wenn sie euch gefallen sollte. Und laßt die Polytheisten nicht zur Heirat zu, bis sie glaubig geworden sind. Wahrlich, ein glaubiger Sklave ist besser als ein Polytheist, auch wenn er euch gefallen sollte. Jene rufen zum Feuer. Gott aber ruft zum Paradies und zur Vergebung mit seiner Erlaubnis. Und Er macht den Menschen seine Zeichen deutlich, auf daß sie es bedenken

    [222] Und sie fragen dich nach der Menstruation. Sprich: Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen wahrend der Menstruation fern und nahert euch ihnen nicht, bis sie wieder rein sind. Wenn sie sich nun gereinigt haben, dann geht zu ihnen, wie Gott es euch befohlen hat. Gott liebt die Bußfertigen, und Er liebt die, die sich reinigen

    [223] Eure Frauen sind fur euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt. Und schickt fur euch (etwas Gutes) voraus. Und furchtet Gott und wißt, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verkunde den Glaubigen frohe Botschaft

    [224] Und macht Gott nicht bei euren Eiden zu einem Hinderungsgrund, Pietat zu uben und gottesfurchtig zu sein und Frieden unter den Menschen zu stiften. Und Gott hort und weiß alles

    [225] Gott belangt euch nicht wegen unbedachter Rede in euren Eiden. Aber Er belangt euch wegen dessen, was eure Herzen begehen. Und Gott ist voller Vergebung und langmutig

    [226] Diejenigen, die schworen, sich ihrer Frauen zu enthalten, haben vier Monate zu warten. Wenn sie es aber zurucknehmen, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [227] Und wenn sie sich zur Entlassung entschließen - siehe, Gott hort und weiß alles

    [228] Die entlassenen Frauen haben drei Perioden lang zu warten. Es ist ihnen nicht erlaubt, zu verschweigen, was Gott in ihrem Schoß erschaffen hat, so sie an Gott und den Jungsten Tag glauben. Ihre Gatten haben eher das Recht, sie wahrend dieser Zeit zuruckzunehmen, wenn sie eine Aussohnung anstreben. Und sie haben Anspruch auf dasgleiche, was ihnen obliegt, und dies auf rechtliche Weise. Die Manner stehen eine Stufe uber ihnen. Und Gott ist machtig und weise

    [229] Die Entlassung darf zweimal erfolgen. Dann mussen sie entweder in rechtlicher Weise behalten oder im Guten freigegeben werden. Und es ist euch nicht erlaubt, etwas von dem, was ihr ihnen zukommen ließet, zu nehmen, es sei denn, beide furchten, die Bestimmungen Gottes nicht einzuhalten. Und wenn ihr furchtet, daß die beiden die Bestimmungen Gottes nicht einhalten werden, so besteht fur sie beide kein Vergehen in bezug auf das, womit sie sich loskauft. Dies sind die Bestimmungen Gottes, ubertretet sie nicht. Diejenigen, die Gottes Bestimmungen ubertreten, das sind die, die Unrecht tun

    [230] Wenn er sie entlaßt, so ist sie ihm nicht mehr erlaubt, ehe sie nicht einen anderen Gatten geheiratet hat. Wenn dieser sie entlaßt, dann ist es fur sie kein Vergehen, wieder zueinander zuruckzukehren, wenn sie meinen, die Bestimmungen Gottes einhalten zu konnen. Dies sind die Bestimmungen Gottes. Er macht sie deutlich fur Leute, die Bescheid wissen

    [231] Und wenn ihr die Frauen entlaßt und sie das Ende ihrer Frist erreichen, dann behaltet sie in rechtlicher Weise oder gebt sie in rechtlicher Weise frei. Behaltet sie aber nicht aus Schadenslust, um Ubertretungen zu begehen. Wer dies tut, der hat sich selbst Unrecht getan. Und nehmt euch nicht die Zeichen Gottes zum Gegenstand des Spottes, und gedenket der Gnade Gottes zu euch und dessen, was Er von dem Buch und der Weisheit auf euch herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen. Und furchtet Gott und wißt, daß Gott uber alle Dinge Bescheid weiß

    [232] Und wenn ihr die Frauen entlaßt und sie das Ende ihrer Frist erreichen, dann hindert sie nicht, ihre Gatten wieder zu heiraten, falls sie sich in rechtlicher Weise geeinigt haben. Damit wird derjenige von euch ermahnt, der an Gott und den Jungsten Tag glaubt. Dies ist lauterer und reiner fur euch. Und Gott weiß, ihr aber wißt nicht Bescheid

    [233] Und die Mutter sollen ihre Kinder zwei volle Jahre stillen. Das gilt fur den, der das Stillen bis zum Ende fuhren will. Und derjenige, dem (das Kind) geboren wurde, hat fur ihren Lebensunterhalt und ihre Kleidung in rechtlicher Weise zu sorgen. Von niemandem wird mehr gefordert, als er vermag. Einer Mutter darf nicht wegen ihres Kindes Schaden zugefugt werden, und auch nicht einem Vater wegen seines Kindes. Und der Erbe hat die gleichen Verpflichtungen. Wenn sie sich jedoch in beiderseitigem Einvernehmen und nach Beratung fur die Entwohnung entscheiden, so ist das fur sie kein Vergehen. Und wenn ihr eure Kinder stillen lassen wollt, so ist das fur euch kein Vergehen, sofern ihr das, was ihr (an Lohn) ausgesetzt habt, in rechtlicher Weise ubergebt. Und furchtet Gott. Und wißt, Gott sieht wohl, was ihr tut

    [234] Und wenn welche von euch abberufen werden und Gattinnen zurucklassen, so sollen diese vier Monate und zehn Tage zuwarten. Und wenn sie das Ende ihrer Frist erreicht haben, so besteht fur euch kein Vergehen, wenn sie uber sich in rechtlicher Weise verfugen. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [235] Und es ist fur euch kein Vergehen, wenn ihr Heiratsabsichten gegenuber solchen Frauen andeutet oder bei euch innerlich hegt. Gott weiß, daß ihr an sie denken werdet. Aber vereinbart nichts heimlich mit ihnen, es sei denn, ihr sagt etwas, was sich geziemt. Und entscheidet euch nicht, die Ehe zu schließen, bis die vorgeschriebene Frist zu Ende gegangen ist. Und wißt, daß Gott weiß, was in eurem Innern ist. So nehmt euch vor Ihm in acht. Und wißt, daß Gott voller Vergebung und langmutig ist

    [236] Es ist fur euch kein Vergehen, wenn ihr die Frauen entlaßt, solange ihr sie noch nicht beruhrt oder fur sie noch keine Morgengabe ausgesetzt habt. Und sichert ihnen - der Wohlhabende nach seinem Maß und der Unbemittelte nach seinem Maß - eine Versorgung auf rechtliche Weise. (Dies gilt) als Rechtspflicht fur die Rechtschaffenen

    [237] Und wenn ihr sie entlaßt, noch ehe ihr sie beruhrt habt, wahrend ihr fur sie eine Morgengabe ausgesetzt habt, so (steht ihnen) die Halfte von dem (zu), was ihr ausgesetzt habt, es sei denn, sie lassen (etwas davon) nach oder der, unter dessen Obhut die Eheschließung steht, laßt (etwas davon) nach. Und daß ihr (etwas) nachlaßt, entspricht eher der Gottesfurcht. Und vergeßt die Großmut untereinander nicht. Gott sieht wohl, was ihr tut

    [238] Haltet die Gebete ein, und das mittlere Gebet. Und steht vor Gott in demutiger Ergebenheit

    [239] Und wenn ihr (etwas) befurchtet, (so betet), ob ihr nun zu Fuß seid oder reitet. Und so ihr in Sicherheit seid, dann gedenket Gottes, wie Er euch gelehrt hat, was ihr nicht wußtet

    [240] Und diejenigen von euch, die abberufen werden und Gattinnen zurucklassen, haben ihren Gattinnen eine Versorgung fur ein Jahr zu vermachen, ohne sie (aus dem Haus) auszuweisen. Wenn sie aber von sich aus ausziehen, so besteht fur euch kein Vergehen, wenn sie uber sich in rechtlicher Weise verfugen. Und Gott ist machtig und weise

    [241] Und den entlassenen Frauen steht eine Versorgung in rechtlicher Weise zu. (Das gilt) als Rechtspflicht fur die Gottesfurchtigen

    [242] So macht Gott euch seine Zeichen deutlich, auf daß ihr verstandig werdet

    [243] Hast du nicht auf jene geschaut, die zu Tausenden aus ihren Wohnstatten auszogen aus Angst vor dem Tod? Gott sprach zu ihnen: «Sterbet.» Dann machte Er sie wieder lebendig. Gott ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar

    [244] Und kampft auf dem Weg Gottes. Und wißt, daß Gott alles hort und weiß

    [245] Wer ist es, der Gott ein gutes Darlehen leiht? Er wird es ihm vielfach verdoppeln. Und Gott teilt bemessen und auch großzugig zu. Und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    [246] Hast du nicht auf die Vornehmen unter den Kindern Israels nach Mose geschaut, als sie zu einem ihrer Propheten sagten: «Setz uns einen Konig ein, damit wir auf dem Weg Gottes kampfen.» Er sagte: «Kann es aber moglich sein, daß ihr, wenn euch vorgeschrieben wird zu kampfen, doch nicht kampft?» Sie sagten: «Warum sollten wir denn nicht auf dem Weg Gottes kampfen, wo wir doch aus unseren Wohnstatten und von unseren Sohnen vertrieben worden sind?» Als ihnen aber vorgeschrieben wurde zu kampfen, kehrten sie sich ab bis auf wenige von ihnen. Und Gott weiß Bescheid uber die, die Unrecht tun

    [247] Und ihr Prophet sagte zu ihnen: «Gott hat euch Talut zum Konig eingesetzt.» Sie sagten: «Wie sollte er die Konigsherrschaft uber uns erhalten, wo wir doch eher Recht auf die Konigsherrschaft haben als er und ihm kein beachtliches Vermogen zuteil wurde?» Er sagte: «Gott hat ihn vor euch auserwahlt und ihm daruber hinaus ein großeres Maß an Wissen und Korperstatur gegeben. Und Gott laßt seine Konigsherrschaft zukommen, wem Er will. Und Gott umfaßt und weiß alles

    [248] Und ihr Prophet sagte zu ihnen: «Das Zeichen seiner Konigsherrschaft wird sein, daß die Lade, in der eine Ruhe spendende Gegenwart von eurem Herrn ist und ein Rest von dem, was die Sippe Moses und die Sippe Aarons hinterlassen haben, zu euch kommt, getragen von den Engeln. Darin ist fur euch ein Zeichen, so ihr glaubig seid.»

    [249] Und als Taalut mit den Truppen ausruckte, sagte er: «Gott wird euch mit einem Fluß prufen. Wer daraus trinkt, gehort nicht zu mir, und wer davon nicht kostet, gehort zu mir, ausgenommen, wer nur eine Handvoll schopft.» Da tranken sie daraus bis auf wenige von ihnen. Und als er und diejenigen, die mit ihm glaubig waren, den Fluß uberquert hatten, sagten sie: «Wir haben heute keine Kraft gegen Goliat und seine Truppen.» Da sagten diejenigen, die damit rechneten, daß sie Gott begegnen werden: «Wie manche geringe Schar hat doch schon mit Gottes Erlaubnis eine große Schar besiegt! Und Gott ist mit den Standhaften.»

    [250] Und als sie sich gegen Goliat und seine Truppen stellten, sagten sie: «Unser Herr, gieße Standhaftigkeit uber uns aus, festige unsere Schritte und unterstutze uns gegen die unglaubigen Leute.»

    [251] Und sie schlugen sie mit Gottes Erlaubnis. Und David totete Goliat. Und ihm ließ Gott die Konigsherrschaft und die Weisheit zukommen, und Er lehrte ihn manches, was Er eben wollte. Und wurde Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abwehren, so wurde die Erde voller Unheil sein. Aber Gott ist voller Huld gegen die Weltenbewohner

    [252] Das sind die Zeichen Gottes. Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. Und du bist gewiß einer der Gesandten

    [253] Das sind die Gesandten. Wir haben die einen von ihnen vor den anderen bevorzugt. Unter ihnen sind welche, mit denen Gott gesprochen hat. Einige von ihnen hat Er um Rangstufen erhoht. Und Wir haben Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen zukommen lassen und ihn mit dem Geist der Heiligkeit gestarkt. Und wenn Gott gewollt hatte, hatten diejenigen, die nach ihnen lebten, einander nicht bekampft, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Aber sie sind uneins geworden. Unter ihnen sind solche, die geglaubt haben, und solche, die unglaubig geworden sind. Und wenn Gott gewollt hatte, hatten sie einander nicht bekampft. Aber Gott tut, was Er will

    [254] O ihr, die ihr glaubt, spendet von dem, was Wir euch beschert haben, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Kaufgeschaft noch Freundschaft, noch Fursprache gibt. Die Unglaubigen sind die, die Unrecht tun

    [255] Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Bestandigen. Nicht uberkommt Ihn Schlummer und nicht Schlaf. Ihm gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der bei Ihm Fursprache einlegen kann, es sei denn mit seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, wahrend sie nichts von seinem Wissen erfassen, außer was Er will. Sein Thron umfaßt die Himmel und die Erde, und es fallt Ihm nicht schwer, sie zu bewahren. Er ist der Erhabene, der Majestatische

    [256] Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg. Wer also die Gotzen verleugnet und an Gott glaubt, der halt sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Gott hort und weiß alles

    [257] Gott ist der Freund derer, die glauben; Er fuhrt sie aus den Finsternissen hinaus ins Licht. Diejenigen, die nicht glauben, haben die Gotzen zu Freunden; sie fuhren sie aus dem Licht hinaus in die Finsternisse. Das sind die Gefahrten des Feuers, sie werden darin ewig weilen

    [258] Hast du nicht auf den geschaut, der mit Abraham uber seinen Herrn stritt (aus dem Grund), daß Gott ihm die Konigsherrschaft zukommen ließ? Als Abraham sagte: «Mein Herr ist es, der lebendig macht und sterben laßt.» Er sagte: «Ich mache lebendig und lasse sterben.» Abraham sagte: «Gott bringt die Sonne vom Osten her. Bring du sie vom Westen.» Da war der, der unglaubig war, verwirrt. Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [259] Oder es ist wie mit dem, der an einer Stadt vorbeikam, die uber ihren Dachern verodet war. Er sagte: «Wie kann Gott diese wieder lebendig machen, nachdem sie ausgestorben ist?» Da ließ ihn Gott sterben, hundert Jahre, dann erweckte Er ihn. Er sprach: «Wie lange hast du verweilt?» Er sagte: «Verweilt habe ich einen Tag oder einen Teil von einem Tag.» Er sprach: «Nein, du hast hundert Jahre verweilt. Schau auf deine Speise und deinen Trank, sie sind nicht verfault. Und schau auf deinen Esel. Das ist, damit Wir dich zu einem Zeichen fur die Menschen machen. Und schau auf die Gebeine, wie Wir sie aufrichten und sie dann mit Fleisch uberziehen.» Als (dies) ihm deutlich wurde, sagte er: «Ich weiß nun, daß Gott Macht hat zu allen Dingen.»

    [260] Und als Abraham sagte: «Mein Herr, zeig mir, wie Du die Toten wieder lebendig machst.» Er sprach: «Glaubst du denn nicht?» Er sagte: «Doch. Aber mein Herz soll Ruhe finden.» Er sprach: «Dann nimm vier Vogel, richte sie auf dich zu (und schlachte sie). Dann lege auf jeden Berg ein Stuck von ihnen, und dann rufe sie. Sie werden zu dir eilends kommen. Und wisse, daß Gott machtig und weise ist.»

    [261] Mit denen, die ihr Vermogen auf dem Weg Gottes spenden, ist es wie mit einem Saatkorn, das sieben Ahren wachsen laßt mit hundert Kornern in jeder Ahre. Gott gibt das Doppelte, wem Er will. Gott umfaßt und weiß alles

    [262] Diejenigen, die ihr Vermogen auf dem Weg Gottes spenden und, nachdem sie gespendet haben, nicht auf ihr Verdienst pochen und nicht Ungemach zufugen, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [263] Freundliche Worte und Verzeihen sind besser als ein Almosen, dem Ungemach folgt. Gott ist auf niemanden angewiesen und langmutig

    [264] O ihr, die ihr glaubt, vereitelt nicht eure Almosen, indem ihr auf euer Verdienst pocht und Ungemach zufugt, gleich dem, der sein Vermogen spendet, um von den Menschen gesehen zu werden, und nicht an Gott und den Jungsten Tag glaubt. Mit ihm ist es wie mit einem Felsen, der von Erdreich bedeckt ist. Es trifft ihn ein Platzregen und macht ihn zu einem kahlen Ding. Sie verfugen uber nichts von dem, was sie erworben haben. Und Gott leitet die unglaubigen Leute nicht recht

    [265] Mit denen, die ihr Vermogen spenden im Streben nach dem Wohlwollen Gottes und zur Festigung ihrer Seelen, ist es wie mit einem Garten auf einer Anhohe. Es trifft ihn ein Platzregen, und er bringt den doppelten Ernteertrag. Und wenn ihn kein Platzregen trifft, dann ist es der Tau. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [266] Mochte einer von euch einen Garten von Palmen und Weinstocken haben, unter dem Bache fließen und in dem er allerlei Fruchte hat? Dann trifft ihn das Alter, wahrend er (noch) schwache Nachkommen hat. Nun trifft ihn ein Wirbelsturm mit Feuer, er verbrennt. So macht Gott euch die Zeichen deutlich, damit ihr nachdenkt

    [267] O ihr, die ihr glaubt, spendet von den kostlichen Dingen, die ihr erworben habt, und von dem, was Wir fur euch aus der Erde hervorgebracht haben. Und sucht nicht das Schlechte aus, um davon zu spenden, wo ihr es nicht nehmen wurdet, es sei denn, ihr wurdet ein Auge zudrucken. Und wißt, daß Gott auf niemanden angewiesen ist und des Lobes wurdig

    [268] Der Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schandliches. Gott verheißt euch Vergebung von seiner Seite und Huld. Gott umfaßt und weiß alles

    [269] Er schenkt die Weisheit, wem Er will. Und wem die Weisheit geschenkt wird, dem wird viel Gutes geschenkt. Jedoch bedenken es nur die Einsichtigen

    [270] Was ihr an Spenden spendet oder an Gelubden gelobt, Gott weiß es. Diejenigen, die Unrecht tun, haben keine Helfer

    [271] Wenn ihr die Almosen offen zeigt, so ist es schon. Wenn ihr sie geheimhaltet und den Armen zukommen laßt, so ist es besser fur euch, und Er suhnt euch etwas von euren Missetaten. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [272] Es ist nicht deine Aufgabe, sie rechtzuleiten, sondern Gott leitet recht, wen Er will. Und was ihr an Gutem spendet, es ist zu eurem Vorteil. Und ihr spendet nur in der Suche nach dem Antlitz Gottes. Und was ihr an Gutem spendet, wird euch voll zuruckerstattet, und euch wird nicht Unrecht getan

    [273] (Die Spenden sind) fur die Armen, die auf dem Weg Gottes Behinderung erleiden, so daß sie nicht im Land umherwandern konnen. Der Torichte halt sie fur reich wegen ihrer Zuruckhaltung. Du erkennst sie an ihrem Merkmal. Sie betteln die Menschen nicht in aufdringlicher Weise an. Und was ihr an Gutem spendet, Gott weiß es

    [274] Diejenigen, die ihr Vermogen bei Nacht und Tag, geheim oder offen, spenden, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [275] Diejenigen, die den Zins verzehren, werden nur so aufstehen, wie der aufsteht, den der Satan packt und verprugelt. Dies, weil sie sagen: Das Verkaufen ist gleich dem Zinsnehmen. Aber Gott hat das Verkaufen erlaubt und das Zinsnehmen verboten. Wer eine Ermahnung von seinem Herrn bekommt und dann aufhort, darf das, was vorher geschah, behalten. Seine Angelegenheit wird Gott uberlassen. Diejenigen aber, die es von neuem tun, das sind die Gefahrten des Feuers; darin werden sie ewig weilen

    [276] Gott vernichtet das Zinsnehmen, und Er verzinst die Almosen. Gott liebt keinen, der sehr unglaubig und sundig ist

    [277] Diejenigen, die glauben, die guten Werke tun, das Gebet verrichten, die Abgabe entrichten, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [278] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott und laßt, was kunftig an Zinsnehmen anfallt, bleiben, so ihr glaubig seid

    [279] Wenn ihr es nicht tut, so erwartet Krieg von Gott und seinem Gesandten. Wenn ihr umkehrt, steht euch euer Kapital zu; so, tut ihr kein Unrecht, und es wird euch kein Unrecht getan

    [280] Und wenn (ein Schuldner) in Bedrangnis ist, dann gewahrt ihm Aufschub, bis sich (bei ihm) Erleichterung einstellt. Daß ihr (es ihm) aber als Almosen erlaßt, ist besser fur euch, so ihr Bescheid wißt

    [281] Und hutet euch vor einem Tag, an dem ihr zu Gott zuruckgebracht werdet. Dann wird jeder Seele voll zuruckerstattet, was sie erworben hat. Und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [282] O ihr, die ihr glaubt, wenn es unter euch um eine Schuld auf eine bestimmte Frist geht, dann schreibt es auf. Ein Schreiber soll (es) in eurem Beisein der Gerechtigkeit gemaß aufschreiben. Kein Schreiber soll sich weigern, zu schreiben, wie Gott ihn gelehrt hat. Er soll schreiben, und der, gegen den das Recht besteht, soll (es) diktieren, und er soll Gott, seinen Herrn, furchten und nichts davon abziehen. Und wenn derjenige, gegen den das Recht besteht, schwachsinnig oder hilflos ist oder nicht selbst zu diktieren vermag, so soll sein Sachwalter der Gerechtigkeit gemaß diktieren. Und laßt zwei Zeugen aus den Reihen eurer Manner (es) bezeugen. Wenn es aber keine zwei Manner gibt, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein aus den Reihen der Zeugen, mit denen ihr einverstanden seid, so daß, wenn eine der beiden sich irrt, die eine von ihnen die andere erinnern kann. Die Zeugen sollen sich nicht weigern, wenn sie dazu aufgerufen werden. Und unterlaßt nicht aus Verdruß, es aufzuschreiben, ob es klein oder groß ist, (um es festzulegen) bis zu seiner Frist. Das ist fur euch gerechter bei Gott und richtiger fur das Zeugnis und bewirkt eher, daß ihr keine Zweifel hegt. Es sei denn, es handelt sich um eine an Ort und Stelle vorhandene Ware, die ihr untereinander aushandigt, dann ist es fur euch kein Vergehen, wenn ihr sie nicht aufschreibt. Und nehmt Zeugen, wenn ihr miteinander Kaufgeschafte abschließt. Kein Schreiber und kein Zeuge soll einem Schaden ausgesetzt werden. Wenn ihr (es) aber tut, so ist das ein Frevel von euch. Und furchtet Gott. Gott lehrt euch, und Gott weiß alle Dinge

    [283] Und wenn ihr auf einer Reise seid und keinen Schreiber findet, so soll ein Pfand genommen werden. Und wenn die einen von euch den anderen etwas anvertrauen, so soll derjenige, dem etwas anvertraut wurde, das ihm Anvertraute zuruckgeben, und er soll Gott, seinen Herrn, furchten. Und verschweigt nicht das Zeugnis. Wer es verschweigt, dessen Herz ist sundig. Gott weiß, was ihr tut

    [284] Gott gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und ob ihr das, was in eurem Inneren ist, offenlegt oder geheimhaltet, Gott rechnet mit euch daruber ab. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [285] Der Gesandte glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn herabgesandt wurde, und ebenso die Glaubigen. Jeder glaubt an Gott und seine Engel und seine Bucher und seine Gesandten. Wir machen bei keinem seiner Gesandten einen Unterschied. Und sie sagen: «Wir horen, und wir gehorchen. Schenke uns deine Vergebung, unser Herr. Zu Dir fuhrt der Lebensweg

    [286] Gott fordert von niemandem mehr, als er vermag. Ihm gereicht zum Vorteil, was er erworben hat, und ihm gereicht zum Schaden, was er begangen hat. Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir vergessen oder sundigen. Unser Herr, lege auf uns keine Last, wie Du sie auf die gelegt hast, die vor uns lebten. Unser Herr, lade uns nichts auf, wozu wir keine Kraft haben. Verzeihe uns, vergib uns und erbarme dich unser. Du bist unser Schutzherr, so unterstutze uns gegen die unglaubigen Leute.»

    Surah 3
    Das Haus Imran

    [1] Alif Lam Mim

    [2] Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Bestandigen

    [3] Er hat auf dich das Buch mit der Wahrheit herabgesandt als Bestatigung dessen, was vor ihm vorhanden war. Und Er hat die Tora und das Evangelium herabgesandt

    [4] Zuvor als Rechtleitung fur die Menschen, und Er hat die Unterscheidungsnorm herabgesandt. Diejenigen, die die Zeichen Gottes verleugnen, erhalten eine harte Pein. Und Gott ist machtig und ubt Rache

    [5] Vor Gott ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel

    [6] Er ist es, der euch im Mutterschoß gestaltet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Machtigen, dem Weisen

    [7] Er ist es, der das Buch auf dich herabgesandt hat. In ihm gibt es eindeutig festgelegte Zeichen - sie sind die Urnorm des Buches - und andere, mehrdeutige. Diejenigen, in deren Herzen Abweichen von der Wahrheit steckt, folgen dem, was in ihm mehrdeutig ist, im Trachten danach, (die Menschen) zu verfuhren, und im Trachten danach, es (eigener) Deutung zu unterziehen. Um seine Deutung aber weiß niemand außer Gott. Und diejenigen, die im Wissen fest gegrundet sind, sagen: «Wir glauben; das eine und das andere ist von unserem Herrn.» Jedoch bedenken (es) nur die Einsichtigen

    [8] Unser Herr, laß unsere Herzen nicht abweichen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast. Und schenke uns von Dir Barmherzigkeit. Du bist ja der Freigebige

    [9] Unser Herr, Du wirst die Menschen auf einen Tag versammeln, an dem kein Zweifel moglich ist. Gott bricht das Versprechen nicht

    [10] Denen, die unglaubig sind, werden weder ihr Vermogen noch ihre Kinder vor Gott etwas nutzen. Sie sind der Brennstoff des Feuers

    [11] Es ist wie mit den Leuten des Pharao und denen, die vor ihnen lebten. Sie erklarten unsere Zeichen fur Luge, so ergriff sie Gott wegen ihrer Sunden. Und Gott verhangt harte Strafen

    [12] Sprich zu denen, die unglaubig sind: Ihr werdet besiegt und zur Holle versammelt werden - welch schlimme Lagerstatte

    [13] Ihr hattet ein Zeichen in zwei Gruppen, die aufeinandertrafen: Die eine Gruppe kampfte auf dem Weg Gottes, die andere war unglaubig. Sie sahen mit eigenen Augen, daß jene zweimal so zahlreich waren wie sie. Aber Gott starkt mit seiner Unterstutzung, wen Er will. Darin ist eine Lehre fur die Einsichtigen

    [14] Verlockend ist den Menschen gemacht worden die Liebe zu dem, was man begehrt: Frauen, Sohne, ganze Zentner von Gold und Silber, gekennzeichnete Pferde, Vieh und Ackerland. Dies ist Nutznießung des diesseitigen Lebens. Aber bei Gott ist die schone Heimstatt

    [15] Sprich: Soll ich euch etwas kundtun, was besser ist als dieses? Fur diejenigen, die gottesfurchtig sind, sind bei ihrem Herrn Garten, unter denen Bache fließen und in denen sie ewig weilen werden, und gelauterte Gattinnen und Wohlgefallen von Gott - Gott sieht wohl die Diener

    [16] (fur sie), die sagen: «Unser Herr, wir glauben, so vergib uns unsere Sunden und bewahre uns vor der Pein des Feuers»

    [17] Die geduldig, wahrhaftig und demutig ergeben sind, die Spenden geben und die in der Morgendammerung um Vergebung bitten

    [18] Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm, ebenso die Engel und diejenigen, die das Wissen besitzen. Er steht fur die Gerechtigkeit ein. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Machtigen, dem Weisen

    [19] Die Religion bei Gott ist der Islam. Diejenigen, denen das Buch zugekommen ist, sind erst uneins geworden, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war, dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Wenn aber jemand die Zeichen Gottes verleugnet - siehe, Gott ist schnell im Abrechnen

    [20] Wenn sie mit dir streiten, dann sprich: Ich ergebe mich Gott vollig, und auch die, die mir folgen. Und sprich zu denen, denen das Buch zugekommen ist, und zu den Ungelehrten: Werdet ihr nun Muslime werden? Wenn sie Muslime werden, folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich aber abkehren, so obliegt dir nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Gott sieht wohl die Diener

    [21] Denen, die die Zeichen Gottes verleugnen und die Propheten zu Unrecht toten und diejenigen unter den Menschen toten, die die Gerechtigkeit gebieten, verkunde eine schmerzhafte Pein

    [22] Das sind die, deren Werke im Diesseits und Jenseits wertlos sind, und sie werden keine Helfer haben

    [23] Hast du nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil vom Buch zugekommen ist, wie sie zum Buch Gottes gerufen werden, damit es zwischen ihnen urteilt, und wie dann ein Teil von ihnen den Rucken kehrt und sich abwendet

    [24] Dies, weil sie sagen: «Das Feuer wird uns sicher nur einige gezahlte Tage beruhren.» Siehe, betort hat sie in ihrer Religion, was sie immer wieder erdichtet haben

    [25] Wie wird es wohl sein, wenn Wir sie auf einen Tag versammeln, an dem kein Zweifel moglich ist, und wenn jeder Seele voll erstattet wird, was sie erworben hat? Und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [26] Sprich: O Gott, der Du uber die Konigsherrschaft verfugst, Du gibst die Konigsherrschaft, wem Du willst, und Du nimmst die Konigsherrschaft, wem Du willst. Du verleihst Macht, wem Du willst, und Du erniedrigst, wen Du willst. In deiner Hand liegt das Gute. Du hast Macht zu allen Dingen

    [27] Du laßt die Nacht in den Tag ubergehen, und Du laßt den Tag in die Nacht ubergehen. Du bringst das Lebendige aus dem Toten, und Du bringst das Tote aus dem Lebendigen hervor, und Du bescherst Unterhalt, wem Du willst, ohne (viel) zu rechnen

    [28] Die Glaubigen sollen sich nicht die Unglaubigen anstelle der Glaubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft mit Gott, es sei denn, ihr hutet euch wirklich vor ihnen. Gott warnt euch vor sich selbst. Und zu Gott fuhrt der Lebensweg

    [29] Sprich: Ob ihr das geheimhaltet, was in eurem Inneren ist, oder es offenlegt, Gott weiß es. Und Er weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [30] An dem Tag, da jede Seele das vorgebracht findet, was sie an Gutem getan hat und was sie an Bosem getan hat. Sie wird wunschen, es lage zwischen ihr und ihm eine weite Entfernung. Und Gott warnt euch vor sich selbst. Und Gott hat Mitleid mit den Dienern

    [31] Sprich: Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, so wird Gott euch lieben und euch eure Sunden vergeben. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [32] Sprich: Gehorchet Gott und dem Gesandten. Wenn sie sich abkehren - siehe, Gott liebt die Unglaubigen nicht

    [33] Gott hat sich Adam, Noach, die Sippe Abrahams und die Sippe Imraans vor den Weltenbewohnern erwahlt

    [34] Eine Nachkommenschaft, von der die einen von den anderen stammen. Und Gott hort und weiß alles

    [35] Als die Frau Imraans sagte: «Mein Herr, ich gelobe Dir das, was in meinem Leib ist, und weihe es Dir. Nimm es von mir an. Du bist der, der alles hort und weiß.»

    [36] Als sie mit ihr niederkam, sagte sie: «Mein Herr, ich habe da ein Madchen geboren.» - Gott wußte doch besser, was sie geboren hatte, ein mannliches Kind ist eben nicht wie ein weibliches. - «Und ich habe sie Maria genannt. Und ich suche bei Dir Zuflucht fur sie und ihre Nachkommenschaft vor dem gesteinigten Satan.»

    [37] Da nahm sie ihr Herr auf schone Weise an und ließ sie auf schone Weise heranwachsen. Er vertraute sie Zakaria an. Sooft Zakaria zu ihr in das Heiligtum trat, fand er bei ihr Lebensunterhalt. Er sagte: «O Maria, woher hast du das?» Sie sagte: «Von Gott. Gott beschert Unterhalt, wem Er will, ohne (viel) zu rechnen.»

    [38] Dort rief Zakaria zu seinem Herrn und sagte: «Mein Herr, schenke mir von Dir her eine gute Nachkommenschaft. Du erhorst ja das Gebet.»

    [39] Da riefen ihm die Engel, wahrend er im Heiligtum stand und betete, zu: «Gott verkundet dir Yahyaa; er wird ein Wort von Gott fur wahr halten und wird Herrscher, Asket und Prophet sein, einer von den Rechtschaffenen.»

    [40] Er sagte: «Mein Herr, wie soll ich einen Knaben haben, wo ich ein hohes Alter erreicht habe und meine Frau unfruchtbar ist?» Er sprach: «So ist es; Gott tut, was Er will.»

    [41] Er sagte: «Mein Herr, setze mir ein Zeichen.» Er sprach: «Dein Zeichen ist, daß du drei Tage lang zu den Menschen nicht sprechen wirst, außer durch Winken. Und gedenke viel deines Herrn und preise (Ihn) am Abend und am Morgen.»

    [42] Als die Engel sagten: «O Maria, Gott hat dich auserwahlt und rein gemacht, und Er hat dich vor den Frauen der Weltenbewohner auserwahlt

    [43] O Maria, sei deinem Herrn demutig ergeben, wirf dich nieder und verneige dich mit denen, die sich verneigen.»

    [44] Dies gehort zu den Berichten uber das Unsichtbare, die Wir dir offenbaren. Du warst ja nicht bei ihnen, als sie ihre Losstabe warfen, wer von ihnen Maria betreuen solle. Und du warst nicht bei ihnen, als sie miteinander stritten

    [45] Als die Engel sagten: «O Maria, Gott verkundet dir ein Wort von Ihm, dessen Name Christus Jesus, der Sohn Marias, ist; er wird angesehen sein im Diesseits und Jenseits, und einer von denen, die in die Nahe (Gottes) zugelassen werden

    [46] Er wird zu den Menschen sprechen in der Wiege und als Erwachsener und einer der Rechtschaffenen sein.»

    [47] Sie sagte: «Mein Herr, wie soll ich ein Kind bekommen, wo mich kein Mensch beruhrt hat?» Er sprach: «So ist es; Gott schafft, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: Sei!, und sie ist.»

    [48] Und Er wird ihn lehren das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium

    [49] Und (Er wird ihn) zu einem Gesandten an die Kinder Israels (machen): «Ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn: Ich schaffe euch aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt, dann blase ich hinein, und es wird zu einem Vogel mit Gottes Erlaubnis; und ich heile Blinde und Aussatzige und mache Tote wieder lebendig mit Gottes Erlaubnis; und ich tue euch kund, was ihr eßt und in euren Hausern aufspeichert. Darin ist fur euch ein Zeichen, so ihr glaubig seid

    [50] Und (ich komme), das zu bestatigen, was von der Tora vor mir vorhanden war, und um euch einiges von dem zu erlauben, was euch verboten wurde. So komme ich zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn. Daher furchtet Gott und gehorchet mir

    [51] Gott ist mein Herr und euer Herr, so dienet Ihm. Das ist ein gerader Weg.»

    [52] Als Jesus Unglauben von ihrer Seite spurte, sagte er: «Wer sind meine Helfer (auf dem Weg) zu Gott hin?» Die Junger sagten: «Wir sind die Helfer Gottes. Wir glauben an Gott. Bezeuge, daß wir gottergeben sind

    [53] Unser Herr, wir glauben an das, was Du herabgesandt hast, und wir folgen dem Gesandten. So verzeichne uns unter denen, die bezeugen.»

    [54] Sie schmiedeten Ranke, und Gott schmiedete Ranke. Gott ist der beste derer, die Ranke schmieden

    [55] Als Gott sprach: «O Jesus, Ich werde dich abberufen und zu Mir erheben und dich von denen, die unglaubig sind, rein machen. Und Ich werde diejenigen, die dir folgen, uber die, die unglaubig sind, stellen bis zum Tag der Auferstehung. Dann wird zu Mir eure Ruckkehr sein, und Ich werde zwischen euch uber das urteilen, woruber ihr uneins waret

    [56] Diejenigen, die unglaubig sind, werde Ich mit einer harten Pein peinigen im Diesseits und Jenseits, und sie werden keine Helfer haben.»

    [57] Denjenigen aber, die glauben und die guten Werke tun, wird Er ihren Lohn voll erstatten. Gott liebt die nicht, die Unrecht tun

    [58] Das verlesen Wir dir von den Zeichen und der weisen Ermahnung

    [59] Mit Jesus ist es vor Gott wie mit Adam. Er erschuf ihn aus Erde, dann sagte Er zu ihm: Sei!, und er war

    [60] Es ist die Wahrheit von deinem Herrn. Darum sei nicht einer von den Zweiflern

    [61] Und wenn man mit dir daruber streitet nach dem, was zu dir an Wissen gekommen ist, dann sprich: Kommt her, laßt uns unsere Sohne und eure Sohne, unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst zusammenrufen und dann den Gemeinschaftseid leisten und den Fluch Gottes auf die Lugner herabkommen lassen

    [62] Das ist gewiß der wahre Bericht. Und es gibt keinen Gott außer Gott. Gott ist der Machtige, der Weise

    [63] Wenn sie sich abkehren, so weiß Gott uber die Unheilstifter Bescheid

    [64] Sprich: O ihr Leute des Buches, kommt her zu einem zwischen uns und euch gleich angenommenen Wort: daß wir Gott allein dienen und Ihm nichts beigesellen, und daß wir nicht einander zu Herren nehmen neben Gott. Doch wenn sie sich abkehren, dann sagt: «Bezeugt, daß wir gottergeben sind.»

    [65] O ihr Leute des Buches, warum streitet ihr uber Abraham, wo doch die Tora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt wurden? Habt ihr denn keinen Verstand

    [66] Siehe, ihr habt uber etwas gestritten, wovon ihr Wissen habt. Warum streitet ihr denn nun uber das, wovon ihr kein Wissen habt? Gott weiß, ihr aber wißt nicht Bescheid

    [67] Abraham war weder Jude noch Christ, sondern er war Anhanger des reinen Glaubens, ein Gottergebener, und er gehorte nicht zu den Polytheisten

    [68] Diejenigen unter den Menschen, die am ehesten Abraham beanspruchen durfen, sind die, die ihm gefolgt sind, und dieser Prophet und diejenigen, die glauben. Und Gott ist der Freund der Glaubigen

    [69] Eine Gruppe von den Leuten des Buches mochte euch gern in die Irre fuhren. Aber sie fuhren nur sich selbst in die Irre, und sie merken es nicht

    [70] O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes, wo ihr sie selbst bezeugt

    [71] O ihr Leute des Buches, warum verkleidet ihr die Wahrheit mit dem Falschen und verschweigt die Wahrheit, wo ihr es wißt

    [72] Eine Gruppe von den Leuten des Buches sagt: «Glaubt an das, was auf diejenigen, die glauben, herabgesandt wurde, nur am Anfang des Tages, und verleugnet es an seinem Ende. Vielleicht werden sie umkehren

    [73] Und glaubt nur denen, die eurer Religion folgen.» Sprich: Die Rechtleitung ist ja die Rechtleitung Gottes. (Furchtet ihr,) daß jemandem (anderen) das gleiche zukommt, was euch zugekommen ist, oder daß sie mit euch vor eurem Herrn streiten? Sprich: Die Huld liegt in der Hand Gottes, Er laßt sie zukommen, wem Er will. Gott umfaßt und weiß alles

    [74] Er schenkt seine Barmherzigkeit besonders, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld

    [75] Unter den Leuten des Buches gibt es manch einen, der, wenn du ihm einen Zentner anvertraust, ihn dir zuruckgibt, und manch einen, der, wenn du ihm einen (einzigen) Dinar anvertraust, ihn dir nur dann zuruckgibt, wenn du ihm dauernd zusetzt. Das ruhrt daher, daß sie sagen: «Man kann uns in bezug auf die Ungelehrten nicht belangen.» Damit sagen sie uber Gott eine Luge, und sie wissen es

    [76] Nein! Wenn einer seine Verpflichtung erfullt und gottesfurchtig ist - siehe, Gott liebt die Gottesfurchtigen

    [77] Diejenigen, die den Bund Gottes und ihre Eide fur einen geringen Preis verkaufen, haben am Jenseits keinen Anteil. Gott wird sie nicht ansprechen und nicht zu ihnen schauen am Tag der Auferstehung, und sie auch nicht fur rein erklaren. Und fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [78] Unter ihnen gibt es eine Gruppe, die ihre Zungen beim Lesen des Buches verdrehen, damit ihr meint, es gehore zum Buch, wahrend es nicht zum Buch gehort, und die sagen, es sei von Gott her, wahrend es nicht von Gott kommt. Damit sagen sie gegen Gott eine Luge aus, und sie wissen es

    [79] Es steht keinem Menschen zu, daß Gott ihm das Buch, die Urteilskraft und die Prophetie zukommen laßt und daß er dann zu den Menschen sagt: «Seid meine Diener anstelle Gottes.» Vielmehr (wird er sagen): «Seid Gottesgelehrte, da ihr das Buch lehrt und da ihr es erforscht.»

    [80] Und auch nicht, daß er euch befiehlt, die Engel und die Propheten zu Herren zu nehmen. Kann er euch den Unglauben befehlen, nachdem ihr Gottergebene geworden seid

    [81] Und als Gott die Verpflichtung der Propheten entgegennahm: «Was immer Ich euch fur ein Buch und eine Weisheit zukommen lasse, wenn danach ein Gesandter zu euch kommt, der bestatigt, was bei euch ist, dann mußt ihr an ihn glauben und ihn unterstutzen.» Er sprach: «Erkennt ihr es an und betrachtet ihr euch Mir gegenuber daran gebunden?» Sie sagten: «Wir erkennen es an.» Er sprach: «So bezeugt es, und Ich gehore mit euch zu den Zeugen.»

    [82] Diejenigen, die sich danach abkehren, das sind die Frevler

    [83] Suchen sie sich etwa eine andere Religion als die Religion Gottes, wo Ihm ergeben ist, was in den Himmeln und auf der Erde ist, ob freiwillig oder widerwillig, und wo sie (alle) zu Ihm zuruckgebracht werden

    [84] Sprich: Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt wurde, und an das, was herabgesandt wurde auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stamme, und an das, was Mose und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen einen Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben

    [85] Wer eine andere Religion als den Islam sucht, von dem wird es nicht angenommen werden. Und im Jenseits gehort er zu den Verlierern

    [86] Wie sollte Gott Leute rechtleiten, die unglaubig geworden sind, nachdem sie glaubig waren und bezeugt haben, daß der Gesandte wahrhaftig ist, und nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen sind? Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [87] Die Vergeltung fur sie ist, daß der Fluch Gottes und der Engel und der Menschen allesamt uber sie kommt

    [88] Sie werden darin ewig weilen. Ihnen wird die Pein nicht erleichtert, und ihnen wird kein Aufschub gewahrt

    [89] Außer denen, die danach umkehren und Besserung zeigen. Denn Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [90] Von denen, die, nachdem sie glaubig waren, unglaubig werden und an Unglauben zunehmen, wird ihre Reue nicht angenommen werden. Das sind die, die irregehen

    [91] Von denen, die unglaubig geworden sind und als Unglaubige sterben - nicht die Erde voll Gold wurde von einem von ihnen angenommen, auch wenn er sich damit loskaufen wollte. Fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt, und sie werden keine Helfer haben

    [92] Ihr werdet die (wahre) Frommigkeit nicht erlangen, bis ihr von dem spendet, was ihr liebt. Und was immer ihr spendet, Gott weiß es

    [93] Alle Speisen waren den Kindern Israels erlaubt, außer dem, was Israel sich selbst verboten hat, bevor die Tora herabgesandt wurde. Sprich: Bringt die Tora her und lest sie vor, so ihr die Wahrheit sagt

    [94] Diejenigen, die nach diesem gegen Gott Lugen erdichten, das sind die, die Unrecht tun

    [95] Sprich: Gott sagt die Wahrheit. So folgt der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhanger des reinen Glaubens, und er gehorte nicht zu den Polytheisten

    [96] Das erste Haus, das fur die Menschen errichtet wurde, ist gewiß dasjenige in Bakka; voller Segen ist es und Rechtleitung fur die Weltenbewohner

    [97] In ihm sind deutliche Zeichen. Es ist die Statte Abrahams, und wer es betritt, ist in Sicherheit. Und Gott hat den Menschen die Pflicht zur Wallfahrt nach dem Haus auferlegt, allen, die dazu eine Moglichkeit finden. Und wenn einer unglaubig ist, so ist Gott auf die Weltenbewohner nicht angewiesen

    [98] Sprich: O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes? Gott ist Zeuge uber das, was ihr tut

    [99] Sprich: O ihr Leute des Buches, warum weist ihr den, der glaubt, vom Weg Gottes ab, indem ihr euch ihn krumm wunscht, wo ihr doch Zeugen seid? Und Gott laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    [100] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr einer Gruppe derer gehorcht, denen das Buch zugekommen ist, werden sie euch, nachdem ihr glaubig geworden seid, wieder zu Unglaubigen machen

    [101] Wie konnt ihr unglaubig werden, wo euch die Zeichen Gottes verlesen werden und sein Gesandter unter euch ist? Wer an Gott festhalt, wird zu einem geraden Weg geleitet

    [102] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott, wie Er richtig gefurchtet werden soll, und sterbt nicht anders denn als Gottergebene

    [103] Und haltet allesamt am Seil Gottes fest und spaltet euch nicht. Und gedenket der Gnade Gottes zu euch, als ihr Feinde waret und Er Vertrautheit zwischen euren Herzen stiftete, so daß ihr durch seine Gnade Bruder wurdet; und als ihr euch am Rande einer Feuergrube befandet und Er euch davor rettete. So macht euch Gott seine Zeichen deutlich, auf daß ihr der Rechtleitung folgt

    [104] Aus euch soll eine Gemeinschaft (von Glaubigen) entstehen, die zum Guten aufrufen, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Das sind die, denen es wohl ergeht

    [105] Und seid nicht wie diejenigen, die sich gespalten haben und uneins geworden sind, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Bestimmt ist fur sie eine gewaltige Pein

    [106] Am Tag, da einige Gesichter weiß und andere Gesichter schwarz sein werden. Zu denen, deren Gesichter schwarz sein werden, (wird gesprochen): «Wieso seid ihr unglaubig geworden, nachdem ihr glaubig waret? Kostet nun die Pein dafur, daß ihr unglaubig waret.»

    [107] Diejenigen aber, deren Gesichter weiß sein werden, befinden sich in der Barmherzigkeit Gottes; sie werden darin ewig weilen

    [108] Das sind die Zeichen Gottes. Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. Und Gott will kein Unrecht fur die Weltenbewohner

    [109] Gott gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und zu Ihm werden die Angelegenheiten zuruckgebracht

    [110] Ihr seid die beste Gemeinschaft, die je unter den Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Gott. Wurden die Leute des Buches glauben, es ware besser fur sie. Unter ihnen gibt es Glaubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler

    [111] Sie werden euch keinen Schaden, nur geringes Leid zufugen. Und wenn sie gegen euch kampfen, werden sie euch den Rucken kehren. Und dann werden sie keine Unterstutzung erfahren

    [112] Erniedrigung uberdeckt sie, wo immer sie angetroffen werden, es sei denn, sie stehen unter dem Schutz einer Verbindung mit Gott und einer Verbindung mit Menschen. Und sie ziehen sich den Zorn Gottes zu. Und Elend uberdeckt sie. Dies dafur, daß sie immer wieder die Zeichen Gottes verleugneten und die Propheten zu Unrecht toteten; dies dafur, daß sie ungehorsam waren und immer wieder Ubertretungen begingen

    [113] Sie sind nicht (alle) gleich. Unter den Leuten des Buches gibt es eine aufrechte Gemeinschaft. Sie verlesen die Zeichen Gottes zu (verschiedenen) Nachtzeiten, wahrend sie sich niederwerfen

    [114] Sie glauben an Gott und an den Jungsten Tag. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche und eilen zu den guten Dingen um die Wette. Sie gehoren zu den Rechtschaffenen

    [115] Was immer sie an Gutem tun, sie werden dafur nicht Undank ernten. Gott weiß uber die Gottesfurchtigen Bescheid

    [116] Denen, die unglaubig sind, werden weder ihr Vermogen noch ihre Kinder vor Gott etwas nutzen. Das sind die Gefahrten des Feuers; sie werden darin ewig weilen

    [117] Mit dem, was sie in diesem irdischen Leben ausgeben, ist es wie mit einem eisigen Wind, der das Saatfeld von Leuten traf, die sich selbst Unrecht getan hatten, und es vernichtete. Und nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern sie tun sich selbst Unrecht

    [118] O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch keine Vertrauten unter denen, die nicht zu euch gehoren. Sie werden euch kein Unheil ersparen. Sie mochten gern, ihr wurdet in Bedrangnis geraten. Der Haß hat sich aus ihrem Munde kundgetan, und das, was ihre Brust verbirgt, ist schlimmer. Wir haben euch die Zeichen deutlich gemacht, so ihr verstandig seid

    [119] Seht, ihr liebt sie, sie aber lieben euch nicht. Ihr glaubt an das gesamte Buch. Wenn sie euch treffen, sagen sie: «Wir glauben.» Wenn sie allein sind, beißen sie sich gegen euch die Fingerspitzen vor Groll. Sprich: Sterbt an eurem Groll. Gott weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [120] Wenn euch Gutes widerfahrt, tut es ihnen leid, und wenn euch Schlimmes trifft, freuen sie sich daruber. Wenn ihr euch geduldig und gottesfurchtig zeigt, wird ihre List euch nichts schaden. Gott umgreift, was sie tun

    [121] Und als du von deinen Angehorigen in der Fruhe weggingst, um die Glaubigen in Stellungen zum Kampf einzuweisen. Und Gott hort und weiß alles

    [122] Als zwei Gruppen von euch im Begriff waren, den Mut zu verlieren, wo doch Gott ihr Sachwalter war. Auf Gott sollen die Glaubigen vertrauen

    [123] Gott hat euch doch in Badr unterstutzt, als ihr unterlegen waret. So furchtet Gott, auf daß ihr dankbar werdet

    [124] Als du zu den Glaubigen sagtest: «Genugt es euch denn nicht, daß euer Herr euch mit dreitausend herabgesandten Engeln beisteht

    [125] Ja, wenn ihr standhaft und gottesfurchtig seid und sie sogleich gegen euch vorrucken, steht euch euer Herr bei mit funftausend sturmenden Engeln.»

    [126] Und Gott hat es nur deswegen gemacht, damit es fur euch eine Frohbotschaft sei und damit eure Herzen dadurch Ruhe finden - der Sieg kommt nur von Gott, dem Machtigen, dem Weisen

    [127] Dies, damit Er einen Teil derer, die unglaubig sind, ausmerze oder sie niederwerfe, so daß sie enttauscht zuruckkehren

    [128] dir steht in dieser Angelegenheit keine Entscheidung zu -, oder damit Er sich ihnen wieder zuwende oder sie peinige, denn sie sind Leute, die Unrecht tun

    [129] Gott gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [130] O ihr, die ihr glaubt, verzehrt nicht den Zins in mehrfach verdoppelten Betragen und furchtet Gott, auf daß es euch wohl ergehe

    [131] Und hutet euch vor dem Feuer, das fur die Unglaubigen bereitet ist

    [132] Und gehorchet Gott und dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen findet

    [133] Wetteifert nach einer Vergebung von eurem Herrn und zu einem Garten, der so breit ist wie die Himmel und die Erde, der fur die Gottesfurchtigen bereitet ist

    [134] Die in guten und schlechten Tagen spenden, ihren Groll unterdrucken und den Menschen verzeihen - Gott liebt die Rechtschaffenen

    [135] Und die, wenn sie etwas Schandliches begangen oder sich selbst Unrecht getan haben, Gottes gedenken und um Vergebung fur ihre Sunden bitten - und wer vergibt die Sunden außer Gott? - und auf dem, was sie getan haben, nicht beharren, wo sie es doch wissen

    [136] Deren Lohn ist Vergebung von ihrem Herrn und Garten, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Vorzuglich ist doch der Lohn derer, die (gut) handeln

    [137] Schon vor euch wurde (mit den Menschen) beispielhaft verfahren. Geht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die (die Botschaft) fur Luge erklart haben

    [138] Dies ist eine Darlegung fur die Menschen und eine Rechtleitung und eine Ermahnung fur die Gottesfurchtigen

    [139] Und erlahmt nicht und werdet nicht traurig, wo ihr doch die Oberhand haben werdet, so ihr glaubig seid

    [140] Wenn ihr Wunden erlitten habt, so haben die (feindlichen) Leute ahnliche Wunden erlitten. Solche Tage teilen Wir den Menschen abwechselnd zu. (Dies geschieht) auch, damit Gott diejenigen in Erfahrung bringe, die glauben, und sich aus euren Reihen Zeugen nehme - und Gott liebt die nicht, die Unrecht tun

    [141] Und damit Gott diejenigen, die glauben, lautere und die Unglaubigen vernichte

    [142] oder meint ihr, daß ihr ins Paradies eingehen werdet, noch ehe Gott in Erfahrung gebracht hat, wer von ihnen sich eingesetzt hat? - und damit Er in Erfahrung bringe, wer die Standhaften sind

    [143] Und ihr pflegtet euch den Tod zu wunschen, bevor ihr ihm begegnet seid. Nun habt ihr ihn gesehen, indem ihr zuschautet

    [144] Muhammad ist nur ein Gesandter. Vor ihm sind etliche Gesandte dahingegangen. Werdet ihr denn, wenn er stirbt oder getotet wird, auf euren Fersen kehrtmachen? Wer auf seinen Fersen kehrtmacht, wird Gott nichts schaden konnen. Und Gott wird (es) den Dankbaren vergelten

    [145] Und niemand kann sterben außer mit der Erlaubnis Gottes gemaß einer Schrift mit festgelegter Frist. Und wer die Belohnung des Diesseits will, dem geben Wir etwas von ihm. Und wer die Belohnung des Jenseits will, dem geben Wir etwas von ihm. Und Wir werden (es) den Dankbaren vergelten

    [146] Und so manchen Propheten gab es, mit dem viele Scharen gekampft haben. Sie erlahmten nicht wegen dessen, was sie auf dem Weg Gottes traf, und sie wurden nicht schwach, und sie gaben nicht nach. Und Gott liebt die Standhaften

    [147] Und nichts anderes war ihre Rede, als daß sie sagten: «Unser Herr, vergib uns unsere Schuld und unsere Maßlosigkeit in unserem Anliegen. Festige unsere Schritte und unterstutze uns gegen die unglaubigen Leute.»

    [148] So gab ihnen Gott den Lohn des Diesseits und den schonen Lohn des Jenseits. Und Gott liebt die Rechtschaffenen

    [149] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr denen gehorcht, die nicht glauben, lassen sie euch auf den Fersen kehrtmachen und als Verlierer zuruckkehren

    [150] Nein, Gott ist euer Schutzherr, und Er ist der beste Helfer

    [151] Wir werden den Herzen derer, die unglaubig sind, Schrecken einjagen dafur, daß sie Gott solche beigesellen, fur die Er keine Ermachtigung herabgesandt hat. Ihre Heimstatte ist das Feuer. Schlimm ist die Bleibe derer, die Unrecht tun

    [152] Und Gott hat euch sein Versprechen wahr gemacht, als ihr sie mit seiner Erlaubnis vernichtend schluget, bis ihr verzagtet, miteinander uber die Angelegenheit strittet und ungehorsam waret, nachdem Er euch hatte sehen lassen, was ihr liebt - unter euch gibt es welche, die das Diesseits wollen, und unter euch gibt es welche, die das Jenseits wollen; dann wies Er euch von ihnen ab, um euch zu prufen. Und Er hat euch nunmehr verziehen. Gott ist voller Huld gegen die Glaubigen

    [153] Als ihr wegliefet, ohne euch nach jemandem umzuwenden, wahrend der Gesandte euch weit hinten zurief. Da belohnte Er euch mit Kummer fur (den dem Propheten gemachten) Kummer, damit ihr nicht traurig seid uber das, was euch entgangen war, und auch nicht uber das, was euch getroffen hatte. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [154] Dann, nach dem Kummer, sandte Er auf euch Sicherheit herab, einen Schlaf, der eine Gruppe von euch uberkam, wahrend eine (andere) Gruppe sich um sich selbst kummerte, indem sie von Gott etwas anderes als die Wahrheit dachte, wie in der Zeit der Unwissenheit gedacht wurde. Sie sagten: «Haben wir bei der Angelegenheit etwas zu entscheiden?» Sprich: Gott allein entscheidet in der ganzen Angelegenheit. Sie halten in ihrem Inneren geheim, was sie dir nicht offenlegen. Sie sagen: «Wenn wir bei der Angelegenheit etwas zu entscheiden gehabt hatten, waren wir nicht hier getotet worden.» Sprich: Auch wenn ihr in euren Hausern geblieben waret, so waren diejenigen, fur die es bestimmt war, getotet zu werden, dennoch zu ihren Sterbestatten hinausgezogen. (Dies geschieht), damit Gott pruft, was in eurer Brust ist, und lautert, was in euren Herzen ist. Und Gott weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [155] Diejenigen von euch, die sich abkehrten am Tag, da die beiden Scharen aufeinandertrafen, die hat der Satan straucheln lassen wegen etwas von dem, was sie erworben haben. Gott hat ihnen nunmehr verziehen. Gott ist voller Vergebung und langmutig

    [156] O ihr, die ihr glaubt, seid nicht wie diejenigen, die nicht glauben und die von ihren Brudern, wenn diese auf der Erde umherzogen oder sich auf einem Feldzug befanden, sagen: «Waren sie bei uns gewesen, waren sie nicht gestorben und nicht getotet worden.» Gott will dies zu einem Grund zu (tiefem) Bedauern in ihren Herzen machen. Und Gott macht lebendig und laßt sterben. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [157] Und wenn ihr auf dem Weg Gottes getotet werdet oder sterbt, so ist Vergebung und Barmherzigkeit von Gott besser als das, was sie zusammentragen

    [158] Und wenn ihr sterbt oder getotet werdet, so werdet ihr gewiß zu Gott versammelt werden

    [159] Es ist um der Barmherzigkeit Gottes willen, daß du ihnen gegenuber umganglich warst. Warest du grob und hartherzig gewesen, waren sie rings um dich fortgelaufen. So verzeihe ihnen und bitte fur sie um Vergebung und ziehe sie zu Rate in den Angelegenheiten. Und wenn du dich entschlossen hast, dann vertraue auf Gott. Gott liebt ja die, die vertrauen

    [160] Wenn Gott euch unterstutzt, dann kann niemand euch besiegen. Und wenn Er euch im Stich laßt, wer ist es, der euch daraufhin unterstutzen konnte? Auf Gott sollen also die Glaubigen vertrauen

    [161] Es steht einem Propheten nicht zu, zu veruntreuen. Wer veruntreut, wird das, was er veruntreut hat, am Tag der Auferstehung beibringen. Dann wird jeder Seele voll erstattet, was sie erworben hat. Und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [162] Ist denn derjenige, der dem Wohlgefallen Gottes folgt, wie der, der sich den Groll Gottes zuzieht und dessen Heimstatte die Holle ist? Welch schlimmes Ende

    [163] Sie nehmen verschiedene Rangstufen bei Gott ein. Und Gott sieht wohl, was sie tun

    [164] Gott hat den Glaubigen eine Wohltat erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte hat erstehen lassen, der ihnen seine Zeichen verliest, sie lautert und sie das Buch und die Weisheit lehrt. Sie befanden sich ja vorher in einem offenkundigen Irrtum

    [165] Wie konntet ihr, als euch ein Ungluck traf, das ihr (den Feinden) doppelt so arg zugefugt hattet, sagen: «Woher kommt das?» Sprich: Es kommt von euch selbst. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [166] Und was euch traf an dem Tag, da die beiden Scharen aufeinandertrafen, das geschah mit der Erlaubnis Gottes, und damit Er die Glaubigen in Erfahrung bringe

    [167] Und auch die in Erfahrung bringe, die heucheln. Und es wurde zu ihnen gesagt: «Kommt her, kampft auf dem Weg Gottes oder wehrt die Feinde ab.» Sie sagten: «Wenn wir wußten, daß es einen Kampf geben wurde, wurden wir euch sicherlich folgen.» An jenem Tag waren sie dem Unglauben naher als dem Glauben, sie sagten ja mit ihrem Munde, was nicht in ihrem Herzen war. Und Gott weiß besser, was sie verschweigen

    [168] Das sind diejenigen, die, wahrend sie selbst zuruckblieben, von ihren Brudern sagten: «Hatten sie uns gehorcht, waren sie nicht getotet worden.» Sprich: Wehrt doch den Tod von euch ab, so ihr die Wahrheit sagt

    [169] Halte diejenigen, die auf dem Weg Gottes getotet wurden, nicht fur tot. Sie sind vielmehr lebendig bei ihrem Herrn, und sie werden versorgt

    [170] Und sie freuen sich dabei uber das, was Gott ihnen von seiner Huld zukommen ließ. Und sie erwarten die, die hinter ihnen nachgekommen sind und sie noch nicht eingeholt haben, voll Freude daruber, daß auch sie nichts zu befurchten haben und nicht traurig sein werden

    [171] Sie empfangen mit Freude Gnade und Huld von Gott und (freuen sich) daruber, daß Gott den Lohn der Glaubigen nicht verlorengehen laßt

    [172] Fur diejenigen, die auf Gott und den Gesandten gehort haben, nachdem sie die Wunde erlitten hatten, - fur diejenigen von ihnen, die rechtschaffen und gottesfurchtig waren, ist ein großartiger Lohn bestimmt

    [173] Zu ihnen haben die Menschen gesagt: «Die Menschen haben sich gegen euch versammelt, daher furchtet euch vor ihnen.» Aber das hat ihren Glauben nur verstarkt, und sie sagten: «Gott genugt uns. Welch vorzuglicher Sachwalter!»

    [174] Sie kehrten mit Gnade und Huld von Gott zuruck, nichts Boses beruhrte sie, und sie folgten dem Wohlgefallen Gottes. Und Gott besitzt große Huld

    [175] Das ist der Satan. Er will (euch) vor seinen Freunden angst machen. Habt keine Angst vor ihnen, Mich sollt ihr furchten, so ihr glaubig seid

    [176] Laß dich nicht durch die betruben, die im Unglauben miteinander wetteifern. Sie konnen Gott nicht schaden. Gott will fur sie im Jenseits keinen Anteil bereithalten. Und bestimmt ist fur sie eine gewaltige Pein

    [177] Diejenigen, die den Unglauben fur den Glauben erkauft haben, konnen Gott nichts schaden. Und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [178] Und diejenigen, die unglaubig sind, sollen nicht meinen, es sei besser fur sie, daß Wir ihnen Aufschub gewahren. Wir gewahren ihnen ja Aufschub, damit sie noch mehr Schuld auf sich laden. Und bestimmt ist fur sie eine schmahliche Pein

    [179] Nimmer wird Gott die Glaubigen in dem Zustand belassen, in dem ihr euch befindet; Er will nur das Schlechte vom Guten unterscheiden. Und nimmer wird Gott euch uber das Unsichtbare Auskunft geben. Aber Gott erwahlt von seinen Gesandten, wen Er will. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und wenn ihr glaubt und gottesfurchtig seid, ist fur euch ein großartiger Lohn bestimmt

    [180] Diejenigen, die mit dem geizen, was Gott ihnen von seiner Huld beschert hat, sollen nicht meinen, das sei besser fur sie. Nein, es ist schlechter fur sie. Am Tag der Auferstehung wird ihnen das, womit sie gegeizt haben, als Halskette umgelegt werden. Gott gehort das Erbe der Himmel und der Erde. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [181] Gott hat die Rede derer gehort, die da sagten: «Gott ist arm, wir sind reich.» Wir werden aufschreiben, was sie sagten, und daß sie die Propheten zu Unrecht toteten, und Wir werden sprechen: Kostet die Pein des Hollenbrandes

    [182] Dies fur das, was eure Hande vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut

    [183] Das sind die, die sagten: «Gott hat uns auferlegt, an keinen Gesandten zu glauben, bis er uns ein Opfer bringt, das das Feuer verzehrt.» Sprich: Es sind vor mir Gesandte mit den deutlichen Zeichen und mit dem, was ihr gesagt habt, zu euch gekommen. Warum habt ihr sie dann getotet, so ihr die Wahrheit sagt

    [184] Wenn sie dich der Luge zeihen, so sind schon vor dir Gesandte der Luge geziehen worden, die mit den deutlichen Zeichen gekommen waren, und mit den Schriften und dem erleuchtenden Buch

    [185] Jeder wird den Tod erleiden. Euch wird euer Lohn am Tag der Auferstehung voll erstattet. Wer vom Feuer weggeruckt und ins Paradies gefuhrt wird, der hat das Ziel erreicht. Das diesseitige Leben ist ja nur eine betorende Nutznießung

    [186] Ihr werdet sicherlich an eurem Vermogen und an euch selbst gepruft werden, und ihr werdet gewiß von denen, denen das Buch vor euch zugekommen ist, und von den Polytheisten viel Ungemach horen. Wenn ihr euch aber geduldig und gottesfurchtig verhaltet, so gehort dies zur Entschlossenheit in den Anliegen

    [187] Und als Gott die Verpflichtung derer, denen das Buch zugekommen ist, entgegennahm: «Ihr mußt es den Menschen deutlich machen und durft es nicht verschweigen.» Da warfen sie es hinter ihren Rucken und verkauften es fur einen geringen Preis. Schlecht ist, was sie erkaufen

    [188] Und meine nicht, daß diejenigen, die sich freuen uber das, was sie vollbracht haben, und es lieben, fur das gelobt zu werden, was sie nicht getan haben - meine nicht, sie wurden der Pein entrinnen. Bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [189] Und Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [190] In der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag sind Zeichen fur die Einsichtigen

    [191] Die Gottes gedenken, im Stehen und Sitzen und auf ihren Seiten liegend, und uber die Erschaffung der Himmel und der Erde nachdenken: «Unser Herr, Du hast dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Pein des Feuers

    [192] Unser Herr, wen Du ins Feuer eingehen laßt, den hast Du zuschanden gemacht. Diejenigen, die Unrecht tun, werden keine Helfer haben

    [193] Unser Herr, wir haben einen Rufer gehort, der zum Glauben ruft: Glaubt an euren Herrn. Da haben wir geglaubt. Unser Herr, vergib uns unsere Sunden und suhne uns unsere Missetaten, und berufe uns mit den Frommen ab

    [194] Unser Herr, gib uns das, was Du uns durch deine Gesandten verheißen hast, und mache uns am Tag der Auferstehung nicht zuschanden. Du brichst das Versprechen nicht.»

    [195] Da erhorte sie ihr Herr: «Ich lasse keine Tat verlorengehen, die einer von euch getan hat, ob Mann oder Weib. Die einen stammen ja von den anderen. Denjenigen, die ausgewandert und aus ihren Wohnstatten vertrieben worden sind und auf meinem Weg Leid erlitten haben, die gekampft haben und getotet worden sind, werde Ich ihre Missetaten suhnen und sie in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen, als Belohnung von Gott.» Und bei Gott ist die schone Belohnung

    [196] Laß dich nicht betoren durch das Umherziehen der Unglaubigen im Land

    [197] Das ist eine geringe Nutznießung. Dann wird ihre Heimstatte die Holle sein - welch schlimme Lagerstatte

    [198] Aber fur diejenigen, die ihren Herrn furchten, sind Garten bestimmt, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen, als Herberge von seiten Gottes. Und was bei Gott ist, ist besser fur die Frommen

    [199] Unter den Leuten des Buches gibt es welche, die an Gott glauben und an das, was zu euch herabgesandt wurde, und an das, was zu ihnen herabgesandt wurde, und so zeigen sie sich demutig gegen Gott. Und sie verkaufen nicht die Zeichen Gottes fur einen geringen Preis. Jene haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Gott ist schnell im Abrechnen

    [200] O ihr, die ihr glaubt, seid geduldig und miteinander standhaft und einsatzbereit. Und furchtet Gott, auf daß es euch wohl ergehe

    Surah 4
    Die Frauen

    [1] O ihr Menschen, furchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf, aus ihm seine Gattin erschuf und aus ihnen beiden viele Manner und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ. Und furchtet Gott, in dessen Namen ihr einander bittet, und (achtet) die Verwandtschaftsbande. Gott ist Wachter uber euch

    [2] Und gebt den Waisen ihr Vermogen und tauscht nicht Schlechtes gegen Gutes aus. Und zehrt nicht ihr Vermogen auf zu eurem Vermogen hinzu. Das ware eine große Sunde

    [3] Und wenn ihr furchtet, gegenuber den Waisen nicht gerecht zu sein, dann heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber furchtet, (sie) nicht gleich zu behandeln, dann nur eine, oder was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das bewirkt es eher, daß ihr euch vor Ungerechtigkeit bewahrt

    [4] Und gebt den Frauen ihre Morgengabe als Geschenk. Wenn sie euch freiwillig etwas davon uberlassen, so konnt ihr es verbrauchen, und es wird euch zur Freude und zum Wohl sein

    [5] Und gebt nicht den Toren euer Vermogen, durch das Gott euch einen Unterhalt verschafft hat. Versorgt sie damit und kleidet sie, und sagt zu ihnen, was sich geziemt

    [6] Und pruft die Waisen. Sobald sie das Heiratsalter erreicht haben, ubergebt ihnen ihr Vermogen, wenn ihr bei ihnen einen rechten Wandel feststellt. Und zehrt es nicht verschwenderisch und voreilig auf, bevor sie alter werden. Und wer nicht darauf angewiesen ist, soll sich enthalten; wer arm ist, soll in rechtlicher Weise davon zehren. Und wenn ihr ihnen ihr Vermogen ubergebt, dann laßt es gegen sie bezeugen. Und Gott genugt als der, der abrechnet

    [7] Den Mannern steht ein Teil von dem, was die Eltern und die Angehorigen hinterlassen, zu, und den Frauen steht ein Teil von dem, was die Eltern und die Angehorigen hinterlassen, zu, mag es wenig oder viel sein; (dies gilt) als Pflichtanteil

    [8] Und wenn die Verwandten, die Waisen und die Bedurftigen bei der Teilung zugegen sind, so gebt ihnen etwas davon und sagt zu ihnen, was sich geziemt

    [9] Furchten sollen sich diejenigen, die, wenn sie selbst schwache Nachkommen hinterlassen wurden, besorgt um sie waren. Sie sollen Gott furchten und zutreffende Worte sprechen

    [10] Diejenigen, die das Vermogen der Waisen zu Unrecht verzehren, verzehren nur Feuer in ihrem Bauch. Und sie werden in einem Feuerbrand brennen

    [11] Gott tragt euch in bezug auf eure Kinder (folgendes) auf: Einem mannlichen Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu; sind es nur Frauen, uber zwei an der Zahl, so stehen ihnen zwei Drittel dessen, was er hinterlaßt, zu; ist es nur eine, so steht ihr die Halfte zu. Den beiden Eltern steht jedem von ihnen ein Sechstel dessen, was er hinterlaßt, zu, wenn er Kinder hat; wenn er keine Kinder hat und seine Eltern ihn beerben, so steht seiner Mutter ein Drittel zu. Hat er Bruder, so steht seiner Mutter ein Sechstel zu. (Dies gilt) nach Berucksichtigung eines Testamentes, das er etwa gemacht hat, oder einer (bestehenden) Schuld. - Eure Vater und eure Sohne: Ihr wißt nicht, wer von ihnen euch im Nutzen nahersteht. - (Dies ist) eine Pflicht von seiten Gottes. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [12] Euch steht die Halfte dessen, was eure Gattinnen hinterlassen, zu, wenn sie keine Kinder haben. Wenn sie Kinder haben, dann steht euch ein Viertel dessen, was sie hinterlassen, zu, und zwar nach Berucksichtigung eines Testamentes, das sie etwa gemacht haben, oder einer (bestehenden) Schuld. Und es steht ihnen ein Viertel dessen, was ihr hinterlaßt, zu, wenn ihr keine Kinder habt. Wenn ihr Kinder habt, dann steht ihnen ein Achtel dessen, was ihr hinterlaßt, zu, und zwar nach Berucksichtigung eines Testamentes, das ihr etwa gemacht habt, oder einer (bestehenden) Schuld. Und wenn ein Mann oder eine Frau von seitlichen Verwandten beerbt wird und er einen Bruder oder eine Schwester hat, dann steht einem jeden von ihnen ein Sechstel zu. Sind es mehr, dann teilen sie sich in ein Drittel, und zwar nach Berucksichtigung eines Testamentes, das er etwa gemacht hat, oder einer (bestehenden) Schuld. Es soll kein Schaden zugefugt werden. (Dies ist) ein Auftrag von Seiten Gottes. Gott weiß Bescheid und ist langmutig

    [13] Das sind die Rechtsbestimmungen Gottes. Wer Gott und seinem Gesandten gehorcht, den laßt Er in Garten eingehen, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg

    [14] Und wer gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam ist und seine Rechtsbestimmungen ubertritt, den laßt Er in ein Feuer eingehen; darin wird er ewig weilen. Und bestimmt ist fur ihn eine schmahliche Pein

    [15] Gegen diejenigen von euren Frauen, die Schandliches begehen, mußt ihr vier von euch zeugen lassen. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie in den Hausern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott ihnen einen Ausweg verschafft

    [16] Und wenn zwei von euch es begehen, dann fugt ihnen beiden Leid zu. Wenn sie bereuen und Besserung zeigen, dann laßt von ihnen ab. Gott schenkt Zuwendung und ist barmherzig

    [17] Gott obliegt es, sich denen (gnadig) zuzuwenden, die aus Unwissenheit das Bose tun und die dann bald darauf bereuen. Diesen schenkt Gott Zuwendung. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [18] Die gnadige Zuwendung gilt aber nicht fur die, welche die bosen Taten begehen, so daß erst, wenn der Tod einem von ihnen naht, dieser sagt: «Ich bereue jetzt»; und auch nicht fur die, die als Unglaubige sterben. Diesen haben Wir eine schmerzliche Pein bereitet

    [19] O ihr, die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, die Frauen wider ihren Willen zu erben. Und setzt ihnen nicht zu, um etwas von dem zu nehmen, was ihr ihnen zukommen ließet, es sei denn, sie begehen eine eindeutige schandliche Tat. Und geht mit ihnen in rechtlicher Weise um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, wahrend Gott viel Gutes in es hineinlegt

    [20] Und wenn ihr eine Gattin gegen eine (andere) Gattin eintauschen wollt und ihr der einen von ihnen einen Zentner habt zukommen lassen, so nehmt nichts davon. Wollt ihr es denn durch Verleumdung und offenkundige Sunde nehmen

    [21] Wie konnt ihr es nehmen, wo ihr bereits zueinander eingegangen seid und wo sie von euch eine feste Verpflichtung entgegengenommen haben

    [22] Und heiratet nicht solche Frauen, die (vorher) eure Vater geheiratet haben, abgesehen von dem, was bereits geschehen ist. Das ist etwas Schandliches und Abscheuliches und ein ubler Weg

    [23] Verboten ist auch, zu heiraten eure Mutter, eure Tochter, eure Schwestern, eure Tanten vaterlicherseits und eure Tanten mutterlicherseits, die Tochter des Bruders und die Tochter der Schwester, eure Mutter, die euch gestillt haben, und eure Milchschwestern, die Mutter eurer Frauen, eure Stieftochter, die sich in eurem Schutz befinden und von euren Frauen stammen, zu denen ihr eingegangen seid - wenn ihr zu ihnen noch nicht eingegangen seid, dann ist es fur euch kein Vergehen -, und die Ehefrauen eurer Sohne, die aus euren Lenden stammen. (Verboten ist) auch, daß ihr zwei Schwestern zur Frau zusammen habt, abgesehen von dem, was bereits geschehen ist. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [24] Und (verboten ist, zu heiraten) die unter Schutz Gestellten unter den Frauen, ausgenommen das, was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das ist die Vorschrift Gottes fur euch. Erlaubt ist euch, was jenseits dieser (Gruppe) liegt, daß ihr euch mit eurem Vermogen (Frauen) sucht in der Absicht, (sie) unter Schutz zu stellen und nicht Unzucht zu treiben. Denen unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr - das ist eine Rechtspflicht - ihren Lohn geben. Es besteht fur euch kein Vergehen, wenn ihr, nachdem die Rechtspflicht festgesetzt ist, daruber hinaus etwas in gegenseitigem Einvernehmen vereinbart. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [25] Wer von euch keine Mittel besitzt, um unter Schutz gestellte glaubige Frauen zu heiraten, der soll Frauen heiraten aus den Reihen der glaubigen Magde, die eure rechte Hand besitzt. Gott weiß besser Bescheid uber euren Glauben. Die einen von euch stammen ja von den anderen. So heiratet sie mit der Erlaubnis ihrer Herren und gebt ihnen ihren Lohn in rechtlicher Weise, als unter Schutz gestellten Frauen, die nicht Unzucht treiben und sich keine Liebhaber nehmen. Wenn sie unter Schutz gestellt worden sind und dann Schandliches begehen, steht fur sie darauf an Pein die Halfte dessen, was fur die unter Schutz gestellten Frauen steht. Dies gilt fur denjenigen von euch, der die Bedrangnis furchtet. Und wenn ihr euch geduldig zeigt, so ist es besser fur euch. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [26] Gott will es euch deutlich machen und euch zu den Verfahrensweisen derer, die vor euch lebten, leiten und sich euch zuwenden. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [27] Und Gott will sich euch zuwenden; diejenigen aber, die den Begierden folgen, wollen, daß ihr eine gewaltige Abweichung vollzieht

    [28] Gott will euch Erleichterung gewahren. Der Mensch ist ja schwach erschaffen worden

    [29] O ihr, die ihr glaubt, verzehrt nicht untereinander euer Vermogen durch Betrug, es sei denn, es geht um einen Handel in gegenseitigem Einvernehmen. Und totet nicht einander. Gott ist barmherzig zu euch

    [30] Wer es (doch) in Ubertretung und Unrecht tut, den werden Wir in einem Feuer brennen lassen. Das ist Gott ein leichtes

    [31] Wenn ihr die schweren Vergehen meidet von dem, was euch untersagt ist, suhnen Wir euch eure Missetaten und gewahren euch einen ehrenvollen Eingang (ins Paradies)

    [32] Und wunscht euch nicht das, womit Gott die einen von euch vor den anderen bevorzugt hat. Die Manner erhalten einen Anteil von dem, was sie erworben haben, und die Frauen erhalten einen Anteil von dem, was sie erworben haben. Und bittet Gott um etwas von seiner Huld. Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [33] Einem jeden haben Wir Erbfolger gegeben in bezug auf das, was die Eltern und die Angehorigen hinterlassen. Und gebt denjenigen, mit denen euch eure Eide verbinden, ihren Anteil. Gott ist ja uber alle Dinge Zeuge

    [34] Die Manner haben Vollmacht und Verantwortung gegenuber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermogen (fur die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demutig ergeben und bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da Gott es geheimhalt. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit befurchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemachern und schlagt sie. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Gott ist erhaben und groß

    [35] Und wenn ihr ein Zerwurfnis zwischen beiden (Ehepartnern) befurchtet, dann bestellt einen Schiedsrichter aus seiner Familie und einen Schiedsrichter aus ihrer Familie. Wenn sie sich aussohnen wollen, wird Gott ihnen Eintracht schenken. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem

    [36] Und dient Gott und gesellt Ihm nichts bei. Und behandelt die Eltern gut und die Verwandten, die Waisen, die Bedurftigen, den verwandten Beisassen, den fremden Beisassen, den Gefahrten an eurer Seite, den Reisenden und das, was eure rechte Hand besitzt. Gott liebt die nicht, die eingebildet und prahlerisch sind

    [37] Die geizen und den Leuten befehlen, geizig zu sein, und die verschweigen, was Gott ihnen von seiner Huld hat zukommen lassen - Wir haben den Unglaubigen eine schmahliche Pein bereitet

    [38] Und die ihr Vermogen spenden, um von den Menschen gesehen zu werden, und nicht an Gott glauben, und auch nicht an den Jungsten Tag. Und wenn einer den Satan zum Gesellen hat, so ist das ein schlimmer Geselle

    [39] Was wurde ihnen (Schlimmes) widerfahren, wenn sie an Gott und den Jungsten Tag glaubten und von dem spendeten, was Gott ihnen beschert hat? Und Gott weiß uber sie Bescheid

    [40] Gott tut nicht einmal im Gewicht eines Staubchens Unrecht. Und wenn es eine gute Tat ist, so wird Er sie verdoppeln und von sich her einen großartigen Lohn zukommen lassen

    [41] Wie wird es sein, wenn Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen beibringen und dich als Zeugen uber diese beibringen

    [42] An jenem Tag werden diejenigen, die unglaubig und gegen den Gesandten ungehorsam waren, wunschen, sie wurden dem Erdboden gleichgemacht, und sie werden vor Gott keine Aussage verschweigen

    [43] O ihr, die ihr glaubt, kommt nicht zum Gebet, wahrend ihr betrunken seid, bis ihr wißt, was ihr sagt, und auch nicht sexuell verunreinigt - es sei denn, ihr geht vorbei -, bis ihr euch gewaschen habt. Und wenn ihr krank oder auf Reisen seid, oder wenn einer von euch vom Abort kommt oder wenn ihr die Frauen beruhrt habt und ihr kein Wasser findet, dann sucht --einen sauberen Boden und streicht euch uber das Gesicht und die Hande. Gott ist voller Verzeihung und Vergebung

    [44] Hast du nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil am Buch zugekommen ist, wie sie den Irrtum erkaufen und wollen, daß ihr vom Weg abirrt

    [45] Gott weiß besser uber eure Feinde Bescheid. Und Gott genugt als Freund, und Gott genugt als Helfer

    [46] Unter denen, die Juden sind, entstellen einige den Sinn der Worte und sagen: «Wir horen, und wir gehorchen nicht», und: «Hore zu, ohne daß du horen kannst», und: «Achte auf uns» (raainaa); sie verdrehen dabei ihre Zungen und greifen die Religion an. Hatten sie gesagt: «Wir horen, und wir gehorchen», und: «Hore», und: «Schau auf uns» (unzurnaa), ware es besser und richtiger fur sie. Aber Gott hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht, so glauben sie nur wenig

    [47] O ihr, denen das Buch zugekommen ist, glaubt an das, was Wir hinabgesandt haben zur Bestatigung dessen, was bei euch ist, bevor Wir bestimmte Gesichter auswischen und sie auf ihren Rucken kehren oder sie verfluchen, wie Wir die Gefahrten des Sabbats verflucht haben. Und der Befehl Gottes wird ausgefuhrt

    [48] Gott vergibt nicht, daß Ihm beigesellt wird, und Er vergibt, was darunter liegt, wem Er will. Und wer Gott (andere) beigesellt, hat eine gewaltige Sunde erdichtet

    [49] Hast du nicht auf jene geschaut, die sich selbst fur rein erklaren? Nein, Gott erklart rein, wen Er will, und ihnen wird nicht ein Dattelfadchen Unrecht getan

    [50] Schau, wie sie gegen Gott Lugen erdichten! Dies genugt als offenkundige Sunde

    [51] Hast du nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil am Buch zugekommen ist, wie sie an die nutzlose Magie und an die Gotzen glauben und von denen, die unglaubig sind, sagen: «Diese folgen einem rechteren Weg als die, die glauben»

    [52] Das sind die, die Gott verflucht hat. Und wen Gott verflucht, fur den wirst du keinen Helfer finden

    [53] Oder haben sie etwa einen Anteil an der Konigsherrschaft? Auch dann wurden sie den Menschen nicht einmal ein Dattelgrubchen zukommen lassen

    [54] Oder beneiden sie die Menschen um das, was ihnen Gott von seiner Huld hat zukommen lassen? Wir ließen ja der Sippe Abrahams das Buch und die Weisheit zukommen, und Wir ließen ihnen eine gewaltige Konigsherrschaft zukommen

    [55] Unter ihnen gab es solche, die daran glaubten, und unter ihnen gab es solche, die sich davon abwandten. Und die Holle genugt als Feuerbrand

    [56] Diejenigen, die unsere Zeichen verleugnen, werden Wir in einem Feuer brennen lassen. Sooft ihre Haute gar sind, tauschen Wir ihnen andere Haute (dagegen) ein, damit sie die Pein kosten. Gott ist machtig und weise

    [57] Und diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Darin sind gelauterte Gattinnen. Und Wir werden sie in einen ausgedehnten Schatten eingehen lassen

    [58] Gott befiehlt euch, anvertraute Guter ihren Eigentumern zuruckzugeben und, wenn ihr unter den Menschen urteilt, nach Gerechtigkeit zu urteilen. Wie trefflich ist das, womit Gott euch ermahnt! Gott sieht und hort alles

    [59] O ihr, die ihr glaubt, gehorchet Gott und gehorchet dem Gesandten und den Zustandigen unter euch. Wenn ihr uber etwas streitet, so bringt es vor Gott und den Gesandten, so ihr an Gott und den Jungsten Tag glaubt. Das ist besser und fuhrt zu einem schoneren Ergebnis

    [60] Hast du nicht auf jene geschaut, die behaupten, sie glaubten an das, was zu dir herabgesandt wurde, und an das, was vor dir herabgesandt wurde, wie sie die Streitsachen vor die Gotzen bringen wollen, wo ihnen doch befohlen wurde, sie zu verleugnen? Und der Satan will sie weit abirren lassen

    [61] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Kommt her zu dem, was Gott herabgesandt hat, und zum Gesandten», siehst du die Heuchler sich klar von dir abwenden

    [62] Wie wird es wohl sein, wenn sie ein Ungluck trifft fur das, was ihre Hande vorausgeschickt haben, und sie zu dir kommen und bei Gott schworen: «Wir wollten es ja nur gutmachen und Einvernehmen schaffen»

    [63] Das sind die, von denen Gott weiß, was in ihrem Herzen ist. Wende dich von ihnen ab, ermahne sie und sprich zu ihnen uber sie selbst eindringliche Worte

    [64] Und Wir haben die Gesandten nur deswegen entsandt, damit man ihnen gehorcht mit der Erlaubnis Gottes. Wurden sie, da sie gegen sich selbst Unrecht verubt haben, zu dir kommen und Gott um Vergebung bitten, und wurde der Gesandte fur sie um Vergebung bitten, so wurden sie sicher finden, daß Gott sich gnadig zuwendet und barmherzig ist

    [65] Nein, bei deinem Herrn, sie glauben nicht (wirklich), bis sie dich zum Schiedsrichter nehmen uber das, was zwischen ihnen umstritten ist, und danach wegen deiner Entscheidung keine Bedrangnis in ihrem Inneren spuren, sondern sich in volliger Ergebung fugen

    [66] Und wenn Wir ihnen vorgeschrieben hatten: Totet einander oder zieht aus euren Wohnstatten aus, sie hatten es nicht getan, bis auf wenige von ihnen. Wurden sie doch das tun, wozu sie ermahnt werden, es ware sicher besser fur sie und wurde sie starker festigen

    [67] Und Wir wurden ihnen von Uns her einen großartigen Lohn zukommen lassen

    [68] Und Wir wurden sie einen geraden Weg fuhren

    [69] Diejenigen, die Gott und dem Gesandten gehorchen, befinden sich mit denen, die Gott begnadet hat, von den Propheten, den Wahrhaftigen, den Martyrern und den Rechtschaffenen. Welch treffliche Gefahrten sind es

    [70] Das ist die Huld Gottes. Und Gott genugt als der, der Bescheid weiß

    [71] O ihr, die ihr glaubt, seid auf eurer Hut, und ruckt in Trupps aus oder ruckt zusammen aus

    [72] Unter euch gibt es manch einen, der langsam ausruckt; und wenn euch ein Ungluck trifft, sagt er: «Gott hat mir Gnade erwiesen, da ich nicht mit ihnen dabei war.»

    [73] Und wenn euch eine Huld von Gott her zuteil wird, sagt er sicher, als hatte zwischen euch und ihm nie Liebe bestanden: «O ware ich doch mit ihnen gewesen, so hatte ich einen großartigen Erfolg erlangt!»

    [74] So sollen diejenigen, die das diesseitige Leben gegen das Jenseits verkaufen, auf dem Weg Gottes kampfen. Und wer auf dem Weg Gottes kampft und daraufhin getotet wird oder siegt, dem werden Wir einen großartigen Lohn zukommen lassen

    [75] Was hindert euch daran, zu kampfen auf dem Weg Gottes und fur diejenigen unter den Mannern, den Frauen und den Kindern, die wie Schwache behandelt werden und die sagen: «Unser Herr, fuhre uns aus dieser Stadt hinaus, deren Einwohner Unrecht tun, und bestelle uns von Dir her einen Freund, und bestelle uns von Dir her einen Helfer»

    [76] Diejenigen, die glauben, kampfen auf dem Weg Gottes. Und diejenigen, die unglaubig sind, kampfen auf dem Weg der Gotzen. So kampft gegen die Freunde des Satans. Die List des Satans ist schwach

    [77] Hast du nicht auf jene geschaut, zu denen gesagt wurde: «Haltet eure Hande zuruck und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe»? Als ihnen dann der Kampf vorgeschrieben wurde, hatte plotzlich ein Teil von ihnen eine solche Furcht vor den Menschen wie die Furcht vor Gott oder eine noch starkere Furcht. Und sie sagten: «Unser Herr, warum hast Du uns den Kampf vorgeschrieben? Hattest Du uns doch fur eine kurze Frist zuruckgestellt!» Sprich: Die Nutznießung des Diesseits ist gering, und das Jenseits ist besser fur den, der gottesfurchtig ist. Und euch wird nicht ein Dattelfadchen Unrecht getan

    [78] Wo immer ihr seid, der Tod wird euch erreichen, auch wenn ihr in hochgebauten Burgen waret. Wenn sie etwas Gutes trifft, sagen sie: «Das ist von Gott.» Und wenn sie etwas Schlechtes trifft, sagen sie: «Das ist von dir.» Sprich: Alles ist von Gott. Was ist mit diesen Leuten los, daß sie kaum eine Aussage begreifen

    [79] Was dich an Gutem trifft, ist von Gott. Und was dich an Schlechtem trifft, ist von dir selbst. Und Wir haben dich zum Gesandten fur die Menschen entsandt. Und Gott genugt als Zeuge

    [80] Wer dem Gesandten gehorcht, gehorcht Gott. Und wenn jemand sich abkehrt - siehe, Wir haben dich nicht als Huter uber sie gesandt

    [81] Und sie sagen: «(Wir leisten) Gehorsam.» Wenn sie jedoch von dir weggehen, beschließt eine Gruppe von ihnen im Dunkeln etwas anderes als das, was du sagst. Und Gott schreibt, was sie im Dunkeln beschließen, auf. Darum wende dich von ihnen ab und vertrau auf Gott. Gott genugt als Sachwalter

    [82] Betrachten sie denn nicht sorgfaltig den Koran? Wenn er von einem anderen als Gott ware, wurden sie in ihm viel Widerspruch finden

    [83] Und wenn zu ihnen etwas durchdringt, das Sicherheit oder Angst hervorruft, verbreiten sie es. Wurden sie es aber vor den Gesandten und die Zustandigen unter ihnen bringen, so wurden es diejenigen von ihnen, die es herauszubekommen verstehen, (zu beurteilen) wissen. Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit waret ihr bis auf wenige dem Satan gefolgt

    [84] So kampfe auf dem Weg Gottes. Du hast dich nur fur dich selbst zu verantworten. Und sporne die Glaubigen an, vielleicht wird Gott die Schlagkraft derer, die unglaubig sind, zuruckhalten. Und Gott besitzt eine noch starkere Schlagkraft und verhangt eine noch hartere Strafe

    [85] Wer eine gute Furbitte einlegt, erhalt einen Anteil daran. Und wer eine schlechte Furbitte einlegt, erhalt einen entsprechenden Anteil daran. Gott umsorgt und uberwacht alle Dinge

    [86] Wenn ihr mit einem Gruß begrußt werdet, dann grußt mit einem noch schoneren Gruß, oder erwidert ihn. Und Gott rechnet uber alle Dinge ab

    [87] Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm. Er wird euch sicher zu dem Tag der Auferstehung versammeln, an dem kein Zweifel moglich ist. Und wer ist wahrhaftiger als Gott in seinen Aussagen

    [88] Wieso seid ihr im Hinblick auf die Heuchler zwei Gruppen, wo Gott sie (in den alten Zustand) zuruckversetzt hat wegen dessen, was sie erworben haben? Wollt ihr denn rechtleiten, wen Gott irregefuhrt hat? Wen Gott irrefuhrt, fur den findest du keinen Weg

    [89] Sie mochten gern, ihr wurdet unglaubig, wie sie unglaubig sind, so daß ihr ihnen gleich wurdet. So nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund, bis sie auf dem Weg Gottes auswandern. Wenn sie sich abkehren, dann greift sie und totet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund oder Helfer

    [90] Mit Ausnahme derer, die zu Leuten gelangen, zwischen denen und euch ein Vertrag besteht, oder zu euch kommen, weil Beklommenheit ihre Brust befallen hat, gegen euch zu kampfen oder gegen ihre (eigenen) Leute zu kampfen - und wenn Gott gewollt hatte, hatte Er ihnen Gewalt uber euch verliehen, und dann hatten sie gewiß gegen euch gekampft. Wenn sie sich von euch fernhalten und nicht gegen euch kampfen und euch Frieden anbieten, dann erlaubt euch Gott nicht, gegen sie vorzugehen

    [91] Ihr werdet andere finden, die vor euch Sicherheit und auch vor ihren (eigenen) Leuten Sicherheit haben wollen. Jedesmal, wenn sie der Verfuhrung unterworfen werden, werden sie dadurch (in den alten Zustand) zuruckversetzt. Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch nicht den Frieden anbieten und ihre Hande nicht zuruckhalten, dann greift sie und totet sie, wo immer ihr sie trefft. Uber solche Leute haben Wir euch eine offenkundige Gewalt verliehen

    [92] Es steht einem Glaubigen nicht zu, einen Glaubigen zu toten, es sei denn, (es geschieht) aus Versehen. Wer einen Glaubigen aus Versehen totet, hat einen glaubigen Sklaven zu befreien oder ein Blutgeld an seine Angehorigen zu ubergeben, es sei denn, sie erlassen es als Almosen. Wenn er zu Leuten gehort, die eure Feinde sind, wahrend er ein Glaubiger ist, so ist ein glaubiger Sklave zu befreien. Und wenn er zu Leuten gehort, zwischen denen und euch ein Vertrag besteht, dann ist ein Blutgeld an seine Angehorigen auszuhandigen und ein glaubiger Sklave zu befreien. Wer es nicht vermag, der hat zwei Monate hintereinander zu fasten. Das ist eine Zuwendung von Seiten Gottes. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [93] Und wer einen Glaubigen vorsatzlich totet, dessen Lohn ist die Holle; darin wird er ewig weilen. Und Gott zurnt ihm und verflucht ihn und bereitet ihm eine gewaltige Pein

    [94] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf dem Weg Gottes im Land umherwandert, so stellt die Lage eindeutig fest und sagt nicht zu dem, der euch den Frieden anbietet: «Du bist kein Glaubiger», im Trachten nach den Gutern des diesseitigen Lebens. Gott schafft doch viele Moglichkeiten, Beute zu erzielen. So seid ihr fruher gewesen, da hat Gott euch eine Wohltat erwiesen. Stellt also die Lage eindeutig fest. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [95] Nicht gleich sind diejenigen unter den Glaubigen, die daheim sitzen, ohne ein Gebrechen zu haben, und diejenigen, die sich auf dem Weg Gottes mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person einsetzen. Gott bevorzugt diejenigen, die sich mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person einsetzen, um eine ganze Stufe vor denen, die daheim sitzen. Einem jeden hat Gott das Beste versprochen. Doch hat Gott diejenigen, die sich einsetzen, vor denen, die daheim sitzen, bevorzugt mit einem großartigen Lohn

    [96] Mit Rangstufen von Ihm her, mit Vergebung und Barmherzigkeit. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [97] Zu denen, die die Engel abberufen, wahrend sie gegen sich selbst Unrecht verubt haben, sagen diese: «Wie war euer Zustand?» Sie sagen: «Wir wurden auf der Erde wie Schwache behandelt.» Sie sagen: «War denn die Erde Gottes nicht weit genug, so daß ihr auf ihr hattet auswandern konnen?» Diese haben die Holle zur Heimstatte - welch schlimmes Ende

    [98] mit Ausnahme derer unter den Mannern, Frauen und Kindern, die wie Schwache behandelt wurden und sich keine List erdenken konnten und keinen rechten Weg fanden

    [99] Diesen moge der Herr verzeihen! Und Gott ist voller Verzeihung und Vergebung

    [100] Wer auf dem Weg Gottes auswandert, findet auf der Erde viele Auswege und ergiebige Versorgung. Und wer aus seinem Haus hinausgeht, um zu Gott und seinem Gesandten auszuwandern, und dann vom Tod ereilt wird, dessen Lohn obliegt Gott. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [101] Und wenn ihr im Land umherwandert, ist es fur euch kein Vergehen, das Gebet abzukurzen, falls ihr Angst habt, daß diejenigen, die unglaubig sind, euch der Anfechtung aussetzen. Die Unglaubigen sind euch ja ein offenkundiger Feind

    [102] Und wenn du unter ihnen weilst und fur sie das Gebet anfuhrst, so soll sich eine Gruppe von ihnen mit dir aufstellen und ihre Waffen ergreifen. Wenn sie sich niederwerfen, so sollen die anderen hinter euch sein. Dann soll eine andere Gruppe, die noch nicht gebetet hat, kommen und mit dir beten, und sie sollen auf ihrer Hut sein und ihre Waffen ergreifen. Diejenigen, die unglaubig sind, mochten gern, ihr wurdet auf eure Waffen und eure Sachen nicht achtgeben, so daß sie euch auf einmal uberfallen. Und es ist fur euch kein Vergehen, wenn ihr unter dem Regen zu leiden habt und krank seid, eure Waffen abzulegen. Und seid auf eurer Hut. Gott hat den Unglaubigen eine schmahliche Pein bereitet

    [103] Und wenn ihr das Gebet beendet habt, dann gedenket Gottes im Stehen und Sitzen und auf euren Seiten liegend. Und wenn ihr Ruhe habt, dann verrichtet das Gebet. Das Gebet ist fur die Glaubigen eine fur bestimmte Zeiten festgesetzte Vorschrift

    [104] Und erlahmt nicht in der Verfolgung der Leute. Wenn ihr leidet, so leiden sie auch, wie ihr leidet; ihr aber erhofft von Gott, was sie nicht erhoffen. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [105] Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit du zwischen den Menschen nach dem urteilst, was Gott dich hat sehen lassen. Und sei nicht ein Anwalt der Verrater

    [106] Und bitte Gott um Vergebung. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [107] Und streite nicht zugunsten derer, die sich selbst betrugen. Gott liebt den nicht, der ein Betruger und ein Sunder ist

    [108] Sie verbergen sich vor den Menschen, sie konnen sich aber vor Gott nicht verbergen, wo Er bei ihnen ist, wenn sie im Dunkeln Verabredungen treffen, die Ihm nicht gefallen. Und Gott umfaßt, was sie tun

    [109] Da habt ihr zu ihren Gunsten im diesseitigen Leben gestritten. Wer wird denn am Tag der Auferstehung mit Gott zu ihren Gunsten streiten, oder wer wird als Sachwalter uber sie eingesetzt

    [110] Wer Boses begeht oder sich selbst Unrecht tut und dann Gott um Vergebung bittet, der wird finden, daß Gott voller Vergebung und barmherzig ist

    [111] Und wer eine Sunde erwirbt, erwirbt sie zu seinem eigenen Schaden. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [112] Und wer eine Verfehlung oder eine Sunde erwirbt und sie dann einem Unschuldigen vorwirft, der ladt auf sich eine Verleumdung und eine offenkundige Sunde

    [113] Und ohne die Huld Gottes gegen dich und seine Barmherzigkeit ware eine Gruppe von ihnen im Begriff gewesen, dich irrezufuhren; aber sie fuhren nur sich selbst in die Irre, und sie schaden dir nichts. Und Gott hat auf dich das Buch und die Weisheit herabgesandt und dich gelehrt, was du nicht wußtest. Und die Huld Gottes gegen dich ist gewaltig

    [114] Nichts Gutes liegt in einem großen Teil ihrer vertraulichen Gesprache, es sei denn, wenn einer zu einem Almosen oder zu einer rechten Tat oder zur Aussohnung zwischen den Menschen auffordert. Und wer dies im Streben nach dem Wohlgefallen Gottes tut, dem werden Wir einen großartigen Lohn zukommen lassen

    [115] Wer sich dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm die Rechtleitung deutlich geworden ist, und einem anderen Weg als dem der Glaubigen folgt, den lassen Wir verfolgen, was er verfolgt hat, und in der Holle brennen - welch schlimmes Ende

    [116] Gott vergibt nicht, daß Ihm (etwas) beigesellt wird, und Er vergibt, was darunter liegt, wem Er will. Und wer Gott (andere) beigesellt, der ist weit abgeirrt

    [117] Sie rufen ja statt Seiner weibliche Wesen an, sie rufen ja einen rebellischen Satan an

    [118] Den Gott verfluchte und der sagte: «Ich werde mir von deinen Dienern einen festgesetzten Anteil nehmen

    [119] Und ich werde sie irrefuhren, und ich werde sie Wunschen nachjagen lassen, und ich werde ihnen befehlen, und sie werden die Ohren der Herdentiere abschneiden, und ich werde ihnen befehlen, und sie werden die Schopfung Gottes verandern.» Und wer sich den Satan anstelle Gottes zum Freund nimmt, der wird einen offenkundigen Verlust erleiden

    [120] Er macht ihnen Versprechungen und laßt sie Wunschen nachjagen. Und der Satan verspricht ihnen nur Betorung

    [121] Diese haben die Holle zur Heimstatte, und sie werden kein Mittel finden, ihr zu entrinnen

    [122] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Das ist das Versprechen Gottes in Wahrheit, und wer ist wahrhaftiger als Gott in seiner Aussage

    [123] Weder nach euren Wunschen noch nach den Wunschen der Leute des Buches geht es. Wer Boses tut, dem wird danach vergolten, und er wird fur sich anstelle Gottes weder Freund noch Helfer finden

    [124] Diejenigen, die etwas von den guten Werken tun, ob Mann oder Weib, und dabei glaubig sind, werden ins Paradies eingehen, und ihnen wird nicht ein Dattelgrubchen Unrecht getan

    [125] Und wer hat eine schonere Religion als der, der sich vollig Gott hingibt und dabei rechtschaffen ist und der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhanger des reinen Glaubens, folgt? Gott hat sich Abraham ja zum Vertrauten genommen

    [126] Und Gott gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott umfaßt alle Dinge

    [127] Sie fragen dich um Rechtsauskunft uber die Frauen. Sprich: Rechtsauskunft uber sie gibt euch Gott, und auch das, was euch im Buch verlesen wird uber die weiblichen Waisen, denen ihr nicht das zukommen laßt, was ihnen vorschriftsgemaß zusteht, und die ihr nicht heiraten wollt, und auch uber die von den Kindern, die wie Schwache behandelt werden; und ihr sollt fur die Gerechtigkeit gegenuber den Waisen eintreten. Was ihr an Gutem tut, Gott weiß es

    [128] Und wenn eine Frau von ihrem Gemahl Widerspenstigkeit oder Abwendung befurchtet, so ist es fur sie beide kein Vergehen, untereinander Aussohnung zu schaffen, und die Aussohnung ist besser. Und die Menschen sind dem Geiz standig verfallen. Und wenn ihr rechtschaffen und gottesfurchtig seid, so hat Gott Kenntnis von dem, was ihr tut

    [129] Und ihr werdet es nicht schaffen, die Frauen gleich zu behandeln, ihr mogt euch noch so sehr bemuhen. Aber wendet euch nicht (von der einen) ganzlich ab, so daß ihr sie in der Schwebe laßt. Und wenn ihr nach Aussohnung strebt und Gott furchtet, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [130] Und wenn die beiden sich trennen, wird Gott aus seinem umfassenden Reichtum jeden unabhangig machen. Und Gott umfaßt alles und ist weise

    [131] Und Gott gehort, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Wir haben denen, denen das Buch vor euch zugekommen ist, und auch euch aufgetragen: Furchtet Gott. Wenn ihr unglaubig seid, so gehort Gott doch (alles), was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gott ist auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig

    [132] Und Gott gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Gott genugt als Sachwalter

    [133] Wenn Er will, laßt Er euch, ihr Menschen, fortgehen und andere nachrucken. Gott hat dazu die Macht

    [134] Wenn einer den Lohn des Diesseits will, so besteht bei Gott der Lohn des Diesseits und des Jenseits. Gott hort und sieht alles

    [135] O ihr, die ihr glaubt, tretet fur die Gerechtigkeit ein und legt Zeugnis fur Gott ab, auch wenn es gegen euch selbst oder gegen die Eltern und die Angehorigen sein sollte. Wenn es sich um einen Reichen oder einen Armen handelt, so hat Gott eher Anspruch auf beide; folgt also nicht (euren) Neigungen, anstatt gerecht zu sein. Wenn ihr (das Zeugnis) verdreht oder davon ablaßt, so hat Gott Kenntnis von dem, was ihr tut

    [136] O ihr, die ihr glaubt, glaubt an Gott und seinen Gesandten, und das Buch, das Er auf seinen Gesandten herabgesandt hat, und das Buch, das Er zuvor herabgesandt hat. Wer Gott verleugnet, und seine Engel, seine Bucher, seine Gesandten und den Jungsten Tag, der ist weit abgeirrt

    [137] Denen, die glauben und dann unglaubig werden, dann wieder glauben und dann wieder unglaubig werden und dann im Unglauben zunehmen, denen wird Gott unmoglich vergeben, und Er wird sie unmoglich einen rechten Weg fuhren

    [138] Verkunde den Heuchlern, daß fur sie eine schmerzhafte Pein bestimmt ist

    [139] (sie), die sich die Unglaubigen anstelle der Glaubigen zu Freunden nehmen. Suchen sie denn bei ihnen die Macht? Alle Macht gehort Gott

    [140] Er hat auf euch im Buch herabgesandt, ihr sollt, wenn ihr hort, daß Leute die Zeichen Gottes verleugnen und uber sie spotten, euch nicht zu ihnen setzen, bis sie auf ein anderes Gesprach eingehen. Sonst seid ihr ihnen gleich. Gott wird die Heuchler und die Unglaubigen allesamt in der Holle versammeln

    [141] Die euch gegenuber ja abwarten: Wenn euch ein Erfolg von Gott her zufallt, sagen sie: «Sind wir nicht mit euch gewesen?»; und wenn den Unglaubigen ein Gluck zufallt, sagen sie: «Haben wir euch nicht in der Hand gehabt, euch aber vor den Glaubigen geschutzt?» Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen euch urteilen. Und Gott wird nie den Unglaubigen eine Moglichkeit geben, gegen die Glaubigen vorzugehen

    [142] Die Heuchler versuchen, Gott zu betrugen; Er ist es aber, der sie betrugt. Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, stellen sie sich nachlassig hin, wobei sie von den Menschen gesehen werden wollen, und sie gedenken Gottes nur wenig

    [143] Sie schwanken dazwischen und schließen sich weder diesen noch jenen an. Und wen Gott irrefuhrt, fur den wirst du keinen Weg finden

    [144] O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Unglaubigen anstelle der Glaubigen zu Freunden. Wollt ihr denn Gott eine offenkundige Handhabe gegen euch liefern

    [145] Die Heuchler befinden sich im untersten Grund des Feuers, und du wirst fur sie keinen Helfer finden

    [146] Außer denen, die umkehren und Besserung zeigen, an Gott festhalten und gegenuber Gott aufrichtig in ihrer Religion sind. Jene zahlen zu den Glaubigen. Und Gott wird den Glaubigen einen großartigen Lohn zukommen lassen

    [147] Warum sollte Gott euch peinigen, wenn ihr dankbar und glaubig seid? Und Gott zeigt sich erkenntlich und weiß Bescheid

    [148] Gott liebt es nicht, daß jemand uber das Bose offentlich redet, es sei denn, es wurde ihm Unrecht getan. Gott hort und weiß alles

    [149] Ob ihr etwas Gutes offen zeigt oder geheimhaltet oder etwas Boses verzeiht, Gott ist voller Verzeihung und machtig

    [150] Diejenigen, die Gott und seine Gesandten verleugnen und zwischen Gott und seinen Gesandten unterscheiden wollen und sagen: «Wir glauben an die einen, verleugnen aber die anderen», und einen Weg dazwischen einschlagen wollen

    [151] Das sind die wahren Unglaubigen. Und Wir haben fur die Unglaubigen eine schmahliche Pein bereitet

    [152] Denen, die an Gott und seine Gesandten glauben und bei keinem von ihnen einen Unterschied machen, wird Er ihren Lohn zukommen lassen. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [153] Die Leute des Buches fordern von dir, daß du auf sie ein Buch vom Himmel herabsenden laßt. Sie haben von Mose etwas noch Großeres als dieses gefordert und gesagt: «Laß uns Gott offen sehen.» Da ergriff sie der Donnerschlag wegen ihrer Ungerechtigkeit. Dann nahmen sie sich das Kalb, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Wir verziehen das, und Wir gaben Mose eine offenkundige Ermachtigung

    [154] Und Wir hoben den Berg uber sie bei (der Entgegennahme) ihrer Verpflichtung empor und sprachen zu ihnen: «Betretet das Tor in der Haltung der Niederwerfung.» Und Wir sprachen zu ihnen: «Begeht am Sabbat keine Ubertretungen.» Und Wir nahmen von ihnen eine feste Verpflichtung entgegen

    [155] (Verflucht wurden sie,) weil sie ihre Verpflichtung brachen, die Zeichen Gottes verleugneten, die Propheten zu Unrecht toteten und sagten: «Unsere Herzen sind unbeschnitten» - vielmehr hat Gott sie wegen ihres Unglaubens versiegelt, so daß sie nur wenig glauben

    [156] Und weil sie unglaubig waren und gegen Maria eine gewaltige Verleumdung aussprachen

    [157] Und weil sie sagten: «Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getotet.» - Sie haben ihn aber nicht getotet, und sie haben ihn nicht gekreuzigt, sondern es erschien ihnen eine ihm ahnliche Gestalt. Diejenigen, die uber ihn uneins sind, sind im Zweifel uber ihn. Sie haben kein Wissen uber ihn, außer daß sie Vermutungen folgen. Und sie haben ihn nicht mit Gewißheit getotet

    [158] Sondern Gott hat ihn zu sich erhoben. Gott ist machtig und weise

    [159] Und es gibt keinen unter den Leuten des Buches, der nicht noch vor seinem Tod an ihn glauben wurde. Am Tag der Auferstehung wird er uber sie Zeuge sein

    [160] Und wegen der Ungerechtigkeit derer, die Juden sind, haben Wir ihnen kostliche Dinge verboten, die ihnen (sonst) erlaubt waren, und weil sie viele vom Weg Gottes nachdrucklich abweisen

    [161] Und weil sie Zins nehmen, obwohl er ihnen verboten ist; und weil sie das Vermogen der Menschen durch Betrug verzehren. Und Wir haben den Unglaubigen unter ihnen eine schmerzhafte Pein bereitet

    [162] Aber diejenigen von ihnen, die im Wissen fest gegrundet sind, und auch die Glaubigen glauben an das, was zu dir herabgesandt wurde und was vor dir herabgesandt wurde. Und denen, die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten und an Gott und den Jungsten Tag glauben, denen werden Wir einen großartigen Lohn zukommen lassen

    [163] Wir gaben dir eine Offenbarung, wie Wir Noach und den Propheten nach ihm offenbart haben. Und Wir offenbarten (auch) Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stammen, Jesus, Ijob, Jonas, Aaron und Salomo. Und Wir ließen David eine Schrift zukommen

    [164] Und (Wir schickten) Gesandte, von denen Wir dir fruher erzahlt haben, und (auch) Gesandte, von denen Wir dir nicht erzahlt haben - und Gott hat mit Mose wahrhaftig gesprochen

    [165] Gesandte als Freudenboten und Warner, damit die Menschen nach dem Auftreten der Gesandten keinen Beweisgrund gegen Gott haben. Und Gott ist machtig und weise

    [166] Gott bezeugt, was Er zu dir herabgesandt hat. Er hat es mit seinem Wissen herabgesandt. Auch die Engel bezeugen es. Und Gott genugt als Zeuge

    [167] Diejenigen, die unglaubig sind und vom Weg Gottes abweisen, sind weit abgeirrt

    [168] Denen, die unglaubig sind und Unrecht tun, wird Gott unmoglich vergeben, und Er wird sie unmoglich einen rechten Weg fuhren

    [169] Es sei denn den Weg zur Holle, darin werden sie auf immer ewig weilen. Und dies ist Gott ein leichtes

    [170] O ihr Menschen, der Gesandte ist von eurem Herrn mit der Wahrheit zu euch gekommen. So glaubt, das ist besser fur euch. Wenn ihr unglaubig bleibt, so gehort Gott doch (alles), was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [171] O ihr Leute des Buches, ubertreibt nicht in eurer Religion und sagt uber Gott nur die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn Marias, ist doch nur der Gesandte Gottes und sein Wort, das Er zu Maria hinuberbrachte, und ein Geist von Ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht: Drei. Hort auf, das ist besser fur euch. Gott ist doch ein einziger Gott. Preis sei Ihm, und erhaben ist Er daruber, daß Er ein Kind habe. Er hat, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott genugt als Sachwalter

    [172] Christus wird es sicher nicht aus Widerwillen ablehnen, Diener Gottes zu sein, und auch nicht die in die Nahe (Gottes) zugelassenen Engel. Wenn einer es aus Widerwillen ablehnt, Ihm zu dienen, und sich hochmutig zeigt, so wird Gott doch sie allesamt zu sich versammeln

    [173] Denen nun, die glauben und die guten Werke tun, wird Er ihren Lohn voll erstatten, und Er wird ihnen von seiner Huld noch mehr geben. Diejenigen aber, die Widerwillen zeigen und sich hochmutig verhalten, wird Er mit einer schmerzhaften Pein peinigen. Und sie werden fur sich anstelle Gottes weder Freund noch Helfer finden

    [174] O ihr Menschen, gekommen ist nunmehr zu euch ein Beweis von eurem Herrn. Und Wir haben zu euch ein offenkundiges Licht hinabgesandt

    [175] Diejenigen nun, die an Gott glauben und an Ihm festhalten, wird Er in seine Barmherzigkeit und Huld eingehen lassen und auf einem geraden Weg zu sich fuhren

    [176] Sie fragen dich um Rechtsauskunft. Sprich: Gott gibt euch eine Rechtsauskunft uber die seitliche Verwandtschaft. Wenn jemand stirbt, ohne ein Kind zu haben, und er eine Schwester hat, dann steht ihr die Halfte dessen, was er hinterlaßt, zu. Und er beerbt sie, wenn sie kein Kind hat. Wenn es zwei (Schwestern) sind, stehen ihnen zwei Drittel dessen, was er hinterlaßt, zu. Wenn es Geschwister sind, Manner und Frauen, dann steht dem mannlichen Geschwister soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu. Gott macht es euch deutlich, damit ihr nicht irregeht. Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    Surah 5
    Der Tisch

    [1] O ihr, die ihr glaubt, erfullt die Vertrage. Erlaubt ist euch das Herdenvieh außer dem, was euch bekanntgemacht wird; und ihr sollt, wahrend ihr im Weihezustand seid, das Jagdwild nicht fur erlaubt halten. Gott entscheidet, was Er will

    [2] O ihr, die ihr glaubt, verletzt den sakralen Charakter weder der Kultzeichen Gottes noch des heiligen Monats, noch der Opfertiere und der Halsgehange noch derer, die sich zum heiligen Haus begeben im Streben nach Huld und Wohlgefallen von ihrem Herrn. Wenn ihr den Weihezustand abgelegt habt, dann durft ihr jagen. Und der Haß gegen bestimmte Leute, weil sie euch von der heiligen Moschee abgewiesen haben, soll euch nicht dazu verleiten, Ubertretungen zu begehen. Helft einander zur Frommigkeit und Gottesfurcht, und helft einander nicht zur Sunde und Ubertretung. Und furchtet Gott. Gott verhangt eine harte Strafe

    [3] Verboten ist euch Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, woruber ein anderer als Gott angerufen worden ist, und Ersticktes, Erschlagenes, Gesturztes, Gestoßenes und das, was ein wildes Tier angefressen hat - ausgenommen das, was ihr schachtet -, und das, was auf Opfersteinen geschlachtet worden ist. Und (verboten ist) auch, daß ihr mit Pfeilen das Los werft. Das ist Frevel. Heute sind diejenigen, die unglaubig sind, an eurer Religion verzweifelt, so furchtet sie nicht, sondern furchtet Mich. Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und meine Gnade an euch vollendet, und Ich habe daran Gefallen, daß der Islam eure Religion sei. Wenn aber einer aus Hunger gezwungen wird, ohne zu einer Sunde hinzuneigen, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [4] Sie fragen dich, was ihnen erlaubt ist. Sprich: Erlaubt sind euch die kostlichen Dinge. Wenn ihr Jagdtiere abrichtet, indem ihr sie von dem lehrt, was Gott euch gelehrt hat, dann eßt von dem, was sie fur euch fassen, und erwahnt den Namen Gottes daruber. Und furchtet Gott. Gott ist schnell im Abrechnen

    [5] Heute sind euch die kostlichen Dinge erlaubt. Die Speise derer, denen das Buch zugekommen ist, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt. (Erlaubt sind) auch die unter Schutz gestellten glaubigen Frauen und die unter Schutz gestellten Frauen aus den Reihen derer, denen vor euch das Buch zugekommen ist, wenn ihr ihnen ihren Lohn zukommen laßt und mit ihnen in der Absicht lebt, (sie) unter Schutz zu stellen, nicht Unzucht zu treiben und (sie) nicht als heimliche Konkubinen zu nehmen. Und wer den Glauben leugnet, dessen Werk ist wertlos, und im Jenseits gehort er zu den Verlierern

    [6] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet hinstellt, so wascht (vorher) euer Gesicht und eure Hande bis zu den Ellbogen und streicht euch uber den Kopf, und (wascht) eure Fuße bis zu den Knocheln. Und wenn ihr sexuell verunreinigt seid, dann reinigt euch. Und wenn ihr krank oder auf Reisen seid, oder wenn einer von euch vom Abort kommt, oder wenn ihr die Frauen beruhrt habt und ihr kein Wasser findet, dann sucht einen sauberen Boden und streicht euch davon uber das Gesicht und die Hande. Gott will euch keine Bedrangnis auferlegen, sondern Er will euch rein machen und seine Gnade an euch vollenden, auf daß ihr dankbar seid

    [7] Und gedenket der Gnade Gottes zu euch und der Verpflichtung, durch die Er euch gebunden hat, als ihr sagtet: «Wir horen und wir gehorchen.» Und furchtet Gott. Gott weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [8] O ihr, die ihr glaubt, tretet fur Gott ein und legt Zeugnis fur die Gerechtigkeit ab. Und der Haß gegen bestimmte Leute soll euch nicht dazu verleiten, nicht gerecht zu sein. Seid gerecht, das entspricht eher der Gottesfurcht. Und furchtet Gott. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [9] Gott hat denen, die glauben und die guten Werke tun, versprochen: Bestimmt ist fur sie Vergebung und großartiger Lohn

    [10] Und diejenigen, die nicht glauben und unsere Zeichen fur Luge erklaren, das sind die Gefahrten der Holle

    [11] O ihr, die ihr glaubt, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als gewisse Leute im Begriff waren, ihre Hande nach euch auszustrecken, und Er ihre Hande von euch zuruckhielt. Und furchtet Gott. Auf Gott sollen die Glaubigen vertrauen

    [12] Gott nahm die Verpflichtung der Kinder Israels entgegen. Und Wir ließen aus ihren Reihen zwolf Vorgesetzte erstehen. Und Gott sprach: «Ich bin mit euch. Wenn ihr das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet, an meine Gesandten glaubt und ihnen beisteht und Gott ein schones Darlehn leiht, werde Ich euch eure Missetaten suhnen, und Ich werde euch in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen. Wer von euch hierauf unglaubig wird, der ist vom rechten Weg abgeirrt.»

    [13] Weil sie aber ihre Verpflichtung brachen, haben Wir sie verflucht und ihre Herzen verstockt gemacht. Sie entstellen den Sinn der Worte. Und sie vergaßen einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. Und du wirst immer wieder Verrat von ihrer Seite erfahren - bis auf wenige von ihnen. Aber verzeih ihnen und laß es ihnen nach. Gott liebt die Rechtschaffenen

    [14] Und von denen, die sagen: «Wir sind Christen», nahmen Wir ihre Verpflichtung entgegen. Sie vergaßen einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Gott wird ihnen kundtun, was sie zu machen pflegten

    [15] O ihr Leute des Buches, unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch vieles von dem, was ihr vom Buch geheimgehalten habt, deutlich zu machen und um vieles zu ubergehen. Gekommen ist zu euch von Gott ein Licht und ein offenkundiges Buch

    [16] Mit dem Gott diejenigen, die seinem Wohlgefallen nachgehen, die Wege des Friedens leitet und sie aus den Finsternissen ins Licht herausbringt mit seiner Erlaubnis; und Er leitet sie zu einem geraden Weg

    [17] Unglaubig sind gewiß diejenigen, die sagen: «Gott ist Christus, der Sohn Marias.» Sprich: Wer vermag denn gegen Gott uberhaupt etwas auszurichten, wenn Er Christus, den Sohn Marias, und seine Mutter und diejenigen, die auf der Erde sind, allesamt verderben lassen will? Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Er erschafft, was Er will. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [18] Die Juden und die Christen sagen: «Wir sind die Sohne Gottes und seine Lieblinge.» Sprich: Warum peinigt Er euch dann fur eure Sunden? Nein, ihr seid Menschen von denen, die Er erschaffen hat. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Zu Ihm fuhrt der Lebensweg

    [19] O ihr Leute des Buches, unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch in einer Zeit, in der die Propheten ausgeblieben sind, Klarheit zu bringen, damit ihr nicht sagt: «Zu uns ist kein Freudenbote und kein Warner gekommen.» Zu euch ist ein Freudenbote und ein Warner gekommen. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [20] Und als Mose zu seinem Volk sagte: «Mein Volk, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als Er in eurer Mitte Propheten einsetzte und euch zu Konigen machte und euch zukommen ließ, was Er niemandem von den Weltenbewohnern hat zukommen lassen

    [21] O mein Volk, tretet in das heilige Land ein, das Gott euch bestimmt hat. Und kehrt nicht den Rucken, sonst wurdet ihr als Verlierer umkehren.»

    [22] Sie sagten: «O Mose, in ihm sind gewaltige Leute. Wir werden es nie betreten, solange sie nicht aus ihm herausgehen. Wenn sie aus ihm herausgehen, dann treten wir ein.»

    [23] Zwei Manner von den Gottesfurchtigen, welche Gott begnadet hatte, sagten: «Tretet durch das Tor gegen sie ein; wenn ihr dadurch eintretet, werdet ihr Sieger sein. Und auf Gott sollt ihr vertrauen, so ihr Glaubige seid.»

    [24] Sie sagten: «O Mose, wir werden es nie und nimmer betreten, solange sie darin sind. Geh du und dein Herr und kampft. Wir bleiben hier sitzen.»

    [25] Er sagte: «Mein Herr, ich habe nur mich selbst und meinen Bruder. So scheide uns von den frevlerischen Leuten.»

    [26] Er sprach: «Verwehrt sei es ihnen vierzig Jahre, in denen sie auf der Erde umherziehen. So sei nicht betrubt uber die frevlerischen Leute.»

    [27] Und verlies ihnen den Bericht uber die zwei Sohne Adams der Wahrheit entsprechend. Als sie ein Opfer darbrachten. Es wurde von dem einen angenommen und von dem anderen nicht angenommen. Der sagte: «Ich schlage dich tot.» Er sagte: «Gott nimmt es an nur von den Gottesfurchtigen

    [28] Auch wenn du deine Hand nach mir ausstreckst, um mich zu toten, so werde ich meine Hand nicht nach dir ausstrecken, um dich zu toten. Ich furchte Gott, den Herrn der Welten

    [29] Ich will, daß du meine Sunde und deine Sunde auf dich ladst und so zu den Gefahrten des Feuers gehorst. Das ist die Vergeltung fur die, die Unrecht tun.»

    [30] Seine Seele machte ihn willig, seinen Bruder zu toten. Er totete ihn und wurde einer der Verlierer

    [31] Gott schickte einen Raben, der in der Erde scharrte, um ihm zu zeigen, wie er die Leiche seines Bruders bedecken konne. Er sagte: «Wehe mir! Bin ich nicht fahig, wie dieser Rabe zu sein und die Leiche meines Bruders zu bedecken?» So wurde er einer von denen, die bereuen

    [32] Aus diesem Grund haben Wir den Kindern Israels vorgeschrieben: Wenn einer jemanden totet, jedoch nicht wegen eines Mordes oder weil er auf der Erde Unheil stiftet, so ist es, als hatte er die Menschen alle getotet. Und wenn jemand ihn am Leben erhalt, so ist es, als hatte er die Menschen alle am Leben erhalten. Unsere Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Aber viele von ihnen verhalten sich nach alledem maßlos auf der Erde

    [33] Die Vergeltung fur die, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg fuhren und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften, soll dies sein, daß sie getotet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hande und Fuße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist fur sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits ist fur sie eine gewaltige Pein bestimmt

    [34] Außer denen, die umkehren, bevor ihr euch ihrer bemachtigt. Und wißt, daß Gott voller Vergebung und barmherzig ist

    [35] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott und sucht ein Mittel, zu Ihm zu gelangen, und setzt euch auf seinem Weg ein, auf daß es euch wohl ergehe

    [36] Wenn diejenigen, die unglaubig sind, alles hatten, was auf der Erde ist, und noch einmal das gleiche dazu, um sich damit von der Pein des Tages der Auferstehung loszukaufen, es wurde nicht von ihnen angenommen werden. Und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [37] Sie wollen aus dem Feuer herauskommen. Sie konnen aber nicht aus ihm herauskommen. Und bestimmt ist fur sie eine bestandige Pein

    [38] Und hackt dem Dieb und der Diebin die Hande ab zur Vergeltung fur das, was sie erworben haben, dies als abschreckende Strafe von Seiten Gottes. Und Gott ist machtig und weise

    [39] Wenn aber einer, nachdem er Unrecht getan hat, umkehrt und Besserung zeigt, wird Gott sich gewiß ihm zuwenden. Gott ist ja voller Vergebung und barmherzig

    [40] Weißt du nicht, daß Gott die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde gehort? Er peinigt, wen Er will, und Er vergibt, wem Er will. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [41] O Gesandter, laß dich nicht durch die betruben, die im Unglauben miteinander wetteifern, aus den Reihen derer, die mit dem Mund sagen: «Wir glauben», wahrend ihre Herzen nicht glauben. Unter denen, die Juden sind, gibt es welche, die auf Lugen horen und auf andere Leute, die nicht zu dir gekommen sind, horen. Sie entstellen den Sinn der Worte und sagen: «Wenn euch dies gebracht wird, nehmt es an; wenn es euch aber nicht gebracht wird, dann seid auf der Hut.» Wen Gott der Versuchung preisgeben will, fur den vermagst du gegen Gott uberhaupt nichts auszurichten. Das sind die, deren Herzen Gott nicht rein machen will. Bestimmt ist fur sie im Diesseits Schande und im Jenseits eine gewaltige Pein

    [42] Sie horen auf Lugen, und sie verzehren unrechtmaßig erworbenes Gut. Wenn sie zu dir kommen, so urteile zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Wenn du dich von ihnen abwendest, werden sie dir nichts schaden; wenn du urteilst, dann urteile zwischen ihnen nach Gerechtigkeit. Gott liebt die, die gerecht handeln

    [43] Wie konnen sie dich zum Schiedsrichter machen, wo sie doch die Tora besitzen, in der das Urteil Gottes enthalten ist, und sich hierauf nach alledem abkehren? Diese sind keine (richtigen) Glaubigen

    [44] Wir haben die Tora hinabgesandt, in der Rechtleitung und Licht enthalten sind, damit die Propheten, die gottergeben waren, fur die, die Juden sind, (danach) urteilen, und so auch die Rabbiner und die Gelehrten, aufgrund dessen, was ihnen vom Buche Gottes anvertraut wurde und woruber sie Zeugen waren. So furchtet nicht die Menschen, sondern furchtet Mich. Und verkauft nicht meine Zeichen fur einen geringen Preis. Diejenigen, die nicht nach dem urteilen, was Gott herabgesandt hat, das sind die Unglaubigen

    [45] Und wir haben ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn; und auch fur Verwundungen gilt die Wiedervergeltung. Wer aber dies als Almosen erlaßt, dem ist es eine Suhne. Diejenigen, die nicht nach dem urteilen, was Gott herabgesandt hat, das sind die, die Unrecht tun

    [46] Und Wir ließen nach ihnen Jesus, den Sohn Marias, folgen, damit er bestatige, was von der Tora vor ihm vorhanden war. Und Wir ließen ihm das Evangelium zukommen, das Rechtleitung und Licht enthalt und das bestatigt, was von der Tora vor ihm vorhanden war, und als Rechtleitung und Ermahnung fur die Gottesfurchtigen

    [47] Die Leute des Evangeliums sollen nach dem urteilen, was Gott darin herabgesandt hat. Und diejenigen, die nicht nach dem urteilen, was Gott herabgesandt hat, das sind die Frevler

    [48] Und Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit es bestatige, was vom Buch vor ihm vorhanden war, und alles, was darin steht, fest in der Hand habe. Urteile nun zwischen ihnen nach dem, was Gott herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, damit du nicht von dem abweichst, was von der Wahrheit zu dir gekommen ist. Fur jeden von euch haben Wir eine Richtung und einen Weg festgelegt. Und wenn Gott gewollt hatte, hatte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Doch will Er euch prufen in dem, was Er euch hat zukommen lassen. So eilt zu den guten Dingen um die Wette. Zu Gott werdet ihr allesamt zuruckkehren, dann wird Er euch das kundtun, woruber ihr uneins waret

    [49] Und urteile zwischen ihnen nach dem, was Gott herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen. Und hute dich vor ihnen, daß sie dich nicht verfuhren und abweichen lassen von einem Teil dessen, was Wir zu dir hinabgesandt haben. Wenn sie sich abkehren, so wisse, daß Gott sie wegen eines Teiles ihrer Sunden treffen will. Und gewiß sind viele von den Menschen Frevler

    [50] Wunschen sie etwa die Urteilsnorm der Zeit der Unwissenheit? Wer hat denn eine bessere Urteilsnorm als Gott fur Leute, die Gewißheit hegen

    [51] O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind untereinander Freunde. Wer von euch sie zu Freunden nimmt, gehort zu ihnen. Gott leitet ungerechte Leute gewiß nicht recht

    [52] Und du siehst, daß diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sich eilig um sie bemuhen; sie sagen: «Wir furchten, daß uns eine Schicksalswende trifft.» Moge Gott den Erfolg oder einen Befehl von sich her bringen, so daß sie bereuen, was sie in ihrem Inneren geheimhalten

    [53] Und diejenigen, die glauben, werden sagen: «Sind das die, die bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen haben, sie seien auf eurer Seite?» Ihre Werke sind wertlos, so daß sie nun zu Verlierern geworden sind

    [54] O ihr, die ihr glaubt, wenn einer von euch von seiner Religion abfallt, so wird Gott (anstelle der Abgefallenen) Leute bringen, die Er liebt und die Ihn lieben, die den Glaubigen gegenuber sich umganglich zeigen, den Unglaubigen gegenuber aber mit Kraft auftreten, die sich auf dem Weg Gottes einsetzen und den Tadel des Tadelnden nicht furchten. Das ist die Huld Gottes; Er laßt sie zukommen, wem Er will. Gott umfaßt und weiß alles

    [55] Euer Freund ist Gott, und sein Gesandter, und auch diejenigen, die glauben, die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, wahrend sie sich verneigen

    [56] Wer sich Gott und seinen Gesandten und diejenigen, die glauben, zu Freunden nimmt (gehort zu ihnen): Die Partei Gottes sind die Obsiegenden

    [57] O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch aus den Reihen derer, denen das Buch vor euch zugekommen ist, nicht diejenigen, die eure Religion zum Gegenstand von Spott und Spiel nehmen, und auch nicht die Unglaubigen zu Freunden. Und furchtet Gott, so ihr glaubig seid

    [58] Wenn ihr zum Gebet ruft, nehmen sie es zum Gegenstand von Spott und Spiel. Dies, weil sie Leute sind, die keinen Verstand haben

    [59] Sprich: O ihr Leute des Buches, was anderes laßt euch uns grollen, als daß wir an Gott glauben und an das, was zu uns herabgesandt wurde, und das, was zuvor herabgesandt wurde, und daß die meisten von euch Frevler sind

    [60] Sprich: Soll ich euch kundtun, was schlimmer ist als dies in bezug auf die Belohnung bei Gott? Diejenigen, die Gott verflucht hat und denen Er zurnt und aus deren Reihen Er einige zu Affen und Schweinen gemacht hat, und die den Gotzen dienen, diese befinden sich in einer schlimmeren Lage und sind vom rechten Weg weiter abgeirrt

    [61] Und wenn sie zu euch kommen, sagen sie: «Wir glauben.» Aber sie treten als Unglaubige ein und gehen als solche hinaus. Und Gott weiß besser Bescheid uber das, was sie verschweigen

    [62] Und du siehst, daß viele von ihnen in Sunde und Ubertretung und im Verzehren des unrechtmaßig Erworbenen wetteifern. Schlimm ist das, was sie zu tun pflegen

    [63] Wurden doch die Rabbiner und die Gelehrten ihnen die sundhaften Aussagen und das Verzehren des unrechtmaßig Erworbenen verbieten! Ja, schlimm ist das, was sie zu machen pflegen

    [64] Und die Juden sagen: «Die Hand Gottes ist gefesselt.» Ihre Hande seien gefesselt und sie seien verflucht fur das, was sie sagen! Nein, seine Hande sind ausgebreitet, und Er spendet, wie Er will. Und was zu dir von deinem Herrn herabgesandt wurde, wird sicher bei vielen von ihnen das Ubermaß ihres Frevels und den Unglauben noch mehren. Und Wir erregten unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer zum Krieg entfachen, loscht Gott es aus. Und sie reisen auf der Erde umher, um Unheil zu stiften. Gott liebt die Unheilstifter nicht

    [65] Wurden die Leute des Buches glauben und gottesfurchtig sein, Wir wurden ihnen ihre Missetaten suhnen und sie in die Garten der Wonne eingehen lassen

    [66] Und wurden sie die Tora und das Evangelium und das, was zu ihnen von ihrem Herrn herabgesandt wurde, einhalten, sie wurden von oben und unter ihren Fußen zu essen bekommen. Unter ihnen gibt es eine Gemeinde mit maßvollem Wandel. Was aber viele von ihnen betrifft, so ist schlimm, was sie tun

    [67] O Gesandter, richte aus, was zu dir von deinem Herrn herabgesandt wurde. Wenn du es nicht tust, dann hast du deine Botschaft nicht ausgerichtet. Gott schutzt dich vor den Menschen. Gott leitet gewiß die unglaubigen Leute nicht recht

    [68] Sprich: O ihr Leute des Buches, ihr entbehrt jeder Grundlage, bis ihr die Tora und das Evangelium und das, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt wurde, einhaltet. Und was von deinem Herrn zu dir herabgesandt wurde, wird sicher bei vielen von ihnen das Ubermaß ihres Frevels und den Unglauben noch mehren. So sei nicht betrubt uber die unglaubigen Leute

    [69] Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Sabier und die Christen, all die, die an Gott und den Jungsten Tag glauben und Gutes tun, haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [70] Und Wir nahmen die Verpflichtung der Kinder Israels entgegen und entsandten ihnen Gesandte. Jedesmal, wenn ihnen ein Gesandter etwas brachte, was sie nicht mochten, ziehen sie einen Teil (von ihnen) der Luge und toteten einen (anderen) Teil

    [71] Und sie meinten, es kame keine Versuchung. Sie waren blind und taub. Hierauf wandte sich Gott ihnen gnadig zu. Dann wurden sie (wieder) blind und taub, und zwar viele von ihnen. Und Gott sieht wohl, was sie tun

    [72] Unglaubig sind diejenigen, die sagen: «Gott ist Christus, der Sohn Marias», wo doch Christus gesagt hat: «O ihr Kinder Israels, dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn.» Wer Gott (andere) beigesellt, dem verwehrt Gott das Paradies. Seine Heimstatte ist das Feuer. Und die, die Unrecht tun, werden keine Helfer haben

    [73] Unglaubig sind diejenigen, die sagen: «Gott ist der Dritte von dreien», wo es doch keinen Gott gibt außer einem einzigen Gott. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhoren, so wird diejenigen von ihnen, die unglaubig sind, eine schmerzhafte Pein treffen

    [74] Wollen sie sich denn nicht reumutig Gott zuwenden und Ihn um Vergebung bitten? Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [75] Christus, der Sohn Marias, ist nichts anderes als ein Gesandter; vor ihm sind etliche Gesandte dahingegangen. Seine Mutter ist eine Wahrhaftige. Beide pflegten, Speise zu essen. Siehe, wie Wir ihnen die Zeichen deutlich machen, und dann siehe, wie sie sich abwenden lassen

    [76] Sprich: Wie konnt ihr anstelle Gottes dem dienen, was euch weder Schaden noch Nutzen bringen kann? Und Gott ist der, der alles hort und weiß

    [77] Sprich: O ihr Leute des Buches, ubertreibt nicht in eurer Religion uber die Wahrheit hinaus und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die fruher irregegangen sind und viele irregefuhrt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind

    [78] Verflucht wurden diejenigen von den Kindern Israels, die unglaubig waren, durch den Mund Davids und Jesu, des Sohnes Marias. Dies dafur, daß sie ungehorsam waren und immer wieder Ubertretungen begingen

    [79] Sie pflegten nicht einander das Verwerfliche, das sie taten, zu verbieten. Schlimm ist, was sie zu tun pflegten

    [80] Du siehst viele von ihnen die Unglaubigen zu Freunden nehmen. Schlimm ist das, was sie sich selbst vorausgeschickt haben, so daß Gott ihnen grollt; und sie werden in der Pein ewig weilen

    [81] Wurden sie an Gott und den Propheten und an das, was zu ihm herabgesandt wurde, glauben, hatten sie sie nicht zu Freunden genommen. Aber viele von ihnen sind Frevler

    [82] Du wirst sicher finden, daß unter den Menschen diejenigen, die den Glaubigen am starksten Feindschaft zeigen, die Juden und die Polytheisten sind. Und du wirst sicher finden, daß unter ihnen diejenigen, die den Glaubigen in Liebe am nachsten stehen, die sind, welche sagen: «Wir sind Christen.» Dies deshalb, weil es unter ihnen Priester und Monche gibt und weil sie nicht hochmutig sind

    [83] Wenn sie horen, was zu dem Gesandten herabgesandt wurde, siehst du ihre Augen von Tranen uberfließen wegen dessen, was sie nun von der Wahrheit kennen. Sie sagen: «Unser Herr, wir glauben. Verzeichne uns unter den Zeugen

    [84] Warum sollten wir nicht an Gott glauben und an das, was von der Wahrheit zu uns gekommen ist, und nicht erhoffen, daß unser Herr uns Eingang gewahrt mit den rechtschaffenen Leuten?»

    [85] Nun belohnt sie Gott fur das, was sie gesagt haben mit Garten, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Dies ist die Entlohnung der Rechtschaffenen

    [86] Diejenigen, die unglaubig sind und unsere Zeichen fur Luge erklaren, das sind die Gefahrten der Holle

    [87] O ihr, die ihr glaubt, erklart nicht fur verboten die kostlichen Dinge, die Gott euch erlaubt hat, und begeht keine Ubertretungen. Gott liebt die nicht, die Ubertretungen begehen

    [88] Und eßt von dem, was Gott euch beschert hat, so es erlaubt und kostlich ist. Und furchtet Gott, an den ihr eben glaubt

    [89] Gott belangt euch nicht wegen unbedachter Rede in euren Eiden. Aber Er belangt euch, wenn ihr euch in den Eiden fest bindet. Die Suhne dafur besteht darin, zehn Bedurftige mit dem zu bekostigen, womit ihr sonst eure Angehorigen bekostigt, oder sie zu kleiden oder einen Sklaven freizulassen. Wer es nicht vermag, der soll drei Tage fasten. Das ist die Suhne fur eure Eide, wenn ihr schwort. Und haltet eure Eide. So macht Gott euch seine Zeichen deutlich, auf daß ihr dankbar seid

    [90] O ihr, die ihr glaubt, der Wein, das Glucksspiel, die Opfersteine und die Lospfeile sind ein Greuel von Satans Werk. Meidet es, auf daß es euch wohl ergehe

    [91] Der Satan will ja durch Wein und Glucksspiel Feindschaft und Haß zwischen euch erregen und euch vom Gedenken Gottes und vom Gebet abbringen. Werdet ihr wohl nun aufhoren

    [92] Und gehorchet Gott und gehorchet dem Gesandten, und seid auf der Hut. Wenn ihr euch abkehrt, so wißt, unserem Gesandten obliegt nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft)

    [93] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, begehen im Hinblick auf das, was sie essen, kein Vergehen, wenn sie nur gottesfurchtig sind und glauben und die guten Werke tun, und weiter gottesfurchtig sind und glauben, und dann auch gottesfurchtig und rechtschaffen sind. Und Gott liebt die Rechtschaffenen

    [94] O ihr, die ihr glaubt, Gott wird euch prufen im Hinblick auf das Jagdwild, das eure Hande und eure Lanzen treffen, damit Gott feststellt, wer Ihn im Verborgenen furchtet. Wer danach Ubertretungen begeht, fur den ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [95] O ihr, die ihr glaubt, totet nicht das Jagdwild, wahrend ihr im Weihezustand seid. Wer es von euch vorsatzlich totet, hat als Auflage ein Stuck Vieh abzugeben, gleich dem, was er getotet hat - daruber sollen zwei gerechte Leute von euch urteilen -, dies als Opfertier, das die Kaba erreichen soll. Oder er hat als Suhne Bedurftige zu speisen oder das Entsprechende an Fasten zu leisten. (Dies,) damit er die schweren Folgen seines Verhaltens kostet. Gott verzeiht, was vorher geschah. Wer es aber wieder tut, an dem racht sich Gott. Und Gott ist machtig und ubt Rache

    [96] Erlaubt ist euch, die Tiere des Meeres zu jagen und sie zu essen zum Nutzen fur euch und fur die Reisenden, aber verboten ist euch, die Tiere des Festlandes zu jagen, wahrend ihr im Weihezustand seid. Und furchtet Gott, zu dem ihr versammelt werdet

    [97] Gott hat die Kaba, das heilige Haus, fur die Menschen zum Erfullungsort ihrer Kulthandlungen gemacht, sowie den heiligen Monat, die Opfertiere und die Halsgehange. Dies, damit ihr wißt, daß Gott weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und daß Gott uber alle Dinge Bescheid weiß

    [98] Wißt, Gott verhangt eine harte Strafe, und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [99] Dem Gesandten obliegt nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Gott weiß, was ihr offenlegt und was ihr verschweigt

    [100] Sprich: Nicht gleich sind das Verdorbene und das Kostliche, auch wenn die Menge des Verdorbenen dir gefallen sollte. So furchtet Gott, ihr Einsichtigen, auf daß es euch wohl ergehe

    [101] O ihr, die ihr glaubt, fragt nicht nach Dingen, die, wenn sie euch offengelegt wurden, euch weh taten, und die, wenn ihr zu der Zeit, da der Koran herabgesandt wird, danach fragt, euch offengelegt werden. Gott hat sie ubergangen. Und Gott ist voller Vergebung und mild

    [102] Danach haben Leute vor euch gefragt, und dann haben sie sie verleugnet

    [103] Gott hat keine Vorschriften festgelegt in bezug auf ohrgeschlitzte oder freiweidende Kamelstuten oder auf Schafe, die weiblichen Nachwuchs nacheinander werfen, oder auf Kamelhengste, die (dank ihrer Leistung) ihren Rucken (vor Traglast) schutzen. Aber diejenigen, die unglaubig sind, erdichten Lugen gegen Gott, und die meisten von ihnen haben keinen Verstand

    [104] Und wenn ihnen gesagt wird: «Kommt her zu dem, was Gott herabgesandt hat, und zum Gesandten», sagen sie: «Uns genugt, was wir bei unseren Vatern vorgefunden haben.» Was denn, auch wenn ihre Vater nichts gewußt haben und der Rechtleitung nicht gefolgt sind

    [105] O ihr, die ihr glaubt, kummert euch um euch selbst. Wer abirrt, kann euch nicht schaden, wenn ihr der Rechtleitung folgt. Zu Gott ist eure Heimkehr allesamt. Dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [106] O ihr, die ihr glaubt, wenn einer von euch im Sterben liegt und sein Testament machen will, so soll das Zeugnis unter euch erfolgen durch zwei gerechte Leute von euch - oder durch zwei andere, die nicht von euch sind, wenn ihr im Land umherwandert und euch das Todesungluck trifft. Ihr sollt sie nach dem Gebet festhalten, und sie sollen dann, wenn ihr Zweifel habt, bei Gott schworen: «Wir verkaufen es nicht fur irgendeinen Preis, auch wenn es sich um einen Verwandten handelt. Und wir verschweigen das Zeugnis Gottes nicht, sonst gehorten wir zu denen, die sich versundigen.»

    [107] Wenn man entdeckt, daß sie sich einer Sunde schuldig gemacht haben, sollen aus den Reihen derer, gegen die man sich versundigt hat, zwei andere, deren Erbrecht am ehesten feststeht, an ihre Stelle treten und bei Gott schworen: «Unser Zeugnis ist bestimmt wahrhaftiger als deren Zeugnis. Und wir haben keine Ubertretung begangen, sonst gehorten wir zu denen, die Unrecht tun.»

    [108] Das bewirkt eher, daß sie das Zeugnis seinem Inhalt entsprechend vorbringen oder eben furchten, daß nach ihren Eiden (andere) Eide zugelassen werden. Und furchtet Gott und hort zu. Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht

    [109] Am Tag, da Gott die Gesandten versammelt und dann spricht: «Was wurde euch geantwortet?» Sie sagen: «Wir haben kein Wissen (davon). Du bist der, der die unsichtbaren Dinge alle weiß.»

    [110] <Und als Gott sprach: «O Jesus, Sohn Marias, gedenke meiner Gnade zu dir und zu deiner Mutter, als Ich dich mit dem Geist der Heiligkeit starkte, so daß du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener sprachst; und als Ich dich das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde; und als du Blinde und Aussatzige mit meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit meiner Erlaubnis herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Israels von dir zuruckhielt, als du mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die unglaubig waren, sagten: >Das ist nichts als eine offenkundige Zauberei

    [111] Und als Ich den Jungern offenbarte: «Glaubt an Mich und an meinen Gesandten.» Sie sagten: «Wir glauben. Bezeuge, daß wir gottergeben sind.»

    [112] Als die Junger sagten: «O Jesus, Sohn Marias, kann dein Herr uns einen Tisch vom Himmel herabsenden?» Er sagte: «Furchtet Gott, so ihr glaubig seid.»

    [113] Sie sagten: «Wir wollen davon essen, so daß unsere Herzen Ruhe finden und daß wir wissen, daß du uns die Wahrheit gesagt hast, und daß wir zu denen gehoren, die daruber Zeugnis geben.»

    [114] Jesus, der Sohn Marias, sagte: «O Gott, unser Herr, sende auf uns einen Tisch vom Himmel herab, daß er fur uns, fur den ersten von uns und den letzten von uns, ein Fest sei, und ein Zeichen von Dir. Und versorge uns. Du bist der beste Versorger.»

    [115] Gott sprach: «Ich werde ihn auf euch hinabsenden. Wer von euch hernach unglaubig wird, den werde Ich mit einer Pein peinigen, mit der Ich keinen von den Weltenbewohnern peinige.»

    [116] <Und als Gott sprach: «O Jesus, Sohn Marias, warst du es, der zu den Menschen sagte: >Nehmt euch neben Gott mich und meine Mutter zu Gottern

    [117] <Ich habe ihnen nichts anderes gesagt als das, was Du mir befohlen hast, namlich: >Dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn. < Ich war Zeuge uber sie, solange ich unter ihnen weilte. Als Du mich abberufen hast, warst Du der Wachter uber sie. Und Du bist uber alle Dinge Zeuge>

    [118] Wenn Du sie peinigst, so sind sie deine Diener. Wenn Du ihnen vergibst, so bist Du der Machtige, der Weise.»

    [119] Gott sprach: «Das ist der Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit nutzen wird. Bestimmt sind fur sie Garten, unter denen Bache fließen, darin werden sie auf immer ewig weilen. Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Dies ist der großartige Erfolg.»

    [120] Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was in ihnen ist. Und Er hat Macht zu allen Dingen

    Surah 6
    Das Vieh

    [1] Lob sei Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen und die Finsternisse und das Licht gemacht hat! Dennoch setzen diejenigen, die unglaubig sind, ihrem Herrn (andere) gleich

    [2] Er ist es, der euch aus Ton erschaffen und dann eine Frist beschlossen hat. Und eine bestimmte Frist ist bei Ihm festgesetzt. Dennoch zweifelt ihr daran

    [3] Er ist Gott in den Himmeln und auf der Erde. Er weiß, was ihr geheimhaltet und was ihr offen bekundet, und Er weiß, was ihr erwerbt

    [4] Kein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn kommt zu ihnen, ohne daß sie sich davon abwenden

    [5] So erklarten sie die Wahrheit fur Luge, als sie zu ihnen kam. Aber zu ihnen werden die Berichte gelangen uber das, woruber sie immer wieder gespottet haben

    [6] Haben sie denn nicht gesehen, wie viele Generationen Wir vor ihnen haben verderben lassen? Wir haben ihnen auf der Erde eine feste Stellung verliehen, die Wir euch nicht verliehen haben. Und Wir haben den Himmel uber sie ergiebig regnen lassen und die Bache unter ihnen fließen lassen. Aber Wir haben sie fur ihre Sunden verderben und nach ihnen eine andere Generation entstehen lassen

    [7] Hatten Wir auf dich ein Buch auf Papyrus hinabgesandt und wurden sie es mit ihren Handen beruhren, wurden diejenigen, die unglaubig sind, dennoch sagen: «Dies ist nichts als offenkundige Zauberei.»

    [8] Und sie sagen: «Ware ein Engel auf ihn herabgesandt worden!» Wurden Wir einen Engel hinabsenden, ware die Angelegenheit dann entschieden, und ihnen wird dann kein Aufschub gewahrt

    [9] Auch wenn Wir ihn zu einem Engel gemacht hatten, Wir hatten ihn (doch) zu einem Mann gemacht und hatten ihnen (noch weiter) verhullt, was sie sich ja selbst verhullen

    [10] Gespottet wurde schon vor dir uber Gesandte. Da umschloß diejenigen, die sie verhohnt hatten, das, woruber sie spotteten

    [11] Sprich: Zieht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die (die Botschaft) fur Luge erklart haben

    [12] Sprich: Wem gehort, was in den Himmeln und auf der Erde ist? Sprich: (Es gehort) Gott. Vorgeschrieben hat Er sich selbst die Barmherzigkeit. Er wird euch zum Tag der Auferstehung versammeln, an dem kein Zweifel moglich ist. Diejenigen, die sich selbst verloren haben, die glauben eben nicht

    [13] Ihm gehort, was in der Nacht und am Tag besteht. Er ist der, der alles hort und weiß

    [14] Sprich: Sollte ich mir zum Freund einen anderen als Gott nehmen, den Schopfer der Himmel und der Erde, der Speise gibt und dem niemand Speise geben kann? Sprich: Mir ist befohlen worden, der erste von denen zu sein, die gottergeben sind, und: «Sei nicht einer der Polytheisten.»

    [15] Sprich: Ich furchte, wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines gewaltigen Tages

    [16] Von wem sie an jenem Tag abgewehrt wird, dessen hat Er sich erbarmt. Und das ist der offenkundige Erfolg

    [17] Wenn Gott dich einen Schaden erleiden laßt, so gibt es niemanden, der ihn beheben konnte, außer Ihm. Und wenn Er dich Gutes erfahren laßt, so hat Er Macht zu allen Dingen

    [18] Er ist der, der bezwingende Macht uber seine Diener besitzt, und Er ist der, der weise ist und Kenntnis von allem hat

    [19] Sprich: Was gilt als das großte Zeugnis? Sprich: Gott ist Zeuge zwischen mir und euch. Dieser Koran ist mir offenbart, damit ich euch und auch jeden, den er erreicht, durch ihn warne. Wollt ihr wirklich bezeugen, daß es neben Gott andere Gotter gibt? Sprich: Ich bezeuge (es) nicht. Sprich: Er ist nur ein einziger Gott, und ich bin unschuldig an dem, was ihr (Ihm) beigesellt

    [20] Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, kennen es, wie sie ihre Sohne kennen. Diejenigen, die sich selbst verloren haben, die glauben eben nicht

    [21] Und wer ist denn ungerechter, als wer gegen Gott eine Luge erdichtet oder seine Zeichen fur Luge erklart? Denen, die Unrecht tun, wird es sicher nicht wohl ergehen

    [22] Und am Tag, da Wir sie alle versammeln. Dann sprechen Wir zu denen, die Polytheisten waren: Wo sind denn eure Teilhaber, die ihr immer wieder angegeben habt

    [23] Dann wird die Folge ihrer Verwirrung nur sein, daß sie sagen: «Bei Gott, unserem Herrn, wir waren keine Polytheisten.»

    [24] Schau, wie sie sich selbst belugen und wie ihnen entschwunden ist, was sie zu erdichten pflegten

    [25] Und unter ihnen gibt es welche, die dir zuhoren. Aber Wir haben auf ihre Herzen Hullen gelegt, so daß sie es nicht begreifen, und in ihre Ohren Schwerhorigkeit. Sie mogen jedes Zeichen sehen, sie glauben nicht daran. Und so, wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen diejenigen, die unglaubig sind: «Das sind nichts als die Fabeln der Fruheren.»

    [26] Und sie verwehren es (den Leuten), und sie selbst entfernen sich davon. Sie bringen nur Verderben uber sich selbst, und sie merken es nicht

    [27] Konntest du nur zuschauen, wenn sie vor das Feuer gestellt werden und sagen: «O wurden wir doch zuruckgebracht werden! Wir wurden dann nicht die Zeichen unseres Herrn fur Luge erklaren, und wir wurden zu den Glaubigen gehoren»

    [28] Vielmehr ist ihnen klar geworden, was sie fruher geheimgehalten haben. Wurden sie zuruckgebracht, sie wurden zu dem zuruckkehren, was ihnen verboten wurde. Sie sind ja Lugner

    [29] Und sie sagen: «Es gibt nur unser diesseitiges Leben, und wir werden nicht auferweckt.»

    [30] Konntest du nur zuschauen, wenn sie vor ihren Herrn gestellt werden und Er spricht: «Ist dies nicht die Wahrheit?» Sie sagen: «Doch, bei unserem Herrn!» Er spricht: «Kostet nun die Pein dafur, daß ihr unglaubig waret.»

    [31] Den Verlust haben diejenigen, die die Begegnung mit Gott fur Luge erklaren, so daß sie, wenn die Stunde plotzlich uber sie kommt, sagen: «O welch ein Bedauern, daß wir sie nicht beachtet haben!» Sie tragen ihre Lasten auf ihrem Rucken. O schlimm ist das, was sie da tragen werden

    [32] Das diesseitige Leben ist nur Spiel und Zerstreuung. Die jenseitige Wohnstatte ist gewiß besser fur die, die gottesfurchtig sind. Habt ihr denn keinen Verstand

    [33] Wir wissen wohl, daß dich betrubt, was sie sagen. Aber nicht dich zeihen sie der Luge, sondern die, die Unrecht tun, leugnen ja die Zeichen Gottes

    [34] Der Luge wurden schon vor dir Gesandte geziehen. Und sie ertrugen es mit Geduld, daß sie der Luge geziehen wurden und daß ihnen Leid zugefugt wurde, bis unsere Unterstutzung zu ihnen kam. Niemand wird die Worte Gottes abandern konnen. Zu dir ist doch etwas vom Bericht uber die Gesandten gekommen

    [35] Und wenn du schwer daran tragst, daß sie sich abwenden, und wenn du imstande bist, einen Schacht in die Erde oder eine Leiter in den Himmel zu suchen und ihnen dann ein Zeichen vorzubringen... Wenn Gott gewollt hatte, hatte Er sie in der Rechtleitung vereint. Sei also nicht einer der Torichten

    [36] Nur jene konnen antworten, die zuhoren. Die Toten wird Gott auferwecken. Dann werden sie zu Ihm zuruckgebracht

    [37] Und sie sagen: «Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt wurde!» Sprich: Gott hat dazu die Macht, ein Zeichen herabzusenden. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [38] Es gibt keine Tiere auf der Erde und keine Vogel, die mit ihren Flugeln fliegen, die nicht Gemeinschaften waren gleich euch. Wir haben im Buch nichts ubergangen. Dann werden sie zu ihrem Herrn versammelt

    [39] Und diejenigen, die unsere Zeichen fur Luge erklaren, sind taub, stumm, in Finsternissen. Gott fuhrt irre, wen Er will, und wen Er will, den bringt Er auf einen geraden Weg

    [40] Sprich: Was meint ihr? Wenn die Pein Gottes uber euch kommt oder die Stunde uber euch kommt, werdet ihr dann andere anrufen als Gott, so ihr die Wahrheit sagt

    [41] Nein, Ihn werdet ihr anrufen. Dann wird Er das beheben, weswegen ihr (Ihn) anruft, wenn Er will, und ihr werdet vergessen, was ihr (Ihm) beigesellt

    [42] Und Wir haben vor dir zu Gemeinschaften (Gesandte) geschickt und sie mit Not und Leid heimgesucht, auf daß sie sich vielleicht demutigen

    [43] Hatten sie sich doch gedemutigt, als unsere Schlagkraft uber sie kam! Aber ihre Herzen verharteten sich, und der Satan machte ihnen verlockend, was sie zu tun pflegten

    [44] Und als sie das vergaßen, womit sie ermahnt worden waren, offneten Wir ihnen die Tore zu allen Dingen. Als sie sich dann uber das freuten, was ihnen zuteil wurde, suchten Wir sie plotzlich heim. Da waren sie ganz verzweifelt

    [45] So wurde der letzte Rest der Leute, die Unrecht taten, ausgemerzt. Und Lob sei Gott, dem Herrn der Welten

    [46] Sprich: Was meint ihr? Wenn Gott euer Gehor und euer Augenlicht fortnahme und euer Herz versiegelte, welcher Gott außer Gott konnte es euch zuruckbringen? Schau, wie Wir die Zeichen auf verschiedene Weise darlegen, dennoch kehren sie sich ab

    [47] Sprich: Was meint ihr? Wenn die Pein Gottes plotzlich oder offen uber euch kommt, wer wird wohl verderben außer den Leuten, die Unrecht tun

    [48] Und Wir senden die Gesandten nur als Freudenboten und Warner. Diejenigen nun, die glauben und Besserung bringen, haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [49] Diejenigen aber, die unsere Zeichen fur Luge erklaren, wird die Pein treffen dafur, daß sie immer wieder gefrevelt haben

    [50] Sprich: Ich sage euch nicht, ich hatte die Vorratskammern Gottes, und ich kenne auch nicht das Unsichtbare. Und ich sage euch nicht, ich sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Sprich: Sind etwa der Blinde und der Sehende gleich? Wollt ihr denn nicht nachdenken

    [51] Und warne damit diejenigen, die furchten, zu ihrem Herrn versammelt zu werden - außer Ihm haben sie weder Freund noch Fursprecher -, auf daß sie gottesfurchtig werden

    [52] Und vertreibe diejenigen nicht, die morgens und abends ihren Herrn anrufen in der Suche nach seinem Antlitz. Dir obliegt in keiner Weise, sie zur Rechenschaft zu ziehen, und ihnen obliegt in keiner Weise, dich zur Rechenschaft zu ziehen, so daß du sie vertreiben durftest. Sonst wurdest du zu denen gehoren, die Unrecht tun

    [53] Und so haben Wir die einen durch die anderen der Versuchung ausgesetzt, damit sie sagen: «Hat Gott gerade diesen da aus unserer Mitte eine Wohltat erwiesen?» Weiß nicht Gott besser Bescheid uber die, die dankbar sind

    [54] Und wenn diejenigen, die an unsere Zeichen glauben, zu dir kommen, so sprich: Friede uber euch! Euer Herr hat sich selbst die Barmherzigkeit vorgeschrieben: Wenn nun einer von euch aus Unwissenheit Boses tut, aber danach umkehrt und Besserung zeigt, so ist Er voller Vergebung und barmherzig

    [55] So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar, auch damit der Weg der Ubeltater offenkundig wird

    [56] Sprich: Mir ist verboten worden, denen zu dienen, die ihr anstelle Gottes anruft. Sprich: Ich folge nicht euren Neigungen. Sonst ware ich abgeirrt, und ich wurde nicht zu denen zahlen, die der Rechtleitung folgen

    [57] Sprich: Ich berufe mich auf ein deutliches Zeichen von meinem Herrn, aber ihr erklart es fur Luge. Ich verfuge nicht uber das, was ihr zu beschleunigen wunscht. Das Urteil gehort Gott allein. Er erzahlt die Wahrheit, und Er ist der Beste derer, die entscheiden

    [58] Sprich: Wurde ich uber das verfugen, was ihr zu beschleunigen wunscht, ware die Angelegenheit zwischen mir und euch bereits entschieden. Und Gott weiß besser Bescheid uber die, die Unrecht tun

    [59] Er verfugt uber die Schlussel des Unsichtbaren. Niemand außer Ihm weiß uber sie Bescheid. Und Er weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein Blatt fallt, ohne daß Er daruber Bescheid weiß; und es gibt kein Korn in den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, ohne daß es in einem offenkundigen Buch stunde

    [60] Er ist es, der euch bei Nacht abberuft und weiß, was ihr bei Tag begangen habt; und dann erweckt Er euch an ihm, damit eine bestimmte Frist erfullt wird. Dann wird eure Ruckkehr zu Ihm sein, und dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [61] Er ist der, der bezwingende Macht uber seine Diener besitzt. Und Er entsendet Huter uber euch, so daß, wenn der Tod zu einem von euch kommt, unsere Boten ihn abberufen, und sie ubergehen nichts

    [62] Dann werden sie zu Gott, ihrem wahren Herrscher, zuruckgebracht. Ja, Ihm gehort das Urteil, und Er ist der Schnellste derer, die abrechnen

    [63] Sprich: Wer errettet euch aus den Finsternissen des Festlandes und des Meeres, wenn ihr Ihn in (sichtbarer) Demut und im Verborgenen anruft: «Wenn Er uns hieraus rettet, werden wir sicher zu den Dankbaren gehoren»

    [64] Sprich: Gott errettet euch daraus und aus jeder Trubsal. Ihr aber gesellt (Ihm) weiterhin (andere) bei

    [65] Sprich: Er ist es, der dazu die Macht hat, uber euch eine Pein von oben oder unter euren Fußen zu schicken, oder euch in Parteien durcheinanderzubringen und die einen von euch die Schlagkraft der anderen erleiden zu lassen. Schau, wie Wir die Zeichen auf verschiedene Weise darlegen, auf daß sie die Sache begreifen

    [66] Dein Volk erklart es fur Luge, obwohl es die Wahrheit ist. Sprich: Ich bin nicht als Sachwalter uber euch eingesetzt

    [67] Jeder Bericht wird seine Bestatigung finden, und ihr werdet es noch zu wissen bekommen

    [68] Und wenn du diejenigen siehst, die auf unsere Zeichen (spottend) eingehen, dann wende dich von ihnen ab, bis sie auf ein anderes Gesprach eingehen. Und wenn dich der Satan vergessen laßt, dann sollst du, nachdem du dich wieder daran erinnert hast, nicht mit den Leuten zusammensitzen, die Unrecht tun

    [69] Denjenigen, die gottesfurchtig sind, obliegt in keiner Weise, sie zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist nur eine Ermahnung, auf daß sie gottesfurchtig werden

    [70] Und laß diejenigen sitzen, die ihre Religion zum Gegenstand von Spiel und Zerstreuung nehmen und die das diesseitige Leben betort. Und ermahne durch ihn, auf daß niemand dem Verderben preisgegeben wird fur das, was er erworben hat. Er hat dann außer Gott weder Freund noch Fursprecher. Und wurde er auch jedes Losegeld vorlegen, es wird von ihm nicht angenommen werden. Das sind die, die dem Verderben preisgegeben werden fur das, was sie erworben haben. Bestimmt ist fur sie ein Getrank aus heißem Wasser und eine schmerzhafte Pein dafur, daß sie unglaubig waren

    [71] Sprich: Sollen wir statt zu Gott zu etwas rufen, was uns weder nutzt noch schadet, und, nachdem Gott uns rechtgeleitet hat, auf unseren Fersen kehrtmachen, gleich jenem, den die Satane im Land weggelockt haben? Ratlos (ist er); er hat Gefahrten, die ihn zur Rechtleitung rufen: «Komm zu uns.» Sprich: Nur die Rechtleitung Gottes ist die (wahre) Rechtleitung. Und uns wurde befohlen, uns dem Herrn der Welten zu ergeben

    [72] Und auch: Verrichtet das Gebet und furchtet Ihn. Er ist es, zu dem ihr versammelt werdet

    [73] Er ist es, der die Himmel und die Erde der Wahrheit entsprechend erschaffen hat. Und am Tag, da Er sagt: Sei!, und es ist. Sein Wort ist die Wahrheit. Und Ihm gehort die Konigsherrschaft am Tag, da in die Trompete geblasen wird. Er weiß uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid, und Er ist der Weise, der Kenntnis von allem hat

    [74] Und als Abraham zu seinem Vater Aazar sagte: «Nimmst du dir denn Gotzen zu Gottern? Ich sehe dich und dein Volk in einem offenkundigen Irrtum.»

    [75] Und so zeigten Wir Abraham das Reich der Himmel und der Erde, damit er einer von denen sei, die Gewißheit hegen

    [76] Als nun die Nacht ihn umhullte, sah er einen Stern. Er sagte: «Das ist mein Herr.» Als der aber verschwand, sagte er: «Ich liebe die nicht, die verschwinden.»

    [77] Als er dann den Mond aufgehen sah, sagte er: «Das ist mein Herr.» Als der aber verschwand, sagte er: «Wenn mein Herr mich nicht rechtleitet, werde ich gewiß zu den abgeirrten Leuten gehoren.»

    [78] Als er dann die Sonne aufgehen sah, sagte er: «Das ist mein Herr. Das ist ja großer.» Als sie aber verschwand, sagte er: «O mein Volk, ich bin unschuldig an dem, was ihr (Gott) beigesellt

    [79] Ich richte mein Gesicht zu dem, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, als Anhanger des reinen Glaubens, und ich gehore nicht zu den Polytheisten.»

    [80] Sein Volk stritt mit ihm. Er sagte: «Wollt ihr mit mir uber Gott streiten, wo Er mich rechtgeleitet hat? Ich furchte nicht, was ihr Ihm beigesellt, es sei denn, es ist mein Herr, der etwas will. Mein Herr umfaßt alle Dinge in seinem Wissen. Wollt ihr es nicht bedenken?»

    [81] «Und wie sollte ich furchten, was ihr (Ihm) beigesellt, wo ihr euch nicht furchtet, Gott solche beizugesellen, fur die Er auf euch keine Ermachtigung herabgesandt hat? Welche von beiden Gruppen hat eher Recht auf Sicherheit, so ihr es wißt?»

    [82] Denjenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit unrechtem Handeln verhullen, gehort die Sicherheit, und sie folgen der Rechtleitung

    [83] Das ist unser Beweisgrund, den Wir Abraham gegen sein Volk zukommen ließen. Wir erhohen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Dein Herr ist weise und weiß Bescheid

    [84] Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob; jeden (von ihnen) haben wir rechtgeleitet. Auch Noach haben Wir zuvor rechtgeleitet, sowie aus seiner Nachkommenschaft David und Salomo, Ijob, Josef, Mose und Aaron - so entlohnen Wir die, die Gutes tun

    [85] Und Zakaria, Yahyaa -, Jesus und Elias: jeder von ihnen gehort zu den Rechtschaffenen

    [86] Und Ismael, Elischa, Jonas und Lot: jeden (von ihnen) haben Wir vor den Weltenbewohnern bevorzugt

    [87] Und auch manche von ihren Vatern, ihren Nachkommen und ihren Brudern. Wir haben sie erwahlt und zu einem geraden Weg geleitet

    [88] Das ist die Rechtleitung Gottes. Er leitet damit recht, wen von seinen Dienern Er will. Und hatten sie (Gott andere) beigesellt, so ware (auch) ihnen wertlos geworden, was sie zu tun pflegten

    [89] Das sind die, denen Wir das Buch, die Urteilsvollmacht und die Prophetie zukommen ließen. Wenn diese da sie verleugnen, so haben Wir sie Leuten anvertraut, die sie nicht verleugnen

    [90] Das sind die, die Gott rechtgeleitet hat. Richte dich nun nach ihrer Rechtleitung. Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafur. Es ist nichts als eine Ermahnung fur die Weltenbewohner

    [91] Und sie haben Gott nicht so eingeschatzt, wie Er eingeschatzt werden soll, als sie sagten: «Gott hat nichts auf einen Menschen herabgesandt.» Sprich: Wer hat denn das Buch herabgesandt, das Mose als Licht und Rechtleitung fur die Menschen gebracht hat? Ihr macht ja daraus Papyrusblatter, die ihr offen zeigt - und ihr haltet vieles geheim; und euch wurde beigebracht, was ihr nicht wußtet, weder ihr noch eure Vater. Sprich: Gott. Und dann laß sie in ihren ausschweifenden Reden ihr Spiel treiben

    [92] Und dies ist ein Buch, das Wir hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch), das bestatigt, was vor ihm vorhanden war, damit du die Mutter der Stadte und die Menschen in ihrer Umgebung warnest. Diejenigen, die an das Jenseits glauben, glauben auch daran, und sie halten ihr Gebet ein

    [93] Und wer ist ungerechter, als wer gegen Gott eine Luge erdichtet oder sagt: «Mir ist offenbart worden», wahrend ihm nichts offenbart worden ist, und wer sagt: «Ich werde herabsenden, was dem gleich ist, was Gott herabgesandt hat»? Konntest du nur zuschauen, wenn die Ungerechten sich in den Fluten des Todes befinden und die Engel ihre Hande ausstrecken: «Gebt eure Seelen heraus. Heute wird euch mit der Pein der Schmach vergolten dafur, daß ihr immer wieder gegen Gott etwas anderes als die Wahrheit gesagt und euch gegenuber seinen Zeichen hochmutig verhalten habt»

    [94] Ihr seid nun einzeln zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben, und ihr habt hinter euch zuruckgelassen, was Wir euch verliehen haben. Und Wir sehen nicht bei euch eure Fursprecher, von denen ihr behauptet habt, sie hatten Anteil an euch. Abgeschnitten ist das Band zwischen euch, und entschwunden ist euch, was ihr immer wieder behauptet habt

    [95] Gott ist es, der die Korner und die Kerne spaltet. So bringt Er das Lebendige aus dem Toten und das Tote aus dem Lebendigen hervor. Das ist Gott - wie leicht laßt ihr euch doch abwenden

    [96] Er, der die Morgendammerung anbrechen laßt. Er hat die Nacht zur Ruhezeit und die Sonne und den Mond zur Zeitberechnung gemacht. Das ist das Dekret dessen, der machtig ist und Bescheid weiß

    [97] Er ist es, der euch die Sterne gemacht hat, damit ihr euch durch sie die gute Richtung in den Finsternissen des Festlandes und des Meeres findet. Wir haben die Zeichen im einzelnen dargelegt fur Leute, die Bescheid wissen

    [98] Und Er ist es, der euch aus einem einzigen Wesen hat entstehen lassen. Dann gibt es einen Aufenthaltsort und einen Aufbewahrungsort. Wir haben die Zeichen im einzelnen dargelegt fur Leute, die begreifen

    [99] Und Er ist es, der vom Himmel Wasser herabkommen laßt. Und Wir bringen damit Pflanzen jeglicher (Art) hervor; und dann bringen Wir aus ihnen Grun hervor, aus dem Wir ubereinandergereihte Korner hervorbringen - und aus den Palmen, aus ihren Blutenscheiden entstehen herabhangende Dattelbuschel -, und (auch) Garten mit Weinstocken, und die Ol- und die Granatapfelbaume, die einander ahnlich und unahnlich sind. Schaut auf ihre Fruchte, wenn sie Fruchte tragen, und auf deren Reifen. Darin sind Zeichen fur Leute, die glauben

    [100] Und sie haben Gott Teilhaber gegeben: die Djinn, wo Er sie doch erschaffen hat. Und sie haben Ihm Sohne und Tochter angedichtet, ohne (richtiges) Wissen. Preis sei Ihm! Er ist erhaben uber das, was sie da schildern

    [101] Der Schopfer der Himmel und der Erde, woher soll Er ein Kind haben, wo Er doch keine Gefahrtin hat und Er (sonst) alles erschaffen hat? Und Er weiß uber alle Dinge Bescheid

    [102] Das ist eben Gott, euer Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schopfer aller Dinge. So dienet Ihm. Er ist Sachwalter uber alle Dinge

    [103] Die Blicke erreichen Ihn nicht, Er aber erreicht die Blicke. Und Er ist der Feinfuhlige, der Kenntnis von allem hat

    [104] Zu euch sind nun einsichtbringende Zeichen von eurem Herrn gekommen. Wer einsichtig wird, ist es zu seinem eigenen Vorteil, und wer blind ist, ist es zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin nicht Huter uber euch

    [105] So legen Wir die Zeichen auf verschiedene Weise dar. Dies, damit sie sagen konnen: «Du hast danach geforscht», und damit Wir es Leuten deutlich machen, die Bescheid wissen

    [106] Folge dem, was dir von deinem Herrn offenbart worden ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Und wende dich von den Polytheisten ab

    [107] Wenn Gott gewollt hatte, waren sie nicht Polytheisten geworden. Und Wir haben dich nicht zum Huter uber sie gemacht, und du bist nicht als Sachwalter uber sie eingesetzt

    [108] Und schmaht nicht diejenigen, die sie anstelle Gottes anrufen, damit sie nicht in Ubertretung ohne (richtiges) Wissen Gott schmahen. So haben Wir jeder Gemeinschaft ihr Tun verlockend gemacht. Alsdann wird ihre Ruckkehr zu ihrem Herrn sein, und Er wird ihnen kundtun, was sie zu tun pflegten

    [109] Und sie haben bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen, sie wurden, wenn ein Zeichen zu ihnen kame, sicher daran glauben. Sprich: Die Zeichen stehen bei Gott allein. Wie solltet ihr auch merken, daß, wenn es tatsachlich kame, sie doch nicht glauben

    [110] Und Wir kehren ihre Herzen und ihr Augenlicht um, ebenso wie sie das erste Mal nicht daran geglaubt haben. Und Wir lassen sie im Ubermaß ihres Frevels blind umherirren

    [111] Wurden Wir auch zu ihnen die Engel hinabsenden, wurden die Toten auch zu ihnen sprechen und Wir alle Dinge vor ihren Augen versammeln, sie wurden unmoglich glauben, es sei denn, Gott will es. Aber die meisten von ihnen sind toricht

    [112] Und so haben Wir jedem Propheten einen Feind gegeben: die Satane der Menschen und der Djinn, von denen die einen den anderen prunkvolles Gerede eingeben, um sie zu betoren - und wenn dein Herr gewollt hatte, hatten sie es nicht getan; so laß sie sitzen mit dem, was sie erdichten

    [113] Und damit die Herzen derer, die an das Jenseits nicht glauben, ihm zuneigen, und damit sie daran Gefallen haben und begehen, was sie begehen

    [114] Sollte ich mir einen anderen Schiedsrichter als Gott suchen, wo Er es doch ist, der das Buch, im einzelnen dargelegt, zu euch herabgesandt hat? Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, wissen, daß es von deinem Herrn mit der Wahrheit herabgesandt wurde. So sei nicht einer der Zweifler

    [115] Und das Wort deines Herrn hat sich in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erfullt. Niemand kann seine Worte abandern. Er ist der, der alles hort und weiß

    [116] Und wenn du der Mehrzahl derer, die auf der Erde sind, folgst, werden sie dich vom Weg Gottes abirren lassen. Sie folgen ja nur Vermutungen, und sie stellen nur Schatzungen an

    [117] Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt, und Er weiß besser uber die Bescheid, die der Rechtleitung folgen

    [118] Eßt von dem, woruber der Name Gottes ausgesprochen worden ist, so ihr an seine Zeichen glaubt

    [119] Warum solltet ihr denn nicht von dem essen, woruber der Name Gottes ausgesprochen worden ist, wo Er euch im einzelnen dargelegt hat, was Er euch verboten hat, ausgenommen das, wozu ihr gezwungen werdet? Viele fuhren (andere) durch ihre Neigungen ohne (richtiges) Wissen in die Irre. Aber dein Herr weiß besser uber die Bescheid, die Ubertretungen begehen

    [120] Unterlaßt die Sunde, ob sie offen oder verborgen ist. Denen, die Sunden erwerben, wird vergolten fur das, was sie begangen haben

    [121] Und eßt nicht von dem, woruber der Name Gottes nicht ausgesprochen worden ist. Das ist Frevel. Die Satane geben ihren Freunden ein, mit euch zu streiten. Wenn ihr ihnen gehorcht, seid ihr sogleich Polytheisten

    [122] Ist denn der, der tot war, den Wir aber dann wieder lebendig gemacht und dem Wir ein Licht gegeben haben, daß er darin unter den Menschen umhergehen kann, mit dem zu vergleichen, der in den Finsternissen ist und nicht aus ihnen herauskommen kann? So ist den Unglaubigen verlockend gemacht worden, was sie zu tun pflegten

    [123] Und so haben Wir in jeder Stadt ihre großten Ubeltater bestellt, damit sie in ihr Ranke schmieden. Sie schmieden aber Ranke nur gegen sich selbst, und sie merken es nicht

    [124] Wenn ein Zeichen zu ihnen kommt, sagen sie: «Wir werden nicht glauben, bis uns das gleiche zukommt, was den Gesandten Gottes zugekommen ist.» Gott weiß besser, wo Er seine Botschaft anbringt. Diejenigen, die Ubeltaten begehen, wird bei Gott Erniedrigung und eine harte Pein treffen dafur, daß sie Ranke schmiedeten

    [125] Wen Gott rechtleiten will, dem weitet Er die Brust fur den Islam. Und wen Er irrefuhren will, dem macht Er die Brust beklommen und bedruckt, so als ob er in den Himmel hochsteigen wurde. Auf diese Weise legt Gott das Greuel auf diejenigen, die nicht glauben

    [126] Und dies ist der Weg deines Herrn, er ist gerade. Wir haben die Zeichen im einzelnen dargelegt fur Leute, die (sie) bedenken

    [127] Bestimmt ist fur sie bei ihrem Herrn die Wohnstatte des Friedens. Er ist ihr Freund wegen dessen, was sie zu tun pflegten

    [128] Und am Tag, da Er sie alle versammelt: «O Gemeinschaft der Djinn, ihr habt euch viele Menschen angeworben.» Und ihre Freunde unter den Menschen sagen: «Unser Herr, wir haben Nutzen voneinander gehabt und haben nun unsere Frist erreicht, die Du uns gesetzt hast.» Er spricht: «Das Feuer ist eure Bleibe; darin werdet ihr ewig weilen, es sei denn, Gott will es anders.» Dein Herr ist weise und weiß Bescheid

    [129] So setzen Wir die einen von denen, die Unrecht tun, uber die anderen wegen dessen, was sie erworben haben

    [130] «O Gemeinschaft der Djinn und der Menschen, sind nicht Gesandte aus eurer Mitte zu euch gekommen, um euch von meinen Zeichen zu erzahlen und euch die Begegnung mit diesem eurem Tag warnend zu verkunden?» Sie sagen: «Wir zeugen gegen uns selbst.» Betort hat sie das diesseitige Leben, und sie zeugen gegen sich selbst, daß sie unglaubig waren

    [131] Das ist so, weil dein Herr die Stadte nicht zu Unrecht dem Verderben preisgibt, wahrend ihre Bewohner nichts ahnen

    [132] Fur alle sind Rangstufen bestimmt fur das, was sie getan haben. Und dein Herr laßt nicht unbeachtet, was sie tun

    [133] Und dein Herr ist der, der auf niemanden angewiesen ist und die Barmherzigkeit besitzt. Wenn Er will, laßt Er euch fortgehen und nach euch folgen, was Er will, so wie Er euch aus der Nachkommenschaft anderer Leute entstehen ließ

    [134] Was euch angedroht wird, wird sicher kommen, und ihr konnt es nicht vereiteln

    [135] Sprich: O mein Volk, handelt nach eurem Standpunkt. Ich werde auch so handeln. Dann werdet ihr wissen, wem die jenseitige Wohnstatte gehort. Wahrlich, denen, die Unrecht tun, wird es nicht wohl ergehen

    [136] Und sie haben fur Gott einen Anteil festgesetzt von dem, was Er an Feldernte und Vieh geschaffen hat. Und sie sagen: «Dies ist fur Gott» - so behaupten sie -, «und dies ist fur unsere Teilhaber.» Was fur ihre Teilhaber bestimmt ist, gelangt nicht zu Gott, was aber fur Gott bestimmt ist, gelangt zu ihren Teilhabern. Schlecht ist doch ihr Urteil

    [137] Und auch vielen von den Polytheisten haben ihre Teilhaber verlockend gemacht, ihre Kinder zu toten, um sie zu verderben und sie in ihrer Religion zu verwirren. Wenn Gott gewollt hatte, hatten sie es nicht getan. So laß sie da sitzen mit dem, was sie erdichten

    [138] Und sie sagen: «Das sind Tiere und Ernte, die tabu sind. Niemand darf davon essen, außer dem, wen wir wollen.» So behaupten sie. - Es sind Tiere, deren Rucken (fur Lasten) verwehrt sind, und Tiere, uber die sie den Namen Gottes nicht aussprechen; so erdichten sie eine Luge gegen Ihn. Er wird ihnen vergelten fur das, was sie immer wieder erdichteten

    [139] Und sie sagen: «Was im Leib dieser Tiere ist, ist den Mannern unter uns vorbehalten, fur unsere Gattinnen aber verboten.» Wird es aber tot (geboren), so haben sie (alle) daran teil. Er wird ihnen fur ihre Schilderung vergelten. Er ist weise und weiß Bescheid

    [140] Den Verlust haben diejenigen, die ihre Kinder aus Torheit ohne (richtiges) Wissen toten und das fur verboten erklaren, was Gott ihnen beschert, indem sie gegen Gott eine Luge erdichten. Sie sind abgeirrt und folgen nicht der Rechtleitung

    [141] Und Er ist es, der Garten mit Spalieren und ohne Spaliere entstehen laßt, sowie die Palmen und das Getreide verschiedener Erntesorten, und die Ol- und Granatapfelbaume, die einander ahnlich und unahnlich sind. Eßt von ihren Fruchten, wenn sie Fruchte tragen, und entrichtet am Tag ihrer Ernte, was als Rechtspflicht darauf steht, aber seid nicht maßlos - Er liebt ja die Maßlosen nicht

    [142] Und an Vieh (laßt Er entstehen) Lasttiere und Kleintiere. Eßt von dem, was Gott euch beschert hat, und folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Er ist euch ein offenkundiger Feind

    [143] (Und auch) acht Tiere zu Paaren: von den Schafen zwei und von den Ziegen zwei. - Sprich: Sind es die beiden Mannchen, die Er verboten hat, oder die beiden Weibchen, oder was der Leib der beiden Weibchen enthalt? Tut (es) mir denn aufgrund eines (richtigen) Wissens kund, so ihr die Wahrheit sagt

    [144] Und auch von den Kamelen zwei und von den Rindern zwei. - Sprich: Sind es die beiden Mannchen, die Er verboten hat, oder die beiden Weibchen, oder was der Leib der Weibchen enthalt? Oder waret ihr zugegen, als Gott euch dies auftrug? Wer ist denn ungerechter, als wer gegen Gott eine Luge erdichtet, um die Menschen ohne (richtiges) Wissen irrezufuhren? Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [145] Sprich: In dem, was mir offenbart wurde, finde ich nicht, daß etwas fur den Essenden zu essen verboten ware, es sei denn, es ist Verendetes oder ausgeflossenes Blut oder Schweinefleisch - es ist ein Greuel - oder ein Frevel, woruber ein anderer als Gott angerufen worden ist. Wenn aber einer gezwungen wird, wobei er weder Auflehnung noch Ubertretung begeht, so ist dein Herr voller Vergebung und barmherzig

    [146] Und denen, die Juden sind, haben Wir alles verboten, was Krallen hat; und von den Rindern und den Schafen haben Wir ihnen das Fett verboten, ausgenommen das, was ihre Rucken und ihre Eingeweide tragen oder was mit Knochen verwachsen ist. Damit haben Wir ihnen fur ihre Auflehnung vergolten, und Wir sagen ja die Wahrheit

    [147] Wenn sie dich der Luge zeihen, dann sprich: Euer Herr besitzt eine umfassende Barmherzigkeit, aber niemand kann seine Schlagkraft von den Leuten abwenden, die Ubeltater sind

    [148] Diejenigen, die (Ihm) beigesellen, werden sagen: «Wenn Gott gewollt hatte, hatten wir nicht beigesellt, und auch nicht unsere Vater, und wir hatten nichts verboten.» Auf diese Weise haben diejenigen, die vor ihnen lebten, (ihre Gesandten) der Luge geziehen, bis sie unsere Schlagkraft zu spuren bekamen. Sprich: Besitzt ihr irgendein Wissen, das ihr uns vorbringen konnt? Ihr folgt ja nur Vermutungen, und ihr stellt nur Schatzungen an

    [149] Sprich: Gott verfugt uber den uberzeugenden Beweisgrund. Wenn Er wollte, wurde Er euch allesamt rechtleiten

    [150] Sprich: Bringt eure Zeugen her, die bezeugen, daß Gott dies verboten hat. Wenn sie es auch bezeugen, so bezeuge es nicht mit ihnen, und folge nicht den Neigungen derer, die unsere Zeichen fur Luge erklaren und die nicht an das Jenseits glauben und ihrem Herrn (andere) gleichsetzen

    [151] Sprich: Kommt her, daß ich verlese, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts beigesellen, und die Eltern gut behandeln; und totet nicht eure Kinder aus Angst vor Verarmung - euch und ihnen bescheren Wir doch den Lebensunterhalt; und nahert euch nicht den schandlichen Taten, was von ihnen offen und was verborgen ist; und totet nicht den Menschen, den Gott fur unantastbar erklart hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung. Dies hat Er euch aufgetragen, auf daß ihr verstandig werdet

    [152] Und nahert euch nicht dem Vermogen des Waisenkindes, es sei denn auf die beste Art, bis es seine Vollkraft erreicht hat. Und gebt volles Maß und Gewicht nach Gerechtigkeit. Wir fordern von den Menschen nur das, was sie vermogen. Und wenn ihr aussagt, dann seid gerecht, auch wenn es um einen Verwandten geht. Und erfullt den Bund Gottes. Dies hat Er euch aufgetragen, auf daß ihr es bedenket

    [153] Und dies ist mein Weg, er ist gerade. Folgt ihm. Und folgt nicht den verschiedenen Wegen, daß sie euch nicht in verschiedene Richtungen von seinem Weg wegfuhren. Dies hat Er euch aufgetragen, auf daß ihr gottesfurchtig werdet

    [154] Alsdann ließen Wir dem Mose das Buch zukommen, um (alles) zu vervollstandigen fur den, der Gutes getan hat, als eine ins einzelne gehende Darlegung aller Dinge und als Rechtleitung und Barmherzigkeit, auf daß sie an die Begegnung mit ihrem Herrn glauben

    [155] Und dies ist ein Buch, das Wir hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch). Folgt ihm und seid gottesfurchtig, auf daß ihr Erbarmen findet

    [156] Damit ihr nicht sagt: «Das Buch wurde nur auf zwei Gemeinden vor uns herabgesandt, und wir ahnten nichts von dem, was sie erforscht haben.»

    [157] Oder damit ihr nicht sagt: «Wenn das Buch auf uns herabgesandt worden ware, hatten wir uns besser leiten lassen als sie.» Nunmehr ist ein deutliches Zeichen von eurem Herrn und Rechtleitung und Barmherzigkeit zu euch gekommen. Wer ist denn ungerechter als der, der die Zeichen Gottes fur Luge erklart und sich von ihnen abwendet? Wir werden denjenigen, die sich von unseren Zeichen abwenden, mit einer schlimmen Pein dafur vergelten, daß sie sich abwandten

    [158] Erwarten sie denn etwas anderes, als daß die Engel zu ihnen kommen, oder daß dein Herr kommt, oder daß einige von den Zeichen deines Herrn kommen? Am Tag, da einige von den Zeichen deines Herrn kommen, nutzt niemandem sein Glaube, wenn er nicht vorher geglaubt oder in seinem Glauben Gutes erworben hat. Sprich: Wartet ab. Wir warten selbst auch ab

    [159] Mit denen, die ihre Religion spalteten und zu Parteien wurden, hast du nichts zu schaffen. Ihre Angelegenheit wird Gott zuruckgebracht. Alsdann wird Er ihnen kundtun, was sie zu tun pflegten

    [160] Wer mit einer guten Tat kommt, erhalt zehnmal soviel. Und wer mit einer schlechten Tat kommt, dem wird nur gleichviel vergolten. Und ihnen wird dabei nicht Unrecht getan

    [161] Sprich: Mich hat mein Herr zu einem geraden Weg geleitet, einer richtigen Religion, der Glaubensrichtung Abrahams als Anhanger des reinen Glaubens, und er gehorte nicht zu den Polytheisten

    [162] Sprich: Mein Gebet und meine Kulthandlung, mein Leben und mein Sterben gehoren Gott, dem Herrn der Welten

    [163] Er hat keinen Teilhaber. Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der Gottergebenen

    [164] Sprich: Sollte ich mir einen anderen Herrn suchen als Gott, wo Er doch der Herr aller Dinge ist? Jede Seele erwirbt (das Bose) nur zu ihrem eigenen Schaden. Und keine lasttragende (Seele) tragt die Last einer anderen. Alsdann wird eure Ruckkehr zu eurem Herrn sein, und Er wird euch das kundtun, woruber ihr uneins waret

    [165] Er ist es, der euch zu aufeinanderfolgenden Generationen auf der Erde gemacht und die einen von euch uber die anderen um Rangstufen erhoht hat, um euch zu prufen in dem, was Er euch zukommen ließ. Dein Herr ist schnell im Bestrafen, und Er ist voller Vergebung und barmherzig

    Surah 7
    Die Höhen

    [1] Alif Lam Mim Saad

    [2] Dies ist ein Buch, das zu dir herabgesandt worden ist - es soll in deiner Brust keine Bedrangnis seinetwegen sein -, damit du mit ihm warnst, und auch als Ermahnung fur die Glaubigen

    [3] Folgt dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, und folgt nicht an seiner Stelle (anderen) Freunden. Ihr laßt euch wenig ermahnen

    [4] Wie manche Stadt haben Wir verderben lassen! Da kam unsere Schlagkraft uber sie nachts, oder wahrend sie zu Mittag ruhten

    [5] So war ihr Rufen, als unsere Schlagkraft uber sie kam, nur, daß sie sagten: «Wir haben gewiß Unrecht getan.»

    [6] Ja, Wir werden gewiß die, zu denen Gesandte geschickt worden sind, zur Verantwortung ziehen, und Wir werden gewiß die Gesandten zur Verantwortung ziehen

    [7] Wir werden ihnen bestimmt aus (richtigem) Wissen (alles) erzahlen, denn Wir waren ja nicht abwesend

    [8] Das Wagen an jenem Tag erfolgt der Wahrheit entsprechend. Diejenigen, deren Waagschalen schwer sind, das sind die, denen es wohl ergeht

    [9] Diejenigen, deren Waagschalen leicht sind, das sind die, die sich selbst verloren haben, weil sie sich gegenuber unseren Zeichen ungerecht verhielten

    [10] Und Wir haben euch auf der Erde eine feste Stellung gegeben, und Wir haben fur euch auf ihr Unterhaltsmoglichkeiten bereitet. Ihr seid aber wenig dankbar

    [11] Und Wir haben euch erschaffen. Dann haben Wir euch gestaltet. Dann haben Wir zu den Engeln gesprochen: «Werft euch vor Adam nieder.» Da warfen sie sich nieder, außer Iblis: er gehorte nicht zu denen, die sich niederwarfen

    [12] Er sprach: «Was hat dich daran gehindert, dich niederzuwerfen, als Ich (es) dir befohlen habe?» Er sagte: «Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber hast Du aus Ton erschaffen.»

    [13] Er sprach: «Geh aus ihm hinunter. Dir steht es nicht zu, dich darin hochmutig zu verhalten. Geh hinaus. Du gehorst zu den Erniedrigten.»

    [14] Er sagte: «Gewahre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie erweckt werden.»

    [15] Er sprach: «Du sollst nun zu denen gehoren, denen Aufschub gewahrt wird.»

    [16] Er sagte: «Weil Du mich hast abirren lassen, werde ich, ich schwore es, ihnen auf deinem geraden Weg auflauern

    [17] Dann werde ich zu ihnen treten von vorn und von hinten, von ihrer rechten und von ihrer linken Seite. Und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden.»

    [18] Er sprach: «Geh aus ihm hinaus, verabscheut und verstoßen. Wer auch immer von ihnen dir folgt, fullen werde Ich die Holle mit euch allen.»

    [19] «O Adam, bewohne, du und deine Gattin, das Paradies. Eßt, wo ihr wollt, und nahert euch nicht diesem Baum, sonst gehort ihr zu denen, die Unrecht tun.»

    [20] Der Satan flusterte ihnen ein, um ihnen zu zeigen, was ihnen von ihrer Bloße verborgen geblieben war. Und er sagte: «Nur deswegen hat euch euer Herr diesen Baum verboten, damit ihr nicht zu Engeln werdet oder zu denen gehoret, die ewig leben.»

    [21] Und er schwor ihnen: «Ich bin zu euch einer von denen, die (euch) gut raten.»

    [22] Er ließ sie durch Betorung abfallen. Und als sie dann von dem Baum gekostet hatten, wurde ihnen ihre Bloße offenbar, und sie begannen, Blatter des Paradieses uber sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: «Habe ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein offenkundiger Feind?»

    [23] Sie sagten: «Unser Herr, wir haben uns selbst Unrecht getan. Und wenn Du uns nicht vergibst und dich unser erbarmst, werden wir bestimmt zu den Verlierern gehoren.»

    [24] Er sprach: «Geht hinunter. Die einen von euch sind Feinde der anderen. Ihr habt auf der Erde Aufenthalt und Nutznießung auf eine Weile.»

    [25] Er sprach: «Auf ihr werdet ihr leben, und auf ihr werdet ihr sterben, und aus ihr werdet ihr hervorgebracht werden.»

    [26] O Kinder Adams, Wir haben auf euch Kleidung hinabgesandt, die eure Bloße bedeckt, und auch Prunkgewander. Aber die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser. Das gehort zu den Zeichen Gottes, auf daß sie es bedenken

    [27] O Kinder Adams, der Satan soll euch bloß nicht verfuhren, wie er eure Eltern aus dem Paradies vertrieben hat, indem er ihnen die Kleidung wegnahm, um sie ihre Bloße sehen zu lassen. Er sieht euch, er und seine Genossen, von wo ihr sie nicht seht. Wir haben die Satane denen zu Freunden gemacht, die nicht glauben

    [28] Und wenn sie etwas Schandliches tun, sagen sie: «Wir haben es bei unseren Vatern vorgefunden, und Gott hat es uns geboten.» Sprich: Gott gebietet nicht das Schandliche. Wollt ihr denn uber Gott sagen, was ihr nicht wißt

    [29] Sprich: Mein Herr hat die Gerechtigkeit geboten, und daß ihr euer Gesicht bei jeder Moschee aufrichtet und ihn anruft, wobei ihr Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion seid. So wie Er euch anfangs gemacht hat, werdet ihr zuruckkehren

    [30] Einen Teil hat Er rechtgeleitet, uber einen Teil ist der Irrtum zu Recht gekommen, denn sie haben sich die Satane anstelle Gottes zu Freunden genommen und meinen, sie seien der Rechtleitung gefolgt

    [31] O Kinder Adams, legt euren Schmuck bei jeder Moschee an, und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos. Er liebt ja die Maßlosen nicht

    [32] Sprich: Wer hat denn den Schmuck verboten, den Gott fur seine Diener hervorgebracht hat, und auch die kostlichen Dinge des Lebensunterhalts? Sprich: Sie sind im diesseitigen Leben fur die bestimmt, die glauben, und am Tag der Auferstehung (ihnen) besonders vorbehalten. So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar fur Leute, die Bescheid wissen

    [33] Sprich: Siehe, mein Herr hat die schandlichen Taten verboten, was von ihnen offen und was verborgen ist; und auch die Sunde und die Gewaltanwendung ohne vorliegende Berechtigung, und auch, daß ihr Gott solche beigesellt, fur die er keine Ermachtigung herabgesandt hat, und daß ihr uber Gott das sagt, was ihr nicht wißt

    [34] Fur jede Gemeinschaft ist eine Frist festgesetzt. Und wenn ihre Frist kommt, konnen sie nicht einmal eine Stunde zuruckbleiben oder vorausgehen

    [35] O Kinder Adams, wenn Gesandte aus eurer Mitte zu euch kommen, um euch von meinen Zeichen zu erzahlen, dann haben diejenigen, die gottesfurchtig sind und Besserung bringen, nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [36] Und diejenigen, die unsere Zeichen fur Luge erklaren und sich ihnen gegenuber hochmutig verhalten, das sind die Gefahrten der Holle; darin werden sie ewig weilen

    [37] Und wer ist denn ungerechter als der, der gegen Gott eine Luge erdichtet oder seine Zeichen fur Luge erklart? Jene wird ihr Anteil dem Buch gemaß erreichen. Und wenn dann unsere Boten zu ihnen kommen, um sie abzuberufen, sagen sie: «Wo sind diejenigen, die ihr anstelle Gottes anzurufen pflegtet?» Sie sagen: «Sie sind uns entschwunden.» Und sie bezeugen gegen sich selbst, daß sie unglaubig waren

    [38] Er spricht: «Geht ein ins Feuer mit Gemeinschaften von den Djinn und den Menschen, die vor euch dahingegangen sind.» Sooft eine Gemeinschaft hineingeht, verflucht sie ihresgleichen. Und wenn sie dann alle darin einander eingeholt haben, sagt die letzte von ihnen in bezug auf die erste: «Unser Herr, diese da haben uns in die Irre gefuhrt. So laß ihnen eine doppelte Pein vom Feuer zukommen.» Er spricht: «Jeder erhalt das Doppelte, aber ihr wißt nicht Bescheid.»

    [39] Und die erste von ihnen sagt zu der letzten: «Ihr habt nun keinen Vorzug gegenuber uns. Kostet die Pein fur das, was ihr erworben habt.»

    [40] Denen, die unsere Zeichen fur Luge erklaren und sich ihnen gegenuber hochmutig verhalten, werden die Tore des Himmels nicht geoffnet, und sie werden nicht ins Paradies eingehen, ehe denn ein Kamel durch ein Nadelohr geht. So vergelten Wir denen, die Ubeltater sind

    [41] Ihnen wird die Holle zur Lagerstatte, und uber ihnen sind Decken. So vergelten Wir denen, die Unrecht tun

    [42] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun - Wir fordern von einem jeden nur das, was er vermag -, das sind die Gefahrten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen

    [43] Und Wir nehmen weg, was in ihrer Brust an Groll dasein mag. Es fließen unter ihnen Bache. Und sie sagen: «Lob sei Gott, der uns hierher geleitet hat! Wir hatten unmoglich die Rechtleitung gefunden, hatte uns Gott nicht rechtgeleitet. Die Gesandten unseres Herrn sind wirklich mit der Wahrheit gekommen.» Und es wird ihnen zugerufen: «Dies ist das Paradies. Es ist euch zum Erbe gegeben worden fur das, was ihr zu tun pflegtet.»

    [44] Die Gefahrten des Paradieses rufen den Gefahrten des Feuers zu: «Wir haben gefunden, daß das, was uns unser Herr versprochen hat, wahr ist. Habt Ihr auch gefunden, daß das, was euch euer Herr versprochen hat, wahr ist?» Sie sagen: «Ja.» Da ruft ein Rufer unter ihnen aus: «Gottes Zorn komme uber die, die Unrecht tun

    [45] Die vom Weg Gottes abweisen und sich ihn krumm wunschen, und die ja das Jenseits verleugnen.»

    [46] Und zwischen ihnen ist ein Vorhang. Und auf dem Bergkamm sind Manner, die jeden an seinem Merkmal erkennen. Sie rufen den Gefahrten des Paradieses zu: «Friede sei uber euch!» Sie selbst aber sind nicht hineingegangen, obwohl sie es begehren

    [47] Und wenn ihre Blicke sich den Gefahrten des Feuers zuwenden, sagen sie: «Unser Herr, stelle uns nicht zu den Leuten, die Unrecht tun.»

    [48] Und die Gefahrten des Bergkammes rufen Mannern, die sie an ihrem Merkmal erkennen, zu. Sie sagen: «Es hat euch nicht genutzt, daß ihr (Vermogen und Freunde) gesammelt und euch hochmutig verhalten habt

    [49] Sind das diejenigen, von denen ihr geschworen habt, Gott werde ihnen keine Barmherzigkeit erweisen? - Geht (ihr) ins Paradies ein. Ihr habt nichts zu befurchten, und ihr werdet nicht traurig sein.»

    [50] Die Gefahrten des Feuers rufen den Gefahrten des Paradieses zu: «Schuttet auf uns etwas Wasser aus oder etwas von dem, was Gott euch beschert hat.» Sie sagen: «Gott hat beides den Unglaubigen verwehrt

    [51] Die ihre Religion zum Gegenstand von Zerstreuung und Spiel genommen haben und die das diesseitige Leben betort hat.» Heute werden Wir sie vergessen, wie sie die Begegnung mit diesem ihrem Tag vergaßen und wie sie unsere Zeichen zu leugnen pflegten

    [52] Wir haben ihnen ein Buch gebracht, das Wir mit Wissen im einzelnen dargelegt haben, als Rechtleitung und Barmherzigkeit fur Leute, die glauben

    [53] Erwarten sie denn etwas anderes als seine Deutung? An dem Tag, an dem seine Deutung eintrifft, werden diejenigen, die es vorher vergessen haben, sagen: «Die Gesandten unseres Herrn sind mit der Wahrheit gekommen. Haben wir denn Fursprecher, daß sie fur uns Fursprache einlegen? Oder konnen wir zuruckgebracht werden, daß wir anders handeln, als wir gehandelt haben?» Sie haben sich selbst verloren, und es ist ihnen entschwunden, was sie immer wieder erdichtet haben

    [54] Euer Herr ist Gott, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und sich dann auf dem Thron zurechtsetzte. Er laßt die Nacht den Tag uberdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. (Er erschuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, welche durch seinen Befehl dienstbar gemacht wurden. Siehe, Ihm allein steht das Erschaffen und der Befehl zu. Gesegnet sei Gott, der Herr der Welten

    [55] Und ruft euren Herrn in (sichtbarer) Demut und im Verborgenen an. Er liebt die nicht, die Ubertretungen begehen

    [56] Und stiftet nicht Unheil auf der Erde, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist. Und ruft Ihn in Furcht und Begehren an. Die Barmherzigkeit Gottes ist den Rechtschaffenen nahe

    [57] Und Er ist es, der die Winde als frohe Kunde seiner Barmherzigkeit vorausschickt. Wenn sie dann eine schwere Bewolkung herbeitragen, treiben Wir sie zu einem abgestorbenen Land, senden dadurch das Wasser hernieder und bringen dadurch allerlei Fruchte hervor. So bringen Wir (auch) die Toten hervor, auf daß ihr es bedenket

    [58] Und das gute Land bringt seine Pflanzen mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und das (Land), das schlecht ist, bringt nur muhsam etwas hervor. So legen Wir die Zeichen auf verschiedene Weise dar fur Leute, die dankbar sind

    [59] Wir sandten Noach zu seinem Volk. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Ich furchte fur euch die Pein eines gewaltigen Tages.»

    [60] Die Vornehmen aus seinem Volk sagten: «Wir sehen, daß du dich in einem offenkundigen Irrtum befindest.»

    [61] Er sagte: «O mein Volk, bei mir befindet sich kein Irrtum, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten

    [62] Ich richte euch die Botschaften meines Herrn aus und rate euch gut. Und ich weiß von Gott her, was ihr nicht wißt

    [63] Wundert ihr euch etwa daruber, daß eine Ermahnung von eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann aus eurer Mitte, damit er euch warne und damit ihr gottesfurchtig werdet, auf daß ihr Erbarmen findet?»

    [64] Sie aber ziehen ihn der Luge. Da retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, im Schiff. Und Wir ließen diejenigen ertrinken, die unsere Zeichen fur Luge erklarten; sie waren ja ein blindes Volk

    [65] Und (Wir sandten) zu Aad ihren Bruder Hud. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfurchtig sein?»

    [66] Die Vornehmen aus seinem Volk, die unglaubig waren, sagten: «Wir sehen, daß du der Torheit verfallen bist, und wir meinen, daß du zu den Lugnern gehorst.»

    [67] Er sagte: «O mein Volk, bei mir befindet sich keine Torheit, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten

    [68] Ich richte euch die Botschaften meines Herrn aus, und ich bin fur euch ein treuer Ratgeber

    [69] Wundert ihr euch etwa daruber, daß eine Ermahnung von eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann aus eurer Mitte, damit er euch warne? Gedenket, als Er euch zu Nachfolgern nach dem Volk des Noach machte und euch eine beachtlichere Stellung in seiner Schopfung verlieh. Gedenket also der Wohltaten Gottes, auf daß es euch wohl ergehe.»

    [70] Sie sagten: «Bist du zu uns gekommen, damit wir Gott allein dienen und das verlassen, was unsere Vater verehrt haben? Bring uns doch her, was du uns androhst, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [71] Er sagte: «Es uberfallen euch Greuel und Zorn von eurem Herrn. Streitet ihr denn mit mir uber Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Vater, fur die aber Gott keine Ermachtigung herabgesandt hat? So wartet ab. Ich bin mit euch einer von denen, die abwarten.»

    [72] Da retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, aus Barmherzigkeit von Uns. Und Wir merzten den letzten Rest derer aus, die unsere Zeichen fur Luge erklarten und nicht glaubig waren

    [73] Und (Wir sandten) zu Thamud ihren Bruder Salih. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Ein deutliches Zeichen ist von eurem Herrn zu euch gekommen. Dies ist die Kamelstute Gottes, euch zum Zeichen. Laßt sie auf Gottes Erde weiden und ruhrt sie nicht mit etwas Bosem an, sonst ergreift euch eine schmerzhafte Pein

    [74] Und gedenket, als Er euch zu Nachfolgern nach, Aad machte und euch auf der Erde in Statten einwies, so daß ihr euch in ihren Ebenen Schlosser nahmt und die Berge zu Hausern meißeltet. Gedenket also der Wohltaten Gottes und verbreitet nicht Unheil auf der Erde.»

    [75] Die Vornehmen aus seinem Volk, die sich hochmutig verhielten, sagten zu denen, die wie Schwache behandelt wurden, ja zu denen von ihnen, die glaubig waren: «Wißt ihr sicher, daß Salih von seinem Herrn gesandt worden ist?» Sie sagten: «Wir glauben gewiß an das, womit er gesandt worden ist.»

    [76] Diejenigen, die sich hochmutig verhielten, sagten: «Wir verleugnen das, woran ihr glaubt.»

    [77] Sie schnitten der Kamelstute die Flechsen durch und stachen sie, und sie rebellierten gegen den Befehl ihres Herrn. Und sie sagten: «O Salih, bring uns doch her, was du uns androhst, so du einer der Gesandten bist.»

    [78] Da ergriff sie das Beben, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstatte nieder

    [79] So kehrte er sich von ihnen ab und sagte: «O mein Volk, ich habe euch die Botschaft meines Herrn ausgerichtet, und ich habe euch gut geraten. Aber ihr liebt die nicht, die gut raten.»

    [80] Und (Wir sandten) Lot. Als er zu seinem Volk sagte: «Wollt ihr denn das Schandliche begehen, wie es vor euch keiner von den Weltenbewohnern begangen hat

    [81] Ihr geht in Begierde zu den Mannern, statt zu den Frauen. Nein, ihr seid maßlose Leute.»

    [82] Die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: «Vertreibt sie aus eurer Stadt. Das sind Menschen, die sich rein stellen.»

    [83] Da retteten Wir ihn und seine Angehorigen, außer seiner Frau. Sie gehorte zu denen, die zuruckblieben und dem Verderben anheimfielen

    [84] Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. Schau, wie das Ende der Ubeltater war

    [85] Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Shuayb. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Ein deutliches Zeichen ist von eurem Herrn zu euch gekommen, so gebt volles Maß und Gewicht und zieht den Menschen nichts ab, was ihnen gehort, und stiftet nicht Unheil auf der Erde, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist. Das ist bestimmt besser fur euch, so ihr glaubig seid

    [86] Und lauert nicht auf jedem Weg, indem ihr droht und vom Weg Gottes den abweist, der an Ihn glaubt, und euch ihn krumm wunscht. Und gedenket, als ihr wenige waret und Er euch zu vielen machte. Und schaut, wie das Ende der Unheilstifter war

    [87] Und wenn eine Gruppe von euch an das glaubt, womit ich gesandt worden bin, eine andere Gruppe aber nicht glaubt, so geduldet euch, bis Gott zwischen uns urteilt. Er ist der Beste derer, die Urteile fallen.»

    [88] Die Vornehmen aus seinem Volk, die sich hochmutig verhielten, sagten: «Wir werden dich, o Shuayb, und diejenigen, die mit dir glauben, bestimmt aus unserer Stadt vertreiben, oder ihr kehrt zu unserer Glaubensrichtung zuruck.» Er sagte: «Was denn, auch wenn es uns zuwider ist

    [89] Wir wurden gegen Gott eine Luge erdichten, sollten wir zu eurer Glaubensrichtung zuruckkehren, nachdem uns Gott aus ihr errettet hat. Wir konnen unmoglich zu ihr zuruckkehren, es sei denn, Gott unser Herr, wollte es. Unser Herr umfaßt alle Dinge in seinem Wissen. Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, richte zwischen uns und unserem Volk nach der Wahrheit. Du bist der beste Richter.»

    [90] Und die Vornehmen aus seinem Volk, die unglaubig waren, sagten: «Wenn ihr dem Shuayb folgt, werdet ihr bestimmt Verlierer sein.»

    [91] Da ergriff sie das Beben, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstatte nieder

    [92] Diejenigen, die Shuayb der Luge ziehen, waren, als hatten sie nicht darin lange gewohnt. Diejenigen, die Shuayb der Luge ziehen, waren selbst die Verlierer

    [93] So kehrte er sich von ihnen ab und sagte: «O mein Volk, ich habe euch die Botschaften meines Herrn ausgerichtet, und ich habe euch gut geraten. Wie konnte ich betrubt sein uber unglaubige Leute?»

    [94] Und Wir haben keinen Propheten in eine Stadt gesandt, ohne daß Wir ihre Bewohner durch Not und Leid heimgesucht hatten, auf daß sie sich vielleicht demutigen

    [95] Dann tauschten Wir anstelle des Schlimmen Gutes ein, bis sie sich vermehrten und sagten: «Auch unsere Vater haben Leid und Erfreuliches erfahren.» So ergriffen Wir sie plotzlich, ohne daß sie es merkten

    [96] Hatten die Bewohner der Stadte geglaubt und waren sie gottesfurchtig gewesen, hatten Wir ihnen die Segnungen vom Himmel und von der Erde aufgetan. Aber sie erklarten (die Botschaft) fur Luge, so ergriffen Wir sie fur das, was sie erworben haben

    [97] Wahnen sich denn die Bewohner der Stadte in Sicherheit davor, daß unsere Schlagkraft nachts uber sie kommt, wahrend sie schlafen

    [98] Oder wahnen sich die Bewohner der Stadte in Sicherheit davor, daß unsere Schlagkraft am helllichten Tag uber sie kommt, wahrend sie sich dem Spiel hingeben

    [99] Wahnen sie sich in Sicherheit vor den Ranken Gottes? In Sicherheit vor den Ranken Gottes wahnen sich nur die Leute, die Verlierer sind

    [100] Ist denen, die die Erde nach ihren Bewohnern erben, nicht deutlich geworden, daß, wenn Wir es wollten, Wir sie fur ihre Sunden treffen? Und Wir versiegeln ihre Herzen, so daß sie nicht horen

    [101] Uber diese Stadte erzahlen Wir dir einiges von ihren Berichten. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen, sie vermochten aber nicht an das zu glauben, was sie fruher fur Luge erklart hatten. So versiegelt Gott die Herzen der Unglaubigen

    [102] Und bei den meisten von ihnen haben Wir keine Vertragstreue gefunden. Und Wir haben gefunden, daß die meisten von ihnen Frevler sind

    [103] Dann entsandten Wir nach ihnen Mose mit unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen. Sie handelten an ihnen ungerecht. So schau, wie das Ende der Unheilstifter war

    [104] Und Mose sagte: «O Pharao, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten

    [105] Verpflichtet und darauf bedacht, uber Gott nur die Wahrheit zu sagen. Ich bin zu euch mit einem deutlichen Zeichen von eurem Herrn gekommen. So schick die Kinder Israels mit mir weg.»

    [106] Er sagte: «Wenn du mit einem Zeichen gekommen bist, dann bring es her, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [107] Er warf seinen Stab, und da war er eine offenkundige Schlange

    [108] Und er zog seine Hand heraus, da war sie weiß fur die Zuschauer

    [109] Die Vornehmen aus dem Volk Pharaos sagten: «Dieser ist ja ein erfahrener Zauberer

    [110] Der euch aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun?»

    [111] Sie sagten: «Stell ihn und seinen Bruder zuruck, und schick zu den Stadten Leute, die sie versammeln

    [112] Damit sie dir jeden erfahrenen Zauberer herbringen.»

    [113] Und die Zauberer kamen zu Pharao. Sie sagten: «Wir bekommen wohl eine Belohnung, wenn wir es sind, die siegen?»

    [114] Er sagte: «Ja. Und ihr werdet auch zu denen gehoren, die in (meine) Nahe zugelassen werden.»

    [115] Sie sagten: «O Mose, entweder wirfst du, oder wir sind es, die (zuerst) werfen.»

    [116] Er sagte: «Werft ihr (zuerst).» Als sie nun warfen, bezauberten sie die Augen der Menschen und jagten ihnen Angst ein, und sie brachten einen gewaltigen Zauber vor

    [117] Und Wir gaben dem Mose ein: «Wirf deinen Stab.» Da fing er an zu verschlingen, was sie vorgaukelten

    [118] So bestatigte sich die Wahrheit, und das, was sie machten, erwies sich als falsch

    [119] Sie wurden dort besiegt und kehrten als Erniedrigte zuruck

    [120] Und die Zauberer wurden in Anbetung zu Boden geworfen

    [121] Sie sagten: «Wir glauben an den Herrn der Welten

    [122] Den Herrn von Mose und Aaron.»

    [123] Pharao sagte: «Ihr glaubt an ihn, bevor ich es euch erlaube? Das sind ja Ranke, die ihr in der Stadt geschmiedet habt, um ihre Bewohner aus ihr zu vertreiben. Aber ihr werdet es zu wissen bekommen

    [124] Ich werde eure Hande und eure Fuße wechselseitig abhacken, und dann werde ich euch allesamt kreuzigen lassen.»

    [125] Sie sagten: «Wir kehren zu unserem Herrn zuruck

    [126] Nichts anderes laßt dich uns grollen, als daß wir an die Zeichen unseres Herrn glaubten, als sie zu uns kamen. Unser Herr, gieße Geduld uber uns aus und berufe uns als Gottergebene ab.»

    [127] Die Vornehmen aus dem Volk Pharaos sagten: «Willst du zulassen, daß Mose und sein Volk auf der Erde Unheil stiften und daß er dich und deine Gotter verlaßt?» Er sagte: «Wir werden ihre Sohne ermorden und nur ihre Frauen am Leben lassen. Wir sind ja Zwingherrscher uber sie.»

    [128] Mose sagte zu seinem Volk: «Sucht Hilfe bei Gott, und seid geduldig. Die Erde gehort Gott, Er gibt sie zum Erbe, wem von seinen Dienern Er will. Und das (gute) Ende gehort den Gottesfurchtigen.»

    [129] Sie sagten: «Uns ist Leid zugefugt worden, bevor du zu uns kamst und nachdem du zu uns gekommen bist.» Er sagte: «Moge euer Herr euren Feind verderben lassen und euch zu Nachfolgern auf der Erde einsetzen und dann sehen, wie ihr handelt.»

    [130] Und Wir ließen uber die Leute des Pharao Durrejahre und Mangel an Fruchten kommen, auf daß sie es bedenken

    [131] Wenn ihnen dann etwas Gutes zufiel, sagten sie: «Wir haben es verdient»; und wenn sie etwas Ubles traf, sahen sie ein boses Omen in Mose und denen, die mit ihm waren. Aber ihr Omen ist bei Gott, jedoch wissen die meisten von ihnen nicht Bescheid

    [132] Und sie sagten: «Welches Zeichen du auch vorbringen magst, um uns damit zu bezaubern, wir werden dir nicht glauben.»

    [133] So schickten Wir uber sie die Flut, die Heuschrecken, die Lause, die Frosche und das Blut als einzeln vorgebrachte Zeichen. Da verhielten sie sich hochmutig und waren Leute, die Ubeltater waren

    [134] Als nun das Zorngericht sie uberfiel, sagten sie: «O Mose, rufe fur uns deinen Herrn an aufgrund seines Bundes mit dir. Wenn du das Zorngericht von uns aufhebst, dann werden wir dir glauben und die Kinder Israels mit dir wegschicken.»

    [135] Als Wir dann das Zorngericht von ihnen aufhoben auf eine Frist, die sie ja erreichen sollten, brachen sie gleich ihr Wort

    [136] Da rachten Wir uns an ihnen und ließen sie im Meer ertrinken dafur, daß sie unsere Zeichen fur Luge erklarten und sie unbeachtet ließen

    [137] Und Wir gaben den Leuten, die wie Schwache behandelt wurden, zum Erbe die ostlichen und die westlichen Gegenden der Erde, die Wir mit Segen bedacht haben. Und das schonste Wort deines Herrn erfullte sich an den Kindern Israels dafur, daß sie geduldig waren. Und Wir zerstorten, was Pharao und sein Volk zu machen und was sie aufzurichten pflegten

    [138] Und Wir ließen die Kinder Israels das Meer uberqueren. Sie trafen auf Leute, die sich dem Dienst an ihren Gotzen widmeten. Sie sagten: «O Mose, mache uns einen Gott, wie sie ja Gotter haben.» Er sagte: «Ihr seid Leute, die toricht sind

    [139] Was die da vollziehen, wird dem Verderben anheimfallen, und zunichte wird, was sie zu tun pflegten.»

    [140] Er sagte: «Sollte ich euch einen anderen Gott wunschen als Gott, wo Er euch doch vor den Weltenbewohnern bevorzugt hat?»

    [141] Und als Wir euch vor den Leuten Pharaos retteten, als sie euch eine schlimme Pein zufugten, indem sie eure Sohne ermordeten und nur eure Frauen am Leben ließen. Darin war fur euch eine gewaltige Prufung von eurem Herrn

    [142] Und wir verabredeten uns mit Mose dreißig Nachte lang und erganzten sie mit weiteren zehn. So vervollstandigte sich der Termin seines Herrn auf vierzig Nachte. Und Mose sagte zu seinem Bruder Aaron: «Sei mein Nachfolger bei meinem Volk, sorge fur Ordnung und folge nicht dem Weg der Unheilstifter.»

    [143] Als Mose zu unserem Termin kam und sein Herr zu ihm sprach, sagte er: «Mein Herr, zeige (Dich) mir, daß ich zu Dir schaue.» Er sprach: «Du wirst Mich nicht sehen. Aber schau zu dem Berg. Wenn er an seiner Stelle festbleibt, wirst du Mich sehen.» Als sein Herr sich vor dem Berg enthullte, machte Er ihn zu Staub, und Mose fiel zu Boden wie vom Blitz getroffen. Als er aufwachte, sagte er: «Preis sei Dir! Ich wende mich Dir zu, und ich bin der erste der Glaubigen.»

    [144] Er sprach: «O Mose, Ich habe dich durch meine Botschaften und mein Gesprach (mit dir) vor den Menschen auserwahlt. So nimm, was Ich dir zukommen lasse, und sei einer der Dankbaren.»

    [145] Und Wir schrieben ihm auf den Tafeln uber alle Dinge, eine Ermahnung und eine ins einzelne gehende Darlegung aller Dinge. «So nimm sie mit voller Kraft und befiehl deinem Volk, sich an das Schonste in ihnen zu halten. Ich werde euch die Wohnstatte der Frevler zeigen.»

    [146] Abweisen werde Ich von meinen Zeichen diejenigen, die sich auf der Erde zu Unrecht hochmutig verhalten. Wenn sie auch jedes Zeichen sehen, glauben sie nicht daran. Und wenn sie den Weg des rechten Wandels sehen, nehmen sie ihn sich nicht zum Weg. Wenn sie den Weg der Verirrung sehen, nehmen sie ihn sich zum Weg. Dies, weil sie unsere Zeichen fur Luge erklaren und sie unbeachtet lassen

    [147] Diejenigen, die unsere Zeichen und die Begegnung mit dem Jenseits fur Luge erklaren, deren Werke sind wertlos. Wird ihnen denn fur etwas anderes vergolten als fur das, was sie taten

    [148] Und die Leute des Mose machten sich, nachdem er weggegangen war, aus ihren Schmucksachen ein Kalb als Leib, der blokte. Sahen sie denn nicht, daß es nicht zu ihnen sprechen und sie nicht den Weg fuhren konnte? Sie machten es sich und taten Unrecht

    [149] Und als sich bei ihnen die Reue einstellte und sie einsahen, daß sie irregegangen waren, sagten sie: «Wenn unser Herr sich nicht unser erbarmt und uns vergibt, werden wir sicher zu den Verlierern gehoren.»

    [150] Als Mose zornig und voller Bedauern zu seinem Volk zuruckkam, sagte er: «Schlimm ist das, was ihr, nachdem ich weggegangen war, begangen habt. Wolltet ihr den Befehl eures Herrn beschleunigen?» Er warf die Tafeln nieder und packte den Kopf seines Bruders und zog ihn an sich. Dieser sagte: «Sohn meiner Mutter, die Leute behandelten mich wie einen Schwachen und hatten mich beinahe getotet. So laß nicht die Feinde Schadenfreude uber mich haben und stelle mich nicht zu den Leuten, die Unrecht tun.»

    [151] Er sagte: «Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder, und laß uns in deine Barmherzigkeit eingehen. Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.»

    [152] Diejenigen, die sich das Kalb nahmen, wird Zorn von ihrem Herrn und Erniedrigung im diesseitigen Leben treffen. So vergelten Wir denen, die Lugen erdichten

    [153] Diejenigen, die die bosen Taten begehen, aber danach umkehren und glauben - siehe, dein Herr ist danach voller Vergebung und barmherzig

    [154] Und als sich der Zorn in Mose beruhigt hatte, nahm er die Tafeln. In ihrer Abschrift ist Rechtleitung und Barmherzigkeit fur die, die vor ihrem Herrn Ehrfurcht haben

    [155] Und Mose wahlte zu unserem Termin aus seinem Volk siebzig Manner. Als nun das Beben sie ergriff, sagte er: «Mein Herr, wenn Du gewollt hattest, hattest Du sie vorher verderben lassen, und mich auch. Willst Du uns verderben lassen fur das, was die Toren unter uns getan haben? Es ist doch deine Versuchung, mit der Du irrefuhrst, wen Du willst, und rechtleitest, wen Du willst. Du bist unser Freund, so vergib uns und erbarm dich unser. Du bist der Beste derer, die vergeben

    [156] Und bestimme fur uns im Diesseits Gutes, und auch im Jenseits. Wir sind zu Dir reumutig zuruckgekehrt.» Er sprach: «Mit meiner Pein treffe Ich, wen Ich will. Und meine Barmherzigkeit umfaßt alle Dinge. Ich werde sie fur die bestimmen, die gottesfurchtig sind und die Abgabe entrichten, und die an unsere Zeichen glauben»

    [157] Die dem Gesandten, dem ungelehrten Propheten, folgen, den sie bei sich in der Tora und im Evangelium verzeichnet finden. Er befiehlt ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Verwerfliche, er erlaubt ihnen die kostlichen Dinge und verbietet ihnen die schlechten, und er nimmt ihnen ihre Last und die Fesseln, die auf ihnen lagen, ab. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihm beistehen, ihn unterstutzen und dem Licht, das mit ihm herabgesandt worden ist, folgen, das sind die, denen es wohl ergeht

    [158] Sprich: O Menschen, ich bin an euch alle der Gesandte Gottes, dem die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde gehort. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und laßt sterben. So glaubt an Gott und seinen Gesandten, den ungelehrten Propheten, der an Gott und seine Worte glaubt, und folgt ihm, auf daß ihr die Rechtleitung findet

    [159] Und unter dem Volk Moses ist eine Gemeinschaft, die nach der Wahrheit leitet und nach ihr gerecht handelt

    [160] Und Wir zerteilten sie in zwolf Stamme und Gemeinschaften. Und Wir gaben dem Mose, als sein Volk ihn um Wasser zu trinken bat, ein: «Schlag mit deinem Stab auf den Stein.» Da traten aus ihm zwolf Quellen heraus, und jede Menschengruppe wußte nun, wo ihre Trinkstelle war. Und Wir ließen die Wolken sie uberschatten und sandten auf sie das Manna und die Wachteln hinab: «Eßt von den kostlichen Dingen, die Wir euch beschert haben.» Und nicht Uns taten sie Unrecht, sondern sich selbst haben sie Unrecht getan

    [161] Und als zu ihnen gesagt wurde: «Bewohnet diese Stadt und eßt davon, wo ihr wollt. Und sagt: Entlastung!, und betretet das Tor in der Haltung der Niederwerfung, dann vergeben Wir euch eure Verfehlungen. Und Wir werden den Rechtschaffenen noch mehr geben

    [162] Da vertauschten es diejenigen von ihnen, die Unrecht taten, mit einem Ausspruch, der anders war als das, was ihnen gesagt worden war. Da sandten Wir uber sie ein Zorngericht vom Himmel herab dafur, daß sie Unrecht taten

    [163] Und frag sie nach der Stadt, die am Meer lag, als sie am Sabbat Ubertretungen begingen, wie ihre Fische zu ihnen sichtbar geschwommen kamen am Tag, an dem sie Sabbat hatten, und wie sie am Tag, an dem sie den Sabbat nicht hielten, zu ihnen nicht kamen. So pruften Wir sie dafur, daß sie frevelten

    [164] Und als eine Gemeinschaft von ihnen sagte: «Warum ermahnt ihr Leute, die Gott verderben oder mit einer harten Pein peinigen wird?» Sie sagten: «Um eine Entschuldigung bei eurem Herrn zu haben, und auf daß sie vielleicht gottesfurchtig werden.»

    [165] Und als sie vergessen hatten, womit sie ermahnt worden waren, retteten Wir diejenigen, die das Bose verboten, und ergriffen diejenigen, die Unrecht taten, mit einer schlimmen Pein dafur, daß sie frevelten

    [166] Als sie sich rebellisch weigerten, das zu unterlassen, was ihnen verboten war, sprachen Wir zu ihnen: «Werdet zu verabscheuten Affen.»

    [167] Und als dein Herr ankundigte, Er werde gegen sie bis zum Tag der Auferstehung Leute schicken, die ihnen eine schlimme Pein zufugen. Dein Herr ist schnell im Bestrafen, und Er ist voller Vergebung und barmherzig

    [168] Und Wir zerteilten sie auf der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die es nicht waren. Und Wir pruften sie mit Gutem und Bosem, auf daß sie umkehren

    [169] Auf sie folgten Nachfolger, die das Buch erbten. Sie greifen nach den Gutern des Diesseits und sagen: «Es wird uns vergeben.» Und wenn sich ihnen gleiche Guter bieten, greifen sie danach. Wurde nicht von ihnen die Verpflichtung des Buches entgegengenommen, sie sollen uber Gott nur die Wahrheit sagen? Sie haben doch das, was darin steht, erforscht. Und die jenseitige Wohnstatte ist gewiß besser fur die, die gottesfurchtig sind. Habt ihr denn keinen Verstand

    [170] Und diejenigen, die am Buch festhalten und das Gebet verrichten - siehe, Wir lassen den Lohn derer, die Besserung zeigen, nicht verlorengehen

    [171] Und als Wir uber sie den Berg schuttelten, als ware er eine uberschattende Hulle, und sie meinten, er wurde auf sie fallen: «Nehmt, was Wir euch zukommen ließen, mit aller Kraft und gedenket dessen, was darin steht, auf daß ihr gottesfurchtig werdet.»

    [172] Und als dein Herr aus den Lenden der Kinder Adams ihre Nachkommenschaft nahm und gegen sich selbst zeugen ließ: «Bin Ich nicht euer Herr?» Sie sagten: «Jawohl, wir bezeugen es.» (Dies,) damit ihr nicht am Tag der Auferstehung sagt: «Wir ahnten nichts davon»

    [173] Oder auch nicht sagt: «Unsere Vater waren doch zuvor Polytheisten, und wir sind nur eine Nachkommenschaft nach ihnen. Willst Du uns denn verderben fur die Taten derer, die Falsches tun?»

    [174] So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar, auf daß sie umkehren

    [175] Und verlies ihnen den Bericht uber den, dem Wir unsere Zeichen zukommen ließen und der sich dann ihrer entledigte. Da holte ihn der Satan ein, und er wurde einer von denen, die irregegangen sind

    [176] Und wenn Wir gewollt hatten, hatten Wir ihn durch sie erhoht. Aber er wandte sich der Erde zu und folgte seiner Neigung. So ist es mit ihm wie mit einem Hund: Gehst du auf ihn los, hangt er die Zunge heraus; laßt du ihn in Ruhe, hangt er auch die Zunge heraus. So ist es mit den Leuten, die unsere Zeichen fur Luge erklaren. Erzahle also, was es zu erzahlen gibt, auf daß sie nachdenken

    [177] Schlimm ist es mit den Leuten, die unsere Zeichen fur Luge erklaren und sich selbst Unrecht tun

    [178] Wen Gott rechtleitet, der ist es, der der Rechtleitung folgt. Und die, die Er irrefuhrt, das sind die Verlierer

    [179] Wir haben fur die Holle viele von den Djinn und den Menschen geschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht begreifen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht horen. Sie sind wie das Vieh, ja sie irren noch mehr ab. Das sind die, die (alles) unbeachtet lassen

    [180] Gott gehoren die schonsten Namen. So ruft Ihn damit an und laßt die stehen, die uber seine Namen abwegig denken. Ihnen wird vergolten fur das, was sie taten

    [181] Und unter denen, die Wir erschaffen haben, ist eine Gemeinschaft (von Menschen), die nach der Wahrheit leiten und nach ihr gerecht handeln

    [182] Und diejenigen, die unsere Zeichen fur Luge erklaren, werden Wir Schritt fur Schritt (dem Verderben) naherbringen, von wo sie es nicht wissen

    [183] Und Ich gewahre ihnen Aufschub. Meine List ist fest

    [184] Denken sie denn nicht daruber nach? Ihr Gefahrte leidet doch nicht an Besessenheit; er ist nur ein deutlicher Warner

    [185] Haben sie denn nicht das Reich der Himmel und der Erde und all das, was Gott erschaffen hat, betrachtet, und auch daß ihre Frist vielleicht nahegekommen ist? An welche Botschaft nach dieser wollen sie denn sonst glauben

    [186] Wen Gott irrefuhrt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten konnte; und Er laßt sie im Ubermaß ihres Frevels blind umherirren

    [187] Sie fragen dich nach der Stunde, wann sie feststehen wird. Sprich: Nur mein Herr weiß uber sie Bescheid. Nur Er wird sie zu ihrer Zeit erscheinen lassen. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie wird euch plotzlich uberkommen. Sie fragen dich, als ob du eindringlich um Auskunft uber sie bittest. Sprich: Nur Gott weiß uber sie Bescheid. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [188] Sprich: Ich kann mir selbst weder Nutzen noch Schaden bringen, außer was Gott will. Wenn ich uber das Unsichtbare Bescheid wußte, wurde ich mir selbst viel Gutes verschaffen, und das Bose wurde mich nicht beruhren. Ich bin nur ein Warner und ein Freudenbote fur Leute, die glauben

    [189] Er ist es, der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat, und Er hat aus ihm seine Gattin gemacht, damit er bei ihr wohne. Und als er sie beschlafen hatte, trug sie dann eine leichte Leibesfrucht und verbrachte damit eine Zeit. Als sie schwer zu tragen hatte, riefen die beiden Gott, ihren Herrn, an: «Wenn Du uns ein gesundes Kind schenkst, werden wir gewiß zu den Dankbaren gehoren.»

    [190] Als Er ihnen dann ein gesundes Kind schenkte, stellten sie Ihm Gefahrten zur Seite, die an dem teilhaben sollten, was Er ihnen geschenkt hatte. Aber Gott ist erhaben uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [191] Wollen sie (Ihm) denn solche beigesellen, die nichts erschaffen, aber selbst erschaffen sind

    [192] Und die ihnen keine Unterstutzung gewahren, noch sich selbst helfen konnen

    [193] Und wenn ihr sie zur Rechtleitung ruft, folgen sie euch nicht. Es ist fur euch gleich, ob ihr sie ruft oder ob ihr schweigt

    [194] Diejenigen, die ihr anstelle Gottes anruft, sind nur Diener wie ihr selbst. So ruft sie doch an, daß sie euch erhoren, so ihr die Wahrheit sagt

    [195] Haben sie denn (uberhaupt) Fuße, mit denen sie gehen, oder haben sie Hande, mit denen sie gewaltig zugreifen, oder haben sie Augen, mit denen sie sehen, oder haben sie Ohren, mit denen sie horen? Sprich: Ruft eure Teilhaber an, und dann geht gegen mich mit eurer List vor und gewahrt mir keinen Aufschub

    [196] Mein Freund ist Gott, der das Buch herabgesandt hat, und Er schenkt seine Freundschaft den Rechtschaffenen

    [197] Diejenigen, die ihr anstelle Gottes anruft, konnen euch keine Unterstutzung gewahren, noch konnen sie sich selbst helfen

    [198] Und wenn ihr sie zur Rechtleitung ruft, horen sie nicht. Du siehst, wie sie dich anschauen, aber sie sehen nicht

    [199] Nimm das Gute und Leichte, gebiete das Rechte und wende dich von den Torichten ab

    [200] Und wenn dich vom Satan her ein Stachel aufstachelt, dann suche Zuflucht bei Gott. Er hort und weiß alles

    [201] Diejenigen, die gottesfurchtig sind, wenn sie eine Heimsuchung vom Satan her trifft, erinnern sich, und sogleich werden sie einsichtig

    [202] Ihre Bruder aber bestarken sie im Irrtum, und dann lassen sie darin nicht nach

    [203] Und wenn du ihnen kein Zeichen vorbringst, sagen sie: «Hattest du es dir doch selbst ausgesucht!» Sprich: Ich folge nur dem, was mir von meinem Herrn offenbart wird. Dies sind einsichtbringende Zeichen von eurem Herrn und eine Rechtleitung und eine Barmherzigkeit fur Leute, die glauben

    [204] Und wenn der Koran verlesen wird, dann hort zu und seid still, auf daß ihr Erbarmen findet

    [205] Und gedenke deines Herrn in deinem Inneren in Demut und Furcht und ohne lautes Aussprechen, am Morgen und am Abend. Und sei nicht einer von denen, die (dies) unbeachtet lassen

    [206] Diejenigen, die bei deinem Herrn sind, weigern sich nicht hochmutig, Ihm zu dienen. Sie preisen Ihn und werfen sich vor Ihm nieder

    Surah 8
    Die Beute

    [1] Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: Die Beute gehort Gott und dem Gesandten. So furchtet Gott und stiftet Aussohnung untereinander, und gehorchet Gott und seinem Gesandten, so ihr glaubig seid

    [2] Die Glaubigen, das sind diejenigen, deren Herzen sich angstigen, wenn Gottes gedacht wird, und die, wenn ihnen seine Zeichen verlesen werden, dadurch in ihrem Glauben bestarkt werden und die auf ihren Herrn vertrauen

    [3] Die das Gebet verrichten und von dem spenden, was Wir ihnen beschert haben

    [4] Das sind die wahren Glaubigen. Bestimmt sind fur sie bei ihrem Herrn Rangstufen und Vergebung und trefflicher Unterhalt

    [5] So wie dein Herr dich aus deinem Haus ausziehen ließ der richtigen Entscheidung gemaß, wahrend es einem Teil der Glaubigen zuwider war

    [6] Sie stritten ja mit dir uber das Richtige, nachdem es deutlich geworden war, als wurden sie in den Tod getrieben, wahrend sie zuschauen

    [7] Und als Gott euch versprach, daß die eine der beiden Gruppen fur euch bestimmt sei, ihr aber wunschtet, daß diejenige ohne Wehrkraft fur euch bestimmt sei. Jedoch wollte Gott mit seinen Worten die Wahrheit bestatigen und den letzten Rest der Unglaubigen ausmerzen

    [8] Um die Wahrheit zu bestatigen und das Falsche nichtig zu machen, auch wenn es den Ubeltatern zuwider war

    [9] Als ihr euren Herrn um Rettung batet, und Er euch erhorte: «Ich werde euch mit tausend hintereinander reitenden Engeln beistehen.»

    [10] Und Gott machte es nur deswegen, damit es eine Frohbotschaft sei und damit eure Herzen dadurch Ruhe finden. Der Sieg kommt ja nur von Gott. Gott ist machtig und weise

    [11] Als Er Schlafrigkeit euch uberkommen ließ als Sicherheit von Ihm her und Wasser vom Himmel auf euch herabsandte, um euch damit rein zu machen und die Unreinheit des Satans von euch zu entfernen, und um eure Herzen zu starken und eure Schritte damit zu festigen

    [12] Als dein Herr den Engeln eingab: «Ich bin mit euch. Festigt diejenigen, die glauben. Ich werde den Herzen derer, die unglaubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt auf die Nacken und schlagt auf jeden Finger von ihnen.»

    [13] Dies dafur, daß sie sich Gott und seinem Gesandten widersetzten. Und wenn jemand sich Gott und seinem Gesandten widersetzt, so verhangt Gott eine harte Strafe

    [14] Das ist sie, so kostet sie. Und wißt: Bestimmt ist fur die Unglaubigen die Pein des Feuers

    [15] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die, die unglaubig sind, trefft, wahrend sie zur Schlacht anrucken, dann kehret ihnen nicht den Rucken

    [16] Wer ihnen an jenem Tag den Rucken kehrt - es sei denn, er setzt sich ab zum Kampf, oder er stoßt zu einer anderen Schar -, zieht sich den Zorn Gottes zu. Seine Heimstatte ist die Holle - welch schlimmes Ende

    [17] Nicht ihr habt sie getotet, sondern Gott hat sie getotet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Gott hat geworfen. Und Er wollte die Glaubigen einer schonen Prufung unterziehen. Gott hort und weiß alles

    [18] Das ist es. Und so wollte Gott die List der Unglaubigen wirkungslos machen

    [19] Wenn ihr einen Richterspruch verlangt, so ist der Richterspruch zu euch gekommen. Und wenn ihr aufhort, so ist es besser fur euch. Und wenn ihr (dazu) zuruckkehrt, kehren Wir (auch) zuruck. Und eure Schar wird nichts von euch abwenden konnen, auch wenn sie zahlreich sein sollte. Und siehe, Gott ist mit den Glaubigen

    [20] O ihr, die ihr glaubt, gehorchet Gott und seinem Gesandten, und kehrt euch nicht von ihm ab, wo ihr doch hort

    [21] Und seid nicht wie diejenigen, die sagen: «Wir horen», wo sie doch nicht horen

    [22] Die schlimmsten Tiere bei Gott sind die tauben und stummen, die keinen Verstand haben

    [23] Hatte Gott bei ihnen etwas Gutes festgestellt, hatte Er sie horen lassen. Und wenn Er sie hatte horen lassen, so hatten sie sich (dennoch) abgekehrt und abgewandt

    [24] O ihr, die ihr glaubt, erhort Gott und den Gesandten, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben gibt. Und wißt, daß Gott zwischen dem Menschen und seinem Herzen trennt, und daß ihr zu Ihm versammelt werdet

    [25] Und hutet euch vor einer Versuchung, die gewiß nicht ausschließlich diejenigen von euch treffen wird, die Unrecht tun. Und wißt, Gott verhangt eine harte Strafe

    [26] Und gedenket, als ihr auf der Erde waret und als Schwache behandelt wurdet und furchtetet, daß euch die Menschen hinwegraffen wurden. Da hat Er euch untergebracht und euch mit seiner Unterstutzung gestarkt und euch (einiges) von den kostlichen Dingen beschert, auf daß ihr dankbar seid

    [27] O ihr, die ihr glaubt, seid nicht treulos gegenuber Gott und dem Gesandten, und seid nicht treulos in bezug auf die euch anvertrauten Dinge, wo ihr es wißt

    [28] Und wißt, daß euer Vermogen und eure Kinder eine Versuchung sind und daß Gott einen großartigen Lohn bereithalt

    [29] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Gott furchtet, bestellt Er euch eine Unterscheidungsnorm, suhnt euch eure Missetaten und vergibt euch. Und Gott besitzt große Huld

    [30] Und als diejenigen, die unglaubig sind, gegen dich Ranke schmiedeten, um dich festzunehmen oder zu toten oder zu vertreiben. Sie schmiedeten Ranke, und Gott schmiedete Ranke. Gott ist der Beste derer, die Ranke schmieden

    [31] Und wenn ihnen unsere Zeichen verlesen werden, sagen sie: «Wir haben es gehort. Wenn wir wollten, konnten auch wir etwas Derartiges sagen. Das sind nichts als Fabeln der Fruheren.»

    [32] Und als sie sagten: «O unser Gott, wenn dies die Wahrheit von Dir ist, so laß auf uns Steine vom Himmel regnen, oder bring uber uns eine schmerzhafte Pein.»

    [33] Aber Gott konnte sie wohl unmoglich peinigen, wahrend du noch in ihrer Mitte warst; und Er konnte sie wohl unmoglich peinigen, wahrend sie um Vergebung baten

    [34] Und warum sollte Gott sie nicht peinigen, wo sie (euch) von der heiligen Moschee abweisen und sie nicht seine Freunde sind? Seine Freunde sind ja nur die Gottesfurchtigen. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [35] Und ihr Gebet beim Haus ist nur Pfeifen und Klatschen. So kostet die Pein dafur, daß ihr unglaubig waret

    [36] Diejenigen, die unglaubig sind, spenden ihr Vermogen, um vom Weg Gottes abzuweisen. Sie werden es spenden, und dann wird es ein Bedauern fur sie sein. Dann werden sie besiegt werden. Und diejenigen, die unglaubig sind, werden zur Holle versammelt werden

    [37] Damit Gott das Schlechte vom Guten unterscheide und das Schlechte ubereinander tue, es allesamt zusammenhaufe und in die Holle stelle. Das sind die Verlierer

    [38] Sprich zu denen, die unglaubig sind: Wenn sie aufhoren, wird ihnen vergeben, was vorher geschah. Wenn sie (dazu) zuruckkehren, so steht fest, wie an den Fruheren gehandelt wurde

    [39] Und kampft gegen sie, bis es keine Verfuhrung mehr gibt und bis die Religion ganzlich nur noch Gott gehort. Wenn sie aufhoren, so sieht Gott wohl, was sie tun

    [40] Und wenn sie sich abkehren, so wißt, daß Gott euer Schutzherr ist: Welch vorzuglicher Schutzherr und welch vorzuglicher Helfer

    [41] Und wißt: Wenn ihr etwas erbeutet, so gehort ein Funftel davon Gott und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Bedurftigen, dem Reisenden, so ihr an Gott glaubt und an das, was Wir auf unseren Diener am Tag der Unterscheidung hinabgesandt haben, am Tag, da die beiden Scharen aufeinandertrafen. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [42] Als ihr auf der naheren Talseite waret, sie auf der ferneren Talseite und die Reittiere unterhalb von euch. Und wenn ihr euch verabredet hattet, waret ihr uber die Verabredung nicht einig geworden, aber Gott wollte eine Angelegenheit entscheiden, die zur Ausfuhrung kommen sollte, damit diejenigen, die umkamen, aufgrund eines deutlichen Zeichens umkamen, und diejenigen, die am Leben blieben, aufgrund eines deutlichen Zeichens am Leben blieben. Und Gott hort und weiß alles

    [43] Als Gott dich in deinem Traum sie als wenige sehen ließ. Hatte Er dich sie als viele sehen lassen, ihr waret verzagt und hattet miteinander uber die Angelegenheit gestritten. Aber Gott hat euch (davor) bewahrt. Er weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [44] Und als Er sie, als ihr aufeinandertraft, in euren Augen als wenige erscheinen ließ, und (auch) euch in ihren Augen weniger machte, damit Gott eine Angelegenheit entscheide, die zur Ausfuhrung kommen sollte. Und zu Gott werden alle Angelegenheiten zuruckgebracht

    [45] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf eine Schar trefft, so steht fest und gedenket Gottes viel, auf daß es euch wohl ergehe

    [46] Und gehorchet Gott und seinem Gesandten, und streitet nicht miteinander, sonst wurdet ihr verzagen, und eure Durchsetzungskraft wurde auch schwinden. Und seid standhaft. Gott ist mit den Standhaften

    [47] Und seid nicht wie diejenigen, die aus ihren Wohnstatten auszogen, aus Ubermut und um von den Menschen gesehen zu werden, und die vom Weg Gottes abweisen. Gott umfaßt, was sie tun

    [48] Und als der Satan ihnen ihre Taten verlockend machte und sagte: «Es gibt niemanden unter den Menschen, der euch heute besiegen konnte. Und ich bin euch ein (hilfsbereiter) Nachbar.» Als aber die beiden Scharen einander sahen, machte er auf seinen Fersen kehrt und sagte: «Ich bin euer ledig. Ich sehe, was ihr nicht seht. Ich furchte Gott. Gott verhangt eine harte Strafe.»

    [49] Als die Heuchler und die, in deren Herzen Krankheit ist, sagten: «Betort hat diese da ihre Religion.» Wenn einer aber auf Gott vertraut, so ist Gott machtig und weise

    [50] Und wenn du nur zuschauen konntest, wenn die Engel diejenigen abberufen, die unglaubig sind: Sie schlagen sie ins Gesicht und auf das Hinterteil: «Kostet die Pein des Feuerbrandes

    [51] Dies fur das, was eure Hande vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut.»

    [52] Es ist wie mit den Leuten des Pharao und denen, die vor ihnen lebten. Sie verleugneten die Zeichen Gottes, so suchte sie Gott wegen ihrer Sunden heim. Gott ist stark und verhangt eine harte Strafe

    [53] Dies, weil Gott niemals seine Gnade, mit der Er ein Volk begnadet hat, andert, bis sie selbst das andern, was in ihrem Innern ist, und weil Gott alles hort und weiß

    [54] Es ist wie mit den Leuten des Pharao und denen, die vor ihnen lebten: Sie erklarten die Zeichen ihres Herrn fur Luge, so ließen Wir sie fur ihre Sunden verderben, und Wir ließen die Leute des Pharao ertrinken. Sie waren ja alle Leute, die Unrecht taten

    [55] Die schlimmsten Tiere bei Gott sind die, die unglaubig sind und weiterhin nicht glauben

    [56] Mit denen du einen Vertrag geschlossen hast, die aber dann ihren Vertrag jedesmal brechen und nicht gottesfurchtig sind

    [57] Und wenn du sie im Krieg triffst, dann verscheuche mit ihnen diejenigen, die hinter ihnen stehen, auf daß sie es bedenken

    [58] Und wenn du von bestimmten Leuten Verrat furchtest, so kundige ihnen (den Vertrag) so eindeutig auf, daß Gleichheit zwischen euch besteht. Gott liebt ja die Verrater nicht

    [59] Und diejenigen, die unglaubig sind, sollen nicht meinen, sie seien (euch) voraus. Sie werden nichts vereiteln konnen

    [60] Und rustet gegen sie, was ihr an Kraft und an einsatzbereiten Pferden haben konnt, um damit den Feinden Gottes und euren Feinden Angst zu machen, sowie anderen außer ihnen, die ihr nicht kennt; Gott aber kennt sie. Und was ihr auch auf dem Weg Gottes spendet, wird euch voll zuruckerstattet, und euch wird nicht Unrecht getan

    [61] Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du dich ihm zu und vertrau auf Gott. Er ist der, der alles hort und weiß

    [62] Und wenn sie dich betrugen wollen, so genugt dir Gott. Er ist es, der dich mit seiner Unterstutzung und mit den Glaubigen gestarkt

    [63] Und zwischen ihren Herzen Vertrautheit gestiftet hat. Wenn du alles, was auf Erden ist, (dafur) ausgegeben hattest, hattest du nicht zwischen ihren Herzen Vertrautheit stiften konnen. Aber Gott hat zwischen ihnen Vertrautheit gestiftet. Er ist machtig und weise

    [64] O Prophet, Gott genugt dir und auch denen von den Glaubigen, die dir folgen

    [65] O Prophet, sporne die Glaubigen zum Kampf an. Wenn es unter euch auch nur zwanzig gibt, die standhaft sind, werden sie zweihundert besiegen. Und wenn es unter euch hundert gibt, werden sie tausend von denen, die unglaubig sind, besiegen. Dies dafur, daß sie Leute sind, die nicht begreifen

    [66] Jetzt hat Gott euch Erleichterung gewahrt. Er weiß, daß in euren Reihen Schwachheit vorkommt. Wenn es unter euch hundert Standhafte gibt, werden sie zweihundert besiegen, und wenn es unter euch tausend gibt, werden sie zweitausend besiegen, mit Gottes Erlaubnis. Und Gott ist mit den Standhaften

    [67] Es steht einem Propheten nicht zu, Gefangene zu haben, bis er auf der Erde stark gewutet hat. Ihr wollt die Guter des Diesseits, und Gott will das Jenseits. Gott ist machtig und weise

    [68] Gabe es nicht eine fruher ergangene Bestimmung von Gott, so hatte euch fur das, was ihr genommen habt, eine gewaltige Pein ergriffen

    [69] Eßt nun von dem, was ihr erbeutet habt, so es erlaubt und kostlich ist, und furchtet Gott. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [70] O Prophet, sprich zu denen von den Gefangenen, die sich in eurer Gewalt befinden: «Wenn Gott in euren Herzen etwas Gutes feststellt, laßt Er euch etwas Besseres zukommen als das, was euch genommen worden ist, und vergibt euch. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.»

    [71] Und wenn sie dich verraten wollen, so haben sie zuvor Gott verraten, und Er hat sie dann (eurer) Gewalt preisgegeben. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [72] Diejenigen, die glaubten und ausgewandert sind und sich mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes eingesetzt haben, und diejenigen, die (jene) untergebracht und unterstutzt haben, sind untereinander Freunde. Mit denen aber, die glauben und nicht ausgewandert sind, habt ihr keine Freundschaft zu pflegen, bis sie auswandern. Wenn sie euch jedoch um Unterstutzung wegen der (euch gemeinsamen) Religion bitten, so habt ihr die Pflicht zur Unterstutzung, außer gegen Leute, zwischen denen und euch eine Vertragspflicht besteht. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [73] Und diejenigen, die unglaubig sind, sind untereinander Freunde. Wenn ihr es nicht tut, wird es im Land Verfuhrung und großes Unheil geben

    [74] Und diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Gottes eingesetzt haben, und diejenigen, die (jene) untergebracht und unterstutzt haben, das sind die wahren Glaubigen. Bestimmt ist fur sie Vergebung und ein trefflicher Unterhalt

    [75] Und diejenigen, die danach geglaubt haben und ausgewandert sind und sich mit euch eingesetzt haben, sie gehoren zu euch. Aber die Blutsverwandten haben eher Anspruch aufeinander; dies steht im Buch Gottes. Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    Surah 9
    Die Reue

    [1] Aufkundigung von Seiten Gottes und seines Gesandten an diejenigen unter den Polytheisten, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt

    [2] Nun zieht im Land vier Monate umher und wißt, daß ihr Gottes Willen nicht vereiteln konnt, und daß Gott die Unglaubigen zuschanden macht

    [3] Und Bekanntmachung von Seiten Gottes und seines Gesandten an die Menschen am Tag der großen Wallfahrt: Gott ist der Polytheisten ledig, und auch sein Gesandter. Wenn ihr umkehrt, ist es besser fur euch. Wenn ihr abkehrt, so wißt, daß ihr Gottes Willen nicht vereiteln konnt. Und verkunde denen, die unglaubig sind, eine schmerzhafte Pein

    [4] Mit Ausnahme derer von den Polytheisten, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt und die euch in nichts fehlen lassen und niemandem gegen euch beigestanden haben. So erfullt ihnen gegenuber ihren Vertrag bis zu der ihnen eingeraumten Frist. Gott liebt die Gottesfurchtigen

    [5] Wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann totet die Polytheisten, wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf. Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen: Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [6] Und wenn einer von den Polytheisten dich um Schutz bittet, so gewahre ihm Schutz, bis er das Wort Gottes hort. Danach laß ihn den Ort erreichen, in dem er in Sicherheit ist. Dies, weil sie Leute sind, die nicht Bescheid wissen

    [7] Wie sollten die Polytheisten Gott und seinem Gesandten gegenuber einen Vertrag geltend machen, ausgenommen die, mit denen ihr bei der heiligen Moschee einen Vertrag abgeschlossen habt? Solange sie sich euch gegenuber recht verhalten, verhaltet auch ihr euch ihnen gegenuber recht. Gott liebt die Gottesfurchtigen

    [8] Wie sollten sie dies tun, wo sie doch, wenn sie die Oberhand uber euch bekommen, euch gegenuber weder Verwandtschaft noch Schutzbund beachten? Sie stellen euch zufrieden mit ihrem Munde, aber ihre Herzen sind voller Ablehnung. Und die meisten von ihnen sind Frevler

    [9] Sie haben die Zeichen Gottes fur einen geringen Preis verkauft und so die Menschen von seinem Weg abgewiesen. Schlimm ist, was sie immer wieder getan haben

    [10] Sie beachten einem Glaubigen gegenuber weder Verwandtschaft noch Schutzbund. Das sind die, die Ubertretungen begehen

    [11] Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann sind sie eure Bruder in der Religion. Wir legen die Zeichen im einzelnen dar fur Leute, die Bescheid wissen

    [12] Wenn sie aber nach Vertragsabschluß ihre Eide brechen und eure Religion angreifen, dann kampft gegen die Anfuhrer des Unglaubens. Fur sie gibt es ja keine Eide. Vielleicht werden sie aufhoren

    [13] Wollt ihr nicht gegen Leute kampfen, die ihre Eide gebrochen haben und im Begriff gewesen sind, den Gesandten zu vertreiben, wobei sie zuerst gegen euch vorgegangen sind? Furchtet ihr sie? Gott hat eher darauf Anspruch, daß ihr Ihn furchtet, so ihr glaubig seid

    [14] Kampft gegen sie, so wird Gott sie durch eure Hande peinigen, sie zuschanden machen und euch gegen sie unterstutzen, die Brust glaubiger Leute wieder heil machen

    [15] Und den Groll ihrer Herzen entfernen. Und Gott wendet sich, wem Er will, wieder zu. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [16] Oder meint ihr, daß ihr in Ruhe gelassen werdet, bevor Gott in Erfahrung gebracht hat, wer von euch sich eingesetzt und sich außer Gott, seinem Gesandten und den Glaubigen keinen Freund genommen hat? Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [17] Es steht den Polytheisten nicht zu, in den Moscheen Gottes zu verweilen und Dienst zu tun, wo sie gegen sich selbst bezeugen, unglaubig zu sein. Deren Werke sind wertlos, und sie werden im Feuer ewig weilen

    [18] In den Moscheen Gottes verweilen und Dienst tun durfen nur die, die an Gott und den Jungsten Tag glauben, das Gebet verrichten, die Abgabe entrichten und niemanden furchten außer Gott. Mogen diese zu denen gehoren, die der Rechtleitung folgen

    [19] Wollt ihr etwa die Trankung der Pilger und den Dienst in der heiligen Moschee so bewerten, wie (die Werke dessen), der an Gott und den Jungsten Tag glaubt und sich auf dem Weg Gottes einsetzt? Sie sind bei Gott nicht gleich. Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [20] Diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Gottes mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person eingesetzt haben, haben eine hohere Rangstufe bei Gott. Das sind die Erfolgreichen

    [21] Ihr Herr verkundet ihnen eine Barmherzigkeit von sich und Wohlgefallen und Garten, in denen sie bestandige Wonne haben

    [22] Darin werden sie auf immer ewig weilen. Bei Gott steht ein großartiger Lohn bereit

    [23] O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht eure Vater und eure Bruder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Diejenigen von euch, die sie zu Freunden nehmen, das sind die, die Unrecht tun

    [24] Sprich: Wenn eure Vater, eure Sohne, eure Bruder, eure Gattinnen und eure Verwandten, ein Vermogen, das ihr erworben habt, eine Handelsware, die ihr furchtet nicht loszuwerden, und Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind als Gott und sein Gesandter und der Einsatz auf seinem Weg, dann wartet ab, bis Gott mit seinem Befehl kommt. Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht

    [25] Gott hat euch an vielen Orten unterstutzt, und auch am Tag von Hunayn, als eure große Zahl euch gefiel, von euch aber nichts abwenden konnte. Die Erde wurde euch eng trotz ihrer Weite. Daraufhin kehrtet ihr den Rucken

    [26] Dann sandte Gott seine ruhespendende Gegenwart auf seinen Gesandten und auf die Glaubigen herab. Und Er sandte Truppen, die ihr nicht sehen konntet, herab und peinigte diejenigen, die unglaubig waren. Das ist die Vergeltung fur die Unglaubigen

    [27] Und Gott wendet sich danach gnadig zu, wem Er will. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [28] O ihr, die ihr glaubt, die Polytheisten sind unrein, so sollen sie nach diesem ihrem Jahr sich der heiligen Moschee nicht mehr nahern. Und wenn ihr furchtet, (deswegen) arm zu werden, so wird Gott euch von seiner Huld reich machen, wenn Er will. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [29] Kampft gegen diejenigen, die nicht an Gott und nicht an den Jungsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der Religion der Wahrheit angehoren - von denen, denen das Buch zugekommen ist, bis sie von dem, was ihre Hand besitzt, Tribut entrichten als Erniedrigte

    [30] Die Juden sagen: «Uzayr ist Gottes Sohn.» Und die Christen sagen: «Christus ist Gottes Sohn.» Das ist ihre Rede aus ihrem eigenen Munde. Damit reden sie wie die, die vorher unglaubig waren. Gott bekampfe sie! Wie leicht lassen sie sich doch abwenden

    [31] Sie nahmen sich ihre Gelehrten und ihre Monche zu Herren neben Gott, sowie auch Christus, den Sohn Marias. Dabei wurde ihnen doch nur befohlen, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! Erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [32] Sie wollen das Licht Gottes mit ihrem Mund ausloschen. Aber Gott besteht darauf, sein Licht zu vollenden, auch wenn es den Unglaubigen zuwider ist

    [33] Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand zu verleihen uber alle Religion, auch wenn es den Polytheisten zuwider ist

    [34] O ihr, die ihr glaubt, viele von den Gelehrten und den Monchen verzehren das Vermogen der Menschen durch Betrug und weisen (sie) vom Weg Gottes ab. Denjenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Weg Gottes spenden, verkunde eine schmerzhafte Pein

    [35] Am Tag, da im Feuer der Holle daruber angeheizt wird und damit ihre Stirn, ihre Seiten und ihr Rucken gebrandmarkt werden. Dies ist, was ihr fur euch selbst gehortet habt. So kostet, was ihr immer wieder gehortet habt

    [36] Die Zahl der Monate bei Gott ist zwolf Monate, im Buch Gottes festgestellt am Tag, da Er die Himmel und die Erde erschaffen hat. Vier davon sind heilig. Das ist die richtige Religion. So tut euch selbst in ihnen kein Unrecht. Und kampft gegen die Polytheisten allesamt, wie sie gegen euch allesamt kampfen. Und wißt, Gott ist mit den Gottesfurchtigen

    [37] Der Brauch des verschobenen Monats zeugt von mehr Unglauben. Damit werden diejenigen, die unglaubig sind, irregefuhrt, so daß sie ihn in einem Jahr fur profan und in einem (anderen) Jahr fur heilig erklaren, um die Zahl dessen, was Gott fur heilig erklart hat, auszugleichen; so erklaren sie fur profan, was Gott fur heilig erklart hat. Ihr schlechtes Tun ist ihnen verlockend gemacht worden. Gott leitet die unglaubigen Leute nicht recht

    [38] O ihr, die ihr glaubt, was ist mit euch, daß ihr, wenn zu euch gesagt wird: «Ruckt aus auf dem Weg Gottes», euch schwer bis zur Erde neigt? Gefallt euch das diesseitige Leben mehr als das jenseitige? Aber die Nutznießung des diesseitigen Lebens ist im (Vergleich mit dem) Jenseits nur gering (zuschatzen)

    [39] Wenn ihr nicht ausruckt, peinigt Er euch mit einer schmerzhaften Pein und nimmt an eurer Stelle ein anderes Volk, und ihr konnt Ihm keinen Schaden zufugen. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [40] Wenn ihr ihn nicht unterstutzt, so hat Gott ihn (schon damals) unterstutzt, als diejenigen, die unglaubig sind, ihn zusammen mit einem zweiten Mann vertrieben haben. Sie waren beide in der Hohle, und er sagte zu seinem Gefahrten: «Sei nicht traurig. Gott ist mit uns.» Da sandte Gott seine Ruhe spendende Gegenwart auf ihn herab und starkte ihn mit Truppen, die ihr nicht sehen konntet. Und Er machte das Wort derer, die unglaubig sind, unterlegen. Siehe, Gottes Wort ist uberlegen. Und Gott ist machtig und weise

    [41] Ruckt aus, ob leicht oder schwer, und setzt euch mit eurem Vermogen und mit eurer eigenen Person auf dem Weg Gottes ein. Das ist besser fur euch, so ihr Bescheid wißt

    [42] Ginge es um nahe Guter oder eine maßige Reise, wurden sie dir folgen. Aber die Entfernung ist ihnen zu weit. Und sie werden bei Gott schworen: «Wenn wir es konnten, wurden wir mit euch hinausziehen.» Sie sturzen sich dabei selbst ins Verderben. Und Gott weiß, daß sie ja lugen

    [43] Gott verzeihe dir! Warum hast du sie befreit? (Hattest du nur gewartet), bis dir deutlich geworden war, wer die Wahrheit sagt, und du die Lugner in Erfahrung gebracht hast

    [44] Diejenigen, die an Gott und den Jungsten Tag glauben, bitten dich nicht um Befreiung davon, sich mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person einzusetzen. Und Gott weiß uber die Gottesfurchtigen Bescheid

    [45] Um Befreiung bitten dich nur diejenigen, die an Gott und den Jungsten Tag nicht glauben und deren Herzen zweifeln; und in ihrem Zweifel zogern sie

    [46] Hatten sie wirklich ausziehen wollen, hatten sie sich dafur gerustet. Aber ihr Ausmarsch war Gott zuwider, so hielt Er sie zuruck. Und es wurde gesagt: «Sitzt daheim mit denen, die daheim sitzen.»

    [47] Wurden sie mit euch ausziehen, wurden sie euch nur noch Verschlechterung bringen und unter euch schnell umherlaufen im Trachten danach, (euch) der Versuchung auszusetzen. Dennoch gibt es unter euch welche, die nur auf sie horen. Und Gott weiß uber die Bescheid, die Unrecht tun

    [48] Sie haben schon fruher danach getrachtet, euch der Versuchung auszusetzen, und gegen dich Intrigen getrieben, bis die Wahrheit kam und der Befehl Gottes erschien, obwohl es ihnen zuwider war

    [49] Unter ihnen gibt es welche, die sagen: «Befreie mich und fuhre mich nicht in Versuchung.» In Versuchung sind sie doch gefallen. Und die Holle umfaßt die Unglaubigen

    [50] Wenn dich Gutes trifft, tut es ihnen leid; und wenn dich ein Ungluck trifft, sagen sie: «Wir haben unsere Angelegenheit schon vorher selbst ubernommen.» Und sie kehren sich erfreut ab

    [51] Sprich: Uns wird nur das treffen, was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Gott sollen die Glaubigen vertrauen

    [52] Sprich: Erwartet ihr fur uns etwas anderes als eine der beiden schonsten Sachen? Wir erwarten fur euch, daß Gott euch trifft mit einer Pein von Ihm oder durch unsere Hande. So wartet nur ab, wir warten mit euch ab

    [53] Sprich: Ihr mogt freiwillig oder widerwillig spenden, es wird von euch doch nicht angenommen werden. Ihr seid ja frevlerische Leute

    [54] Und nichts anderes verhindert, daß ihre Spenden von ihnen angenommen werden, als daß sie Gott und seinen Gesandten verleugnen, nur nachlassig zum Gebet hingehen und nur widerwillig spenden

    [55] Nicht sollen dir ihr Vermogen und ihre Kinder gefallen. Gott will sie ja im diesseitigen Leben damit peinigen, und daß ihre Seele (im Tod) dahinschwindet, wahrend sie unglaubig sind

    [56] Und sie schworen bei Gott, daß sie zu euch gehoren. Sie gehoren aber nicht zu euch, sondern sie sind Leute, die angstlich sind

    [57] Wurden sie einen Zufluchtsort oder Hohlen oder einen Schlupfgang finden, sie wurden schnellstens dorthin fluchten

    [58] Und unter ihnen gibt es welche, die gegen dich wegen der Almosen norgeln. Wenn ihnen etwas davon gegeben wird, sind sie zufrieden. Wenn ihnen nichts davon gegeben wird, geraten sie gleich in Groll

    [59] Waren sie doch mit dem zufrieden, was Gott und sein Gesandter ihnen zukommen ließen, und wurden sie doch sagen: «Gott genugt uns. Gott wird uns etwas von seiner Huld zukommen lassen, und auch sein Gesandter. Auf Gott richten wir unsere Wunsche»

    [60] Die Almosen sind bestimmt fur die Armen, die Bedurftigen, die, die damit befaßt sind, die, deren Herzen vertraut gemacht werden sollen, die Gefangenen, die Verschuldeten, fur den Einsatz auf dem Weg Gottes und fur den Reisenden. Es ist eine Rechtspflicht von seiten Gottes. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [61] Und unter ihnen gibt es welche, die dem Propheten Leid zufugen und sagen: «Er ist (nur) Ohr.» Sprich: Ein Ohr zum Guten fur euch. Er glaubt an Gott und glaubt den Glaubigen, und (er ist) eine Barmherzigkeit fur die von euch, die glaubig sind. Fur diejenigen aber, die dem Gesandten Gottes Leid zufugen, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [62] Sie schworen euch bei Gott, um euch zufriedenzustellen. Aber Gott - und (auch) sein Gesandter - hat eher darauf Anspruch, daß sie Ihn zufriedenstellen, so sie glaubig sind

    [63] Wissen sie denn nicht, daß fur den, der sich Gott und seinem Gesandten widersetzt, das Feuer der Holle bestimmt ist, in dem er ewig weilen wird? Das ist die gewaltige Schande

    [64] Die Heuchler befurchten, daß eine Sure auf sie herabgesandt wird, die ihnen das kundtut, was in ihren Herzen ist. Sprich: Spottet nur! Gott wird ans Licht bringen, was ihr befurchtet

    [65] Und wenn du sie fragst, sagen sie sicherlich: «Wir hielten ausschweifende Reden und trieben nur unser Spiel.» Sprich: Wolltet ihr denn uber Gott und seine Zeichen und seinen Gesandten spotten

    [66] Entschuldigt euch nicht! Ihr seid unglaubig geworden, nachdem ihr geglaubt hattet. Wenn Wir auch einer Gruppe von euch verzeihen, so peinigen Wir eine andere Gruppe dafur, daß sie Ubeltater waren

    [67] Die Heuchler und die Heuchlerinnen stammen voneinander. Sie gebieten das Verwerfliche und verbieten das Rechte und halten ihre Hande geschlossen. Vergessen haben sie Gott, und so hat Er sie vergessen. Die Heuchler sind die wahren Frevler

    [68] Versprochen hat Gott den Heuchlern und den Heuchlerinnen und den Unglaubigen das Feuer der Holle, darin werden sie ewig weilen. Es ist ihr Genuge. Und Gott hat sie verflucht, und bestimmt ist fur sie eine bestandige Pein

    [69] Es ist wie mit denen, die vor euch lebten. Sie hatten eine starkere Kraft als ihr und mehr Vermogen und Kinder. Sie nutzten ihren Anteil aus, dann habt ihr euren Anteil ausgenutzt, wie die, die vor euch lebten, ihren Anteil ausgenutzt haben. Und ihr habt ausschweifende Reden gehalten wie die Reden, die sie gehalten haben. Deren Werke sind wertlos im Diesseits und Jenseits. Das sind die Verlierer

    [70] Ist denn der Bericht uber die, die vor ihnen lebten, nicht zu ihnen gelangt, das Volk Noachs, die, Aad und Thamud, das Volk Abrahams und die Gefahrten von Madyan und die verschwundenen Stadte? Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Und es ist bestimmt nicht Gott, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan

    [71] Die glaubigen Manner und Frauen sind untereinander Freunde. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Gott und seinem Gesandten. Siehe, Gott wird sich ihrer erbarmen. Gott ist machtig und weise

    [72] Gott hat den glaubigen Mannern und Frauen Garten versprochen, unter denen Bache fließen und in denen sie ewig weilen werden, und gute Wohnungen in den Garten von Eden. Ein Wohlgefallen von Gott ist aber großer. Das ist der großartige Erfolg

    [73] O Prophet, setz dich gegen die Unglaubigen und die Heuchler ein und fasse sie hart an. Ihre Heimstatte ist die Holle - welch schlimmes Ende

    [74] Sie schworen bei Gott, sie hatten es nicht gesagt. Aber sie haben wohl das Wort des Unglaubens gesagt und sind, nachdem sie den Islam angenommen hatten, unglaubig geworden. Sie waren im Begriff, das auszufuhren, was sie (doch) nicht erreicht haben. Und nichts ließ sie grollen, als daß Gott es war - und (auch) sein Gesandter -, der sie von seiner Huld reich gemacht hat. Wenn sie aber umkehren, ist es besser fur sie. Und wenn sie sich abkehren, wird Gott sie mit einer schmerzhaften Pein peinigen im Diesseits und Jenseits. Und sie werden auf der Erde weder Freund noch Helfer haben

    [75] Unter ihnen gibt es welche, die ein bindendes Versprechen mit Gott eingegangen waren: «Wenn Er uns etwas von seiner Huld zukommen laßt, dann werden wir Almosen geben und zu den Rechtschaffenen gehoren.»

    [76] Als Er ihnen nun etwas von seiner Huld hatte zukommen lassen, geizten sie damit, und sie machten kehrt und wandten sich ab

    [77] Als Folge davon setzte Er in ihre Herzen Heuchelei bis zum Tag, an dem sie Ihm begegnen werden. Dies dafur, daß sie Gott gegenuber brachen, was sie Ihm versprochen hatten, und daß sie logen

    [78] Wissen sie denn nicht, daß Gott uber ihre Geheimnisse und ihre vertraulichen Gesprache Bescheid weiß, und daß Gott die unsichtbaren Dinge alle weiß

    [79] Diejenigen, die gegen die Freiwilligen unter den Glaubigen wegen der Almosen norgeln und auch gegen die, die nichts als ihren Einsatz zu leisten vermogen, makeln und sie verhohnen - Gott verhohnt sie, und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [80] Bitte um Vergebung fur sie, oder bitte nicht um Vergebung fur sie. Wenn du auch siebzigmal um Vergebung fur sie bittest, Gott wird ihnen niemals vergeben. Dies, weil sie Gott und seinen Gesandten verleugneten. Und Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht

    [81] Es freuen sich die Zuruckgelassenen daruber, daß sie im Gegensatz zum Gesandten Gottes daheim geblieben sind, und es ist ihnen zuwider, sich mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes einzusetzen. Und sie sagen: «Ruckt nicht in der Hitze aus.» Sprich: Das Feuer der Holle ist noch heißer; wenn sie es doch begreifen konnten

    [82] Sie sollen ein wenig lachen, und sie sollen viel weinen zur Vergeltung fur das, was sie erworben haben

    [83] Wenn Gott dich zu einer Gruppe von ihnen zuruckkehren laßt und sie dich um Erlaubnis bitten hinauszuziehen, dann sprich: Niemals werdet ihr mit mir ausziehen, und nie werdet ihr mit mir gegen einen Feind kampfen. Ihr habt das erste Mal daran Gefallen gefunden, daheim zu sitzen. So sitzet daheim mit den Zuruckgebliebenen

    [84] Und bete niemals uber einen von ihnen, der gestorben ist, und stehe nicht bei seinem Grab. Sie haben Gott und seinen Gesandten verleugnet, und sie starben als Frevler

    [85] Nicht sollen ihr Vermogen und ihre Kinder dir gefallen. Gott will sie ja im Diesseits damit peinigen, und auch daß ihre Seele (im Tod) dahinschwindet, wahrend sie unglaubig sind

    [86] Und wenn eine Sure herabgesandt wird: «Glaubt an Gott und setzt euch mit seinem Gesandten ein», dann bitten dich die Wohlhabenden unter ihnen um Befreiung und sagen: «Laß uns mit denen bleiben, die daheim sitzen.»

    [87] Sie finden daran Gefallen, mit den Zuruckgebliebenen zu sein, und versiegelt wurden ihre Herzen, so daß sie nicht begreifen

    [88] Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glauben, setzen sich mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person ein. Fur sie sind die guten Dinge bestimmt, und das sind die, denen es wohl ergeht

    [89] Bereitet hat Gott fur sie Garten, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg

    [90] Und diejenigen von den arabischen Beduinen, die sich entschuldigen wollen, kommen her, um Befreiung zu erbitten. Und daheim sitzen diejenigen, die Gott und seinen Gesandten belugen. Treffen wird diejenigen unter ihnen, die unglaubig sind, eine schmerzhafte Pein

    [91] Fur die Schwachen, die Kranken und fur diejenigen, die nichts zum Spenden haben, ist es kein Grund zur Bedrangnis, wenn sie sich gegenuber Gott und seinem Gesandten aufrichtig verhalten. Die Rechtschaffenen konnen nicht belangt werden - Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [92] Und auch nicht diejenigen, die, wenn sie zu dir kommen, damit du sie mitreiten laßt, und du sagst: «Ich finde keine Tiere, daß ich euch mitreiten lassen kann», sich abkehren, wahrend ihre Augen von Tranen uberfließen aus Traurigkeit daruber, daß sie nichts zum Spenden haben

    [93] Belangt werden diejenigen, die dich um Befreiung bitten, obwohl sie reich sind. Sie finden daran Gefallen, mit den Zuruckgebliebenen zu sein. Gott hat ihre Herzen versiegelt, so daß sie nicht Bescheid wissen

    [94] Sie entschuldigen sich bei euch, wenn ihr zu ihnen zuruckkommt. Sprich: Entschuldigt euch nicht. Wir glauben es euch doch nicht. Gott hat uns etwas von den Berichten uber euch kundgetan. Und Gott wird euer Tun sehen, und auch sein Gesandter. Dann werdet ihr zu dem, der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß, zuruckgebracht, und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [95] Sie werden euch bei Gott schworen, wenn ihr zu ihnen zuruckkehrt, damit ihr euch von ihnen abwendet. So wendet euch von ihnen ab, sie sind ein Greuel. Ihre Heimstatte ist die Holle zur Vergeltung fur das, was sie erworben haben

    [96] Sie schworen euch, damit ihr mit ihnen zufrieden seid. Auch wenn ihr mit ihnen zufrieden seid, so ist Gott nicht zufrieden mit den frevlerischen Leuten

    [97] Die arabischen Beduinen sind starker dem Unglauben und der Heuchelei verfallen, und es paßt eher zu ihnen, daß sie die Bestimmungen dessen, was Gott auf seinen Gesandten herabgesandt hat, nicht kennen. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [98] Und unter den arabischen Beduinen gibt es welche, die das, was sie spenden, als erzwungene Zahlung ansehen und fur euch die Schicksalswendungen erwarten. Uber sie wird die Schicksalswendung des Unheils kommen: Und Gott hort und weiß alles

    [99] Und unter den arabischen Beduinen gibt es welche, die an Gott und den Jungsten Tag glauben und das, was sie spenden, als Mittel ansehen, Gott naherzukommen und die Gebete des Gesandten zu erhalten. Es ist sicher fur sie ein Mittel, (Gott) naherzukommen. Gott wird sie in seine Barmherzigkeit eingehen lassen. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [100] Mit den Allerersten der Auswanderer und der Helfer und denjenigen, die ihnen in Rechtschaffenheit gefolgt sind, ist Gott zufrieden, und sie sind mit Ihm zufrieden. Und Er hat fur sie Garten bereitet, unter denen Bache fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg

    [101] Und unter den arabischen Beduinen in eurer Umgebung und auch unter den Bewohnern von Medina gibt es Heuchler, die in der Heuchelei geubt sind. Du kennst sie nicht, aber Wir kennen sie. Wir werden sie zweimal peinigen, dann werden sie einer gewaltigen Pein zugefuhrt werden

    [102] Andere bekennen ihre Sunden, sie vermischen eine gute mit einer anderen schlechten Tat. Moge Gott sich ihnen gnadig zuwenden! Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [103] Nimm von ihrem Vermogen ein Almosen, mit dem du sie rein machst und lauterst, und bitte um Segen fur sie. Dein Gebet ist fur sie eine Beruhigung. Und Gott hort und weiß alles

    [104] Wissen sie denn nicht, daß es Gott ist, der die Umkehr von seinen Dienern annimmt und die Almosen nimmt, und daß Gott der ist, der sich gnadig zuwendet, und der Barmherzige

    [105] Und sprich: Handelt doch. Gott wird euer Tun sehen, und auch sein Gesandter und die Glaubigen. Und ihr werdet zu dem, der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß, zuruckgebracht, und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [106] Andere werden zuruckgestellt, bis der Befehl Gottes eintrifft. Entweder peinigt Er sie, oder Er wendet sich ihnen gnadig zu. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [107] (Es gibt auch) diejenigen, die sich eine (eigene) Moschee genommen haben aus Schadenslust und Unglauben, zum Anstiften von Zwietracht zwischen den Glaubigen und als Beobachtungsort fur den, der zuvor gegen Gott und seinen Gesandten Krieg gefuhrt hat. Sie werden sicher schworen: «Wir haben nur das Beste gewollt.» Aber Gott bezeugt, daß sie ja nur Lugner sind

    [108] Stell dich niemals in ihr zum Gebet hin. Eine Moschee, die vom ersten Tag an auf die Gottesfurcht gegrundet worden ist, hat eher darauf Anspruch, daß du dich in ihr hinstellst. In ihr sind Manner, die es lieben, sich zu reinigen. Und Gott liebt die, die sich reinigen

    [109] Ist der, der seinen Bau auf die Furcht Gottes und sein Wohlgefallen gegrundet hat, besser oder der, der seinen Bau auf den Rand eines bruchigen Hanges gegrundet hat, worauf er mit ihm ins Feuer der Holle absturzt? Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [110] Ihr Bau, den sie gebaut haben, wird unablassig Zweifel in ihren Herzen hervorrufen, bis ihre Herzen zerreißen. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [111] Gott hat von den Glaubigen ihre eigene Person und ihr Vermogen dafur erkauft, daß ihnen das Paradies gehort, insofern sie auf dem Weg Gottes kampfen und so toten oder getotet werden. Das ist ein Ihm obliegendes Versprechen in Wahrheit in der Tora und im Evangelium und im Koran. Und wer halt seine Abmachung treuer ein als Gott? So seid froh uber das Kaufgeschaft, das ihr abgeschlossen habt. Und das ist der großartige Erfolg

    [112] Diejenigen, die umkehren, (Gott) dienen, loben, umherziehen, sich verneigen, sich niederwerfen, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten, die Bestimmungen Gottes einhalten... Und verkunde den Glaubigen eine Frohbotschaft

    [113] Der Prophet und diejenigen, die glauben, haben nicht fur die Polytheisten um Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte waren, nachdem es ihnen deutlich geworden ist, daß sie Gefahrten der Holle sind

    [114] Die Bitte Abrahams um Vergebung fur seinen Vater erfolgte nur aufgrund eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als es ihm aber deutlich wurde, daß er ein Feind Gottes war, sagte er sich von ihm los. Abraham war voller Trauer und langmutig

    [115] Gott kann unmoglich Leute irrefuhren, nachdem Er sie recht geleitet hat, bis Er ihnen deutlich macht, wovor sie sich huten sollen. Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [116] Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Er macht lebendig und laßt sterben. Ihr habt außer Gott weder Freund noch Helfer

    [117] Gott hat sich dem Propheten, den Auswanderern und den Helfern zugewandt, die ihm in der Stunde der Bedrangnis gefolgt sind, nachdem die Herzen einer Gruppe von ihnen fast abgewichen waren. Ihnen hat Er sich dann zugewandt - Er hat Mitleid mit ihnen und ist barmherzig

    [118] Und auch den dreien, die zuruckgelassen wurden, bis die Erde ihnen trotz ihrer Weite eng wurde und ihre Seelen sich beengt fuhlten und sie begriffen, daß es vor Gott keine andere Zuflucht gibt als zu Ihm. Darauf wandte Er sich ihnen zu, damit sie umkehren. Gott ist der, der sich zuwendet, der Barmherzige

    [119] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott und seid mit denen, die die Wahrheit sagen

    [120] Die Bewohner von Medina und die arabischen Beduinen in ihrer Umgebung durfen nicht hinter dem Gesandten Gottes zuruckbleiben und sich selbst ihm vorziehen. Dies, weil sie weder auf dem Weg Gottes Durst oder Muhsal oder Hunger erleiden noch einen Schritt unternehmen, der die Unglaubigen in Groll versetzt, noch einem Feind etwas zufugen, ohne daß dadurch ein gutes Werk fur sie aufgezeichnet wurde. Gott laßt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen

    [121] Und sie geben keine Spende, ob klein oder groß, und sie uberqueren kein Tal, ohne daß es fur sie aufgezeichnet wurde, damit Gott ihnen das Beste vergelte von dem, was sie getan haben

    [122] Die Glaubigen durfen nicht allesamt ausrucken. Moge doch von jeder Abteilung von ihnen eine Gruppe ausrucken, so daß sie selbst sich in der Religion belehren lassen und ihre Leute, wenn sie zu ihnen zuruckkehren, warnen, auf daß sie auf der Hut seien

    [123] O ihr, die ihr glaubt, kampft gegen diejenigen von den Unglaubigen, die in eurer Nahe sind. Sie sollen von eurer Seite Harte spuren. Und wißt, daß Gott mit den Gottesfurchtigen ist

    [124] Wenn eine Sure herabgesandt wird, dann gibt es unter ihnen welche, die sagen: «Wen von euch hat denn diese (Sure) im Glauben bestarkt?» Im Glauben bestarkt hat diese wohl diejenigen, die glauben, und sie sind froh

    [125] Aber diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, macht sie zu einem noch großeren Greuel, als sie es schon sind. Und sie sterben als Unglaubige

    [126] Sehen sie denn nicht, daß sie jedes Jahr einmal oder zweimal der Versuchung ausgesetzt werden? Aber dann kehren sie nicht um, und sie bedenken es nicht

    [127] Und wenn eine Sure herabgesandt wird, schauen sie einander an: «Sieht euch jemand?», dann entfernen sie sich. Moge Gott ihre Herzen (von der Rechtleitung) fernhalten, weil sie ja Leute sind, die nicht begreifen

    [128] Certainly an Apostle has come to you from among yourselves; grievous to him is your falling into distress, excessively solicitous respecting you; to the believers (he is) compassionate

    [129] But if they turn back, say: Allah is sufficient for me, there is no god but He; on Him do I rely, and He is the Lord of mighty power

    Surah 10
    Jonas

    [1] Alif Lam Ra. Dies sind die Zeichen des weisen Buches

    [2] Scheint es denn den Menschen verwunderlich, daß Wir einem Mann aus ihrer Mitte offenbart haben:. «Warne die Menschen und verkunde denen, die glauben, daß sie bei ihrem Herrn einen wahrhaftigen Vorrang haben»? Die Unglaubigen sagen: «Das ist nur eine offenkundige Zauberei.»

    [3] Euer Herr ist Gott, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und sich dann auf dem Thron zurechtsetzte, um die Angelegenheit zu regeln. Es gibt keinen Fursprecher außer nach seiner Erlaubnis. So ist Gott, euer Herr. Dienet Ihm. Wollt ihr es denn nicht bedenken

    [4] Zu Ihm kommt ihr alle zuruck. Das ist das Versprechen Gottes in Wahrheit. Er macht die Schopfung am Anfang, und Er wiederholt sie, um diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Gerechtigkeit zu entlohnen. Fur die, die unglaubig sind, sind ein Getrank aus heißem Wasser und eine schmerzhafte Pein bestimmt dafur, daß sie unglaubig waren

    [5] Er ist es, der die Sonne zur Leuchte und den Mond zum Licht gemacht und ihm Stationen zugemessen hat, damit ihr die Zahl der Jahre und die Zeitrechnung wißt. Gott hat ja dies nur in Wahrheit erschaffen. Er legt die Zeichen im einzelnen dar fur Leute, die Bescheid wissen

    [6] Im Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag und in dem, was Gott in den Himmeln und auf der Erde erschaffen hat, sind gewiß Zeichen fur Leute, die gottesfurchtig sind

    [7] Diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen, die mit dem diesseitigen Leben zufrieden sind und sich darin wohl fuhlen, und die unsere Zeichen unbeachtet lassen

    [8] Diese haben das Feuer zur Heimstatte fur das, was sie erworben haben

    [9] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, leitet ihr Herr wegen ihres Glaubens recht. Unter ihnen werden Bache fließen in den Garten der Wonne

    [10] Ihr Rufen darin wird sein: «Preis sei Dir, unser Gott!», und ihre Begrußung darin: «Friede!» Ihr abschließender Ruf: «Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!»

    [11] Wurde Gott den Menschen das Bose so beschleunigen, wie sie das Gute zu beschleunigen wunschen, ware fur sie die Frist erfullt. Aber Wir lassen diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen, im Ubermaß ihres Frevels umherirren

    [12] Und wenn ein Schaden den Menschen trifft, ruft er (Uns) an auf der Seite (liegend), im Sitzen oder Stehen. Wenn Wir ihm seinen Schaden behoben haben, geht er vorbei, als hatte er Uns nicht gegen einen Schaden, der ihn getroffen hat, angerufen. So wird den Maßlosen verlockend gemacht, was sie tun

    [13] Wir haben viele Generationen vor euch verderben lassen, als sie Unrecht taten, da ihre Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, und sie nicht glauben mochten. So vergelten Wir Leuten, die Ubeltater sind

    [14] Dann haben Wir euch nach ihnen zu Nachfolgern auf der Erde eingesetzt, um zu sehen, wie ihr handeln wurdet

    [15] Wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen: «Bring einen anderen Koran als diesen, oder andere ihn ab.» Sprich: Es steht mir nicht zu, ihn von mir aus abzuandern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Ich furchte, wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines gewaltigen Tages

    [16] Sprich: Wenn Gott wollte, wurde ich ihn euch nicht verlesen, und Er wurde euch nicht davon Kenntnis geben. Ich habe doch davor ein Leben lang unter euch verweilt. Habt ihr denn keinen Verstand

    [17] Wer ist denn ungerechter, als wer gegen Gott eine Luge erdichtet oder seine Zeichen fur Luge erklart? Den Ubeltatern wird es gewiß nicht wohl ergehen

    [18] Sie verehren anstelle Gottes, was ihnen weder schadet noch nutzt, und sagen: «Das sind unsere Fursprecher bei Gott.» Sprich: Wollt ihr denn Gott etwas kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf der Erde? Preis sei Ihm, und erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [19] Die Menschen waren nur eine einzige Gemeinschaft. Dann wurden sie uneins. Und gabe es nicht einen fruher ergangenen Spruch von deinem Herrn, so ware zwischen ihnen entschieden uber das, woruber sie uneins sind

    [20] Und sie sagen: «Wenn doch auf ihn ein Zeichen von seinem Herrn herabgesandt wurde!» Sprich: Das Unsichtbare gehort Gott. So wartet ab. Ich bin mit euch einer von denen, die abwarten

    [21] Wenn Wir die Menschen nach einem Leid, das sie traf, Barmherzigkeit kosten lassen, schmieden sie gleich Ranke gegen unsere Zeichen. Sprich: Gott kann noch schneller Ranke schmieden. Unsere Boten schreiben auf, was ihr an Ranken schmiedet

    [22] Er ist es, der euch auf dem Festland und auf dem Meer reisen laßt. Wenn ihr dann auf den Schiffen seid und diese mit ihnen bei einem guten Wind dahinfahren und sie sich daruber freuen, dann kommt uber sie ein sturmischer Wind, die Wellen kommen uber sie von uberall her, und sie meinen, daß sie rings umschlossen werden. Da rufen sie Gott an, wobei sie Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion sind: «Wenn Du uns hieraus rettest, werden wir zu den Dankbaren zahlen.»

    [23] Aber wenn Er sie gerettet hat, fangen sie gleich an, zu Unrecht gewalttatig auf der Erde zu handeln. O ihr Menschen, eure Gewalttatigkeit gereicht doch euch selbst zum Schaden. (Es ist doch nur) Nutznießung des diesseitigen Lebens. Dann wird eure Ruckkehr zu Uns sein, da werden Wir euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [24] Mit dem diesseitigen Leben ist es wie mit dem Wasser, das Wir vom. Himmel herabkommen lassen, worauf die Pflanzen der Erde, wie sie die Menschen und das Vieh verzehren, sich damit vermengen. Wenn dann die Erde ihren Prunk angenommen und sich geschmuckt hat und ihre Bewohner meinen, sie verfugen nun uber sie, kommt unser Befehl uber sie in der Nacht oder am Tag, und Wir machen sie zum abgemahten Land, als ob sie am Tag zuvor nicht in Blute gestanden hatte. So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar fur Leute, die nachdenken

    [25] Gott, ruft zur Wohnstatte des Friedens, und Er leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg

    [26] Diejenigen, die rechtschaffen sind, erhalten das Beste und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder Ruß noch Erniedrigung bedecken. Das sind die Gefahrten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen

    [27] Diejenigen, die die bosen Taten erwerben, erhalten zur Vergeltung fur eine (jede) schlechte Tat das ihr Entsprechende, und Erniedrigung wird schwer auf ihnen lasten - sie haben niemanden, der sie vor Gott schutzen konnte -, als waren ihre Gesichter von Fetzen einer finsteren Nacht bedeckt. Das sind die Gefahrten des Feuers; darin werden sie ewig weilen

    [28] Und am Tag, da Wir sie alle versammeln. Dann sprechen Wir zu denen, die Polytheisten waren: «Bleibt an eurem Platz stehen, ihr und eure Teilhaber.» Wir scheiden sie dann voneinander. Ihre Teilhaber sagen: «Nicht uns habt ihr verehrt

    [29] Gott genugt als Zeuge zwischen uns und euch. Wir haben eure Verehrung unbeachtet gelassen.»

    [30] Dort wird jede Seele erfahren, was sie fruher getan hat. Und sie werden zu Gott, ihrem wahren Herrscher, zuruckgebracht, und entschwunden ist ihnen dann, was sie zu erdichten pflegten

    [31] Sprich: Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfugt uber Gehor und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen: «Gott.» Sprich: Wollt ihr denn nicht gottesfurchtig sein

    [32] Das ist eben Gott, euer wahrer Herr. Was gibt es denn jenseits der Wahrheit als den Irrtum? Wie leicht laßt ihr euch doch abbringen

    [33] So ist der Spruch deines Herrn zu Recht gegen die, die freveln, fallig geworden, namlich daß sie nicht glauben

    [34] Sprich: Gibt es unter euren Teilhabern einen, der die Schopfung am Anfang macht und sie dann wiederholt? Sprich: Gott macht die Schopfung am Anfang und wiederholt sie dann. Wie leicht laßt ihr euch doch abwenden

    [35] Sprich: Gibt es unter euren Teilhabern einen, der zur Wahrheit rechtleitet? Sprich: Gott leitet zur Wahrheit recht. Hat der, der zur Wahrheit rechtleitet, eher Anspruch auf Gefolgschaft, oder der, der nur dann die Rechtleitung findet, wenn er selbst rechtgeleitet wird? Was ist mit euch? Wie urteilt ihr denn

    [36] Und die meisten von ihnen folgen ja nur einer Vermutung. Die Vermutung aber nutzt in bezug auf die Wahrheit nichts. Gott weiß, was sie tun

    [37] Dieser Koran kann unmoglich ohne Gott erdichtet werden. Er ist vielmehr die Bestatigung dessen, was vor ihm vorhanden war, und die ins einzelne gehende Darlegung des Buches. Kein Zweifel an ihm ist moglich; er ist vom Herrn der Welten

    [38] Oder sagen sie: «Er hat ihn erdichtet»? Sprich: Dann bringt eine Sure, die ihm gleich ist, bei und ruft, wen ihr konnt, anstelle Gottes an, so ihr die Wahrheit sagt

    [39] Nein, sie erklaren fur Luge das, wovon sie kein umfassendes Wissen haben, und bevor seine Deutung zu ihnen gekommen ist. So haben es auch diejenigen, die vor ihnen lebten, fur Luge erklart. So schau, wie das Ende "derer war, die Unrecht taten

    [40] Und unter ihnen sind welche, die an ihn glauben, und unter ihnen sind welche, die an ihn nicht glauben. Und dein Herr weiß besser uber die Unheilstifter Bescheid

    [41] Und wenn sie dich der Luge zeihen, dann sprich: Mir kommt mein Tun zu und euch euer Tun. Ihr seid unschuldig an dem, was ich tue; und ich bin unschuldig an dem, was ihr tut

    [42] Und unter ihnen sind welche, die dir zuhoren. Bist du es etwa, der die Tauben horen laßt, auch wenn sie keinen Verstand haben

    [43] Und unter ihnen sind welche, die zu dir hinschauen. Bist du es etwa, der die Blinden rechtleitet, auch wenn sie nicht sehen

    [44] Gott tut den Menschen kein Unrecht. Vielmehr tun die Menschen sich selbst Unrecht

    [45] Und am Tag, da Er sie versammelt, als hatten sie nur eine Stunde vom Tag verweilt, um einander kennenzulernen. Den Verlust haben diejenigen, die die Begegnung mit Gott fur Luge erklart haben und der Rechtleitung nicht gefolgt sind

    [46] Ob Wir dich einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich abberufen, zu Uns wird ihre Ruckkehr sein. Dann ist Gott Zeuge uber das, was sie tun

    [47] Und jede Gemeinschaft hat einen Gesandten. Wenn ihr Gesandter zu ihnen kommt, wird zwischen ihnen in Gerechtigkeit entschieden, und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [48] Und sie sagen: «Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [49] Sprich: Ich kann mir selbst weder Nutzen noch Schaden bringen, außer was Gott will. Fur jede Gemeinschaft ist eine Frist festgesetzt. Und wenn ihre Frist kommt, konnen sie nicht einmal eine Stunde zuruckbleiben oder vorausgehen

    [50] Sprich: Was meint ihr? Wenn seine Pein bei Nacht oder bei Tag uber euch kommt, was werden die Ubeltater davon zu beschleunigen wunschen

    [51] Werdet ihr, wenn sie hereinbricht, dann daran glauben? Wie? Erst jetzt? Und dabei habt ihr sie doch zu beschleunigen gewunscht

    [52] Dann wird zu denen, die Unrecht getan haben, gesprochen: «Kostet die ewige Pein. Wird euch denn fur etwas anderes vergolten als fur das, was ihr erworben habt?»

    [53] Und sie erkundigen sich bei dir: «Ist es wahr?» Sprich: Ja, bei meinem Herrn, es ist bestimmt wahr, und ihr konnt es nicht vereiteln

    [54] Und wurde jeder, der Unrecht getan hat, das besitzen, was auf der Erde ist, er wurde sich damit loskaufen. Sie empfinden insgeheim Reue, wenn sie die Pein sehen. Und zwischen ihnen wird in Gerechtigkeit entschieden, und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [55] Siehe, Gott gehort, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Siehe, das Versprechen Gottes ist wahr. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [56] Er macht lebendig und laßt sterben. Und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    [57] O ihr Menschen, zu euch ist nunmehr eine Ermahnung von eurem Herrn gekommen und eine Heilung fur euer Inneres, eine Rechtleitung und Barmherzigkeit fur die Glaubigen

    [58] Sprich: Uber die Huld Gottes und uber seine Barmherzigkeit, ja daruber sollen sie sich freuen. Das ist besser als das, was sie zusammentragen

    [59] Sprich: Was meint ihr? Das, was Gott fur euch an Lebensunterhalt herabgesandt hat und was ihr in Verbotenes und Erlaubtes eingeteilt habt, - sprich: Hat Gott es euch erlaubt, oder erdichtet ihr etwas gegen Gott

    [60] Was wird die Meinung derer, die gegen Gott Lugen erdichten, am Tag der Auferstehung sein? Gott ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die meisten von ihnen sind nicht dankbar

    [61] Du befaßt dich mit keiner Angelegenheit, und du verliest daruber keinen Koran, und ihr vollzieht keine Handlung, ohne daß Wir Zeugen uber euch sind, wenn ihr euch ausgiebig damit beschaftigt. Und es entgeht deinem Herrn nicht das Gewicht eines Staubchens, weder auf der Erde noch im Himmel. Und es gibt nichts, was kleiner ist als dies oder großer, das nicht in einem deutlichen Buch stunde

    [62] Siehe, die Freunde Gottes haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [63] Sie, die glauben und gottesfurchtig sind

    [64] Ihnen gilt die frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im Jenseits. Unabanderlich sind die Worte Gottes. Das ist der großartige Erfolg

    [65] Das, was sie sagen, soll dich nicht betruben. Alle Macht gehort Gott. Er ist es, der alles hort und weiß

    [66] Siehe, Gott gehort, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist. Gewiß folgen diejenigen, die anstelle Gottes Teilhaber anrufen, ja sie folgen nur Vermutungen, und sie stellen nur Schatzungen an

    [67] Er ist es, der euch die Nacht gemacht hat, damit ihr in ihr ruht, und den Tag, an dem man sehen kann. Darin sind Zeichen fur Leute, die horen

    [68] Sie sagen: «Gott hat sich ein Kind genommen.» Preis sei Ihm! Er ist auf niemanden angewiesen. Ihm gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ihr habt dafur keine Ermachtigung. Wollt ihr denn uber Gott sagen, was ihr nicht wißt

    [69] Sprich: Denen, die gegen Gott Lugen erdichten, wird es nicht wohl ergehen

    [70] (Sie haben) auf der Erde eine Nutznießung, dann wird ihre Ruckkehr zu Uns sein. Dann lassen Wir sie die harte Pein kosten dafur, daß sie unglaubig waren

    [71] Und verlies ihnen den Bericht uber Noach, als er zu seinem Volk sagte: «O mein Volk, wenn ihr schwer ertragen konnt, daß ich mich hinstelle und euch mit den Zeichen Gottes ermahne, so vertraue ich auf Gott. Einigt euch uber eure Angelegenheit, ihr und eure Teilhaber, und euer Entschluß soll fur euch nicht unklar sein; dann fuhrt ihn an mir aus und gewahrt mir keinen Aufschub

    [72] Wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt Gott allein. Und mir ist befohlen worden, einer der Gottergebenen zu sein.»

    [73] Sie ziehen ihn aber der Luge. Da erretteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, im Schiff. Und Wir machten sie zu aufeinanderfolgenden Generationen und ließen die, die unsere Zeichen fur Luge erklarten, ertrinken. So schau, wie das Ende derer war, die gewarnt worden sind

    [74] Dann schickten Wir nach ihm Gesandte zu ihrem (jeweiligen) Volk; sie kamen mit den deutlichen Zeichen zu ihnen. Aber sie vermochten nicht, an das zu glauben, was sie fruher fur Luge erklart hatten. So versiegeln Wir die Herzen derer, die Ubertretungen begehen

    [75] Dann schickten Wir nach ihnen Mose und Aaron mit unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen. Sie verhielten sich hochmutig und waren Ubeltater

    [76] Als nun die Wahrheit von Uns zu ihnen kam, sagten sie: «Das ist ja eine offenkundige Zauberei.»

    [77] Mose sagte: «Wie konnt ihr denn (das) von der Wahrheit sagen, nachdem sie zu euch gekommen ist? Ist das etwa Zauberei? Den Zauberern wird es nicht wohl ergehen.»

    [78] Sie sagten: «Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abzubringen, was wir bei unseren Vatern vorgefunden haben, und damit die Oberhoheit auf der Erde euch zufalle? Wir werden euch gewiß nicht glauben.»

    [79] Und der Pharao sagte: «Bringt mir jeden erfahrenen Zauberer.»

    [80] Als die Zauberer kamen, sagte Mose zu ihnen: «Werft, was ihr werfen wollt.»

    [81] Als sie geworfen hatten, sagte Mose: «Was ihr vorgebracht habt, ist Zauberei. Gott wird sie zunichte machen. Gott laßt das Tun der Unheilstifter nicht als gut gelten

    [82] Und Gott bestatigt die Wahrheit mit seinen Worten, auch wenn es den Ubeltatern zuwider ist.»

    [83] Und dem Mose glaubten nur junge Leute aus seinem Volk, dabei hatten sie Angst vor dem Pharao und ihren Vornehmen, daß er sie der Versuchung aussetzen wurde. Der Pharao hatte ja hohe Gewalt im Land und war einer der Maßlosen

    [84] Und Mose sagte: «O mein Volk, wenn ihr an Gott glaubt, dann vertraut auf Ihn, so ihr gottergeben seid.»

    [85] Sie sagten: «Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, mach uns nicht zu einer Versuchung fur die Leute, die Unrecht tun

    [86] Und errette uns in deiner Barmherzigkeit von den unglaubigen Leuten.»

    [87] Und Wir offenbarten dem Mose und seinem Bruder: «Weiset eurem Volk in Agypten Hauser zu und macht, daß eure Hauser einander gegenuberstehen, und verrichtet das Gebet. Und verkunde den Glaubigen eine frohe Botschaft.»

    [88] Und Mose sagte: «Unser Herr, du hast Pharao und seinen Vornehmen im diesseitigen Leben Pracht und Vermogen zukommen lassen, unser Herr, damit sie (die Leute) von deinem Weg abirren lassen. Unser Herr, wisch ihr Vermogen aus und schnure ihre Herzen fest, so daß sie nicht glauben, bis sie die schmerzhafte Pein sehen.»

    [89] Er sprach: «Eure Bitte ist erhort. So verhaltet euch recht und folgt nicht dem Weg derer, die nicht Bescheid wissen.»

    [90] Und Wir ließen die Kinder Israels das Meer uberqueren. Da verfolgten sie der Pharao und seine Truppen in Auflehnung und Ubertretung. Als er am Ertrinken war, sagte er: «Ich glaube, daß es keinen Gott gibt außer dem, an den die Kinder Israels glauben. Und ich gehore nun zu den Gottergebenen.»

    [91] «Wie? Erst jetzt, wo du zuvor ungehorsam warst und zu den Unheilstiftern gehortest

    [92] Heute wollen Wir dich mit deinem Leib erretten, damit du fur die, die nach dir kommen, ein Zeichen seist.» Und viele von den Menschen lassen unsere Zeichen unbeachtet

    [93] Und Wir haben den Kindern Israels einen wahrhaftigen Aufenthaltsort zugewiesen und ihnen von den kostlichen Dingen beschert. Sie sind aber erst uneins geworden, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war. Dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen uber das entscheiden, woruber sie uneins waren

    [94] Wenn du uber das, was Wir zu dir hinabgesandt haben, im Zweifel bist, dann frag diejenigen, die (bereits) vor dir das Buch lesen. Wahrlich, zu dir ist die Wahrheit von deinem Herrn gekommen, so sei nicht einer von den Zweiflern

    [95] Und sei nicht einer von denen, die die Zeichen Gottes fur Luge erklart haben, sonst wirst du zu den Verlierern gehoren

    [96] Diejenigen, gegen die der Spruch deines Herrn fallig geworden ist, glauben nicht

    [97] Auch wenn jedes Zeichen zu ihnen kame, bis sie die schmerzhafte Pein sehen

    [98] Wenn doch (irgend) eine Stadt geglaubt hatte, so daß ihr Glaube ihr genutzt hatte! (Keine tat es), außer dem Volk des Jonas. Als diese geglaubt haben, haben Wir die Pein der Schande im diesseitigen Leben von ihnen aufgehoben und ihnen eine Nutznießung fur eine Weile gewahrt

    [99] Wenn dein Herr wollte, wurden die, die auf der Erde sind, alle zusammen glaubig werden. Bist du es etwa, der die Menschen zwingen kann, glaubig zu werden

    [100] Niemand kann glauben, es sei denn mit der Erlaubnis Gottes. Und Er legt Greuel auf diejenigen, die keinen Verstand haben

    [101] Sprich: Schaut, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Aber die Zeichen und die Warnungen nutzen den Leuten, die nicht glauben, nicht

    [102] Erwarten sie denn etwas anderes, als was den Tagen derer gleicht, die vor ihnen dahingegangen sind? Sprich: Wartet nur ab, ich bin mit euch einer von denen, die abwarten

    [103] Dann erretten Wir unsere Gesandten und die, die glauben. Ebenso - es ist eine Uns obliegende Pflicht - erretten Wir die Glaubigen

    [104] Sprich: O ihr Menschen, wenn ihr uber meine Religion im Zweifel seid, so diene ich nicht denen, denen ihr anstelle Gottes dient, sondern ich diene Gott, der euch abberuft. Und mir wurde befohlen, einer der Glaubigen zu sein

    [105] Und: Richte dein Gesicht auf die Religion als Anhanger des reinen Glaubens, und sei nicht einer der Polytheisten

    [106] Und rufe nicht anstelle Gottes an, was dir weder nutzt noch schadet. Wenn du es tust, dann gehorst du zu denen, die Unrecht tun

    [107] Wenn Gott dich mit einem Schaden trifft, dann kann niemand ihn beheben, außer Ihm. Und wenn Er fur dich etwas Gutes will, dann kann niemand seine Huld zuruckweisen. Er trifft damit, wen von seinen Dienern Er will. Und Er ist voller Vergebung und barmherzig

    [108] Sprich: O ihr Menschen, zu euch ist die Wahrheit von eurem Herrn gekommen. Wer der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wer irregeht, geht irre zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin nicht euer Sachwalter

    [109] Und folge dem, was dir offenbart wird, und sei geduldig, bis Gott sein Urteil fallt. Er ist der Beste derer, die Urteile fallen

    Surah 11
    Hud

    [1] Alif Lam Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefugt und dann im einzelnen dargelegt sind von einem Weisen und Kundigen

    [2] «Ihr sollt Gott allein dienen» - ich bin euch von Ihm her ein Warner und Freudenbote

    [3] Und: «Bittet euren Herrn um Vergebung, dann wendet euch Ihm zu, so wird Er euch eine schone Nutznießung auf eine bestimmte Frist geben, und Er wird jedem, der ein Verdienst (erworben) hat, sein Verdienst zukommen lassen.» Wenn ihr euch abkehrt, so furchte ich fur euch die Pein eines schweren Tages

    [4] Zu Gott wird eure Ruckkehr sein, und Er hat Macht zu allen Dingen

    [5] Aber siehe, sie falten ihre Brust zusammen, um sich vor Ihm zu verstecken. Siehe, wenn sie sich (auch) mit ihren Gewandern uberdecken, Er weiß doch, was sie geheimhalten und was sie offenlegen. Er weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [6] Und es gibt kein Tier auf der Erde, ohne daß Gott fur seinen Unterhalt sorgen und seinen Aufenthaltsort und seinen Aufbewahrungsort kennen wurde. Alles steht in einem deutlichen Buch

    [7] Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschaffen hat, wahrend sein Thron auf dem Wasser war, um euch zu prufen (und festzustellen), wer von euch am besten handelt. Und wenn du sagst: «Ihr werdet nach dem Tod auferweckt werden», sagen diejenigen, die unglaubig sind, bestimmt: «Das ist ja offenkundige Zauberei.»

    [8] Und wenn Wir ihnen die Pein fur eine bestimmte Weile zuruckstellen, sagen sie wohl: «Was halt sie zuruck?» Siehe, am Tag, da sie uber sie kommt, kann sie nicht von ihnen abgewehrt werden, und es wird sie das umschließen, woruber sie spotteten

    [9] Und wenn Wir den Menschen von uns her Barmherzigkeit kosten lassen und sie ihm dann wegnehmen, ist er sehr verzweifelt und undankbar

    [10] Und wenn Wir ihn nach einem Leid, das ihn erfaßt hat, Angenehmes kosten lassen, sagt er gewiß: «Das Ubel ist von mir gewichen.» Und er ist froh und prahlerisch

    [11] Mit Ausnahme derer, die geduldig sind und die guten Werke tun; fur sie ist Vergebung und ein großer Lohn bestimmt

    [12] Vielleicht mochtest du einen Teil von dem, was dir offenbart wird, auslassen und fuhlst dadurch deine Brust beklommen, und dies, weil sie sagen: «Ware doch ein Schatz auf ihn herabgesandt worden oder ein Engel mit ihm gekommen!» Du aber bist nur ein Warner. Und Gott ist Sachwalter uber alle Dinge

    [13] Oder sagen sie: «Er hat ihn erdichtet»? Sprich: Dann bringt zehn Suren bei, die ihm gleich waren und die erdichtet sind, und ruft, wen ihr konnt, anstelle Gottes an, so ihr die Wahrheit sagt

    [14] Wenn sie euch nicht erhoren, dann wißt, daß es mit Gottes Wissen herabgesandt worden ist und daß es keinen Gott gibt außer ihm. Werdet ihr nun Gottergebene sein

    [15] Denen, die das diesseitige Leben und seinen Schmuck begehren, erstatten Wir in ihm ihre Taten voll, und ihnen wird in ihm nichts abgezogen

    [16] Das sind die, fur die im Jenseits nichts bestimmt ist als das Feuer. Wertlos ist, was sie in ihm vollbracht haben, und nichtig ist, was sie zu tun pflegten

    [17] Ist denn der, der von seinem Herrn einen deutlichen Beweis hat, auf den auch ein Zeuge von Ihm folgt und dem das Buch des Mose vorausging als Vorbild und Barmherzigkeit... (den anderen gleich)? Diese glauben daran. Wer aber von den Parteien ihn verleugnet, dessen Verabredungsort ist das Feuer. So sei nicht uber ihn im Zweifel, er ist die Wahrheit von deinem Herrn. Aber die meisten Menschen glauben nicht

    [18] Und wer ist ungerechter als der, der gegen Gott eine Luge erdichtet? Jene werden ihrem Herrn vorgefuhrt, und die Zeugen werden sagen: «Das sind die, die gegen ihren Herrn gelogen haben.» Moge der Fluch Gottes uber die kommen, die Unrecht tun

    [19] Die vom Weg Gottes abweisen und sich ihn krumm wunschen, und die ja das Jenseits verleugnen

    [20] Jene konnten (Gottes Willen) auf der Erde nicht vereiteln, und sie haben außer Gott keine Freunde. Die Pein wird ihnen verdoppelt. Sie vermochten nicht zu horen, und sie konnten nicht sehen

    [21] Das sind die, die sich selbst verloren haben, und es ist ihnen entschwunden, was sie erdichteten

    [22] Zweifellos sind sie im Jenseits die großten Verlierer

    [23] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun und sich vor ihrem Herrn demutigen, das sind die Gefahrten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen

    [24] Es ist mit den beiden Gruppen wie mit dem Blinden und dem Tauben und dem, der sehen, und dem, der horen kann. Sind die beiden etwa einander gleichzusetzen? Wollt ihr es nicht bedenken

    [25] Und Wir sandten Noach zu seinem Volk: «Ich bin euch ein deutlicher Warner

    [26] Ihr sollt Gott allein dienen. Ich furchte fur euch die Pein eines schmerzvollen Tages.»

    [27] Die Vornehmen aus seinem Volk, die unglaubig waren, sagten: «Wir sehen, daß du nur ein Mensch bist wie wir. Und wir sehen, daß nur die dir folgen, die unsere Niedrigsten sind, und zwar ohne reifliche Uberlegung. Und wir sehen bei euch keinen Vorzug uber uns. Vielmehr meinen wir, daß ihr lugt.»

    [28] Er sagte: «O mein Volk, was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir eine Barmherzigkeit von sich hat zukommen lassen, die eurem Blick entzogen wurde, konnten wir sie euch da aufzwingen, wo sie euch zuwider ist

    [29] Und, o mein Volk, ich verlange von euch dafur kein Geld. Mein Lohn obliegt Gott allein. Und ich werde nicht diejenigen, die glauben, verstoßen; sie werden ihrem Herrn begegnen. Aber ich sehe, daß ihr Leute seid, die toricht sind

    [30] Und, o mein Volk, wer wird mir denn vor Gott Unterstutzung gewahren, wenn ich sie verstoßen sollte? Wollt ihr es nicht bedenken

    [31] Und ich sage euch nicht, ich hatte die Vorratskammern Gottes, und ich kenne auch nicht das Unsichtbare. Und ich sage nicht, ich sei ein Engel. Und ich sage nicht (von denen), die eure Augen verachten, Gott werde ihnen niemals etwas Gutes zukommen lassen - Gott weiß besser, was in ihrem Inneren ist -, sonst wurde ich zu denen gehoren, die Unrecht tun.»

    [32] Sie sagten: «O Noach, du hast mit uns gestritten und den Streit mit uns lange gefuhrt. So bring uns doch her, was du uns androhst, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [33] Er sagte: «Bringen wird es euch Gott, wenn Er will, und ihr konnt es nicht vereiteln

    [34] Und nicht nutzt euch mein Rat, so ich euch raten will, wenn Gott euch abirren lassen will. Er ist euer Herr, und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht.»

    [35] Oder sagen sie wohl: «Er hat ihn erdichtet»? Sprich: Wenn ich ihn erdichtet habe, so lastet meine Ubeltat auf mir, und ich bin unschuldig an dem, was ihr verubt

    [36] Und dem Noach wurde offenbart: «Niemand aus deinem Volk wird glauben außer denen, die bereits geglaubt haben. So fuhle dich nicht elend wegen dessen, was sie taten

    [37] Und verfertige das Schiff vor unseren Augen und nach unserer Offenbarung. Und sprich Mich nicht an zugunsten derer, die Unrecht getan haben. Sie werden sicher ertrankt werden.»

    [38] Er ging daran, das Schiff zu verfertigen. Und sooft Vornehme aus seinem Volk an ihm vorbeikamen, verhohnten sie ihn. Er sagte: «Wenn ihr uns jetzt verhohnt, werden auch wir euch verhohnen, so wie ihr (uns jetzt) verhohnt

    [39] Und ihr werdet zu wissen bekommen, uber wen eine Pein kommen wird, die ihn zuschanden macht, und (uber wen) eine bestandige Pein hereinbricht.»

    [40] Als nun unser Befehl kam und der Ofen brodelte, sprachen Wir: «Lade darin ein Paar von jeder Art und deine Angehorigen außer dem, gegen den der Spruch vorher erging, und diejenigen, die glauben.» Mit ihm glaubten aber nur wenige

    [41] Und er sagte: «Steigt hinein. Im Namen Gottes erfolge seine Fahrt und seine Landung. Mein Herr ist voller Vergebung und barmherzig.»

    [42] Es fuhr mit ihnen dahin auf Wogen wie Berge. Noach rief seinem Sohn zu, der abseits stand: «O mein Sohn, steig ein mit uns und sei nicht mit den Unglaubigen.»

    [43] Er sagte: «Ich werde Unterkunft finden auf einem Berg, der mich vor dem Wasser schutzt.» Er sagte: «Es gibt heute niemanden, der vor dem Befehl Gottes schutzen konnte, außer fur den, dessen Er sich erbarmt.» Die Woge trennte sie beide, und so war er einer von denen, die ertrankt wurden

    [44] Und es wurde gesprochen: «O Erde, verschlinge dein Wasser. O Himmel, halt ein.» Das Wasser nahm ab, und die Angelegenheit war entschieden. Es hielt auf dem Djudi an. Und es wurde gesprochen: «Weg mit den Leuten, die Unrecht tun!»

    [45] Und Noach rief seinen Herrn an und sagte: «Mein Herr, mein Sohn gehort zu meinen Angehorigen, und dein Versprechen ist die Wahrheit, und du bist der Weiseste derer, die Urteile fallen.»

    [46] Er sprach: «O Noach, er gehort nicht zu deinen Angehorigen. Es ist eine Tat, die nicht gut ist. So bitte Mich nicht um etwas, wovon du kein Wissen hast. Ich ermahne dich, nicht einer der Torichten zu sein.»

    [47] Er sagte: «O mein Herr, ich suche Zuflucht bei Dir davor, daß ich Dich um etwas bitte, wovon ich kein Wissen habe. Wenn Du mir nicht vergibst und dich meiner (nicht) erbarmst, werde ich zu den Verlierern gehoren.»

    [48] Es wurde gesprochen: «O Noach, steig hinunter in unserem Frieden und mit unseren Segnungen uber dich und uber Gemeinschaften von denen, die mit dir sind. Es gibt Gemeinschaften, denen Wir eine Nutznießung geben werden, dann wird sie eine schmerzhafte Pein von Uns erfassen.»

    [49] Dies gehort zu den Berichten uber das Unsichtbare, die Wir dir offenbaren. Du wußtest sie vorher nicht, weder du noch dein Volk. Sei nun geduldig. Das Ende gehort den Gottesfurchtigen

    [50] Und (Wir sandten) zu Aad ihren Bruder Hud. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Ihr erdichtet ja nur Lugen

    [51] O mein Volk, ich verlange von euch keinen Lohn. Mein Lohn obliegt dem, der mich geschaffen hat. Habt ihr denn keinen Verstand

    [52] Und, o mein Volk, bittet euren Herrn um Vergebung, dann wendet euch Ihm zu, so wird Er den Himmel uber euch ergiebig regnen lassen und euch zu eurer Kraft noch mehr Kraft hinzu verleihen. Und kehrt euch nicht als Ubeltater ab.»

    [53] Sie sagten: «O Hud, du hast uns keinen deutlichen Beweis gebracht. Wir werden nicht unsere Gotter auf dein Wort hin verlassen, und wir werden dir nicht glauben

    [54] Wir konnen nur sagen, daß einer unserer Gotter dir etwas Boses zugefugt hat.» Er sagte: «Ich nehme Gott zum Zeugen, und auch ihr sollt bezeugen, daß ich unschuldig bin an dem, was ihr (Ihm) beigesellt

    [55] (und) neben Ihn (stellt). Geht gegen mich allesamt mit eurer List vor und gewahrt mir keinen Aufschub

    [56] Ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und euren Herrn. Es gibt kein Tier, das Er nicht an seinem Schopf halten wurde. Mein Herr befindet sich auf einem geraden Weg

    [57] Wenn ihr euch abkehrt, so habe ich euch das ausgerichtet, womit ich zu euch gesandt worden bin. Mein Herr wird ein anderes Volk nach euch folgen lassen, und ihr konnt Ihm nichts schaden. Mein Herr ist Huter uber alle Dinge.»

    [58] Als nun unser Befehl eintraf, erretteten Wir Hud und diejenigen, die mit ihm glaubten, aus Barmherzigkeit von Uns, und Wir erretteten sie vor einer schweren Pein

    [59] Das waren die Aad. Sie leugneten die Zeichen ihres Herrn und waren gegen seine Gesandten ungehorsam und folgten dem Befehl eines jeden widerspenstigen Gewaltherrschers

    [60] Aber der Fluch verfolgte sie im Diesseits und (so auch) am Tag der Auferstehung. Die Aad waren undankbar gegen ihren Herrn. Ja, weg mit Aad, dem Volk von Hud

    [61] Und (Wir sandten) zu Thamud ihren Bruder Salih. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde entstehen lassen und sie euch zu bebauen und zu bestellen gegeben. So bittet Ihn um Vergebung, dann wendet euch Ihm zu. Mein Herr ist nahe und bereit zu erhoren.»

    [62] Sie sagten: «O Salih, du warst vorher in unserer Mitte einer, auf den man Hoffnung setzte. Willst du uns denn verbieten, zu verehren, was unsere Vater immer verehrt haben? Wir hegen uber das, wozu du uns aufrufst, einen starken Zweifel.»

    [63] Er sagte: «O mein Volk, was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir eine Barmherzigkeit von sich hat zukommen lassen, wer wird mir vor Gott Unterstutzung gewahren, wenn ich gegen Ihn ungehorsam bin? Ihr bringt mir nur noch einen großeren Verlust

    [64] Und, o mein Volk, dies ist die Kamelstute Gottes, euch zum Zeichen. Laßt sie auf Gottes Erde weiden und ruhrt sie nicht mit etwas Bosem an. Sonst ergreift euch eine baldige Pein.»

    [65] Sie schnitten ihr die Flechsen durch und stachen sie. Da sagte er: «Genießt (euer Leben) in eurer Wohnstatte noch drei Tage lang. Dies ist eine Androhung, die nicht erlogen ist.»

    [66] Als nun unser Befehl eintraf, erretteten Wir Salih und diejenigen, die mit ihm glaubten, aus Barmherzigkeit von Uns, auch vor der Schande jenes Tages. Dein Herr ist ja der Starke, der Machtige

    [67] Da ergriff diejenigen, die Unrecht taten, der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Wohnstatten auf ihren Gesichtern

    [68] Als hatten sie nicht lange darin gewohnt. Die Thamud waren undankbar gegen ihren Herrn. Ja, weg mit Thamud

    [69] Unsere Boten kamen zu Abraham mit der frohen Botschaft. Sie sagten: «Frieden!» Er sagte: «Frieden!» Es dauerte nicht lange, da brachte er ein geschmortes Kalb herbei

    [70] Und als er sah, daß ihre Hande nicht hinlangten, fand er es von ihnen befremdlich, und er empfand Angst vor ihnen. Sie sagten: «Hab keine Angst. Wir sind zu dem Volk von Lot gesandt.»

    [71] Seine Frau stand da. Da lachte sie. Da verkundeten Wir ihr Isaak, und nach Isaak Jakob

    [72] Sie sagte: «O wehe mir, soll ich noch gebaren, wo ich doch alt bin und dieser da mein Mann ist, ein Greis? Das ist doch eine verwunderliche Sache.»

    [73] Sie sagten: «Bist du verwundert uber den Befehl Gottes? Die Barmherzigkeit Gottes und seine Segnungen kommen auf euch, ihr Leute des Hauses! Er ist des Lobes und der Ehre wurdig.»

    [74] Als der Schrecken von Abraham gewichen und die frohe Botschaft zu ihm gekommen war, begann er mit Uns uber das Volk von Lot zu streiten

    [75] Abraham war ja langmutig, voller Trauer und bereit, sich Gott reumutig zuzuwenden

    [76] «O Abraham, laß davon ab. Der Befehl deines Herrn ist eingetroffen. Uber sie kommt eine Pein, die unabwendbar ist.»

    [77] Und als unsere Boten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in eine bose Lage und wußte daraus keinen Ausweg. Er sagte: «Das ist ein drangsalvoller Tag.»

    [78] Seine Leute kamen zu ihm geeilt. Zuvor pflegten sie Missetaten zu veruben. Er sagte: «O mein Volk, da sind meine Tochter, sie sind reiner fur euch. So furchtet Gott und bringt nicht Schande uber mich in Zusammenhang mit meinen Gasten. Gibt es denn unter euch keinen vernunftigen Mann?»

    [79] Sie sagten: «Du weißt genau, daß wir kein Recht auf deine Tochter haben, und du weißt wohl, was wir wollen.»

    [80] Er sagte: «Hatte ich doch Kraft genug, um euch zu widerstehen, oder konnte ich nur auf einem starken Stutzpunkt Unterkunft finden!»

    [81] Sie sagten: «O Lot, wir sind die Boten deines Herrn. Sie werden nicht zu dir gelangen. So zieh mit deinen Angehorigen in einem Teil der Nacht fort, und keiner von euch soll sich umdrehen. Ausgenommen deine Frau; treffen wird sie das, was ihnen zustoßen wird. Ihre Verabredungszeit ist der Morgen. Ist nicht der Morgen schon nahe?»

    [82] Als nun unser Befehl eintraf, kehrten Wir in ihrer Stadt das Oberste zuunterst und ließen auf sie Backsteine aus ubereinandergeschichtetem Ton regnen

    [83] Bei deinem Herrn gekennzeichnete (Steine). Und sie liegt denen, die Unrecht tun, gewiß nicht fern

    [84] Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Shuayb. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Laßt an Maß und Gewicht nichts fehlen. Ich sehe, es geht euch gut. Ich furchte aber fur euch die Pein eines umgreifenden Tages

    [85] Und, o mein Volk, gebt volles Maß und Gewicht nach Gerechtigkeit und zieht den Menschen nichts ab, was ihnen gehort, und verbreitet nicht Unheil auf der Erde

    [86] Was bei Gott bleibt, ist besser fur euch, so ihr glaubig seid. Und ich bin nicht Huter uber euch.»

    [87] Sie sagten: «O Shuayb, befehlen dir denn deine Gebete, daß wir das verlassen, was unsere Vater verehrt haben, oder davon abstehen, mit unserem Vermogen zu tun, was wir wollen? Du bist ja wohl der Langmutige, der Vernunftige!»

    [88] Er sagte: «O mein Volk, was meint ihr, wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir einen schonen Lebensunterhalt beschert hat? Ich will auch nicht (einfach) euch widersprechen im Hinblick auf das, was ich euch verbiete. Ich will nur Ordnung schaffen, soweit ich es vermag. Durch Gott allein wird mir das Gelingen beschieden. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende ich mich reumutig zu

    [89] Und, o mein Volk, mein Zerwurfnis (mit euch) soll euch nicht dazu fuhren, daß euch das trifft, was fruher das Volk von Noach oder das Volk von Hud oder das Volk von Salih getroffen hat. Und das Volk von Lot liegt nicht fernab von euch

    [90] Und bittet euren Herrn um Vergebung und dann wendet euch Ihm zu. Mein Herr ist barmherzig und liebevoll.»

    [91] Sie sagten: «O Shuayb, wir begreifen nicht viel von dem, was du sagst. Und wir sehen, daß du in unserer Mitte schwach bist. Wenn dein Anhang nicht ware, hatten wir dich gesteinigt. Vor dir haben wir ja keinen Respekt.»

    [92] Er sagte: «O mein Volk, habt ihr vor meinem Anhang eher Respekt als vor Gott, und habt ihr Ihn hinter eurem Rucken zuruckgelassen? Mein Herr umfaßt, was ihr tut

    [93] Und, o mein Volk, handelt nach eurem Standpunkt, ich werde auch so handeln. Ihr werdet zu wissen bekommen, uber wen eine Pein kommen wird, die ihn zuschanden macht, und wer ein Lugner ist. Und wartet ab, ich warte mit euch ab.»

    [94] Als nun unser Befehl eintraf, erretteten Wir Shuayb und diejenigen, die mit ihm glaubten, aus Barmherzigkeit von Uns. Da ergriff diejenigen, die Unrecht taten, der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Wohnstatten auf ihren Gesichtern

    [95] Als hatten sie nicht lange darin gewohnt. Ja, weg mit Madyan, wie auch die Thamud weggerafft wurden

    [96] Und Wir sandten Mose mit unseren Zeichen und einer offenkundigen Ermachtigung

    [97] Zu Pharao und seinen Vornehmen. Diese folgten dem Befehl des Pharao; der Befehl des Pharao war aber nicht richtig

    [98] Er wird seinem Volk am Tag der Auferstehung vorangehen. Er fuhrt sie wie zur Tranke ins Feuer hinab - welch schlimme Tranke, zu der sie hinabgefuhrt werden

    [99] Und der Fluch verfolgte sie im Diesseits und (so auch) am Tag der Auferstehung - welch schlimmes Geschenk, das ihnen geschenkt wird

    [100] Dies gehort zu den Berichten uber die Stadte; Wir erzahlen es dir. Einige von ihnen stehen noch, andere sind abgemaht

    [101] Nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan. Ihre Gotter, die sie anstelle Gottes anrufen, haben ihnen nichts genutzt, als der Befehl deines Herrn eintraf, und sie brachten ihnen nur noch ein großeres Verderben

    [102] So ist die Art deines Herrn heimzusuchen, wenn Er die Stadte heimsucht, wahrend sie Unrecht tun. Seine Heimsuchung ist schmerzhaft und hart

    [103] Darin ist ein Zeichen fur den, der die Pein des Jenseits furchtet. Das ist ein Tag, auf den die Menschen versammelt werden. Das ist ein Tag, den sie alle erleben werden

    [104] Und Wir stellen ihn nur fur eine bestimmte Frist zuruck

    [105] Am Tag, da er eintrifft, wird niemand sprechen, außer mit seiner Erlaubnis. Einige von ihnen werden dann unglucklich und andere selig sein

    [106] Diejenigen, die unglucklich sind, werden dann im Feuer sein; darin werden sie seufzen und schluchzen

    [107] Und sie werden darin ewig weilen, solange die Himmel und die Erde wahren, außer was dein Herr will. Dein Herr tut ja, was Er will

    [108] Diejenigen, die selig sind, werden im Paradies sein; darin werden sie ewig weilen, solange die Himmel und die Erde wahren, außer was dein Herr will, als Gabe, die nicht verringert wird

    [109] So sei nicht uber das, was diese da verehren, im Zweifel. Sie verehren nur, wie ihre Vater zuvor verehrt haben. Und Wir werden ihnen ihren Anteil unverkurzt erstatten

    [110] Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen. Da wurden sie daruber uneins. Und gabe es nicht einen fruher ergangenen Spruch von deinem Herrn, so ware zwischen ihnen entschieden worden. Und sie sind daruber in einem starken Zweifel

    [111] Und allen wird dein Herr bestimmt ihre Taten voll vergelten. Er hat Kenntnis von dem, was sie tun

    [112] So verhalte dich recht, wie dir befohlen wurde, du und diejenigen, die mit dir umkehren, und zeigt kein Ubermaß an Frevel. Er sieht wohl, was ihr tut

    [113] Und sucht nicht eine Stutze bei denen, die Unrecht tun, sonst erfaßt euch das Feuer. Dann werdet ihr keine Freunde haben außer Gott, und dann werdet ihr keine Unterstutzung erfahren

    [114] Und verrichte das Gebet an beiden Enden des Tages und zu Nachtzeiten. Die guten Taten vertreiben die Missetaten. Das ist eine Erinnerung fur die, die (Gottes) gedenken

    [115] Und sei geduldig. Gott laßt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen

    [116] Wenn es doch unter den Generationen vor euch einen tugendhaften Rest von Leuten gabe, die verbieten, auf der Erde Unheil zu stiften - abgesehen von einigen wenigen von ihnen, die Wir gerettet haben! Diejenigen, die Unrecht taten, folgten dem ihnen verliehenen uppigen Leben und wurden Ubeltater

    [117] Und dein Herr hatte unmoglich Stadte zu Unrecht dem Verderben preisgegeben, wahrend ihre Bewohner Besserung zeigten

    [118] Und wenn dein Herr gewollt hatte, hatte Er die Menschen zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber sie sind immer noch uneins

    [119] Außer denen, derer sich dein Herr erbarmt hat. Dazu hat Er sie erschaffen. Und so erfullt sich der Spruch deines Herrn: «Ich werde die Holle mit den Djinn und den Menschen allen fullen.»

    [120] Alles erzahlen Wir dir von den Berichten uber die Gesandten,, um dein Herz damit zu festigen. Darin ist die Wahrheit zu dir gekommen, und eine Ermahnung und Erinnerung fur die Glaubigen

    [121] Und sprich zu denen, die nicht glauben: Handelt nach eurem Standpunkt, wir werden (auch so) handeln

    [122] Und wartet ab, wir warten auch ab

    [123] Und Gott gehort das Unsichtbare der Himmel und der Erde, und zu Ihm wird die ganze Angelegenheit zuruckgebracht. So diene Ihm und vertraue auf Ihn. Und dein Herr laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    Surah 12
    Josef

    [1] Alif Lam Ra. Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches

    [2] Wir haben es als einen arabischen Koran hinabgesandt, auf daß ihr verstandig werdet

    [3] Wir erzahlen dir die schonste Erzahlung dadurch, daß Wir dir diesen Koran offenbart haben. Du warst vordem einer von denen, die (davon) keine Ahnung hatten

    [4] Als Josef zu seinem Vater sagte: «O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie vor mir niederfallen.»

    [5] Er sagte: «O mein Sohn, erzahle von deinem Traumgesicht nicht deinen Brudern, sonst werden sie eine List gegen dich ausfuhren. Der Satan ist den Menschen ein offenkundiger Feind

    [6] Und so wird dein Herr dich erwahlen und dich etwas von der Deutung der Geschichten lehren und seine Gnade an dir und an der Sippe Jakobs vollenden, wie Er sie vorher an seinen beiden Vatern Abraham und Isaak vollendet hat. Dein Herr weiß Bescheid und ist weise.»

    [7] Siehe, in Josef und seinen Brudern sind Zeichen fur die, die (nach der Wahrheit) fragen

    [8] Als sie sagten: «Josef und sein Bruder sind unserem Vater bestimmt lieber als wir, obwohl wir eine (beachtliche) Gruppe sind. Unser Vater befindet sich in einem offenkundigen Irrtum

    [9] Totet Josef oder werft ihn ins Land hinaus, so wird das Gesicht eures Vaters nur noch auf euch schauen, und danach werdet ihr Leute sein, die rechtschaffen sind.»

    [10] Ein Sprecher unter ihnen sagte: «Totet Josef nicht, werft ihn (lieber) in die verborgene Tiefe der Zisterne, dann wird ihn schon der eine oder andere Reisende aufnehmen, wenn ihr doch etwas tun wollt.»

    [11] Sie sagten: «O unser Vater, warum vertraust du uns Josef nicht an? Wir werden ihm sicher gut raten

    [12] Schick ihn morgen mit uns, daß er sich frei bewege und spiele. Wir werden ihn sicher behuten.»

    [13] Er sagte: «Es macht mich traurig, daß ihr ihn mitnehmen wollt. Und ich furchte, daß ihn der Wolf frißt, wahrend ihr nicht auf ihn achtgebt.»

    [14] Sie sagten: «Sollte ihn der Wolf fressen, wo wir doch eine (beachtliche) Gruppe sind, dann werden wir gewiß Verlust davon tragen.»

    [15] Als sie ihn mitnahmen und ubereinkamen, ihn in die verborgene Tiefe der Zisterne hinunterzulassen... - Und Wir offenbarten ihm: «Du wirst ihnen noch das, was sie hier getan haben, kundtun, ohne daß sie es merken.»

    [16] Und am Abend kamen sie weinend zu ihrem Vater

    [17] Sie sagten: «O unser Vater, wir gingen, um einen Wettlauf zu machen, und ließen Josef bei unseren Sachen zuruck. Da fraß ihn der Wolf. Du glaubst uns wohl nicht, auch wenn wir die Wahrheit sagen.»

    [18] Sie trugen auf sein Hemd falsches Blut auf. Er sagte: «Nein, eure Seele hat euch etwas eingeredet. (Es gilt) schone Geduld (zu uben). Gott ist der, der um Hilfe gebeten wird gegen das, was ihr beschreibt.»

    [19] Reisende kamen vorbei. Sie schickten ihren Wasserschopfer, und er ließ seinen Eimer hinunter. Er sagte: «O gute Nachricht! Da ist ein Junge.» Sie versteckten ihn als Ware. Und Gott wußte wohl, was sie taten

    [20] Und sie verkauften ihn fur einen zu niedrigen Preis, einige gezahlte Drachmen. Und sie ubten Verzicht in bezug auf ihn

    [21] Und derjenige aus Agypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: «Bereite ihm eine freundliche Bleibe. Moge er uns Nutzen bringen, oder vielleicht nehmen wir ihn als Kind an.» Und Wir gaben dem Josef eine angesehene Stellung im Land. Und Wir wollten ihn die Deutung der Geschichten lehren. Und Gott ist in seiner Angelegenheit uberlegen. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [22] Als er seine Vollkraft erreicht hatte, ließen Wir ihm Urteilskraft und Wissen zukommen. So entlohnen Wir die Rechtschaffenen

    [23] Und die, in deren Haus er war, versuchte, ihn zu verfuhren. Sie schloß die Turen ab und sagte: «Komm her.» Er sagte: «Gott behute! Er, mein Besitzer, hat mir eine schone Bleibe bereitet. Denen, die Unrecht tun, wird es nicht wohl ergehen.»

    [24] Sie hatte sich beinahe mit ihm eingelassen, und er hatte sich beinahe mit ihr eingelassen, hatte er nicht den Beweis seines Herrn gesehen. Dies (geschah), damit Wir das Bose und das Schandliche von ihm abwehrten. Er gehort ja zu unseren auserwahlten Dienern

    [25] Sie suchten beide als erster die Tur zu erreichen. Sie zerriß ihm von hinten das Hemd. Und sie trafen auf ihren Herrn bei der Tur. Sie sagte: «Der Lohn dessen, der deiner Familie Boses antun wollte, ist ja wohl das Gefangnis oder eine schmerzhafte Pein.»

    [26] Er sagte: «Sie war es, die versucht hat, mich zu verfuhren.» Und ein Zeuge aus ihrer Familie bezeugte: «Wenn sein Hemd vorn zerrissen ist, hat sie die Wahrheit gesagt, und er ist einer von denen, die lugen

    [27] Und wenn sein Hemd hinten zerrissen ist, hat sie gelogen, und er ist einer von denen, die die Wahrheit sagen.»

    [28] Als er nun sah, daß sein Hemd hinten zerrissen war, sagte er: «Das ist eine List von euch. Eure List ist gewaltig

    [29] Josef, wende dich davon ab. Und (du), bitte um Vergebung fur deine Schuld. Du gehorst ja zu denen, die sich versundigt haben.»

    [30] Nun sagten Frauen in der Stadt: «Die Gemahlin des Hochmogenden versucht, ihren Knecht zu verfuhren. Er hat sie in leidenschaftliche Liebe versetzt. Wir sehen, sie befindet sich in einem offenkundigen Irrtum.»

    [31] Als sie von ihren Ranken horte, schickte sie zu ihnen und bereitete ihnen ein Gelage. Sie ließ einer jeden von ihnen ein Messer geben und sagte (zu Josef): «Komm zu ihnen heraus.» Als sie ihn sahen, fanden sie ihn außerordentlich, und sie schnitten sich in die Hande und sagten: «Gott bewahre! Das ist nicht ein Mensch. Das ist nur ein edler Engel.»

    [32] Sie sagte: «Das ist der, dessentwegen ihr mich getadelt habt. Ich habe versucht, ihn zu verfuhren. Er aber hielt an seiner Unschuld fest. Und wenn er nicht tut, was ich ihm befehle, wird er bestimmt ins Gefangnis geworfen werden, und er wird zu denen gehoren, die erniedrigt werden.»

    [33] Er sagte: «Mein Herr, mir ist das Gefangnis lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn du ihre List von mir nicht abwehrst, werde ich mich zu ihnen hingezogen fuhlen und einer der Torichten sein.»

    [34] Sein Herr erhorte ihn und wehrte ihre List von ihm ab. Er ist es, der alles hort und weiß

    [35] Dann, nachdem sie die Zeichen gesehen hatten, schien es ihnen angebracht, ihn eine Zeitlang ins Gefangnis zu werfen

    [36] Mit ihm kamen zwei Knechte ins Gefangnis. Der eine von ihnen sagte: «Ich sah mich Wein keltern.» Der andere sagte: «Ich sah mich auf dem Kopf Brot tragen, von dem die Vogel fraßen. So tu uns kund, wie dies zu deuten ist. Wir sehen es, du gehorst zu den Rechtschaffenen.»

    [37] Er sagte: «Es wird euch das Essen, mit dem ihr versorgt werdet, nicht gebracht, ohne daß ich euch kundgetan habe, wie es zu deuten ist, bevor es euch gebracht wird. Das ist etwas von dem, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich die Glaubensrichtung von Leuten, die nicht an Gott glauben und die das Jenseits verleugnen

    [38] Und ich bin der Glaubensrichtung meiner Vater Abraham, Isaak und Jakob gefolgt. Wir durfen Gott nichts beigesellen. Das ist etwas von der Huld Gottes zu uns und zu den Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar

    [39] O ihr beiden Insassen des Gefangnisses! Sind verschiedene Herren besser, oder der eine Gott, der bezwingende Macht besitzt

    [40] Ihr dient außer Ihm nur Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Vater, fur die aber Gott keine Ermachtigung herabgesandt hat. Das Urteil gehort Gott allein. Er hat befohlen, daß ihr nur Ihm dienen sollt. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [41] O ihr beiden Insassen des Gefangnisses! Der eine von euch wird seinem Herrn Wein zu trinken geben. Der andere aber wird gekreuzigt, und die Vogel werden von seinem Kopf fressen. Entschieden ist die Angelegenheit, uber die ihr um Auskunft fragt.»

    [42] Und er sagte zu dem von ihnen, mit dessen Rettung er rechnete: «Gedenke meiner bei deinem Herrn.» Aber der Satan ließ ihn vergessen, ihn bei seinem Herrn zu erwahnen. So blieb er noch einige Jahre im Gefangnis

    [43] Und der Konig sagte: «Ich sah sieben fette Kuhe, die von sieben mageren gefressen wurden, und sieben grune Ahren und (sieben) andere, die verdorrt waren. O ihr Vornehmen, gebt mir Auskunft uber mein Traumgesicht, so ihr das Traumgesicht auslegen konnt.»

    [44] Sie sagten: «Wirres Bundel von Traumen. Wir wissen uber die Deutung der Traume nicht Bescheid.»

    [45] Derjenige von ihnen, der gerettet wurde und sich nach einer Weile erinnerte, sagte: «Ich werde euch seine Deutung kundtun. Schickt mich los.»

    [46] «Josef, du Wahrhaftiger, gib uns Auskunft uber sieben fette Kuhe, die von sieben mageren gefressen werden, und von sieben grunen Ahren und (sieben) anderen, die verdorrt sind. So mag ich zu den Menschen zuruckkehren, auf daß sie Bescheid wissen.»

    [47] Er sagte: «Ihr werdet sieben Jahre wie gewohnt saen. Was ihr aber erntet, das laßt in seinen Ahren, bis auf einen geringen Teil von dem, was ihr verzehrt

    [48] Danach werden dann sieben harte (Jahre) kommen, die das verzehren werden, was ihr fur sie vorher eingebracht habt, bis auf einen geringen Teil von dem, was ihr aufbewahrt

    [49] Danach wird dann ein Jahr kommen, in dem die Menschen Regen haben und in dem sie keltern werden.»

    [50] Der Konig sagte: «Bringt ihn zu mir.» Als der Bote zu ihm kam, sagte er: «Kehr zu deinem Herrn zuruck und frag ihn, wie es mit den Frauen steht, die sich in ihre Hande geschnitten haben. Mein Herr weiß doch uber ihre List Bescheid.»

    [51] Er sagte: «Was war da mit euch, als ihr versucht habt, Josef zu verfuhren?» Sie sagten: «Gott bewahre! Wir wissen gegen ihn nichts Boses (anzugeben).» Die Frau des Hochmogenden sagte: «Jetzt ist die Wahrheit offenbar geworden. Ich habe versucht, ihn zu verfuhren. Und er gehort zu denen, die die Wahrheit sagen.»

    [52] (Josef sagte:) «Dies ist, damit er weiß, daß ich ihn nicht in seiner Abwesenheit verraten habe und daß Gott die List der Verrater nicht gelingen laßt

    [53] Und ich erklare mich nicht selbst fur unschuldig. Die Seele gebietet ja mit Nachdruck das Bose, es sei denn, mein Herr erbarmt sich. Mein Herr ist voller Vergebung und barmherzig.»

    [54] Und der Konig sagte: «Bringt ihn zu mir. Ich will ihn ausschließlich fur mich haben.» Als er mit ihm gesprochen hatte, sagte er: «Heute bist du bei uns in angesehener Stellung und genießt unser Vertrauen.»

    [55] Er sagte: «Setze mich uber die Vorratskammern des Landes ein. Ich bin ein (guter) Huter und weiß Bescheid.»

    [56] So haben Wir dem Josef eine angesehene Stellung im Land gegeben, so daß er darin sich aufhalten konnte, wo er wollte. Wir treffen mit unserer Barmherzigkeit, wen Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen

    [57] Und wahrlich, der Lohn des Jenseits ist besser fur die, die glauben und gottesfurchtig sind

    [58] Und die Bruder Josefs kamen und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, wahrend sie ihn fur einen Unbekannten hielten

    [59] Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, sagte er: «Bringt mir einen Bruder von euch, (einen) von eurem Vater. Seht ihr nicht, daß ich das Maß voll erstatte und daß ich der beste der Gastgeber bin

    [60] Wenn ihr ihn mir nicht bringt, so bekommt ihr bei mir kein Maß mehr, und ihr sollt nicht in meine Nahe treten.»

    [61] Sie sagten: «Wir werden versuchen, seinen Vater in bezug auf ihn zu uberreden, und wir werden es bestimmt tun.»

    [62] Und er sagte zu seinen Knechten: «Steckt auch ihre Tauschware in ihr Gepack, daß sie sie (wieder) erkennen, wenn sie zu ihren Angehorigen heimgekehrt sind. Vielleicht werden sie dann auch zuruckkommen.»

    [63] Als sie zu ihrem Vater zuruckkamen, sagten sie: «O unser Vater, die (nachste) Zuteilung wurde uns verwehrt. So schick unseren Bruder mit uns, damit wir eine Zuteilung zugemessen bekommen. Und wir werden ihn bestimmt behuten.»

    [64] Er sagte: «Kann ich ihn euch etwa anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe? Gott ist der beste Huter, und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.»

    [65] Und als sie ihre Sachen offneten, fanden sie, daß ihre Tauschware ihnen zuruckgegeben worden war. Sie sagten: «O unser Vater, was wunschen wir mehr? Das ist unsere Tauschware, sie ist uns zuruckgegeben worden. Wir werden Vorrat fur unsere Angehorigen bringen, unseren Bruder behuten und die Last eines Kamels mehr zugemessen bekommen. Das ist ein leicht zu erhaltendes Maß.»

    [66] Er sagte: «Ich werde ihn nicht mit euch schicken, bis ihr mir ein verbindliches Versprechen vor Gott gebt, daß ihr ihn mir zuruckbringt, es sei denn, ihr werdet umringt.» Als sie ihm ihr verbindliches Versprechen gegeben hatten, sagte er: «Gott ist Sachwalter uber das, was wir (hier) sagen.»

    [67] Und er sagte: «O meine Sohne, geht nicht durch ein einziges Tor hinein. Geht durch verschiedene Tore hinein. Ich kann euch vor Gott nichts nutzen. Das Urteil gehort Gott allein. Auf Ihn vertraue ich. Auf Ihn sollen die vertrauen, die (uberhaupt auf jemanden) vertrauen.»

    [68] Als sie hineingingen, wie ihr Vater ihnen befohlen hatte, hat es ihnen vor Gott nichts genutzt. Es war nur ein Bedurfnis in der Seele Jakobs, das er (damit) erfullte. Und er besaß Wissen, weil Wir es ihn gelehrt hatten. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [69] Als sie bei Josef eintraten, zog er seinen Bruder zu sich. Er sagte: «Ich, ich bin dein Bruder. So sei nicht betrubt wegen dessen, was sie taten.»

    [70] Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, tat er das Trinkgefaß in das Gepack seines Bruders. Dann rief ein Rufer aus: «Ihr da von der Karawane, ihr seid ja Diebe.»

    [71] Sie sagten, wahrend sie auf sie zugingen: «Was vermißt ihr?»

    [72] Sie sagten: «Wir vermissen den Pokal des Konigs. Wer ihn zuruckbringt, erhalt die Last eines Kamels, und dafur bin ich Burge.»

    [73] Sie sagten: «Bei Gott, ihr wißt es, wir sind nicht gekommen, um im Land Unheil zu stiften, und wir sind keine Diebe.»

    [74] Sie sagten: «Was ist die Vergeltung dafur, wenn ihr lugt?»

    [75] Sie sagten: «Die Vergeltung dafur ist, daß der, in dessen Gepack er gefunden wird, selbst als Entgelt dafur dienen soll. So vergelten wir denen, die Unrecht tun.»

    [76] Er begann (zu suchen) in ihren Behaltern vor dem Behalter seines Bruders. Dann holte er ihn aus dem Behalter seines Bruders. So fuhrten Wir fur Josef eine List aus. Nach der Religion des Konigs hatte er unmoglich seinen Bruder (als Sklaven) nehmen konnen, es sei denn, daß es Gott wollte. Wir erhohen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Und uber jedem, der Wissen besitzt, steht einer, der (noch mehr) weiß

    [77] Sie sagten: «Wenn er stiehlt, so hat auch ein Bruder von ihm zuvor gestohlen.» Josef hielt es in seinem Inneren geheim und zeigte es ihnen nicht offen. Er sagte: «Ihr seid noch schlimmer daran. Und Gott weiß besser, was ihr beschreibt.»

    [78] Sie sagten: «O Hochmogender, er hat einen Vater, einen hochbetagten Greis. So nimm einen von uns an seiner Stelle. Wir sehen, daß du einer der Rechtschaffenen bist.»

    [79] Er sagte: «Gott behute, daß wir einen anderen nehmen als den, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben! Sonst wurden wir zu denen gehoren, die Unrecht tun.»

    [80] Als sie an ihm jede Hoffnung verloren hatten, gingen sie zu einem vertraulichen Gesprach unter sich. Der Alteste von ihnen sagte: «Wißt ihr nicht, daß euer Vater von euch ein verbindliches Versprechen vor Gott entgegengenommen hat, und daß ihr zuvor eure Pflicht in bezug auf Josef nicht erfullt habt? Ich werde das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Gott ein Urteil fur mich fallt, und Er ist der Beste derer, die Urteile fallen

    [81] <Kehrt zu eurem Vater zuruck und sagt: >O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen, und wir bezeugen nur das, was wir wissen, und wir konnen nicht Huter sein uber das, was verborgen ist

    [82] Und frag die Stadt, in der wir waren, und die Karawane, mit der wir gekommen sind. Wir sagen ja die Wahrheit

    [83] Er sagte: «Eure Seele hat euch etwas eingeredet. (Es gilt) schone Geduld (zu uben). Moge Gott sie mir alle zuruckbringen! Er ist der, der alles weiß und weise ist.»

    [84] Und er kehrte sich von ihnen ab und sagte: «O wie voller Gram bin ich um Josef!» Und seine Augen wurden weiß vor Trauer, und er unterdruckte (seinen Groll)

    [85] Sie sagten: «Bei Gott, du horst nicht auf, des Josef zu gedenken, bis du bald zusammenbrichst oder zu denen gehorst, die zugrunde gehen.»

    [86] Er sagte: «Ich klage ja meinen Kummer und meine Trauer Gott allein, und ich weiß von Gott, was ihr nicht wißt

    [87] O meine Sohne, geht und erkundigt euch uber Josef und seinen Bruder. Und verliert nicht die Hoffnung, daß Gott Aufatmen verschafft. Die Hoffnung, daß Gott Aufatmen verschafft, verlieren nur die unglaubigen Leute.»

    [88] Als sie (wieder) bei ihm eintraten, sagten sie: «O Hochmogender, Not hat uns und unsere Angehorigen erfaßt. Und wir haben (nur) eine zusammengewurfelte Ware gebracht. So erstatte uns (dennoch) volles Maß und gib es uns als Almosen. Gott vergilt denen, die Almosen geben.»

    [89] Er sagte: «Wißt ihr (noch), was ihr Josef und seinem Bruder angetan habt, als ihr toricht gehandelt habt?»

    [90] Sie sagten: «Bist du denn wirklich Josef?» Er sagte: «Ich bin Josef, und das ist mein Bruder. Gott hat uns eine Wohltat erwiesen. Wahrlich, wenn einer gottesfurchtig und geduldig ist, so laßt Gott den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen.»

    [91] Sie sagten: «Bei Gott, Gott hat dich vor uns bevorzugt. Und wir haben bestimmt gesundigt.»

    [92] Er sagte: «Keine Schelte soll heute uber euch kommen. Gott vergibt euch, Er ist ja der Barmherzigste der Barmherzigen

    [93] Nehmt dieses mein Hemd mit und legt es auf das Gesicht meines Vaters, dann wird er wieder sehen konnen. Und bringt alle eure Angehorigen zu mir.»

    [94] Als nun die Karawane aufbrach, sagte ihr Vater: «Wahrlich, ich spure Josefs Geruch. Wenn ihr nur nicht (meine Worte) als dummes Gerede zuruckweisen wurdet!»

    [95] Sie sagten: «Bei Gott, du befindest dich in deinem alten Irrtum.»

    [96] Als nun der Freudenbote kam, legte er es auf sein Gesicht, und er konnte wieder sehen. Er sagte: «Habe ich euch nicht gesagt, daß ich von Gott weiß, was ihr nicht wißt?»

    [97] Sie sagten: «O unser Vater, bitte fur uns um Vergebung unserer Sunden. Wir haben ja gesundigt.»

    [98] Er sagte: «Ich werde meinen Herrn um Vergebung fur euch bitten. Er ist der, der voller Vergebung und barmherzig ist.»

    [99] Als sie nun bei Josef eintraten, zog er seine Eltern an sich und sagte: «Betretet Agypten, so Gott will, in Sicherheit.»

    [100] Und er erhob seine Eltern auf den Thron. Und sie warfen sich vor ihm nieder. Er sagte: «O mein Vater, das ist die Deutung meines Traumgesichts von fruher. Mein Herr hat es wahr gemacht. Und Er hat mir Gutes erwiesen, als Er mich aus dem Gefangnis herauskommen ließ und euch aus der Steppe hierher brachte, nachdem der Satan zwischen mir und meinen Brudern (zu Zwietracht) aufgestachelt hatte. Mein Herr weiß zu erreichen, was Er will. Er ist der, der alles weiß und weise ist

    [101] Mein Herr, du hast mir etwas von der Konigsherrschaft zukommen lassen und mich etwas von der Deutung der Geschichten gelehrt. Du Schopfer der Himmel und der Erde, du bist mein Freund im Diesseits und Jenseits. Berufe mich als gottergeben ab und stelle mich zu den Rechtschaffenen.»

    [102] Dies gehort zu den Berichten uber das Unsichtbare, das Wir dir offenbaren. Du warst nicht bei ihnen, als sie sich verbanden und Ranke schmiedeten

    [103] Und die meisten Menschen sind nicht glaubig, du magst dich noch so sehr bemuhen

    [104] Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafur. Es ist nur eine Ermahnung fur die Weltenbewohner

    [105] Wie viele Zeichen gibt es in den Himmeln und auf der Erde, an denen sie vorbeigehen, indem sie sich von ihnen abwenden

    [106] Und die meisten von ihnen glauben nicht an Gott, ohne (Ihm andere) beizugesellen

    [107] Wahnen sie sich denn in Sicherheit davor, daß eine uberdeckende (Strafe) von der Pein Gottes uber sie kommt, oder daß plotzlich die Stunde uber sie kommt, ohne daß sie es merken

    [108] Sprich: Das ist mein Weg. Ich rufe zu Gott aufgrund eines einsichtbringenden Beweises, ich und diejenigen, die mir folgen. Preis sei Gott! Und ich gehore nicht zu den Polytheisten

    [109] Und Wir haben vor dir von den Bewohnern der Stadte nur Manner gesandt, denen Wir Offenbarungen eingegeben haben. Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Wahrlich, die Wohnstatte des Jenseits ist besser fur die, die gottesfurchtig sind. Habt ihr denn keinen Verstand

    [110] Als dann die Gesandten die Hoffnung verloren hatten und sie meinten, sie seien belogen worden, kam unsere Unterstutzung zu ihnen. Und so wird errettet, wen Wir wollen. Und niemand kann unsere Schlagkraft von den Leuten zuruckhalten, die Ubeltater sind

    [111] Wahrlich, in der Erzahlung uber sie ist eine Lehre fur die Einsichtigen. Es ist keine Geschichte, die erdichtet wird, sondern die Bestatigung dessen, was vor ihm vorhanden war, und eine ins einzelne gehende Darlegung aller Dinge, und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit fur Leute, die glauben

    Surah 13
    Der Donner

    [1] Alif Lam Mim Ra. Dies sind die Zeichen des Buches. Und was zu dir von deinem Herrn herabgesandt worden ist, ist die Wahrheit. Aber die meisten Menschen glauben nicht

    [2] Gott ist es, der die Himmel ohne Stutzen, die ihr sehen konntet, emporgehoben und sich dann auf dem Thron zurechtgesetzt hat. Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - jedes lauft auf eine festgesetzte Frist. Er regelt die Angelegenheit. Er legt die Zeichen im einzelnen dar, auf daß ihr uber die Begegnung mit eurem Herrn Gewißheit heget

    [3] Und Er ist es, der die Erde ausgebreitet und auf ihr festgegrundete Berge und Flusse gemacht hat. Und von allen Fruchten hat Er auf ihr ein Paar gemacht. Er laßt die Nacht den Tag uberdecken. Darin sind Zeichen fur Leute, die nachdenken

    [4] Und auf der Erde sind nebeneinanderliegende Landstrecken und Garten mit Weinstocken, und Getreide und Palmen mit mehreren und mit einzelnen Stammen aus der einen Wurzel, welche (alle) mit ein und demselben Wasser bewassert werden. Wir lassen die einen von ihnen die anderen im Ernteertrag ubertreffen. Darin sind Zeichen fur Leute, die Verstand haben

    [5] Und wenn du dich schon verwunderst, so ist ihre Rede verwunderlich: «Sollen wir, wenn wir zu Staub geworden sind, wirklich neu erschaffen werden?» Das sind die, die ihren Herrn verleugnen; das sind die, die Fesseln an ihrem Hals haben; das sind die Gefahrten des Feuers, darin werden sie ewig weilen

    [6] Sie wunschen von dir, daß ihnen das Schlechte vor dem Guten beschleunigt wird, obwohl doch vor ihnen beispielhafte Strafen verhangt wurden. Und dein Herr halt den Menschen, auch wenn sie Unrecht tun, Vergebung bereit. Und dein Herr verhangt eine harte Strafe

    [7] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt wurde!» Du bist aber nur ein Warner. Und jedes Volk hat einen, der es rechtleitet

    [8] Gott weiß, was jedes Weib tragt und um wieviel der Mutterschoß die Tragzeit verkurzt und um wieviel er sie verlangert. Und jedes Ding hat bei Ihm ein Maß

    [9] Er ist der, der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß, der Große, der Erhabene

    [10] Es ist gleich, ob einer von euch seine Worte im geheimen spricht oder laut außert, und ob einer sich in der Nacht versteckt oder am Tag hinausgeht

    [11] Vor sich und hinter sich hat er Begleiter, die ihn auf Gottes Befehl behuten. Gott verandert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie selbst ihren eigenen Zustand verandern. Und wenn Gott einem Volk Boses will, so kann es nicht zuruckgewiesen werden. Und sie haben außer Ihm keinen Schutzherrn

    [12] Er ist es, der euch den Blitz als Grund zur Angst und zum Begehren sehen und die schweren Wolken entstehen laßt

    [13] Und der Donner singt sein Lob, und auch die Engel aus Furcht vor Ihm. Und Er schickt die Donnerschlage und trifft damit, wen Er will. Aber (nein), sie streiten uber Gott, und Er kann (dem Gegner) im Streit stark zusetzen

    [14] Ihm gebuhrt die wahre Anrufung. Diejenigen, die sie an seiner Stelle anrufen, erhoren sie in keinem Anliegen. Es ist nur wie mit einem, der seine Hande nach Wasser ausstreckt, damit es seinen Mund erreicht, aber es erreicht ihn nicht. Und das Rufen der Unglaubigen geht gewiß in die Irre

    [15] Und vor Gott wirft sich, wer in den Himmeln und auf der Erde ist, nieder, ob freiwillig oder widerwillig, und auch ihre Schatten, am Morgen und am Abend

    [16] Sprich: Wer ist der Herr der Himmel und der Erde? Sprich: Gott. Sprich: Nehmt ihr euch denn außer Ihm Freunde, die sich selbst weder Nutzen noch Schaden bringen konnen? Sprich: Sind etwa der Blinde und der Sehende gleich? Oder sind etwa die Finsternisse und das Licht gleich? Oder haben sie Gott solche Teilhaber (zur Seite) gestellt, die erschaffen haben, wie Er erschaffen hat, so daß ihnen die Schopfung gleichartig erscheint? Sprich: Gott ist der Schopfer aller Dinge, und Er ist der Eine, der bezwingende Macht besitzt

    [17] Er sendet vom Himmel Wasser herab, und da fließen Taler nach ihrem Maß, und die Flut tragt Schaum an der Oberflache. Ein ahnlicher Schaum tritt aus dem aus, woruber man das Feuer brennen laßt, um Schmuck oder Gerat anzufertigen. So fuhrt Gott (im Gleichnis) das Wahre und das Falsche an. Was den Schaum betrifft, so vergeht er nutzlos. Was aber den Menschen nutzt, bleibt in der Erde. So fuhrt Gott die Gleichnisse an

    [18] Diejenigen, die auf ihren Herrn horen, erhalten das Beste. Diejenigen, die nicht auf ihn horen, wurden wohl, wenn sie alles, was auf der Erde ist, besaßen und noch einmal soviel dazu, sich damit loskaufen wollen. Sie erwartet eine bose Abrechnung, und ihre Heimstatte ist die Holle - welch schlimme Lagerstatte

    [19] Ist etwa derjenige, der weiß, daß das, was zu dir von deinem Herrn herabgesandt worden ist, die Wahrheit ist, wie der, der blind ist? Jedoch bedenken es nur die Einsichtigen

    [20] Diejenigen, die den Bund Gottes halten und die Verpflichtung nicht brechen

    [21] Und die verbinden, was Gott zu verbinden befohlen hat, ihren Herrn furchten und Angst vor einer bosen Abrechnung haben

    [22] Und die geduldig sind in der Suche nach dem Antlitz ihres Herrn, das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, geheim und offen spenden, und das Bose mit dem Guten abwehren, diese werden die jenseitige Wohnstatte erhalten

    [23] Die Garten von Eden, in die sie eingehen werden, sie und diejenigen von ihren Vatern, ihren Gattinnen und ihrer Nachkommenschaft, die Gutes getan haben. Und die Engel treten zu ihnen ein durch alle Tore

    [24] «Friede sei uber euch dafur, daß ihr geduldig waret!» Welch vorzugliche jenseitige Wohnstatte

    [25] Diejenigen, die den Bund Gottes, nachdem er geschlossen worden ist, brechen, und das zerschneiden, was Gott befohlen hat zu verbinden, und auf der Erde Unheil stiften, die werden den Fluch Gottes und eine schlimme Wohnstatte erhalten

    [26] Gott teilt den Lebensunterhalt großzugig, wem Er will, und auch bemessen zu. Und sie freuen sich uber das diesseitige Leben; das diesseitige Leben ist aber im Vergleich mit dem Jenseits nur Nutznießung

    [27] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt wurde!» Sprich: Gott fuhrt irre, wen Er will, und leitet zu sich, wer sich Ihm reumutig zuwendet

    [28] Diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Gottes Ruhe finden - ja, im Gedenken Gottes finden die Herzen Ruhe

    [29] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun - selig sind sie, und sie werden eine schone Heimstatt erhalten

    [30] So haben Wir dich in eine Gemeinschaft gesandt, vor der Gemeinschaften dahingegangen sind, damit du ihnen verliest, was Wir dir offenbart haben. Aber sie verleugnen den Erbarmer. Sprich: Er ist mein Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende ich mich zu

    [31] Auch wenn ein Koran kame, mit dem die Berge versetzt oder die Erde zerstuckelt oder zu den Toten gesprochen werden konnte... Nein, bei der ganzen Angelegenheit hat Gott allein zu entscheiden. Wissen denn diejenigen, die glauben, nicht, daß Gott, wenn Er wollte, die Menschen alle rechtleiten wurde? Diejenigen, die unglaubig sind, wird immer eine Katastrophe treffen fur das, was sie gemacht haben, oder sie wird in der Nahe ihrer Wohnstatten niedergehen, bis das Versprechen Gottes eintrifft. Und Gott bricht das Versprechen nicht

    [32] Gespottet wurde schon vor dir uber Gesandte. Da gewahrte Ich denen, die unglaubig waren, Aufschub, dann ergriff Ich sie. Und wie war dann meine Strafe

    [33] Ist denn der, der uber jede Seele Macht ausubt, um ihr zu vergelten fur das, was sie getan hat, (den Gotzen gleich)? Sie stellen Gott Teilhaber (zur Seite). Sprich: Nennt sie. Oder wollt ihr Ihm etwas kundtun, das Er auf der Erde nicht wußte, oder etwas, das eine offenkundige Rede ist? Nein, denen, die unglaubig sind, sind ihre Ranke verlockend gemacht worden, und sie sind vom Weg abgewiesen worden. Wen Gott irrefuhrt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten konnte

    [34] Fur sie ist bestimmt eine Pein im diesseitigen Leben. Die Pein des Jenseits ist jedoch harter. Und sie haben niemanden, der sie vor Gott schutzen konnte

    [35] Mit dem Paradies, das den Gottesfurchtigen versprochen ist, ist es wie folgt: Unter ihm fließen Bache, und es hat standigen Ernteertrag und Schatten. Das ist das, was im Jenseits fur die Gottesfurchtigen folgt. Und was im Jenseits fur die Unglaubigen folgt, ist das Feuer

    [36] Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, freuen sich uber das, was zu dir herabgesandt worden ist. Unter den Parteien gibt es welche, die einen Teil davon verwerfen. Sprich: Mir ist befohlen worden, Gott zu dienen und Ihm nicht (andere) beizugesellen. Zu Ihm rufe ich, und zu Ihm ist meine Ruckkehr

    [37] Und so haben Wir ihn als eine Urteilsnorm in arabischer Sprache hinabgesandt. Wenn du ihren Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so hast du vor Gott weder Freund noch Beschutzer

    [38] Und Wir haben vor dir Gesandte entsandt, und Wir haben ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft gegeben. Kein Gesandter kann ein Zeichen bringen außer mit der Erlaubnis Gottes. Jede Frist steht fest in einem Buch

    [39] Gott loscht aus, und Er bestatigt, was Er will. Bei Ihm steht die Urnorm des Buches

    [40] Ob Wir dich einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich abberufen, dir obliegt nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Uns obliegt die Abrechnung

    [41] Haben sie denn nicht gesehen, daß Wir uber das Land kommen und es an seinen Enden kurzen? Gott (allein) urteilt, und niemand kann danach sein Urteil ruckgangig machen. Und Er ist schnell im Abrechnen

    [42] Ranke haben schon diejenigen, die vor ihnen lebten, geschmiedet. Aber Gott schmiedet die (wirksamen) Ranke alle. Er weiß, was jede Seele erwirbt. Und die Unglaubigen werden zu wissen bekommen, fur wen die jenseitige Wohnstatte bestimmt ist

    [43] Diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Du bist kein Gesandter.» Sprich: Gott genugt als Zeuge zwischen mir und euch, und auch diejenigen, die das Wissen des Buches besitzen

    Surah 14
    Abraham

    [1] Alif Lam, Ra. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen ins Licht hinausfuhrst, zum Weg dessen, der machtig und des Lobes wurdig ist

    [2] (zum Weg) Gottes, dem gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wehe den Unglaubigen vor einer harten Pein

    [3] Diejenigen, die das diesseitige Leben mehr lieben als das Jenseits und vom Weg Gottes abweisen und sich ihn krumm wunschen, die sind weit abgeirrt

    [4] Und Wir haben keinen Gesandten entsandt, außer (mit einer Botschaft) in der Sprache seines Volkes, damit er (sie) ihnen deutlich macht. Gott fuhrt dann irre, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [5] Und Wir haben Mose mit unseren Zeichen gesandt: «Fuhre dein Volk aus den Finsternissen ins Licht hinaus, und erinnere sie an die Tage Gottes.» Darin sind Zeichen fur jeden, der sehr standhaft und sehr dankbar ist

    [6] Und als Mose zu seinem Volk sagte: «Gedenket der Gnade Gottes zu euch, als Er euch vor den Leuten des Pharao rettete, die euch schlimme Pein zufugten, eure Sohne abschlachteten und nur eure Frauen am Leben ließen - darin war fur euch eine gewaltige Prufung von eurem Herrn

    [7] <Und als euer Herr ankundigte: >Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch noch mehr Gnade erweisen. Und wenn ihr undankbar seid, so ist meine Pein hart. >»

    [8] Und Mose sagte: «Wenn ihr undankbar seid, ihr und alle, die auf der Erde sind, so ist Gott auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig.»

    [9] Ist denn nicht der Bericht uber die, die vor euch lebten, zu euch gelangt, das Volk Noachs, die "Aad und Thamud und die, die nach ihnen lebten, und die nur Gott kennt? Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Sie aber steckten ihre Hande in den Mund und sagten: «Wir verleugnen das, womit ihr gesandt seid, und wir hegen uber das, wozu ihr uns aufruft, einen starken Zweifel.»

    [10] Ihre Gesandten sagten: «Ist denn ein Zweifel moglich uber Gott, den Schopfer der Himmel und der Erde? Er ruft euch, um euch etwas von euren Sunden zu vergeben und euch fur eine bestimmte Frist zuruckzustellen.» Sie sagten: «Ihr seid nur Menschen wie wir. Ihr wollt uns von dem abbringen, was unsere Vater verehrten. So bringt uns eine offenkundige Ermachtigung.»

    [11] Ihre Gesandten sagten zu ihnen: «Wir sind zwar nur Menschen wie ihr. Aber Gott erweist seine Wohltaten, wem von seinen Dienern Er will. Und wir konnen euch keine Ermachtigung bringen außer mit der Erlaubnis Gottes. Auf Gott sollen die Glaubigen vertrauen

    [12] Warum sollten wir nicht auf Gott vertrauen, wo Er uns unsere Wege gefuhrt hat? Wir werden das Leid, das ihr uns zufugt, geduldig ertragen, und auf Gott sollen die vertrauen, die (uberhaupt auf jemanden) vertrauen.»

    [13] Diejenigen, die unglaubig waren, sagten zu ihren Gesandten: «Wir werden euch bestimmt aus unserem Land vertreiben, oder ihr kehrt zu unserer Glaubensrichtung zuruck.» Da offenbarte ihnen ihr Herr: «Verderben werden Wir die, die Unrecht tun

    [14] Und Wir werden euch nach ihnen das Land bewohnen lassen. Dies gilt fur den, der meinen Stand furchtet und meine Androhung furchtet.»

    [15] Und sie baten um einen Richterspruch. Und enttauscht wurde jeder widerspenstige Gewaltherrscher

    [16] Hintendrein steht fur ihn die Holle bereit, und er bekommt eitriges Wasser zu trinken

    [17] Das er schluckt, aber kaum hinunterbringt. Und der Tod kommt zu ihm von uberall her, aber er stirbt nicht. Und danach steht eine schwere Pein

    [18] Mit denen, die ihren Herrn verleugnen, ist es so: Ihre Werke sind wie die Asche, auf die der Wind an einem sturmischen Tag heftig blast. Sie verfugen uber nichts von dem, was sie erworben haben. Das ist der tiefe Irrtum

    [19] Siehst du denn nicht, daß Gott die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen hat? Wenn Er will, laßt Er euch fortgehen und bringt eine neue Schopfung hervor

    [20] Dies fallt Gott sicher nicht schwer

    [21] Und sie treten vor Gott allesamt. Da sagen die Schwachen zu denen, die sich hochmutig verhielten: «Wir waren doch eure Gefolgsleute. Konnt ihr uns vor Gottes Pein etwas nutzen?» Sie sagen: «Wenn Gott uns rechtgeleitet hatte, hatten (auch) wir euch rechtgeleitet. Es ist fur uns gleich, ob wir uns mutlos oder geduldig zeigen; fur uns gibt es kein Entrinnen.»

    [22] Und der Satan sagt, nachdem die Angelegenheit entschieden ist: «Gott hat euch ein wahres Versprechen gegeben. Auch ich habe euch (etwas versprochen), es aber dann nicht gehalten. Und ich hatte keine Macht uber euch; ich habe euch nur gerufen, und ihr habt auf mich gehort. So tadelt mich nicht, tadelt euch selbst. Ich kann euch nicht helfen, und ihr konnt mir nicht helfen. Ich weise es zuruck, daß ihr mich zuvor (Gott) beigesellt habt.» Fur die, die Unrecht tun, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [23] Aber diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden in Garten gefuhrt, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen, mit der Erlaubnis ihres Herrn. Ihre Begrußung darin wird sein: «Frieden!»

    [24] Hast du nicht gesehen, wie Gott ein Gleichnis von einem gefalligen Wort anfuhrt? Es ist wie ein guter Baum, dessen Stamm fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen

    [25] Er bringt seinen Ernteertrag zu jeder Zeit, mit der Erlaubnis seines Herrn. Und Gott fuhrt fur die Menschen Gleichnisse an, auf daß sie es bedenken

    [26] Mit einem schlechten Wort ist es wie mit einem schlechten Baum, der uber der Erde herausgerissen wurde und keinen festen Grund mehr hat

    [27] Gott festigt diejenigen, die glauben, durch die feste Aussage im diesseitigen Leben und im Jenseits. Und Gott fuhrt die, die Unrecht tun, in die Irre. Gott tut, was Er will

    [28] Hast du nicht auf jene geschaut, die die Gnade Gottes gegen den Unglauben eingetauscht und ihr Volk in die Wohnstatte des Verderbens versetzt haben

    [29] In die Holle, in der sie brennen? - Welch schlimmer Aufenthalt

    [30] Und sie haben Gott andere als Gegenpart zur Seite gestellt, um (die Menschen) von seinem Weg abirren zu lassen. Sprich: Genießet nur, ihr treibt ja ins Feuer

    [31] Sag zu meinen Dienern, die glauben, sie sollen das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, geheim und offen spenden, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft gibt

    [32] Gott ist es, der die Himmel und die Erde erschuf und vom Himmel Wasser herabkommen ließ und dadurch von den Fruchten einen Lebensunterhalt fur euch hervorbrachte. Und Er stellte in euren Dienst die Schiffe, damit sie auf dem Meer auf seinen Befehl fahren. Und Er stellte in euren Dienst die Flusse

    [33] Er stellte in euren Dienst die Sonne und den Mond in unablassigem Lauf. Und Er stellte in euren Dienst die Nacht und den Tag

    [34] Und Er ließ euch etwas zukommen von allem, worum ihr batet. Wenn ihr die Gnade Gottes aufzahlen wolltet, konntet ihr sie nicht erfassen. Wahrlich, der Mensch neigt sehr zum Unrecht und ist sehr undankbar

    [35] Als Abraham sagte: «Mein Herr, mache dieses Gebiet sicher, und laß mich und meine Sohne es meiden, den Gotzen zu dienen

    [36] Mein Herr, sie haben viele Menschen irregefuhrt. Wer mir nun folgt, gehort zu mir, und wenn einer gegen mich ungehorsam ist, so bist Du voller Vergebung und barmherzig

    [37] Unser Herr, ich habe einige aus meiner Nachkommenschaft in einem Tal ohne Saat bei deinem heiligen Haus wohnen lassen, unser Herr, damit sie das Gebet verrichten. So laß die Herzen einiger Menschen sich ihnen zuneigen und beschere ihnen etwas von den Fruchten, auf daß sie dankbar seien

    [38] Unser Herr, Du weißt, was wir verbergen und was wir offenlegen, und vor Gott ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel

    [39] Lob sei Gott, der mir trotz meines Alters Ismael und Isaak geschenkt hat! Mein Herr erhort das Rufen

    [40] Mein Herr, laß mich und die aus meiner Nachkommenschaft das Gebet verrichten, unser Herr, und nimm unser Rufen an

    [41] Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Glaubigen am Tag, da die Abrechnung heraufkommen wird.»

    [42] Und du darfst nicht meinen, daß Gott das, was die Ungerechten tun, unbeachtet laßt. Er stellt sie nur zuruck bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden

    [43] Mit gerecktem Hals und erhobenem Haupt; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zuruck, und ihre Herzen sind leer

    [44] Und warne die Menschen vor dem Tag, an dem die Pein uber sie kommt. Da werden diejenigen, die Unrecht taten, sagen: «Unser Herr, stelle uns auf eine kurze Frist zuruck, so werden wir auf deinen Ruf horen und den Gesandten folgen.» - «Hattet ihr denn nicht vorher geschworen, ihr wurdet nicht vergehen

    [45] Ihr habt noch in den Wohnungen derer gewohnt, die sich selbst Unrecht getan haben, und es ist euch deutlich geworden, wie Wir an ihnen gehandelt haben. Wir haben euch doch Beispiele gegeben.»

    [46] Und sie haben ihre Ranke geschmiedet, aber uber ihre Ranke hat Gott allein zu entscheiden, auch wenn ihre Ranke derart sind, daß davor die Berge vergehen

    [47] So darfst du nicht meinen, daß Gott sein Versprechen an die Gesandten bricht. Gott ist machtig und ubt Rache

    [48] Am Tag, da die Erde gegen eine andere Erde eingetauscht wird, und auch die Himmel, und da sie vor Gott treten, den Einen, der bezwingende Macht besitzt

    [49] An jenem Tag siehst du die Ubeltater in Ketten aneinandergebunden

    [50] Ihre Kleider sind aus Pech, und das Feuer uberdeckt ihre Gesichter

    [51] Damit Gott einem jeden vergelte, was er erworben hat. Gott ist schnell im Abrechnen

    [52] Das ist eine Botschaft an die Menschen, damit sie dadurch gewarnt werden und damit sie wissen, daß Er ein einziger Gott ist, und damit es die Einsichtigen bedenken

    Surah 15
    Al-Hidschr

    [1] Auf Lam Ra. Dies sind die Zeichen des Buches und eines deutlichen Korans

    [2] Vielleicht werden diejenigen, die unglaubig sind, wunschen, sie waren Muslime gewesen

    [3] Laß sie nur essen und genießen und sich durch die Hoffnung ablenken lassen. Sie werden es noch zu wissen bekommen

    [4] Und Wir haben keine Stadt verderben lassen, ohne daß sie eine festgelegte Vorherbestimmung gehabt hatte

    [5] Keine Gemeinschaft kann ihrer Frist vorausgehen, noch kann sie hinter ihr zuruckbleiben

    [6] Und sie sagen: «O du, auf den die Ermahnung herabgesandt worden sein soll, du bist ja besessen

    [7] Wurdest du uns doch die Engel bringen, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen!»

    [8] Wir senden die Engel nur mit der Wahrheit hinab. Dann wird ihnen kein Aufschub gewahrt

    [9] Wir, ja Wir haben die Ermahnung hinabgesandt, und Wir werden sie gewiß bewahren

    [10] Wir haben vor dir zu den Parteien der Fruheren entsandt

    [11] Und kein Gesandter kam zu ihnen, ohne daß sie ihn verspottet hatten

    [12] So lassen Wir ihn in die Herzen der Ubeltater eingehen

    [13] Sie glauben nicht daran, und es wird (an ihnen) nach dem Beispiel der Fruheren verfahren

    [14] Auch wenn Wir ihnen ein Tor vom Himmel offneten und sie standig dadurch emporstiegen

    [15] Wurden sie sagen: «Unsere Blicke sind ja verschlossen. Nein, wir sind Leute, die einem Zauber verfallen sind.»

    [16] Und Wir haben im Himmel Sternzeichen gesetzt und ihn fur die Zuschauer geschmuckt

    [17] Und Wir haben ihn vor jedem gesteinigten Satan bewahrt

    [18] Außer dem, der wie ein Dieb horcht, worauf ihn eine deutlich erkennbare Sternschnuppe verfolgt

    [19] Auch die Erde haben Wir ausgebreitet und auf ihr festgegrundete Berge angebracht. Und Wir haben auf ihr allerlei Dinge im rechten Maß wachsen lassen

    [20] Und Wir haben auf ihr fur euch Unterhaltsmoglichkeiten bereitet, und (auch) fur diejenigen, die ihr nicht versorgt

    [21] Und es gibt nichts, von dem Wir nicht einen Vorrat angelegt hatten. Und Wir senden es nur in festgelegtem Maß hinab

    [22] Und Wir haben die befruchtenden Winde gesandt. Und Wir haben dann vom Himmel Wasser hinabkommen lassen und es euch zu trinken gegeben. Ihr aber hattet davon keinen Vorrat anlegen konnen

    [23] Und Wir sind es, die lebendig machen und sterben lassen, und Wir sind es, die (alles) erben

    [24] Und Wir kennen diejenigen unter euch, die vorausgehen, und Wir kennen die, die zuruckbleiben

    [25] Und siehe, dein Herr wird sie versammeln. Er ist weise und weiß Bescheid

    [26] Und Wir haben den Menschen aus einer Trockenmasse, aus einem gestaltbaren schwarzen Schlamm erschaffen

    [27] Und die Djinn haben Wir vorher aus dem Feuer des gluhenden Windes erschaffen

    [28] Und als dein Herr zu den Engeln sprach: «Ich. werde einen Menschen aus einer Trockenmasse, aus einem gestaltbaren schwarzen Schlamm erschaffen

    [29] Wenn Ich ihn geformt und ihm von meinem Geist eingeblasen habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder.»

    [30] Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder

    [31] Außer Iblis; er weigerte sich, zu denen zu gehoren, die sich niederwarfen

    [32] Er sprach: «O Iblis, was ist mit dir, daß du nicht zu denen gehorst, die sich niederwarfen?»

    [33] Er sagte: «Ich kann mich unmoglich vor einem Menschen niederwerfen, den Du aus einer Trockenmasse, aus einem gestaltbaren schwarzen Schlamm erschaffen hast.»

    [34] Er sprach: «Dann geh aus ihm hinaus. Du bist ja der Steinigung wurdig

    [35] Und auf dir liegt der Fluch bis zum Tag des Gerichtes.»

    [36] Er sagte: «Mein Herr, gewahre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.»

    [37] Er sprach: «Siehe, du gehorst zu denen, denen Aufschub gewahrt wird

    [38] Bis zu dem Tag der festgelegten Zeit.»

    [39] Er sagte: «Mein Herr, weil Du mich irregefuhrt hast, werde ich, ich schwore es, ihnen auf der Erde Verlockungen bereiten und sie allesamt abirren lassen

    [40] Außer deinen auserwahlten Dienern unter ihnen.»

    [41] Er sprach: «Das ist ein gerader Weg, der mir obliegt

    [42] Was meine Diener betrifft, so hast du uber sie keine Macht, außer denen unter den Abgeirrten, die dir folgen.»

    [43] Und die Holle ist der Verabredungsort fur sie alle

    [44] Sie hat sieben Tore, und jedem Tor wird ein Teil von ihnen zugewiesen

    [45] Die Gottesfurchtigen aber werden in Garten und an Quellen sein

    [46] «Geht hinein in Frieden und Sicherheit.»

    [47] Und Wir nehmen weg, was in ihrer Brust an Groll dasein mag, so daß sie wie Bruder auf Liegen ruhen, einander gegenuber

    [48] Darin erfaßt sie keine Muhsal, und sie werden nicht daraus vertrieben

    [49] Tu meinen Dienern kund, daß Ich der bin, der voller Vergebung und barmherzig ist

    [50] Und daß meine Pein die schmerzhafte Pein ist

    [51] Und berichte ihnen von den Gasten Abrahams

    [52] Als sie bei ihm eintraten und sagten: «Frieden!» Er sagte: «Wir haben Angst vor euch.»

    [53] Sie sagten: «Hab keine Angst. Wir verkunden dir einen klugen Knaben.»

    [54] Er sagte: «Ihr verkundet (es) mir, obwohl mich das Alter erfaßt hat! Was verkundet ihr mir denn?»

    [55] Sie sagten: «Wir verkunden (es) dir in Wahrheit. So sei nicht einer von denen, die die Hoffnung aufgeben.»

    [56] Er sagte: «Nur die Abgeirrten geben die Hoffnung auf die Barmherzigkeit ihres Herrn auf.»

    [57] Er sagte: «Was ist euer Anliegen, ihr Boten?»

    [58] Sie sagten: «Wir sind zu Leuten gesandt, die Ubeltater sind

    [59] Ausgenommen die Sippe Lots. Diese werden Wir sicher alle erretten

    [60] Außer seiner Frau. Wir haben (es so) bestimmt, sie gehort zu denen, die zuruckbleiben und dem Verderben anheimfallen.»

    [61] Als nun die Boten zu der Sippe Lots kamen

    [62] Sagte er: «Ihr seid unbekannte Leute.»

    [63] Sie sagten: «Nein, wir kommen zu dir mit dem, was sie immer wieder bezweifelt haben

    [64] Und wir kommen zu dir mit der Wahrheit. Und wir sagen, was wahr ist

    [65] So zieh mit deinen Angehorigen in einem Teil der Nacht fort, und folge du hinterdrein. Und keiner von euch soll sich umdrehen. Und geht, wohin euch befohlen wird.»

    [66] Und Wir haben ihm diesen Befehl mitgeteilt, daß der letzte Rest dieser Leute am Morgen ausgemerzt werde

    [67] Und die Bewohner der Stadt kamen frohlockend

    [68] Er sagte: «Diese sind meine Gaste, so stellt mich nicht bloß

    [69] Und furchtet Gott und bringt keine Schande uber mich.»

    [70] Sie sagten: «Haben wir dir nicht verboten, mit den Weltenbewohnern Umgang zu pflegen?»

    [71] Er sagte: «Da sind meine Tochter, so ihr etwas tun wollt.»

    [72] Bei deinem Leben, sie irrten in ihrer Trunkenheit umher

    [73] So ergriff sie der Schrei bei Sonnenaufgang

    [74] Und Wir kehrten in ihrer Stadt das Oberste zuunterst und ließen auf sie Steine aus Ton herabregnen

    [75] Darin sind wahrlich Zeichen fur die Betrachtenden

    [76] Und sie liegt an einem noch bestehenden Weg

    [77] Darin ist wahrlich ein Zeichen fur die Glaubigen

    [78] Und die Gefahrten des Waldes taten Unrecht

    [79] So rachten Wir uns an ihnen. Beide liegen an einem offenkundigen Wegweiser

    [80] Und die Gefahrten von al-Hidjr ziehen die Gesandten der Luge

    [81] Wir ließen ihnen unsere Zeichen zukommen, aber sie wandten sich von ihnen ab

    [82] Und sie hauten aus den Bergen Hauser aus, um in Sicherheit zu leben

    [83] Da ergriff sie der Schrei am Morgen

    [84] Und so nutzte ihnen, was sie zu erwerben pflegten, nicht

    [85] Siehe, Wir haben die Himmel und die Erde, und was dazwischen ist, in Wahrheit erschaffen. Und die Stunde wird sicher eintreffen. So ube schone Nachsicht

    [86] Dein Herr ist es, der alles erschafft und Bescheid weiß

    [87] Und Wir haben dir sieben aus den sich wiederholenden Versen zukommen lassen, und auch den gewaltigen Koran

    [88] Richte nicht gierig deine Augen auf das, was Wir einigen von ihnen zur Nutznießung verliehen haben. Und sei nicht betrubt uber sie. Und senke deinen Flugel fur die Glaubigen

    [89] Und sprich: Ich bin ja der deutliche Warner

    [90] Wie Wir auf die hinabgesandt haben, die aufteilen

    [91] Die den Koran zergliedert haben

    [92] Bei deinem Herrn! Wir werden sie alle zur Verantwortung ziehen

    [93] uber das, was sie taten

    [94] Und verkunde laut, was dir befohlen wird, und wende dich von den Polytheisten ab

    [95] Wir schutzen dich vor den Spottern

    [96] Die Gott einen anderen Gott zur Seite stellen. Sie werden es noch zu wissen bekommen

    [97] Wir wissen ja, daß deine Brust beklommen ist wegen dessen, was sie sagen

    [98] Aber sing das Lob deines Herrn und sei einer von denen, die sich niederwerfen

    [99] Und diene deinem Herrn, bis das sichere Los dich ereilt

    Surah 16
    Die Biene

    [1] Der Befehl Gottes ist eingetroffen, so wunscht nicht, ihn zu beschleunigen. Preis sei Ihm, und erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [2] Er sendet die Engel mit dem Geist von seinem Befehl herab, auf wen von seinen Dienern Er will: «Warnt (und verkundet), daß es keinen Gott gibt außer Mir. Ihr sollt Mich (allein) furchten.»

    [3] Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [4] Den Menschen hat Er aus einem Tropfen erschaffen. Und doch ist er gleich offenkundig streitsuchtig

    [5] Auch hat Er die Herdentiere erschaffen. An ihnen habt ihr Warme und, allerlei Nutzen; und ihr konnt davon essen

    [6] Und ihr habt an ihnen Schones, wenn ihr (sie) abends eintreibt und wenn ihr (sie) morgens austreibt

    [7] Und sie tragen eure Lasten in ein Land, das ihr (sonst) nur mit großter Muhe hattet erreichen konnen. Euer Herr hat ja Mitleid und ist barmherzig

    [8] Und (erschaffen hat Er) die Pferde, die Maultiere und die Esel, damit ihr auf ihnen reitet, und auch (euch) zur Zierde. Und Er erschafft, was ihr nicht wißt

    [9] Gott obliegt es, den richtigen Weg zu weisen. Es gibt ja welche, die abweichen. Wenn Er gewollt hatte, hatte Er euch allesamt rechtgeleitet

    [10] Er ist es, der vom Himmel Wasser hat herabkommen lassen. Davon habt ihr etwas zu trinken, und davon wachsen Straucher, in denen ihr weiden lassen konnt

    [11] Er laßt euch dadurch Getreide sprießen, und Olbaume, Palmen, Weinstocke und allerlei Fruchte. Darin ist ein Zeichen fur Leute, die nachdenken

    [12] Und Er hat euch die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond dienstbar gemacht. Auch die Sterne sind durch seinen Befehl dienstbar gemacht worden. Darin sind Zeichen fur Leute, die verstandig sind

    [13] Und (da ist) auch, was Er euch auf der Erde in verschiedenen Arten geschaffen hat. Darin ist ein Zeichen fur Leute, die es bedenken

    [14] Und Er ist es, der euch das Meer dienstbar gemacht hat, damit ihr frisches Fleisch daraus eßt und Schmuck aus ihm herausholt, um ihn anzulegen. Und du siehst die Schiffe es durchspalten, ja, damit ihr nach etwas von seiner Huld strebt, auf daß ihr dankbar werdet

    [15] Und Er hat auf der Erde festgegrundete Berge gelegt, daß sie nicht mit euch schwanke, und Flusse und Wege - auf daß ihr der Rechtleitung folget

    [16] Und Wegzeichen. Und mit Hilfe der Sterne finden sie die Richtung

    [17] Ist denn der, der erschafft, wie der, der nicht erschafft? Wollt ihr es nicht bedenken

    [18] Und wenn ihr die Gnade Gottes aufzahlen wolltet, konntet ihr sie nicht erfassen. Wahrlich, Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [19] Und Gott weiß, was ihr geheimhaltet und was ihr offenlegt

    [20] Und diejenigen, die sie anstelle Gottes anrufen, erschaffen nichts; sie werden aber selbst erschaffen

    [21] Tot sind sie, nicht lebendig, und sie merken nicht, wann sie erweckt werden

    [22] Euer Gott ist ein einziger Gott. Diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben, weisen es in ihren Herzen ab und zeigen sich hochmutig

    [23] Wahrlich, Gott weiß, was sie geheimhalten und was sie offenlegen. Er liebt die nicht, die sich hochmutig zeigen

    [24] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Was hat euer Herr herabgesandt?», sagen sie: «Die Fabeln der Fruheren.»

    [25] So sollen sie am Tag der Auferstehung ihre Lasten vollstandig tragen, und auch einen Teil der Lasten derer, die sie ohne (richtiges) Wissen irreleiten. O schlimm ist, was auf ihnen lastet

    [26] Ranke haben diejenigen, die vor ihnen lebten, geschmiedet. Da erfaßte Gott ihren Bau an den Grundmauern, und die Decke uber ihnen sturzte auf sie herab, und die Pein kam uber sie, von wo sie es nicht merkten

    [27] Dann am Tag der Auferstehung wird Er sie zuschanden machen und sagen: «Wo sind meine Teilhaber, derentwegen ihr euch widersetztet?» Diejenigen, denen das Wissen zugekommen ist, sagen: «Schande und Unheil kommen heute uber die Unglaubigen»

    [28] Die von den Engeln abberufen werden, wahrend sie sich selbst Unrecht getan haben. Sie bieten den Frieden an: «Wir pflegten nichts Boses zu tun.» - «Doch, Gott weiß Bescheid uber das, was ihr zu tun pflegtet

    [29] Betretet nun die Tore der Holle; darin werdet ihr ewig weilen. Schlimm ist ja die Bleibe der Hochmutigen.»

    [30] Zu denen, die gottesfurchtig sind, wird gesagt: «Was hat euer Herr herabgesandt?» Sie sagen: «Gutes.» Diejenigen, die rechtschaffen sind, erhalten hier im Diesseits Gutes. Aber die Wohnstatte des Jenseits ist gewiß besser. Vorzuglich ist die Wohnstatte der Gottesfurchtigen

    [31] Die Garten von Eden, in die sie eingehen, unter denen Bache fließen und in denen sie (alles) haben, was sie wollen. So entlohnt Gott die Gottesfurchtigen

    [32] Die die Engel abberufen, wahrend sie gute (Menschen) gewesen sind. Sie sagen: «Friede sei uber euch! Geht ins Paradies ein fur das, was ihr zu tun pflegtet.»

    [33] Erwarten Sie denn etwas anderes, als daß die Engel zu ihnen kommen, oder daß der Befehl deines Herrn eintrifft? So handelten auch diejenigen, die vor ihnen lebten. Und nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan

    [34] Getroffen haben sie (schließlich) die bosen Taten, die sie begangen haben, und umschlossen hat sie das, woruber sie spotteten

    [35] Diejenigen, die Polytheisten sind, sagen: «Wenn Gott gewollt hatte, hatten wir nichts an seiner Stelle verehrt, weder wir noch unsere Vater, und wir hatten nichts an seiner Stelle verboten.» So handelten auch diejenigen, die vor ihnen lebten. Obliegt denn dem Gesandten etwas anderes als die deutliche Ausrichtung (der Botschaft)

    [36] Und Wir haben aus der Mitte jeder Gemeinschaft einen Gesandten erstehen lassen: «Dienet Gott und meidet die Gotzen.» Unter ihnen sind welche, die Gott rechtgeleitet hat, und unter ihnen sind welche, uber die der Irrtum zu Recht fallig geworden ist. Geht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die (die Gesandten) der Luge geziehen haben

    [37] Du magst dich noch so sehr bemuhen, sie rechtzuleiten, Gott leitet nicht recht, wen Er (nun) irrefuhrt. Und sie werden keinen Helfer haben

    [38] Sie schworen bei Gott ihren eifrigsten Eid, Gott werde die nicht auferwecken, die sterben. Doch, das ist ein Ihm obliegendes Versprechen in Wahrheit - aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [39] Damit Er ihnen das deutlich macht, woruber sie uneins sind, und damit diejenigen, die unglaubig sind, wissen, daß sie Lugner waren

    [40] Unsere Rede zu einer Sache, wenn Wir sie wollen, ist, zu ihr zu sprechen: Sei!, und sie ist

    [41] Und die, die um Gottes willen ausgewandert sind, nachdem ihnen Unrecht getan wurde, werden Wir gewiß im Diesseits in einen schonen Stand einweisen. Aber der Lohn des Jenseits ist gewiß großer, wenn sie es nur wußten

    [42] (Sie), die geduldig sind und auf ihren Herrn vertrauen

    [43] Und Wir haben vor dir nur Manner gesandt, denen Wir Offenbarungen eingegeben haben. So fragt die Besitzer der Ermahnung, wenn ihr nicht Bescheid wißt

    [44] (Wir haben sie gesandt) mit den deutlichen Zeichen und den Schriften. Und Wir haben zu dir die Ermahnung herabgesandt, damit du den Menschen deutlich machst, was zu ihnen herabgesandt worden ist, und damit sie vielleicht nachdenken

    [45] Wahnen sich denn diejenigen, die bose Ranke schmieden, in Sicherheit davor, daß Gott die Erde mit ihnen versinken laßt, oder daß die Pein uber sie kommt, von wo sie es nicht merken

    [46] Oder daß Er sie in ihrem Umherziehen ergreift - und sie konnen es nicht vereiteln

    [47] Oder daß Er sie ergreift, wahrend sie Angst haben? Euer Herr hat Mitleid und ist barmherzig

    [48] Haben sie nicht auf die Dinge geschaut, die Gott erschaffen hat? Ihre Schatten wenden sich rechts und links, und sie werfen sich demutig vor Gott nieder

    [49] Vor Gott wirft sich nieder, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, ob Tiere oder Engel, und sie verhalten sich nicht hochmutig

    [50] Sie furchten ihren Herrn, der uber ihnen steht, und sie tun, was ihnen befohlen wird

    [51] Und Gott hat gesprochen: Nehmt euch nicht zwei Gotter. Er ist nur ein einziger Gott. Vor Mir sollt ihr Ehrfurcht haben

    [52] Ihm gehort, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Ihm gehort die religiose Verehrung in standiger Weise. Wollt ihr denn einen anderen als Gott furchten

    [53] Was ihr an Gnade erfahrt, ist von Gott. Wenn euch dann ein Schaden trifft, so schreit ihr zu Ihm um Hilfe

    [54] Wenn Er dann euch den Schaden behoben hat, da ist gleich ein Teil von euch dabei, ihrem Herrn (andere) beizugesellen

    [55] Um undankbar zu sein fur das, was Wir ihnen zukommen ließen. So genießet nur. Ihr werdet es noch zu wissen bekommen

    [56] Und sie bestimmen fur das, von dem sie kein Wissen haben, einen Anteil von dem, was Wir ihnen beschert haben. Bei Gott, ihr werdet zu verantworten haben, was ihr zu erdichten pflegtet

    [57] Und sie geben Gott Tochter - Preis sei Ihm! - und sich selbst, was sie begehren

    [58] Wenn einer von ihnen von der Geburt eines Madchens benachrichtigt wird, bleibt sein Gesicht finster, und er unterdruckt (seinen Groll)

    [59] Er verbirgt sich vor den Leuten wegen der schlimmen Nachricht. Solle er es nun trotz der Schmach behalten oder es im Boden verscharren. Ubel ist, wie sie da urteilen

    [60] Diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, besitzen die Eigenschaft des Bosen. Gott besitzt die hochste Eigenschaft, und er ist der Machtige, der Weise

    [61] Wenn Gott die Menschen fur ihre Ungerechtigkeit belangen wollte, wurde Er auf ihr kein Tier ubriglassen. Aber Er stellt sie auf eine festgesetzte Frist zuruck. Und wenn ihre Frist eintrifft, konnen sie nicht einmal eine Stunde zuruckbleiben oder vorausgehen

    [62] Und sie geben Gott, was sie verabscheuen. Und ihre Zungen behaupten lugnerisch, daß fur sie das Beste bestimmt ist. Kein Zweifel, daß fur sie das Feuer bestimmt ist und daß sie zuerst hineingesturzt werden

    [63] Bei Gott, Wir haben (Propheten) zu Gemeinschaften vor dir gesandt. Da machte ihnen der Satan ihre Taten verlockend. So ist er heute ihr Freund, und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [64] Und Wir haben auf dich das Buch nur deswegen hinabgesandt, damit du ihnen das deutlich machst, woruber sie uneins waren, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit fur Leute, die glauben

    [65] Und Gott hat vom Himmel Wasser herabkommen lassen und mit ihm die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt. Darin ist ein Zeichen fur Leute, die horen konnen

    [66] Einen Grund zum Nachdenken habt ihr in den Herdentieren. Wir geben euch von dem, was in ihrem Leib zwischen Kot und Blut ist, zu trinken, reine Milch, bekommlich fur die, die (sie) trinken

    [67] Und (Wir geben euch) von den Fruchten der Palmen und der Weinstocke, woraus ihr euch Rauschgetrank und einen schonen Lebensunterhalt nehmt. Darin ist ein Zeichen fur Leute, die verstandig sind

    [68] Und dein Herr hat der Biene eingegeben: «Nimm dir Hauser in den Bergen, in den Baumen und in den Spalieren

    [69] Dann iß von allen Fruchten, wandle auf den Wegen deines Herrn, die (dir) leicht gemacht sind.» Aus ihren Leibern kommt ein Trank von verschiedenen Arten, in dem Heilung fur die Menschen ist. Darin ist ein Zeichen fur Leute, die nachdenken

    [70] Und Gott hat euch erschaffen, dann beruft Er euch ab. Und manch einer von euch wird in das schlimmste Alter gebracht, so daß er nach (vorherigem) Wissen nun nichts (mehr) weiß. Gott weiß Bescheid und ist machtig

    [71] Und Gott hat einige von euch im Lebensunterhalt vor den anderen bevorzugt. Doch geben diejenigen, die bevorzugt werden, ihren Lebensunterhalt nicht an die zuruck, die ihre rechte Hand besitzt, so daß sie alle darin gleich werden. Wollen sie denn die Gnade Gottes leugnen

    [72] Und Gott hat euch aus euch selbst Gattinnen gemacht, und von euren Gattinnen Sohne und Enkel gemacht. Und Er hat euch (einiges) von den kostlichen Dingen beschert. Wollen sie denn an das Falsche glauben und die Gnade Gottes verleugnen

    [73] Und denen anstelle Gottes dienen, die ihnen keinen Lebensunterhalt von den Himmeln und der Erde bescheren konnen und (sonst) nichts vermogen

    [74] So fuhrt fur Gott keine Gleichnisse an. Gott weiß, ihr aber wißt nicht Bescheid

    [75] Gott fuhrt als Gleichnis einen leibeigenen Sklaven an, der uber nichts Gewalt hat, und einen, dem Wir von uns her einen schonen Lebensunterhalt beschert haben, so daß er davon geheim und offen spendet. Sind sie etwa gleich? Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [76] Und Gott fuhrt als Gleichnis zwei Manner an. Der eine ist stumm und hat uber nichts Gewalt; er ist seinem Herrn eine Last; wo er ihn auch hinschickt, bringt er nichts Gutes. Ist er etwa dem gleich, der die Gerechtigkeit gebietet, wobei er einem geraden Weg folgt

    [77] Und Gott gehort das Unsichtbare der Himmel und der Erde. Und die Angelegenheit der Stunde ist nur wie ein Augenblick, oder sie ist noch naher. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [78] Und Gott hat euch aus dem Leib eurer Mutter hervorgebracht, wahrend ihr nichts wußtet. Und Er hat euch Gehor, Augenlicht und Herz gegeben, auf daß ihr dankbar seid

    [79] Haben sie nicht auf die Vogel geschaut, die im Luftraum des Himmels dienstbar gemacht worden sind? Nur Gott halt sie oben. Darin sind Zeichen fur Leute, die glauben

    [80] Und Gott hat euch aus euren Hausern eine Ruhestatte gemacht, und Er hat euch aus den Hauten des Viehs Behausungen gemacht, die ihr am Tag eures Aufbrechens und am Tag eures Aufenthaltes leicht benutzen konnt, und aus ihrer Wolle, ihren Fellharchen und ihrem Haar Ausstattung und Nutznießung fur eine Weile

    [81] Und Gott hat euch aus dem, was Er erschaffen hat, schattenspendende Dinge gemacht. Und Er hat euch aus den Bergen Verstecke gemacht. Und Er hat euch Gewander gemacht, die euch vor der Hitze schutzen, und Gewander, die euch vor eurer Schlagkraft (gegeneinander) schutzen. So vollendet Er seine Gnade an euch, auf daß ihr gottergeben seid

    [82] Wenn sie sich abkehren, so obliegt dir nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft)

    [83] Sie kennen die Gnade Gottes, und dann verwerfen sie sie. Die meisten von ihnen sind ja Unglaubige

    [84] Und am Tag, da Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen erwecken. Dann wird denen, die unglaubig sind, keine Erlaubnis gegeben, und es wird von ihnen keine entschuldigende Umkehr (mehr) angenommen

    [85] Und wenn diejenigen, die Unrecht taten, die Pein sehen, dann wird ihnen weder Erleichterung noch Aufschub gewahrt

    [86] Und wenn diejenigen, die Polytheisten waren, ihre Teilhaber sehen, sagen sie: «Unser Herr, das sind unsere Teilhaber, die wir an deiner Stelle anzurufen pflegten.» Sie aber richteten an sie das Wort: «Ihr seid ja Lugner.»

    [87] Sie bieten Gott an jenem Tag Ergebenheit an, und entschwunden ist ihnen, was sie zu erdichten pflegten

    [88] Diejenigen, die unglaubig sind und vom Weg Gottes abweisen, lassen Wir eine noch großere Pein uber ihre Pein erleiden dafur, daß sie Unheil stifteten

    [89] Und am Tag, da Wir in jeder Gemeinschaft aus ihren eigenen Reihen einen Zeugen uber sie erwecken. Dich bringen Wir zum Zeugen uber diese da. Und Wir haben das Buch auf dich hinabgesandt, um alles deutlich zu machen, und als Rechtleitung, Barmherzigkeit und Frohbotschaft fur die Gottergebenen

    [90] Gott gebietet, Gerechtigkeit zu uben, Gutes zu tun und die Verwandten zu beschenken. Er verbietet das Schandliche, das Verwerfliche und die Gewalttatigkeit. Er ermahnt euch, auf daß ihr es bedenket

    [91] Und haltet den Bund Gottes, wenn ihr einen Bund geschlossen habt, und brecht nicht die Eide nach ihrer Bekraftigung, wo ihr Gott zum Burgen uber euch gemacht habt. Gott weiß, was ihr tut

    [92] Und seid nicht wie jene, die ihr Garn, nachdem es fest gesponnen war, wieder in aufgeloste Strahnen bricht, indem ihr eure Eide untereinander als Mittel des Betrugs nehmt, weil ja eine Gemeinschaft zahlreicher ist als eine andere Gemeinschaft. Gott pruft euch damit. Und Er wird euch am Tag der Auferstehung gewiß das deutlich machen, woruber ihr uneins waret

    [93] Und wenn Gott gewollt hatte, hatte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber Er fuhrt irre, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will, und ihr werdet das zu verantworten haben, was ihr zu tun pflegtet

    [94] Und nehmt euch nicht eure Eide als Mittel des Betrugs untereinander, sonst konnte der eine Fuß, nachdem er fest gestanden hat, straucheln, und ihr wurdet Boses erleiden dafur, daß ihr vom Weg Gottes abgewiesen habt. Bestimmt ist dann fur euch eine gewaltige Pein

    [95] Und verkauft den Bund Gottes nicht fur einen geringen Preis. Was bei Gott ist, ist besser fur euch, wenn ihr Bescheid wißt

    [96] Was bei euch ist, geht zu Ende; was bei Gott ist, hat Bestand. Wir werden bestimmt denen, die geduldig sind, mit ihrem Lohn vergelten fur das Beste von dem, was sie taten

    [97] Wer Gutes tut, ob Mann oder Weib, und dabei glaubig ist, den werden Wir bestimmt ein angenehmes Leben leben lassen. Und Wir werden ihnen bestimmt mit ihrem Lohn vergelten fur das Beste von dem, was sie taten

    [98] Und so du den Koran verliest, suche Zuflucht bei Gott vor dem gesteinigten Satan

    [99] Er hat keine Macht uber diejenigen, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen

    [100] Er hat Macht nur uber diejenigen, die ihn zum Freund nehmen und die Ihm (andere) beigesellen

    [101] Und wenn Wir ein Zeichen anstelle eines (anderen) Zeichens eintauschen - und Gott weiß besser, was Er herabsendet -, sagen sie: «(Das) erdichtest du nur.» Aber nein, die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [102] Sprich: Herabgesandt hat ihn der Geist der Heiligkeit von deinem Herrn mit der Wahrheit, um diejenigen, die glauben, zu festigen, und als Rechtleitung und Frohbotschaft fur die Gottergebenen

    [103] Und wir wissen ja doch, daß sie sagen: «Es lehrt ihn gewiß ein Mensch.» Die Sprache dessen, auf den sie hinweisen, ist eine fremde, und dies hier ist eine deutliche arabische Sprache

    [104] Diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben, leitet Gott nicht recht, und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [105] Lugen erdichten nur diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben. Das sind die (wahren) Lugner

    [106] Wer Gott verleugnet, nachdem er glaubig war - außer dem, der gezwungen wird, wahrend sein Herz im Glauben Ruhe gefunden hat -, nein, diejenigen, die ihre Brust dem Unglauben offnen, uber die kommt ein Zorn von Gott, und bestimmt ist fur sie eine gewaltige Pein

    [107] Dies, weil sie das diesseitige Leben mehr lieben als das Jenseits und weil Gott die unglaubigen Leute nicht rechtleitet

    [108] Das sind diejenigen, deren Herz, Gehor und Augenlicht Gott versiegelt hat. Und das sind die, die alles unbeachtet lassen

    [109] Zweifellos sind sie im Jenseits die Verlierer

    [110] Dein Herr ist zu denen, die (doch) ausgewandert sind, nachdem sie der Versuchung ausgesetzt wurden, und sich dann eingesetzt haben und standhaft gewesen sind - ja, dein Herr ist nach diesem (zu ihnen) voller Vergebung und barmherzig

    [111] Am Tag, da jede Seele kommt, um fur sich selbst zu streiten, und da jeder Seele voll erstattet wird, was sie getan hat. Und ihnen wird kein Unrecht getan

    [112] Gott fuhrt als Gleichnis eine Stadt an, die in Sicherheit und Ruhe lebte. Ihr Lebensunterhalt kam zu ihr reichlich von uberall her. Da wurde sie gegenuber den Wohltaten Gottes undankbar. So ließ sie Gott das Kleid des Hungers und der Angst erleiden fur das, was sie machten

    [113] Ein Gesandter aus ihrer Mitte kam doch zu ihnen. Sie ziehen ihn der Luge. So ergriff sie die Pein, wahrend sie Unrecht taten

    [114] Eßt nun von dem, was Gott euch beschert hat, so es erlaubt und kostlich ist. Und seid dankbar fur die Gnade Gottes, so ihr wirklich Ihm dient

    [115] Verboten hat Er euch Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, woruber ein anderer als Gott angerufen worden ist. Wenn aber einer gezwungen wird, wobei er weder Auflehnung noch Ubertretung begeht, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [116] Und sagt nicht von dem, was eure Zungen lugnerisch behaupten: «Dies ist erlaubt, und dies ist verboten», um gegen Gott Lugen zu erdichten. Denen, die gegen Gott Lugen erdichten, wird es nicht wohl ergehen

    [117] Es ist nur eine geringe Nutznießung. Und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [118] Und denen, die Juden sind, haben Wir das verboten, woruber Wir dir zuvor berichtet haben. Und nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie selbst haben sich Unrecht getan

    [119] Dein Herr ist zu denen, die aus Unwissenheit Boses tun, aber danach umkehren und Besserung zeigen - ja, dein Herr ist danach (zu ihnen) voller Vergebung und barmherzig

    [120] Abraham war ein Vorbild, Gott demutig ergeben und Anhanger des reinen Glaubens, und er gehorte nicht zu den Polytheisten

    [121] Dankbar (war er) fur seine Wohltaten. Er hat ihn erwahlt und zu einem geraden Weg geleitet

    [122] Und Wir haben ihm im Diesseits Gutes zukommen lassen. Und im Jenseits gehort er gewiß zu den Rechtschaffenen

    [123] Und Wir haben dir offenbart: «Folge der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhanger des reinen Glaubens, und er gehorte nicht zu den Polytheisten.»

    [124] Und der Sabbat ist denen auferlegt worden, die uber ihn uneins waren. Dein Herr wird bestimmt am Tag der Auferstehung zwischen ihnen uber das urteilen, woruber sie uneins waren

    [125] Ruf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schoner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die beste Art. Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt, und Er weiß besser, wer die sind, die der Rechtleitung folgten

    [126] Und wenn ihr bestraft, so bestraft im gleichen Maße, wie ihr bestraft wurdet. Und wenn ihr euch geduldig zeigt, so ist es besser fur die Geduldigen

    [127] Sei geduldig. Deine Geduld ist nur durch Gott moglich. Sei nicht betrubt uber sie, und sei nicht in Bedrangnis wegen der Ranke, die sie schmieden

    [128] Und Gott ist mit denen, die (Ihn) furchten und die rechtschaffen sind

    Surah 17
    Die nächtliche Reise

    [1] Preis sei dem, der seinen Diener bei Nacht von der heiligen Moschee zur fernsten Moschee, die Wir ringsum gesegnet haben, reisen ließ, damit Wir ihm etwas von unseren Zeichen zeigen. Er ist der, der alles hort und sieht

    [2] Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen und machten es zu einer Rechtleitung fur die Kinder Israels: «Nehmt euch außer Mir keinen Sachwalter

    [3] Ihr, die Nachkommenschaft derer, die Wir mit Noach getragen haben. Er war ein dankbarer Diener.»

    [4] Und Wir haben fur die Kinder Israels im Buch bestimmt: «Wahrlich, ihr werdet zweimal auf der Erde Unheil stiften, und ihr werdet große Macht erringen

    [5] Wenn nun die Drohung vom ersten Mal eintrifft, schicken Wir gegen euch Diener von Uns, die eine starke Schlagkraft besitzen. Sie dringen durch die Wohnstatten ein. Und dies ist eine Drohung, die ausgefuhrt sein wird

    [6] Dann geben Wir euch wieder die Oberhand uber sie, und Wir stehen euch bei mit Vermogen und Sohnen und machen euch zu einer zahlreicheren Schar

    [7] Wenn ihr Gutes tut, tut ihr Gutes fur euch selbst. Wenn ihr Boses tut, ist es auch fur euch selbst. - Wenn dann die Drohung vom letzten Mal eintrifft, (kommen sie), um euch schlimm ins Gesicht zu treffen und die Moschee zu betreten, wie sie sie beim ersten Mal betraten, und das, woruber sie Macht errungen haben, dem volligen Verderben preiszugeben

    [8] Moge euer Herr sich euer erbarmen! Und wenn ihr (dazu) zuruckkehrt, kehren Wir (auch) zuruck. Und Wir haben die Holle zum Gefangnis fur die Unglaubigen gemacht.»

    [9] Dieser Koran leitet zu dem, was richtiger ist, und verkundet den Glaubigen, die die guten Werke tun, daß fur sie ein großer Lohn bestimmt ist

    [10] Und daß Wir denen, die an das Jenseits nicht glauben, eine schmerzhafte Pein bereitet haben

    [11] Der Mensch erbittet das Bose, wie er das Gute erbittet. Der Mensch ist ja eilfertig

    [12] Und Wir haben die Nacht und den Tag zu zwei Zeichen gemacht. Das Zeichen der Nacht haben Wir geloscht, und Wir haben das Zeichen des Tages so gemacht, daß man (an ihm) sehen kann, damit ihr nach einer Huld von eurem Herrn strebt, und damit ihr die Zahl der Jahre und die Zeitrechnung wißt. Jedes Ding haben Wir im einzelnen dargelegt

    [13] Und jedem Menschen haben Wir sein Omen an seinem Hals befestigt. Und am Tag der Auferstehung holen Wir ihm ein Buch heraus, das er aufgeschlagen vorfindet

    [14] «Lies dein Buch. Du selbst genugst heute, um mit dir selbst abzurechnen.»

    [15] Wer der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wer irregeht, der geht irre zu seinem eigenen Schaden. Und keine lasttragende (Seele) tragt die Last einer anderen. Und Wir peinigen nicht, ehe Wir einen Gesandten haben erstehen lassen

    [16] Und wenn Wir eine Stadt verderben wollen, befehlen Wir denen, die in ihr uppig leben, (zu freveln), und sie freveln in ihr. Somit wird der Spruch zu Recht gegen sie fallig, und Wir zerstoren sie vollstandig

    [17] Und wie viele Generationen nach Noach haben Wir verderben lassen! Dein Herr kennt und sieht die Sunden seiner Diener zur Genuge

    [18] Wer das schnell Eintreffende will, dem gewahren Wir darin schnell, was Wir wollen - dem, den Wir wollen. Dann bestimmen Wir fur ihn die Holle; darin wird er brennen, gescholten und verstoßen

    [19] Denen, die das Jenseits wollen und sich entsprechend darum bemuhen, wobei sie glaubig sind, denen wird fur ihr Muhen gedankt

    [20] Ihnen allen, diesen und jenen, stehen Wir bei mit etwas von der Gabe deines Herrn. Die Gabe deines Herrn wird nicht verwehrt

    [21] Schau, wie Wir die einen von ihnen vor den anderen bevorzugen. Im Jenseits gibt es sicher hohere Rangstufen und großere Auszeichnungen

    [22] Setze Gott keinen anderen Gott zur Seite, sonst wirst du dasitzen, gescholten und im Stich gelassen

    [23] Und dein Herr hat bestimmt, daß ihr nur Ihm dienen sollt, und daß man die Eltern gut behandeln soll. Wenn eines von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen: «Pfui!», und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen ehrerbietige Worte

    [24] Und senke fur sie aus Barmherzigkeit den Flugel der Untergebenheit und sag: «Mein Herr, erbarme dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war.»

    [25] Euer Herr weiß besser, was in eurem Inneren ist. Wenn ihr rechtschaffen seid, so ist Er fur die, die immer wieder umkehren, voller Vergebung

    [26] Und laß dem Verwandten sein Recht zukommen, ebenso dem Bedurftigen und dem Reisenden, aber handle nicht ganz verschwenderisch

    [27] Diejenigen, die verschwenderisch sind, sind Bruder der Satane; und der Satan ist gegenuber seinem Herrn sehr undankbar

    [28] Und falls du dich von ihnen abwendest im Streben nach einer von dir erhofften Barmherzigkeit von deinem Herrn, so sprich zu ihnen milde Worte

    [29] Und laß deine Hand nicht an deinem Hals gefesselt sein, aber strecke sie auch nicht vollstandig aus. Sonst wurdest du getadelt und verarmt dasitzen

    [30] Dein Herr teilt den Lebensunterhalt großzugig, wem Er will, und auch bemessen zu. Er hat Kenntnis von seinen Dienern, und Er sieht sie wohl

    [31] Und totet nicht eure Kinder aus Furcht vor Verarmung. Ihnen und euch bescheren Wir doch den Lebensunterhalt. Sie toten ist eine große Sunde

    [32] Und nahert euch nicht der Unzucht. Sie ist etwas Schandliches, und sie ist ein ubler Weg

    [33] Und totet nicht den Menschen, den Gott fur unantastbar erklart hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung. Wird jemand ungerechterweise getotet, so geben Wir seinem nachsten Verwandten Vollmacht (ihn zu rachen). Nur soll er nicht maßlos im Toten sein; siehe, er wird Beistand finden

    [34] Und nahert euch nicht dem Vermogen des Waisenkindes, es sei denn auf die beste Art, bis es seine Vollkraft erreicht hat. Und erfullt eingegangene Verpflichtungen. Ober die Verpflichtungen wird Rechenschaft gefordert

    [35] Und gebt volles Maß, wenn ihr meßt. Und wagt mit der richtigen Waage. Das ist besser und fuhrt zu einem schoneren Ergebnis

    [36] Und verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast. Ober Gehor, Augenlicht und Herz, uber all das wird Rechenschaft gefordert

    [37] Und schreite nicht unbekummert auf der Erde einher. Du wirst ja die Erde nicht durchbohren und die Berge an Hohe nicht erreichen konnen

    [38] Das schlechte Verhalten in alledem ist bei deinem Herrn verpont

    [39] Das ist etwas von dem, was dir dein Herr an Weisheit offenbart hat. Und setze Gott keinen anderen Gott zur Seite, sonst wirst du in die Holle geworfen, getadelt und verstoßen

    [40] Hat denn euer Herr fur euch die Sohne erwahlt und sich selbst aus den Reihen der Engel Tochter genommen? Ihr sagt da etwas Ungeheuerliches

    [41] Wir haben in diesem Koran (die Botschaft) auf verschiedene Weise dargestellt, damit sie es bedenken. Aber das mehrt in ihnen nur die Abneigung

    [42] Sprich: Gabe es neben Ihm noch (andere) Gotter, wie sie sagen, dann wurden sie nach einem Weg suchen, zum Herrn des Thrones zu gelangen

    [43] Preis sei Ihm, und uberaus hoch erhaben ist Er uber das, was sie sagen

    [44] Ihn preisen die sieben Himmel und die Erde, und wer in ihnen ist. Es gibt nichts, was nicht sein Lob singen wurde. Aber ihr begreift ihren Preisgesang nicht. Er ist langmutig und voller Vergebung

    [45] Und wenn du den Koran verliest, stellen Wir zwischen dich und die, die an das Jenseits nicht glauben, einen unsichtbaren Vorhang

    [46] Und Wir legen auf ihre Herzen Hullen, so daß sie ihn nicht begreifen, und in ihre Ohren Schwerhorigkeit. Und wenn du im Koran allein deinen Herrn erwahnst, kehren sie aus Abneigung den Rucken

    [47] Wir wissen besser, womit sie zuhoren, wenn sie dir zuhoren, und (auch) wenn sie sich in vertraulichem Gesprach befinden, da die, die Unrecht tun, sagen: «Ihr folgt doch nur einem Mann, der einem Zauber verfallen ist.»

    [48] Schau, wie sie dir Gleichnisse anfuhren, und so abgeirrt sind, daß sie keinen Weg mehr finden

    [49] Und sie sagen: «Sollen wir, wenn wir (bereits) Knochen geworden und auseinandergefallen sind, wirklich wieder als neue Schopfung erweckt werden?»

    [50] Sprich: «(Ja), ob ihr nun Steine oder Eisen seid

    [51] Oder etwas Erschaffenes von der Art, die in eurer Vorstellung kaum moglich ware.» Sie werden sagen: «Wer wird uns (ins Leben) zuruckbringen?» Sprich: «Der, der euch das erste Mal erschaffen hat.» Dann werden sie vor dir den Kopf schutteln und sagen: «Wann wird das sein?» Sprich: «Vielleicht wird es bald sein

    [52] Am Tag, da Er euch rufen wird, und da ihr mit seinem Lob antworten und meinen werdet, ihr hattet nur ein wenig verweilt.»

    [53] Und sag meinen Dienern, sie sollen die besten Worte sprechen. Der Satan stachelt zwischen ihnen auf. Der Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind

    [54] Euer Herr weiß besser uber euch Bescheid. Wenn Er will, erbarmt Er sich euer, und wenn Er will, peinigt Er euch. Und Wir haben dich nicht als Sachwalter uber sie gesandt

    [55] Und dein Herr weiß besser uber die Bescheid, die in den Himmeln und auf der Erde sind. Und Wir haben einige der Propheten vor den anderen bevorzugt. Und Wir haben David eine Schrift zukommen lassen

    [56] Sprich: Ruft die, die ihr anstelle Gottes angebt, an. Sie vermogen doch von euch den Schaden weder zu beheben noch abzuwenden

    [57] Jene, die sie anrufen, suchen selbst ein Mittel, zu ihrem Herrn zu gelangen, (und wetteifern), wer von ihnen am nachsten sei; und sie hoffen auf seine Barmherzigkeit und haben Angst vor seiner Pein. Die Pein deines Herrn ist etwas, wovor man auf der Hut sein muß

    [58] Und es gibt keine Stadt, die Wir nicht vor dem Tag der Auferstehung verderben oder mit einer harten Pein peinigen wurden. Dies steht im Buch zeilenweise niedergeschrieben

    [59] Und nichts anderes hinderte Uns daran, (Propheten) mit den Zeichen zu senden, als daß die Fruheren sie fur Luge erklarten. Und Wir ließen den Thamud die Kamelstute als sichtbares Zeichen zukommen. Sie aber handelten an ihr ungerecht. Und Wir senden (die Propheten) mit den Zeichen nur zur Abschreckung

    [60] Und als Wir zu dir sprachen: «Dein Herr umfangt die Menschen.» Und Wir haben das Traumgesicht, das Wir dich sehen ließen, nur zu einer Versuchung fur die Menschen gemacht, ebenso den verfluchten Baum im Koran. Wir machen ihnen angst, aber es steigert bei ihnen nur um so mehr das Ubermaß ihres Frevels

    [61] Und als Wir zu den Engeln sprachen: «Werft euch vor Adam nieder.» Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er sagte: «Soll ich mich vor dem niederwerfen, den Du aus Ton erschaffen hast?»

    [62] Er sagte: «Was meinst Du von diesem, dem Du mehr Ehre verliehen hast als mir? Wenn du mir bis zum Tag der Auferstehung Aufschub gewahrst, werde ich seiner Nachkommenschaft die Zugel anlegen, bis auf wenige.»

    [63] Er sprach: «Geh weg. Wenn einer von ihnen dir folgt, so ist die Holle euer Lohn, ein reichlicher Lohn

    [64] Und schrecke mit deiner Stimme auf, wen von ihnen du vermagst, und biete gegen sie deine Pferde und dein Fußvolk auf, und nimm von ihnen einen Anteil an Vermogen und Kindern, und mach ihnen Versprechungen.» - Der Satan verspricht ihnen nur Betorung

    [65] «Uber meine Diener hast du keine Macht.» Und dein Herr genugt als Sachwalter

    [66] Euer Herr ist es, der fur euch die Schiffe auf dem Meer treibt, damit ihr nach etwas von seiner Huld strebt. Er ist ja zu euch barmherzig

    [67] Wenn euch auf dem Meer ein Schaden trifft, da irren die, die ihr außer Ihm anruft, (weit) weg. Hat Er euch dann ans Land errettet, wendet ihr euch ab. Der Mensch ist eben undankbar

    [68] Wahnt ihr euch denn in Sicherheit davor, daß Er eine Ecke des Festlandes mit euch versinken laßt oder einen Sandsturm gegen euch schickt, und daß ihr dann fur euch keinen Sachwalter findet

    [69] Oder wahnt ihr euch in Sicherheit davor, daß Er euch ein anderes Mal aufs Meer zuruckbringt und einen verheerenden Wind gegen euch schickt und euch ertrinken laßt, weil ihr unglaubig seid, und daß ihr dann fur euch niemanden findet, der Uns deswegen belangen konnte

    [70] Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und ihnen (einiges) von den kostlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt

    [71] Am Tag, da Wir jede Menschengruppe mit ihrem Vorsteher rufen werden. Diejenigen, denen dann ihr Buch in ihre Rechte gereicht wird, werden ihr Buch lesen, und ihnen wird nicht ein Dattelfadchen Unrecht getan

    [72] Und wer in diesem (Leben) blind ist, der ist (auch) im Jenseits blind und irrt noch mehr vom Weg ab

    [73] Fast hatten sie dich verfuhrt (und) von dem (abgebracht), was Wir dir offenbart haben, damit du gegen Uns etwas anderes erdichtest. Dann hatten sie dich zum Vertrauten genommen

    [74] Hatten Wir dich nicht gefestigt, du hattest wohl bei ihnen ein wenig Stutze gesucht

    [75] Dann hatten Wir dich doppeltes Leben und doppelten Tod erleiden lassen, und dann wurdest du fur dich keinen Helfer gegen Uns finden

    [76] Und fast hatten sie dich aus dem Land aufgeschreckt, um dich daraus zu vertreiben. Dann wurden sie nach dir nur ein wenig verweilen konnen

    [77] Nach diesem Beispiel wurde verfahren mit denen von unseren Gesandten, die Wir vor dir gesandt haben. Und du wirst keine Veranderungen bei unserem Verfahren finden

    [78] Verrichte das Gebet beim Neigen der Sonne bis zum Dunkel der Nacht, und (auch) die Koranlesung bei Tagesanbruch. Der Koranlesung bei Tagesanbruch soll man beiwohnen

    [79] Und wache einen Teil der Nacht damit, als zusatzliche Tat fur dich. Dein Herr moge dich zu einer lobenswerten Rangstellung erwecken

    [80] Und sprich: Mein Herr, gewahre mir einen wahrhaftigen Eingang und gewahre mir einen wahrhaftigen Ausgang, und schaffe mir von Dir her eine unterstutzende Macht

    [81] Und sprich: Die Wahrheit ist gekommen, und das Falsche schwindet dahin. Das Falsche schwindet ja schnell dahin

    [82] Und Wir senden vom Koran hinab, was den Glaubigen Heilung und Barmherzigkeit bringt; denen aber, die Unrecht tun, bringt es nur noch mehr Verlust

    [83] Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und entfernt sich beiseite. Und wenn ihn das Bose trifft, ist er sehr verzweifelt

    [84] Sprich: Jeder handelt nach seiner Weise. Euer Herr weiß besser, wer dem richtigeren Weg folgt

    [85] Und sie fragen dich nach dem Geist. Sprich: Der Geist ist vom Befehl meines Herrn. Und euch ist vom Wissen nur wenig zugekommen

    [86] Und wenn Wir wollten, wurden Wir sicherlich wegnehmen, was Wir dir offenbart haben. Du konntest dann fur dich in dieser Sache keinen Sachwalter gegen Uns finden

    [87] Es ist nichts als Barmherzigkeit von deinem Herrn. Seine Huld zu dir ist ja groß

    [88] Sprich: Wenn die Menschen und die Djinn zusammenkamen, um etwas beizubringen, was diesem Koran gleich ware, sie brachten nicht seinesgleichen bei, auch wenn sie einander helfen wurden

    [89] Und Wir haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse dargelegt. Doch bestehen die meisten Menschen auf dem Unglauben

    [90] Und sie sagen: «Wir werden dir nicht glauben, bis du uns aus der Erde eine Quelle hervorbrechen laßt

    [91] Oder bis du einen Garten von Palmen und Weinstocken hast und durch ihn Bache ausgiebig hervorbrechen laßt

    [92] Oder bis du den Himmel auf uns in Stucken herabfallen laßt, wie du behauptet hast, oder Gott und die Engel vor unsere Augen bringst

    [93] Oder bis du ein Haus aus Gold besitzt oder in den Himmel hochsteigst. Und wir werden nicht glauben, daß du hochgestiegen bist, bis du auf uns ein Buch herabsendest, das wir lesen konnen.» Sprich: Preis sei meinem Herrn! Bin ich etwas anderes als ein Mensch und ein Gesandter

    [94] Und was die Menschen daran hinderte, als die Rechtleitung zu ihnen kam, zu glauben, ist nichts anderes, als daß sie sagten: «Hat denn Gott einen Menschen als Gesandten erstehen lassen?»

    [95] Sprich: Wenn es auf der Erde Engel gabe, die da in Ruhe umhergingen, dann hatten Wir ihnen vom Himmel ja einen Engel als Gesandten hinabgeschickt

    [96] Sprich: Gott genugt als Zeuge zwischen mir und euch. Er hat Kenntnis von seinen Dienern, und Er sieht sie wohl

    [97] Wen Gott rechtleitet, der ist es, der der Rechtleitung folgt. Und fur die, die Er irrefuhrt, wirst du außer Ihm keine Freunde finden. Und Wir werden sie am Tag der Auferstehung versammeln, (sie wandeln) vor sich hin, blind, stumm, taub. Ihre Heimstatte ist die Holle. Sooft sie schwacher wird, mehren Wir ihnen den Feuerbrand

    [98] Das ist ihr Lohn dafur, daß sie unsere Zeichen verleugnet und gesagt haben: «Sollen wir, wenn wir (bereits) Knochen geworden und auseinandergefallen sind, wirklich wieder als neue Schopfung auferweckt werden?»

    [99] Haben sie denn nicht gesehen, daß Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, die Macht hat, ihresgleichen zu erschaffen? Und Er hat ihnen eine Frist gesetzt, an der kein Zweifel moglich ist. Doch bestehen die, die Unrecht tun, auf dem Unglauben

    [100] Sprich: Wurdet ihr uber die Vorratskammern der Barmherzigkeit meines Herrn verfugen, ihr wurdet aus Furcht vor dem Ausgeben zuruckhaltend sein. Der Mensch ist ja geizig

    [101] Und Wir haben dem Mose neun deutliche Zeichen zukommen lassen. So frag die Kinder Israels. Als er zu ihnen kam, sagte Pharao zu ihm: «Ich bin der Meinung, o Mose, daß du einem Zauber verfallen bist.»

    [102] Er sagte: «Du weißt, niemand anderes als der Herr der Himmel und der Erde hat diese als Einsicht bringende Zeichen herabgesandt. Und ich bin der Meinung, o Pharao, daß du dem Verderben verfallen bist.»

    [103] Da wollte er sie aus dem Land aufschrecken. Wir aber ließen ihn ertrinken, und auch alle, die mit ihm waren

    [104] Und nach seinem Ableben sprachen Wir zu den Kindern Israels: «Bewohnt das Land. Wenn dann das Versprechen des Jenseits eintrifft, bringen Wir euch als gebundelte Schar herbei.»

    [105] Mit der Wahrheit haben Wir ihn hinabgesandt, und mit der Wahrheit ist er hinabgekommen. Und Wir haben dich nur als Freudenboten und Warner gesandt

    [106] Und Wir haben ihn als Koran in Abschnitte geteilt, damit du ihn den Menschen ohne Hast verliest. Und Wir haben ihn nach und nach hinabgesandt

    [107] Sprich: Glaubt daran oder glaubt eben nicht. Diejenigen, denen vor ihm das Wissen zugekommen ist, wenn er ihnen verlesen wird, fallen in Anbetung auf ihr Kinn nieder

    [108] Und sagen: «Preis sei unserem Herrn! Das Versprechen unseres Herrn ist ausgefuhrt.»

    [109] Und sie werfen sich auf ihr Kinn weinend nieder, und es mehrt in ihnen die Demut

    [110] Sprich: Ruft Gott oder ruft den Erbarmer an. Welchen ihr auch anruft, Ihm gehoren die schonsten Namen. Und sei nicht laut beim Gebet, und auch nicht leise dabei. Suche einen Weg dazwischen

    [111] Und sprich: Lob sei Gott, der sich kein Kind genommen hat, und der keinen Teilhaber an der Konigsherrschaft hat und keinen Freund als Helfer aus der Erniedrigung! Und preise mit Nachdruck seine Große

    Surah 18
    Die Höhle

    [1] Lob sei Gott, der das Buch auf seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat

    [2] (ein Buch,) das richtig ist, damit er vor einem harten Schlag von Ihm her warne und den Glaubigen, die die guten Werke tun, verkunde, daß fur sie ein schoner Lohn bestimmt ist

    [3] Darin werden sie ewig verbleiben

    [4] Und damit er diejenigen warne, die sagen: «Gott hat sich ein Kind genommen.»

    [5] Sie haben kein (richtiges) Wissen davon, und auch nicht (fruher) ihre Vater. Es ist ein ungeheuerliches Wort, das aus ihrem Munde herauskommt. Nichts als Luge sagen sie da

    [6] Vielleicht magst du, wenn sie an diese Botschaft nicht glauben, aus Gram noch dich selbst umbringen, nachdem sie sich abgewandt haben

    [7] Wir haben das, was auf der Erde ist, zu einem Schmuck fur sie gemacht, um sie zu prufen (und festzustellen), wer von ihnen am besten handelt

    [8] Und Wir werden gewiß das, was auf ihr ist, zu einem durren Boden machen

    [9] Oder meinst du, daß die Leute der Hohle und der Inschrift ein (besonderes) Wunder unter unseren Zeichen sind

    [10] Als die Junglinge in der Hohle Unterkunft suchten und sagten: «Unser Herr, laß uns Barmherzigkeit von Dir zukommen und bereite uns aus unserer Angelegenheit einen guten Ausweg.»

    [11] Da schlugen Wir in der Hohle auf ihre Ohren fur eine Anzahl von Jahren

    [12] Dann erweckten Wir sie, um zu erfahren, welche von den beiden Parteien die Dauer ihres Verbleibens am richtigsten erfaßt hat

    [13] Wir erzahlen dir ihre Geschichte in Wahrheit. Sie waren Junglinge, die an ihren Herrn glaubten und denen Wir noch mehr Rechtleitung schenkten

    [14] Und Wir festigten ihre Herzen, als sie aufstanden und sagten: «Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Wir werden niemals außer Ihm einen (anderen) Gott anrufen, sonst wurden wir etwas Abwegiges sagen

    [15] Diese unsere Volksgenossen haben sich an seiner Stelle Gotter genommen. Wurden sie doch fur sie eine offenkundige Ermachtigung bringen! Wer ist denn ungerechter als der, der gegen Gott eine Luge erdichtet

    [16] Und so ihr euch von ihnen und von dem, was sie außer Gott anbeten, absetzt, dann sucht Unterkunft in der Hohle, so wird euer Herr uber euch einiges von seiner Barmherzigkeit ausbreiten und euch in eurer Angelegenheit eine milde Behandlung bereiten.»

    [17] Und du siehst die Sonne, wenn sie aufgeht, sich von ihrer Hohle zur Rechten wegneigen, und wenn sie untergeht, an ihnen zur Linken vorbeigehen, wahrend sie sich darin in einem Raum befinden. Das gehort zu den Zeichen Gottes. Wen Gott rechtleitet, der ist es, der der Rechtleitung folgt, und wen Er irrefuhrt, fur den wirst du keinen Freund finden, der ihn den rechten Weg weisen konnte

    [18] Und du meinst, sie seien wach, obwohl sie schlafen. Und Wir drehen sie nach rechts und nach links um. Und ihr Hund streckt seine Vorderbeine im Vorraum aus. Wurdest du sie erblicken, du wurdest vor ihnen zur Flucht kehrtmachen und du wurdest vor ihnen mit Schrecken erfullt sein

    [19] Und so erweckten Wir sie, damit sie sich untereinander fragten. Ein Sprecher unter ihnen sagte: «Wie lange habt ihr verweilt?» Sie sagten: «Verweilt haben wir einen Tag oder einen Teil von einem Tag.» Sie sagten: «Euer Herr weiß besser, wie lange ihr verweilt habt. So schickt einen von euch mit diesen euren Silbermunzen in die Stadt; er soll sehen, welche ihrer Speisen am reinsten ist, und euch davon eine Versorgung bringen. Er soll behutsam sein und niemanden etwas von euch merken lassen

    [20] Denn wenn sie von euch erfahren, werden sie euch steinigen oder euch zur Ruckkehr zu ihrer Glaubensrichtung zwingen; dann wird es euch nie mehr wohl ergehen.»

    [21] Auf diese Weise ließen Wir (die Menschen) sie doch entdecken, damit sie wissen, daß das Versprechen Gottes wahr ist und daß an der Stunde kein Zweifel moglich ist. Als sie untereinander uber ihre Angelegenheit stritten, da sagten sie: «Baut uber ihnen ein Gebaude.» Ihr Herr weiß besser uber sie Bescheid. Diejenigen, die in ihrer Angelegenheit uberlegen waren, sagten: «Wir werden uns uber ihnen eine Anbetungsstatte einrichten.»

    [22] Manche werden sagen: «Es sind drei, und ihr Hund ist der vierte von ihnen.» Und manche sagen: «Funf sind sie, und der sechste von ihnen ist ihr Hund.» - Ein Herumraten in bezug auf das Unsichtbare. Und manche sagen: «Sieben, und der achte von ihnen ist ihr Hund.» Sprich: Mein Herr weiß besser uber ihre Zahl Bescheid. Und nur wenige wissen uber sie Bescheid. Darum streite uber sie nur aufgrund eines offensichtlichen Beweises, und frage niemanden von ihnen um Auskunft uber sie

    [23] Und sag nicht von einer Sache: «Ich werde dies morgen tun»

    [24] Es sei denn (du fugst hinzu): «So Gott will.» Und gedenke deines Herrn, wenn du es vergessen hast, und sag: «Mein Herr moge mich zu etwas rechtleiten, was der richtigen Handlungsweise eher entspricht als dies!»

    [25] Und sie verweilten in ihrer Hohle dreihundert Jahre und noch neun dazu

    [26] Sprich: Gott weiß besser, wie lange sie verweilt haben. Ihm gehort das Unsichtbare der Himmel und der Erde. Wie vorzuglich sieht Er, und wie vorzuglich hort Er! Sie haben außer Ihm keinen Freund. Und Er beteiligt niemanden an seiner Urteilsgewalt

    [27] Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn offenbart worden ist. Niemand wird seine Worte abandern konnen. Und du wirst außer Ihm keine Zuflucht finden

    [28] Und halte dich geduldig zuruck zusammen mit denen, die morgens und abends ihren Herrn anrufen, in der Suche nach seinem Antlitz. Und deine Augen sollen nicht uber sie hinwegsehen, indem du nach dem Schmuck des diesseitigen Lebens trachtest. Und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir unserem Gedenken gegenuber achtlos gemacht haben, der seiner Neigung folgt und dessen Angelegenheit sich durch Maßlosigkeit auszeichnet

    [29] Und sprich: Es ist die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, moge glauben, und wer will, moge unglaubig sein. Wir haben denen, die Unrecht tun, ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umschließt. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser gleich geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter verbrennt. Welch schlimmer Trank und welch schlechter Lagerplatz

    [30] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun - siehe, Wir lassen den Lohn derer, die in ihrem Handeln rechtschaffen sind, nicht verlorengehen

    [31] Jene sind es, fur die die Garten von Eden bestimmt sind. Unter ihnen fließen Bache. Geschmuckt sind sie darin mit Armringen aus Gold, und sie tragen grune Gewander aus Seide und Brokat, indem sie sich darin auf Liegen lehnen. Wie vorzuglich ist der Lohn und wie schon der Lagerplatz

    [32] Und fuhre ihnen als Gleichnis zwei Manner an. Dem einen von ihnen gaben Wir zwei Garten mit Weinstocken, und Wir umgaben sie mit Palmen und legten dazwischen Saatfelder an

    [33] Heide Garten brachten ihren Ernteertrag und ließen nichts davon fehlen. Und dazwischen ließen Wir einen Bach hervorbrechen

    [34] Er erhielt (daraus) Fruchte. Da sagte er zu seinem Gefahrten, wahrend er sich mit ihm unterhielt: «Ich habe mehr Vermogen als du und auch eine starkere Schar.»

    [35] Und er betrat seinen Garten, indem er sich selbst Unrecht tat. Er sagte: «Ich glaube nicht, daß dieser (Garten) jemals verschwinden wird

    [36] Und ich glaube nicht, daß die Stunde heraufkommen wird. Und wenn ich zu meinem Herrn zuruckgebracht werde, werde ich sicher als Ruckzugsort etwas Besseres als ihn finden.»

    [37] Sein Gefahrte sagte zu ihm, wahrend er sich mit ihm unterhielt: «Willst du denn den verleugnen, der dich aus Erde, dann aus einem Tropfen erschaffen und dann dich zu einem Mann gebildet hat

    [38] Aber, was mich betrifft: Er, Gott, ist mein Herr, und ich geselle meinem Herrn niemanden bei

    [39] <Hattest du doch, als du deinen Garten betreten hast, gesagt: > (Es ist), was Gott will; es gibt keine Kraft außer durch Gott

    [40] So moge mein Herr mir etwas Besseres als deinen Garten geben und uber ihn aufeinanderfolgende Pfeile vom Himmel schicken, so daß er zu einem schlupfrigen Boden wird

    [41] Oder daß sein Wasser versiegt, so daß du es nicht mehr wirst finden konnen.»

    [42] Seine Fruchte wurden ringsum erfaßt. Da begann er, seine Handflachen umzudrehen uber das, was er fur ihn ausgegeben hatte, wahrend er bis zu den Wipfeln verodet war, und zu sagen: «O hatte ich doch meinem Herrn niemanden beigesellt!»

    [43] Und er hatte keine Schar, die ihn anstelle Gottes unterstutzte, und er fand auch selbst keine Unterstutzung

    [44] In dem Fall gehort allein dem wahren Gott die Moglichkeit, Freundschaft zu gewahren. Er ist der Beste im Belohnen, und Er verschafft den besten Ausgang

    [45] Und fuhre ihnen das Gleichnis vom diesseitigen Leben an. Es ist wie Wasser, das Wir vom Himmel herabkommen lassen, worauf sich die Pflanzen der Erde damit vermengen. Dann werden sie zu durrem Zeug, das die Winde verwehen. Und Gott hat ja Macht zu allen Dingen

    [46] Das Vermogen und die Sohne sind der Schmuck des diesseitigen Lebens. Was aber bleibt, die guten Werke - sie bringen bei deinem Herrn einen besseren Lohn und begrunden eine bessere Hoffnung

    [47] Und an dem Tag, da Wir die Berge versetzen und du die Erde herauskommen siehst und Wir sie versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen

    [48] Und da sie deinem Herrn in einer Reihe vorgefuhrt werden: «Ihr seid zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr aber habt behauptet, Wir wurden fur euch keine Verabredung festlegen.»

    [49] Und das Buch wird hingelegt. Da siehst du die Ubeltater erschrocken vor dem, was darin steht. Und sie sagen: «O wehe uns! Was ist mit diesem Buch, daß es nichts, weder klein noch groß, auslaßt, ohne es zu erfassen?» Und sie finden (alles), was sie taten, vorliegen. Und dein Herr tut niemandem Unrecht

    [50] Und als Wir zu den Engeln sprachen: «Werft euch vor Adam nieder.» Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er gehorte zu den Djinn. So frevelte er gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr denn ihn und seine Nachkommenschaft euch zu Freunden an meiner Stelle nehmen, wo sie euch doch Feind sind? Welch schlimmer Tausch fur die, die Unrecht tun

    [51] Ich habe sie der Erschaffung der Himmel und der Erde nicht beiwohnen lassen, und auch nicht ihrer eigenen Erschaffung. Ich nehme mir niemals die Irrefuhrenden als Beistand

    [52] Und an dem Tag, da Er spricht: «Ruft meine Teilhaber, die ihr angegeben habt, an.» Sie rufen sie an, aber sie erhoren sie nicht. Und Wir setzen zwischen sie einen Abgrund

    [53] Und die Ubeltater sehen das Feuer und erwarten, daß sie hineinfallen, und finden kein Mittel, ihm zu entrinnen

    [54] Und Wir haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse dargelegt. Von allen Wesen ist aber der Mensch am streitsuchtigsten

    [55] Und was die Menschen daran hinderte, zu glauben und ihren Herrn um Vergebung zu bitten, als die Rechtleitung zu ihnen kam, ist nichts anderes als (die anmaßende Forderung), daß an ihnen nach dem Beispiel der Fruheren verfahren werde, oder daß die Pein uber sie komme vor ihren Augen

    [56] Wir senden die Gesandten nur als Freudenboten und Warner. Diejenigen, die nicht glauben, streiten mit dem Falschen, um damit die Wahrheit zu widerlegen. Und sie nehmen meine Zeichen und das, womit sie gewarnt wurden, zum Gegenstand des Spottes

    [57] Wer ist denn ungerechter als der, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich dann von ihnen abwendet und vergißt, was seine Hande vorausgeschickt haben. Wir haben auf ihre Herzen Hullen gelegt, so daß sie ihn nicht begreifen, und in ihre Ohren Schwerhorigkeit. Auch wenn du sie zur Rechtleitung rufst, werden sie niemals der Rechtleitung folgen

    [58] Und dein Herr ist voller Vergebung, und Er besitzt die Barmherzigkeit. Wurde Er sie fur das belangen, was sie erworben haben, wurde Er fur sie die Pein beschleunigen. Aber sie haben eine Verabredung, vor der sie keine Zuflucht finden werden

    [59] Das sind die Stadte, die Wir verderben ließen, als sie Unrecht taten. Und Wir haben fur ihr Verderben eine Verabredung festgelegt

    [60] Und als Mose zu seinem Knecht sagte: «Ich werde nicht ablassen, bis ich den Zusammenfluß der beiden Meere erreicht habe, und sollte ich lange Zeit unterwegs sein.»

    [61] Als sie deren Zusammenfluß erreicht hatten, vergaßen sie ihren Fisch, so nahm er seinen Weg ins Meer wie einen Tauchpfad

    [62] Als sie vorbeigegangen waren, sagte er zu seinem Knecht: «Bring uns unser Mittagessen. Wir haben ja auf dieser unserer Reise (viel) Muhsal erlitten.»

    [63] Er sagte: «Was meinst du? Als wir beim Felsen Rast gemacht haben, da habe ich den Fisch vergessen. Vergessen ließ mich ihn nur der Satan, so daß ich nicht mehr an ihn dachte. Und er nahm seinen Weg ins Meer auf wunderbare Weise.»

    [64] Er sagte: «Das ist es, was wir suchten.» Da kehrten sie beide zuruck und folgten ihren eigenen Spuren

    [65] Sie trafen einen von unseren Dienern, dem Wir Barmherzigkeit von Uns hatten zukommen lassen und den Wir Wissen von Uns gelehrt hatten

    [66] Mose sagte zu ihm: «Darf ich dir folgen, auf daß du mich von dem lehrst, was du uber den rechten Weg belehrt worden bist?»

    [67] Er sagte: «Nimmer wirst du bei mir aushalten konnen

    [68] Wie willst du das aushalten, wovon du keine umfassende Kenntnis hast?»

    [69] Er sagte: «Du wirst finden, so Gott will, daß ich standhaft bin, und ich werde gegen keinen Befehl von dir ungehorsam sein.»

    [70] Er sagte: «Wenn du mir folgst, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst mit dir zuerst daruber rede.»

    [71] Da zogen sie beide weiter. Als sie nun das Schiff bestiegen, schlug er darin ein Loch. Er sagte: «Wie konntest du ein Loch darin schlagen, um seine Besatzung ertrinken zu lassen? Du hast da eine grauenhafte Sache begangen.»

    [72] Er sagte: «Habe ich nicht gesagt, daß du nimmer bei mir wirst aushalten konnen?»

    [73] Er sagte: «Belange mich nicht dafur, daß ich vergessen habe, und bedrucke mich in meiner Angelegenheit nicht mit einer schweren Last.»

    [74] Da zogen sie beide weiter. Als sie dann einen Jungen trafen, totete er ihn. Er sagte: «Wie konntest du einen unschuldigen Menschen toten, und zwar nicht als Wiedervergeltung fur einen (anderen) Menschen? Du hast da eine verwerfliche Sache begangen.»

    [75] Er sagte: «Habe ich nicht zu dir gesagt, daß du nimmer bei mir wirst aushalten konnen?»

    [76] Er sagte: «Wenn ich dich nach diesem noch einmal nach irgend etwas frage, dann laß mich dich nicht mehr begleiten. Du hast dann von mir aus bereits eine Entschuldigung erhalten.»

    [77] Da zogen sie beide weiter. Als sie dann zu den Bewohnern einer Stadt kamen, baten sie ihre Bewohner um etwas zu essen. Sie weigerten sich, sie zu bewirten. Da fanden sie in ihr eine Mauer, die einzusturzen drohte. Er richtete sie auf. Er sagte: «Wenn du gewollt hattest, hattest du dafur einen Lohn nehmen konnen.»

    [78] Er sagte: «Jetzt ist die Trennung zwischen mir und dir fallig. Ich werde dir die Deutung dessen kundgeben, was du nicht aushalten konntest

    [79] Was das Schiff betrifft, so gehorte es armen Leuten, die auf dem Meer arbeiteten. Ich wollte es schadhaft machen, denn ein Konig war hinter ihnen her, der jedes Schiff mit Gewalt nahm

    [80] Was den Jungen betrifft, so waren seine Eltern glaubige (Menschen). Da furchteten wir, er wurde sie durch das Ubermaß seines Frevels und durch seinen Unglauben bedrucken

    [81] So wollten wir, daß ihr Herr ihnen einen zum Tausch gebe, der besser ware als er in der Lauterkeit und anhanglicher in der Pietat

    [82] Und was die Mauer betrifft, so gehorte sie zwei Waisenjungen in der Stadt. Unter ihr befand sich ein Schatz, der ihnen gehorte. Ihr Vater war rechtschaffen. Da wollte dein Herr, daß sie (erst) ihre Vollkraft erreichen und ihren Schatz herausholen, aus Barmherzigkeit von deinem Herrn. Ich tat es ja nicht aus eigenem Entschluß. Das ist die Deutung dessen, was du nicht aushalten konntest.»

    [83] Und sie fragen dich nach dem mit den zwei Hornern. Sprich: Ich werde euch eine Geschichte uber ihn verlesen

    [84] Wir gaben ihm auf der Erde eine angesehene Stellung und eroffneten ihm in jedem Bereich einen Weg

    [85] Da folgte er einem Weg

    [86] Als er nun den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, fand er, daß sie in einer verschlammten Quelle unterging. Und er fand bei ihr ein Volk. Wir sprachen: «O du mit den zwei Hornern, entweder peinigst du (sie), oder du entscheidest dich fur Gute gegen sie.»

    [87] Er sagte: «Was den, der Unrecht tut, betrifft, so werden wir ihn peinigen, dann wird er zu seinem Herrn zuruckgebracht, und Er wird ihn eine entsetzliche Pein erleiden lassen

    [88] Wer aber glaubt und Gutes tut, fur den ist das Beste als Lohn bestimmt, und Wir werden ihm aus unserem Gebot etwas sagen, was Erleichterung bringt.»

    [89] Dann folgte er einem Weg

    [90] Als er nun den Ort des Sonnenaufgangs erreichte, fand er, daß sie uber Leuten aufgeht, denen Wir keine Bedeckung vor ihr geschaffen hatten

    [91] So war es. Und Wir haben eine umfassende Kenntnis von dem, was ihn betrifft

    [92] Dann folgte er einem Weg

    [93] Als er nun den Ort zwischen den beiden Sperrmauern erreichte, fand er neben ihnen Leute, die kaum ein Wort verstehen konnten

    [94] Sie sagten: «O du mit den zwei Hornern, Gog und Magog stiften Unheil auf der Erde. Sollen wir dir einen Tribut aussetzen, daß du zwischen uns und ihnen eine Sperrmauer errichtest?»

    [95] Er sagte: «Die angesehene Macht, die mir mein Herr verliehen hat, ist besser. Nun helft mir mit Kraft, so errichte ich zwischen euch und ihnen einen aufgeschutteten Wall

    [96] Bringt mir die Eisenstucke.» Als er nun zwischen den beiden Berghangen gleich hoch aufgeschuttet hatte, sagte er: «Blast (jetzt).» Als er es zum Gluhen gebracht hatte, sagte er: «Bringt mir (geschmolzenes) Kupfer, daß ich es daruber gieße.»

    [97] So konnten sie ihn nicht uberwinden, und sie konnten auch nicht darin eine Bresche schlagen

    [98] Er sagte: «Das ist eine Barmherzigkeit von meinem Herrn. Wenn dann das Versprechen meines Herrn eintrifft, macht Er ihn zu Staub. Und das Versprechen meines Herrn ist wahr.»

    [99] Und Wir lassen sie an jenem Tag durcheinander in Wallung geraten. Es wird in die Trompete geblasen. Dann versammeln Wir sie alle

    [100] Und Wir fuhren den Unglaubigen an jenem Tag die Holle nachdrucklich vor

    [101] (ihnen), deren Augen vor meiner Ermahnung bedeckt waren, und die auch nicht horen konnten

    [102] Meinen denn diejenigen, die unglaubig sind, daß sie sich meine Diener an meiner Stelle zu Freunden nehmen konnen? Wir haben den Unglaubigen die Holle als Herberge bereitet

    [103] Sprich: Sollen Wir euch die bekanntgeben, die an ihren Werken am meisten verlieren

    [104] Deren Muhen im diesseitigen Leben fehlgeht, wahrend sie meinen, sie wurden rechtschaffen handeln

    [105] Das sind diejenigen, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm verleugnen. Ihre Werke sind wertlos, und Wir werden ihnen am Tag der Auferstehung kein Gewicht beimessen

    [106] Das ist ihr Lohn, die Holle, dafur, daß sie unglaubig waren und meine Zeichen und meine Gesandten zum Gegenstand des Spottes genommen haben

    [107] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden die Garten des Paradieses zur Herberge haben

    [108] Sie werden darin ewig weilen und sich nicht wunschen, davon wegzugehen

    [109] Sprich: Wenn das Meer Tinte fur die Worte meines Herrn ware, wurde das Meer zu Ende gehen, bevor die Worte meines Herrn zu Ende gehen, auch wenn Wir noch einmal soviel hinzubrachten

    [110] Sprich: Ich bin ja nur ein Mensch wie ihr; mir wird offenbart, daß euer Gott ein einziger Gott ist. Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll gute Werke tun und bei der Anbetung seines Herrn (Ihm) niemanden beigesellen

    Surah 19
    Maria

    [1] Kaaf Haa Yaa Ayn Saad

    [2] Zum Gedenken an die Barmherzigkeit deines Herrn zu seinem Diener Zakaria

    [3] Als er seinen Herrn im Verborgenen anrief

    [4] Er sagte: «Mein Herr, schwach ist mir das Gebein geworden und altersgrau das Haupt. Und ich war gewiß im Rufen zu Dir, mein Herr, nicht unglucklich

    [5] Ich furchte die Verwandten nach mir, und meine Frau ist unfruchtbar. So schenke mir von Dir einen nahen Verwandten

    [6] Der mich beerbt und von der Sippe Jakobs erbt, und mach ihn, mein Herr, (Dir) wohlgefallig.»

    [7] «O Zakaria, Wir verkunden dir einen Knaben, sein Name ist Yahyaa, wie Wir zuvor noch niemanden gleich ihm genannt haben.»

    [8] Er sagte: «Mein Herr, wie soll ich einen Knaben haben, wo meine Frau unfruchtbar ist und ich vom hohen Alter einen Durrezustand erreicht habe?»

    [9] Er sprach: «So wird es sein. Dein Herr spricht: Das ist Mir ein leichtes. Auch dich habe Ich vorher erschaffen, als du noch nichts warst.»

    [10] Er sagte: «Mein Herr, setze mir ein Zeichen.» Er sprach: «Dein Zeichen ist, daß du, obwohl gesund, drei Nachte lang nicht zu den Menschen sprechen wirst.»

    [11] Er kam zu seinen Leuten aus dem Tempel heraus und bedeutete ihnen: «Preiset morgens und abends.»

    [12] «O Yahyaa, nimm das Buch mit aller Kraft.» Und Wir ließen ihm noch als Kind die Urteilskraft zukommen

    [13] Und Mitgefuhl von Uns und Lauterkeit. Er war gottesfurchtig

    [14] Und pietatvoll gegen seine Eltern, er war aber nicht ein widerspenstiger Gewaltherrscher

    [15] Und Friede sei uber ihm am Tag, da er geboren wurde, und am Tag, da er stirbt, und am Tag, da er wieder zum Leben erweckt wird

    [16] Und gedenke im Buch der Maria, als sie sich von ihren Angehorigen an einen ostlichen Ort zuruckzog

    [17] Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir unseren Geist zu ihr. Er erschien ihr im Bildnis eines wohlgestalteten Menschen

    [18] Sie sagte: «Ich suche beim Erbarmer Zuflucht vor dir, so du gottesfurchtig bist.»

    [19] Er sagte: «Ich bin der Bote deines Herrn, um dir einen lauteren Knaben zu schenken.»

    [20] Sie sagte: «Wie soll ich einen Knaben bekommen? Es hat mich doch kein Mensch beruhrt, und ich bin keine Hure.»

    [21] Er sagte: «So wird es sein. Dein Herr spricht: Das ist Mir ein leichtes. Wir wollen ihn zu einem Zeichen fur die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen. Und es ist eine beschlossene Sache.»

    [22] So empfing sie ihn. Und sie zog sich mit ihm zu einem entlegenen Ort zuruck

    [23] Die Wehen ließen sie zum Stamm der Palme gehen. Sie sagte: «O ware ich doch vorher gestorben und ganz und gar in Vergessenheit geraten!»

    [24] Da rief er ihr von unten her zu: «Sei nicht betrubt. Dein Herr hat unter dir Wasser fließen lassen

    [25] Und schuttle den Stamm der Palme gegen dich, so laßt sie frische, reife Datteln auf dich herunterfallen

    [26] Dann iß und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du jemanden von den Menschen siehst, dann sag: Ich habe dem Erbarmer ein Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschen reden.»

    [27] Dann kam sie mit ihm zu ihrem Volk, indem sie ihn trug. Sie sagten: «O Maria, du hast eine unerhorte Sache begangen

    [28] O Schwester Aarons, nicht war dein Vater ein schlechter Mann, und nicht war deine Mutter eine Hure.»

    [29] Sie zeigte auf ihn. Sie sagten: «Wie konnen wir mit dem reden, der noch ein Kind in der Wiege ist?»

    [30] Er sagte: «Ich bin der Diener Gottes. Er ließ mir das Buch zukommen und machte mich zu einem Propheten

    [31] Und Er machte mich gesegnet, wo immer ich bin. Und Er trug mir auf, das Gebet und die Abgabe (zu erfullen), solange ich lebe

    [32] Und pietatvoll gegen meine Mutter zu sein. Und Er machte mich nicht zu einem ungluckseligen Gewaltherrscher

    [33] Und Friede sei uber mir am Tag, da ich geboren wurde, und am Tag, da ich sterbe, und am Tag, da ich wieder zum Leben erweckt werde.»

    [34] Das ist Jesus, der Sohn Marias. Es ist das Wort der Wahrheit, woran sie zweifeln

    [35] Es steht Gott nicht an, sich ein Kind zu nehmen. Preis sei Ihm! Wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr: Sei!, und sie ist

    [36] «Und Gott ist mein Herr und euer Herr; so dienet Ihm. Das ist ein gerader Weg.»

    [37] Dann wurden die Parteien untereinander uneins. Wehe denen, die nicht glauben, vor dem Erleben eines gewaltigen Tages

    [38] O wie gut werden sie horen und schauen am Tag, an dem sie zu Uns kommen werden! Aber die, die Unrecht tun, befinden sich heute in einem offenkundigen Irrtum

    [39] Warne sie vor dem Tag des Bedauerns, wenn die Angelegenheit entschieden sein wird, wahrend sie alles unbeachtet lassen, und wahrend sie (noch) unglaubig sind

    [40] Wir werden gewiß die Erde und alle, die auf ihr sind, erben. Und zu Uns werden sie zuruckgebracht

    [41] Und gedenke im Buch des Abraham. Er war ein Wahrhaftiger und ein Prophet

    [42] Als er zu seinem Vater sagte: «O mein Vater, warum verehrst du das, was nicht hort und nicht sieht und dir nichts nutzt

    [43] O mein Vater, zu mir ist vom Wissen gekommen, was nicht zu dir gekommen ist. So folge mir, dann fuhre ich dich einen ebenen Weg

    [44] O mein Vater, diene nicht, dem Satan. Der Satan ist gegen den Erbarmer widerspenstig

    [45] O mein Vater, ich furchte, daß dich vom Erbarmer eine Pein erfaßt, und daß du so zum Freund des Satans wirst.»

    [46] Er sagte: «Verschmahst du meine Gotter, o Abraham? Wenn du nicht aufhorst, werde ich dich bestimmt steinigen. Und entferne dich von mir auf lange Zeit.»

    [47] Er sagte: «Friede sei uber dir. Ich werde meinen Herrn fur dich um Vergebung bitten. Er ist zu mir sehr entgegenkommend

    [48] Ich sondere mich von euch ab und von dem, was ihr anstelle Gottes anruft. Ich rufe meinen Herrn an. Moge ich im Rufen zu meinem Herrn nicht unglucklich werden!»

    [49] Als er sich von ihnen und von dem, was sie anstelle Gottes verehrten, abgesondert hatte, schenkten Wir ihm Isaak und Jakob; und beide machten Wir zu Propheten

    [50] Und Wir schenkten ihnen etwas von unserer Barmherzigkeit, und Wir gaben ihnen einen hohen wahrhaftigen Ruf

    [51] Und gedenke im Buch des Mose. Er war auserwahlt, und er war ein Gesandter und Prophet

    [52] Und Wir riefen ihn von der rechten Seite des Berges und ließen ihn zu vertraulichem Gesprach nahertreten

    [53] Und Wir schenkten ihm in unserer Barmherzigkeit seinen Bruder Aaron als Propheten

    [54] Und gedenke im Buch des Ismael. Er war treu zu seinem Versprechen, und er war ein Gesandter und Prophet

    [55] Und er befahl seinen Angehorigen das Gebet und die Abgabe, und er war seinem Herrn wohlgefallig

    [56] Und gedenke im Buch des Idris. Er war ein Wahrhaftiger und Prophet

    [57] Und Wir erhoben ihn an einen hohen Ort

    [58] Das sind die unter den Propheten, die Gott begnadet hat, aus der Nachkommenschaft Adams und von denen, die Wir mit Noach getragen haben, und aus der Nachkommenschaft Abrahams und Israels, und von denen, die Wir rechtgeleitet und erwahlt haben. Wenn ihnen die Zeichen des Erbarmers verlesen werden, fallen sie anbetend und weinend nieder

    [59] Es folgten dann nach ihnen Nachfolger, die das Gebet vernachlassigten und den Begierden nachgingen. So werden sie den Untergang finden

    [60] Außer denen, die umkehren und glauben und Gutes tun. Diese gehen ins Paradies ein - und ihnen wird in nichts Unrecht getan

    [61] In die Garten von Eden, die der Erbarmer seinen Dienern im Bereich des Unsichtbaren versprochen hat. Sein Versprechen wird bestimmt herbeigefuhrt

    [62] Sie horen darin keine unbedachte Rede, sondern nur: «Frieden!» Und sie haben darin ihren Unterhalt morgens und abends

    [63] Das ist das Paradies, das Wir denen von unseren Dienern zum Erbe geben, die gottesfurchtig sind

    [64] Und wir kommen nur auf Befehl deines Herrn herab. Ihm gehort, was vor uns und was hinter uns und was dazwischen liegt. Und dein Herr ist gewiß nicht vergeßlich

    [65] (Er), der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen ihnen ist. So diene Ihm und sei beharrlich in seinem Dienst. Weißt du etwa einen, der Ihm namensgleich ware

    [66] Der Mensch sagt: «Werde ich, wenn ich gestorben bin, (wirklich) lebendig hervorgebracht werden?»

    [67] Bedenkt der Mensch denn nicht, daß Wir ihn zuvor erschaffen haben, da er nichts war

    [68] Bei deinem Herrn, Wir werden sie samt den Satanen versammeln. Dann werden Wir sie rings um die Holle auf den Knien vortreten lassen

    [69] Dann werden Wir aus jeder Partei die herausgreifen, die gegen den Erbarmer am heftigsten rebelliert haben

    [70] Dann wissen gerade Wir am besten uber die Bescheid, die es am ehesten verdienen, darin zu brennen

    [71] Und es gibt keinen unter euch, der nicht dahin wie zur Tranke gehen wurde? Dies obliegt deinem Herrn als eine unabwendbare beschlossene Sache

    [72] Dann erretten Wir diejenigen, die gottesfurchtig waren, und lassen die, die Unrecht tun, in ihr auf den Knien zuruck

    [73] Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die unglaubig sind, zu denen, die glauben: «Welche von den beiden Gruppen hat eine bessere Stellung und eine schonere Gesellschaft?»

    [74] Wie viele Generationen haben Wir vor ihnen verderben lassen, die sie in Ausstattung und Aussehen ubertrafen

    [75] Sprich: Den, der sich im Irrtum befindet, moge der Erbarmer lange darin gewahren lassen! Wenn sie schließlich das sehen, was ihnen angedroht ist, die Pein oder die Stunde, da werden sie wissen, wer die schlimmere Statte und die schwachere Heerschar hat

    [76] Und Gott laßt diejenigen, die der Rechtleitung folgen, in der Rechtleitung zunehmen. Was bleibt, die guten Werke - sie bringen bei deinem Herrn einen besseren Lohn und sichern einen besseren Ort der Ruckkehr

    [77] Hast du den gesehen, der unsere Zeichen verleugnet und sagt: «Mir werden gewiß Vermogen und Kinder zuteil»

    [78] Hat er denn Kenntnis vom Unsichtbaren erworben, oder hat er vom Erbarmer ein verbindliches Versprechen erhalten

    [79] Nein, Wir werden aufschreiben, was er sagt, und ihm die Pein noch verlangern

    [80] Und Wir erben von ihm das, wovon er spricht. Und allein kommt er zu Uns

    [81] Und sie haben sich anstelle Gottes Gotter genommen, damit sie ihnen zum Stolz gereichen

    [82] Nein, sie werden deren Verehrung verleugnen und werden ihnen Widersacher sein

    [83] Hast du nicht gesehen, daß Wir die Satane gegen die Unglaubigen gesandt haben, damit sie sie heftig aufstacheln

    [84] Nichts sollst du gegen sie zu beschleunigen wunschen. Wir zahlen ihnen schon (die Tage) ab

    [85] Am Tag, da Wir die Gottesfurchtigen wie eine Reiterabordnung zum Erbarmer versammeln

    [86] Und die Ubeltater zur Holle wie eine Herde zur Tranke treiben

    [87] Verfugen sie uber keine Fursprache, außer dem, der vom Erbarmer ein verbindliches Versprechen erhalten hat

    [88] Und sie sagen: «Der Erbarmer hat sich ein Kind genommen.»

    [89] Ihr habt da eine ungeheuerliche Sache begangen

    [90] Die Himmel brechen bald auseinander, und die Erde spaltet sich, und die Berge sturzen in Trummern daruber

    [91] Daß sie dem Erbarmer ein Kind zuschreiben

    [92] Es ziemt doch dem Erbarmer nicht, sich ein Kind zu nehmen

    [93] Niemand in den Himmeln und auf der Erde wird zum Erbarmer anders denn als Diener kommen konnen

    [94] Er hat sie erfaßt und genau aufgezahlt

    [95] Und sie alle werden zu Ihm am Tag der Auferstehung allein kommen

    [96] Denen, die glauben und die guten Werke tun, wird der Erbarmer Liebe bereiten

    [97] Wir haben ihn leicht gemacht in deiner Sprache, damit du durch ihn den Gottesfurchtigen frohe Botschaft verkundest und durch ihn streitsuchtige Leute warnst

    [98] Und wie viele Generationen haben Wir vor ihnen verderben lassen! Nimmst du noch irgendeinen von ihnen wahr, oder horst du von ihnen noch den geringsten Laut

    Surah 20
    Ta Ha

    [1] Taa Haa

    [2] Wir haben den Koran nicht auf dich hinabgesandt, damit du unglucklich bist

    [3] Sondern als Erinnerung fur den, der gottesfurchtig ist

    [4] Herabgesandt von dem, der die Erde und die erhabenen Himmel erschaffen hat

    [5] Der Erbarmer hat sich auf dem Thron zurechtgesetzt

    [6] Ihm gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und was zwischen ihnen und was unter dem Erdboden ist

    [7] Und wenn du deine Worte laut außerst, so weiß Er ja das Geheimnis, und was noch verborgener ist

    [8] Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm. Ihm gehoren die schonsten Namen

    [9] Ist denn die Geschichte von Mose zu dir gelangt

    [10] Als er ein Feuer sah und zu seinen Angehorigen sagte: «Bleibt hier. Ich habe ein Feuer wahrgenommen, vielleicht kann ich euch davon eine Fackel bringen oder beim Feuer eine Wegweisung finden.»

    [11] Als er dort ankam, wurde ihm zugerufen: «O Mose

    [12] Siehe, Ich bin dein Herr, so ziehe deine Sandalen aus. Du befindest dich ja im heiligen Tal Tuwaa

    [13] Ja, Ich habe dich erwahlt. So hore auf das, was offenbart wird

    [14] Siehe, Ich bin Gott. Es gibt keinen Gott außer Mir. So diene Mir und verrichte das Gebet zu meinem Gedachtnis

    [15] Wahrlich, die Stunde kommt - Ich halte sie fast verborgen -, damit jeder Seele vergolten wird fur das, worum sie sich bemuht

    [16] So laß nicht den, der nicht an sie glaubt und seiner Neigung folgt, dich von ihr abweisen, sonst wurdest du zugrunde gehen

    [17] Und was ist das da in deiner Rechten, o Mose?»

    [18] Er sagte: «Das ist mein Stab. Darauf stutze ich mich, und damit schlage ich fur meine Schafe Blatter ab, und ich gebrauche ihn auch sonst zu anderen Zwecken.»

    [19] Er sprach: «Wirf ihn hin, o Mose!»

    [20] Er warf ihn hin, da war er eine Schlange, die lief

    [21] Er sprach: «Nimm sie, und hab keine Angst. Wir werden sie zu ihrem ursprunglichen Zustand zuruckbringen

    [22] Und lege deine Hand dicht an deine Seite, so kommt sie weiß, jedoch nicht von Ubel befallen, heraus. (Dies) als weiteres Zeichen

    [23] Auf das Wir dich etwas von unseren großten Zeichen sehen lassen

    [24] Geh zu Pharao, er zeigt ein Ubermaß an Frevel.»

    [25] Er sagte: «Mein Herr, weite mir meine Brust

    [26] Und mach mir meine Angelegenheit leicht

    [27] Und lose einen Knoten von meiner Zunge

    [28] So daß sie meine Worte begreifen

    [29] Und bestelle mir aus den Reihen meiner Angehorigen einen, der (die Last) mittragt

    [30] Aaron, meinen Bruder

    [31] Festige durch ihn meine Kraft

    [32] Und laß ihn an meiner Angelegenheit teilhaben

    [33] Damit wir Dich viel preisen

    [34] Und Deiner viel gedenken

    [35] Du siehst uns ja wohl.»

    [36] Er sprach: «Deine Bitte ist dir gewahrt, o Mose

    [37] Und Wir haben dir (bereits) ein anderes Mal eine Wohltat erwiesen

    [38] Als Wir deiner Mutter eingegeben haben, was eingegeben werden sollte

    [39] Leg ihn in den Kasten und wirf ihn ins Meer, und das Meer soll ihn ans Ufer legen, so daß ihn ein Feind von Mir und Feind von ihm aufnimmt < Und Ich habe uber dich eine Liebe von Mir gelegt, ja, auf daß du vor meinem Auge aufgezogen wirst>

    [40] <Als deine Schwester herging und sagte: >Soll ich euch auf jemanden hinweisen, der ihn betreuen wurde? < So haben Wir dich zu deiner Mutter zuruckkehren lassen, damit sie frohen Mutes und nicht betrubt sei. Und du totetest einen Menschen. Da erretteten Wir dich aus dem Kummer, und Wir unterzogen dich einer harten Versuchung. So verweiltest du jahrelang unter den Leuten von Madyan. Dann kamst du, o Mose, zu einer vorausbestimmten Zeit>

    [41] Und Ich habe dich fur Mich aufgezogen

    [42] Geh du und dein Bruder mit meinen Zeichen, und seid nicht nachlassig in meinem Gedenken

    [43] Geht zu Pharao, er zeigt ja ein Ubermaß an Frevel

    [44] So sprecht zu ihm in sanfter Rede, vielleicht bedenkt er es, oder er furchtet sich.»

    [45] Sie sagten: «Unser Herr, wir furchten, daß er ubereilig gegen uns vorgeht oder daß er ein Ubermaß an Frevel zeigt.»

    [46] Er sprach: «Furchtet euch nicht. Ich bin mit euch und hore und sehe, (was geschieht)

    [47] <So geht zu ihm und sagt: >Wir sind Gesandte deines Herrn. Schick die Kinder Israels mit uns weg, und peinige sie nicht. Wir sind zu dir mit einem Zeichen von deinem Herrn gekommen. Und Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt

    [48] Uns ist ja offenbart worden, daß die Pein den uberkommt, der (die Botschaft) fur Luge erklart und sich abkehrt

    [49] Er sagte: «Wer ist denn euer Herr, o Mose?»

    [50] Er sagte: «Unser Herr ist der, der jedem Ding seine Natur gegeben und dann die Rechtleitung gebracht hat.»

    [51] Er sagte: «Wie steht es denn mit den fruheren Generationen?»

    [52] Er sagte: «Uber sie weiß mein Herr Bescheid, es steht in einem Buch. Mein Herr irrt nicht, und Er vergißt nicht.»

    [53] Er, der euch die Erde zu einer Lagerstatte gemacht und euch auf ihr Wege geebnet hat und Wasser vom Himmel hat herabkommen lassen. So haben Wir dadurch Arten verschiedener Pflanzen hervorgebracht

    [54] Eßt und weidet euer Vieh. Darin sind Zeichen fur Leute, die Vernunft haben

    [55] Aus ihr haben Wir euch erschaffen, und in sie lassen Wir euch zuruckkehren, und aus ihr bringen Wir euch ein anderes Mal hervor

    [56] Und Wir ließen ihn all unsere Zeichen schauen, aber er erklarte (sie) fur Luge und weigerte sich

    [57] Er sagte: «Bist du zu uns gekommen, um uns mit deiner Zauberei aus unserem Land zu vertreiben, o Mose

    [58] Wir werden dir gewiß mit einer gleichen Zauberei kommen. So setze zwischen uns und dir eine Verabredungszeit fest, die weder wir noch du versaumen werden, an einem Ort, der (uns allen) gleichermaßen recht ist.»

    [59] Er sagte: «Eure Verabredungszeit soll am Tag des Schmuckfestes sein, und die Menschen sollen am spaten Vormittag versammelt sein.»

    [60] Pharao kehrte sich ab. Da nahm er seine ganze List zusammen, und dann kam er

    [61] Mose sagte zu ihnen: «Wehe euch! Erdichtet gegen Gott keine Luge, daß Er euch nicht durch eine Pein vertilgt. Enttauscht wird ja, wer Lugen erdichtet.»

    [62] Da stritten sie untereinander uber ihre Angelegenheit und fuhrten insgeheim vertrauliche Gesprache

    [63] Sie sagten: «Diese beiden sind gewiß Zauberer, die euch mit ihrem Zauber aus eurem Land vertreiben und euren vorbildlichen Weg beseitigen wollen

    [64] So nehmt einmutig eure ganze List zusammen, dann kommt in einer Reihe. Heute wird es dem wohl ergehen, der uberlegen ist.»

    [65] Sie sagten: «O Mose, entweder wirfst du, oder wir sind es, die zuerst werfen.»

    [66] Er sagte: «Nein, werft ihr (zuerst).» Und siehe da, ihre Stricke und Stabe - es kam ihm ja durch ihre Zauberei vor, als ob sie liefen

    [67] Und er, Mose, empfand in seiner Seele Furcht

    [68] Wir sprachen: «Furchte dich nicht. Du, ja du wirst uberlegen sein

    [69] Wirf, was in deiner Rechten ist, so verschlingt es das, was sie gemacht haben. Was sie gemacht haben, ist nur die List eines Zauberers, und dem Zauberer ergeht es nicht wohl, woher er auch kommen mag.»

    [70] Und die Zauberer wurden in Anbetung zu Boden geworfen. Sie sagten: «Wir glauben an den Herrn Aarons und Moses.»

    [71] Er sagte: «Ihr glaubt an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist bestimmt euer Ranghochster, der euch die Zauberei gelehrt hat. Ich werde eure Hande und Fuße wechselseitig abhacken, und ich werde euch an Palmstammen kreuzigen lassen. Und ihr werdet sicher erfahren, wer von uns eine hartere und nachhaltigere Pein verhangt.»

    [72] Sie sagten: «Wir werden dir nicht den Vorzug geben vor dem, was an deutlichen Zeichen zu uns gekommen ist, und (vor) dem, der uns erschaffen hat. So entscheide, was du entscheiden magst. Du entscheidest nur uber dieses irdische Leben

    [73] Wir glauben an unseren Herrn, damit Er uns unsere Verfehlungen vergebe und auch die Zauberei, zu der du uns gezwungen hast. Gott ist besser und hat eher Bestand.»

    [74] Siehe, wer als Ubeltater zu seinem Herrn kommt, erhalt die Holle; darin wird er weder sterben noch leben

    [75] Diejenigen, die zu Ihm als Glaubige kommen, welche die guten Werke getan haben, erhalten die hochsten Rangstufen

    [76] Die Garten von Eden, unter denen die Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Das ist der Lohn derer, die sich lautern

    [77] Und Wir haben dem Mose offenbart: «Zieh bei Nacht mit meinen Dienern fort und schlag ihnen einen trockenen Weg durch das Meer, so daß du nicht Angst davor haben mußt, eingeholt zu werden, und du nichts zu befurchten brauchst.»

    [78] Pharao verfolgte sie mit seinen Truppen, und es uberdeckte sie vom Meer, was sie uberdeckte

    [79] Pharao hat sein Volk irregefuhrt und nicht rechtgeleitet

    [80] O Kinder Israels, Wir retteten euch vor eurem Feind, Wir verabredeten Uns mit euch auf der rechten Seite des Berges, und Wir sandten das Manna und die Wachteln auf euch hinab

    [81] «Eßt von den kostlichen Dingen dessen, was Wir euch beschert haben, und zeigt nicht darin ein Ubermaß an Frevel, sonst laßt sich mein Zorn auf euch nieder. Der, auf den sich mein Zorn niederlaßt, wird sturzen

    [82] Doch siehe, Ich bin voller Vergebung fur den, der umkehrt und glaubt und Gutes tut und dann der Rechtleitung folgt.»

    [83] «Und was veranlaßt dich, von deinem Volk fortzueilen, o Mose?»

    [84] Er sagte: «Siehe, sie folgen mir auf der Spur. Und ich bin zu dir geeilt, mein Herr, damit Du (an mir) Wohlgefallen hast.»

    [85] Er sprach: «Wir haben dein Volk, nachdem du weggegangen warst, einer Versuchung ausgesetzt, und der Samiri hat sie irregefuhrt.»

    [86] Da kam Mose zu seinem Volk zornig und voller Bedauern. Er sagte: «O mein Volk, hat euch euer Herr nicht ein schones Versprechen gegeben? Hat es euch mit dem Bund zu lange gedauert, oder wolltet ihr, daß sich ein Zorn von eurem Herrn auf euch niederlaßt, daß ihr die Vereinbarung mit mir gebrochen habt?»

    [87] Sie sagten: «Nicht aus freier Entscheidung haben wir die Vereinbarung mit dir gebrochen, sondern wir hatten ganze Lasten von den Schmucksachen der Leute zu tragen. Da haben wir sie hineingeworfen. Ebenso hat (sie) der Samiri hineingelegt

    [88] <So brachte er ihnen ein Kalb hervor als Leib, der blokte. Sie sagten: >Das ist euer Gott und der Gott Moses. Aber er hat vergessene»

    [89] Sehen sie denn nicht, daß er ihnen kein Wort erwidert und ihnen weder Schaden noch Nutzen bringen kann

    [90] Aaron hatte ihnen doch vorher gesagt: «O mein Volk, ihr seid damit einer Versuchung ausgesetzt worden. Und euer Herr ist der Erbarmer. So folgt mir und gehorcht meinem Befehl.»

    [91] Sie sagten: «Wir werden nicht aufhoren, ihn zu verehren, bis Mose zu uns zuruckkehrt.»

    [92] Er sagte: «O Aaron, was hat dich, als du sie irregehen sahst, daran gehindert

    [93] Mir zu folgen? Bist du denn gegen meinen Befehl ungehorsam gewesen?»

    [94] Er sagte: «O Sohn meiner Mutter, pack mich nicht am Bart und nicht am Kopf. Ich furchtete, du wurdest sagen: Du hast unter den Kindern Israels Zwietracht gestiftet und du hast mein Wort nicht beachtet.»

    [95] Er sagte: «Und was ist mit dir, o Samiri?»

    [96] Er sagte: «Ich habe erblickt, was sie nicht erblickt haben. So habe ich eine Handvoll Erde von der Spur des Gesandten gefaßt und sie dann hingeworfen. Auf diese Weise hat es mir meine Seele eingeredet.»

    [97] <Er sagte: «Geh weg. Dein Los im Leben ist, zu sagen: >Ihr durft mich nicht beruhren. < Und du hast eine Verabredung, die man dir sicher nicht brechen wird. Und schau zu deinem Gott, den du mit Beharrlichkeit verehrt hast. Wir werden ihn wahrlich verbrennen, und dann werden wir ihn wahrlich ins Meer streuen>

    [98] Euer Gott ist allein Gott, außer dem es keinen Gott gibt. Er umfaßt alle Dinge in seinem Wissen.»

    [99] Auf diese Weise erzahlen Wir dir etwas von den Berichten dessen, was fruher geschah. Und Wir haben dir eine Ermahnung von Uns zukommen lassen

    [100] Wer sich dann abwendet, wird am lag der Auferstehung eine Last tragen

    [101] Darin werden sie ewig weilen. Schlimm wird fur sie am Tag der Auferstehung das sein, was sie tragen

    [102] Am Tag, da in die Trompete geblasen wird. An jenem Tag versammeln Wir die Ubeltater wie Leute mit blauen Augen

    [103] Sie werden zueinander leise sprechen: «Ihr habt nur zehn (Nachte) verweilt.»

    [104] Wir wissen besser, was sie sagen, wenn derjenige, der von ihnen der Vorbildlichste in seinem Verhalten ist, sagt: «Ihr habt ja nur einen Tag verweilt.»

    [105] Und sie fragen dich nach den Bergen. Sprich: Mein Herr wird sie in den Wind streuen

    [106] Und sie als ebenen Grund zurucklassen

    [107] So daß du in ihnen keine Krummungen und keine Erhebungen mehr siehst

    [108] An jenem Tag folgen sie dem Rufer, bei dem nichts Krummes ist; die Stimmen wenden sich in demutiger Andacht zum Erbarmer, und du horst nichts als Flustern

    [109] An jenem Tag nutzt die Fursprache nicht, außer dem, dem es der Erbarmer erlaubt und dessen Worte Ihm Wohlgefallen

    [110] Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen es nicht mit ihrem Wissen

    [111] Die Gesichter werden sich demutig senken vor dem Lebendigen, dem Bestandigen. Und enttauscht wird der, dessen Last Unrecht ist

    [112] Wer etwas von den guten Werken tut und dabei glaubig ist, der wird kein Unrecht und keine Lohnminderung befurchten

    [113] Und so haben Wir ihn als einen arabischen Koran hinabgesandt. Und Wir haben darin verschiedene Drohungen dargelegt, auf daß sie gottesfurchtig werden oder er ihnen eine Ermahnung bringe

    [114] Erhaben ist Gott, der wahre Konig. Und ubereile dich nicht mit dem Koran, bevor er dir zu Ende offenbart worden ist. Und sprich: Mein Herr, gib mir mehr Wissen

    [115] Und Wir hatten fruher Adam (eine Verpflichtung) auferlegt. Aber er vergaß (sie). Und wir fanden bei ihm keine Entschlossenheit

    [116] Und als Wir zu den Engeln sprachen: «Werft euch vor Adam nieder.» Sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich

    [117] Wir sprachen: «O Adam, dieser (da) ist dir und deiner Gattin ein Feind. Daß er euch nicht aus dem Paradies vertreibt! Sonst wirst du unglucklich sein

    [118] Es ist dir gewahrt, daß du darin nicht hungerst und nicht nackt bist

    [119] Und daß du darin nicht durstest und nicht unter der Sonnenhitze leidest.»

    [120] Da flusterte ihm der Satan ein, er sagte: «O Adam, soll ich dich auf den Baum der Ewigkeit hinweisen und auf eine Konigsherrschaft, die nicht vergeht?»

    [121] Sie aßen beide davon, da wurde ihnen ihre Bloße offenbar, und sie begannen, Blatter des Paradieses uber sich zusammenzuheften. Adam war gegen seinen Herrn ungehorsam, und so irrte er ab

    [122] Dann erwahlte ihn sein Herr, und Er wandte sich ihm zu und leitete (ihn) recht

    [123] Er sprach: «Geht von ihm hinunter. Die einen von euch sind Feinde der anderen. Wenn dann von Mir eine Rechtleitung zu euch kommt, dann wird der, der meiner Rechtleitung folgt, nicht irregehen und nicht unglucklich sein

    [124] Und der, der sich von meiner Ermahnung abwendet, wird ein beengtes Leben fuhren. Und am Tag der Auferstehung versammeln Wir ihn blind (zu den anderen)

    [125] Er sagt: «Mein Herr, warum hast du mich blind (zu den anderen) versammelt, wo ich doch sehen konnte?»

    [126] Er spricht: «Zu dir sind doch unsere Zeichen gekommen, und du hast sie vergessen. Ebenso wirst du heute vergessen.»

    [127] So vergelten Wir dem, der maßlos ist und nicht an die Zeichen seines Herrn glaubt. Die Pein des Jenseits ist ja harter und nachhaltiger

    [128] Ist es ihnen nicht aufgegangen, wie viele Generationen, in deren Wohnungen sie nun schreiten, Wir vor ihnen haben verderben lassen? Darin sind Zeichen fur Leute, die Vernunft haben

    [129] Und gabe es nicht einen fruher ergangenen Spruch deines Herrn und eine festgesetzte Frist, ware dieses Los (auch jetzt) unabwendbar

    [130] So ertrage mit Geduld, was sie sagen. Und singe das Lob deines Herrn vor dem Aufgang der Sonne und vor ihrem Untergang. Und preise (Ihn) zu (verschiedenen) Nachtzeiten und an den Enden des Tages, auf daß du zufrieden bist

    [131] Und richte nicht gierig deine Augen auf das, was Wir einigen von ihnen zur Nutznießung verliehen haben - das ist der Glanz des diesseitigen Lebens -, um sie darin der Versuchung auszusetzen. Der Lebensunterhalt, den dein Herr beschert, ist besser und hat eher Bestand

    [132] Und befiehl deinen Angehorigen, das Gebet (zu verrichten). Und harre du darin aus. Wir fordern keinen Lebensunterhalt von dir. Wir bescheren dir doch den Lebensunterhalt. Und das (gute) Ende gehort der Frommigkeit

    [133] Und sie sagen: «Wenn er doch ein Zeichen von seinem Herrn bringen wurde!» Ist nicht zu ihnen der deutliche Beweis dessen gekommen, was in den fruheren Blattern steht

    [134] Hatten Wir sie vor ihm durch eine Pein verderben lassen, hatten sie gesagt: «Unser Herr, hattest Du doch einen Gesandten zu uns geschickt, so daß wir deinen Zeichen hatten folgen konnen, bevor wir Erniedrigung und Schande erlitten!»

    [135] Sprich: Jeder wartet ab. So wartet auch ihr ab. Ihr werdet erfahren, wer die Leute des ebenen Weges sind und wer der Rechtleitung folgt

    Surah 21
    Die Propheten

    [1] Nahegeruckt ist den Menschen ihre Abrechnung, wahrend sie sich in Achtlosigkeit abwenden

    [2] Keine neue Ermahnung kommt von ihrem Herrn zu ihnen, ohne daß sie sie horen, wahrend sie sich dem Spiel hingeben

    [3] Und ihre Herzen zerstreut sind. Und sie außern insgeheim im vertraulichen Gesprach - sie, die Unrecht tun: «Ist dieser etwas anderes als ein Mensch wie ihr? Wollt ihr euch denn sehenden Auges der Zauberei hingeben?»

    [4] Sprich: Mein Herr weiß, was im Himmel und auf der Erde gesagt wird. Er ist der, der alles hort und weiß

    [5] Aber nein, sie sagen: «Wirres Bundel von Traumen. Nein, er hat ihn erdichtet. Nein, er ist ja ein Dichter. Er soll uns ein Zeichen bringen, sowie die Fruheren gesandt worden sind.»

    [6] Nie hat vor ihnen eine Stadt, die Wir verderben ließen, geglaubt. Werden gerade sie nun glauben

    [7] Und Wir haben vor dir nur Manner gesandt, denen Wir Offenbarungen eingegeben haben. So fragt die Besitzer der Ermahnung, wenn ihr nicht Bescheid wißt

    [8] Wir haben die nicht zu Korpern gemacht, die keine Speise essen, und sie waren nicht ewig

    [9] Dann haben Wir ihnen das Versprechen wahr gemacht. So haben Wir sie und die, die Wir wollen, gerettet und die Maßlosen vernichtet

    [10] Wir haben ein Buch zu euch hinabgesandt, in dem eure Ermahnung steht. Habt ihr denn keinen Verstand

    [11] Wie manche Stadt, die Unrecht tat, haben Wir zerstort und haben nach ihr ein anderes Volk entstehen lassen

    [12] Und als sie unsere Schlagkraft spurten, da fingen sie an, davor wegzulaufen

    [13] «Lauft nicht weg und kehrt zu dem euch verliehenen uppigen Leben und zu euren Wohnungen zuruck. Vielleicht werdet ihr zur Verantwortung gezogen.»

    [14] Sie sagten: «Wehe uns! Wir haben ja Unrecht getan.»

    [15] Das war standig ihr Ruf, bis Wir sie zum abgemahten Land machten und sie ausgeloscht dalagen

    [16] Und Wir haben den Himmel und die Erde, und was zwischen ihnen ist, nicht zum Spiel erschaffen

    [17] Hatten Wir uns eine Zerstreuung nehmen wollen, dann hatten Wir sie von Uns aus genommen - wenn Wir das uberhaupt hatten tun wollen

    [18] Nein, Wir schleudern die Wahrheit gegen das Falsche, und sie zerschmettert ihm das Haupt, und siehe da, es schwindet dahin. Und wehe euch wegen dessen, was ihr da schildert

    [19] Ihm gehort, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Diejenigen, die bei Ihm sind, weigern sich nicht hochmutig, Ihm zu dienen, und werden darin nicht mude

    [20] Sie preisen (Ihn) Nacht und Tag, und sie lassen nicht nach

    [21] Oder haben sie sich Gotter aus der Erde genommen, die auferstehen lassen konnen

    [22] Gabe es in ihnen beiden andere Gotter als Gott, wurden sie (beide) verderben. Preis sei Gott, dem Herrn des Thrones! (Er ist erhaben) uber das, was sie schildern

    [23] Er wird nicht zur Verantwortung gezogen fur das, was Er tut; sie aber werden zur Verantwortung gezogen

    [24] Oder haben sie sich außer Ihm Gotter genommen? Sprich: Bringt her euren Beweis. Das ist die Ermahnung derer, die mit mir sind, und die Ermahnung derer, die vor mir lebten. Aber die meisten von ihnen kennen die Wahrheit nicht, so wenden sie sich ab

    [25] Und Wir haben keinen Gesandten vor dir geschickt, dem Wir nicht offenbart hatten: «Es gibt keinen Gott außer Mir, so dienet Mir.»

    [26] Und sie sagen: «Der Erbarmer hat sich ein Kind genommen.» Preis sei Ihm! Nein, es sind nur Diener, denen Ehre erwiesen worden ist

    [27] Sie kommen Ihm im Sprechen nicht zuvor, und nach seinem Befehl handeln sie

    [28] Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, und sie legen Fursprache nur fur den ein, der Ihm genehm ist. Und sie erschrecken aus Furcht vor Ihm

    [29] Und wer von ihnen sagen sollte: «Ich bin Gott neben Ihm», dem vergelten Wir mit der Holle. So vergelten Wir denen, die Unrecht tun

    [30] Haben denn diejenigen, die unglaubig sind, nicht gesehen, daß die Himmel und die Erde eine einzige Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und alles Lebendige aus dem Wasser gemacht. Wollen sie denn nicht glauben

    [31] Und Wir haben auf der Erde festgegrundete Berge gemacht, daß sie nicht mit ihnen schwanke. Und Wir haben auf ihr breite Durchgange als Wege gemacht, auf daß sie der Rechtleitung folgen

    [32] Und Wir haben den Himmel zu einer wohlbehuteten Decke gemacht. Aber sie wenden sich von seinen Zeichen ab

    [33] Und Er ist es, der die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond erschaffen hat; jedes Gestirn nimmt seinen Lauf in einer (eigenen) Sphare

    [34] Und Wir haben fur keinen Menschen vor dir bestimmt, ewig zu leben. Wenn du nun stirbst, sollten sie dann ewig leben

    [35] Jeder wird den Tod erleiden. Und Wir prufen euch mit Bosem und Gutem und setzen euch damit der Versuchung aus. Und zu Uns werdet ihr zuruckgebracht

    [36] Und wenn diejenigen, die unglaubig sind, dich sehen, nehmen sie dich nur zum Gegenstand des Spottes: «Ist das der, der uber eure Gotter spricht?» Und sie, sie glauben nicht an die Ermahnung des Erbarmers

    [37] Der Mensch ist aus Eilfertigkeit erschaffen worden. Ich werde euch schon meine Zeichen sehen lassen; so wunscht nicht von Mir, es zu beschleunigen

    [38] Und sie sagen: «Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [39] Wenn diejenigen, die unglaubig sind, es nur wußten, wenn sie das Feuer weder von ihren Gesichtern noch von ihren Rucken abhalten konnen und auch keine Unterstutzung erfahren

    [40] Nein, es wird sie plotzlich uberkommen und sie uberraschen. Sie werden es nicht abwehren konnen, und es wird ihnen kein Aufschub gewahrt

    [41] Gespottet wurde schon vor dir uber Gesandte. Da umschloß diejenigen, die sie verhohnt hatten, das, woruber sie spotteten

    [42] Sprich: Wer behutet euch bei Nacht und bei Tag vor dem Erbarmer? Aber nein, sie wenden sich von der Ermahnung ihres Herrn ab

    [43] Oder haben sie etwa Gotter, die sie vor Uns schutzen konnen? Sie konnen doch sich selbst nicht helfen, und sie werden keinen Beistand gegen Uns erhalten

    [44] Nein, Wir haben diese da und ihre Vater genießen lassen, bis sie ein hohes Alter erreicht haben. Haben sie denn nicht gesehen, daß Wir uber das Land kommen und es an seinen Enden kurzen? Werden nun sie die Sieger sein

    [45] Sprich: Ich warne euch nur mit der Offenbarung. Aber Taube horen nicht den Ruf, wenn sie gewarnt werden

    [46] Und wenn ein Hauch von der Pein deines Herrn sie beruhrt, sagen sie gewiß: «O wehe uns! Wir haben ja Unrecht getan.»

    [47] Und Wir stellen die gerechten Waagen fur den Tag der Auferstehung auf. So wird keiner Seele in irgend etwas Unrecht getan. Und ware es auch das Gewicht eines Senfkornes, Wir bringen es bei. Und Wir genugen fur die Abrechnung

    [48] Und Wir haben Mose und Aaron die Unterscheidungsnorm zukommen lassen, und ein Licht und eine Ermahnung fur die Gottesfurchtigen

    [49] Die ihren Herrn im Verborgenen furchten und vor der Stunde erschrecken

    [50] Und dies ist eine gesegnete Ermahnung, die Wir hinabgesandt haben. Wollt ihr sie denn verwerfen

    [51] Und Wir haben zuvor Abraham zu seinem rechten Verhalten geleitet. Und Wir wußten uber ihn Bescheid

    [52] Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: «Was sind das fur Bildwerke, die ihr verehrt?»

    [53] Sie sagten: «Wir fanden, daß bereits unsere Vater ihnen dienten.»

    [54] Er sagte: «Ihr und eure Vater befindet euch in einem offenkundigen Irrtum.»

    [55] Sie sagten: «Bringst du uns die Wahrheit, oder gehorst du zu denen, die ihr Spiel treiben?»

    [56] Er sagte: «Nein, euer Herr ist der Herr der Himmel und der Erde, der sie erschaffen hat. Und ich bin einer von denen, die euch das bezeugen

    [57] Und bei Gott, ich werde gegen eure Gotter mit einer List vorgehen, nachdem ihr den Rucken gekehrt habt.»

    [58] Da schlug er sie in Stucke, außer einem großen unter ihnen, auf daß sie sich zu ihm wandten

    [59] Sie sagten: «Wer hat dies mit unseren Gottern getan? Wahrlich, er gehort zu denen, die Unrecht tun.»

    [60] Sie sagten: «Wir horten einen Jungling von ihnen sprechen; man nennt ihn Abraham.»

    [61] Sie sagten: «Bringt ihn her vor den Augen der Menschen. Vielleicht bezeugen sie es.»

    [62] Sie sagten: «Hast du dies mit unseren Gottern getan, o Abraham?»

    [63] Er sagte: «Nein, getan hat das dieser da, der Großte unter ihnen. Fragt sie, so sie reden konnen.»

    [64] Sie kamen wieder zu sich und sagten: «Ihr seid ja die, die Unrecht tun.»

    [65] Dann machten sie eine Kehrtwende: «Du weißt doch, daß diese nicht reden konnen.»

    [66] Er sagte: «Wie konnt ihr anstelle Gottes das verehren, was euch nichts nutzen und nichts schaden kann

    [67] Pfui uber euch und uber das, was ihr anstelle Gottes verehrt! Habt ihr denn keinen Verstand?»

    [68] Sie sagten: «Verbrennt ihn und helft euren Gottern, so ihr etwas tun wollt.»

    [69] Wir sprachen: «O Feuer, sei kuhl und harmlos fur Abraham.»

    [70] Sie wollten mit einer List gegen ihn vorgehen. Da machten Wir, daß sie die waren, die den großten Verlust hatten

    [71] Und Wir erretteten ihn und Lot in das Land, das Wir fur die Weltenbewohner gesegnet haben

    [72] Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob dazu. Und jeden machten Wir rechtschaffen

    [73] Und Wir machten sie zu Vorbildern, die (die Menschen) nach unserem Befehl leiteten. Und Wir offenbarten ihnen, die guten Werke zu tun, das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. Und Uns haben sie gedient

    [74] Und dem Lot ließen Wir Urteilskraft und Wissen zukommen. Und Wir erretteten ihn aus der Stadt, die die schlechten Taten zu begehen pflegte. Sie waren ja bose Leute und Frevler

    [75] Und Wir ließen ihn in unsere Barmherzigkeit eingehen. Wahrlich, er gehort zu den Rechtschaffenen

    [76] Und (erwahne) Noach, als er zuvor rief. Da erhorten Wir ihn und erretteten ihn und seine Angehorigen aus der großen Drangsal

    [77] Und Wir unterstutzten ihn gegen die Leute, die unsere Zeichen fur Luge erklarten. Sie waren ja bose Leute. So ließen Wir sie allesamt ertrinken

    [78] Und (erwahne) David und Salomo, als sie uber das Saatfeld urteilten. Darin waren die Schafe der Leute nachts eingebrochen und hatten sich ausgebreitet. Und Wir waren bei ihrem Urteil zugegen

    [79] Und Wir ließen Salomo die Sache begreifen. Und jedem ließen Wir Urteilskraft und Wissen zukommen. Und Wir machten dem David die Berge dienstbar, daß sie (Uns) preisen, und (auch) die Vogel. Ja, Wir haben es getan

    [80] Und Wir lehrten ihn die Herstellung von Panzerkleidung fur euch, damit sie euch vor eurer (gegenseitigen) Schlagkraft schutze. Wollt ihr denn nicht dankbar sein

    [81] Und dem Salomo (machten Wir dienstbar) den Wind als Sturm, daß er nach seinem Befehl zum Land eile, das Wir gesegnet haben - und Wir wußten uber alle Dinge Bescheid

    [82] Und auch unter den Satanen welche, die fur ihn tauchten und noch andere Arbeiten verrichteten; und Wir uberwachten sie

    [83] Und (erwahne) Ijob, als er zu seinem Herrn rief: «Mich hat Schaden getroffen, und Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.»

    [84] Da erhorten Wir ihn und behoben den Schaden, den er erlitten hatte. Und Wir gaben ihm seine Angehorigen (wieder) und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung fur die, die (Uns) dienen

    [85] Und (erwahne) Ismael und Idris und Dhul-Kifl. Jeder (von ihnen) gehorte zu den Geduldigen

    [86] Und Wir ließen sie in unsere Barmherzigkeit eingehen. Wahrlich, sie gehoren zu den Rechtschaffenen

    [87] Und (erwahne) den Mann mit dem Fisch. Als er erzurnt wegging und meinte, Wir konnten ihn nicht uberwaltigen. Und er rief in den Finsternissen: «Es gibt keinen Gott außer Dir. Preis sei Dir! Ich war einer von denen, die Unrecht tun.»

    [88] Da erhorten Wir ihn und erretteten ihn aus der Trubsal. So retten Wir die Glaubigen

    [89] Und (erwahne) Zakaria, als er zu seinem Herrn rief: «Mein Herr, laß mich nicht kinderlos bleiben. Und Du bist der beste der Erben.»

    [90] Da erhorten Wir ihn und schenkten ihm Yahyaa und machten ihm seine Gattin wieder fruchtbar. Sie eilten zu den guten Dingen um die Wette und riefen zu Uns in Verlangen und Ehrfurcht, und sie waren vor Uns demutig

    [91] Und (erwahne) die, die ihre Scham unter Schutz stellte. Da bliesen Wir in sie von unserem Geist, und Wir machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen fur die Weltenbewohner

    [92] «Diese eure Gemeinschaft ist eine einzige Gemeinschaft. Und ich bin euer Herr, so dienet Mir.»

    [93] Aber sie spalteten sich in ihrer Angelegenheit untereinander. Doch sie werden alle zu Uns zuruckkehren

    [94] Wer etwas von den guten Werken tut und dabei glaubig ist, der wird fur sein Muhen nicht Undank ernten; Wir schreiben es ihm gut

    [95] Und ein Verbot liegt uber einer Stadt, die Wir verderben ließen: Sie kehren nicht zuruck

    [96] Bis der (Damm von) Gog und Magog eroffnet wird, sie von allen Anhohen herbeieilen

    [97] Und die wahrhaftige Drohung naheruckt. Dann werden die Blicke derer, die unglaubig sind, starr werden: «O wehe uns! Wir ließen es unbeachtet. Ja, wir haben Unrecht getan.»

    [98] «Ihr und das, was ihr anstelle Gottes verehrt, seid Brennstoff der Holle. Ihr werdet dahin wie zur Tranke gehen

    [99] Waren diese da Gotter, waren sie nicht darin wie zur Tranke gegangen.» Und alle werden darin ewig weilen

    [100] Sie werden darin seufzen, aber selbst darin nichts horen

    [101] Diejenigen, fur die das Beste von Uns her vorausbestimmt ist, werden von ihr ferngehalten

    [102] Sie horen nicht (einmal) ihr leisestes Gerausch. Und sie werden in dem, was ihre Seelen begehrt haben, ewig weilen

    [103] Der große Schrecken macht sie nicht traurig, und die Engel empfangen sie: «Das ist euer Tag, der euch versprochen wurde.»

    [104] Am Tag, an dem Wir den Himmel zusammenfalten, wie das Urkundenbuch die Schriftstucke zusammenfaltet. Wie Wir eine erste Schopfung am Anfang gemacht haben, wiederholen Wir sie. Das ist ein Uns obliegendes Versprechen. Ja, Wir werden es tun

    [105] Und Wir haben in der Schrift nach der Ermahnung geschrieben, daß meine rechtschaffenen Diener das Land erben werden

    [106] In diesem ist eine Botschaft an Leute, die (Uns) dienen

    [107] Und Wir haben dich nur als eine Barmherzigkeit fur die Weltenbewohner gesandt

    [108] Sprich: Mir wird wahrlich offenbart, daß euer Gott ein einziger Gott ist. Wollt ihr denn nicht gottergeben sein

    [109] Wenn sie sich abkehren, dann sprich: Ich habe es euch so angekundigt, daß zwischen uns Gleichheit besteht. Und ich weiß nicht, ob das, was euch angedroht wird, nahe ist oder fernliegt

    [110] Er weiß, was an Worten laut geaußert wird, und Er weiß, was ihr verschweigt

    [111] Und ich weiß nicht, ob es vielleicht nur eine Versuchung fur euch ist und eine Nutznießung fur eine Weile

    [112] Er sprach: Mein Herr, urteile nach der Wahrheit. Und unser Herr ist der Erbarmer, der um Hilfe gebeten wird gegen das, was ihr schildert

    Surah 22
    Die Pilgerfahrt

    [1] O ihr Menschen, furchtet euren Herrn. Das Beben der Stunde ist eine gewaltige Sache

    [2] Am Tag, da ihr es seht, wird jede Stillende aus Entsetzen ubersehen, was sie eben gestillt hat, und jede Schwangere wird mit dem niederkommen, was sie tragt. Und du siehst die Menschen trunken, obwohl sie nicht betrunken sind. Aber die Pein Gottes ist hart

    [3] Und unter den Menschen ist manch einer, der uber Gott ohne (richtiges) Wissen streitet und jedem rebellischen Satan folgt

    [4] Gegen den geschrieben steht, daß er den, der ihn zum Freund nimmt, irrefuhren und zur Pein des Hollenbrandes leiten wird

    [5] O ihr Menschen, wenn ihr uber die Auferstehung im Zweifel seid, so bedenket, daß Wir euch aus Erde erschaffen haben, dann aus einem Tropfen, dann aus einem Embryo, dann aus einem Fotus, gestaltet und nicht gestaltet, um es euch deutlich zu machen. Und Wir lassen, was Wir wollen, im Mutterleib auf eine festgesetzte Frist ruhen. Dann lassen Wir euch als Kind herauskommen. Dann (sorgen Wir fur euch), damit ihr eure Vollkraft erreicht. Und manch einer von euch wird abberufen, und manch einer von euch wird in das schlimmste Alter gebracht, so daß er, nachdem er vorher Wissen besessen hat, nichts (mehr) weiß. Und du siehst die Erde regungslos. Wenn Wir aber Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich, wachst zu und laßt verschiedene erfreuliche Pflanzenarten sprießen

    [6] Dies, weil Gott die Wahrheit ist, und weil Er die Toten lebendig macht und weil Er Macht hat zu allen Dingen

    [7] Und weil die Stunde kommt - an ihr ist kein Zweifel moglich -, und weil Gott (all) die erwecken wird, die in den Grabern sind

    [8] Und unter den Menschen gibt es manch einen, der uber Gott streitet ohne (richtiges) Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtendes Buch

    [9] Er wendet sich zur Seite, um (die Menschen) vom Wege Gottes abirren zu lassen. Bestimmt ist fur ihn Schande im Diesseits, und Wir lassen ihn am Tag der Auferstehung die Pein des Hollenbrandes kosten

    [10] «Dies fur das, was deine Hande vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut.»

    [11] Und unter den Menschen gibt es manch einen, der Gott nur beilaufig dient. Wenn ihn etwas Gutes trifft, fuhlt er sich wohl darin. Und wenn ihn eine Versuchung trifft, macht er eine Kehrtwende. Er verliert das Diesseits und das Jenseits. Das ist der offenkundige Verlust

    [12] Er ruft anstelle Gottes das an, was ihm weder schaden noch nutzen kann. Das ist der tiefe Irrtum

    [13] Er ruft den an, von dem eher Schaden zu erwarten ist als Nutzen. Welch schlimmer Schutzherr und welch schlimmer Gefahrte

    [14] Gott laßt diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Garten eingehen, unter denen Bache fließen. Gott tut, was Er will

    [15] Wer meint, daß Gott ihn im Diesseits und Jenseits niemals unterstutzen werde, der strecke doch ein Seil zum Himmel, dann schneide er es ab. So schaue er, ob seine List das entfernt, was (seinen) Groll hervorruft

    [16] Und so haben Wir ihn als deutliche Zeichen hinabgesandt. (Es ist so,) daß Gott rechtleitet, wen Er will

    [17] Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Sabier und die Christen und die Magier und diejenigen, die Polytheisten sind - siehe, Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden. Gott ist ja Zeuge uber alle Dinge

    [18] Hast du nicht gesehen, daß sich vor Gott niederwirft, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist, und (auch) die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Baume und die Tiere, und viele von den Menschen? Und gegen viele ist die Pein zu Recht fallig geworden. Und wen Gott der Schmach aussetzt, dem kann niemand Ehre erweisen. Wahrlich, Gott tut, was Er will

    [19] Das sind zwei Streitparteien, die miteinander uber ihren Herrn streiten. Fur diejenigen, die unglaubig sind, sind Gewander aus Feuer zugeschnitten; uber ihre Kopfe wird heißes Wasser gegossen

    [20] Dadurch wird zum Schmelzen gebracht, was sie in ihrem Bauch haben, und ebenso die Haut

    [21] Und fur sie sind Keulen aus Eisen bestimmt

    [22] Sooft sie vor Kummer aus ihm herauskommen wollen, werden sie zu ihm zuruckgebracht, und (es wird zu ihnen gesagt): «Kostet die Pein des Hollenbrandes.»

    [23] Gott laßt diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Garten eingehen, unter denen Bache fließen. Geschmuckt werden sie darin mit Armringen aus Gold und mit Perlen, und ihre Kleidung darin ist aus Seide

    [24] Rechtgeleitet sind sie zu den Worten, die gut sind; und rechtgeleitet sind sie zum Weg dessen, der des Lobes wurdig ist

    [25] Diejenigen, die unglaubig sind und vom Wege Gottes abweisen und auch von der heiligen Moschee, die Wir fur die Menschen bestimmt haben, gleich ob sie dort oder in der Wuste wohnen... Wer sucht, darin etwas Krummes zu Unrecht zu veruben, den werden Wir eine schmerzhafte Pein kosten lassen

    [26] Und als Wir den Abraham in die Statte des Hauses eingewiesen haben: «Geselle mir nichts bei. Und reinige mein Haus fur diejenigen, die den Umlauf vollziehen, und fur die, die aufrecht stehen, sich verneigen und niederwerfen

    [27] Und ruf unter den Menschen zur Wallfahrt auf, so werden sie zu dir kommen zu Fuß und auf vielen hageren Kamelen, die aus jedem tiefen Paßweg daherkommen

    [28] Damit sie allerlei Nutzen fur sich erfahren und den Namen Gottes an den bekannten Tagen uber dem erwahnen, was Er ihnen an Herdenvieh beschert hat. - Eßt davon und gebt dem Notleidenden und Armen zu essen

    [29] Dann wollen sie ihre Ungepflegtheit beenden, ihre Gelubde erfullen und zum Umlauf um das altehrwurdige Haus gefuhrt werden.»

    [30] So ist es. Und wenn einer die heiligen Dinge Gottes hochhalt, ist es besser fur ihn bei seinem Herrn. Erlaubt ist euch das Vieh, außer dem, was euch bekanntgemacht wird. So meidet den Greuel der Gotzen, und meidet die falsche Aussage

    [31] Als Anhanger des rechten Glaubens gegenuber Gott, die Ihm nichts beigesellen. Und wenn einer Gott (etwas) beigesellt, es ist, als wurde er vom Himmel herunterfallen, von den Vogeln weggeschnappt oder vom Wind an einen fernen Ort hinabgesturzt werden

    [32] So ist es. Und wenn einer die Opfertiere Gottes hochhalt, ist es ein Ausdruck der Frommigkeit der Herzen

    [33] In ihnen habt ihr allerlei Nutzen auf eine bestimmte Frist, dann liegt ihr erlaubter Schlachtort beim altehrwurdigen Haus

    [34] Und fur jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, damit sie den Namen Gottes uber dem erwahnen, was er ihnen an Herdenvieh beschert hat. Und euer Gott ist ein einziger Gott, Ihm mußt ihr ergeben sein. Und verkunde frohe Botschaft denen, die sich demutigen

    [35] Deren Herzen sich angstigen, wenn Gottes gedacht wird, die das, was sie trifft, geduldig ertragen, das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, spenden

    [36] Und die Opferkamele haben wir euch zu Kultzeichen Gottes gemacht. An ihnen habt ihr etwas Gutes. So erwahnt den Namen Gottes uber ihnen, wenn sie mit gebundenen Beinen dastehen. Und wenn sie auf die Seite umgefallen sind, dann eßt davon und gebt dem bescheidenen und dem fordernden (Armen) zu essen. So haben Wir sie euch dienstbar gemacht, auf daß ihr dankbar seid

    [37] Weder ihr Fleisch noch ihr Blut erreicht Gott, aber Ihn erreicht eure Frommigkeit. So hat Er sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Gott hochpreiset, daß Er euch rechtgeleitet hat. Und verkunde denen, die Gutes tun, frohe Botschaft

    [38] Gott verteidigt diejenigen, die glauben. Gott liebt keinen undankbaren Treulosen

    [39] Erlaubnis (zum Kampf) ist denen gegeben, die bekampft werden, weil ihnen ja Unrecht getan wurde - und Gott hat gewiß die Macht, sie zu unterstutzen

    [40] (ihnen), die zu Unrecht aus ihren Wohnstatten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Gott. Und hatte Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, so waren gewiß Monchsklausen, Kirchen, Gebetsstatten und Moscheen zerstort worden, in denen des Namens Gottes viel gedacht wird. - Und Gott wird bestimmt die unterstutzen, die Ihn unterstutzen. Gott ist stark und machtig

    [41] (Ihnen), die, wenn Wir ihnen eine angesehene Stellung auf der Erde geben, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Und Gott gehort das Ende der Angelegenheiten

    [42] Wenn sie dich der Luge zeihen, so haben auch vor ihnen das Volk Noachs, die Aad und die Thamud (ihre Gesandten) der Luge geziehen

    [43] Und auch das Volk Abrahams und das Volk Lots

    [44] Und die Bewohner von Madyan. Auch Mose wurde der Luge geziehen. Da gewahrte Ich den Unglaubigen Aufschub, dann ergriff Ich sie. Und wie war dann meine Mißbilligung

    [45] Wie so manche Stadt, die Unrecht tat, haben Wir verderben lassen, so daß sie bis zu den Dachern verodet war, und wie manchen (nun) verlassenen Brunnen und manches aufgerichtete Schloß

    [46] Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen, daß sie Herzen bekommen, mit denen sie verstehen, oder Ohren, mit denen sie horen? Nicht die Blicke sind blind, blind sind die Herzen, die in der Brust sind

    [47] Und sie wunschen von dir, die Pein zu beschleunigen. Gott wird sein Versprechen nicht brechen. Und siehe, ein Tag bei deinem Herrn ist wie tausend Jahre nach eurer Berechnung

    [48] Und wie mancher Stadt, die Unrecht tat, habe Ich Aufschub gewahrt! Dann habe Ich sie ergriffen. Und zu Mir fuhrt der Lebensweg

    [49] Sprich: O ihr Menschen, ich bin euch nur ein deutlicher Warner

    [50] Fur diejenigen nun, die glauben und die guten Werke tun, sind Vergebung und trefflicher Unterhalt bestimmt

    [51] Und diejenigen, die eifrig gegen unsere Zeichen vorgehen und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, das sind die Gefahrten der Holle

    [52] Und Wir haben vor dir keinen Gesandten oder Propheten geschickt, ohne daß ihm, wenn er etwas wunschte, der Satan in seinen Wunsch etwas dazwischen geworfen hatte. Aber Gott hebt auf, was der Satan dazwischen wirft. Dann legt Gott seine Zeichen eindeutig fest. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [53] (Das ist so), damit Er das, was der Satan dazwischen wirft, zu einer Versuchung fur diejenigen macht, in deren Herzen Krankheit ist und deren Herzen verhartet sind - wahrlich, die Unrecht tun, befinden sich in weitgehendem Widerstreit

    [54] Und damit diejenigen, denen das Wissen zugekommen ist, wissen, daß es die Wahrheit von deinem Herrn ist, so daß sie daran glauben und ihre Herzen sich vor Ihm demutigen. Und wahrlich, Gott fuhrt diejenigen, die glauben, zu einem geraden Weg

    [55] Und diejenigen, die unglaubig sind, beharren auf ihrem Zweifel daran, bis die Stunde sie plotzlich uberkommt oder bis die Pein eines unfruchtbaren Tages uber sie kommt

    [56] An jenem Tag gehort die Konigsherrschaft Gott (allein). Er wird zwischen ihnen urteilen. Dann werden diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in den Garten der Wonne sein

    [57] Diejenigen aber, die unglaubig sind und unsere Zeichen fur Luge erklaren, erhalten eine schmahliche Pein

    [58] Denen, die auf dem Weg Gottes ausgewandert sind, dann getotet werden oder sterben, wird Gott bestimmt einen schonen Unterhalt bescheren. Gott ist ja der beste der Versorger

    [59] Er wird sie bestimmt in einen Ort eingehen lassen, der ihnen genehm ist. Und Gott weiß Bescheid und ist langmutig

    [60] So ist es. Und wer im gleichen Maße bestraft, wie er bestraft wurde, dann aber wieder Gegenstand von Ubergriffen wird, den wird Gott sicher unterstutzen. Gott ist voller Verzeihung und Vergebung

    [61] Dies, weil Gott die Nacht in den Tag ubergehen und den Tag in die Nacht ubergehen laßt, und weil Gott alles hort und sieht

    [62] Dies, weil Gott die Wahrheit ist und weil das, was sie an seiner Stelle anrufen, das Falsche ist, und weil Gott der Erhabene und der Große ist

    [63] Hast du denn nicht gesehen, daß Gott Wasser vom Himmel herabkommen laßt, so daß die Erde grun wird? Gott ist feinfuhlig und hat Kenntnis von allem

    [64] Ihm gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Gott ist der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig ist

    [65] Hast du denn nicht gesehen, daß Gott euch das, was auf der Erde ist, dienstbar gemacht hat, ebenso die Schiffe, die nach seinem Befehl auf dem Meer fahren? Und Er halt den Himmel, daß er nicht auf die Erde fallt, außer mit seiner Erlaubnis. Siehe, Gott hat Mitleid mit den Menschen und ist barmherzig

    [66] Und Er ist es, der euch lebendig gemacht hat. Dann laßt Er euch sterben, dann macht Er euch wieder lebendig. Wahrlich, der Mensch ist undankbar

    [67] Fur jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, den sie zu vollziehen haben. So sollen sie nicht mit dir uber die Angelegenheit Streit fuhren. Und rufe zu deinem Herrn. Siehe, du folgst einer geraden Rechtleitung

    [68] Und wenn sie doch mit dir streiten, dann sprich: Gott weiß besser, was ihr tut

    [69] Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen euch uber das urteilen, woruber ihr uneins wart

    [70] Weißt du denn nicht, daß Gott weiß, was im Himmel und auf der Erde ist? Das steht in einem Buch. Das ist Gott ein leichtes

    [71] Und sie verehren anstelle Gottes das, wofur Er keine Ermachtigung herabgesandt hat und wovon sie kein Wissen haben. Fur die, die Unrecht tun, gibt es keinen Helfer

    [72] Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, dann erkennst du im Gesicht derer, die unglaubig sind, die Mißbilligung. Am liebsten wurden sie uber die herfallen, die ihnen unsere Zeichen verlesen. Sprich: Soll ich euch kundtun, was schlimmer ist als dies? Es ist das Feuer, das Gott denen angedroht hat, die unglaubig sind - welch schlimmes Ende

    [73] O ihr Menschen, ein Gleichnis wird (euch) vorgetragen, so hort darauf. Diejenigen, die ihr anstelle Gottes anruft, konnen niemals auch nur eine Fliege erschaffen, auch wenn sie sich dafur zusammentun. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte, konnten sie es ihr nicht entreißen. Schwach ist (hier) der, der sucht, und das, was gesucht wird

    [74] Sie haben Gott nicht so eingeschatzt, wie Er eingeschatzt werden soll. Wahrlich, Gott ist stark und machtig

    [75] Gott erwahlt sich aus den Engeln Boten, und (auch) aus den Menschen. Gott hort und sieht alles

    [76] Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt. Und zu Gott werden die Angelegenheiten zuruckgebracht

    [77] O ihr, die ihr glaubt, verneigt euch, werft euch nieder und dient eurem Herrn, und tut das Gute, auf daß es euch wohl ergehe

    [78] Und setzt euch fur Gott ein, wie der richtige Einsatz fur Ihn sein soll. Er hat euch erwahlt. Und Er hat euch in der Religion keine Bedrangnis auferlegt; so ist die Glaubensrichtung eures Vaters Abraham. Er hat euch Muslime genannt, fruher und (nunmehr) in diesem (Buch), auf daß der Gesandte Zeuge uber euch sei und ihr Zeugen uber die Menschen seid. So verrichtet das Gebet, entrichtet die Abgabe und haltet an Gott fest. Er ist euer Schutzherr. Welch vorzuglicher Schutzherr und welch vorzuglicher Helfer

    Surah 23
    Die Gläubigen

    [1] Wohl ergeht es den Glaubigen

    [2] Die in ihrem Gebet demutig sind

    [3] Und die sich von unbedachter Rede abwenden

    [4] Und die die Abgabe entrichten

    [5] Und die ihre Scham bewahren

    [6] Außer gegenuber ihren Gattinnen, oder was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, dann sind sie nicht zu tadeln

    [7] diejenigen aber, die daruber hinaus (andere) begehren, das sind die, die Ubertretungen begehen

    [8] Und die auf das ihnen Anvertraute und ihre Verpflichtungen achtgeben

    [9] Und die ihr Gebet einhalten

    [10] Das sind die Erben

    [11] Die das Paradies erben werden; darin werden sie ewig weilen

    [12] Und wahrlich, Wir schufen den Menschen aus einem entnommenen Ton

    [13] Dann machten Wir ihn zu einem Tropfen in einem festen Aufenthaltsort

    [14] Dann schufen Wir den Tropfen zu einem Embryo, und Wir schufen den Embryo zu einem Fotus, und Wir schufen den Fotus zu Knochen. Und Wir bekleideten die Knochen mit Fleisch. Dann ließen Wir ihn als eine weitere Schopfung entstehen. Gott sei gesegnet, der beste Schopfer

    [15] Dann werdet ihr nach all diesem sterben

    [16] Dann werdet ihr am Tag der Auferstehung auferweckt werden

    [17] Und Wir schufen uber euch sieben Bahnen, und Wir lassen die Schopfung nicht unbeachtet

    [18] Und Wir ließen vom Himmel Wasser in einem bestimmten Maß herabkommen und ließen es sich in der Erde aufhalten. Und Wir vermogen wohl, es wieder wegzunehmen

    [19] Und Wir ließen euch dadurch Garten mit Palmen und Weinstocken entstehen, in denen ihr viele Fruchte habt und von denen ihr essen konnt

    [20] Und einen Baum, der aus dem Berg Sinai herauskommt, und der Fett hervorbringt und auch Tunke fur die, die essen

    [21] Und ihr habt in den Herdentieren einen Grund zum Nachdenken. Wir geben euch von dem, was in ihrem Leib ist, zu trinken. Ihr habt an ihnen allerlei Nutzen, und ihr konnt davon essen

    [22] Und auf ihnen und (ebenso) auf den Schiffen werdet ihr getragen

    [23] Und Wir sandten Noach zu seinem Volk. Er sagte: "O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfurchtig sein

    [24] Da sagten die Vornehmen aus seinem Volk, die unglaubig waren: "Dieser ist nur ein Mensch wie ihr, der einen Vorzug euch gegenuber haben will. Und wenn Gott gewollt hatte, hatte Er Engel herabgesandt. Wir haben bei unseren Vorvatern so etwas nicht gehort

    [25] Er ist nur ein Mann, der an Besessenheit leidet. So wartet mit ihm eine Weile ab

    [26] Er sagte: "Mein Herr, unterstutze mich, wo sie mich der Luge zeihen

    [27] Da offenbarten Wir ihm: "Verfertige das Schiff vor unseren Augen und nach unserer Offenbarung. Und wenn unser Befehl kommt und der Ofen brodelt, so laß ein Paar von jeder Art und deine Familie hineingehen, außer dem, gegen den der Spruch vorher erging. Und sprich Mich nicht wegen derer an, die Unrecht tun; sie werden sicher ertrankt werden

    [28] Und wenn du dich auf dem Schiff gut eingerichtet hast, du und diejenigen, die mit dir sind, dann sag: Lob sei Gott, der uns von den Leuten errettet hat, die Unrecht tun

    [29] Und sag: Mein Herr, gewahre mir einen gesegnete Unterkunft. Du bist der Beste derer, die Unterkunft gewahren

    [30] Darin sind Zeichen. Wir haben (sie) damit der Prufung ausgesetzt

    [31] Dann ließen Wir nach ihnen eine andere Generation entstehen

    [32] Und Wir schickten unter sie einen Gesandten aus ihrer Mitte: «Dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfurchtig sein?»

    [33] Und die Vornehmen aus seinem Volk, die unglaubig waren, die die Begegnung mit dem Jenseits fur Luge erklarten und denen Wir im diesseitigen Leben uppigen Wohlstand geschenkt hatten, sagten: «Dieser ist nur ein Mensch wie ihr. Er ißt von dem, was ihr eßt, und trinkt von dem, was ihr trinkt

    [34] Und wenn ihr einem Menschen euresgleichen gehorcht, dann werdet ihr gewiß Verlierer sein

    [35] Verspricht er euch wirklich, daß ihr, wenn ihr gestorben und zu Staub und Knochen geworden seid, wieder hervorgebracht werdet

    [36] Weit, weit gefehlt ist das, was euch versprochen wird

    [37] Es gibt nur unser diesseitiges Leben: Wir sterben, und wir leben (hier), und wir werden nicht auferweckt

    [38] Er ist nur ein Mann, der eine Luge gegen Gott erdichtet hat. Und wir glauben ihm nicht.»

    [39] Er sagte: «Mein Herr, unterstutze mich, wo sie mich der Luge zeihen.»

    [40] Er sprach: «Uber ein kleines werden sie es bereuen.»

    [41] Da ergriff sie zu Recht der Schrei, und Wir machten sie zur Spreu. Weg mit den Leuten, die Unrecht tun

    [42] Dann ließen Wir nach ihnen eine andere Generation entstehen

    [43] Keine Gemeinschaft geht ihrer Frist voraus, noch bleibt sie zuruck

    [44] Dann schickten Wir unsere Gesandten, einen nach dem anderen. Jedesmal, wenn zu einer Gemeinschaft ihr Gesandter kam, ziehen sie ihn der Luge. So ließen Wir die einen von ihnen auf die anderen folgen und machten sie zum Gegenstand von Geschichten. Weg mit Leuten, die nicht glauben

    [45] Dann sandten Wir Mose und seinen Bruder Aaron mit unseren Zeichen und einer offenkundigen Ermachtigung

    [46] Zu Pharao und seinen Vornehmen. Sie aber verhielten sich hochmutig. Sie waren Leute mit hoher Gewalt

    [47] Sie sagten: «Sollen wir denn zwei Menschen unseresgleichen glauben, wo ihr Volk in unserem Dienst steht?»

    [48] Und sie ziehen sie der Luge. So gehorten sie zu denen, die ins Verderben gesturzt wurden

    [49] Und Wir ließen Mose das Buch zukommen, auf daß sie der Rechtleitung folgen

    [50] Und Wir machten den Sohn Marias und seine Mutter zu einem Zeichen. Und Wir gaben ihnen Unterkunft auf einer Anhohe mit Grund und Quellwasser

    [51] «O ihr Gesandten, eßt von den kostlichen Dingen und tut Gutes. Ich weiß Bescheid uber das, was ihr tut

    [52] Diese eure Gemeinschaft ist eine einzige Gemeinschaft. Und Ich bin euer Herr, so furchtet Mich.»

    [53] Aber sie spalteten sich in ihrer Angelegenheit untereinander nach verschiedenen Buchern, und jede Partei war froh uber das, was sie besaß

    [54] Laß sie fur eine Weile in ihrem Abgrund

    [55] Meinen sie, daß Wir, wenn Wir ihnen mit Vermogen und Sohnen beistehen

    [56] Wetteifern, ihnen gute Dinge zu bescheren? Aber sie merken (es) nicht

    [57] Diejenigen, die aus Furcht vor ihrem Herrn erschrecken

    [58] Und die an die Zeichen ihres Herrn glauben

    [59] Und die ihrem Herrn nicht (andere) beigesellen

    [60] Und die spenden, was sie spenden, wahrend ihre Herzen sich (davor) angstigen, daß sie zu ihrem Herrn zuruckkehren werden

    [61] Diese eilen zu den guten Dingen um die Wette und werden darin die Allerersten sein

    [62] Und Wir fordern von niemandem mehr, als er vermag. Und bei Uns ist ein Buch, das die Wahrheit redet. Und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [63] Nein, ihre Herzen befinden sich davor in abgrundiger Achtlosigkeit. Und da gibt es bei ihnen Werke, die anders sind als diese, und die sie vollbringen

    [64] Wenn Wir dann diejenigen von ihnen, die uppig leben, mit der Pein ergreifen, schreien sie um Hilfe

    [65] «Schreit nicht um Hilfe heute. Ihr werdet von Uns keine Unterstutzung erfahren

    [66] Meine Zeichen wurden euch verlesen. Aber ihr pflegtet auf euren Fersen kehrtzumachen

    [67] Indem ihr euch hochmutig verhieltet und uber ihn wie Nachtplauderer faseltet.»

    [68] Haben sie denn nicht die Aussage betrachtet, oder ist zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorvatern kam

    [69] Oder haben sie nicht ihren Gesandten erkannt, so daß sie ihn (nun) verwerfen

    [70] Oder sagen sie: «Er leidet an Besessenheit»? Nein, er kam zu ihnen mit der Wahrheit, aber die meisten von ihnen verabscheuen die Wahrheit

    [71] Wurde die Wahrheit ihren Neigungen folgen, verderben wurden die Himmel und die Erde, und wer in ihnen ist. Nein, Wir kamen zu ihnen mit ihrer Ermahnung, sie aber wenden sich von ihrer Ermahnung ab

    [72] Oder verlangst du von ihnen einen Lohn? Der Lohn deines Herrn ist besser. Er ist der beste Versorger

    [73] Und wahrlich, du rufst sie zu einem geraden Weg

    [74] Jene, die an das Jenseits nicht glauben, weichen vom Weg ab

    [75] Wurden Wir uns ihrer erbarmen und den Schaden, den sie erleiden, beheben, sie wurden im Ubermaß ihres Frevels verharren und blind umherirren

    [76] Und Wir haben sie mit der Pein ergriffen. Sie aber gaben ihrem Herrn nicht nach, und sie demutigten sich nicht

    [77] Wenn Wir ihnen dann ein Tor zu einer harten Pein offnen, sind sie daruber ganz verzweifelt

    [78] Er ist es, der euch Gehor, Augenlicht und Herz entstehen ließ. Ihr aber seid wenig dankbar

    [79] Und Er ist es, der euch auf der Erde schuf und vermehrte. Und zu Ihm werdet ihr versammelt werden

    [80] Und Er ist es, der lebendig macht und sterben laßt. Und in seiner Macht steht das Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag. Habt ihr denn keinen Verstand

    [81] Aber nein, sie sagen das gleiche, was die Fruheren gesagt haben

    [82] Sie sagen: «Sollen wir, wenn wir gestorben und zu Staub und Knochen geworden sind, auferweckt werden

    [83] Dies ist uns und zuvor unseren Vatern versprochen worden. Das sind nichts als die Fabeln der Fruheren.»

    [84] Sprich: Wem gehort die Erde, und wer auf ihr ist, so ihr es wißt

    [85] Sie werden sagen: «Gott.» Sprich: Wollt ihr es nicht bedenken

    [86] Sprich: Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des majestatischen Thrones

    [87] Sie werden sagen: «(Alles) gehort Gott.» Sprich: Wollt ihr nicht gottesfurchtig sein

    [88] Sprich: In wessen Hand ist die Herrschaft uber alle Dinge, der Schutz gewahrt und gegen den kein Schutz gewahrt werden kann, so ihr es wißt

    [89] Sie werden sagen: «(Alles) gehort Gott.» Sprich: Wieso seid ihr einem Zauber verfallen

    [90] Nein, Wir sind zu ihnen mit der Wahrheit gekommen. Sie aber lugen

    [91] Gott hat sich kein Kind genommen. Und es gibt keinen Gott neben Ihm, sonst wurde jeder Gott das wegnehmen, was Er geschaffen hat, und die einen von ihnen wurden sich den anderen gegenuber uberheblich zeigen. Preis sei Gott, (der erhaben ist) uber das, was sie da schildern

    [92] Der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß! Erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [93] Sprich: Mein Herr, wenn Du mich sehen laßt, was ihnen angedroht wird

    [94] Mein Herr, dann stelle mich nicht unter die Leute, die Unrecht tun

    [95] Wahrlich, Wir haben die Macht dazu, dich sehen zu lassen, was Wir ihnen androhen

    [96] Wehre die schlechte Tat ab mit einer Tat, die besser ist. Wir wissen besser, was sie da schildern

    [97] Und sprich: Mein Herr, ich suche bei Dir Zuflucht vor den Aufstachelungen der Satane

    [98] Und ich suche bei Dir, mein Herr, Zuflucht davor, daß sie mich aufsuchen

    [99] Wenn dann der Tod zu einem von ihnen kommt, sagt er: «Mein Herr, bringt mich zuruck

    [100] Vielleicht tue ich Gutes in dem, was ich hinterlassen habe.» Nein, das ist nur ein Wort, das er (so) sagt. Hinter ihnen ist eine Schranke bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden

    [101] Und wenn in die Trompete geblasen wird, dann gibt es an jenem Tag zwischen ihnen keine Verwandtschaft mehr, und sie befragen nicht mehr einander

    [102] Diejenigen, deren Waagschalen schwer sind, das sind die, denen es wohl ergeht

    [103] Und diejenigen, deren Waagschalen leicht sind, das sind die, die sich selbst verloren haben; in der Holle werden sie ewig weilen

    [104] Das Feuer schlagt auf ihre Gesichter, und sie fletschen die Zahne

    [105] «Wurden euch nicht meine Zeichen verlesen, ihr aber pflegtet sie fur Luge zu erklaren?»

    [106] Sie sagen: «Unser Herr, unser Ungluck hat uns besiegt, und wir waren abgeirrte Leute

    [107] Unser Herr, bring uns aus ihr heraus. Wenn wir ruckfallig werden, dann sind wir (wirklich) Leute, die Unrecht tun.»

    [108] Er spricht: «Seid darin verabscheut, und sprecht Mich nicht an

    [109] <Eine Gruppe von meinen Dienern pflegte zu sagen: >Unser Herr, wir glauben, so vergib uns und erbarme dich unser. Du bist der Beste derer, die sich erbarmen

    [110] Ihr aber nahmt sie zum Gegenstand des Spottes, bis ihr ihretwegen meine Ermahnung vergaßet, und ihr lachtet uber sie

    [111] Ich habe sie heute dafur, daß sie geduldig waren, damit entlohnt, daß sie die Erfolgreichen sind.»

    [112] Er spricht: «Wie viele Jahre habt ihr in der Erde verweilt?»

    [113] Sie sagen: «Verweilt haben wir einen Tag oder einen Teil von einem Tag. Frag die, die rechnen konnen.»

    [114] Er spricht: «Ihr habt nur kurz verweilt, wenn ihr es nur wußtet

    [115] Meint ihr denn, Wir hatten euch zum sinnlosen Spiel erschaffen und ihr wurdet nicht zu Uns zuruckgebracht?»

    [116] Erhaben ist Gott, der wahre Konig. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des ehrwurdigen Thrones

    [117] Und wer neben Gott einen anderen Gott anruft, fur den er keinen Beweis hat, der wird bei seinem Herrn Rechenschaft ablegen. Den Unglaubigen wird es nicht wohl ergehen

    [118] Und sprich: Mein Herr, vergib und erbarme dich. Und Du bist der Beste derer, die sich erbarmen

    Surah 24
    Das Licht

    [1] Das ist eine Sure, die Wir hinabgesandt und verpflichtend gemacht haben. Und Wir haben darin deutliche Zeichen hinabgesandt, auf daß ihr es bedenket

    [2] Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann geißelt jeden von ihnen mit hundert Hieben. Habt kein Mitleid mit ihnen angesichts (der Rechtsbestimmungen) der Religion Gottes, so ihr an Gott und den Jungsten Tag glaubt. Und bei der Vollstreckung der Pein an ihnen soll eine Gruppe von den Glaubigen zugegen sein

    [3] Der Mann, der Unzucht begangen hat, darf nur eine Frau, die Unzucht begangen hat, oder eine Polytheisten heiraten. Die Frau, die Unzucht begangen hat, darf nur ein Mann, der Unzucht begangen hat, oder ein Polytheist heiraten. Den Glaubigen ist dies verboten

    [4] Diejenigen, die den unter Schutz gestellten Frauen Untreue vorwerfen und hierauf nicht vier Zeugen beibringen, die sollt ihr mit achtzig Hieben geißeln. Nehmt von ihnen nie mehr eine Zeugenaussage an - das sind die (wahren) Frevler

    [5] Mit Ausnahme derer, die danach umkehren und Besserung zeigen. Denn Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [6] Im Falle derer, die ihren Gattinnen Untreue vorwerfen, aber keine Zeugen haben außer sich selbst, besteht die Zeugenaussage eines solchen Mannes darin, daß er viermal bei Gott bezeugt, er gehore zu denen, die die Wahrheit sagen

    [7] Und zum funften Mal (bezeugt), der Fluch Gottes komme uber ihn, wenn er ein Lugner sein sollte

    [8] Von ihr wehrt es die Pein ab, daß sie viermal bei Gott bezeugt, er sei ein Lugner

    [9] Und zum funften Mal (bezeugt), der Zorn Gottes komme uber sie, wenn er zu denen gehoren sollte, die die Wahrheit sagen

    [10] Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit, und ware Gott nicht der, der sich zuwendet und weise ist

    [11] Diejenigen, die die Luge vorgebracht haben, sind eine gewisse Gruppe von euch. Betrachtet es nicht als ein Ubel fur euch; nein, es ist etwas Gutes fur euch. Einem jeden von ihnen wird zuteil, was er an Schuld erworben hat. Und fur den, der den Hauptanteil daran auf sich genommen hat, ist eine gewaltige Pein bestimmt

    [12] Hatten doch, als ihr es hortet, die glaubigen Manner und Frauen eine gute Meinung voneinander gehabt und gesagt: «Es ist doch eine offenkundige Luge»

    [13] Hatten sie doch daruber vier Zeugen beigebracht! Da sie aber die Zeugen nicht beigebracht haben, sind sie eben bei Gott die, die lugen

    [14] Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit im Diesseits und Jenseits wurde euch fur das, was ihr so breit beredet habt, eine gewaltige Pein erfassen

    [15] Als ihr es mit eurer Zunge aufgegriffen habt und ihr mit eurem Munde das gesagt habt, wovon ihr kein Wissen hattet, und es als eine leichte Sache betrachtet habt, wahrend es bei Gott eine ungeheuerliche Sache ist

    [16] Hattet ihr doch, als ihr es hortet, gesagt: «Es steht uns nicht zu, daruber zu reden. Preis sei Dir! Das ist doch eine gewaltige Verleumdung»

    [17] Gott ermahnt euch, nie wieder so etwas zu tun, so ihr glaubig seid

    [18] Und Gott macht euch die Zeichen deutlich. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [19] Fur diejenigen, die es gern mochten, daß sich das Schandliche unter den Glaubigen verbreitet, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt im Diesseits und Jenseits. Und Gott weiß, ihr aber wißt nicht Bescheid

    [20] Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit, und hatte Gott nicht Mitleid und ware Er nicht barmherzig

    [21] O ihr, die ihr glaubt, folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Wer den Fußstapfen des Satans folgt, der gebietet das Schandliche und Verwerfliche. Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit wurde keiner von euch jemals gelautert sein. Aber Gott lautert, wen Er will. Und Gott hort und weiß alles

    [22] Und diejenigen, die Uberfluß und beachtliches Vermogen besitzen, sollen nicht schworen, sie wurden den Verwandten, den Bedurftigen und denen, die auf dem Weg Gottes ausgewandert sind, nichts zukommen lassen. Sie sollen verzeihen und nachlassen. Liebt ihr es selbst nicht, daß Gott euch vergibt? Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [23] Diejenigen, die den unter Schutz gestellten, nichts ahnenden glaubigen Frauen Untreue vorwerfen, sind verflucht im Diesseits und Jenseits. Bestimmt ist fur sie eine gewaltige Pein

    [24] Am Tag, da ihre Zungen und ihre Hande und ihre Fuße gegen sie Zeugnis ablegen werden uber das, was sie zu tun pflegten

    [25] An jenem Tag wird Gott es ihnen entsprechend dem gegen sie ergangenen wahren Gerichtsurteil voll erstatten. Und sie werden zu wissen bekommen, daß Gott die offenkundige Wahrheit ist

    [26] Schlechte Frauen gehoren zu schlechten Mannern, und schlechte Manner gehoren zu schlechten Frauen. Gute Frauen gehoren zu guten Mannern, und gute Manner gehoren zu guten Frauen. Diese werden freigesprochen von dem, was man (uber sie) redet. Bestimmt ist fur sie Vergebung und trefflicher Unterhalt

    [27] O ihr, die ihr glaubt, betretet nicht Hauser, die nicht eure (eigenen) Hauser sind, bis ihr euch bemerkbar gemacht und ihre Bewohner begrußt habt. Das ist besser fur euch, auf daß ihr es bedenket

    [28] Wenn ihr niemanden darin findet, dann tretet nicht ein, bis man es euch erlaubt. Und wenn man zu euch sagt: «Kehrt um», dann sollt ihr umkehren. Das ist lauterer fur euch. Und Gott weiß, was ihr tut

    [29] Es ist fur euch kein Vergehen, unbewohnte Hauser zu betreten, in denen sich eine Nutznießung fur euch befindet. Und Gott weiß, was ihr offenlegt und was ihr verschweigt

    [30] Sprich zu den glaubigen Mannern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren. Das ist lauterer fur sie. Gott hat Kenntnis von dem, was sie machen

    [31] Und sprich zu den glaubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vatern, den Vatern ihrer Ehegatten, ihren Sohnen, den Sohnen ihrer Ehegatten, ihren Brudern, den Sohnen ihrer Bruder und den Sohnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den mannlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Bloße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Fuße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was fur einen Schmuck sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Glaubigen, auf daß es euch wohl ergehe

    [32] Und verheiratet die Ledigen unter euch und die Rechtschaffenen von euren Sklaven und euren Sklavinnen. Wenn sie arm sind, wird Gott sie durch seine Huld reich machen. Und Gott umfaßt und weiß alles

    [33] Diejenigen, die keine Moglichkeit zum Heiraten finden, sollen keusch bleiben, bis Gott sie durch seine Huld reich macht. Und denjenigen aus der Reihe derer, die eure rechte Hand besitzt, die einen Freibrief zu erhalten suchen, sollt ihr einen Freibrief ausstellen, falls ihr etwas Gutes an ihnen feststellt. Und gebt ihnen etwas vom Vermogen Gottes, das Er euch gegeben hat. Und zwingt nicht eure Sklavinnen, wenn sie sich unter Schutz stellen wollen, zur Hurerei im Trachten nach den Gutern des diesseitigen Lebens. Und wenn einer sie dazu zwingt, so ist Gott, nachdem sie gezwungen worden sind, voller Vergebung und barmherzig

    [34] Und Wir haben zu euch Zeichen hinabgesandt, die (alles) deutlich machen, und ein Beispiel aus den Berichten uber die, die vor euch dahingegangen sind, und eine Ermahnung fur die Gottesfurchtigen

    [35] Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist einer Nische vergleichbar, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als ware es ein funkelnder Stern. Es wird angezundet von einem gesegneten Baum, einem Olbaum, weder ostlich noch westlich, dessen Ol fast schon leuchtet, auch ohne daß das Feuer es beruhrt hatte. Licht uber Licht. Gott fuhrt zu seinem Licht, wen Er will, und Gott fuhrt den Menschen die Gleichnisse an. Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [36] (Das steht) in Hausern, fur die Gott erlaubt hat, daß sie errichtet werden und daß darin seines Namens gedacht wird. Ihn preisen darin, am Morgen und am Abend

    [37] Manner, die weder Handel noch Kaufgeschaft ablenken vom Gedenken Gottes, von der Verrichtung des Gebets und der Entrichtung der Abgabe, die einen Tag furchten, an dem Herzen und Augenlicht umgekehrt werden

    [38] Damit Gott ihnen das Beste vergelte von dem, was sie getan haben, und ihnen von seiner Huld noch mehr gebe. Und Gott beschert den Lebensunterhalt, wem Er will, ohne (viel) zu rechnen

    [39] Die Werke derer, die unglaubig sind, sind wie eine Luftspiegelung in einer Ebene. Der Durstige halt sie fur Wasser. Kommt er aber dorthin, findet er, daß es nichts ist. Er findet aber Gott da. Und Er erstattet ihm seine Rechnung voll. Gott ist schnell im Abrechnen

    [40] Oder (sie sind) wie Finsternisse in einem tiefen Meer, das von einer Woge uberdeckt ist, uber der eine Woge liegt, uber der wiederum eine Wolke liegt: Finsternisse, eine uber der anderen. Wenn er seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen. Und wem Gott kein Licht verschafft, fur den gibt es kein Licht

    [41] Hast du nicht gesehen, daß (alle) Gott preisen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, und die Vogel mit ausgebreiteten Flugeln? Jeder kennt sein Gebet und seinen Lobpreis. Und Gott weiß, was sie tun

    [42] Und Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Und zu Gott fuhrt der Lebensweg

    [43] Hast du nicht gesehen, daß Gott die Wolken dahertreibt, sie dann zusammenfugt und dann zu einem Haufen macht? Da siehst du den Platzregen dazwischen herauskommen. Und Er sendet vom Himmel Wolkenberge herab, mit Hagel darin; damit trifft Er, wen Er will, und Er wehrt ihn ab, von wem Er will. Das Aufleuchten seiner Blitze nimmt beinahe das Augenlicht hinweg

    [44] Gott laßt Nacht und Tag sich abwechseln. Darin ist eine Lehre fur Leute, die Einsicht haben

    [45] Und Gott hat jedes Getier aus Wasser geschaffen. Es gibt unter ihnen solche, die auf ihrem Bauch gehen, und solche, die auf zwei Beinen gehen, und wieder solche, die auf vieren gehen. Gott erschafft, was Er will. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [46] Wir haben Zeichen hinabgesandt, die (alles) deutlich machen. Und Gott fuhrt, wen Er will, zu einem geraden Weg

    [47] Und sie sagen: «Wir glauben an Gott und an den Gesandten, und wir gehorchen.» Dann, nach diesem (Wort), kehrt sich ein Teil von ihnen ab. Das sind ja keine Glaubigen

    [48] Und wenn sie zu Gott und seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen urteile, wendet sich gleich ein Teil von ihnen ab

    [49] Wenn aber das Recht auf ihrer Seite ist, dann kommen sie zu ihm, bereit, sich zu unterwerfen

    [50] Ist in ihren Herzen Krankheit, oder haben sie Zweifel, oder furchten sie, daß Gott gegen sie ungerecht sein konnte, und auch sein Gesandter? Nein, sie sind eben die, die Unrecht tun

    [51] Die Rede der Glaubigen, wenn sie zu Gott und seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen urteile, besteht darin, daß sie sagen: «Wir horen, und wir gehorchen.» Das sind die, denen es wohl ergeht

    [52] Diejenigen, die Gott und seinem Gesandten gehorchen, Gott furchten und sich vor Ihm huten, das sind die Erfolgreichen

    [53] Und sie haben bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen, sie wurden, wenn du es ihnen befiehlst, hinausziehen. Sprich: Schwort nicht, (leistet lieber) einen geziemenden Gehorsam. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [54] Sprich: Gehorchet Gott und gehorchet dem Gesandten. Wenn ihr euch abkehrt, dann obliegt ihm nur das, was ihm auferlegt ist, und euch obliegt, was euch auferlegt ist. Wenn ihr ihm gehorcht, folgt ihr der Rechtleitung. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft)

    [55] Gott hat denen von euch, die glauben und die guten Werke tun, versprochen, daß Er sie zu Nachfolgern auf der Erde bestellen wird, wie Er diejenigen, die vor ihnen lebten, zu Nachfolgern bestellt hat; daß Er ihnen ihrer Religion, die Er mit Gefallen fur sie festgelegt hat, zu einer angesehenen Stellung verhelfen wird; und daß Er ihnen, nachdem sie in Angst gelebt haben, statt, dessen Sicherheit gewahren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Diejenigen, die hernach unglaubig sind, das sind die (wahren) Frevler

    [56] Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe, und gehorchet dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen findet

    [57] Und du sollst nicht meinen, daß diejenigen, die unglaubig sind, auf der Erde etwas vereiteln konnen. Ihre Heimstatte ist das Feuer - welch schlimmes Ende

    [58] O ihr, die ihr glaubt, diejenigen, die eure rechte Hand besitzt, und diejenigen von euch, die noch nicht das Unterscheidungsalter erreicht haben, sollen euch zu drei Zeiten um Erlaubnis bitten: vor dem Gebet am Fruhmorgen, wenn ihr zur Mittagszeit eure Kleider ablegt, und nach dem Abendgebet. Das sind drei Bloßen von euch. Es ist nach diesen (Zeiten) fur euch und fur sie kein Vergehen. Sie gehen ja oft unter euch umher, und das tut ihr untereinander. So macht Gott euch die Zeichen deutlich. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [59] Und wenn die Kinder unter euch das Unterscheidungsalter erreicht haben, dann sollen sie euch um Erlaubnis bitten, wie diejenigen um Erlaubnis gebeten haben, die vor ihnen lebten. So macht Gott euch seine Zeichen deutlich. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [60] Und fur die unter den Frauen, die sich zur Ruhe gesetzt haben und nicht mehr zu heiraten hoffen, ist es kein Vergehen, wenn sie ihre Kleider ablegen, ohne daß sie jedoch ihren Schmuck zur Schau stellen. Und besser fur sie ware, daß sie sich dessen enthalten. Und Gott hort und weiß alles

    [61] Es ist fur den Blinden kein Grund zur Bedrangnis, es ist fur den Kruppel kein Grund zur Bedrangnis, es ist fur den Kranken kein Grund zur Bedrangnis, es ist auch fur euch kein Grund zur Bedrangnis, wenn ihr in euren Hausern eßt, in den Hausern eurer Vater oder in den Hausern eurer Mutter, in den Hausern eurer Bruder oder in den Hausern eurer Schwestern, in den Hausern eurer Onkel vaterlicherseits oder in den Hausern eurer Tanten vaterlicherseits, in den Hausern eurer Onkel mutterlicherseits oder in den Hausern eurer Tanten mutterlicherseits, in einem Haus, dessen Schlussel in eurem Besitz ist, oder (im Haus) eines Freundes. Es ist fur euch kein Vergehen, gemeinsam oder getrennt zu essen. Wenn ihr nun Hauser betretet, so grußt einander mit einem gesegneten, guten Gruß, der von Gott kommt. So macht Gott euch die Zeichen deutlich, auf daß ihr verstandig werdet

    [62] Die Glaubigen, das sind diejenigen, die an Gott und seinen Gesandten glauben und, wenn sie in einer gemeinsamen Angelegenheit bei ihm sind, nicht weggehen, ohne ihn um Erlaubnis zu bitten. Diejenigen, die dich um Erlaubnis bitten, das sind die, die an Gott und seinen Gesandten glauben. Wenn sie dich nun wegen eines ihrer Anliegen um Erlaubnis bitten, so gib, wem von ihnen du willst, Erlaubnis. Und bitte um Vergebung fur sie. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [63] Ihr sollt unter euch den Aufruf des Gesandten nicht wie den Aufruf eines von euch an die anderen bewerten. Gott kennt wohl diejenigen von euch, die sich unbemerkt davonstehlen, indem sie sich verstecken. Diejenigen, die seinem Befehl zuwiderhandeln, sollen sich in acht nehmen, daß nicht eine Versuchung sie trifft, oder eine schmerzhafte Pein sie trifft

    [64] Seht, Gott gehort, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er weiß, in welchem Zustand ihr euch befindet. Und am Tag, da sie zu Ihm zuruckgebracht werden, wird Er ihnen kundtun, was sie getan haben. Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    Surah 25
    Der Maßstab

    [1] Gesegnet sei der, der auf seinen Diener die Unterscheidungsnorm herabgesandt hat, damit er den Weltenbewohnern ein Warner sei

    [2] Er, dem die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde gehort, der sich kein Kind genommen hat und der keinen Teilhaber an der Konigsherrschaft hat und jedes Ding erschaffen und ihm sein Maß gegeben hat

    [3] Und sie haben sich an seiner Stelle Gotter genommen, die nichts erschaffen, aber selbst erschaffen werden, und die sich selbst weder Schaden noch Nutzen bringen konnen, und die weder uber Tod noch uber Leben, noch uber Auferweckung verfugen

    [4] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Das ist ja nichts als eine Luge, die er erdichtet hat und bei der andere Leute ihm geholfen haben.» Sie begehen da Ungerechtigkeit und Falschaussage

    [5] Und sie sagen: «Es sind die Fabeln der Fruheren, die er sich aufgeschrieben hat. Sie werden ihm doch morgens und abends diktiert.»

    [6] Sprich: Herabgesandt hat ihn der, der weiß, was in den Himmeln und auf der Erde geheim ist. Er ist voller Vergebung und barmherzig

    [7] Und sie sagen: «Was ist mit diesem Gesandten, daß er Speise ißt und auf den Markten umhergeht? Ware doch zu ihm ein Engel herabgesandt worden, daß er mit ihm ein Warner sei

    [8] Oder ware doch ihm ein Schatz uberbracht worden, oder hatte er doch einen Garten, von dem er essen konnte!» Und die, die Unrecht tun, sagen: «Ihr folgt doch nur einem Mann, der einem Zauber verfallen ist.»

    [9] Schau, wie sie dir Gleichnisse anfuhren. Dabei sind sie abgeirrt und konnen keinen Weg mehr finden

    [10] Gesegnet sei der, der dir, wenn Er will, etwas Besseres als dies zuteilen kann: Garten, unter denen Bache fließen, und der dir Schlosser zuteilen kann

    [11] Nein, sie erklaren die Stunde fur Luge. Und Wir haben fur die, die die Stunde fur Luge erklaren, einen Feuerbrand bereitet

    [12] Wenn er sie aus der Ferne sieht, horen sie bereits sein Grollen und Aufheulen

    [13] Und wenn sie aneinandergebunden da in einen engen Ort geworfen werden, rufen sie dort: O weh, was fur ein Verderben

    [14] «Ruft heute nicht nur einmal: O weh, was fur ein Verderben!, sondern ruft vielmal: O weh, was fur ein Verderben!»

    [15] Sprich: Ist das besser oder der Garten der Ewigkeit, der den Gottesfurchtigen versprochen ist, und der fur sie Belohnung und Reiseziel ist

    [16] Sie haben darin, was sie wollen, und sie werden darin ewig weilen. Das ist ein Versprechen, das deinem Herrn obliegt und eingefordert werden kann

    [17] Und am Tag, da Er sie und das, was sie anstelle Gottes verehren, versammelt und Er spricht: «Seid ihr es gewesen, die diese meine Diener irregefuhrt haben, oder sind sie selbst vom Weg abgeirrt?»

    [18] Sie sagen: «Preis sei Dir! Es ziemte uns nicht, uns an deiner Stelle andere Freunde zu nehmen. Aber Du hast sie und ihre Vater genießen lassen, so daß sie die Ermahnung vergessen haben und ein verlorenes Volk geworden sind.»

    [19] «Nun haben sie euch in dem, was ihr sagt, der Luge geziehen. Da konnt ihr weder etwas abwenden noch Unterstutzung erfahren. Und wer von euch Unrecht tut, den lassen Wir eine große Pein kosten.»

    [20] Und Wir haben vor dir keine Gesandten geschickt mit einem anderen Verhalten, als daß sie Speise gegessen haben und auf den Markten umhergegangen sind. Und Wir haben die einen von euch zur Versuchung fur die anderen gemacht, (um festzustellen), ob ihr geduldig seid. Und dein Herr sieht alles

    [21] Und diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen, sagen: «Waren doch die Engel auf uns herabgesandt worden, oder konnten wir doch unseren Herrn sehen!» Sie sind hochmutig in bezug auf sich selbst, und sie erheben sich in großer Rebellion

    [22] Am Tag, da sie die Engel sehen, an dem Tag gibt es fur die Ubeltater keine frohe Botschaft, und sie sagen: «Tabu, das sei verwehrt!»

    [23] Und Wir wenden uns den Werken, die sie getan haben, zu und machen sie zu verwehtem Staub

    [24] Die Gefahrten des Paradieses haben an jenem Tag einen besseren Aufenthalt und einen schoneren Ruheplatz

    [25] Und am Tag, da sich der Himmel durch die Wolken hindurch spaltet und die Engel eindrucksvoll herabgesandt werden

    [26] An dem Tag gehort die wahre Konigsherrschaft dem Erbarmer. Es ist fur die Unglaubigen ein schwerer Tag

    [27] Und am Tag, da derjenige, der Unrecht tut, sich in die Hande beißt und sagt: «O hatte ich doch den Weg mit dem Gesandten eingeschlagen

    [28] O weh mir! Hatte ich mir doch nicht den Soundso zum Vertrauten genommen

    [29] Er hat mich ja von der Ermahnung abirren lassen, nachdem sie zu mir gekommen war.» Und der Satan laßt den Menschen im Stich

    [30] Und der Gesandte sagt: «O mein Herr, mein Volk halt diesen Koran fur etwas, was gemieden werden soll.»

    [31] So haben Wir fur jeden Propheten einen Feind aus den Reihen der Ubeltater bestellt. Und dein Herr genugt als Fuhrer und Helfer

    [32] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Ware doch der Koran auf ihn als Ganzes herabgesandt worden!» So (geschieht es aber), damit Wir dein Herz mit ihm festigen. Und Wir haben ihn Abschnitt fur Abschnitt vorgetragen

    [33] Und sie kommen zu dir mit keinem beschriebenen Fall, ohne daß Wir dir die Wahrheit und eine schonere Erlauterung brachten

    [34] Diejenigen, die auf ihren Gesichtern zur Holle versammelt werden, befinden sich in einer schlimmeren Lage und sind vom (rechten) Weg weiter abgeirrt

    [35] Und Wir ließen Mose das Buch zukommen und bestellten ihm seinen Bruder Aaron, (die Last) mitzutragen

    [36] Da sprachen Wir: «Geht zu den Leuten, die unsere Zeichen fur Luge erklart haben.» Und Wir zerstorten sie vollig

    [37] Und auch die Leute des Noach, als sie die Gesandten der Luge ziehen, ließen Wir ertrinken und machten sie zu einem Zeichen fur die Menschen. Und Wir haben denen, die Unrecht tun, eine schmerzhafte Pein bereitet

    [38] Desgleichen auch die Aad, die Thamud, die Leute des Brunnens und viele Generationen dazwischen

    [39] Einem jeden Volk fuhrten Wir Gleichnisse an, und Wir gaben jedes (von ihnen) dem volligen Verderben preis

    [40] Sie kamen doch an der Stadt vorbei, auf die der Unheilsregen niederging. Haben sie sie denn nicht gesehen? Nein, sie erwarten keine Auferweckung

    [41] Und wenn sie dich sehen, nehmen sie dich nur zum Gegenstand des Spottes: «Ist das der, den Gott zum Gesandten hat erstehen lassen

    [42] Beinahe hatte er uns von unseren Gottern abirren lassen, wenn wir nicht beharrlich an ihnen festgehalten hatten.» Sie werden, wenn sie die Pein sehen, zu wissen bekommen, wer weiter vom Weg abgeirrt ist

    [43] Hast du den gesehen, der sich seine Neigung zu seinem Gott nimmt? Willst du denn ein Sachwalter uber ihn sein

    [44] Oder meinst du, daß die meisten von ihnen horen oder Verstand haben? Sie sind doch nur wie das Vieh, nein, sie irren noch weiter vom Weg ab

    [45] Hast du denn nicht zu deinem Herrn geschaut, wie Er den Schatten lang werden laßt? Wenn Er gewollt hatte, hatte Er ihn stillstehen lassen. Alsdann machen Wir die Sonne zu einem Hinweis auf ihn

    [46] Dann ziehen Wir ihn zu Uns in einem geringen Maß ein

    [47] Und Er ist es, der euch die Nacht zur Kleidung und den Schlaf zum Ausruhen macht, und der den Tag zum Aufstehen macht

    [48] Und Er ist es, der die Winde als frohe Kunde seiner Barmherzigkeit vorausschickt. Und Wir lassen vom Himmel ein reines Wasser herabkommen

    [49] Um damit eine abgestorbene Ortschaft zu beleben und um es vielen von dem, was Wir erschaffen haben, Vieh und Menschen, zu trinken zu geben

    [50] Und Wir haben es unter ihnen auf verschiedene Weise dargestellt, damit sie es bedenken. Doch bestehen die meisten Menschen auf dem Unglauben

    [51] Und wenn Wir gewollt hatten, hatten Wir in jeder Stadt einen Warner erstehen lassen

    [52] So gehorche nicht den Unglaubigen und setze dich damit gegen sie ein mit großem Einsatz

    [53] Und Er ist es, der die beiden Meere zugleich hat entstehen lassen: das eine suß und erfrischend, das andere salzig und bitter. Und Er hat zwischen ihnen beiden eine Schranke und eine verwehrte Absperrung errichtet

    [54] Und Er ist es, der aus Wasser einen Menschen erschaffen und ihn zu einer Sippe von Verwandten und Schwagern gemacht hat. Und dein Herr ist allmachtig

    [55] Und sie verehren anstelle Gottes, was ihnen weder nutzt noch schadet. Und der Unglaubige leistet Beistand gegen seinen Herrn

    [56] Und Wir haben dich nur als Freudenboten und Warner gesandt

    [57] Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafur, es sei denn, einer will einen Weg zu seinem Herrn einschlagen

    [58] Und vertraue auf den Lebendigen, der nicht stirbt, und singe sein Lob. Er genugt als der, der Kenntnis von den Sunden seiner Diener hat

    [59] Der die Himmel und die Erde, und was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen und sich dann auf dem Thron zurechtgesetzt hat, Er, der Erbarmer. So frag einen, der von Ihm Kenntnis hat

    [60] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Werft euch vor dem Erbarmer nieder», sagen sie: «Was ist denn der Erbarmer? Sollen wir uns (einfach) vor dem niederwerfen, was du uns befiehlst?» Und das mehrt in ihnen nur die Abneigung

    [61] Gesegnet sei der, der im Himmel Sternzeichen gesetzt und darin eine Leuchte und einen hellen Mond gesetzt hat

    [62] Und Er ist es, der die Nacht und den Tag gemacht hat, so daß sie aufeinanderfolgen, fur den, der es bedenken oder Dankbarkeit zeigen will

    [63] Und die Diener des Erbarmers sind die, die demutig auf der Erde umhergehen und, wenn die Torichten sie anreden, sagen: «Frieden!»

    [64] Und die, welche die Nacht vor ihrem Herrn verbringen, indem sie sich niederwerfen und aufrecht stehen

    [65] Und die, die sagen: «Unser Herr, wende ab von uns die Pein der Holle.» - Ihre Pein lastet ja unabwendbar

    [66] Sie ist schlimm als Aufenthalt und Bleibe

    [67] Und die, die, wenn sie spenden, weder verschwenderisch noch zuruckhaltend sind, sondern die Mitte dazwischen halten

    [68] Und die, die neben Gott keinen anderen Gott anrufen und den Menschen nicht toten, den Gott fur unantastbar erklart hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung, und die keine Unzucht begehen. - Wer das tut, hat die Folge der Sunde zu erleiden

    [69] Die Pein wird ihm am Tag der Auferstehung verdoppelt, darin wird er in Schmach ewig weilen

    [70] Außer dem, der umkehrt, glaubt und gute Werke tut; Gott wird ihnen ihre schlechten Taten gegen gute eintauschen; und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [71] Und wer umkehrt und Gutes tut, der wendet sich in wahrhaftiger Umkehr Gott zu

    [72] Und (auch) die, die das Falsche nicht bezeugen und, wenn sie unbedachte Rede im Vorbeigehen horen, wurdevoll weitergehen

    [73] Und die, die, wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt werden, ihnen gegenuber nicht taub und blind niederfallen

    [74] Und die, die sagen: «Unser Herr, schenke uns an unseren Gattinnen und unseren Nachkommenschaften Grund zur Freude, und mache uns zu einem Vorbild fur die Gottesfurchtigen.»

    [75] All diese werden mit dem Obergemach dafur belohnt werden,, daß sie geduldig waren; und ihnen wird darin Gruß und Friede entgegengebracht

    [76] Darin werden sie ewig weilen. Schon ist es als Aufenthalt und Bleibe

    [77] Sprich: Mein Herr wurde sich nicht um euch kummern, wurdet ihr nicht (zu Ihm) rufen. Ihr habt doch (alles) fur Luge erklart, und nun wird es unabwendbar

    Surah 26
    Die Dichter

    [1] Taa Sien Mim

    [2] Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches

    [3] Du magst dich noch selbst umbringen, weil sie nicht glaubig sind

    [4] Wenn Wir wollten, konnten Wir vom Himmel ein Zeichen auf sie hinabsenden, so daß sich ihre Nacken davor unterwerfen wurden

    [5] Keine neue Ermahnung kommt vom Erbarmer zu ihnen, ohne daß sie sich davon abwenden

    [6] Sie haben (sie) ja fur Luge erklart. So wird zu ihnen die Kunde kommen von dem, woruber sie immer wieder gespottet haben

    [7] Haben sie nicht auf die Erde geschaut, wie viele treffliche Arten Wir auf ihr haben wachsen lassen

    [8] Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [9] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [10] Als dein Herr Mose rief: «Geh zum Volk, das Unrecht tut

    [11] Zum Volk Pharaos, ob sie nicht gottesfurchtig sein wollen.»

    [12] Er sagte: «Mein Herr, ich furchte, daß sie mich der Luge zeihen

    [13] Und meine Brust ist eng, und meine Zunge ist nicht gelost. So schicke Aaron

    [14] Auch haben sie gegen mich eine Sunde geltend zu machen; so furchte ich, daß sie mich toten.»

    [15] Er sprach: «Nein. Geht beide hin mit unseren Zeichen. Wir sind mit euch und horen zu

    [16] <Geht zu Pharao und sagt: >Wir sind der Gesandte des Herrn der Welten

    [17] Du sollst die Kinder Israels mit uns wegschicken

    [18] Er sagte: «Haben wir dich nicht als Kind unter uns aufgezogen, und hast du nicht viele Jahre deines Lebens unter uns verbracht

    [19] Und du hast deine Tat, die du (damals) getan hast, verubt und bist einer der Undankbaren geworden.»

    [20] Er sagte: «Ich habe sie da verubt, als ich (noch) einer der Irrenden war

    [21] So bin ich vor euch geflohen, als ich Angst vor euch bekommen hatte. Da hat mir mein Herr Urteilskraft geschenkt und mich zu einem der Gesandten gemacht

    [22] Ist es denn eine Gnade, die nun du mir erweisest, daß du die Kinder Israels zu Sklaven gemacht hast?»

    [23] Pharao sagte: «Was ist denn der Herr der Welten?»

    [24] Er sagte: «Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, so ihr Gewißheit hegt.»

    [25] Er sagte zu denen, die um ihn waren: «Hort ihr nicht zu?»

    [26] Er sagte: «Er ist euer Herr und der Herr eurer Vorvater.»

    [27] Er sagte: «Euer Gesandter, der zu euch gesandt worden ist, ist ja besessen.»

    [28] Er sagte: «Er ist der Herr des Ostens und des Westens und dessen, was dazwischen ist, so ihr Verstand habt.»

    [29] Er sagte: «Wenn du dir einen anderen Gott als mich nimmst, werde ich dich sicher zu einem der Gefangenen machen.»

    [30] Er sagte: «Was aber, wenn ich dir eine offenkundige Sache bringe?»

    [31] Er sagte: «Dann bring sie her, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [32] Er warf seinen Stab, da war er eine offenkundige Schlange

    [33] Und er zog seine Hand heraus, da war sie weiß fur die Zuschauer

    [34] Er sagte zu den Vornehmen um ihn: «Dieser ist ja ein erfahrener Zauberer

    [35] Der euch mit seiner Zauberei aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun?»

    [36] Sie sagten: «Stell ihn und seinen Bruder zuruck und schick zu den Stadten Leute, die sie versammeln

    [37] Damit sie dir jeden erfahrenen Zauberer herbringen.»

    [38] So wurden die Zauberer auf den Termin eines bestimmten Tages zusammengefuhrt

    [39] Und es wurde zu den Menschen gesagt: «Werdet ihr euch auch versammeln

    [40] So konnten wir den Zauberern folgen, wenn sie die Sieger sind.»

    [41] Als die Zauberer kamen, sagten sie zu Pharao: «Wir bekommen wohl eine Belohnung, wenn wir es sind, die siegen?»

    [42] Er sagte: «Ja. Und ihr werdet auch zu denen gehoren, die in (meine) Nahe zugelassen werden.»

    [43] Mose sagte zu ihnen: «Werft, was ihr werfen wollt.»

    [44] Sie warfen ihre Stricke und Stabe und sagten: «Bei der Macht Pharaos, wir werden gewiß die Sieger sein.»

    [45] Mose warf seinen Stab, da fing er an zu verschlingen, was sie vorgaukelten

    [46] So wurden die Zauberer in Anbetung zu Boden geworfen

    [47] Sie sagten: «Wir glauben an den Herrn der Welten

    [48] Den Herrn von Mose und Aaron.»

    [49] Er sagte: «Ihr glaubt ihm, bevor ich es euch erlaube? Er ist bestimmt euer Ranghochster, der euch die Zauberei gelehrt hat. Ihr werdet es zu wissen bekommen. Ich werde eure Hande und eure Fuße wechselseitig abhacken, und ich werde euch allesamt kreuzigen lassen.»

    [50] Sie sagten: «So schlimm ist es nicht, wir kehren zu unserem Herrn zuruck

    [51] Wir erhoffen, daß unser Herr uns unsere Verfehlungen vergebe dafur, daß wir (nun) die ersten der Glaubigen sind.»

    [52] Und Wir haben dem Mose offenbart: «Zieh bei Nacht mit meinen Dienern fort; ihr werdet da verfolgt werden.»

    [53] Da schickte Pharao zu den Stadten Leute, die sie versammelten

    [54] «Diese sind ein kleiner Rest

    [55] Dennoch versetzen sie uns in Groll

    [56] Aber wir sind eine zusammenruckende Gruppe auf der Hut.»

    [57] So ließen Wir sie fortziehen von Garten und Quellen

    [58] Von Schatzen und von trefflicher Statte

    [59] So war es. Und Wir gaben sie den Kindern Israels zum Erbe

    [60] Sie verfolgten sie also bei Sonnenaufgang

    [61] Als die beiden Scharen einander sahen, sagten die Gefahrten des Mose: «Wir werden eingeholt.»

    [62] Er sagte: «Nein. Mit mir ist mein Herr. Er wird mich rechtleiten.»

    [63] Da offenbarten Wir dem Mose: «Schlag mit deinem Stab das Meer.» So spaltete es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg

    [64] Und Wir ließen die anderen dort herankommen

    [65] Und Wir retteten Mose und die, die mit ihm waren, alle

    [66] Dann ließen Wir die anderen ertrinken

    [67] Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [68] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [69] Und verlies ihnen den Bericht uber Abraham

    [70] Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: «Was betet ihr denn an?»

    [71] Sie sagten: «Wir beten Gotzen an, und wir verehren sie beharrlich.»

    [72] Er sagte: «Horen sie denn euch, wenn ihr ruft

    [73] Oder konnen sie euch nutzen oder schaden?»

    [74] Sie sagten: «Aber wir fanden, daß bereits unsere Vater so handelten.»

    [75] Er sagte: «Seht ihr wohl das, was ihr anzubeten pflegtet

    [76] Ihr und eure Vorvater

    [77] Feind sind sie mir (alle), nicht so der Herr der Welten

    [78] Der mich erschaffen hat und mich nun rechtleitet

    [79] Und der mir zu essen und zu trinken gibt

    [80] Und, wenn ich krank bin, mich heilt

    [81] Und der mich sterben laßt und dann wieder lebendig macht

    [82] Und von dem ich erhoffe, daß Er mir am Tag des Gerichtes meine Verfehlung vergebe

    [83] Mein Herr, schenke mir Urteilskraft, und stelle mich zu denen, die Gutes tun

    [84] Und gib mir einen wahrhaftigen Ruf unter den spateren (Generationen)

    [85] Und mach mich zu einem der Erben des Gartens der Wonne

    [86] Und vergib meinem Vater, er gehort ja zu den Irrenden

    [87] Und mach mich nicht zuschanden am Tag, da sie erweckt werden

    [88] Am Tag, da weder Vermogen noch Sohne nutzen

    [89] Sondern nur, wenn einer mit einem gesunden Herzen zu Gott kommt.»

    [90] Und das Paradies wird an die Gottesfurchtigen herangebracht

    [91] Und sichtbar gemacht wird die Holle denen, die irregegangen sind

    [92] Und es wird zu ihnen gesagt: «Wo ist denn das, was ihr anzubeten pflegtet

    [93] Anstelle Gottes? Konnen sie euch unterstutzen oder sich selbst unterstutzen?»

    [94] Dann werden sie hineingesturzt, sie und die, die irregegangen sind

    [95] Und die Truppen des Iblis allesamt

    [96] Sie sagen, wahrend sie darin miteinander streiten

    [97] «Bei Gott, wir befanden uns in einem offenkundigen Irrtum

    [98] Als wir euch dem Herrn der Welten gleichsetzten

    [99] Es waren nur die Ubeltater, die uns irregefuhrt haben

    [100] So haben wir nun keine Fursprecher

    [101] Und auch keinen warmherzigen Freund

    [102] Hatten wir doch eine Moglichkeit zur Ruckkehr, damit wir zu den Glaubigen gehorten!»

    [103] Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [104] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [105] Das Volk Noachs zieh die Gesandten der Luge

    [106] Als ihr Bruder Noach zu ihnen sagte: «Wollt ihr denn nicht gottesfurchtig sein

    [107] Ich bin fur euch ein treuer Gesandter

    [108] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [109] Ich verlange von euch dafur keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten

    [110] So furchtet Gott und gehorcht mir.»

    [111] Sie sagten: «Sollen wir dir glauben, wo dir (nur) die Niedrigsten folgen?»

    [112] Er sagte: «Was bedeutet es denn, wenn ich weiß, was sie zu tun pflegten

    [113] Mit ihnen abzurechnen obliegt nur meinem Herrn, wenn ihr es doch merken wurdet

    [114] Und ich werde die Glaubigen nicht verstoßen

    [115] Ich bin nur ein offenkundiger Warner.»

    [116] Sie sagten: «Wenn du nicht aufhorst, o Noach, wirst du bestimmt zu denen gehoren, die gesteinigt werden.»

    [117] Er sagte: «Mein Herr, mein Volk hat mich der Luge geziehen

    [118] So richte zwischen mir und ihnen und errette mich und die von den Glaubigen, die mit mir sind.»

    [119] Da retteten Wir ihn und die, die mit ihm waren, im voll beladenen Schiff

    [120] Dann ließen Wir hiernach die ubrigen ertrinken

    [121] Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [122] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [123] Die Aad ziehen die Gesandten der Luge

    [124] Als ihr Bruder Hud zu ihnen sagte: «Wollt ihr denn nicht gottesfurchtig sein

    [125] Ich bin fur euch ein treuer Gesandter

    [126] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [127] Ich verlange von euch dafur keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten

    [128] Wollt ihr denn weiter auf jeder Anhohe ein Wahrzeichen bauen und ein sinnloses Spiel treiben

    [129] Und euch Bauwerke nehmen in der Hoffnung, daß ihr ewig weilen wurdet

    [130] Und, wenn ihr zugreift, greift ihr gewalttatig zu

    [131] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [132] Und furchtet den, der euch beigestanden hat mit dem, was ihr wißt

    [133] Der euch beigestanden hat mit Vieh und Sohnen

    [134] Und Garten und Quellen

    [135] Ich furchte fur euch die Pein eines gewaltigen Tages.»

    [136] Sie sagten: «Es ist uns gleich, ob du ermahnst oder ob du nicht zu denen gehorst, die ermahnen

    [137] Das hier ist nichts als die Sitte der Fruheren

    [138] Und wir werden bestimmt nicht gepeinigt werden.»

    [139] So ziehen sie ihn der Luge. Da ließen Wir sie verderben. Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [140] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [141] Die Thamud ziehen die Gesandten der Luge

    [142] Als ihr Bruder Salih zu ihnen sagte: «Wollt ihr denn nicht gottesfurchtig sein

    [143] Ich bin fur euch ein treuer Gesandter

    [144] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [145] Ich verlange von euch keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten

    [146] Werdet ihr etwa in dem, was hier ist, in Sicherheit gelassen

    [147] In Garten und an Quellen

    [148] In Getreidefeldern und Palmen, deren Blutenscheiden zart sind

    [149] Und werdet ihr weiter geschickt aus den Bergen Hauser meißeln

    [150] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [151] Und gehorcht nicht dem Befehl der Maßlosen

    [152] Die Unheil auf der Erde stiften und keine Besserung bringen.»

    [153] Sie sagten: «Du bist ja einer von denen, die einem Zauber verfallen sind

    [154] Du bist nur ein Mensch wie wir. So bring ein Zeichen her, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [155] Er sagte: «Dies ist eine Kamelstute; sie hat eine Trinkzeit, und ihr habt eine Trinkzeit an einem bestimmten Tag

    [156] Und ruhrt sie nicht mit etwas Bosem an, sonst ergreift euch die Pein eines gewaltigen Tages.»

    [157] Und sie schnitten ihr die Flechsen durch und stachen sie. So wurden sie zu Leuten, die (ihre Tat) bereuen

    [158] Da ergriff sie die Pein. Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [159] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [160] Das Volk Lots zieh die Gesandten der Luge

    [161] Als ihr Bruder Lot zu ihnen sagte: «Wollt ihr denn nicht gottesfurchtig sein

    [162] Ich bin fur euch ein treuer Gesandter

    [163] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [164] Ich verlange von euch dafur keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten

    [165] Wie konnt ihr denn zu den Mannern unter den Weltenbewohnern gehen

    [166] Und, was euch euer Herr an Gattinnen erschaffen hat, liegen lassen? Nein, ihr seid Leute, die Ubertretungen begehen.»

    [167] Sie sagten: «Wenn du nicht aufhorst, o Lot, wirst du zu denen gehoren, die vertrieben werden.»

    [168] Er sagte: «Ich verabscheue eure Tat

    [169] Mein Herr, errette mich und meine Angehorigen von dem, was sie tun.»

    [170] Da erretteten Wir ihn und seine Angehorigen alle

    [171] Bis auf eine alte Frau unter denen, die zuruckblieben und dem Verderben anheimfielen

    [172] Dann zerstorten Wir die anderen

    [173] Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. Schlimm war der Regen, der die Gewarnten traf

    [174] Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [175] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [176] Die Gefahrten des Waldes ziehen die Gesandten der Luge

    [177] Als Shuayb zu ihnen sagte: «Wollt ihr denn nicht gottesfurchtig sein

    [178] Ich bin fur euch ein treuer Gesandter

    [179] So furchtet Gott und gehorcht mir

    [180] Ich verlange von euch dafur keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten

    [181] Gebt volles Maß und seid nicht solche, die Verlust verursachen

    [182] Und wagt mit der richtigen Waage

    [183] Und zieht den Menschen nicht ab, was ihnen gehort, und verbreitet nicht Unheil auf der Erde

    [184] Und furchtet den, der euch und die fruheren Geschopfe erschaffen hat.»

    [185] Sie sagten: «Du bist ja einer von denen, die einem Zauber verfallen sind

    [186] Du bist nur ein Mensch wie wir. Wir meinen, daß du zu den Lugnern gehorst

    [187] Laß doch Stucke vom Himmel auf uns herabfallen, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [188] Er sagte: «Mein Herr weiß besser, was ihr tut.»

    [189] Sie ziehen ihn der Luge. Da ergriff sie die Pein des Tages der Uberschattung. Es war die Pein eines gewaltigen Tages

    [190] Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht glaubig

    [191] Und dein Herr ist der Machtige, der Barmherzige

    [192] Und er ist eine Herabsendung des Herrn der Welten

    [193] Mit ihm ist der treue Geist herabgestiegen

    [194] Auf dein Herz, damit du einer der Warner seist

    [195] In deutlicher arabischer Sprache

    [196] Und er ist in den Schriften der Fruheren (erwahnt)

    [197] War es ihnen denn nicht ein Zeichen, daß die Gelehrten der Kinder Israels uber ihn Bescheid wissen

    [198] Wenn Wir ihn auf einen der Nichtaraber hinabgesandt hatten

    [199] Und er ihn ihnen vorgelesen hatte, hatten sie nicht an ihn geglaubt

    [200] So haben Wir ihn in die Herzen der Ubeltater eingehen lassen

    [201] Sie glauben nicht daran, bis sie die schmerzhafte Pein sehen

    [202] Bis diese uber sie plotzlich kommt, ohne daß sie es merken

    [203] Und bis sie sagen: «Wird uns Aufschub gewahrt?»

    [204] Wunschen sie denn unsere Pein zu beschleunigen

    [205] Was meinst du? Wenn Wir sie auf Jahre genießen lassen

    [206] Wenn dann zu ihnen kommt, was ihnen angedroht wurde

    [207] Dann wird ihnen nicht nutzen, was ihnen an Nutznießung gewahrt wurde

    [208] Und Wir haben keine Stadt verderben lassen, ohne daß sie Warner gehabt hatte

    [209] Dies als Ermahnung. Und Wir tun kein Unrecht

    [210] Nicht die Satane sind mit ihm herabgestiegen

    [211] Es ziemt ihnen nicht, und sie vermogen es nicht

    [212] Sie sind vom Horen ausgeschlossen

    [213] So rufe neben Gott keinen anderen Gott an, sonst wirst du zu den Gepeinigten gehoren

    [214] Und warne deine nachsten Sippenmitglieder

    [215] Und senke deinen Flugel fur die unter den Glaubigen, die dir folgen

    [216] Wenn sie gegen dich ungehorsam sind, dann sprich: «Ich bin unschuldig an dem, was ihr tut.»

    [217] Und vertrau auf den Machtigen, den Barmherzigen

    [218] Der dich sieht, wenn du aufrecht stehst

    [219] Und auch wie du dich hin und her wendest unter denen, die sich niederwerfen

    [220] Er ist der, der alles hort und weiß

    [221] Soll ich euch kundtun, auf wen die Satane herabsteigen

    [222] Sie steigen auf jeden Lugner und Sunder herab

    [223] Sie horen hin, aber die meisten von ihnen sind Lugner

    [224] Und den Dichtern folgen die Abgeirrten

    [225] Hast du nicht gesehen, daß sie in jedem Tal richtungslos wandern

    [226] Und daß sie sagen, was sie nicht tun

    [227] Nicht so diejenigen, die glauben, die guten Werke tun und Gottes viel gedenken, und (erst) sich selbst helfen, nachdem ihnen Unrecht getan wurde. Und diejenigen, die Unrecht tun, werden erfahren, was fur eine Ruckkehr sie haben werden

    Surah 27
    Die Ameise

    [1] Taa Sien. Dies sind die Zeichen des Korans und eines deutlichen Buches

    [2] Rechtleitung und Frohbotschaft fur die Glaubigen

    [3] Die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, und die uber das Jenseits Gewißheit hegen

    [4] Denjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, haben Wir ihre Werke verlockend gemacht, so daß sie blind umherirren

    [5] Das sind die, fur die eine schlimme Pein bestimmt ist, und im Jenseits sind sie die großten Verlierer

    [6] Und wahrlich, dir wird der Koran zum Empfang uberbracht von Seiten eines Weisen und Allwissenden

    [7] Als Mose zu seinen Angehorigen sagte: «Ich habe ein Feuer wahrgenommen. Ich werde euch davon eine Nachricht bringen, oder ich bringe euch eine brennende Fackel, auf daß ihr euch (daran) warmen konnt.»

    [8] Als er dort ankam, wurde ihm zugerufen: «Gesegnet sei der, der im Feuer und der in seiner Umgebung ist, und Preis sei Gott, dem Herrn der Welten

    [9] O Mose, Ich bin, ja Ich bin Gott, der Machtige, der Weise

    [10] Und wirf deinen Stab.» Als er nun sah, daß er sich schuttelte, als ware er eine flinke Schlange, kehrte er den Rucken und wandte sich nicht mehr um. «O Mose, hab keine Angst. Ja, bei Mir brauchen die Gesandten keine Angst zu haben

    [11] Außer wenn einer Unrecht tut. Tauscht er dann aber nach der bosen Tat etwas Gutes ein, dann bin Ich voller Vergebung und barmherzig

    [12] Und stecke deine Hand in deinen Hemdausschnitt, so kommt sie weiß, jedoch nicht von Ubel befallen, heraus. Dies zahlt zu neun Zeichen, gerichtet an Pharao und sein Volk. Sie sind ja ein frevlerisches Volk.»

    [13] Als unsere Zeichen deutlich sichtbar zu ihnen kamen, sagten sie: «Das ist eine offenkundige Zauberei.»

    [14] Und sie verleugneten sie, obwohl ihr Inneres daruber Gewißheit hegte, aus Ungerechtigkeit und Uberheblichkeit. So schau, wie das Ende der Unheilstifter war

    [15] Und Wir ließen David und Salomo Wissen zukommen. Und sie sagten: «Lob sei Gott, der uns vor vielen seiner glaubigen Diener bevorzugt hat!»

    [16] Und Salomo beerbte David. Und er sagte: «O ihr Menschen, uns ist die Sprache der Vogel gelehrt worden, und uns wurde von allen Dingen zugeteilt. Das ist wahrlich die offenkundige Huld (Gottes).»

    [17] Und zusammengefuhrt wurden zu Salomo seine Truppen - Djinn, Menschen und Vogel -, und sie wurden in Abteilungen aufgestellt

    [18] Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: «O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, daß euch nicht Salomo und seine Truppen zermalmen, ohne es zu merken.»

    [19] Da lachelte er erheitert uber ihre Rede und sagte: «Mein Herr, gib mir ein, fur deine Gnade zu danken, mit der Du mich und meine Eltern begnadet hast, und etwas Gutes zu tun, das Dir wohlgefallt. Und laß mich durch deine Barmherzigkeit eingehen in die Reihen deiner rechtschaffenen Diener.»

    [20] Und er schaute bei den Vogeln nach Vermißten. Da sagte er: «Wie kommt es, daß ich den Wiedehopf nicht sehe? Befindet er sich etwa unter den Abwesenden

    [21] Wahrlich, ich werde ihn mit einer harten Pein peinigen. Oder ich werde ihn wahrlich schlachten, es sei denn, er bringt mir eine offenkundige Ermachtigung.»

    [22] Er blieb nicht lange. Da sagte er: «Ich habe erfaßt, was du nicht erfaßt hast. Und ich bringe dir aus Saba eine sichere Nachricht

    [23] Ich habe herausgefunden, daß eine Frau uber sie herrscht, daß ihr von allen Dingen zugeteilt worden ist, und daß sie einen gewaltigen Thron hat

    [24] Und ich habe herausgefunden, daß sie und ihr Volk vor der Sonne niederfallen, statt vor Gott. Und der Satan hat ihnen ihre Werke verlockend gemacht und sie vom Weg abgewiesen, so daß sie der Rechtleitung nicht folgen

    [25] (dies), damit sie nicht vor Gott niederfallen, der das Verborgene in den Himmeln und auf der Erde herausbringt und weiß, was ihr verbergt, und was ihr offenlegt

    [26] Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des majestatischen Thrones.»

    [27] Er sagte: «Wir werden schauen, ob du die Wahrheit sagst oder ob du zu den Lugnern gehorst

    [28] Geh mit diesem meinem Schreiben und uberbring es ihnen. Dann kehr dich von ihnen ab und schau, was sie erwidern.»

    [29] Sie sagte: «O ihr Vornehmen, mir ist ein edles Schreiben uberbracht worden

    [30] <Es ist von Salomo. Und es lautet: >Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen

    [31] Seid mir gegenuber nicht uberheblich und kommt ergeben zu mir

    [32] Sie sagte: «O ihr Vornehmen, gebt mir Auskunft uber meine Angelegenheit. Ich entscheide ja keine Angelegenheit, es sei denn in eurer Gegenwart.»

    [33] Sie sagten: «Wir besitzen eine Streitmacht und besitzen eine starke Schlagkraft. Aber dir gehort es, zu befehlen. So sieh zu, was du befehlen willst.»

    [34] Sie sagte: «Wenn Konige eine Stadt betreten, sturzen sie sie ins Unheil und machen die Machtigen unter ihren Bewohnern zu gedemutigten (Menschen). Ja, so handeln sie

    [35] Ich werde (Leute) zu ihnen schicken mit einem Geschenk, und dann werde ich abwarten, was die Boten (fur eine Antwort) zuruckbringen.»

    [36] Als er zu Salomo kam, sagte dieser: «Ihr wollt mir mit Geld beistehen? Aber das, was mir Gott zukommen ließ, ist besser als das, was Er euch zukommen ließ. Nein, ihr seid es, die ihr euch uber euer Geschenk freut

    [37] Kehr zu ihnen zuruck. Wahrlich, wir werden zu ihnen mit Truppen kommen, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Und wahrlich, wir werden sie aus ihrer Stadt vertreiben als Gedemutigte und Erniedrigte.»

    [38] Er sagte: «O ihr Vornehmen, wer von euch bringt mir ihren Thron, bevor sie ergeben zu mir kommen?»

    [39] Ein listiger Kraftprotz unter den Djinn sagte: «Ich bringe ihn dir, bevor du dich von deiner Stelle erhebst. Und ich habe gewiß die Starke dazu, und ich bin vertrauenswurdig.»

    [40] Der, der Wissen aus dem Buch besaß, sagte: «Ich bringe ihn dir, bevor dein Blick zu dir zuruckkehrt.» Als er ihn da bei sich stehen sah, sagte er: «Dies ist von der Huld meines Herrn, damit Er mich pruft, ob ich dankbar oder undankbar bin. Und wer dankbar ist, ist dankbar zu seinem eigenen Vorteil. Und wenn einer undankbar ist, so ist mein Herr auf niemanden angewiesen und freigebig.»

    [41] Er sagte: «Macht ihr ihren Thron unkenntlich, wir wollen schauen, ob sie der Rechtleitung folgt oder ob sie zu denen gehort, die der Rechtleitung nicht folgen.»

    [42] Als sie kam, wurde (zu ihr) gesagt: «War dein Thron so?» Sie sagte: «Es ist so, als ware er es. Und uns wurde schon vor dem das Wissen zuteil, und wir waren gottergeben.»

    [43] Und abgewiesen hat sie, was sie anstelle Gottes verehrte. Sie gehorte ja zu unglaubigen Leuten

    [44] Es wurde zu ihr gesagt: «Tritt in den offenen Hochbau ein.» Als sie ihn sah, hielt sie ihn fur ein tiefes Wasser und entbloßte ihre Beine. Er sagte: «Es ist ein mit Glas ausgelegter Hochbau.» Sie sagte: «Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan. Und ich ergebe mich, zusammen mit Salomo, Gott, dem Herrn der Welten.»

    [45] Und Wir haben zu Thamud ihren Bruder Salih gesandt: «Dienet Gott.» Da waren es plotzlich zwei Gruppen, die miteinander stritten

    [46] Er sagte: «O mein Volk, warum wunscht ihr, das Schlechte vor dem Guten zu beschleunigen? Konntet ihr doch Gott um Vergebung bitten, auf daß ihr Erbarmen findet!»

    [47] Sie sagten: «Wir sehen ein boses Omen in dir und in denen, die mit dir sind.» Er sagte: «Euer Omen ist bei Gott. Aber ihr seid ja Leute, die der Versuchung ausgesetzt sind.»

    [48] Nun befanden sich in der Stadt neun Mitglieder einer Bande, die auf der Erde Unheil stifteten und keine Besserung brachten

    [49] <Sie sagten: «Schwort voreinander bei Gott: Wir werden ihn und seine Angehorigen nachts uberfallen, dann werden wir zu seinem nachsten Verwandten sagen: >Wir waren bei der Vernichtung seiner Angehorigen nicht zugegen, und wir sagen (hier) die Wahrheit

    [50] Sie schmiedeten Ranke, und Wir schmiedeten Ranke, ohne daß sie es merkten

    [51] Schau, wie die Folge ihrer Ranke war: Wir zerstorten sie und ihr Volk allesamt

    [52] Da sind ihre Hauser verodet dafur, daß sie Unrecht taten. Darin ist ein Zeichen fur Leute, die Bescheid wissen

    [53] Und Wir retteten diejenigen, die glaubten und gottesfurchtig waren

    [54] Und (gesandt haben Wir) Lot. Als er zu seinem Volk sagte: «Wollt ihr denn das Schandliche begehen, wo ihr es doch seht

    [55] Wollt ihr denn in Begierde zu den Mannern gehen statt zu den Frauen? Nein, ihr seid Leute, die toricht sind.»

    [56] Die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: «Vertreibt die Sippe Lots aus eurer Stadt. Das sind Menschen, die sich rein stellen.»

    [57] Da retteten Wir ihn und seine Angehorigen, außer seiner Frau. Wir bestimmten, daß sie zu denen gehorte, die zuruckblieben und dem Verderben anheimfielen

    [58] Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. Schlimm ist der Regen, der die Gewarnten traf

    [59] Sprich: Lob sei Gott! Und Friede sei uber seinen Dienern, die Er sich erwahlt hat! Ist Gott besser oder das, was sie (Ihm) beigesellen

    [60] Oder wer hat die Himmel und die Erde erschaffen und euch vom Himmel Wasser herabkommen lassen? Dadurch haben Wir Garten wachsen lassen, die Freude bereiten. Ihr hattet unmoglich deren Baume wachsen lassen konnen. Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Nein, ihr seid ja Leute, die (Gott andere) gleichsetzen

    [61] Oder wer hat die Erde zu einem festen Grund gemacht und Flusse durch sie gemacht und auf ihr festgegrundete Berge gemacht und zwischen den beiden Meeren eine Schranke gemacht? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Nein, die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [62] Oder wer erhort den Bedrangten, wenn er zu Ihm ruft, und behebt das Bose und macht euch zu Nachfolgern auf der Erde? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Aber ihr bedenkt es wenig

    [63] Oder wer fuhrt euch in den Finsternissen des Festlandes und des Meeres (den rechten Weg)? Und wer schickt seiner Barmherzigkeit die Winde als frohe Botschaft voraus? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Erhaben ist Gott uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [64] Und wer macht die Schopfung am Anfang und wiederholt sie? Und wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Sprich: Bringt her euren Beweis, so ihr die Wahrheit sagt

    [65] Sprich: Diejenigen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, wissen uber das Unsichtbare nicht Bescheid, außer Gott. Und sie merken nicht, wann sie auferweckt werden

    [66] Nein, ihr Wissen uber das Jenseits ist da erschopft. Mehr noch, sie hegen daruber Zweifel. Mehr noch, sie sind ihm gegenuber blind

    [67] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Wenn wir und unsere Vater zu Staub geworden sind, sollen wir dann wirklich wieder hervorgebracht werden

    [68] Dies ist uns und zuvor unseren Vatern versprochen worden. Das sind (doch) nichts als die Fabeln der Fruheren.»

    [69] Sprich: Geht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Ubeltater war

    [70] Und sei nicht betrubt uber sie, und sei nicht in Bedrangnis wegen der Ranke, die sie schmieden

    [71] Und sie sagen: «Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [72] Sprich: Vielleicht ist einiges von dem, was ihr zu beschleunigen wunscht, dicht hinter euch

    [73] Und dein Herr ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die meisten von ihnen sind nicht dankbar

    [74] Und dein Herr weiß gewiß, was ihre Brust verhullt und was sie offenlegen

    [75] Und es gibt nichts Unsichtbares im Himmel und auf der Erde, was nicht in einem deutlichen Buch stunde

    [76] Dieser Koran erzahlt den Kindern Israels das meiste von dem, woruber sie uneins sind

    [77] Und es ist eine Rechtleitung und Barmherzigkeit fur die Glaubigen

    [78] Dein Herr richtet zwischen ihnen durch sein Urteil. Und Er ist der Machtige, der alles weiß

    [79] So vertrau auf Gott. Du folgst der offenkundigen Wahrheit

    [80] Du kannst nicht die Toten horen lassen und auch nicht die Tauben den Zuruf horen lassen, wenn sie den Rucken kehren

    [81] Und du kannst nicht die Blinden aus ihrem Irrtum herausfuhren. Horen lassen kannst du nur die, die an unsere Zeichen Klauben und somit gottergeben sind

    [82] Und wenn der Spruch uber sie fallig wird, bringen Wir ihnen ein Tier aus der Erde hervor, das zu ihnen spricht; (dies), weil die Menschen uber unsere Zeichen keine Gewißheit hegen

    [83] Und am Tag, da Wir aus jeder Gemeinschaft eine Schar von denen versammeln, die unsere Zeichen fur Luge erklaren, und sie dann in Abteilungen aufgestellt werden

    [84] Wenn sie dann kommen, spricht Er: Habt ihr denn meine Zeichen fur Luge erklart, obwohl ihr davon kein umfassendes Wissen hattet, oder was habt ihr denn getan?»

    [85] Und der Spruch wird uber sie fallig dafur, daß sie Unrecht taten, so daß sie nicht reden werden

    [86] Haben sie nicht gesehen, daß Wir die Nacht gemacht haben, damit sie in ihr ruhen, und den Tag, an dem man sehen kann? Darin sind Zeichen fur Leute, die glauben

    [87] Und am Tag, da in die Trompete geblasen wird und die erschrecken, die in den Himmeln und die auf der Erde sind, außer denen, die Gott will. Und alle kommen demutig zu Ihm

    [88] Und du siehst die Berge: Du meinst, sie stunden fest, wahrend sie wie Wolken vorbeiziehen. (Es ist) das Werk Gottes, der alles sorgfaltig gemacht hat. Er hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [89] Diejenigen, die mit einer guten Tat kommen, erhalten etwas Besseres als siel Und sie sind an jenem Tag vor dem Schrecken in Sicherheit

    [90] Und diejenigen, die mit einer schlechten Tat kommen, werden auf ihren Gesichtern ins Feuer gesturzt: «Wird euch denn fur etwas anderes vergolten als das, was ihr zu tun pflegtet?»

    [91] Wahrlich, mir ist befohlen worden, dem Herrn dieser Ortschaft zu dienen, der sie fur heilig erklart hat und dem alles gehort. Und mir ist befohlen worden, einer der Gottergebenen zu sein

    [92] Und den Koran zu verlesen. Wer der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wenn einer irregeht, dann sprich: Ich bin ja nur einer der Warner

    [93] Und sprich: Lob sei Gott! Er wird euch seine Zeichen sehen lassen, so werdet ihr sie erkennen. Und Gott laßt nicht unbeachtet, was ihr tut

    Surah 28
    Die Geschichten

    [1] Taa Sien Mim

    [2] Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches

    [3] Wir verlesen dir aus dem Bericht uber Mose und Pharao der Wahrheit entsprechend, fur Leute, die glauben

    [4] Pharao hatte hohe Gewalt im Land und machte seine Bewohner zu Parteien, von denen er eine Gruppe wie Schwache behandelte, indem er ihre Sohne abschlachtete und nur ihre Frauen am Leben ließ. Er gehorte zu den Unheilstiftern

    [5] Wir aber wollten denen, die im Land wie Schwache behandelt wurden, eine Wohltat erweisen und sie zu Vorbildern machen und zu Erben machen

    [6] Ihnen eine angesehene Stellung im Land geben und durch sie Pharao, Haamaan und deren Truppen das erfahren lassen, was sie befurchteten

    [7] Und Wir gaben der Mutter des Mose ein: «Stille ihn. Und falls du Angst um ihn hast, so leg ihn ins Meer. Hab keine Angst und sei nicht betrubt. Wir werden ihn dir zuruckbringen und ihn zu einem der Gesandten machen.»

    [8] Da lasen ihn die Angehorigen Pharaos auf, damit er ihnen ein Feind und Grund zum Kummer sei. Pharao, Haamaan und deren Truppen handelten verfehlt

    [9] Die Frau Pharaos sagte: «Er wird fur mich und dich ein Grund zur Freude sein. Totet ihn nicht. Moge er Nutzen bringen, oder vielleicht nehmen wir ihn als Kind an.» Dabei merkten sie nicht (was das ihnen bringen wurde)

    [10] Und das Herz der Mutter des Mose war leer. Fast hatte sie ihn offen bekanntgegeben, wenn Wir nicht ihr Herz gefestigt hatten, damit sie zu den Glaubigen gehore

    [11] Und sie sagte zu seiner Schwester: «Folge seiner Spur.» Sie beobachtete ihn beilaufig, ohne daß sie es merkten

    [12] Nun hatten Wir ihm zuvor Ammenbruste verwehrt. Da sagte sie: «Soll ich euch auf Hausleute hinweisen, die ihn fur euch betreuen und ihm wohlgesinnt sein wurden?»

    [13] So brachten Wir ihn zu seiner Mutter zuruck, damit sie durch ihn frohen Mutes und nicht betrubt sei, und sie sollte wissen, daß das Versprechen Gottes wahr ist. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [14] Und als er seine Vollkraft und seine volle Gestalt erreicht hatte, ließen Wir ihm Urteilskraft und Wissen zukommen. So entlohnen Wir die Rechtschaffenen

    [15] Und er trat in die Stadt ein zu einer Zeit, da ihre Bewohner darauf nicht achteten. Da fand er darin zwei Manner, die miteinander kampften, der eine war von seiner eigenen Partei, der andere von seinen Feinden. Der, der von seiner Partei war, rief ihn zu Hilfe gegen den, der von den Feinden war. Mose schlug ihn und brachte ihn so um. Er sagte: «Das gehort zum Werk Satans. Er ist ja ein offenkundiger Feind, der irrefuhrt.»

    [16] Er sagte: «Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan. So vergib mir.» Da vergab Er ihm. Er ist ja der, der voller Vergebung und barmherzig ist

    [17] Er sagte: «Mein Herr, weil Du mich begnadet hast, werde ich nie den Ubeltatern Beistand leisten.»

    [18] Am Morgen war er in der Stadt voller Angst und sah sich immer wieder um. Und siehe, der ihn am Tag zuvor um Unterstutzung gebeten hatte, schrie zu ihm um Hilfe. Mose sagte zu ihm: «Du bist offenkundig stark abgeirrt.»

    [19] Als er nun mit Gewalt den greifen wollte, der ihrer beider Feind war, sagte dieser: «O Mose, willst du denn mich toten, wie du gestern einen Menschen getotet hast? Du willst nichts anderes, als ein Gewalttater im Land zu sein, und du willst nicht zu denen gehoren, die Besserung bringen.»

    [20] Ein Mann kam vom außersten Ende der Stadt gelaufen. Er sagte: «O Mose, die Vornehmen beraten uber dich, um dich zu toten. So geh fort, ich gehore zu denen, die dir gut raten.»

    [21] Er ging aus ihr fort voller Angst und sah sich immer wieder um. Er sagte: «Mein Herr, errette mich von den Leuten, die Unrecht tun.»

    [22] Und als er sich in Richtung Madyan begab, sagte er: «Moge mein Herr mich den rechten Weg fuhren!»

    [23] Als er nun zum Wasser von Madyan kam, fand er dort eine (ganze) Gemeinschaft von Menschen, die (ihr Vieh) trankten. Und er fand außer ihnen zwei Frauen, die (ihre Tiere) zuruckhielten. Er sagte: «Was ist mit euch?» Sie sagten: «Wir tranken (unsere Tiere) nicht, bis die Hirten (ihr Vieh) zuruckgetrieben haben. Und unser Vater ist (auch) ein hochbetagter Greis.»

    [24] Da trankte er ihnen (ihre Tiere). Dann zog er sich zuruck in den Schatten und sagte: «Mein Herr, ich bin dessen bedurftig, was Du auch immer an Gutem zu mir herabsendest.»

    [25] Die eine von den beiden kam zu ihm, sie ging verschamt. Sie sagte: «Mein Vater ruft dich, um dir den Lohn dafur zu geben, daß du uns (die Tiere) getrankt hast.» Als er zu ihm kam und ihm die Geschichte erzahlte, sagte er: «Hab keine Angst. Du bist den Leuten entkommen, die Unrecht tun.»

    [26] Die eine von den beiden sagte: «O mein Vater, dinge ihn. Der Beste, den du dingen kannst, ist der, der stark und vertrauenswurdig ist.»

    [27] Er sagte: «Ich will dir eine dieser meiner beiden Tochter zur Frau geben unter der Bedingung, daß du acht Jahre in meinen Dienst trittst. Wenn du sie aber auf zehn vollmachst, so ist das deine Entscheidung. Ich will gegen dich keine Harte zeigen. Du wirst, so Gott will, finden, daß ich zu den Rechtschaffenen gehore.»

    [28] Er sagte: «Dies sei zwischen mir und dir abgemacht. Welche der beiden Fristen ich auch erfulle, es darf keine Ubertretung gegen mich geben. Und Gott ist Sachwalter uber das, was wir sagen.»

    [29] Als Mose die Frist erfullte und mit seinen Angehorigen fortzog, nahm er auf der Seite des Berges ein Feuer wahr. Er sagte zu seinen Angehorigen: «Bleibt hier. Ich habe ein Feuer wahrgenommen. Vielleicht kann ich euch davon eine Nachricht oder einen Scheit aus dem Feuer bringen, so daß ihr euch warmen konnt.»

    [30] Als er dort ankam, wurde ihm vom rechten Ufer des Tals im gesegneten Land aus dem Baum zugerufen: «O Mose, wahrlich, Ich bin Gott, der Herr der Welten

    [31] Und wirf deinen Stab.» Als er nun sah, daß er sich schuttelte, als ware er eine flinke Schlange, kehrte er den Rucken und wandte sich nicht mehr um. - «O Mose, komm her und hab keine Angst. Du sollst zu denen gehoren, die in Sicherheit sind

    [32] Und stecke deine Hand in deinen Hemdausschnitt, so kommt sie weiß, jedoch nicht von Ubel befallen, heraus. Und zieh deinen Arm an dich aus Erschrecken. Das sind zwei Beweise von deinem Herrn, gerichtet an Pharao und seine Vornehmen. Sie sind ja ein frevlerisches Volk.»

    [33] Er sagte: «Mein Herr, ich habe einen von ihnen getotet. So furchte ich, daß sie mich toten

    [34] Auch hat mein Bruder Aaron eine redegewandtere Zunge. So sende ihn mit mir zur Unterstutzung, daß er mich bestatige. Ich furchte, daß sie mich der Luge zeihen.»

    [35] Er sprach: «Wir werden deinen Arm durch deinen Bruder festigen, und Wir erteilen euch beiden eine Ermachtigung, so daß sie nicht zu euch gelangen konnen. (Geht also) mit unseren Zeichen. Ihr und diejenigen, die euch folgen, werden die Sieger sein.»

    [36] Als nun Mose mit unseren Zeichen als deutlichen Beweisen kam, sagten sie: «Das ist nichts anderes als eine erdichtete Zauberei. Und wir haben bei unseren Vorvatern so etwas nicht gehort.»

    [37] Mose sagte: «Mein Herr weiß besser, wer von Ihm her die Rechtleitung bringt und wem die jenseitige Wohnstatte gehort. Wahrlich, denen, die Unrecht tun, wird es nicht wohl ergehen.»

    [38] Und Pharao sagte: «O ihr Vornehmen, ich weiß euch keinen anderen Gott als mich. So entfache mir, o Haamaan, einen Brand auf Lehm, und mache mir einen offenen Hochbau, auf daß ich zum Gott des Mose emporsteige. Siehe, ich meine, daß er zu den Lugnern gehort.»

    [39] Er und seine Truppen zeigten sich auf der Erde zu Unrecht hochmutig, und sie meinten, daß sie nicht zu Uns zuruckgebracht werden

    [40] Da ergriffen Wir ihn und seine Truppen und warfen sie ins Meer. So schau, wie das Ende derer war, die Unrecht tun

    [41] Und Wir machten sie zu Anfuhrern, die zum Feuer rufen. Und am Tag der Auferstehung werden sie keine Unterstutzung erfahren

    [42] Und Wir ließen ihnen einen Fluch im Diesseits folgen, und am Tag der Auferstehung gehoren sie zu den Verabscheuten

    [43] Und Wir ließen Mose das Buch zukommen, nachdem Wir die fruheren Generationen haben verderben lassen, als einsichtbringende Zeichen fur die Menschen und als eine Rechtleitung und Barmherzigkeit, auf daß sie es bedenken

    [44] Und du warst nicht auf der Seite des westlichen Ortes, als Wir Mose die Angelegenheit auftrugen, und du gehortest nicht zu den Zeugen

    [45] Wir aber ließen Generationen entstehen, und sie erreichten ein hohes Alter. Und du hattest dich nicht unter den Leuten von Madyan niedergelassen, um ihnen unsere Zeichen zu verlesen. Wir aber entsandten (die Propheten)

    [46] Und du warst nicht auf der Seite des Berges, als Wir zuriefen. Aber (es geschah) als Barmherzigkeit von deinem Herrn, damit du Leute warnst, zu denen vor dir noch kein Warner gekommen ist, auf daß sie es bedenken

    [47] (Wir hatten es auch nicht getan), wurden sie nicht, wenn sie ein Ungluck trifft wegen dessen, was ihre Hande vorausgeschickt haben, sagen: «Unser Herr, wenn Du doch einen Gesandten zu uns geschickt hattest, so daß wir deinen Zeichen hatten folgen konnen und zu den Glaubigen gehort hatten!»

    [48] Als nun von Uns her die Wahrheit zu ihnen kam, sagten sie: «Ware ihm doch das gleiche zugekommen, was Mose zugekommen ist!» Haben sie denn nicht das verleugnet, was zuvor Mose zugekommen ist? Sie sagten: «Zwei Zauberwerke, die einander beistehen.» Und sie sagten: «Wir verleugnen sie alle beide.»

    [49] Sprich: Dann bringt ein Buch von Gott bei, das eine bessere Rechtleitung enthalt als diese beiden, so will ich ihm folgen, wenn ihr die Wahrheit sagt

    [50] Wenn sie dich nicht erhoren, dann sollst du wissen, daß sie nur ihren Neigungen folgen. Und wer ist weiter abgeirrt als der, der seiner Neigung folgt ohne eine Rechtleitung von Gott. Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [51] Und Wir haben ihnen das Wort Stuck fur Stuck ubermittelt, auf daß sie es bedenken

    [52] Diejenigen, denen Wir vor ihm das Buch zukommen ließen, sie glauben an ihn

    [53] Und wenn er ihnen verlesen wird, sagen sie: «Wir glauben an ihn. Es ist die Wahrheit von unserem Herrn. Wir waren schon vor ihm gottergeben.»

    [54] Diese erhalten ihren Lohn zweifach dafur, daß sie geduldig waren. Und sie wehren das Bose mit dem Guten ab und spenden von dem, was Wir ihnen beschert haben

    [55] Und wenn sie unbedachte Rede horen, wenden sie sich davon ab und sagen: «Wir haben unsere Werke und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Friede sei uber euch! Wir suchen nicht den Umgang mit den Torichten.»

    [56] Du kannst nicht rechtleiten, wen du gern mochtest. Gott ist es, der rechtleitet, wen Er will. Er weiß besser, wer der Rechtleitung folgt

    [57] Und sie sagen: «Wenn wir mit dir der Rechtleitung folgen, werden wir von unserem Land weggerafft.» Haben Wir ihnen denn nicht als feste Statte einen sicheren heiligen Bezirk gegeben, zu dem die verschiedenartigen Fruchte zusammengetragen werden als Versorgung von Uns her? Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [58] Und wie manche Stadt, die sich maßlos ihres Lebensunterhaltes erfreute, haben Wir verderben lassen! Da sind nun ihre Wohnungen, sie wurden nach ihnen nicht mehr bewohnt, bis auf einige wenige. Und Wir sind es, die (alles) geerbt haben

    [59] Und dein Herr hatte unmoglich die Stadte verderben lassen, ohne in ihrer Hauptstadt einen Gesandten erstehen zu lassen, der ihnen unsere Zeichen verliest. Und Wir hatten die Stadte nie verderben lassen, wenn ihre Bewohner nicht Unrecht getan hatten

    [60] Und was immer euch zuteil geworden ist, ist Nutznießung und Schmuck des diesseitigen Lebens. Was aber bei Gott ist, ist besser und bestandiger. Habt ihr denn keinen Verstand

    [61] Ist denn der, dem Wir ein schones Versprechen gegeben haben und der es auch vorfinden wird, dem gleich, den Wir die Nutznießung des diesseitigen Lebens genießen lassen, der aber am Tag der Auferstehung zu denen gehoren wird, die vorgefuhrt werden

    [62] Und am Tag, da Er sie ruft und spricht: «Wo sind meine Teilhaber, die ihr immer wieder angegeben habt?»

    [63] Diejenigen, gegen die der Spruch zu Recht fallig geworden ist, sagen: «Unser Herr, diese, die wir haben abirren lassen, haben wir abirren lassen, wie wir selbst abgeirrt waren. (Von ihnen) sagen wir uns vor Dir los. Nicht uns verehrten sie ja.»

    [64] Und es wird gesprochen: «Ruft eure Teilhaber.» Sie rufen sie an, aber sie erhoren sie nicht. Und sie sehen die Pein. Waren sie doch der Rechtleitung gefolgt

    [65] Und am Tag, da Er sie ruft und spricht: «Was habt ihr den Gesandten geantwortet?»

    [66] An jenem Tag ist ihnen entschwunden, was sie zu berichten haben, und sie befragen (auch) nicht einander

    [67] Wer aber umkehrt und glaubt und Gutes tut, der moge zu denen gehoren, denen es wohl ergeht

    [68] Und dein Herr erschafft und wahlt, was Er will. Sie aber haben nicht die Moglichkeit zu wahlen. Preis sei Gott! Und erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [69] Und dein Herr weiß, was ihre Brust verhullt und was sie offenlegen

    [70] Und Er ist Gott. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Lob sei Ihm in der diesseitigen und der jenseitigen Welt! Ihm gehort das Urteil, und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    [71] Sprich: Was meint ihr? Wurde Gott auf euch die Nacht als Dauerzustand legen bis zum Tag der Auferstehung, welcher Gott außer Gott wurde euch Licht bringen? Wollt ihr denn nicht horen

    [72] Sprich: Was meint ihr? Wurde Gott auf euch den Tag als Dauerzustand legen bis zum Tag der Auferstehung, welcher Gott außer Gott wurde euch eine Nacht bringen, in der ihr ruhen konnt? Wollt ihr denn nicht einsichtig sein

    [73] In seiner Barmherzigkeit hat Er euch die Nacht und den Tag gemacht, damit ihr darin ruht und auch nach etwas von seiner Huld strebt, auf daß ihr dankbar seid

    [74] Und am Tag, da Er sie ruft und spricht: «Wo sind denn meine Teilhaber, die ihr immer wieder angegeben habt?»

    [75] Und Wir ziehen aus jeder Gemeinschaft einen Zeugen heraus. Da sprechen Wir: «Bringt her euren Beweis.» So wissen sie, daß die Wahrheit Gott gehort. Und entschwunden ist ihnen, was sie zu erdichten pflegten

    [76] Qarun gehorte zum Volk des Mose. Er behandelte sie mit ungerechter Gewalt. Und Wir ließen ihm solche Schatze zukommen, daß deren Schlussel eine schwere Last fur eine Schar kraftiger Manner gewesen waren. Als seine Leute zu ihm sagten: «Sei nicht so froh, Gott liebt die nicht, die zu sehr froh sind

    [77] Und strebe mit dem, was Gott dir zukommen ließ, nach der jenseitigen Wohnstatte, und vergiß auch nicht deinen Anteil am Diesseits. Und tu Gutes, so wie Gott dir Gutes getan hat. Und suche nicht das Unheil auf der Erde, Gott liebt ja nicht die Unheilstifter.»

    [78] Er sagte: «Es ist mir zugekommen aufgrund von Wissen, das ich besitze.» Wußte er denn nicht, daß Gott vor ihm solche Generationen hat verderben lassen, die eine starkere Kraft besaßen und mehr Reichtum gesammelt hatten? Und die Ubeltater werden nicht nach ihren (einzelnen) Sunden gefragt

    [79] Und er kam zu seinem Volk in seinem Schmuck heraus. Diejenigen, die das diesseitige Leben begehrten, sagten: «O hatten doch auch wir das gleiche wie das, was Qarun zugekommen ist! Er hat großes Gluck.»

    [80] Und diejenigen, denen das Wissen zugekommen war, sagten: «Wehe euch! Der Lohn Gottes ist besser fur den, der glaubt und Gutes tut. Und es wird nur den Geduldigen dargeboten.»

    [81] Da ließen Wir die Erde mit ihm und mit seiner Wohnstatte versinken. Und da hatte er keine Schar, die ihn anstelle Gottes unterstutzte, und er erfuhr auch selber keine Unterstutzung

    [82] Und diejenigen, die sich am Tag zuvor seine Stelle gewunscht hatten, fingen schon am Morgen an zu sagen: «O weh, Gott teilt ja den Lebensunterhalt großzugig, wem von seinen Dienern Er will, und auch bemessen zu. Hatte Gott uns nicht eine Wohltat erwiesen, so hatte Er uns versinken lassen. O weh, den Unglaubigen ergeht es ja nicht wohl.»

    [83] Das ist die jenseitige Wohnstatte. Wir bestimmen sie fur diejenigen, die nicht hohe Macht auf der Erde und nicht Unheil suchen. Und das Ende gehort den Gottesfurchtigen

    [84] Wer mit einer guten Tat kommt, erhalt etwas Besseres als sie. Wenn aber einer mit einer schlechten Tat kommt, so wird denen, die bosen Taten begehen, nur das vergolten, was sie zu tun pflegten

    [85] Der dir den Koran verpflichtend gemacht hat, wird dich zu einem Ort der Wiederkehr zuruckkehren lassen. Sprich: Mein Herr weiß besser, wer die Rechtleitung bringt und wer sich in einem offenkundigen Irrtum befindet

    [86] Und du hattest nicht erwartet, daß das Buch dir uberbracht wurde. Es ist nur aus Barmherzigkeit von deinem Herrn. So leiste den Unglaubigen keinen Beistand

    [87] Und sie sollen dich von den Zeichen Gottes nicht abweisen, nachdem sie nun zu dir herabgesandt worden sind. Und ruf zu deinem Herrn, und sei nicht einer der Polytheisten

    [88] Und rufe neben Gott keinen anderen Gott an. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Alle Dinge werden untergehen, nur sein Antlitz nicht. Ihm gehort das Urteil, und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    Surah 29
    Die Spinne

    [1] Alif Lam Mim

    [2] Meinen die Menschen, daß sie in Ruhe gelassen werden, nur weil sie sagen: «Wir glauben», ohne daß sie der Versuchung ausgesetzt werden

    [3] Wir haben schon diejenigen, die vor ihnen lebten, der Versuchung ausgesetzt. Gott wird gewiß in Erfahrung bringen, wer die Wahrheit sagt, und Er wird gewiß in Erfahrung bringen, wer die Lugner sind

    [4] Oder meinen diejenigen, die schlechte Taten begehen, sie seien uns voraus? Schlecht ist ihr Urteil

    [5] Wenn einer die Begegnung mit Gott erwartet, so wird die Frist Gottes sicher eintreffen. Und Er ist der der alles hort und weiß

    [6] Und wer sich einsetzt, setzt sich ein zu seinem eigenen Vorteil. Gott ist ja auf die Weltenbewohner nicht angewiesen

    [7] Denjenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir ihre Missetaten suhnen, und Wir werden ihnen das Beste vergelten von dem, was sie taten

    [8] Und Wir haben dem Menschen aufgetragen, seine Eltern gut zu behandeln. Wenn sie dich aber bedrangen, Mir das beizugesellen, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Zu Mir wird eure Ruckkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [9] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, lassen Wir in die Reihe der Rechtschaffenen eingehen

    [10] Und unter den Menschen ist manch einer, der sagt: «Wir glauben an Gott.» Wenn er aber um Gottes willen etwas erleidet, setzt er die Anfechtung durch die Menschen der Pein Gottes gleich. Wenn jedoch von deinem Herrn eine Unterstutzung kommt, sagen sie bestimmt: «Wir sind doch mit euch gewesen.» Weiß Gott denn nicht besser Bescheid uber das, was im Inneren der Weltenbewohner steckt

    [11] Und Gott wird gewiß in Erfahrung bringen, wer glaubt, und Er wird gewiß in Erfahrung bringen, wer die Heuchler sind

    [12] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen zu denen, die glauben: «Folgt unserem Weg. Laßt uns eure Verfehlungen tragen.» Tragen werden sie aber nichts von ihren Verfehlungen. Sie sind ja Lugner

    [13] Tragen werden sie ihre (eigenen) Lasten, und auch (weitere) Lasten zu ihren eigenen Lasten hinzu. Und sie werden am Tag der Auferstehung zu verantworten haben, was sie zu erdichten pflegten

    [14] Und Wir sandten Noach zu seinem Volk. Er verweilte unter ihnen tausend Jahre weniger funfzig Jahre. Da ergriff sie die Flut, wahrend sie Unrecht taten

    [15] Und Wir retteten ihn und die Insassen des Schiffes, und Wir machten es zu einem Zeichen fur die Weltenbewohner

    [16] Und (Wir sandten) Abraham. Als er zu seinem Volk sagte: «Dienet Gott und furchtet Ihn. Das ist besser fur euch, so ihr Bescheid wißt

    [17] Ihr dient anstelle Gottes Gotzen und schafft (dabei) nur Luge. Die, denen ihr anstelle Gottes dient, konnen euch keinen Lebensunterhalt bringen. So sucht den Lebensunterhalt bei Gott und dienet Ihm und danket Ihm. Zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    [18] Und wenn ihr (die Botschaft) fur Luge erklart, so haben vor euch (manche) Gemeinschaften (sie) fur Luge erklart. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft).»

    [19] Haben sie denn nicht gesehen, wie Gott die Schopfung am Anfang macht und sie dann wiederholt? Dies ist fur Gott ein leichtes

    [20] Sprich: Geht auf der Erde umher und schaut, wie Er die Schopfung am Anfang gemacht hat. Dann laßt Gott die letzte Schopfung entstehen. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [21] Er peinigt, wen Er will, und Er erbarmt sich, wessen Er will. Und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    [22] Und ihr konnt weder auf der Erde noch im Himmel etwas vereiteln. Und ihr habt außer Gott weder Freund noch Helfer

    [23] Und diejenigen, die die Zeichen Gottes und die Begegnung mit Ihm verleugnen, diese haben die Hoffnung auf meine Barmherzigkeit verloren, und fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [24] Die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: «Totet ihn oder verbrennt ihn.» Da rettete ihn Gott aus dem Feuer. Darin sind Zeichen fur Leute, die glauben

    [25] Und er sagte: «Ihr habt euch ja anstelle Gottes Gotzen genommen aus Liebe zueinander im diesseitigen Leben. Aber dann, am Tag der Auferstehung verleugnet ihr einander und verflucht ihr einander. Eure Heimstatte ist das Feuer, und ihr werdet keine Helfer haben.»

    [26] Da glaubte Lot ihm und sagte: «Ich wandere zu meinem Herrn aus. Er ist der Machtige, der Weise.»

    [27] Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob und ließen in seiner Nachkommenschaft die Prophetie und das Buch auftreten, und Wir ließen ihm seinen Lohn im Diesseits zukommen. Und im Jenseits gehort er zu den Rechtschaffenen

    [28] Und (Wir sandten) Lot. Als er zu seinem Volk sagte: «Ihr begeht das Schandliche, wie es vor euch keiner von den Weltenbewohnern getan hat

    [29] Wollt ihr denn zu den Mannern gehen, den Weg zu Raubzwecken abschneiden und in eurer Versammlung das Verwerfliche begehen?» Die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: «Bring uns doch die Pein Gottes her, so du einer von denen bist, die die Wahrheit sagen.»

    [30] Er sagte: «Mein Herr, unterstutze mich gegen die Leute, die Unheil stiften.»

    [31] Und als unsere Boten zu Abraham mit der frohen Botschaft kamen, sagten sie: «Wir werden die Bewohner dieser Stadt verderben lassen. Ihre Bewohner tun ja Unrecht.»

    [32] Er sagte: «Aber Lot befindet sich in ihr.» Sie sagten: «Wir wissen besser, wer sich in ihr befindet. Wir werden ihn gewiß erretten, ihn und seine Angehorigen, außer seiner Frau. Sie gehort zu denen, die zuruckbleiben und dem Verderben anheimfallen.»

    [33] Und als unsere Boten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in eine bose Lage und wußte daraus keinen Ausweg. Sie sagten: «Hab keine Angst und sei nicht betrubt. Wir werden dich erretten, dich und deine Angehorigen, außer deiner Frau. Sie gehort zu denen, die zuruckbleiben und dem Verderben anheimfallen

    [34] Wir werden uber die Bewohner dieser Stadt ein Zorngericht vom Himmel herabsenden dafur, daß sie gefrevelt haben.»

    [35] Und Wir ließen von ihr ein offenkundiges Zeichen zuruck fur Leute, die Verstand haben

    [36] Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Shuayb. Er sagte: «O mein Volk, dienet Gott, erwartet den Jungsten Tag und verbreitet nicht Unheil auf der Erde.»

    [37] Aber sie ziehen ihn der Luge. Da ergriff sie das Beben, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstatte nieder

    [38] Und (erwahne auch) die, Aad und die Thamud. (Ihr Los) ist euch deutlich geworden an ihren Wohnungen. Der Satan machte ihnen ihre Werke verlockend und wies sie so vom Weg ab, obwohl sie Einsicht besaßen

    [39] Und Qarun und Pharao und Haamaan. Mose kam zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Sie verhielten sich hochmutig auf der Erde; sie konnten (Uns) aber nicht vorauseilen

    [40] Einen jeden ergriffen Wir wegen seiner Sunde. So schickten Wir gegen einige von ihnen einen Sandsturm, andere ergriff der Schrei, mit anderen ließen Wir die Erde versinken, andere ließen Wir ertrinken. Bestimmt nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan

    [41] Mit denen, die sich anstelle Gottes Freunde nehmen, ist es wie mit der Spinne, die sich ein Haus genommen hat. Das schwachste Haus ist ja das Haus der Spinne, wenn sie es doch wußten

    [42] Gott weiß all das, was sie an seiner Stelle anrufen. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [43] Diese Gleichnisse fuhren Wir den Menschen an. Aber nur die verstehen sie, die Wissen besitzen

    [44] Gott hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Darin ist ein Zeichen fur die Glaubigen

    [45] Verlies, was dir vom Buch offenbart wird, und verrichte das Gebet. Das Gebet verbietet das Schandliche und das Verwerfliche. Und wahrlich, das Gedenken Gottes ist großer. Und Gott weiß, was ihr macht

    [46] Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: «Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt und zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind Ihm ergeben.»

    [47] Und so haben Wir das Buch zu dir hinabgesandt. Diejenigen, denen Wir das Buch haben zukommen lassen, glauben daran. Und auch unter diesen da gibt es welche, die daran glauben. Und nur die Unglaubigen verleugnen unsere Zeichen

    [48] Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit deiner rechten Hand geschrieben. Sonst wurden die zweifeln, die (es) fur falsch erklaren

    [49] Nein, es enthalt deutliche Zeichen in der Brust derer, denen das Wissen zugekommen ist. Und nur die, die Unrecht tun, verleugnen unsere Zeichen

    [50] Und sie sagen: «Wenn doch Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt wurden!» Sprich: Uber die Zeichen verfugt Gott. Ich aber bin nur ein deutlicher Warner

    [51] Genugt es ihnen denn nicht, daß Wir das Buch auf dich hinabgesandt haben, das ihnen verlesen wird? Darin ist eine Barmherzigkeit und eine Ermahnung fur Leute, die glauben

    [52] Sprich: Gott genugt als Zeuge zwischen mir und euch. Er weiß, was in den Himmeln und auf Erden ist. Und diejenigen, die an das Falsche glauben und Gott verleugnen, das sind die Verlierer

    [53] Und sie wunschen von dir, die Pein zu beschleunigen. Gabe es nicht eine festgesetzte Frist, ware die Pein zu ihnen gekommen. Wahrlich, sie wird plotzlich uber sie kommen, ohne daß sie es merken

    [54] Sie wunschen von dir, die Pein zu beschleunigen. Wahrlich, die Holle umfaßt die Unglaubigen

    [55] Am Tag, da die Pein sie uberdeckt von oben und von unter ihren Fußen her, und Er spricht: «Kostet, was ihr zu tun pflegtet.»

    [56] O ihr meine Diener, die ihr glaubt, meine Erde ist weit. Mir, ja Mir sollt ihr dienen

    [57] Jeder wird den Tod erleiden. Und dann werdet ihr zu Uns zuruckgebracht

    [58] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir im Paradies in Obergemacher einweisen, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Vorzuglich ist der Lohn derer, die (gut) handeln

    [59] Die geduldig sind und auf ihren Herrn vertrauen

    [60] Und wie viele Tiere gibt es, die nicht ihren eigenen Unterhalt herbeitragen. Gott beschert ihnen und euch den Unterhalt. Und Er ist der, der alles hort und weiß

    [61] Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, sagen sie bestimmt: «Gott.» Wie leicht lassen sie sich doch abwenden

    [62] Gott teilt den Lebensunterhalt großzugig, wem von seinen Dienern Er will, und teilt ihm auch bemessen zu. Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [63] Und wenn du sie fragst, wer Wasser vom Himmel herabkommen laßt und die Erde damit nach ihrem Absterben belebt, sagen sie bestimmt: «Gott.» Sprich: Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen haben keinen Verstand

    [64] Das diesseitige Leben ist nur Zerstreuung und Spiel. Die jenseitige Wohnstatte ist wahrlich das (eigentliche) Leben, wenn sie es nur wußten

    [65] Wenn sie in ein Schiff einsteigen, rufen sie Gott an, wobei sie Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion sind. Kaum hat Er sie ans Land errettet, da gesellen sie (Ihm wieder andere) bei

    [66] Um sich undankbar zu zeigen fur das, was Wir ihnen haben zukommen lassen, und um zu genießen. Sie werden es noch zu wissen bekommen

    [67] Haben sie denn nicht gesehen, daß Wir einen sicheren heiligen Bezirk gemacht haben, wahrend um ihn die Menschen weggerafft werden? Wollen sie denn an das Falsche glauben und die Gnade Gottes verleugnen

    [68] Und wer ist ungerechter als der, der gegen Gott eine Luge erdichtet oder die Wahrheit, als sie zu ihm kam, fur Luge erklart? Ist nicht in der Holle eine Bleibe fur die Unglaubigen

    [69] Und diejenigen, die sich um Unseretwillen einsetzen, werden Wir gewiß unsere Wege fuhren. Und Gott ist mit denen, die Gutes tun

    Surah 30
    Die Römer

    [1] Alif Lam Mim

    [2] Die Byzantiner sind besiegt worden

    [3] Im nachstliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage selbst siegen

    [4] In einigen Jahren. Gott gehort der Befehl vorher und nachher. An jenem Tag werden die Glaubigen sich freuen

    [5] uber die Unterstutzung Gottes. Gott unterstutzt, wen Er will. Und Er ist der Machtige, der Barmherzige

    [6] Das ist ein Versprechen Gottes. Gott bricht sein Versprechen nicht. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [7] Sie wissen nur das Außere vom diesseitigen Leben. Das Jenseits aber lassen sie unbeachtet

    [8] Denken sie denn in ihrem Inneren nicht daruber nach? Gott hat die Himmel und die Erde, und was dazwischen ist, nur in Wahrheit und auf eine festgesetzte Frist erschaffen. Aber viele von den Menschen verleugnen die Begegnung mit ihrem Herrn

    [9] Sind sie nicht auf der Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie hatten eine starkere Kraft als sie, pflugten und bebauten das Land noch mehr, als sie es bebauten. Und ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan

    [10] Dann war das Ende derer, die Boses getan haben, das Schlechteste dafur, daß sie die Zeichen Gottes fur Luge erklart hatten und uber sie zu spotten pflegten

    [11] Gott macht die Schopfung am Anfang, und dann wiederholt Er sie. Dann werdet ihr zu Ihm zuruckgebracht

    [12] Und am Tag, da die Stunde heraufkommt, werden die Ubeltater ganz verzweifelt sein

    [13] Sie haben dann an ihren Teilhabern keine Fursprecher, und sie verleugnen ihre Teilhaber

    [14] Am Tag, da die Stunde heraufkommt, an jenem Tag werden sie sich in Gruppen teilen

    [15] Was nun diejenigen betrifft, die geglaubt und die guten Werke getan haben, so wird ihnen in einem Garten Freude bereitet

    [16] Diejenigen aber, die unglaubig waren und unsere Zeichen und die Begegnung mit dem Jenseits fur Luge erklart haben, sie werden zur Pein vorgefuhrt

    [17] Preis sei Gott, wenn ihr den Abend und wenn ihr den Morgen erreicht

    [18] Und Lob sei Ihm in den Himmeln und auf der Erde, am Abend, und wenn ihr den Mittag erreicht

    [19] Er bringt das Lebendige aus dem Toten, und Er bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor. Und Er belebt die Erde nach ihrem Absterben. Und so werdet auch ihr hervorgebracht

    [20] Und es gehort zu seinen Zeichen, daß Er euch aus Erde erschaffen hat, da waret ihr Menschen, die sich ausbreiten

    [21] Und es gehort zu seinen Zeichen, daß Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen wohnet. Und Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gemacht. Darin sind Zeichen fur Leute, die nachdenken

    [22] Zu seinen Zeichen gehort die Erschaffung der Himmel und der Erde, und auch die Verschiedenheit eurer Sprachen und Arten. Darin sind Zeichen fur die Wissenden

    [23] Und zu seinen Zeichen gehort euer Schlaf, und auch euer Streben nach etwas von seiner Huld, und (dies) in der Nacht und am Tag. Darin sind Zeichen fur Leute, die horen

    [24] Und es gehort zu seinen Zeichen, daß Er euch den Blitz als Grund zur Angst und zum Begehren sehen laßt, und daß Er Wasser vom Himmel herabkommen laßt und damit die Erde nach ihrem Absterben belebt. Darin sind Zeichen fur Leute, die Verstand haben

    [25] Und es gehort zu seinen Zeichen, daß der Himmel und die Erde durch seinen Befehl bestehen. Dann, wenn Er euch mit einem Ruf aus der Erde ruft, da kommt ihr hervor

    [26] Ihm gehort, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm demutig ergeben

    [27] Er ist es, der die Schopfung am Anfang macht und sie dann wiederholt. Und das ist fur Ihn noch leichter. Er besitzt die hochste Eigenschaft in den Himmeln und auf der Erde, und Er ist der Machtige, der Weise

    [28] Er fuhrt euch aus eurem Lebensbereich ein Gleichnis an. Habt ihr denn aus den Reihen derer, die eure rechte Hand besitzt, welche, die an dem teilhaben, was Wir euch beschert haben, daß ihr darin gleich waret und ihr sie furchten mußtet, wie ihr einander furchtet? So legen Wir die Zeichen dar fur Leute, die Verstand haben

    [29] Nein, diejenigen, die Unrecht tun, folgen ihren Neigungen ohne (richtiges) Wissen. Wer kann den rechtleiten, den Gott irrefuhrt? Und sie haben keine Helfer

    [30] Und richte dein Gesicht auf die Religion als Anhanger des reinen Glaubens. Das ist die Schopfung Gottes, die Er fur die Menschen festgelegt hat. Die Schopfung Gottes kann nicht abgeandert werden. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [31] (Haltet daran fest), indem ihr euch Ihm reumutig zuwendet, und furchtet Ihn und verrichtet das Gebet. Und ihr sollt nicht zu den Polytheisten gehoren

    [32] Zu denen, die ihre Religion spalteten und zu Parteien wurden, wobei jede Partei froh ist uber das, was sie hat

    [33] Und wenn ein Schaden die Menschen erfaßt, rufen sie zu ihrem Herrn, indem sie sich Ihm reumutig zuwenden. Wenn Er sie dann eine Barmherzigkeit von sich kosten laßt, da ist gleich ein Teil von ihnen dabei, ihrem Herrn (andere) beizugesellen

    [34] Um undankbar zu sein fur das, was Wir ihnen haben zukommen lassen. - Genießt nur, ihr werdet es noch zu wissen bekommen

    [35] Oder haben Wir etwa auf sie eine Ermachtigung hinabgesandt, die uber das geredet hatte, was sie Ihm beigesellen

    [36] Und wenn Wir die Menschen Barmherzigkeit kosten lassen, freuen sie sich daruber. Wenn sie aber etwas Boses trifft fur das, was ihre Hande vorausgeschickt haben, geben sie gleich die Hoffnung auf

    [37] Haben sie denn nicht gesehen, daß Gott den Lebensunterhalt großzugig zuteilt, wem Er will, und auch bemessen? Darin sind Zeichen fur Leute, die glauben

    [38] Laß dem Verwandten sein Recht zukommen, ebenso dem Bedurftigen und dem Reisenden. Das ist besser fur die, die die Antlitz Gottes suchen. Das sind die, denen es wohl ergeht

    [39] Und was ihr auf Zins ausleiht, damit es sich aus dem Vermogen der Menschen vermehre, es vermehrt sich bei Gott nicht. Und was ihr an Almosen gebt in der Suche nach dem Antlitz Gottes... - das sind die, die das Doppelte erzielen

    [40] Gott ist es der euch erschafft und dann versorgt. Dann laßt Er euch sterben, dann macht Er euch wieder lebendig. Gibt es unter euren Teilhabern einen, der uberhaupt etwas von alledem tun kann? Preis sei Ihm, und erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [41] Unheil ist auf dem Festland und auf dem Meer erschienen aufgrund dessen, was die Hande der Menschen erworben haben. Er will sie damit einiges kosten lassen von dem, was sie getan haben, auf daß sie (dann) umkehren

    [42] Sprich: Geht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die fruher lebten. Die meisten von ihnen waren Polytheisten

    [43] Richte nun dein Gesicht auf die richtige Religion, bevor ein Tag kommt, der von Gott nicht zuruckgewiesen wird. An jenem Tag werden sie sich (in Gruppen) spalten

    [44] Wer unglaubig ist, dessen Unglaube lastet auf ihm. Und diejenigen, die Gutes tun, bereiten sich selbst die Lagerstatte vor

    [45] Daß Er denen, die glauben und die guten Werke tun, aus seiner Huld vergelte. Er liebt nicht die Unglaubigen

    [46] Und es gehort zu seinen Zeichen, daß Er die Winde als Freudenboten schickt, damit Er euch etwas von seiner Barmherzigkeit kosten laßt, und damit die Schiffe auf seinen Befehl fahren, und damit ihr nach etwas von seiner Huld strebt, auf daß ihr dankbar seid

    [47] Und Wir haben schon vor dir Gesandte an ihr (jeweiliges) Volk geschickt. Sie kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Da rachten Wir uns an denen, die Ubeltater waren. Und es war fur Uns eine Verpflichtung, die Glaubigen zu unterstutzen

    [48] Gott ist es, der die Winde schickt, und sie wuhlen die Wolken auf. Dann breitet Er sie im Himmel aus, wie Er will, und macht sie zu Stucken. Da siehst du den Platzregen dazwischen heraus- kommen. Wenn Er damit die von seinen Dienern, die Er will, trifft, da sind sie froh

    [49] Obwohl sie vorher, bevor auf sie herabgesandt wurde, ganz verzweifelt waren

    [50] Schau auf die Spuren der Barmherzigkeit Gottes, wie Er die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt. Ein solcher (Gott) kann wahrlich (auch) die Toten wieder lebendig machen. Und Er hat Macht zu allen Dingen

    [51] Und wenn Wir einen Wind schickten und sie dann alles gelb werden sahen, sie blieben trotzdem danach unglaubig

    [52] Du kannst nicht die Toten horen lassen, und auch nicht die Tauben den Zuruf horen lassen, wenn sie den Rucken kehren

    [53] Und du kannst nicht die Blinden aus ihrem Irrtum herausfuhren. Horen lassen kannst du nur die, die an unsere Zeichen glauben und somit gottergeben sind

    [54] Gott ist es, der euch (zuerst) schwach erschafft. Dann bringt Er nach der Schwache Kraft. Dann bringt Er nach der Kraft Schwache und graues Haar. Er erschafft, was Er will. Und Er ist der, der alles weiß und allmachtig ist

    [55] Und am Tag, da die Stunde heraufkommt, schworen die Ubeltater, sie hatten nur eine Stunde verweilt. So lassen sie sich immer wieder tauschen

    [56] Und diejenigen, denen Wissen und Glauben zugekommen sind, sagen: «Nach dem Buch Gottes habt ihr bis zum Tag der Auferweckung verweilt. Und das ist der Tag der Auferweckung. Aber ihr wußtet es ja nicht.»

    [57] An jenem Tag nutzt denen, die Unrecht taten, ihre Entschuldigung nicht, und es wird von ihnen keine entschuldigende Umkehr (mehr) angenommen

    [58] Und Wir haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse angefuhrt. Und wenn du zu ihnen mit einem Zeichen kommst, sagen diejenigen, die unglaubig sind, bestimmt: «Ihr bringt nur Falsches.»

    [59] So versiegelt Gott die Herzen derer, die nicht Bescheid wissen

    [60] Sei nun geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr. Und diejenigen, die keine Gewißheit hegen, sollen dich nicht abirren lassen

    Surah 31
    Luqman

    [1] Alif Lam Mim

    [2] Dies sind die Zeichen des weisen Buches

    [3] Eine Rechtleitung und Barmherzigkeit fur die Rechtschaffenen

    [4] Die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, und die uber das Jenseits Gewißheit hegen

    [5] Diese folgen einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind die, denen es wohl ergeht

    [6] Unter den Menschen gibt es manch einen, der ergotzende Unterhaltung einhandelt, um (die Menschen) vom Weg Gottes ohne (rechtes) Wissen abirren zu lassen und ihn zum Gegenstand des Spottes zu nehmen. Fur solche ist eine schmahliche Pein bestimmt

    [7] Und wenn ihm unsere Zeichen verlesen werden, kehrt er sich hochmutig ab, als hatte er sie nicht gehort, als ware eine Schwerhorigkeit in seinen Ohren. So verkunde ihm eine schmerzhafte Pein

    [8] Fur diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, sind die Garten der Wonne bestimmt

    [9] Darin werden sie ewig weilen. Dies ist das Versprechen Gottes in Wahrheit. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [10] Er hat die Himmel erschaffen ohne Stutzen, die ihr sehen konntet. Und Er hat auf der Erde festgegrundete Berge gelegt, daß sie nicht mit euch schwanke. Und Er hat auf ihr allerlei Getier sich ausbreiten lassen. Und Wir haben Wasser vom Himmel herabkommen und damit viele treffliche Arten auf ihr wachsen lassen

    [11] Das ist die Schopfung Gottes. Zeigt mir nun, was die geschaffen haben, die es außer Ihm geben soll. Nein, diejenigen, die Unrecht tun, befinden sich in einem offenkundigen Irrtum

    [12] Und Wir ließen den Luqmaan Weisheit zukommen: «Du sollst gegen Gott dankbar sein.» Und wer dankbar ist, ist dankbar zu seinem eigenen Vorteil. Und wenn einer undankbar ist, so ist Gott auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig

    [13] Und als Luqmaan zu seinem Sohn sagte, indem er ihn ermahnte: «O mein lieber Sohn, geselle Gott nichts bei. Die Beigesellung ist ein gewaltiges Unrecht.»

    [14] Und Wir haben dem Menschen aufgetragen, seine Eltern gut zu behandeln. Seine Mutter hat ihn ja unter wiederholter Schwache getragen. Und seine Entwohnung erfolgt binnen zwei Jahren. - «Sei dankbar Mir und deinen Eltern. Zu Mir fuhrt der Lebensweg

    [15] Wenn sie dich bedrangen, Mir das beizugesellen, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Und geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um. Und folge dem Weg derer, die sich Mir reumutig zuwenden. Zu Mir wird dann eure Ruckkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [16] O mein lieber Sohn, ware es auch das Gewicht eines Senfkornes und befande es sich in einem Felsen oder in den Himmeln oder auf der Erde, Gott bringt es bei. Gott ist feinfuhlig und hat Kenntnis von allem

    [17] O mein lieber Sohn, verrichte das Gebet, gebiete das Rechte und verbiete das Verwerfliche, ertrage geduldig, was dich trifft. Das gehort zur Entschlossenheit in den Anliegen

    [18] Und zeige den Menschen nicht hochnasig die Wange, und schreite nicht unbekummert auf der Erde umher. Gott liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch ist

    [19] Halte das rechte Maß in deinem Gang. Und dampfe deine Stimme. Die widerlichste unter den Stimmen ist die Stimme der Esel.»

    [20] Habt ihr nicht gesehen, daß Gott euch das, was in den Himmeln und auf der Erde ist, dienstbar gemacht hat, und daß Er uber euch seine Gnade ausgegossen hat außerlich und innerlich? Und unter den Menschen gibt es welche, die uber Gott streiten ohne (richtiges) Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtendes Buch

    [21] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Folgt dem, was Gott herabgesandt hat», sagen sie: «Wir folgen lieber dem, was wir bei unseren Vatern vorgefunden haben.» Was denn, auch wenn der Satan sie zur Pein des Feuerbrandes ruft

    [22] Wer sich Gott vollig hingibt und dabei rechtschaffen ist, der halt sich an der festesten Handhabe. Und zu Gott fuhrt das Ende der Angelegenheiten

    [23] Und wer unglaubig ist, dessen Unglaube soll dich nicht betruben. Zu Uns wird ihre Ruckkehr sein, da werden Wir ihnen kundtun, was sie taten. Gott weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [24] Wir lassen sie ein wenig genießen, alsdann zwingen Wir sie in eine schwere Pein

    [25] Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt: «Gott.» Sprich: Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [26] Gott gehort, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gott ist der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig ist

    [27] Und wenn das, was es auf der Erde an Baumen gibt, Schreibrohre waren, und das Meer (als Tinte) bereits einmal leer gemacht ware und noch sieben weitere Meere dazu erhielte, wurden die Worte Gottes nicht zu Ende gehen. Wahrlich, Gott ist machtig und weise

    [28] Euch (alle) erschaffen und auferwecken ist nur so wie bei einem einzigen Menschen. Gott hort und sieht alles

    [29] Hast du nicht gesehen, daß Gott die Nacht in den Tag ubergehen und den Tag in die Nacht ubergehen laßt und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, so daß jedes seinen Lauf zu einer festgelegten Frist nimmt, und daß Gott Kenntnis hat von dem, was ihr tut

    [30] Dies, weil Gott die Wahrheit ist und weil das, was sie an seiner Stelle anrufen, das Falsche ist, und weil Gott der Erhabene und Große ist

    [31] Hast du nicht gesehen, daß die Schiffe durch die Gnade Gottes auf dem Meer fahren, damit Er euch etwas von seinen Zeichen sehen laßt? Darin sind wahrlich Zeichen fur jeden, der sehr geduldig und sehr dankbar ist

    [32] Und wenn Wellen wie uberschattende Hullen sie uberdecken, rufen sie zu Gott, wobei sie Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion sind. Wenn Er sie ans Land errettet, zeigen nur einige von ihnen einen maßvollen Wandel. Und nur der verleugnet unsere Zeichen, der ganz treulos und sehr undankbar ist

    [33] O ihr Menschen, furchtet euren Herrn und habt Angst vor einem Tag, an dem weder der Vater etwas fur sein Kind begleichen kann, noch das Kind fur seinen Vater etwas begleichen kann. Das Versprechen Gottes ist wahr. So soll euch das diesseitige Leben nicht betoren. Und nicht betoren soll euch in bezug auf Gott der Betorer

    [34] Gott (allein) weiß uber die Stunde Bescheid. Er laßt den Regen herabkommen. Und Er weiß, was im Mutterschoß ist. Niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben wird. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem

    Surah 32
    Die Anbetung

    [1] Alif Lam Mim

    [2] Die Herabsendung des Buches - an ihm ist kein Zweifel moglich - ist vom Herrn der Welten

    [3] Oder sagen sie: «Er hat es erdichtet»? Nein, es ist die Wahrheit vor deinem Herrn, damit du Leute warnst, zu denen vor dir noch kein Warner gekommen ist, auf daß sie der Rechtleitung folgen

    [4] Gott ist es, der die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen und sich dann auf dem Thron zurechtgesetzt hat. Ihr habt außer Ihm weder Freund noch Fursprecher. Wollt ihr es denn nicht bedenken

    [5] Er regelt die Angelegenheit vom Himmel bis zur Erde. Dann steigt sie zu Ihm empor an einem Tag, dessen Ausmaß nach eurer Berechnung tausend Jahre sind

    [6] Jener ist der, der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß, der Machtige, der Barmherzige

    [7] Der alles, was Er erschaffen hat, gut gemacht hat. Zuerst erschuf Er den Menschen aus Ton

    [8] Dann machte Er seine Nachkommenschaft aus dem Erguß eines verachtlichen Wassers

    [9] Dann formte Er ihn und blies ihm von seinem Geist ein. Und Er machte euch Gehor, Augenlicht und Herz. Ihr seid aber wenig dankbar

    [10] Und sie sagen: «Sollen wir, wenn wir uns in der Erde verirrt haben, wirklich wieder neu erschaffen werden?» Nein, sie verleugnen die Begegnung mit ihrem Herrn

    [11] Sprich: Abberufen wird euch der Engel des Todes, der mit euch betraut ist. Dann werdet ihr zu eurem Herrn zuruckgebracht

    [12] Konntest du nur sehen, wenn die Ubeltater vor ihrem Herrn die Kopfe hangenlassen: «Unser Herr, jetzt haben wir gesehen und gehort. Bring uns zuruck, so wollen wir Gutes tun. Wir hegen nun Gewißheit»

    [13] Und wenn Wir gewollt hatten, hatten Wir jedem Menschen seine Rechtleitung zukommen lassen. Aber der Spruch von Mir ist zu Recht fallig geworden: «Fullen werde Ich die Holle mit den Djinn und den Menschen allen.»

    [14] So kostet es dafur, daß ihr die Begegnung mit diesem eurem Tag vergessen habt. Wir haben euch (auch) vergessen. Kostet die Pein der Ewigkeit fur das, was ihr zu tun pflegtet

    [15] Nur die glauben an unsere Zeichen, die, wenn sie damit ermahnt werden, in Anbetung niederfallen und das Lob ihres Herrn singen, und die nicht hochmutig sind

    [16] Ihre Seiten halten sich fern von den Schlafstatten. Sie rufen ihren Herrn in Furcht und Begehren an und spenden von dem, was Wir ihnen beschert haben

    [17] Und niemand weiß, welche Freuden fur sie im Verborgenen bestimmt sind als Lohn fur das, was sie zu tun pflegten

    [18] Ist denn derjenige, der glaubig ist, wie der, der ein Frevler ist? Sie sind eben nicht gleich

    [19] Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, erhalten die Garten der Heimstatte als Herberge fur das, was sie zu tun pflegten

    [20] Denjenigen aber, die freveln, dient das Feuer zur Heimstatte. Sooft sie aus ihm herauskommen wollen, werden sie zu ihm zuruckgebracht, und es wird zu ihnen gesagt: «Kostet die Pein des Feuers, die ihr immer wieder fur Luge erklart habt.»

    [21] Und Wir werden sie vor der großeren Pein etwas von der diesseitigen Pein kosten lassen, auf daß sie dann umkehren

    [22] Und wer ist ungerechter als der, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich dann von ihnen abwendet? Wir werden uns an den Ubeltatern rachen

    [23] Und Wir haben Mose das Buch zukommen lassen. So sei nicht im Zweifel uber die Begegnung mit Ihm. Und Wir haben es zu einer Rechtleitung fur die Kinder Israels gemacht

    [24] Und Wir haben aus ihren Reihen Vorbilder bestellt, die (sie) nach unserem Befehl leiteten, als sie sich geduldig gezeigt hatten und uber unsere Zeichen Gewißheit hegten

    [25] Wahrlich, dein Herr wird um Tag der Auferstehung zwischen ihnen uber das entscheiden, woruber sie uneins waren

    [26] Ist es ihnen nicht aufgegangen, wie viele Generationen, in deren Wohnungen sie nun schreiten, Wir vor ihnen haben verderben lassen? Darin sind Zeichen. Wollen sie denn nicht horen

    [27] Haben sie nicht gesehen, daß Wir das Wasser zum durren Land treiben und dadurch Getreide hervorbringen, das ihr Vieh und sie selbst verzehren? Wollen sie denn nicht einsichtig sein

    [28] Und sie sagen: «Wann wird dieser Richterspruch eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [29] Sprich: Am Tag des Richterspruchs wird denen, die unglaubig waren, ihr Glaube nicht (mehr) nutzen. Und ihnen wird kein Aufschub gewahrt

    [30] So wende dich ab von ihnen und warte ab. Sie warten auch selbst ab

    Surah 33
    Die Verbündeten

    [1] O Prophet, furchte Gott und gehorche nicht den Unglaubigen und den Heuchlern. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [2] Und folge dem, was dir von deinem Herrn offenbart wird. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [3] Und vertrau auf Gott. Gott genugt als Sachwalter

    [4] Gott hat keinem Mann zwei Herzen in seinem Inneren gemacht. Und Er hat eure Gattinnen, von denen ihr euch durch den Ruckenspruch trennt, nicht (wirklich) zu euren Muttern gemacht. Und Er hat eure Adoptivsohne nicht (wirklich) zu euren Sohnen gemacht. Das ist eure Rede aus eurem Munde. Aber Gott sagt die Wahrheit, und Er fuhrt den (rechten) Weg

    [5] Nennt sie nach ihren Vatern. Das ist gerechter in den Augen Gottes. Wenn ihr ihre Vater nicht kennt, dann gelten sie als eure Bruder in der Religion und eure Schutzlinge. Und es wird euch nicht als Vergehen angerechnet, was ihr hier gefehlt habt, sondern was eure Herzen vorsatzlich anstreben. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [6] Der Prophet hat eher Anspruch auf die Glaubigen als sie selbst. Und seine Gattinnen sind ihre Mutter. Und die Blutsverwandten haben nach dem Buch Gottes eher Anspruch auf gegenseitige Freundschaft als die Glaubigen und Ausgewanderten, es sei denn, ihr mochtet euren Freunden Gutes tun. Dies ist im Buch Gottes zeilenweise niedergeschrieben

    [7] Und als Wir von den Propheten ihre Verpflichtung entgegennahmen, und auch von dir und von Noach, Abraham, Mose und Jesus, dem Sohn Marias. Wir nahmen von ihnen eine schwere Verpflichtung entgegen

    [8] Damit Er ja die Wahrhaftigen nach ihrem wahrhaftigen Wandel frage. Und Er hat fur die Unglaubigen eine schmerzhafte Pein bereitet

    [9] O ihr, die ihr glaubt, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als Truppen zu euch kamen. Da sandten Wir gegen sie einen Wind und auch Truppen, die ihr nicht sehen konntet. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [10] Als sie von oben und von unten her zu euch kamen, und als die Blicke wichen und die Herzen die Kehle erreichten und ihr von Gott verschiedene Meinungen hattet

    [11] Dort wurden die Glaubigen gepruft, und sie wurden heftig hin und her geschuttelt

    [12] Als die Heuchler und die, in deren Herzen Krankheit ist, sagten: «Gott und sein Gesandter haben uns nur Trugerisches versprochen.»

    [13] Und als eine Gruppe von ihnen sagte: «O ihr Leute von Yathrib, ihr konnt euch (hier) nicht aufhalten. Kehrt zuruck.» Und ein Teil von ihnen bat den Propheten um Erlaubnis; sie sagten: «Unsere Hauser sind ohne Schutz.» Dabei waren sie nicht ohne Schutz, sie wollten nur fliehen

    [14] Ware man darin von ihren verschiedenen Bezirken her zu ihnen eingedrungen, und waren sie dann aufgefordert worden, der Versuchung nachzugeben, sie hatten es begangen, und sie hatten dabei nur kurze Zeit gezogert

    [15] Dabei hatten sie sich vorher Gott gegenuber verpflichtet, sie wurden nicht den Rucken kehren. Uber die Verpflichtung Gott gegenuber wird Rechenschaft gefordert

    [16] Sprich: Die Flucht wird euch nicht nutzen, wenn ihr davor flieht, zu sterben oder getotet zu werden. Und dann wird euch nur noch ein wenig Nutznießung gewahrt

    [17] Sprich: Wer ist es denn, der euch vor Gott schutzen konnte, wenn Er euch Boses will oder wenn Er euch Barmherzigkeit (erweisen) will? Und sie werden fur sich außer Gott weder Freund noch Helfer finden

    [18] Gott kennt wohl diejenigen von euch, die (die anderen) behindern und die zu ihren Brudern sagen: «Kommt her zu uns.» Und sie lassen sich nur wenig auf den Kampf ein

    [19] Und sind dabei geizig euch gegenuber. Wenn aber die Angst sich einstellt, siehst du, wie sie zu dir mit kreisenden Augen blicken wie einer, der vor dem Tod ohnmachtig wird. Ist dann die Angst voruber, verbruhen sie euch mit scharfen Zungen aus Gier nach dem (erbeuteten) Gut. Das sind keine Glaubigen. Gott macht ihre Werke wertlos. Und dies ist Gott ein leichtes

    [20] Sie meinen, die Parteien seien nicht weggegangen. Und sollten die Parteien (wieder) kommen, mochten sie gerne, sie waren in der Wuste unter den arabischen Beduinen und wurden sich uber euch erkundigen. Und wenn sie in eurer Mitte waren, wurden sie nur wenig kampfen

    [21] Ihr habt im Gesandten Gottes ein schones Vorbild, (und zwar) fur jeden, der auf Gott und den Jungsten Tag hofft und Gottes viel gedenkt

    [22] Und als die Glaubigen die Parteien sahen, sagten sie: «Das ist, was Gott und sein Gesandter uns versprochen haben. Gott und sein Gesandter sagen die Wahrheit.» Und es hat ihren Glauben und ihre Ergebenheit nur vermehrt

    [23] Unter den Glaubigen gibt es Manner, die das wahr gemacht haben, wozu sie sich Gott gegenuber verpflichtet haben. Unter ihnen sind welche, die ihre Lebensaufgabe erfullt haben; und unter ihnen sind welche, die noch warten mussen. Und sie haben keine Anderung vorgenommen

    [24] Auf daß Gott die Wahrhaftigen fur ihre Wahrhaftigkeit entlohne und die Heuchler peinige, wenn Er will, oder sich ihnen (gnadig) zuwende. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [25] Und Gott wies diejenigen, die unglaubig sind, mit ihrem Groll zuruck, ohne daß sie etwas Gutes erlangt hatten. Und Gott befreite die Glaubigen vom Kampf. Gott ist stark und machtig

    [26] Und Er ließ diejenigen von den Leuten des Buches, die ihnen Beistand geleistet hatten, aus ihren Burgen heruntersteigen. Und Er jagte ihren Herzen Schrecken ein, so daß ihr einen Teil (von ihnen) getotet und einen Teil gefangengenommen habt

    [27] Und Er gab euch zum Erbe ihr Land, ihre Wohnstatten und ihren Besitz, und auch ein Land, das ihr (vorher) nicht betreten hattet. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [28] O Prophet, sprich zu deinen Gattinnen: Wenn ihr das diesseitige Leben und seinen Schmuck begehrt, dann kommt her, ich werde euch eine Versorgung sichern und euch auf eine schone Weise freigeben

    [29] Und wenn ihr Gott und seinen Gesandten und die jenseitige Wohnstatte begehrt, so hat Gott fur die Rechtschaffenen von euch einen großartigen Lohn bereitet

    [30] O ihr Frauen des Propheten, wenn eine von euch eine eindeutige Schandtat begeht, wird ihr die Pein verdoppelt. Und das ist Gott ein leichtes

    [31] Und wenn eine von euch Gott und seinem Gesandten ergeben ist und Gutes tut, lassen Wir ihr ihren Lohn zweimal zukommen. Und Wir haben fur sie einen trefflichen Unterhalt bereitet

    [32] O ihr Frauen des Propheten, ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen. Wenn ihr gottesfurchtig seid, dann seid nicht unterwurfig im Reden, damit nicht derjenige, in dessen Herzen Krankheit ist, sich Hoffnungen macht. Und sprecht geziemende Worte

    [33] Haltet euch in euren Hausern auf. Und stellt nicht euren Schmuck zur Schau wie in der Zeit der fruheren Unwissenheit. Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gehorcht Gott und seinem Gesandten. Gott will die Unreinheit von euch entfernen, ihr Leute des Hauses, und euch vollig rein machen

    [34] Und gedenkt dessen, was von den Zeichen Gottes und von der Weisheit in euren Hausern verlesen wird. Gott ist feinfuhlig und hat Kenntnis von allem

    [35] Fur die muslimischen Manner und Frauen, Manner und Frauen, die glaubig, ergeben, wahrhaftig, geduldig, demutig sind, die Almosen geben, fasten, ihre Scham bewahren und Gottes viel gedenken - fur sie hat Gott Vergebung und einen großartigen Lohn bereitet

    [36] Ein Glaubiger oder eine Glaubige darf, wenn Gott und sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, nicht die Moglichkeit haben, in ihrer Angelegenheit frei zu wahlen. Und wer gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam ist, der befindet sich in einem offenkundigen Irrtum

    [37] Und als du zu dem, dem Gott Gnade erwiesen hatte und dem auch du Gnade erwiesen hattest, sagtest: «Behalte deine Gattin fur dich und furchte Gott», und in deinem Inneren geheimhieltest, was (Gott doch offenlegt, und die Menschen furchtetest, wahrend Gott eher darauf Anspruch hat, daß du Ihn furchtest. Als dann Zayd seinen Wunsch an ihr erfullt hatte, gaben Wir sie dir zur Gattin, damit fur die Glaubigen kein Grund zur Bedrangnis bestehe in bezug auf die Gattinnen ihrer Adoptivsohne, wenn diese ihren Wunsch an ihnen erfullt haben. Und der Befehl Gottes wird ausgefuhrt)

    [38] Es besteht fur den Propheten kein Grund zur Bedrangnis in dem, was Gott fur ihn festgelegt hat. So war das beispielhafte Verhalten Gottes mit denen, die vorher dahingegangen sind - und der Befehl Gottes ist ein fest gefaßter Beschluß

    [39] Die die Botschaft Gottes ausrichten, Ihn furchten und niemanden furchten außer Gott. Und Gott genugt als der, der abrechnet

    [40] Muhammad ist nicht der Vater irgendeines von euren Mannern, sondern der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten. Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [41] O ihr, die ihr glaubt, gedenket Gottes in haufigem Gedenken

    [42] Und preiset Ihn morgens und abends

    [43] Er ist es, der uber euch den Segen spricht - und auch seine Engel -, damit Er euch aus den Finsternissen ins Licht hinausfuhrt. Und Er ist barmherzig zu den Glaubigen

    [44] Ihre Begrußung am Tag, da sie Ihm begegnen, wird sein: «Friede!» Und Er hat fur sie einen trefflichen Lohn bereitet

    [45] O Prophet, Wir haben dich gesandt als Zeugen, als Freudenboten und als Warner

    [46] Und als einen, der zu Gott mit seiner Erlaubnis ruft, und als eine helle Leuchte

    [47] Und verkunde den Glaubigen, daß fur sie von Gott eine große Huld bestimmt ist

    [48] Und gehorche nicht den Unglaubigen und den Heuchlern. Kummere dich nicht um das Leid, das sie dir zufugen, und vertrau auf Gott. Und Gott genugt als Sachwalter

    [49] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr glaubige Frauen heiratet und sie hierauf entlaßt, bevor ihr sie beruhrt habt, dann durft ihr ihnen nicht eine von euch berechnete Wartezeit auferlegen. Sichert ihnen eine Versorgung und laßt sie auf eine schone Weise frei

    [50] O Prophet, Wir haben dir fur erlaubt erklart zu heiraten: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn hast zukommen lassen; das, was deine rechte Hand besitzt von dem, was Gott dir als Beute zugeteilt hat; die Tochter deines Onkels und die Tochter deiner Tanten vaterlicherseits, die Tochter deines Onkels und die Tochter deiner Tanten mutterlicherseits, welche mit dir ausgewandert sind; auch jede glaubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will: Dies ist dir vorbehalten im Unterschied von den Glaubigen - Wir wissen wohl, was Wir ihnen in bezug auf ihre Gattinnen und auf das, was ihre rechte Hand besitzt, verpflichtend gemacht haben -, damit fur dich kein Grund zur Bedrangnis bestehe. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [51] Du darfst zuruckstellen, wen von ihnen du willst, und du darrst bei dir aufnehmen, wen du willst. Und wenn du doch eine von denen haben mochtest, die du abgewiesen hast, dann ist das fur dich kein Vergehen. Das bewirkt eher, daß sie frohen Mutes, nicht betrubt und alle mit dem zufrieden sind, was du ihnen zukommen laßt. Gott weiß, was in euren Herzen ist. Gott weiß Bescheid und ist langmutig

    [52] Es ist dir danach nicht mehr erlaubt, Frauen zu heiraten und sie gegen (andere) Gattinnen einzutauschen, auch wenn ihre Schonheit dir gefallen sollte, mit Ausnahme dessen, was deine rechte Hand besitzt. Und Gott ist Wachter uber alle Dinge

    [53] O ihr, die ihr glaubt, tretet nicht in die Hauser des Propheten ein - es sei denn, das wird euch erlaubt - zur Teilnahme an einem Essen, ohne auf die Essenszeit zu warten. Wenn ihr dann hereingerufen werdet, dann tretet ein, und, wenn ihr gegessen habt, dann geht auseinander, und (dies) ohne euch einer Unterhaltung hinzugeben. Damit fugt ihr dem Propheten Leid zu, aber er schamt sich vor euch. Gott aber schamt sich nicht vor der Wahrheit. Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie von hinter einem Vorhang. Das ist reiner fur eure Herzen und ihre Herzen. Und es steht euch nicht zu, dem Gesandten Gottes Leid zuzufugen, und auch nicht jemals seine Gattinnen nach ihm zu heiraten. Das ware bei Gott etwas Ungeheuerliches

    [54] Ob ihr etwas offenlegt oder geheimhaltet, Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [55] Es besteht fur sie kein Vergehen in bezug auf ihre Vater, ihre Sohne, ihre Bruder, die Sohne ihrer Bruder, die Sohne ihrer Schwestern, ihre Frauen und die, die ihre rechte Hand besitzt. Und furchtet Gott. Gott ist Zeuge uber alle Dinge

    [56] Gott und seine Engel sprechen den Segen uber den Propheten. O ihr, die ihr glaubt, sprecht den Segen uber ihn und grußt ihn mit gehorigem Gruß

    [57] Diejenigen, die Gott und seinem Gesandten Leid zufugen, verflucht Gott im Diesseits und Jenseits, und fur sie hat Er eine schmahliche Pein bereitet

    [58] Und diejenigen, die den glaubigen Mannern und Frauen Leid zufugen fur etwas, was sie nicht begangen haben, laden auf sich eine Verleumdung und eine offenkundige Schuld

    [59] O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Tochtern und den Frauen der Glaubigen, sie sollen etwas von ihrem Uberwurf uber sich herunterziehen. Das bewirkt eher, daß sie erkannt werden und daß sie nicht belastigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [60] Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und diejenigen, die beunruhigende Falschmeldungen in der Stadt verbreiten, (damit) nicht aufhoren, werden Wir dich bestimmt gegen sie antreiben. Dann werden sie nur noch kurze Zeit in deiner Nachbarschaft darin wohnen

    [61] Verflucht sind sie. Wo immer man sie trifft, wird man sie ergreifen und unerbittlich toten

    [62] So war das beispielhafte Verfahren Gottes mit denen, die vorher dahingegangen sind. Und du wirst im Verfahren Gottes keine Veranderung finden

    [63] Die Menschen fragen dich nach der Stunde. Sprich: Nur Gott weiß uber sie Bescheid. Woher willst du es wissen? Vielleicht steht die Stunde nahe bevor

    [64] Gott hat die Unglaubigen verflucht, und Er hat fur sie einen Feuerbrand bereitet

    [65] Darin werden sie auf immer ewig weilen; und sie werden weder Freund noch Helfer finden

    [66] Am Tag, da ihre Gesichter im Feuer gewendet werden, sagen sie: «O hatten wir doch Gott gehorcht und hatten wir doch dem Gesandten gehorcht!»

    [67] Und sie sagen: «Unser Herr, wir haben unseren Herrschern und den Großen unter uns gehorcht, da haben sie uns vom Weg abirren lassen

    [68] Unser Herr, laß ihnen ein Doppelmaß an Pein zukommen, und verfluche sie mit einem großen Fluch.»

    [69] O ihr, die ihr glaubt, seid nicht wie diejenigen, die Mose Leid zugefugt haben, worauf Gott ihn freisprach von dem, was sie (uber ihn) sagten. Er war bei Gott angesehen

    [70] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott und sprecht zutreffende Worte

    [71] Dann laßt Er eure Werke als gut gelten und vergibt euch eure Sunden. Und wer Gott und seinem Gesandten gehorcht, der erringt einen großartigen Erfolg

    [72] Wir haben das Vertrauenspfand den Himmeln und der Erde und den Bergen angeboten, sie aber weigerten sich, es zu tragen, sie waren erschrocken davor. Der Mensch trug es - er tut wirklich Unrecht und ist sehr toricht

    [73] So wird Gott nun die Heuchler, Manner und Frauen, und die Polytheisten, Manner und Frauen, peinigen, und so wird Gott sich den Glaubigen, Mannern und Frauen, zuwenden. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    Surah 34
    Saba

    [1] Lob sei Gott, dem gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Lob sei Ihm im Jenseits! Er ist der, der weise ist und Kenntnis von allem hat

    [2] Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was darin emporsteigt. Und Er ist der, der barmherzig und voller Vergebung ist

    [3] Diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Die Stunde kommt nicht uber uns.» Sprich: Doch, sie kommt bestimmt uber euch, bei meinem Herrn, der das Unsichtbare weiß! Es entgeht Ihm nicht das Gewicht eines Staubchens, weder in den Himmeln noch auf der Erde. Und es gibt nichts, was kleiner ist als dies oder großer, das nicht in einem deutlichen Buch stunde

    [4] Damit Er diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, entlohne. Bestimmt sind fur diese Vergebung und ein trefflicher Unterhalt

    [5] Fur diejenigen, die eifrig gegen unsere Zeichen vorgehen und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, fur die ist eine Pein durch ein schmerzhaftes Zorngericht bestimmt

    [6] Und diejenigen, denen das Wissen zugekommen ist, sehen, daß das, was zu dir von deinem Herrn herabgesandt worden ist, die Wahrheit ist und zum Weg dessen fuhrt, der machtig und des Lobes wurdig ist

    [7] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Sollen wir euch auf einen Mann hinweisen, der euch kundtut, daß ihr, wenn ihr in Stucke gerissen worden seid, doch neu erschaffen werdet

    [8] Hat er gegen Gott eine Luge erdichtet, oder leidet er an Besessenheit?» Aber nein, diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, stecken in der Pein und befinden sich im tiefen Irrtum

    [9] Haben sie denn nicht auf das geschaut, was vom Himmel und von der Erde vor ihnen und was hinter ihnen ist? Wenn Wir wollen, lassen Wir die Erde mit ihnen versinken oder Stucke vom Himmel auf sie herabfallen. Darin ist ein Zeichen fur jeden Diener, der sich (Gott) reumutig zuwendet

    [10] Und Wir ließen David eine Huld von Uns zukommen. - «Ihr Berge, singt Kehrverse mit ihm, und auch ihr Vogel.» Und Wir machten fur ihn das Eisen geschmeidig

    [11] «Fertige Panzergewander an und webe im richtigen Maß die Panzermaschen aneinander. Und tut Gutes. Ich sehe wohl, was ihr tut.»

    [12] Und dem Salomo (machten Wir) den Wind (dienstbar), dessen Morgenlauf einen Monat und dessen Abendlauf einen Monat dauert. Und Wir ließen die Quelle des geschmolzenen Erzes fur ihn fließen. Und unter den Djinn gab es welche, die mit der Erlaubnis seines Herrn vor ihm tatig waren. Wer von ihnen von unserem Befehl abweicht, den lassen Wir etwas von der Pein des Feuerbrandes kosten

    [13] Sie machten ihm, was er wollte an Heiligtumern, Bildwerken, Schusseln wie Trogen und feststehenden Kesseln. - «Verrichtet, ihr Sippe Davids, eure Arbeit in Dankbarkeit.» Ja, nur wenige von meinen Dienern sind dankbar

    [14] Und als Wir fur ihn den Tod bestimmt hatten, hat sie auf sein Ableben nur das Kriechtier der Erde hingewiesen, das seinen Stab fraß. Als er nun zu Boden fiel, wurde den Djinn deutlich, daß sie, wenn sie das Unsichtbare gewußt hatten, nicht (weiter) in der schmahlichen Pein geblieben waren

    [15] Die Saba hatten in ihrem Wohngebiet ein Zeichen: zwei Garten zur Rechten und zur Linken. - «Eßt von dem, was euer Herr beschert hat, und danket Ihm. Eine gute Ortschaft (ist es), und ein Herr voller Vergebung.»

    [16] Aber sie wandten sich ab. Da sandten Wir gegen sie die Flut des Staudammes, und Wir vertauschten ihnen ihre zwei Garten gegen zwei Garten mit bitterem Ernteertrag und Tamarisken und einigen wenigen Zizyphusbaumen

    [17] Das haben Wir ihnen vergolten dafur, daß sie undankbar waren. Vergelten Wir denn sonst jemandem anderem als dem Undankbaren

    [18] Und Wir legten zwischen ihnen und den Stadten, die Wir gesegnet haben, sichtbare Stadte an. Und Wir legten das Maß der Reise zwischen ihnen fest: «Zieht in ihnen Nachte und Tage in Sicherheit umher.»

    [19] Sie aber sagten: «Unser Herr, lege großere Entfernungen zwischen unsere Reisen.» Sie taten sich selbst Unrecht. So machten Wir sie zum Gegenstand von Geschichten. Und Wir zerrissen sie in Stucke. Darin sind Zeichen fur jeden, der sehr geduldig und sehr dankbar ist

    [20] Wahrlich, Iblis fand seine Meinung von ihnen bestatigt. Sie folgten ihm, mit Ausnahme eines Teils der Glaubigen

    [21] Und er hatte keine Macht uber sie. Es geschah nur, damit Wir feststellen, wer an das Jenseits glaubt, und (ihn unterscheiden) von dem, der daruber Zweifel hegt. Dein Herr ist Huter aller Dinge

    [22] Sprich: Ruft die an, die ihr anstelle Gottes angebt. Sie verfugen nicht einmal uber das Gewicht eines Staubchens weder in den Himmeln noch auf der Erde. Und sie haben an ihnen beiden keinen Anteil. Und Er hat unter ihnen keinen, der Ihm Beistand leisten konnte

    [23] Auch nutzt bei Ihm die Fursprache nicht, außer wenn Er es jemandem erlaubt. Wenn dann die Angst von ihren Herzen entfernt worden ist, sagen sie: «Was hat euer Herr gesagt?» Sie sagen: «Die Wahrheit.» Und Er ist der Erhabene, der Große

    [24] Sprich: Wer versorgt euch von den Himmeln und der Erde? Sprich: Gott. Entweder wir folgen einer Rechtleitung oder ihr, oder wir befinden uns in einem offenkundigen Irrtum oder ihr

    [25] Sprich: Ihr habt nicht zu verantworten, was wir verubt haben, und wir haben nicht zu verantworten, was ihr tut

    [26] Sprich: Zusammenbringen wird uns unser Herr. Dann richtet Er zwischen uns nach der Wahrheit. Er ist der, der wahrhaft richtet und Bescheid weiß

    [27] Sprich: Laßt mich die sehen, die ihr Ihm als Teilhaber beigegeben habt. Nein, Er ist Gott, der Machtige, der Weise

    [28] Und Wir haben dich fur die Menschen allesamt nur als Freudenboten und Warner gesandt. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [29] Und sie sagen: «Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [30] Sprich: Euch ist eine Verabredung auf einen Tag festgelegt, hinter dem ihr nicht einmal eine Stunde zuruckbleiben noch ihm vorausgehen konnt

    [31] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Nie werden wir an diesen Koran glauben, und auch nicht an das, was vor ihm vorhanden war.» Konntest du nur sehen, wenn die, die Unrecht tun, vor ihren Herrn gestellt werden und untereinander die Worte wechseln! Diejenigen, die wie Schwache behandelt wurden, sagen zu denen, die sich hochmutig verhielten: «Wenn ihr nicht gewesen waret, so waren wir glaubig gewesen.»

    [32] Diejenigen, die sich hochmutig verhielten, sagen zu denen, die wie Schwache behandelt wurden: «Sind wir es gewesen, die euch von der Rechtleitung abgewiesen haben, nachdem sie zu euch gekommen war? Nein, ihr wart Ubeltater.»

    [33] Diejenigen, die wie Schwache behandelt wurden, sagen zu denen, die sich hochmutig verhielten: «Es waren eher eure Ranke bei Nacht und bei Tag, da ihr uns befohlen habt, Gott zu verleugnen und Ihm andere als Gegenpart zur Seite zu stellen.» Und sie hegen insgeheim Reue, wenn sie die Pein sehen. Und Wir bringen die Fesseln an den Hals derer an, die unglaubig waren. Wird ihnen denn etwas anderes vergolten als das, was sie zu tun pflegten

    [34] Und Wir haben in keine Stadt einen Warner gesandt, ohne daß die, die in ihr uppig lebten, gesagt hatten: «Das, womit ihr gesandt seid, das verleugnen wir.»

    [35] Und sie sagen: «Wir haben mehr Vermogen und Kinder. Und wir werden gewiß nicht gepeinigt werden.»

    [36] Sprich: Mein Herr teilt den Lebensunterhalt großzugig, wem Er will, und auch bemessen zu. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [37] Es ist nicht euer Vermogen, und es sind auch nicht eure Kinder, die euch Zutritt in unsere Nahe verschaffen, mit Ausnahme derer, die glauben und Gutes tun. Diese erhalten einen doppelten Lohn fur das, was sie getan haben, und sie werden in den Obergemachern in Sicherheit sein

    [38] Diejenigen aber, die eifrig gegen unsere Zeichen vorgehen und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, werden zur Pein vorgefuhrt

    [39] Sprich: Mein Herr teilt den Lebensunterhalt großzugig, wem von seinen Dienern Er will, und auch bemessen zu. Und was ihr auch immer spendet, Er wird es euch ersetzen. Er ist der beste der Versorger

    [40] Und am Tag, da Er sie alle versammelt. Dann spricht Er zu den Engeln: «Diese da, pflegten sie euch zu verehren?»

    [41] Sie sagen: «Preis sei Dir! Du bist unser Freund, nicht sie. Nein, sie verehrten die Djinn. Die meisten von ihnen glauben an sie.»

    [42] «Heute konnt ihr einander weder Nutzen noch Schaden bringen.» Und Wir sprechen zu denen, die Unrecht getan haben: «Kostet die Pein des Feuers, das ihr immer wieder fur Luge erklart habt.»

    [43] Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen sie: «Dieser ist nur ein Mann, der euch von dem abbringen will, was eure Vater verehrten.» Und sie sagen: «Das ist nichts als eine erdichtete Luge.» Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen von der Wahrheit, als sie zu ihnen kam: «Das ist nichts als eine offenkundige Zauberei.»

    [44] Und Wir haben ihnen keine Bucher zukommen lassen, die sie hatten erforschen konnen. Und Wir haben vor dir keinen Warner zu ihnen gesandt

    [45] Fur Luge haben es (auch) die erklart, die vor ihnen lebten, wobei diese nicht einmal das Zehntel dessen erreicht haben, was Wir jenen zukommen ließen. Sie haben meine Gesandten der Luge geziehen. Wie war aber dann meine Mißbilligung

    [46] Sprich: Ich ermahne euch, eines (zu beachten): daß ihr euch zu zweit und einzeln vor Gott hinstellt und dann nachdenkt. Euer Gefahrte leidet nicht an Besessenheit. Er ist euch nur ein Warner vor dem Eintreten einer harten Pein

    [47] Was ich auch immer an Lohn hatte verlangen konnen, das gehort euch. Mein Lohn obliegt Gott allein. Und er ist Zeuge uber alle Dinge

    [48] Sprich: Mein Herr laßt die Wahrheit uberbringen, Er, der die unsichtbaren Dinge alle weiß

    [49] Sprich: Die Wahrheit ist gekommen. Das Falsche kann weder etwas neu erschaffen noch es wiederholen

    [50] Sprich: Wenn ich irregehe, gehe ich irre zu meinem eigenen Schaden. Und wenn ich der Rechtleitung folge, so ist es durch das, was mir mein Herr offenbart. Er hort alles und ist nahe

    [51] Konntest du nur sehen, wenn sie erschrecken! Da gibt es kein Entrinnen, und sie werden aus einem nahen Ort weggerafft

    [52] Und sie sagen: «Wir glauben daran.» Aber wie sollte es ihnen gelingen, ihn aus einem fernen Ort zu erlangen

    [53] Wo sie ihn doch vorher verleugnet haben? Und sie raten in bezug auf das Unsichtbare herum aus einem fernen Ort

    [54] Und es wird eine Trennung vorgenommen zwischen ihnen und dem, was sie begehren, so wie es vorher mit ihresgleichen gemacht wurde. Sie waren ja in einem starken Zweifel

    Surah 35
    Der Schöpfer

    [1] Lob sei Gott, dem Schopfer der Himmel und der Erde, der die Engel zu Boten gemacht hat mit Flugeln, je zwei, drei und vier! Er fugt der Schopfung hinzu, was Er will. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [2] Was Gott den Menschen an Barmherzigkeit eroffnet, kann niemand zuruckhalten. Und was Er zuruckhalt, kann niemand nach Ihm zur Verfugung stellen. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [3] O ihr Menschen, gedenket der Gnade Gottes zu euch. Gibt es denn einen anderen Schopfer als Gott, der euch vom Himmel und von der Erde versorgt? Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie leicht laßt ihr euch doch abwenden

    [4] Wenn sie dich der Luge zeihen, so wurden vor dir Gesandte der Luge geziehen. Und zu Gott werden die Angelegenheiten zuruckgebracht

    [5] O ihr Menschen, das Versprechen Gottes ist wahr. So soll euch das diesseitige Leben nicht betoren. Und nicht betoren soll euch in bezug auf Gott der Betorer

    [6] Der Satan ist euch ein Feind. So nehmt auch ihr ihn euch zum Feind. Er ruft ja seine Anhanger dazu, zu den Gefahrten des Feuerbrandes zu gehoren

    [7] Bestimmt ist fur diejenigen, die unglaubig sind, eine harte Pein, und fur diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, Vergebung und ein großer Lohn

    [8] Soll der, dem sein boses Tun verlockend gemacht worden ist und der es dann auch schon findet, (rechtgeleitet sein)? Gott fuhrt irre, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will. So soll deine Seele nicht uber sie in Bedauern zergehen. Gott weiß, was sie machen

    [9] Und Gott ist es, der die Winde schickt, und sie wuhlen die Wolken auf. Dann treiben Wir sie zu einem abgestorbenen Land und beleben damit die Erde nach ihrem Absterben wieder. So ist es auch mit der Auferstehung

    [10] Wenn einer die Macht sucht, so gehort alle Macht Gott. Zu Ihm steigt das gefallige Wort, und die gute Tat laßt Er (zu sich) aufsteigen. Und fur die, die bose Ranke schmieden, ist eine harte Pein bestimmt. Und ihre Ranke werden dem Verderben anheimfallen

    [11] Und Gott hat euch aus Erde, dann aus einem Tropfen erschaffen und euch dann zu Paaren gemacht. Kein Weib wird schwanger oder kommt nieder, es sei denn mit seinem Wissen. Und keinem, der alt wird, wird das Altwerden oder eine Verkurzung seiner Lebenszeit zuteil, ohne daß es in einem Buch stunde. Dies ist Gott ein leichtes

    [12] Die zwei Meere sind nicht gleich. Das eine ist suß, erfrischend und bekommlich zu trinken; das andere ist salzig und bitter. Und aus beiden eßt ihr frisches Fleisch und holt Schmuck heraus, den ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe es durchspalten, damit ihr nach etwas von seiner Huld strebt und auf daß ihr dankbar werdet

    [13] Er laßt die Nacht in den Tag ubergehen, und den Tag in die Nacht. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht, so daß jedes seinen Lauf auf eine bestimmte Frist nimmt. So ist Gott, euer Herr. Ihm gehort die Konigsherrschaft. Die aber, die ihr an seiner Stelle anruft, verfugen nicht einmal uber das Hautchen eines Dattelkernes

    [14] Wenn ihr sie anruft, horen sie euer Rufen nicht. Und wurden sie (es) doch horen, sie wurden euch nicht erhoren. Und am Tag der Auferstehung verleugnen sie eure Beigesellung. Und niemand kann dir Kunde geben wie Einer, der Kenntnis von allem hat

    [15] O ihr Menschen, ihr seid es, die Gottes bedurftig sind. Und Gott ist der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig ist

    [16] Wenn Er will, laßt Er euch fortgehen und eine neue Schopfung kommen

    [17] Und dies fallt Gott nicht schwer

    [18] Und keine lasttragende Seele tragt die Last einer anderen. Und wenn eine Schwerbeladene (zum Mittragen) ihrer Last aufruft, wird nichts davon (fur sie) getragen, und ginge es auch dabei um einen Verwandten. Du kannst nur die warnen, die ihren Herrn im Verborgenen furchten und das Gebet verrichten. Und wer sich lautert, lautert sich zu seinem eigenen Vorteil. Und zu Gott fuhrt der Lebensweg

    [19] Nicht gleich sind der Blinde und der Sehende

    [20] Noch die Finsternisse und das Licht

    [21] Noch der Schatten und die Sommerhitze

    [22] Und nicht gleich sind auch die Lebenden und die Toten. Gott laßt horen, wen Er will. Du bist es nicht, der die horen laßt, die in den Grabern sind

    [23] Du bist nur ein Warner

    [24] Wir haben dich mit der Wahrheit gesandt als Freudenboten und als Warner. Und es gibt keine Gemeinschaft, bei der nicht fruher ein Warner aufgetreten ware

    [25] Und wenn sie dich der Luge zeihen, so haben auch diejenigen, die vor ihnen lebten, (die Gesandten) der Luge geziehen. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen und mit den Schriften und dem erleuchtenden Buch

    [26] Dann ergriff Ich die, die unglaubig waren. Und wie war meine Mißbilligung

    [27] Hast du nicht gesehen, daß Gott vom Himmel Wasser herabkommen laßt? Dann bringen Wir dadurch Fruchte von verschiedenen Arten hervor. Und bei den Bergen gibt es Zuge von verschiedenen Farben, weiße und rote und rabenschwarze

    [28] Und bei den Menschen und den Tieren und dem Vieh gibt es Arten von verschiedener Farbe. So ist es. Wahrlich, Gott furchten unter seinen Dienern eben die Gelehrten. Gott ist machtig und voller Vergebung

    [29] Diejenigen, die das Buch Gottes verlesen, das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, geheim und offen spenden, hoffen auf einen Handel, der niemals dem Verderben anheimfallen wird

    [30] Damit Er ihnen ihren Lohn voll erstatte und ihnen von seiner Huld noch mehr gebe. Er ist voller Vergebung und zeigt sich erkenntlich

    [31] Und was Wir dir vom Buch offenbart haben, ist die Wahrheit als Bestatigung dessen, was vor ihm vorhanden war. Gott hat Kenntnis von seinen Dienern, und Er sieht sie wohl

    [32] Dann haben Wir das Buch denen von unseren Dienern, die Wir auserwahlt haben, zum Erbe gegeben. Manch einer von ihnen tut sich selbst Unrecht, manch anderer von ihnen zeigt einen maßvollen Wandel, und manch anderer von ihnen ist (sogar) im Wettlauf nach den guten Dingen (den anderen) voraus mit der Erlaubnis Gottes. Das ist die große Huld

    [33] Die Garten von Eden, in die sie eingehen. Geschmuckt werden sie mit Armringen aus Gold und mit Perlen, und ihre Kleidung darin ist aus Seide

    [34] Und sie sagen: «Lob sei Gott, der die Betrubtheit von uns weggenommen hat! Unser Herr ist wahrlich voller Vergebung und zeigt sich erkenntlich

    [35] Er, der uns durch seine Huld in die Wohnstatte des (ewigen) Aufenthaltes versetzt hat, in der uns keine Ermudung befallt, und in der uns keine Ermattung befallt.»

    [36] Fur diejenigen, die unglaubig sind, ist das Feuer der Holle bestimmt. Darin wird mit ihnen kein Ende gemacht, so daß sie sterben, und es wird ihnen auch seine Pein nicht erleichtert. So vergelten Wir jedem, der sehr unglaubig ist

    [37] Und sie schreien darin: «Unser Herr, laß uns herauskommen, so werden wir Gutes tun und nicht das, was wir zu tun pflegten.» - «Haben Wir euch nicht so alt werden lassen, daß jeder, der es hatte bedenken wollen, es hatte bedenken konnen? Und ist nicht der Warner zu euch gekommen? So kostet (es) nun. Die, die Unrecht tun, haben keinen Helfer.»

    [38] Gott ist der, der das Unsichtbare der Himmel und der Erde weiß. Er weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [39] Er ist es, der euch zu aufeinanderfolgenden Generationen auf der Erde gemacht hat. Wer nun unglaubig ist, dessen Unglaube lastet auf ihm. Und den Unglaubigen bringt ihr Unglaube bei ihrem Herrn nur noch mehr Abscheu. Und den Unglaubigen bringt ihr Unglaube nur noch mehr Verlust

    [40] Sprich: Habt ihr eure Teilhaber gesehen, die ihr anstelle Gottes anruft? Zeigt mir doch, was sie von der Erde erschaffen haben. Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Oder haben Wir ihnen (sonst) ein Buch zukommen lassen, so daß sie von daher einen deutlichen Beweis hatten? Nein, die, die Unrecht tun, versprechen einander nur Betorung

    [41] Gott halt die Himmel und die Erde, daß sie nicht vergehen. Wurden sie vergehen, so konnte niemand nach Ihm sie festhalten. Er ist langmutig und voller Vergebung

    [42] Und sie haben bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen, sie wurden, wenn ein Warner zu ihnen kame, treuer der Rechtleitung folgen als irgendeine von den Gemeinschaften. Als dann aber ein Warner zu ihnen kam, mehrte es in ihnen nur noch die Abneigung

    [43] Da sie sich auf der Erde hochmutig verhielten und bose Ranke schmiedeten. Aber die bosen Ranke umschließen nur ihre Urheber. Erwarten sie denn (fur sich) etwas anderes als die Art, wie mit den Fruheren verfahren wurde? Du wirst bei dem Verfahren Gottes keine Veranderung finden, und du wirst bei dem Verfahren Gottes keine Verwandlung finden

    [44] Sind sie denn nicht auf der Erde umhergezogen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie hatten eine starkere Kraft als sie. Und Gottes Wille wird durch nichts vereitelt weder in den Himmeln noch auf der Erde. Er weiß Bescheid und ist machtig

    [45] Und wenn Gott die Menschen fur das, was sie erworben haben, belangen wollte, wurde Er auf ihrer Oberflache kein Tier ubriglassen. Aber Er stellt sie zu einer bestimmten Frist zuruck. Und wenn ihre Frist kommt - wahrlich, Gott sieht wohl seine Diener

    Surah 36
    Ya Sin

    [1] Yaa Sien

    [2] Beim weisen Koran

    [3] Du bist einer der Gesandten

    [4] Auf einem geraden Weg

    [5] Er ist die Herabsendung des Machtigen, des Barmherzigen

    [6] Damit du Leute warnst, deren Vater nicht gewarnt wurden, so daß sie (alles) unbeachtet lassen

    [7] Der Spruch ist uber die meisten von ihnen fallig geworden, so glauben sie nicht

    [8] Wir haben an ihren Hals Fesseln angebracht, die bis zum Kinn reichen, so daß sie den Kopf hochhalten mussen

    [9] Und Wir haben vor ihnen eine Sperrmauer und hinter ihnen eine Sperrmauer gemacht und sie umhullt, so daß sie nicht sehen konnen

    [10] Und es ist ihnen gleich, ob du sie warnst oder ob du sie nicht warnst; sie glauben nicht

    [11] Du kannst nur den warnen, der der Ermahnung folgt und den Erbarmer im Verborgenen furchtet. So verkunde ihm Vergebung und trefflichen Lohn

    [12] Wir, ja Wir machen die Toten wieder lebendig. Und Wir schreiben auf, was sie vorausgeschickt haben und auch ihre Spuren. Alle Dinge haben Wir in einer deutlichen Anzeigeschrift erfaßt

    [13] Und fuhre ihnen als Gleichnis die Leute der Stadt an, als die Gesandten zu ihr kamen

    [14] Als Wir zwei zu ihnen sandten, da ziehen sie beide der Luge. Wir brachten durch einen dritten Verstarkung. Sie sagten: «Wir sind zu euch gesandt.»

    [15] Sie sagten: «Ihr seid nur Menschen wie wir. Der Erbarmer hat nichts herabgesandt. Ihr lugt nur.»

    [16] Sie sagten: «Unser Herr weiß es, wir sind wirklich zu euch gesandt

    [17] Und uns obliegt nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft).»

    [18] Sie sagten: «Wir sehen in euch ein boses Omen. Wenn ihr nicht aufhort, werden wir euch bestimmt steinigen, und euch wird bestimmt eine schmerzhafte Pein von uns treffen.»

    [19] Sie sagten: «Euer Omen ist bei euch selbst. (Redet ihr denn so,) wenn ihr ermahnt werdet? Nein, ihr seid eher maßlose Leute.»

    [20] Und vom außersten Ende der Stadt kam ein Mann gelaufen. Er sagte: «O mein Volk, folgt den Gesandten

    [21] Folgt denen, die von euch keinen Lohn verlangen und der Rechtleitung folgen

    [22] Und warum sollte ich dem nicht dienen, der mich erschaffen hat, und zu dem ihr zuruckgebracht werdet

    [23] Soll ich mir etwa an seiner Stelle andere Gotter nehmen, deren Furbitte, falls der Erbarmer mir Schaden zufugen will, mir nichts nutzt, und die mich nicht retten konnen

    [24] Ich wurde mich in einem offenkundigen Irrtum befinden

    [25] Ich glaube an euren Herrn, so hort auf mich.»

    [26] Es wurde (zu ihm) gesprochen: «Geh ins Paradies ein.» Er sagte: «O wußte doch mein Volk davon

    [27] Daß mein Herr mir vergeben und mich zu denen gestellt hat, die ehrenvoll behandelt werden!»

    [28] Nach ihm sandten Wir kein Heer vom Himmel gegen sein Volk herab; ja Wir sandten auch sonst nichts (gegen sie) herab

    [29] Es genugte ein einziger Schrei, da waren sie plotzlich ausgeloscht

    [30] Schade um die Diener! Kein Gesandter kommt zu ihnen, ohne daß sie ihn verspotten wurden

    [31] Haben sie denn nicht gesehen, wie viele Generationen Wir vor ihnen haben verderben lassen, und daß sie zu ihnen nicht zuruckkehren

    [32] Und sie werden unausweichlich alle insgesamt bei Uns vorgefuhrt

    [33] Und ein Zeichen ist fur sie die abgestorbene Erde. Wir haben sie belebt und aus ihr Korner hervorgebracht, von denen sie essen

    [34] Und Wir haben auf ihr Garten von Palmen und Weinstocken angelegt und auf ihr Quellen hervorbrechen lassen

    [35] Damit sie von ihren Fruchten essen konnen. Nicht ihre Hande haben sie geschaffen. Wollen sie denn nicht dankbar sein

    [36] Preis sei dem, der die Paare alle erschaffen hat: bei dem, was die Erde wachsen laßt, bei ihnen selbst und bei dem, was sie nicht wissen

    [37] Und ein Zeichen ist fur sie die Nacht. Wir ziehen von ihr den Tag weg, und schon befinden sie sich im Dunkeln

    [38] Und die Sonne lauft zu einem fur sie bestimmten Aufenthaltsort. Das ist die Bestimmung dessen, der machtig ist und Bescheid weiß

    [39] Und den Mond haben Wir in Stationen gemessen, bis er abnimmt und wie ein alter Palmstiel wird

    [40] Weder darf die Sonne den Mond einholen, noch kommt die Nacht dem Tag zuvor. Und jedes Gestirn nimmt seinen Lauf in einer (eigenen) Sphare

    [41] Und ein Zeichen ist es fur sie, daß Wir ihre Nachkommenschaft auf dem vollbeladenen Schiff getragen haben

    [42] Und Wir haben ihnen etwas Gleiches geschaffen, was sie besteigen

    [43] Und wenn Wir wollen, lassen Wir sie ertrinken, dann gibt es niemanden, zu dem sie um Hilfe schreien konnten, und sie werden nicht gerettet

    [44] Es sei denn aus Barmherzigkeit von Uns und zur Nutznießung fur eine Weile

    [45] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Hutet euch vor dem, was vor euch, und dem, was hinter euch ist, auf daß ihr Erbarmen findet.»

    [46] Kein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn kommt zu ihnen, ohne daß sie sich davon abwenden

    [47] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Spendet von dem, was Gott euch beschert hat», sagen diejenigen, die unglaubig sind, zu denen, die glauben: «Sollen wir den ernahren, den Gott, wenn Er wollte, ernahren wurde? Ihr befindet euch in einem offenkundigen Irrtum.»

    [48] Und sie sagen: «Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [49] Sie warten wohl nur auf einen einzigen Schrei, der sie ergreift, wahrend sie noch miteinander streiten

    [50] Da werden sie kein Testament machen und auch nicht zu ihren Angehorigen zuruckkehren konnen

    [51] Es wird in die Trompete geblasen, und gleich eilen sie aus den Grabern zu ihrem Herrn herbei

    [52] Sie sagen: «O wehe uns! Wer hat uns von unserer Schlafstatte erweckt? Das ist, was der Erbarmer versprochen hat, und die Gesandten haben die Wahrheit gesagt.»

    [53] Es genugt nur ein einziger Schrei, da werden sie allesamt bei Uns vorgefuhrt

    [54] «Heute wird niemandem irgendein Unrecht getan. Und euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet.»

    [55] Die Gefahrten des Paradieses finden heute Beschaftigung und Wohlbehagen

    [56] Sie und ihre Gattinnen befinden sich im Schatten und lehnen sich auf Liegen

    [57] Sie haben darin Fruchte, und sie haben, was sie fur sich wunschen

    [58] «Friede!», als Anrede von einem barmherzigen Herrn

    [59] «Scheidet euch heute (von den Gottesfurchtigen), ihr Ubeltater

    [60] Habe Ich euch, o ihr Kinder Adams, nicht auferlegt, ihr sollt nicht dem Satan dienen - er ist euch ja ein offenkundiger Feind

    [61] Ihr sollt Mir dienen - das ist ein gerader Weg

    [62] Er hat doch viele Geschopfe aus euren Reihen irregefuhrt. Hattet ihr denn keinen Verstand

    [63] Das ist die Holle, die euch immer wieder angedroht wurde

    [64] Ihr sollt heute darin brennen dafur, daß ihr unglaubig waret.»

    [65] Heute versiegeln Wir ihnen den Mund. Ihre Hande werden zu Uns sprechen, und ihre Fuße Zeugnis ablegen uber das, was sie erworben haben

    [66] Und wenn Wir wollten, wurden Wir ihre Augen auswischen. Und sie eilen dann zum Weg um die Wette, aber wie konnten sie da sehen

    [67] Wenn Wir wollten, wurden Wir sie an ihrem Ort verwandeln, so daß sie nicht mehr vorangehen konnen, und auch nicht zuruckkehren

    [68] Wen Wir alt werden lassen, den lassen Wir in seiner korperlichen Verfassung eine Kehrtwende machen. Haben sie denn keinen Verstand

    [69] Und Wir haben ihn nicht das Dichten gelehrt, und es ziemt ihm nicht. Das ist doch nur eine Ermahnung und ein deutlicher Koran

    [70] Damit er diejenigen warne, die (da) leben, und der Spruch fallig werde gegen die Unglaubigen

    [71] Haben sie denn nicht gesehen, daß Wir ihnen unter dem, was unsere Hande gemacht haben, Herdentiere erschaffen haben, uber die sie verfugen

    [72] Und Wir haben sie ihnen unterworfen. Einige von ihnen dienen ihnen als Reittiere, von anderen konnen sie essen

    [73] Und sie haben an ihnen allerlei Nutzen und etwas zu trinken. Wollen sie denn nicht dankbar sein

    [74] Und sie haben sich anstelle Gottes Gotter genommen, in der Hoffnung, Unterstutzung zu finden

    [75] Sie konnen doch ihnen keine Unterstutzung gewahren, und sie sind fur sie Truppen, die selbst vorgefuhrt werden

    [76] Ihre Worte sollen dich nicht betruben. Wir wissen ja, was sie geheimhalten und was sie offenlegen

    [77] Hat denn der Mensch nicht gesehen, daß Wir ihn aus einem Tropfen erschaffen haben, und doch ist er ein offenkundiger Widerstreiter

    [78] Er fuhrt Uns ein Gleichnis an und vergißt, daß er erschaffen ist. Er sagt: «Wer macht diese Gebeine wieder lebendig, wenn sie auseinandergefallen sind?»

    [79] Sprich: Wieder lebendig macht sie der, der sie das erste Mal hat entstehen lassen. Und Er weiß uber alle Geschopfe Bescheid

    [80] Er, der euch aus grunen Baumen Feuer gemacht hat, so daß ihr gleich damit anzunden konnt

    [81] Hat nicht der, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, auch Macht, ihresgleichen zu erschaffen? Ja doch. Und Er ist der, der alles erschafft und Bescheid weiß

    [82] Sein Befehl, wenn Er etwas will, ist, dazu nur zu sagen: Sei!, und es ist

    [83] Preis sei dem, in dessen Hand die Herrschaft uber alle Dinge ist und zu dem ihr zuruckgebracht werdet

    Surah 37
    Die sich Reihenden

    [1] Bei denen, die reihenweise sich reihen

    [2] Und denen, die einen Schelteschrei ausstoßen

    [3] Und denen, die eine Ermahnung verlesen

    [4] Euer Gott ist ein Einziger

    [5] Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, und der Herr der ostlichen Gegenden

    [6] Wir haben den untersten Himmel mit einem Schmuck geziert: mit den Sternen

    [7] Und dies zum Schutz vor jedem rebellischen Satan

    [8] So konnen sie der obersten Ratsversammlung nicht lauschen, und sie werden von allen Seiten beworfen

    [9] Damit sie zuruckgestoßen werden - und fur sie ist eine standige Pein bestimmt

    [10] Außer dem, der etwas aufschnappt und den dann eine leuchtende Sternschnuppe verfolgt

    [11] Frag sie doch um ihre Meinung: Ist es etwa schwerer, sie zu erschaffen als die, die Wir (sonst) erschaffen haben? Wir haben sie ja aus haftendem Ton erschaffen

    [12] Nein, du wunderst dich, sie aber hohnen

    [13] Und wenn sie ermahnt werden, bedenken sie es nicht

    [14] Und wenn sie ein Zeichen sehen, verhohnen sie es miteinander

    [15] Und sie sagen: «Das ist nur eine offenkundige Zauberei

    [16] Wenn wir gestorben und Staub und Knochen geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden

    [17] Und auch unsere Vorvater?»

    [18] Sprich: Ja, und ihr werdet euch demutig verhalten

    [19] Es genugt ein einziger Schelteschrei, da schauen sie schon hin

    [20] Und sie sagen: «O weh uns! Das ist der Tag des Gerichtes!»

    [21] «Das ist der Tag der Scheidung, den ihr fur Luge zu erklaren pflegtet

    [22] Versammelt nun diejenigen, die Unrecht getan haben, ihre Partner und das, was sie verehrten

    [23] Anstelle Gottes. Dann fuhrt sie zum Weg der Holle

    [24] Und stellt sie auf, sie werden zur Verantwortung gezogen

    [25] Was ist mit euch, daß ihr nicht einander unterstutzt?»

    [26] Nein, heute ergeben sie sich

    [27] Und sie gehen aufeinander zu, um sich gegenseitig zu befragen

    [28] Sie sagen: «Ihr kamt doch von rechts her zu uns.»

    [29] Sie sagen: «Nein, ihr waret ja nicht glaubig

    [30] Wir aber hatten keine Macht uber euch, sondern ihr waret Leute, die ein Ubermaß an Frevel zeigten

    [31] So ist der Spruch unseres Herrn gegen uns zu Recht fallig geworden. Wir werden bestimmt (die Pein) kosten

    [32] Und so haben wir euch abirren lassen. Wir waren ja selbst abgeirrt.»

    [33] An jenem Tag werden sie an derselben Pein teilhaben

    [34] So verfahren Wir mit den Ubeltatern

    [35] Wenn zu ihnen gesagt wurde: «Es gibt keinen Gott außer Gott», verhielten sie sich hochmutig

    [36] Und sagten: «Sollen wir denn unsere Gotter verlassen wegen eines besessenen Dichters?»

    [37] Aber nein, er ist mit der Wahrheit gekommen und hat die Gesandten bestatigt

    [38] Ihr werdet bestimmt die schmerzhafte Pein kosten

    [39] Und euch wird nur fur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet

    [40] Ausgenommen den auserwahlten Dienern Gottes

    [41] Fur diese ist ein festgelegter Unterhalt bestimmt

    [42] Fruchte, und sie werden ehrenvoll behandelt

    [43] In den Garten der Wonne

    [44] Auf Liegen, einander gegenuber

    [45] Dabei wird ihnen ein Becher aus einem Quell herumgereicht

    [46] Weiß, genußvoll fur die, die (daraus) trinken

    [47] Darin steckt keine heimtuckische Beeintrachtigung, und dadurch werden sie nicht berauscht

    [48] Und bei ihnen sind (Huri), die ihre Blicke zuruckhalten und schone, große Augen haben

    [49] Als ob sie wohlverwahrte Eier waren

    [50] Und sie gehen aufeinander zu, um sich gegenseitig zu befragen

    [51] Ein Sprecher unter ihnen sagt: «Ich hatte einen Gesellen

    [52] Der sagte: «Gehorst du wirklich zu denen, die es fur wahr halten

    [53] Sollen wir, wenn wir gestorben und Staub und Knochen geworden sind, dann wirklich gerichtet werden

    [54] Er sagt (weiter): «Wollt ihr denn hinabschauen?»

    [55] Er schaut selbst hinab und sieht ihn mitten in der Holle

    [56] Er sagt: «Bei Gott, beinahe hattest du mich ins Verderben gesturzt

    [57] Und ohne die Gnade meines Herrn wurde ich nun zu denen gehoren, die vorgefuhrt werden

    [58] Ist es nicht wirklich so, daß wir sterben

    [59] Nur durch unseren ersten Tod, und daß wir nicht gepeinigt werden

    [60] Das ist doch der großartige Erfolg

    [61] Fur ein solches Ziel sollen diejenigen, die handeln, (ihre Werke) tun.»

    [62] Ist dies als Herberge besser oder der Zaqqum-Baum

    [63] Den haben Wir zu einer Versuchung fur die gemacht, die Unrecht tun

    [64] Es ist ein Baum, der aus dem Grund der Holle herauskommt

    [65] Und dessen Fruchtscheide so ist, als waren es Kopfe von Satanen

    [66] Sie essen davon und fullen sich die Bauche

    [67] Dann erhalten sie darauf eine Mischung von heißem Wasser

    [68] Dann kehren sie zur Holle zuruck

    [69] Sie haben ihre Vater im Irrtum vorgefunden

    [70] Da werden sie auf ihren Spuren eilig getrieben

    [71] Vor ihnen sind bereits die meisten unter den Fruheren abgeirrt

    [72] Und Wir haben unter sie Warner gesandt

    [73] So schau, wie das Ende der Gewarnten war

    [74] Ausgenommen der auserwahlten Diener Gottes

    [75] Und wahrlich, Noach rief Uns an - welch vorzuglicher Erhorer sind Wir

    [76] Und Wir erretteten ihn und seine Angehorigen aus der großen Drangsal

    [77] Und machten seine Nachkommenschaft zu den (einzig) Uberlebenden

    [78] Und Wir ließen seinen Ruf unter den spateren Generationen fortbestehen

    [79] Friede sei uber Noach unter den Weltenbewohnern

    [80] So vergelten Wir den Rechtschaffenen

    [81] Er gehort zu unseren glaubigen Dienern

    [82] Dann ließen Wir die anderen ertrinken

    [83] Zu seiner Gemeinde gehort Abraham

    [84] Als er mit gesundem Herzen zu seinem Herrn kam

    [85] Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: «Was verehrt ihr da

    [86] Sucht ihr eine Luge: Gotter anstelle Gottes

    [87] Welche Meinung habt ihr denn vom Herrn der Welten?»

    [88] Und er warf einen Blick zu den Sternen

    [89] Und sagte: «Ich bin krank.»

    [90] Da kehrten sie ihm den Rucken

    [91] Nun schlich er sich zu ihren Gottern und sagte: «Wollt ihr nicht essen

    [92] Was ist mit euch, daß ihr nicht redet?»

    [93] Und er wandte sich und schlug auf sie mit der Rechten ein

    [94] Da kamen sie auf ihn zu geeilt

    [95] Er sagte: «Wie konnt ihr denn das verehren, was ihr selbst meißelt

    [96] Wo doch Gott euch und das, was ihr tut, erschaffen hat?»

    [97] Sie sagten: «Baut fur ihn einen Bau und werft ihn in die Holle.»

    [98] Sie wollten gegen ihn mit einer List vorgehen. Da machten Wir sie zu den Unterlegenen

    [99] Er sagte: «Ich gehe zu meinem Herrn, Er wird mich rechtleiten

    [100] O mein Herr, schenk mir einen von den Rechtschaffenen.»

    [101] Da verkundeten Wir ihm einen langmutigen Knaben

    [102] Als dieser das Alter erreichte, daß er mit ihm laufen konnte, sagte er: «Mein lieber Sohn, ich sehe im Schlaf, daß ich dich schlachte. Schau jetzt, was du meinst.» Er sagte: «O mein Vater, tu, was dir befohlen wird. Du wirst finden, so Gott will, daß ich zu den Standhaften gehore.»

    [103] Als sie sich beide ergeben gezeigt hatten und er ihn auf die Stirn niedergeworfen hatte

    [104] Da riefen Wir ihm zu: «O Abraham

    [105] Du hast das Traumgesicht wahr gemacht.» So vergelten Wir den Rechtschaffenen

    [106] Das ist die offenkundige Prufung

    [107] Und Wir losten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus

    [108] Und Wir ließen seinen Ruf unter den spateren Generationen fortbestehen

    [109] Friede sei uber Abraham

    [110] So vergelten Wir den Rechtschaffenen

    [111] Er gehort zu unseren glaubigen Dienern

    [112] Und Wir verkundeten ihm Isaak als einen Propheten von den Rechtschaffenen

    [113] Und Wir segneten ihn und Isaak. Unter ihren Nachkommen gibt es welche, die rechtschaffen sind, und welche, die sich selbst offenkundig Unrecht tun

    [114] Und Wir erwiesen Mose und Aaron eine Wohltat

    [115] Und erretteten sie beide und ihr Volk aus der großen Drangsal

    [116] Und Wir unterstutzten sie, da waren sie es, die die Sieger wurden

    [117] Und Wir ließen ihnen beiden das deutliche Buch zukommen

    [118] Und fuhrten sie den geraden Weg

    [119] Und Wir ließen ihren Ruf unter den spateren Generationen fortbestehen

    [120] Friede sei uber Mose und Aaron

    [121] So vergelten Wir den Rechtschaffenen

    [122] Sie beide gehoren zu unseren glaubigen Dienern

    [123] Auch Elias war einer der Gesandten

    [124] Als er zu seinem Volk sagte: «Wollt ihr nicht gottesfurchtig sein

    [125] Wie konnt ihr den Baal anrufen und den Besten der Schopfer verlassen

    [126] Gott, euren Herrn und den Herrn eurer Vorvater?»

    [127] Da ziehen sie ihn der Luge. So werden sie gewiß vorgefuhrt werden

    [128] Ausgenommen die auserwahlten Diener Gottes

    [129] Und Wir ließen seinen Ruf unter den spateren Generationen fortbestehen

    [130] Friede sei uber Elias

    [131] So vergelten Wir den Rechtschaffenen

    [132] Er gehort zu unseren glaubigen Dienern

    [133] Auch Lot war einer der Gesandten

    [134] Als Wir ihn und alle seine Angehorigen erretteten

    [135] Außer einer alten Frau unter denen, die zuruckblieben und dem Verderben anheimfielen

    [136] Dann zerstorten Wir die anderen

    [137] Ihr kommt ja an ihnen vorbei, am Morgen

    [138] Und in der Nacht. Habt ihr denn keinen Verstand

    [139] Auch Jonas war einer der Gesandten

    [140] Als er zum vollbeladenen Schiff davonlief

    [141] Er warf Lose und wurde einer der Unterlegenen

    [142] Der Fisch verschlang ihn, der sich Tadel zugezogen hatte

    [143] Und ware er nicht einer von denen geworden, die (Gott) preisen

    [144] Ware er in seinem Bauch geblieben bis zu dem Tag, an dem sie auferweckt werden

    [145] Da warfen Wir ihn auf das kahle Land; dabei war er krank

    [146] Und Wir ließen eine Kurbisstaude uber ihm wachsen

    [147] Und Wir sandten ihn zu Hunderttausend oder gar mehr

    [148] Da glaubten sie. Und Wir gewahrten ihnen Nutznießung fur eine Weile

    [149] Frag sie um ihre Meinung: Gehoren deinem Herrn etwa die Tochter, und ihnen die Sohne

    [150] Oder haben Wir die Engel als weibliche Wesen erschaffen, wahrend sie zugegen waren

    [151] Es ist aus Lugenhaftigkeit, daß sie sagen

    [152] «Gott hat gezeugt.» Wahrlich, sie sind Lugner

    [153] Hat Er sich denn die Tochter vor den Sohnen auserwahlt

    [154] Was ist mit euch? Wie urteilt ihr nur

    [155] Wollt ihr es nicht bedenken

    [156] Oder habt ihr eine offenkundige Ermachtigung

    [157] Dann bringt euer Buch herbei, so ihr die Wahrheit sagt

    [158] Und sie stellen zwischen Ihm und den Djinn eine Verwandtschaft her. Aber die Djinn wissen, daß sie vorgefuhrt werden

    [159] Preis sei Gott! (Er ist erhaben) uber das, was sie da schildern

    [160] Ausgenommen die auserwahlten Diener Gottes

    [161] Ihr und das, was ihr verehrt

    [162] Konnt niemanden gegen Ihn verfuhren

    [163] Außer dem, der in der Holle brennen wird

    [164] Und es gibt niemanden von uns, der nicht einen gekennzeichneten Rang hatte

    [165] Wahrlich, wir sind es, die reihenweise sich reihen

    [166] Und wahrlich, wir sind es, die lobpreisen

    [167] Und sie pflegten zu sagen

    [168] «Wenn wir nur eine Ermahnung gleich der der Fruheren hatten

    [169] Dann waren wir die auserwahlten Diener Gottes.»

    [170] Und doch verleugnen sie Ihn. Aber sie werden es zu wissen bekommen

    [171] Schon fruher ist unser Spruch an unsere gesandten Diener ergangen

    [172] Sie sind es, die Unterstutzung erfahren werden

    [173] Und unsere Heerscharen werden die Sieger sein

    [174] So kehre dich fur eine Weile von ihnen ab

    [175] Und schau auf sie. Auch sie werden es schauen

    [176] Wunschen sie denn unsere Pein zu beschleunigen

    [177] Wenn sie sich aber in ihrem Gebiet niederlaßt, dann wird der Morgen der Gewarnten schlimm sein

    [178] Und kehre dich fur eine Weile von ihnen ab

    [179] Und schau zu. Auch sie werden es schauen

    [180] Preis sei deinem Herrn, dem Herrn der Macht! (Er ist erhaben) uber das, was sie schildern

    [181] Und Friede sei uber den Gesandten

    [182] Und Lob sei Gott, dem Herrn der Welten

    Surah 38
    Sad

    [1] Saad. Beim Koran, der die Ermahnung enthalt

    [2] Nein, diejenigen, die unglaubig sind, zeigen Stolz und befinden sich im Widerstreit

    [3] Wie manche Generation haben Wir vor ihnen verderben lassen. Sie riefen, da es doch keine Zeit mehr zum Entrinnen war

    [4] Sie wundern sich daruber, daß ein Warner aus ihrer Mitte zu ihnen gekommen ist. Die Unglaubigen sagen: «Dies ist ein Zauberer, der lugt

    [5] Will er denn die Gotter zu einem einzigen Gott machen? Das ist eine verwunderliche Sache.»

    [6] Und die Vornehmen unter ihnen gingen fort: «Geht hin und haltet an euren Gottern beharrlich fest. Das ist eine Sache, die gefordert wird

    [7] Wir haben nicht gehort, daß es bei der vorherigen Religionsgemeinschaft so etwas gegeben hat. Das ist nur eine Erfindung

    [8] Ist die Ermahnung wirklich gerade auf ihn aus unserer Mitte herabgesandt worden?» Nein, sie hegen uber meine Ermahnung Zweifel. Nein, sie haben eben meine Pein noch nicht gekostet

    [9] Oder besitzen sie etwa die Vorratskammern der Barmherzigkeit deines Herrn, des Machtigen, des Freigebigen

    [10] Oder gehort etwa ihnen die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist? So sollen sie doch in den Gangen emporsteigen

    [11] Solch eine Heerschar von den Parteien, die da geschlagen steht

    [12] Der Luge ziehen (ihre Gesandten) schon vor ihnen das Volk Noachs, die Aad und Pharao, der Besitzer der Pfahle

    [13] Und die Thamud, das Volk Lots und die Leute des Waldes. Das sind die Parteien

    [14] Alle ausnahmslos ziehen die Propheten der Luge, so wurde meine Strafe zu Recht fallig

    [15] Diese warten wohl nur auf einen einzigen Schrei, der keinen Aufschub duldet

    [16] Und sie sagen: «Unser Herr, laß unseren Anteil uns ereilen noch vor dem Tag der Abrechnung.»

    [17] Ertrag mit Geduld, was sie sagen. Und gedenke unseres Dieners David, des Kraftvollen. Er war bereit zur Umkehr

    [18] Und Wir machten die Berge dienstbar, daß sie zusammen mit ihm am Abend und bei Sonnenaufgang lobpreisen

    [19] Und auch die Vogel in Scharen. Alle waren bereit, zu Ihm umzukehren

    [20] Und Wir festigten seine Konigsherrschaft und ließen ihm die Weisheit und die Fahigkeit zu entscheidendem Spruch zukommen

    [21] Ist der Bericht uber die Streitigkeiten zu dir gelangt? Als sie uber die Mauern in die Raume einstiegen

    [22] Als sie bei David eintraten. Da hatte er Angst vor ihnen. Sie sagten: «Furchte dich nicht. Wir sind zwei Streitparteien, von denen die eine gegen die andere Ubergriffe begangen hat. So urteile zwischen uns nach der Wahrheit, handle nicht ungerecht und fuhre uns zum rechten Weg

    [23] <Dieser mein Bruder besitzt neunundneunzig Schafe, ich aber ein einziges Schaf. Nun sagte er: >Vertraue es mir an

    [24] Er sagte: «Er hat dir Unrecht getan, daß er dein Schaf zu seinen Schafen hinzu verlangte. Viele von den Partnern begehen gegeneinander Ubergriffe, ausgenommen diejenigen, die glauben und die guten Werke tun - und das sind nur wenige.» Und David verstand, daß Wir ihn der Versuchung ausgesetzt hatten. Da bat er seinen Herrn um Vergebung und warf sich in Verneigung nieder und wandte sich (Ihm) reumutig zu

    [25] Da vergaben Wir ihm dies. Bestimmt ist fur ihn der Zutritt in unsere Nahe und eine schone Heimstatt

    [26] O David, Wir haben dich zum Nachfolger auf der Erde bestellt. So urteile zwischen den Menschen nach der Wahrheit und folge nicht der (eigenen) Neigung, daß sie dich nicht vom Weg Gottes abirren laßt. Fur diejenigen, die vom Weg Gottes abirren, ist eine harte Pein bestimmt dafur, daß sie den Tag der Abrechnung vergessen haben

    [27] Und Wir haben den Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das ist die Meinung derer, die unglaubig sind. Wehe aber denen, die unglaubig sind, vor dem Feuer

    [28] Oder sollen Wir etwa diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, den Unheilstiftern auf Erden gleichstellen, oder die Gottesfurchtigen denen, die voller Laster sind

    [29] Dies ist ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit sie seine Zeichen betrachten und damit die Einsichtigen es bedenken

    [30] Und Wir schenkten David den Salomo. Welch trefflicher Diener! Er war immer bereit zur Umkehr

    [31] Als ihm zur Abendzeit die auf drei Fußen stehenden, schnellen Pferde vorgefuhrt wurden

    [32] Da sagte er: «Ich habe mich der Liebe der (irdischen) Guter hingegeben und daruber ubersehen, meines Herrn zu gedenken, bis sie hinter dem Vorhang verschwand

    [33] Bringt sie mir her.» Da begann er, ihnen uber Beine und Hals zu streichen

    [34] Und Wir unterwarfen Salomo der Versuchung und setzten ein leibhaftiges Wesen auf seinen Stuhl. Dann bekehrte er sich

    [35] Er sagte: «Mein Herr, vergib mir und schenke mir eine Konigsherrschaft, wie sie keinem nach mir geziemt. Du bist ja der Freigebige.»

    [36] Da machten Wir ihm den Wind dienstbar, daß er nach seinem Befehl sanft eilte, wohin er es fur treffend hielt

    [37] Und auch die Satane, jeden Bauarbeiter und Taucher

    [38] Und andere, in Ketten aneinandergebunden

    [39] «Das ist unsere Gabe. So sei wohltatig oder zuruckhaltend, und dies, ohne zu rechnen.»

    [40] Bestimmt ist fur ihn der Zutritt in unsere Nahe und eine schone Heimstatt

    [41] Und gedenke unseres Dieners Ijob. Als er zu seinem Herrn rief: «Mich hat der Satan mit Muhsal und Pein beruhrt.»

    [42] «Stampfe mit dem Fuß. Das ist kuhles Wasser zum Waschen und zum Trinken.»

    [43] Und Wir schenkten ihm seine Angehorigen (wieder) und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung fur die Einsichtigen

    [44] Und: «Nimm in deine Hand ein Bundel (Zweige) und schlag damit zu und sei nicht eidbruchig.» Wir fanden ihn geduldig. Welch trefflicher Diener! Er war immer bereit zur Umkehr

    [45] Und gedenke unserer Diener Abraham, Isaak und Jakob, die Kraft und Einsicht besaßen

    [46] Wir haben sie mit einer besonderen Erwahlung ausgezeichnet, mit dem Gedenken an die (jenseitige) Wohnstatte

    [47] Sie gehoren bei Uns zu den Auserwahlten und Guten

    [48] Und gedenke Ismaels, Elischas und des Dhu1-Kifl. Alle gehoren zu den Guten

    [49] Dies ist eine Ermahnung. Fur die Gottesfurchtigen ist eine schone Heimstatt bestimmt

    [50] Die Garten von Eden, deren Tore ihnen geoffnet stehen

    [51] Sie lehnen sich darin, und sie rufen darin nach vielen Fruchten und nach Getrank

    [52] Und bei ihnen sind gleichaltrige (Huri), die ihre Blicke zuruckhalten

    [53] Das ist, was euch fur den Tag der Abrechnung verheißen ist

    [54] Das ist unsere Versorgung; sie geht nicht zu Ende

    [55] So ist es. Fur die, die ein Ubermaß an Frevel zeigen, ist eine bose Heimstatte bestimmt

    [56] Die Holle, in der sie brennen. Welch schlimme Lagerstatte

    [57] Das ist - sie sollen es kosten - heißes Wasser und stinkender Eiter

    [58] Und anderes dergleichen in verschiedenen Arten

    [59] «Da ist eine Schar, die sich mit euch hineinsturzt.» - «Sie sind nicht willkommen. Sie werden im Feuer brennen.»

    [60] Sie sagen: «Nein, ihr seid es, die ihr nicht willkommen seid. Das habt ihr uns doch verursacht - ein schlimmer Aufenthalt.»

    [61] Sie sagen: «Unser Herr, mehre dem, der uns dies verursacht hat, die Pein, eine doppelte (Pein) im Feuer.»

    [62] Und sie sagen: «Warum sehen wir nicht gewisse Manner, die wir zu den Bosen zahlten

    [63] Haben wir sie (etwa zu Unrecht) zum Gegenstand des Spottes genommen? Oder sind die Blicke von ihnen gewichen?»

    [64] Das ist wahr, so streiten die Bewohner des Feuers miteinander

    [65] Sprich: Ich bin nur ein Warner. Und es gibt keinen Gott außer Gott, dem Einen, der bezwingende Macht besitzt

    [66] Dem Herrn der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, dem Machtigen, der voller Vergebung ist

    [67] Sprich: Das ist ein gewaltiger Bericht

    [68] Von dem ihr euch abwendet

    [69] Ich hatte kein Wissen uber die oberste Ratsversammlung, als sie miteinander stritten

    [70] Mir wird nur offenbart, daß ich ja ein offenkundiger Warner bin

    [71] Als dein Herr zu den Engeln sprach: «Ich werde einen Menschen aus Ton erschaffen

    [72] Wenn Ich ihn geformt und ihm von meinem Geist eingeblasen habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder.»

    [73] Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder

    [74] Außer Iblis; er verhielt sich hochmutig und war einer der Unglaubigen

    [75] Er sprach: «O Iblis, was hat dich daran gehindert, dich vor dem niederzuwerfen, was Ich mit meinen Handen erschaffen habe? Verhaltst du dich (jetzt) hochmutig, oder gehorst du etwa zu den Ranghohen?»

    [76] Er sagte: «Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, ihn hast Du (nur) aus Ton erschaffen.»

    [77] Er sprach: «Dann geh aus ihm hinaus. Du bist der Steinigung wurdig

    [78] Und auf dir liegt mein Fluch bis zum Tag des Gerichtes.»

    [79] Er sagte: «Mein Herr, gewahre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.»

    [80] Er sprach: «Siehe, du gehorst nun zu denen, denen Aufschub gewahrt wird

    [81] Bis zum Tag der bestimmten Zeit.»

    [82] Er sagte: «Bei deiner Macht, ich werde sie allesamt abirren lassen

    [83] Außer deinen auserwahlten Dienern unter ihnen.»

    [84] Er sprach: «Es ist die Wahrheit - und Ich sage ja die Wahrheit

    [85] Ich werde die Holle fullen mit dir und mit all denen von ihnen, die dir folgen.»

    [86] Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafur. Und ich gehore nicht zu denen, die unbefugt handeln

    [87] Es ist nur eine Ermahnung fur die Weltenbewohner

    [88] Und ihr werdet den Bericht daruber nach einer Weile erfahren

    Surah 39
    Die Scharen

    [1] Herabsendung des Buches von Gott, dem Machtigen, dem Weisen

    [2] Wir haben das Buch mit der Wahrheit zu dir hinabgesandt. So diene Gott und sei Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion

    [3] Wahrlich, Gott gehort die aufrichtige Religion. Und zwischen denen, die sich an seiner Stelle Freunde nehmen - «Wir dienen ihnen nur», (sagen sie), «damit sie uns Zutritt in die Nahe Gottes verschaffen» -, wird Gott urteilen uber das, woruber sie uneins sind. Gott leitet den nicht recht, der ein Lugner und sehr unglaubig ist

    [4] Hatte Gott sich ein Kind nehmen wollen, hatte Er aus dem, was Er erschaffen hat, sich auserwahlt, was Er will. Preis sei Ihm! Er ist Gott, der Eine, der bezwingende Macht besitzt

    [5] Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Er legt die Nacht uber den Tag, und Er legt den Tag uber die Nacht. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - jedes lauft auf eine bestimmte Frist. Siehe, Er ist der Machtige, der voller Vergebung ist

    [6] Er hat euch aus einem einzigen Wesen erschaffen, dann machte Er aus ihm seine Gattin. Und Er hat fur euch an Vieh acht (Tiere) in Paaren herabgesandt. Er erschafft euch im Schoß eurer Mutter, eine Schopfung nach der anderen in dreifacher Finsternis. Das ist eben Gott, euer Herr. Ihm gehort die Konigsherrschaft. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie leicht laßt ihr euch doch abbringen

    [7] Wenn ihr unglaubig seid, so ist Gott nicht auf euch angewiesen. Er findet kein Gefallen am Unglauben fur seine Diener. Wenn ihr dankbar seid, so findet Er daran Gefallen fur euch. Und keine lasttragende (Seele) tragt die Last einer anderen. Alsdann wird eure Ruckkehr zu eurem Herrn sein. Dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. Er weiß wohl uber das innere Geheimnis Bescheid

    [8] Und wenn ein Schaden den Menschen trifft, ruft er zu seinem Herrn, indem er sich Ihm reumutig zuwendet. Wenn Er ihm Gnade von sich gewahrt, vergißt er, wofur er vorher gebetet hat, und er stellt Gott andere als Gegenpart zur Seite, um (die Menschen) von seinem Weg abirren zu lassen. Sprich: Genieße deinen Unglauben ein wenig; du gehorst zu den Gefahrten des Feuers

    [9] Ist etwa einer, der sich zu (verschiedenen) Nachtzeiten in demutiger Andacht befindet, ob er sich niederwirft oder aufrecht steht, der sich vor dem Jenseits in acht nimmt und die Barmherzigkeit seines Herrn erhofft...? - Sprich: Sind etwa diejenigen, die wissen, und diejenigen, die nicht wissen, gleich? Doch bedenken es nur die Einsichtigen

    [10] Sprich: O meine Diener, die ihr glaubig seid, furchtet euren Herrn. Diejenigen, die rechtschaffen sind, erhalten hier im Diesseits Gutes. Und Gottes Erde ist weit. Den Geduldigen wird ihr Lohn voll erstattet, ohne daß es (viel) gerechnet wird

    [11] Sprich: Mir wurde befohlen, Gott zu dienen und dabei Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion zu sein

    [12] Und mir wurde befohlen, der erste der Gottergebenen zu sein

    [13] Sprich: Ich furchte, wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines gewaltigen Tages

    [14] Sprich: Gott (allein) diene ich, und ich bin dabei Ihm gegenuber aufrichtig in meiner Religion

    [15] Ihr mogt auch an seiner Stelle verehren, was ihr wollt. Sprich: Die (wahren) Verlierer sind die, die am Tag der Auferstehung sich selbst und ihre Angehorigen verlieren. Ja, das ist der offenkundige Verlust

    [16] Sie haben uber sich uberschattende Hullen von Feuer und unter sich (ebensolche) uberschattende Hullen. Damit macht Gott seinen Dienern angst: «O meine Diener, furchtet Mich also.»

    [17] Und denen, die die Gotter meiden, um ihnen nicht zu dienen, und sich Gott reumutig zuwenden, gilt die frohe Botschaft. So verkunde die frohe Botschaft meinen Dienern

    [18] Die auf das Wort horen und dem Besten davon folgen. Das sind die, die Gott rechtleitet, und das sind die Einsichtigen

    [19] Denjenigen, gegen den der Spruch der Pein zu Recht fallig geworden ist... - Willst du etwa den retten, der im Feuer ist

    [20] Aber fur die, die ihren Herrn furchten, sind Obergemacher bestimmt, uber denen (andere) Obergemacher aufgebaut sind, unter denen Bache fließen. Das ist das Versprechen Gottes. Gott bricht das Versprechen nicht

    [21] Hast du denn nicht gesehen, daß Gott vom Himmel Wasser herabkommen und es als Quellen in der Erde seine Bahn nehmen laßt? Dann bringt Er dadurch Getreide verschiedener Art hervor. Dann verdorrt es, und du siehst es gelb werden. Dann macht Er es zu zermalmtem Zeug. Darin ist eine Ermahnung fur die Einsichtigen

    [22] Ist denn der, dem Gott die Brust fur den Islam weitet, so daß er in einem Licht von seinem Herrn wandert, (einem Irrenden gleich)? So wehe denen, deren Herzen gegen die Ermahnung Gottes verhartet sind! Sie befinden sich in einem offenkundigen Irrtum

    [23] Gott hat die beste Botschaft herabgesandt, ein Buch mit gleichartigen, sich wiederholenden Versen, vor dem die Haut derer, die ihren Herrn furchten, erschauert. Dann werden ihre Haut und ihr Herz weich und neigen sich dem Gedenken Gottes zu. Das ist die Rechtleitung Gottes. Er leitet damit recht, wen Er will. Und wen Gott irrefuhrt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten konnte

    [24] Ist denn einer, der sich mit seinem Gesicht vor der schlimmen Pein am Tag der Auferstehung hutet,... (einem Unbekummerten gleich)? Und es wird zu denen, die Unrecht tun, gesprochen: «Kostet, was ihr erworben habt.»

    [25] Fur Luge haben es diejenigen erklart, die vor ihnen lebten. Da kam die Pein uber sie, von wo sie es nicht merkten

    [26] Und Gott ließ sie im diesseitigen Leben die Schande erleiden. Aber die Pein des Jenseits ist großer, wenn sie es nur wußten

    [27] Und Wir haben den Menschen in diesem Koran allerlei Gleichnisse angefuhrt - auf daß sie es bedenken

    [28] Als einem arabischen Koran, an dem nichts Krummes ist, auf daß sie gottesfurchtig werden

    [29] Gott fuhrt als Gleichnis einen Mann an, der Herren gehort, welche miteinander in Zank liegen, und einen Mann, der nur einem Herrn gehort. Sind die beiden im Gleichnis etwa gleich? Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [30] Du wirst gewiß sterben, auch sie werden sterben

    [31] Dann werdet ihr am Tag der Auferstehung bei eurem Herrn miteinander streiten

    [32] Wer ist denn ungerechter als der, der gegen Gott lugt und die Wahrheit, als sie zu ihm kam, fur Luge erklart? Ist nicht in der Holle eine Bleibe fur die Unglaubigen

    [33] Diejenigen aber, die mit der Wahrheit kommen und sie fur wahr halten, das sind die Gottesfurchtigen

    [34] Sie haben bei ihrem Herrn, was sie wollen. Das ist der Lohn der Rechtschaffenen

    [35] Auf daß Gott ihnen das Schlechteste von dem, was sie getan haben, suhne und ihnen ihren Lohn vergelte fur das Beste von dem, was sie taten

    [36] Genugt Gott seinem Diener nicht? Und sie wollen dir mit denen, die es außer Ihm geben soll, angst machen. Wen Gott irrefuhrt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten konnte

    [37] Und wen Gott rechtleitet, den kann niemand irrefuhren. Ist nicht Gott machtig, und ubt Er nicht Rache

    [38] Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt: «Gott.» Sprich: Habt ihr denn das, was ihr anstelle Gottes anruft, betrachtet? Wenn Gott fur mich Schaden will, konnen sie denn seinen Schaden beheben? Oder wenn Er fur mich Barmherzigkeit will, konnten sie seine Barmherzigkeit zuruckhalten? Sprich: Mir genugt Gott. Auf Ihn vertrauen die, die (uberhaupt auf jemanden) vertrauen

    [39] Sprich: O mein Volk, handelt nach eurem Standpunkt, ich werde auch so handeln. Ihr werdet erfahren

    [40] uber wen eine Pein, die ihn zuschanden macht, kommen und auf den eine bestandige Pein niedergehen wird

    [41] Wir haben fur die Menschen das Buch mit der Wahrheit auf dich hinabgesandt. Wer der Rechtleitung folgt, tut das zu seinem eigenen Vorteil. Wer irregeht, geht irre zu seinem eigenen Schaden. Und du bist nicht ihr Sachwalter

    [42] Gott beruft die Seelen zur Zeit ihres Todes ab, und auch die, die nicht gestorben sind, wahrend ihres Schlafs. Er halt die eine, fur die Er den Tod beschlossen hat, zuruck, und Er laßt die andere auf eine bestimmte Frist laufen. Darin sind Zeichen fur Leute, die nachdenken

    [43] Oder haben sie sich anstelle Gottes Fursprecher genommen? Sprich: Was denn, auch wenn sie uber nichts verfugen und keinen Verstand haben

    [44] Sprich: Alle Fursprache gehort Gott allein. Ihm gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Dann werdet ihr zu Ihm zuruckgebracht

    [45] Und wenn Gott allein erwahnt wird, empfinden die Herzen derer, die nicht an das Jenseits glauben, Abneigung. Und wenn die erwahnt werden, die es außer Ihm geben soll, da sind sie plotzlich froh

    [46] Sprich: O mein Gott, Schopfer der Himmel und der Erde, der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß. Du wirst zwischen deinen Dienern urteilen uber das, woruber sie uneins waren

    [47] Wenn diejenigen, die Unrecht tun, alles hatten, was auf der Erde ist, und noch einmal das gleiche dazu, sie wurden sich damit von der schlimmen Pein am Tag der Auferstehung loskaufen. Ihnen wird dann namlich von Gott her klar, womit sie nicht gerechnet haben

    [48] Und ihnen werden die Missetaten, die sie erworben haben, klar, und es umschließt sie das, woruber sie spotteten

    [49] Wenn ein Schaden den Menschen beruhrt, ruft er zu Uns. Wenn Wir ihm dann Gnade von Uns gewahren, sagt er: «Es ist mir aufgrund von Wissen zugekommen.» Nein, es ist eine Versuchung. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [50] Das haben schon diejenigen, die vor ihnen lebten, gesagt. Aber nicht nutzte ihnen, was sie zu erwerben pflegten

    [51] Und die Missetaten, die sie erworben hatten, trafen sie. Und auch diejenigen unter diesen da, die Unrecht tun, werden die Missetaten, die sie erworben haben, treffen. Und sie konnen es nicht vereiteln

    [52] Wissen sie denn nicht, daß Gott den Lebensunterhalt großzugig zuteilt, wem Er will, und auch bemessen? Darin sind Zeichen fur Leute, die glauben

    [53] Sprich: O meine Diener, die ihr gegen euch selbst Ubertretungen begangen habt, gebt die Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes nicht auf. Gott vergibt die Sunden alle. Er ist ja der, der voller Vergebung und barmherzig ist

    [54] Und wendet euch eurem Herrn reumutig zu und seid Ihm ergeben, bevor die Pein uber euch kommt. Dann werdet ihr keine Unterstutzung erfahren

    [55] Und folgt dem Besten von dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, bevor die Pein plotzlich uber euch kommt, ohne daß ihr es merkt

    [56] Sonst wurde einer sagen: «Was fur ein Grund zum Bedauern ist es fur mich, daß ich Gott wenig Beachtung schenkte. Ich gehorte ja zu den Spottern.»

    [57] Oder er konnte sagen: «Hatte Gott mich rechtgeleitet, ware ich bestimmt einer der Gottesfurchtigen.»

    [58] Oder auch konnte er, wenn er die Pein sieht, sagen: «Hatte ich doch eine Moglichkeit zur Ruckkehr, damit ich zu den Rechtschaffenen gehorte!»

    [59] «Aber meine Zeichen sind doch zu dir gekommen. Da hast du sie fur Luge erklart und dich hochmutig gezeigt, und du bist einer der Unglaubigen gewesen.»

    [60] Und am Tag der Auferstehung siehst du die Gesichter derer, die gegen Gott gelogen haben, schwarz werden. Ist nicht in der Holle eine Bleibe fur die Hochmutigen

    [61] Und Gott errettet diejenigen, die gottesfurchtig waren, indem Er sie entrinnen laßt. Das Bose wird sie nicht beruhren, und sie werden nicht traurig sein

    [62] Gott ist der Schopfer aller Dinge. Und Er ist der Sachwalter uber alle Dinge

    [63] Er hat die Schlussel der Himmel und der Erde. Diejenigen, die die Zeichen Gottes verleugnen, das sind die Verlierer

    [64] Sprich: Wollt ihr mir wirklich befehlen, einem anderen als Gott zu dienen, ihr Torichten

    [65] Dir und denen, die vor dir lebten, ist es offenbart worden: «Wenn du (Gott andere) beigesellst, ist dein Werk wertlos und du gehorst zu den Verlierern

    [66] Nein, Gott allein sollst du dienen und zu den Dankbaren gehoren.»

    [67] Und sie haben Gott nicht eingeschatzt, wie Er eingeschatzt werden soll. Die ganze Erde wird am Tag der Auferstehung in seiner Hand gehalten, und auch die Himmel zusammengefaltet in seiner Rechten. Preis sei Ihm, und erhaben ist Er uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [68] Und es wird in die Trompete geblasen, und da sturzt, wie vom Blitz getroffen, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist, außer denen, die Gott will. Dann wird ein zweites Mal hineingeblasen, und da stehen sie schon auf und schauen hin

    [69] Und die Erde erstrahlt im Lichte ihres Herrn. Das Buch wird hingelegt. Die Propheten und die Zeugen werden herbeigebracht. Und es wird zwischen ihnen nach der Wahrheit entschieden, und ihnen wird kein Unrecht getan

    [70] Und jeder Seele wird voll zuruckerstattet, was sie getan hat. Und Er weiß besser Bescheid uber das, was sie tun

    [71] Und diejenigen, die unglaubig waren, werden in Scharen zur Holle getrieben. Und wenn sie dort ankommen, werden ihre Tore geoffnet. Und ihre Warter sagen zu ihnen: «Sind nicht Gesandte aus eurer Mitte zu euch gekommen, um euch die Zeichen eures Herrn zu verlesen und euch die Begegnung mit diesem eurem Tag warnend zu verkunden?» Sie sagen: «Ja doch. Aber der Spruch der Pein ist gegen die Unglaubigen zu Recht fallig geworden.»

    [72] Es wird gesprochen: «Betretet die Tore der Holle, darin werdet ihr ewig weilen. Wie schlimm ist die Bleibe der Hochmutigen!»

    [73] Und diejenigen, die ihren Herrn furchteten, werden in Scharen ins Paradies gefuhrt. Und wenn sie dort ankommen, und seine Tore geoffnet werden und seine Warter zu ihnen sagen: «Friede sei uber euch! Gut wart ihr, so betretet es; darin werdet ihr ewig weilen.»

    [74] Und sie sagen: «Lob sei Gott, der sein Versprechen an uns wahr gemacht und uns die Erde zum Erbe gegeben hat, sodaß wir uns im Paradies aufhalten konnen, wo wir wollen! Wie trefflich ist der Lohn derer, die (gut) handeln!»

    [75] Und du siehst die Engel sich um den Thron hinstellen und das Lob ihres Herrn singen. Und es ist zwischen ihnen nach der Wahrheit entschieden. Und es wird gesagt: «Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!»

    Surah 40
    Der Vergebende

    [1] Haa Mim

    [2] Herabsendung des Buches von Gott, dem Machtigen, der Bescheid weiß

    [3] Der die Sunde vergibt und die Reue annimmt, der strenge Strafe verhangt und dauernde Gnade besitzt. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Zu Ihm fuhrt der Lebensweg

    [4] Uber die Zeichen Gottes streiten nur diejenigen, die unglaubig sind. Laß dich durch ihr Umherziehen in den Landstrichen nicht betoren

    [5] Schon vor ihnen haben das Volk Noachs und nach diesen die Parteien (ihre Gesandten) der Luge geziehen. Jede Gemeinschaft war schon dabei, gegen ihren Gesandten vorzugehen, um ihn zu ergreifen. Und sie stritten mit dem Falschen, um damit die Wahrheit zu widerlegen. Da habe Ich sie ergriffen. Wie war da meine Strafe

    [6] Und so wurde der Spruch deines Herrn gegen diejenigen, die unglaubig sind, zu Recht fallig, namlich daß sie Gefahrten des Feuers sind

    [7] Diejenigen, die den Thron tragen, und diejenigen, die um ihn stehen, singen das Lob ihres Herrn und glauben an Ihn. Sie bitten um Vergebung fur die, die glauben: «Unser Herr, Du umschließt alle Dinge in deiner Barmherzigkeit und deinem Wissen. So vergib denen, die sich bekehrt haben und deinem Weg gefolgt sind, und bewahre sie vor der Pein der Holle

    [8] Unser Herr, laß sie in die Garten Edens, die Du ihnen verheißen hast, eingehen, ebenso die Rechtschaffenen von ihren Vatern, ihren Gattinnen und ihren Nachkommen, Du bist der Machtige, der Weise

    [9] Und bewahre sie vor den Missetaten. An jenem Tag, wen Du vor den Missetaten bewahrst, dessen hast Du dich erbarmt, und das ist der großartige Erfolg.»

    [10] Denen, die unglaubig waren, wird zugerufen: «Der Abscheu Gottes ist gewiß großer als euer Abscheu vor euch selbst, da ihr zum Glauben aufgerufen worden, aber unglaubig geblieben seid.»

    [11] Sie sagen: «Unser Herr, Du hast uns zweimal sterben lassen und zweimal lebendig gemacht. So bekennen wir unsere Sunden. Gibt es denn einen Weg, hier herauszukommen?»

    [12] «Dies ist so, weil ihr, wenn immer Gott allein angerufen wurde, unglaubig geblieben seid, ihr aber, wenn Ihm (andere) beigesellt wurden, geglaubt habt. Das Urteil gehort Gott, dem Erhabenen, dem Großen.»

    [13] Er ist es, der euch seine Zeichen sehen laßt und euch vom Himmel einen Lebensunterhalt herabsendet. Und doch bedenkt es nur der, der zur Umkehr bereit ist

    [14] So ruft Gott an, indem ihr Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion seid, auch wenn es den Unglaubigen zuwider ist

    [15] Er hat hohe Rangstufen und ist Herr des Thrones. Er legt den Geist von seinem Befehl, auf wen von seinen Dienern Er will, damit er vor dem Tag der Begegnung warne

    [16] Dem Tag, an dem sie vortreten, wobei nichts von ihnen vor Gott verborgen bleibt. - «Wem gehort heute die Konigsherrschaft?» - Gott, dem Einen, der bezwingende Macht besitzt

    [17] Heute wird jeder Seele vergolten fur das, was sie erworben hat. Heute geschieht kein Unrecht. Gott ist schnell im Abrechnen

    [18] Und warne sie vor dem Tag der bevorstehenden Auferstehung, da die Herzen voller Gram die Kehle erreichen. Die, die Unrecht tun, haben dann keinen warmherzigen Freund und keinen Fursprecher, dem man gehorchen wurde

    [19] Er weiß, was sich hinter den Augen an Verrat versteckt und was die Brust verbirgt

    [20] Und Gott entscheidet nach der Wahrheit. Diejenigen aber, die sie an seiner Stelle anrufen, entscheiden ohne jede Grundlage. Gott ist der, der alles hort und sieht

    [21] Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie hatten eine starkere Kraft und hinterließen mehr Spuren auf der Erde als sie. Da ergriff sie Gott wegen ihrer Sunden. Und es gab fur sie niemanden, der sie vor Gott hatte schutzen konnen

    [22] Dies, weil ihre Gesandten immer wieder mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, sie aber unglaubig blieben. So ergriff sie Gott. Er ist stark und verhangt eine harte Strafe

    [23] Und Wir haben Mose gesandt mit unseren Zeichen und mit einer offenkundigen Ermachtigung

    [24] Zu Pharao und Haamaan und Qarun. Sie aber sagten: «Ein Zauberer, der lugt.»

    [25] Als er zu ihnen mit der Wahrheit von Uns kam, sagten sie: «Totet die Sohne derer, die mit ihm glauben, und laßt ihre Frauen am Leben.» Aber die List der Unglaubigen geht gewiß ins Leere

    [26] Pharao sagte: «Laßt mich Mose toten. Er soll seinen Herrn anrufen. Ich furchte, er wird sonst eure Religion abandern oder Unheil im Land hervorrufen.»

    [27] Und Mose sagte: «Ich suche Zuflucht bei meinem Herrn und eurem Herrn vor jedem Hochmutigen, der nicht an den Tag der Abrechnung glaubt.»

    [28] <Ein glaubiger Mann von den Leuten des Pharao, der seinen Glauben verschwieg, sagte: «Wollt ihr denn einen Mann toten, weil er sagt: >Mein Herr ist Gott

    [29] O mein Volk, zwar gehort euch heute die Herrschaft, und ihr habt die Oberhand im Land. Wer wird uns aber gegen die Schlagkraft Gottes unterstutzen, wenn sie uber uns kommt?» Pharao sagte: «Ich zeige euch nur, was ich sehe, und ich weise euch nur den Weg des rechten Wandels.»

    [30] Der, der glaubte, sagte: «O mein Volk, ich furchte fur euch etwas Ahnliches wie den Tag der Parteien

    [31] Etwas Ahnliches wie das, was dem Volk Noachs, den Aad, den Thamud und denen, die nach ihnen lebten, widerfuhr. Und Gott will den Dienern kein Unrecht tun

    [32] O mein Volk, ich furchte fur euch den Tag des gegenseitigen Zurufens

    [33] Den Tag, an dem ihr den Rucken kehren werdet. Dabei werdet ihr niemanden haben, der euch vor Gott schutzen konnte. Und wen Gott irrefuhrt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten konnte

    [34] <Fruher kam Joseph zu euch mit den deutlichen Zeichen. Ihr aber verharrtet in eurem Zweifel uber das, was er euch gebracht hatte. Als er dann starb, sagtet ihr: >Gott wird nach ihm keinen Gesandten mehr erstehen lassen. < So fuhrt Gott in die Irre den, der maßlos und voller Zweifel ist.»>

    [35] Diejenigen, die uber die Zeichen Gottes streiten, ohne eine Ermachtigung erhalten zu haben, erregen damit großen Abscheu bei Gott und bei denen, die glaubig sind. So versiegelt Gott das Herz eines jeden, der hochmutig und gewalttatig ist

    [36] Und Pharao sagte: «O Haamaan, errichte mir einen offenen Hochbau, vielleicht kann ich die Gange erreichen

    [37] Die Gange der Himmel, daß ich zum Gott des Mose emporsteige. Ich halte ihn ja fur einen Lugner.» So wurde dem Pharao sein boses Tun verlockend gemacht, und er wurde vom (rechten) Weg abgewiesen. Die List Pharaos ist dem Verderben erlegen

    [38] Derjenige, der glaubig war, sagte: «O mein Volk, folgt mir, dann weise ich euch den Weg des rechten Wandels

    [39] O mein Volk, dieses irdische Leben ist nur Nutznießung. Das Jenseits aber ist die Wohnstatte zum Bleiben

    [40] Wer etwas Schlechtes tut, dem wird gleichviel vergolten. Und diejenigen, die Gutes tun, ob Mann oder Weib, und dabei glaubig sind, werden ins Paradies eingehen, wo ihnen Unterhalt beschert wird ohne Abrechnung

    [41] O mein Volk, wie kommt es, daß ich euch zur Rettung rufe, ihr aber mich zum Feuer ruft

    [42] Ihr ruft mich dazu auf, Gott zu verleugnen und Ihm das beizugesellen, wovon ich kein Wissen habe. Ich aber rufe euch zum Machtigen, der voller Vergebung ist

    [43] Wahrlich, es steht dem, zu dem ihr mich ruft, keine Anrufung zu, weder im Diesseits noch im Jenseits. Zu Gott werden wir ja zuruckgebracht. Die Maßlosen sind die Gefahrten des Feuers

    [44] Ihr werdet euch an das erinnern, was ich euch sage. Ich uberlasse Gott meine Angelegenheit. Gott sieht wohl die Diener.»

    [45] So bewahrte ihn Gott vor ihrer bosen Arglist, und die Leute Pharaos umschloß die bose Pein

    [46] Das Feuer, dem sie morgens und abends vorgefuhrt werden. Und am Tag, da die Stunde heraufkommt (heißt es): «Laßt die Leute Pharaos in die harteste Pein eingehen.»

    [47] Wenn sie nun im Feuer miteinander streiten. Dann sagen die Schwachen zu denen, die sich hochmutig verhielten: «Wir waren doch eure Gefolgsleute. Konnt ihr nun einen Teil des Feuers von uns fernhalten?»

    [48] Diejenigen, die sich hochmutig verhielten, sagen: «Wir befinden uns doch alle darin. Gott hat nun zwischen den Dienern geurteilt.»

    [49] Diejenigen, die sich im Feuer befinden, sagen zu den Wartern der Holle: «Ruft zu eurem Herrn, daß Er uns einen Tag der Erleichterung von der Pein gewahre.»

    [50] Sie sagen: «Sind nicht eure Gesandten immer wieder mit den deutlichen Zeichen zu euch gekommen?» Sie sagen: «Doch.» Sie sagen: «So ruft ihr selbst.» Aber das Rufen der Unglaubigen geht gewiß ins Leere

    [51] Wahrlich, Wir unterstutzen unsere Gesandten und diejenigen, die glauben, im diesseitigen Leben und am Tag, da die Zeugen auftreten

    [52] Am Tag, da denen, die Unrecht tun, ihre Entschuldigung nicht nutzt. Sie werden den Fluch und sie werden eine schlimme Wohnstatte erhalten

    [53] Wir haben Mose die Rechtleitung zukommen und die Kinder Israels das Buch erben lassen

    [54] Als Rechtleitung und Ermahnung fur die Einsichtigen

    [55] So sei geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr. Und bitte um Vergebung fur deine Sunde. Und sing das Lob deines Herrn am Abend und am fruhen Morgen

    [56] Diejenigen, die uber die Zeichen Gottes streiten, ohne daß sie eine Ermachtigung erhalten hatten, haben in ihrer Brust nichts als Uberheblichkeit. Sie werden sie nicht befriedigen konnen. So suche Zuflucht bei Gott. Er ist der, der alles hort und sieht

    [57] Die Erschaffung der Himmel und der Erde ist wahrlich großer als die Erschaffung der Menschen. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [58] Nicht gleich sind der Blinde und der Sehende, und auch nicht diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, und der Missetater. Aber ihr bedenkt es wenig

    [59] Die Stunde kommt bestimmt, an ihr ist kein Zweifel moglich. Aber die meisten Menschen glauben nicht

    [60] Euer Herr spricht: «Ruft zu Mir, so erhore Ich euch. Diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Holle als Gedemutigte eingehen.»

    [61] Gott ist es, der euch die Nacht gemacht hat, damit ihr in ihr ruht, und den Tag, an dem man sehen kann. Gott ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar

    [62] So ist Gott, euer Herr, der Schopfer aller Dinge. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie leicht laßt ihr euch doch abwenden

    [63] Auf diese Weise lassen sich abwenden, die die Zeichen Gottes zu verleugnen pflegen

    [64] Gott ist es, der euch die Erde zu einem festen Grund und den Himmel zu einem Bau gemacht, euch gestaltet und eure Gestalten schon geformt und euch von den kostlichen Dingen beschert hat. So ist Gott, euer Herr. Gesegnet sei Gott, der Herr der Welten

    [65] Er ist der Lebendige. Es gibt keinen Gott außer Ihm. So ruft zu Ihm, indem ihr Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion seid. Lob sei Gott, dem Herrn der Welten

    [66] Sprich: Mir wurde, als die deutlichen Zeichen von meinem Herrn zu mir kamen, verboten, denen zu dienen, die ihr anstelle Gottes anruft. Und mir wurde befohlen, mich dem Herrn der Welten zu ergeben

    [67] Er ist es, der euch aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Tropfen, dann aus einem Embryo. Dann laßt Er euch als Kind herauskommen. Dann (sorgt Er fur euch), damit ihr eure Vollkraft erreicht und damit ihr dann Greise werdet - unter euch sind (allerdings) einige, die Er vorher abberuft - und damit ihr eine bestimmte Frist erreicht, auf daß ihr verstandig werdet

    [68] Er ist es, der lebendig macht und sterben laßt. Und wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: «Sei!», und sie ist

    [69] Hast du nicht auf jene geschaut, die uber die Zeichen Gottes streiten? Wie leicht lassen sie sich doch abbringen

    [70] Sie, die das Buch und das, womit Wir unsere Gesandten geschickt haben, fur Luge erklaren. Sie werden es zu wissen bekommen

    [71] Wenn die Fesseln und die Ketten an ihrem Hals angebracht werden und sie hineingezerrt werden

    [72] Ins heiße Wasser und dann ins Feuer als Brennstoff geworfen werden

    [73] Dann wird zu ihnen gesagt: «Wo ist das, was ihr (Gott) beigesellt habt (und verehrt habt)

    [74] Anstelle Gottes?» Sie sagen: «Sie sind uns entschwunden. Nein, wir riefen fruher nichts an.» So fuhrt Gott die Unglaubigen in die Irre

    [75] Dies, weil ihr euch auf der Erde zu Unrecht der Freude hinzugeben und unbekummert zu leben pflegtet

    [76] Betretet nun die Tore der Holle, darin werdet ihr ewig weilen. Schlimm ist die Bleibe der Hochmutigen

    [77] So sei geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr. Ob Wir dich einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich abberufen, zu Uns werden sie (auf jeden Fall) zuruckgebracht

    [78] Und Wir haben schon vor dir Gesandte geschickt. Unter ihnen sind manche, von denen Wir dir erzahlt haben, und unter ihnen sind manche, von denen Wir dir nicht erzahlt haben. Und kein Gesandter kann ein Zeichen bringen, außer mit der Erlaubnis Gottes. Wenn der Befehl Gottes eintrifft, wird nach der Wahrheit entschieden, und dann haben diejenigen den Verlust, die (die Botschaft) fur falsch erklaren

    [79] Gott ist es, der fur euch die Herdentiere bestellt hat, damit ihr auf ihnen reiten konnt; und ihr konnt auch von ihnen essen

    [80] An ihnen habt ihr sonst allerlei Nutzen. Und damit ihr, auf ihnen reitend, etwas, was ihr in eurer Brust hegt und anstrebt, erreichen konnt. (Endlich) werdet ihr auf ihnen und auf den Schiffen getragen

    [81] Und Er zeigt euch seine Zeichen. Welches von den Zeichen Gottes wollt ihr nun verleugnen

    [82] Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie waren zahlreicher als sie, hatten eine starkere Kraft und hinterließen mehr Spuren auf der Erde. Und nicht nutzte ihnen, was sie zu erwerben pflegten

    [83] Als nun ihre Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, freuten sie sich uber das Wissen, das sie besaßen. Und es umschloß sie das, woruber sie spotteten

    [84] Als sie dann unsere Schlagkraft sahen, sagten sie: «Wir glauben an Gott allein und verleugnen das, was wir Ihm beigesellten.»

    [85] Aber ihr Glaube konnte ihnen nicht nutzen, als sie unsere Schlagkraft sahen - so ist Gott mit seinen Dienern in der Vergangenheit verfahren. Den Verlust hatten da die Unglaubigen

    Surah 41
    Erklärt

    [1] Haa Mim

    [2] Herabsendung von dem Erbarmer, dem Barmherzigen

    [3] Ein Buch, dessen Zeichen im einzelnen dargelegt sind, als arabischer Koran, fur Leute, die Bescheid wissen

    [4] Als Freudenbote und Warner. Aber die meisten von ihnen wenden sich ab, so daß sie nicht horen

    [5] Sie sagen: «Unsere Herzen liegen vor dem, wozu du uns aufrufst, in Hullen, und in unseren Ohren ist Schwerhorigkeit, und zwischen uns und dir ist ein Vorhang. Handle also (wie du magst), wir werden auch ebenfalls handeln.»

    [6] Sprich: Ich bin nur ein Mensch wie ihr; mir wird offenbart, daß euer Gott ein einziger Gott ist. So verhaltet euch Ihm gegenuber recht und bittet Ihn um Vergebung. Und wehe den Polytheisten

    [7] Die die Abgabe nicht entrichten und das Jenseits verleugnen

    [8] Fur die, die glauben und die guten Werke tun, ist ein Lohn bestimmt, der nicht aufhort

    [9] Sprich: Wollt ihr wirklich den verleugnen, der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm andere als Gegenpart zur Seite stellen? Das ist doch der Herr der Welten

    [10] Er hat auf ihr festgegrundete Berge gemacht, die uber ihr aufragen, und Er hat sie gesegnet und in ihr Nahrung nach Maß festgelegt - in vier Tagen - gleichmaßig fur die, die danach verlangen

    [11] Dann richtete Er sich zum Himmel auf, welcher noch aus Rauch bestand, und sprach zu ihm und zur Erde: «Kommt her, freiwillig oder widerwillig.» Sie sagten: «Wir kommen freiwillig.»

    [12] So gestaltete Er sie nach seiner Entscheidung zu sieben Himmeln in zwei Tagen und wies jedem Himmel seine Aufgabe zu. Und Wir schmuckten den untersten Himmel mit Leuchten, (die auch) zum Schutz (dienen). Das ist die Bestimmung dessen, der machtig ist und Bescheid weiß

    [13] Wenn sie sich also abwenden, dann sprich: Ich warne euch vor einem Donnerschlag gleich dem Donnerschlag der Aad und der Thamud

    [14] Als die Gesandten zu ihnen kamen von vorn und von hinten: «Dienet Gott allein», sagten sie: «Wenn unser Herr gewollt hatte, hatte Er Engel herabgesandt. So verleugnen wir das, womit ihr gesandt worden seid.»

    [15] Was die Aad betrifft, so verhielten sie sich auf der Erde zu Unrecht hochmutig und sagten: «Wer hat eine starkere Kraft als wir?» Haben sie denn nicht gesehen, daß Gott, der sie erschaffen hat, eine starkere Kraft hat als sie? Aber sie verleugneten dauernd unsere Zeichen

    [16] Da sandten Wir gegen sie an unheilvollen Tagen einen eiskalten Wind, um sie die Pein der Schande im diesseitigen Leben kosten zu lassen. Aber die Pein des Jenseits ist noch schandlicher. Und sie werden keine Unterstutzung erfahren

    [17] Und was die Thamud betrifft, so wollten Wir sie rechtleiten, sie aber zogen die Blindheit der Rechtleitung vor. Da ergriff sie der Donnerschlag der schandlichen Pein wegen dessen, was sie zu erwerben pflegten

    [18] Und Wir erretteten diejenigen, die glaubten und gottesfurchtig waren

    [19] Und am Tag, da die Feinde Gottes zum Feuer versammelt und in Abteilungen aufgestellt werden

    [20] Wenn sie dann dort angekommen sind, legen ihr Gehor, ihre Augen und ihre Haute gegen sie Zeugnis ab uber das, was sie zu tun pflegten

    [21] Sie sagen zu ihren Hauten: «Warum habt ihr gegen uns Zeugnis abgelegt?» Sie sagen: «Gott, der alle Dinge reden laßt, hat uns reden lassen. Er ist es, der euch das erste Mal erschaffen hat, und zu Ihm werdet ihr zuruckgebracht

    [22] Und ihr pflegtet euch nicht so zu verdecken, daß nicht euer Gehor, eure Augen und eure Haute Zeugnis wegen euch ablegten. Aber ihr meintet, daß Gott nicht viel wisse von dem, was ihr tut

    [23] Und diese eure Meinung, die ihr von eurem Herrn hattet, hat euch ins Verderben gesturzt, so daß ihr jetzt zu den Verlierern gehort.»

    [24] Wenn sie Geduld zeigen, so ist doch das Feuer ihre Bleibe. Und wenn sie eine entschuldigende Umkehr zeigen, so werden sie doch nicht zu denen gehoren, deren entschuldigende Umkehr angenommen wird

    [25] Und Wir haben fur sie Gesellen abgestellt, die ihnen verlockend machten, was vor ihnen und was hinter ihnen lag. Und fallig wurde der Spruch gegen sie, wie gegen Gemeinschaften von Djinn und Menschen, die vor ihnen dahingegangen waren. Sie waren ja Verlierer

    [26] Diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Hort nicht auf diesen Koran, und fuhrt dazwischen unbedachte Reden, auf daß ihr siegt.»

    [27] Wir werden diejenigen, die unglaubig sind, bestimmt eine harte Pein kosten lassen, und Wir werden ihnen vergelten das Schlimmste von dem, was sie zu tun pflegten

    [28] Das ist der Lohn der Feinde Gottes: das Feuer, in dem sie eine ewige Wohnstatte haben, als Vergeltung dafur, daß sie unsere Zeichen immer wieder verleugnet haben

    [29] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen: «Unser Herr, laß uns die zwei Gruppen - von den Djinn und den Menschen - sehen, die uns irregefuhrt haben, daß wir sie unter unsere Fuße legen, damit sie zu den Unterlegenen gehoren.»

    [30] Auf diejenigen, die sagen: «Unser Herr ist Gott», und sich dann recht verhalten, kommen die Engel herab: «Furchtet euch nicht, seid nicht traurig und freut euch auf das Paradies, das euch immer wieder versprochen wurde

    [31] Wir sind eure Freunde im diesseitigen Leben und im Jenseits. Ihr habt darin, was eure Seele begehrt, und ihr habt darin, was ihr beansprucht

    [32] eine Herberge von einem, der voller Vergebung und barmherzig ist.»

    [33] Und wer spricht bessere Worte als der, der zu Gott ruft, Gutes tut und sagt: «Ich gehore zu den Gottergebenen»

    [34] Nicht gleich sind die gute und die schlechte Tat. Wehre ab mit einer Tat, die besser ist, da wird der, zwischen dem und dir eine Feindschaft besteht, so, als ware er ein warmherziger Freund

    [35] Aber dies wird nur denen verliehen, die geduldig sind, ja es wird nur dem verliehen, der ein gewaltiges Gluck hat

    [36] Und wenn dich vom Satan ein Stachel aufstachelt, dann suche Zuflucht bei Gott. Er ist der, der alles hort und weiß

    [37] Und zu seinen Zeichen gehoren die Nacht und der Tag, die Sonne und der Mond. Werft euch weder vor der Sonne noch vor dem Mond nieder. Werft euch nieder vor Gott, der sie erschaffen hat, so ihr Ihm dienen wollt

    [38] Wenn sie sich hochmutig weigern - diejenigen, die bei deinem Herrn sind, preisen Ihn doch Nacht und Tag, ohne Uberdruß zu empfinden

    [39] Zu seinen Zeichen gehort es, daß du die Erde regungslos siehst. Wenn Wir aber Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich und wachst zu. Der sie wieder belebt, wird die Toten wieder lebendig machen. Er hat Macht zu allen Dingen

    [40] Diejenigen, die uber unsere Zeichen abwegig denken, sind Uns nicht verborgen. Ist der, der ins Feuer geworfen wird, besser oder der, der am Tag der Auferstehung in Sicherheit herantritt. Tut, was ihr wollt; Er sieht wohl, was ihr tut

    [41] Diejenigen, die die Ermahnung verleugnen, nachdem sie zu ihnen gekommen ist... Es ist ein hehres Buch

    [42] An das das Falsche weder von vorn noch von hinten herankommt, eine Herabsendung von einem, der weise und des Lobes wurdig ist

    [43] Es wird dir nur das gesagt, was schon den Gesandten vor dir gesagt wurde. Dein Herr schenkt Vergebung und verhangt eine schmerzhafte Strafe

    [44] Hatten Wir ihn zu einem fremdsprachigen Koran gemacht, hatten sie gesagt: «Waren doch seine Zeichen im einzelnen dargelegt worden! Wie, ein fremdsprachiger (Koran) und ein Araber!» Sprich: Er ist fur diejenigen, die glauben, eine Rechtleitung und eine Heilung. Diejenigen, die nicht glauben, haben Schwerhorigkeit in ihren Ohren, und er ist ihrem Blick entzogen. Diese sind, als wurde ihnen aus einem fernen Ort zugerufen

    [45] Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen. Da wurde man daruber uneins. Und gabe es nicht einen fruher ergangenen Spruch von deinem Herrn, so ware zwischen ihnen entschieden worden. Und sie sind daruber in einem starken Zweifel

    [46] Wer Gutes tut, tut es zu seinem eigenen Vorteil. Und wer Boses tut, tut es zu seinem eigenen Schaden. Und dein Herr tut den Dienern kein Unrecht

    [47] Ihm ist das Wissen um die Stunde (des Gerichtes) anheimgestellt. Keine Fruchte kommen aus ihren Hullen hervor und kein Weib empfangt und kommt nieder, es sei denn mit seinem Wissen. Und am Tag, da Er ihnen zuruft: «Wo sind denn meine Teilhaber?», sagen sie: «Wir geben Dir bekannt, es gibt keinen unter uns, der davon zeugen wurde.»

    [48] Und ihnen ist entschwunden, was sie fruher anzurufen pflegten, und sie erwarten, daß es fur sie kein Entrinnen gibt

    [49] Der Mensch wird nicht uberdrussig, um das Gute zu bitten. Wenn das Bose ihn beruhrt, dann ist er verzweifelt und gibt die Hoffnung auf

    [50] Und wenn Wir ihn eine Barmherzigkeit von Uns kosten lassen, nachdem ihn ein Schaden beruhrt hat, sagt er bestimmt: «Das steht mir zu. Und ich glaube nicht, daß die Stunde heraufkommen wird. Und wenn ich zu meinem Herrn zuruckgebracht werde, werde ich sicher das Beste bei Ihm erhalten.» Doch Wir werden denen, die unglaubig sind, kundtun, was sie getan haben, und sie eine schwere Pein kosten lassen

    [51] Und wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und entfernt sich beiseite. Und wenn das Bose ihn beruhrt, ergeht er sich in ausfuhrlichem Beten

    [52] Sprich: Was meint ihr, wenn er doch von Gott stammt und ihr dann ihn doch verleugnet? Wer ist weiter abgeirrt als der, der sich in einem tiefen Widerstreit befindet

    [53] Wir werden sie an den Horizonten und in ihnen selbst unsere Zeichen sehen lassen, bis es ihnen deutlich wird, daß es die Wahrheit ist. Genugt es denn nicht, daß dein Herr Zeuge ist uber alle Dinge

    [54] Aber siehe, sie hegen Zweifel uber die Begegnung mit ihrem Herrn. Siehe, Er umfaßt doch alle Dinge

    Surah 42
    Die Beratung

    [1] Haa Mim

    [2] Ayn Sien Qaaf

    [3] So offenbart Gott dir, so wie (fruher) denjenigen, die vor dir lebten, (Er), der Machtige, der Weise

    [4] Ihm gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Er ist der Erhabene, der Majestatische

    [5] Die Himmel brechen bald auseinander von oben her. Und die Engel singen das Lob ihres Herrn und bitten Ihn um Vergebung fur die, die auf der Erde sind. Ja, Gott ist der, der voller Vergebung und barmherzig ist

    [6] Uber diejenigen, die sich an seiner Stelle Freunde nehmen, ist Gott Huter, und nicht bist du ihr Sachwalter

    [7] Und so haben Wir dir einen arabischen Koran offenbart, damit du die Mutter der Stadte und die Menschen in ihrer Umgebung warnest, und damit du vor dem Tag der Versammlung warnest; an ihm ist kein Zweifel moglich. Ein Teil wird im Paradies sein und ein Teil im Feuerbrand

    [8] Und wenn Gott gewollt hatte, hatte Er sie zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber Er laßt in seine Barmherzigkeit eingehen, wen Er will. Und die, die Unrecht tun, haben weder Freund noch Helfer

    [9] Oder haben sie sich an seiner Stelle Freunde genommen? Gott (allein) ist doch der Freund. Er macht die Toten wieder lebendig, und Er hat Macht zu allen Dingen

    [10] Und woruber ihr auch uneins seid, das Urteil daruber steht Gott (allein) zu. Das ist eben Gott, mein Herr. Auf Ihn vertraue ich, und zu Ihm wende ich mich reumutig

    [11] (Er ist) der Schopfer der Himmel und der Erde. Er hat euch aus euch selbst Gattinnen gemacht, und auch aus den Tieren Paare, so daß Er euch dadurch vermehrt. Nichts ist Ihm gleich. Er ist der, der alles hort und sieht

    [12] Er hat die Schlussel der Himmel und der Erde. Er teilt den Lebensunterhalt großzugig, wem Er will, und auch bemessen zu. Siehe, Er weiß uber alle Dinge Bescheid

    [13] Er hat euch von der Religion verordnet, was Er Noach aufgetragen hat, und was Wir dir offenbart haben, und was Wir Abraham, Mose und Jesus aufgetragen haben: Haltet die (Bestimmungen der) Religion ein und bringt keine Spaltungen hinein. Den Polytheisten fallt das schwer, wozu du sie aufrufst. Gott erwahlt dazu, wen Er will, und Er fuhrt dazu, wer sich (Ihm) reumutig zuwendet

    [14] Und sie spalteten sich darin erst, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war, dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Und gabe es nicht einen fruher ergangenen Spruch von deinem Herrn auf eine bestimmte Frist, so ware zwischen ihnen entschieden worden. Siehe, diejenigen, denen nach ihnen das Buch zum Erbe ubergeben wurde, hegen daruber starken Zweifel

    [15] Darum rufe du auf und verhalte dich recht, wie dir befohlen worden ist. Und folge nicht ihren Neigungen, sondern sprich: Ich glaube an das, was Gott an Buchern herabgesandt hat, und mir ist befohlen worden, unter euch Gerechtigkeit zu uben. Gott ist unser Herr und euer Herr. Wir haben unsere Werke, und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Es gibt keinen Streitgrund zwischen uns und euch. Gott wird uns zusammenbringen. Und zu Ihm fuhrt der Lebensweg

    [16] Diejenigen, die uber Gott streiten, nachdem auf Ihn gehort worden ist, deren Streitgrund wird bei ihrem Herrn widerlegt. Auf ihnen liegt Zorn, und bestimmt ist fur sie eine harte Pein

    [17] Gott ist es, der das Buch mit der Wahrheit herabgesandt hat, und auch die Waage. Woher willst du es wissen? Vielleicht steht die Stunde nahe bevor

    [18] Diejenigen, die nicht an sie glauben, wunschen, sie zu beschleunigen. Die aber, die glauben, sind erschrocken vor ihr und wissen, daß sie Wirklichkeit ist. Aber diejenigen, die uber die Stunde streiten, befinden sich in tiefem Irrtum

    [19] Gott ist feinfuhlig zu seinen Dienern. Er beschert Lebensunterhalt, wem Er will. Und Er ist der Starke, der Machtige

    [20] Wer die Saaternte des Jenseits haben will, dem mehren Wir noch seine Saaternte. Und wer die Saaternte des Diesseits haben will, dem lassen Wir etwas davon zukommen, er erhalt aber im Jenseits keinen Anteil

    [21] Oder haben sie etwa Teilhaber, die ihnen als Religion verordnet haben, was Gott nicht erlaubt hat? Und gabe es nicht den Urteilsspruch, ware es zwischen ihnen entschieden worden. Und fur die, die Unrecht tun, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [22] Du siehst dann die, die Unrecht tun, erschrocken vor dem, was sie erworben haben, und es wird uber sie hereinbrechen. Diejenigen aber, die glauben und die guten Werke tun, befinden sich in den Garten des Paradieses. Sie haben bei ihrem Herrn, was sie wollen. Das ist die große Huld

    [23] Das ist die Frohbotschaft, die Gott seinen Dienern, die glauben und die guten Werke tun, verkundet. Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafur, es sei denn die Liebe wie zu den Verwandten. Und wer ein gutes Werk tut, dem schenken Wir dafur noch mehr Gutes. Gott ist voller Vergebung und zeigt sich erkenntlich

    [24] Oder sagen sie etwa: «Er hat eine Luge gegen Gott erdichtet»? Wenn nun Gott will, kann Er dir das Herz versiegeln. Und Gott loscht das Falsche aus und bestatigt die Wahrheit mit seinen Worten. Er weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [25] Er ist es, der die Umkehr von seinen Dienern annimmt und die Missetaten verzeiht. Und Er weiß, was ihr tut

    [26] Und Er erhort diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, und gibt ihnen noch mehr von seiner Huld. Fur die Unglaubigen aber ist eine harte Pein bestimmt

    [27] Und wurde Gott seinen Dienern den Lebensunterhalt großzugig zuteilen, wurden sie auf der Erde Ungerechtigkeit veruben. Aber Gott laßt im richtigen Maße herabkommen, was Er will. Er hat Kenntnis von seinen Dienern und sieht sie wohl

    [28] Und Er ist es, der den Regen herabkommen laßt, nachdem sie die Hoffnung aufgegeben haben, und der seine Barmherzigkeit ausbreitet. Und Er ist der Freund und des Lobes wurdig

    [29] Und zu seinen Zeichen gehort es, daß Er die Himmel und die Erde erschaffen hat und in ihnen beiden allerlei Getier sich ausbreiten laßt. Und Er hat die Macht, sie zu versammeln, wenn Er will

    [30] Und was immer euch an Ungluck trifft, es ist fur das, was eure I lande erworben haben. Und Er ubergeht wohl vieles

    [31] Ihr konnt auf der Erde nichts vereiteln. Und ihr habt außer Gott weder Freund noch Helfer

    [32] Und zu seinen Zeichen gehoren die Schiffe, die wie Berge auf dem Meer fahren

    [33] Wenn Er will, laßt Er den Wind sich legen, so daß sie nun bewegungslos auf der Wasserflache stehenbleiben. Darin sind Zeichen fur jeden, der sehr geduldig und sehr dankbar ist

    [34] Oder Er laßt sie untergehen fur das, was sie erworben haben. Und Er ubergeht wohl vieles

    [35] Deshalb sollen diejenigen, die uber unsere Zeichen streiten, wissen, daß es fur sie kein Entrinnen gibt

    [36] Und was immer euch zuteil geworden ist, ist Nutznießung des diesseitigen Lebens. Was aber bei Gott ist, ist besser und hat eher Bestand fur die, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen

    [37] Die die schweren Sunden und die schandlichen Taten meiden und, wenn sie in Zorn geraten, (lieber) vergeben

    [38] Und die auf ihren Herrn horen und das Gebet verrichten, ihre Angelegenheiten durch Beratung regeln und von dem, was Wir ihnen beschert haben, spenden

    [39] Und die, wenn ihnen Ungerechtigkeit widerfahrt, sich selbst helfen

    [40] Eine schlechte Tat soll mit etwas gleich Bosem vergolten werden. Wer aber verzeiht und Besserung schafft, dessen Lohn obliegt Gott. Er liebt ja die nicht, die Unrecht tun

    [41] Und die, die sich selbst helfen, nachdem ihnen Unrecht getan wurde, konnen nicht belangt werden

    [42] Belangt werden die, die den Menschen Unrecht tun und auf der Erde unberechtigterweise ungerecht handeln. Fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [43] Wahrlich, wenn einer geduldig ist und vergibt, so gehort dies zur Entschlossenheit in den Anliegen

    [44] Wen Gott irrefuhrt, der hat daraufhin keinen Freund. Und du siehst, wie die, die Unrecht tun, wenn sie die Pein sehen, sagen: «Gibt es denn einen Weg, zuruckzukehren?»

    [45] Und du siehst, wie sie ihm vorgefuhrt werden, demutig vor Erniedrigung und mit verstohlenen Blicken dreinschauend. Und diejenigen, die glauben, sagen: «Die (wahren) Verlierer sind die, die am Tag der Auferstehung sich selbst und ihre Angehorigen verlieren.» Ja, die, die Unrecht tun, befinden sich in einer bestandigen Pein

    [46] Und sie haben keine Freunde, die sie anstelle Gottes unterstutzen konnten. Wen Gott irrefuhrt, fur den gibt es keinen Ausweg

    [47] Hort auf euren Herrn, bevor ein Tag kommt, der von Seiten Gottes nicht zuruckgewiesen wird. An jenem Tag habt ihr keinen Zufluchtsort und keine Moglichkeit, (irgend etwas) abzustreiten

    [48] Wenn sie sich abwenden, so haben Wir dich nicht als Huter uber sie gesandt. Dir obliegt nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und siehe, wenn Wir den Menschen Barmherzigkeit von Uns kosten lassen, freut er sich daruber. Wenn aber etwas Boses sie trifft fur das, was ihre Hande vorausgeschickt haben, dann ist der Mensch sehr undankbar

    [49] Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Er erschafft, was Er will. Er schenkt, wem Er will, weibliche, und Er schenkt, wem Er will, mannliche Nachkommen

    [50] Oder Er schenkt beides, mannliche und weibliche Nachkommen. Und Er macht, wen Er will, unfruchtbar. Er weiß Bescheid und ist machtig

    [51] Und es steht keinem Menschen zu, daß Gott zu ihm spricht, es sei denn durch Offenbarung oder hinter einem Vorhang, oder indem Er einen Boten sendet, der (ihm) dann mit seiner Erlaubnis offenbart, was Er will. Er ist erhaben und weise

    [52] Und so haben Wir dir Geist von unserem Befehl offenbart. Du wußtest nicht (vorher), was das Buch und was der Glaube ist. Und doch haben Wir es zu einem Licht gemacht, mit dem Wir rechtleiten, wen von unseren Dienern Wir wollen. Und wahrlich, du fuhrst zu einem geraden Weg

    [53] Dem Weg Gottes, dem gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ja, zu Gott gelangen die Angelegenheiten

    Surah 43
    Der Schmuck

    [1] Haa Mim

    [2] Beim deutlichen Buch

    [3] Wir haben es zu einem arabischen Koran gemacht, auf daß ihr verstandig werdet

    [4] Er ist aufgezeichnet in der Urnorm des Buches bei Uns, erhaben und weise

    [5] Sollen Wir denn euch die Ermahnung vorenthalten, wenn ihr maßlose Leute seid

    [6] Und wie so manchen Propheten haben Wir zu den fruheren Generationen gesandt

    [7] Und kein Gesandter kam zu ihnen, ohne daß sie ihn verspottet hatten

    [8] Und doch haben Wir solche verderben lassen, die eine starkere Gewalt besaßen als diese da. Und fest steht, wie an den Fruheren gehandelt wurde

    [9] Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt: «Erschaffen hat sie der Machtige, der Bescheid weiß.»

    [10] Er, der euch die Erde zu einer Lagerstatte gemacht und euch auf ihr Wege gemacht hat, auf daß ihr der Rechtleitung folget

    [11] Und der euch Wasser vom Himmel in einem bestimmten Maß herabkommen laßt. Damit beleben Wir eine abgestorbene Ortschaft. Auf diese Weise werdet auch ihr hervorgebracht werden

    [12] Er, der die Paare alle erschaffen und euch Schiffe und Herdentiere gemacht hat, auf die ihr steigen konnt

    [13] Damit ihr euch auf ihrem Rucken zurechtsetzt und dann, wenn ihr euch darauf zurechtgesetzt habt, der Gnade eures Herrn gedenkt und sagt: «Preis sei dem, der uns diese dienstbar gemacht hat! Wir hatten es allein gewiß nicht schaffen konnen

    [14] Und wir werden bestimmt zu unserem Herrn zuruckkehren.»

    [15] Und sie schreiben Ihm einen Teil von seinen Dienern zu. Der Mensch ist ja offenkundig sehr undankbar

    [16] Oder hat Er sich etwa aus den Reihen seiner Geschopfe Tochter genommen und fur euch die Sohne erwahlt

    [17] Wenn einem von ihnen verkundet wird, (ihm sei geboren), was er dem Erbarmer zum Beispiel zuschreibt, bleibt sein Gesicht finster, und er ist voller Gram

    [18] Wollen sie denn wirklich solche (Gott zuschreiben), die im Schmuck aufgezogen werden und sich im Streit nicht deutlich genug ausdrucken

    [19] Und sie machen die Engel, welche ja die Diener des Erbarmers sind, zu weiblichen Wesen. Waren sie denn bei ihrer Erschaffung zugegen? Ihr Zeugnis wird aufgeschrieben, und sie werden zur Verantwortung gezogen

    [20] Und sie sagen: «Wenn der Erbarmer gewollt hatte, hatten wir sie nicht verehrt.» Sie haben ja kein Wissen daruber. Sie stellen nur Schatzungen an

    [21] Oder haben Wir ihnen etwa vordem ein Buch zukommen lassen, an dem sie sich festhalten konnten

    [22] Nein, vielmehr sagen sie: «Wir haben bei unseren Vatern eine bestimmte Glaubensrichtung vorgefunden, und in ihren Fußstapfen folgen wir der Rechtleitung.»

    [23] So haben Wir auch vor dir in keine Stadt einen Warner gesandt, ohne daß die, die in ihr uppig lebten, gesagt hatten: «Wir haben bei unseren Vatern eine bestimmte Glaubensrichtung vorgefunden, und wir treten in ihre Fußstapfen.»

    [24] Er sagte: «Was denn, auch wenn ich euch bringe, was eine bessere Rechtleitung beinhaltet als das, was ihr bei euren Vatern vorgefunden habt?» Sie sagten: «Wir verleugnen das, womit ihr gesandt worden seid.»

    [25] Da rachten Wir uns an ihnen. So schau, wie das Ende derer war, die (die Gesandten) der Luge geziehen haben

    [26] Und als Abraham zu seinem Vater und seinem Volk sagte: «Ich bin unschuldig an dem, was ihr verehrt

    [27] Außer dem, der mich erschaffen hat; Er wird mich rechtleiten.»

    [28] Und er machte es zu einem bleibenden Ausspruch unter denen, die nach ihm kommen sollten, auf daß sie umkehren

    [29] Nein, Ich habe diese da und ihre Vater genießen lassen, bis die Wahrheit und ein offenkundiger Gesandter zu ihnen kamen

    [30] Als nun die Wahrheit zu ihnen kam, sagten sie: «Das ist Zauberei; wir glauben nicht daran.»

    [31] Und sie sagen: «Wenn doch dieser Koran auf einen machtigen Mann aus den zwei Stadten herabgesandt worden ware!»

    [32] Sind sie es etwa, die die Barmherzigkeit deines Herrn verteilen? Wir haben doch unter ihnen ihren Lebensunterhalt im diesseitigen Leben verteilt und die einen von ihnen uber die anderen um Rangstufen erhoht, damit die einen von ihnen die anderen in ihren Dienst nehmen. Aber die Barmherzigkeit deines Herrn ist besser als das, was sie zusammentragen

    [33] Und waren nicht die Menschen eine einzige Gemeinschaft, hatten Wir denen, die den Erbarmer verleugnen, Decken aus Silber fur ihre Hauser gemacht, und auch Treppen, auf denen sie hinaufsteigen konnen

    [34] Und Turen fur ihre Hauser, und Betten, auf denen sie liegen konnen

    [35] Und weiteren Prunk. All das ist nichts als Nutznießung des diesseitigen Lebens. Das Jenseits bei deinem Herrn ist aber fur die Gottesfurchtigen bestimmt

    [36] Wer sich gegenuber der Ermahnung des Erbarmers wie blind verhalt, fur den bestellen Wir einen Satan, der ihm dann zum Gesellen wird

    [37] Und siehe, sie weisen sie vom Weg ab, sie aber meinen, sie wurden der Rechtleitung folgen

    [38] Wenn er schließlich zu Uns kommt, sagt er: «O ware doch zwischen mir und dir eine Entfernung wie zwischen Osten und Westen!» Welch schlimmer Geselle

    [39] Heute, da ihr Unrecht getan habt, nutzt euch nicht, daß ihr an derselben Pein teilhabt

    [40] Willst du denn die Tauben horen lassen oder die Blinden und die, die sich in einem offenkundigen Irrtum befinden, rechtleiten

    [41] Sollten Wir dich fortnehmen, dann werden Wir uns an ihnen rachen

    [42] Oder Wir lassen dich sehen, was Wir ihnen angedroht haben, denn Wir haben ja vollig Macht uber sie

    [43] Halte nun fest an dem, was dir offenbart wurde; du befindest dich auf einem geraden Weg

    [44] Das ist eine Ermahnung fur dich und dein Volk. Und ihr werdet zur Verantwortung gezogen

    [45] Und frage jene unserer Gesandten, die Wir vor dir gesandt haben, ob Wir anstelle des Erbarmers (andere) Gotter zum Gegenstand der Verehrung eingesetzt haben

    [46] Und Wir haben Mose mit unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen gesandt. Er sagte: «Ich bin der Gesandte des Herrn der Welten.»

    [47] Als er mit unseren Zeichen zu ihnen kam, da lachten sie gleich uber sie

    [48] Und Wir zeigten ihnen kein Zeichen, das nicht großer gewesen ware als das andere. Und Wir ergriffen sie mit der Pein, auf daß sie umkehrten

    [49] Und sie sagten: «O du Zauberer, rufe fur uns deinen Herrn an aufgrund seines Bundes mit dir, dann werden wir der Rechtleitung folgen.»

    [50] Als Wir dann die Pein von ihnen aufhoben, da brachen sie gleich ihr Wort

    [51] Und Pharao ließ unter seinem Volk ausrufen; er sagte: «O mein Volk, gehort mir nicht die Konigsherrschaft Agyptens, und auch dieser Bache, die unter mir fließen? Wollt ihr nicht einsichtig sein

    [52] Oder bin ich nicht besser als dieser da, der verachtlich ist und sich kaum deutlich ausdruckt

    [53] Waren ihm doch Armringe aus Gold uberbracht worden, oder die Engel mit ihm als Begleitung gekommen!»

    [54] Er ließ sein Volk abirren, und sie gehorchten ihm. Sie waren ja frevlerische Leute

    [55] Als sie unseren Zorn erregten, rachten Wir uns an ihnen und ließen sie alle ertrinken

    [56] Und Wir machten sie zu einem dahingegangenen Volk und zu einem Beispiel fur die anderen

    [57] Und als der Sohn Marias als Beispiel angefuhrt wurde, da erging sich dein Volk gleich in lautem Spott

    [58] Und sie sagten: «Wer ist besser, unsere Gotter oder er?» Sie fuhrten ihn dir nur zum Streiten an. Nein, sie sind streitsuchtige Leute

    [59] Er ist nichts als ein Diener, den Wir begnadet und zu einem Beispiel fur die Kinder Israels gemacht haben

    [60] Und wenn Wir wollten, konnten Wir aus euren Reihen Engel bestellen, die als (eure) Nachfolger auf der Erde leben wurden

    [61] Und er ist ein Erkennungszeichen fur die Stunde (des Gerichtes). So hegt keine Zweifel uber sie und folgt mir. Das ist ein gerader Weg

    [62] Und der Satan soll euch nicht abweisen. Er ist euch ein offenkundiger Feind

    [63] Und als Jesus mit den deutlichen Zeichen kam, sagte er: «Ich komme zu euch mit der Weisheit, und um euch einiges von dem, woruber ihr uneins seid, deutlich zu machen. So furchtet Gott und gehorcht mir

    [64] Gott ist mein Herr und euer Herr. So dienet Ihm. Das ist ein gerader Weg.»

    [65] Dann wurden die Parteien untereinander uneins. Wehe denen, die Unrecht tun, vor der Pein eines schmerzhaften Tages

    [66] Erwarten sie denn etwas anderes, als daß die Stunde plotzlich uber sie kommt, ohne daß sie es merken

    [67] Vertraute werden an jenem Tag einer des anderen Feind sein, außer den Gottesfurchtigen

    [68] «O meine Diener, ihr habt heute nichts zu befurchten, und ihr werdet nicht traurig sein

    [69] Ihr, die ihr an unsere Zeichen glaubtet und gottergeben waret

    [70] Geht ins Paradies ein, ihr und eure Gattinnen, euch wird Freude bereitet.»

    [71] Es werden ihnen Schusseln aus Gold und Becher herumgereicht. Und darin gibt es, was die Seele begehrt und fur die Augen eine Wonne ist. «Und ihr werdet darin ewig weilen

    [72] Das ist das Paradies, das euch zum Erbe gegeben worden ist fur das, was ihr zu tun pflegtet

    [73] Darin sind viele Fruchte fur euch, von denen ihr essen konnt.»

    [74] Die Ubeltater aber werden in der Pein der Holle ewig weilen

    [75] Es wird ihnen keine Erleichterung gewahrt, und sie werden darin voller Verzweiflung sein

    [76] Und nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie sind es, die Unrecht getan haben

    [77] Und sie rufen: «O Malik, dein Herr soll mit uns ein Ende machen.» Er sagt: «Ihr werdet (hier) bleiben.»

    [78] Wir haben euch die Wahrheit gebracht. Aber die meisten von euch verabscheuen die Wahrheit

    [79] Oder haben sie Ranke geschmiedet? Auch Wir konnen ebensolche schmieden

    [80] Oder meinen sie, Wir wurden nicht horen, was sie insgeheim und in vertraulichem Gesprach sagen? Doch, und auch unsere Boten schreiben bei ihnen (alles) auf

    [81] Sprich: Wenn der Erbarmer ein Kind hatte, ware ich der erste derer, die (es) anbeten

    [82] Preis sei dem Herrn der Himmel und der Erde, dem Herrn des Thrones! (Erhaben ist Er) uber das, was sie da schildern

    [83] Laß sie schweifende Reden halten und ihr Spiel treiben, bis sie ihrem Tag begegnen, der ihnen angedroht ist

    [84] Er ist Gott im Himmel und Gott auf der Erde. Er ist der, der weise ist und Bescheid weiß

    [85] Und gesegnet sei der, dem die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, gehort, der das Wissen uber die Stunde besitzt und zu dem ihr zuruckgebracht werdet

    [86] Und diejenigen, die sie an seiner Stelle anrufen, verfugen nicht daruber, Fursprache einzulegen, ausgenommen die, welche die Wahrheit bezeugen und die Bescheid wissen

    [87] Wenn du sie fragst, wer sie erschaffen hat, sagen sie bestimmt: «Gott». Wie leicht lassen sie sich doch abwenden

    [88] Und bei seinem Ausspruch: «O mein Herr, das sind Leute, die nicht glauben.»

    [89] Ube Nachsicht mit ihnen und sprich: «Frieden!» Sie werden es noch zu wissen bekommen

    Surah 44
    Der Rauch

    [1] Haa Mim

    [2] Beim deutlichen Buch

    [3] Wir haben es in einer gesegneten Nacht hinabgesandt - Wir haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt

    [4] In der jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird

    [5] Als eine Angelegenheit von unserer Seite - ja, Wir haben immer wieder (Warner) gesandt

    [6] Als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn - Er ist der, der alles hort und weiß

    [7] Dem Herrn der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, so ihr Gewißheit hegt

    [8] Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und laßt sterben, (Er), euer Herr und der Herr eurer Vorvater

    [9] Aber nein, sie hegen Zweifel und treiben ihr Spiel

    [10] Erwarte nun den Tag, an dem der Himmel einen offenkundigen Rauch herabkommen laßt

    [11] Der die Menschen uberdecken wird. Das ist eine schmerzhafte Pein

    [12] «Unser Herr, hebe die Pein von uns auf. Wir wollen glaubig sein.»

    [13] Wie soll ihnen da die Ermahnung nutzen, wo doch ein offenkundiger Gesandter zu ihnen kam

    [14] Sie sich aber von ihm abkehrten und sagten: «Einer, den ein anderer belehrt, ein Besessener»

    [15] Wir werden die Pein ein wenig aufheben. Ihr aber werdet ruckfallig werden

    [16] Am Tag, da Wir mit großer Gewalt zugreifen werden, da werden Wir uns rachen

    [17] Und Wir haben schon vor ihnen das Volk des Pharao der Versuchung ausgesetzt. Zu ihnen kam ein edler Gesandter

    [18] «Ubergebt mir die Diener Gottes. Ich bin euch ein treuer Gesandter

    [19] Und zeigt euch Gott gegenuber nicht uberheblich. Ich komme zu euch mit einer offenkundigen Ermachtigung

    [20] Und ich suche Zuflucht bei meinem Herrn und eurem Herrn davor, daß ihr mich steinigt

    [21] Und wenn ihr mir nicht glaubt, dann haltet euch fern von mir.»

    [22] Da rief er zu seinem Herrn: «Das sind Leute, die Ubeltater sind.»

    [23] «Zieh bei Nacht mit meinen Dienern fort; ihr werdet da verfolgt werden

    [24] Und verlaß das Meer als ruhige breite Bahn. Siehe, sie sind ein Heer, das ertrankt werden soll.»

    [25] Wie viele Garten und Quellen ließen sie zuruck

    [26] Und Saatfelder und eine treffliche Statte

    [27] Und ein angenehmes Leben, in dem sie es sich wohl sein ließen

    [28] So war es. Und Wir gaben es anderen Leuten zum Erbe

    [29] Weder der Himmel noch die Erde weinte uber sie. Und ihnen wurde kein Aufschub gewahrt

    [30] Und Wir erretteten die Kinder Israels von der schmahlichen Pein

    [31] Von Pharao. Er hatte hohe Gewalt und war einer der Maßlosen

    [32] Und Wir erwahlten sie aufgrund von Wissen vor den Weltenbewohnern

    [33] Und ließen ihnen von den Zeichen solche zukommen, die eine offenkundige Prufung enthielten

    [34] Wahrlich, diese da sagen

    [35] «Es gibt nur unseren ersten Tod. Und wir werden nicht wiedererweckt werden

    [36] Bringt doch unsere Vater herbei, so ihr die Wahrheit sagt.»

    [37] Sind sie etwa besser, oder das Volk des Tubbaa und jene, die vor ihnen lebten? Wir haben sie verderben lassen, denn sie waren Ubeltater

    [38] Und Wir haben die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nicht zum Spiel erschaffen

    [39] Wir haben sie in Wahrheit erschaffen. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [40] Der Tag der Scheidung ist der Termin fur sie alle

    [41] Der Tag, an dem kein Schutzherr seinem Schutzling etwas nutzen kann und sie keine Unterstutzung erfahren werden

    [42] Ausgenommen wessen sich Gott erbarmt. Er ist der Machtige, der Barmherzige

    [43] Der Zaqqum-Baum

    [44] Ist die Speise des Sunders

    [45] Wie geschmolzenes Erz kocht er in den Bauchen

    [46] Wie das heiße Wasser kocht

    [47] «Nehmt ihn und zerrt ihn mitten in die Holle

    [48] Dann gießt uber seinen Kopf etwas von der Pein des heißen Wassers

    [49] Koste es: Du bist doch der Machtige, der Treffliche!»

    [50] «Das ist, woruber ihr Zweifel hegtet.»

    [51] Die Gottesfurchtigen befinden sich an einer sicheren Statte

    [52] In Garten und an Quellen

    [53] Sie tragen Gewander aus Seide und Brokat, und (sie liegen) einander gegenuber

    [54] So ist es. Und Wir geben ihnen als Gattinnen Huri mit schonen, großen Augen

    [55] Sie rufen darin nach Fruchten jeder Art (und leben) in Sicherheit

    [56] Sie erleiden darin nicht den Tod, außer dem ersten Tod. Und Er hutet sie vor der Pein der Holle

    [57] Als Huld von deinem Herrn. Das ist der großartige Erfolg

    [58] Wir haben ihn durch deine Zunge leicht gemacht, auf daß sie es bedenken

    [59] Warte nun ab; auch sie warten ab

    Surah 45
    Die Knieende

    [1] Haa Mim

    [2] Herabsendung des Buches von Gott, dem Machtigen, dem Weisen

    [3] In den Himmeln und auf der Erde sind Zeichen fur die Glaubigen

    [4] Und in eurer Erschaffung und in dem, was Er an Getier sich ausbreiten laßt, sind Zeichen fur Leute, die Gewißheit hegen

    [5] Und auch im Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag und in dem, was Gott an Lebensunterhalt vom Himmel herabkommen laßt und dadurch die Erde nach ihrem Absterben belebt, und im Wechsel der Winde sind Zeichen fur Leute, die Verstand haben

    [6] Dies sind die Zeichen Gottes. Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. An welche Botschaft, nachdem Gott und seine Zeichen kundgetan worden sind, wollen sie denn sonst glauben

    [7] Wehe jedem Lugner und Sunder

    [8] Der hort, wie ihm die Zeichen Gottes verlesen werden, und dann hochmutig (in seinem Unglauben) verharrt, als hatte er sie nie gehort! Verkunde ihm eine schmerzhafte Pein

    [9] Und wenn er etwas von unseren Zeichen erfahrt, nimmt er es zum Gegenstand des Spottes. Fur solche Leute ist eine schmahliche Pein bestimmt

    [10] Hinterdrein steht fur sie die Holle bereit. Und es nutzt ihnen nichts, was sie erworben und was sie sich anstelle Gottes zu Freunden genommen haben. Fur sie ist eine gewaltige Pein bestimmt

    [11] Dies ist die Rechtleitung. Fur diejenigen aber, die die Zeichen ihres Herrn verleugnen, ist eine Pein durch ein schmerzhaftes Zorngericht bestimmt

    [12] Gott ist es, der euch das Meer dienstbar gemacht hat, daß die Schiffe nach seinem Befehl darauf fahren, daß ihr nach etwas von seiner Huld strebt und daß ihr dankbar werdet

    [13] Und Er hat euch von sich aus alles dienstbar gemacht, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Darin sind Zeichen fur Leute, die nachdenken

    [14] Sag denen, die glauben, sie sollen denen vergeben, die nicht erwarten, die Tage Gottes zu erleben, auf daß Er den Leuten vergelte fur das, was sie erworben haben

    [15] Wer Gutes tut, tut es zu seinem eigenen Vorteil. Und wer Boses tut, tut es zu seinem eigenen Schaden. Zu eurem Herrn werdet ihr dann zuruckgebracht

    [16] Und Wir haben den Kindern Israels das Buch, die Urteilsvollmacht und die Prophetie zukommen lassen und ihnen allerlei kostliche Dinge beschert und sie bevorzugt vor den Weltenbewohnern

    [17] Und Wir haben ihnen in der Angelegenheit (der Religion) deutliche Beweise zukommen lassen. Sie wurden aber erst uneins, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war, dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen uber das entscheiden, woruber sie uneins waren

    [18] Dann stellten Wir fur dich eine Richtung in der Angelegenheit (der Religion) fest. So folge ihr und folge nicht den Neigungen derer, die nicht Bescheid wissen

    [19] Sie konnen dir vor Gott nichts nutzen. Diejenigen, die Unrecht tun, sind untereinander Freunde. Gott aber ist der Freund der Gottesfurchtigen

    [20] Dies sind einsichtbringende Zeichen fur die Menschen und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit fur Leute, die Gewißheit hegen

    [21] Oder meinen diejenigen, die die Missetaten veruben, daß Wir sie denen, die glauben und die guten Werke tun, gleichstellen sowohl in ihrem Leben als in ihrem Sterben? Schlimm ist es, wie sie urteilen

    [22] Gott hat die Himmel und die Erde der Wahrheit entsprechend erschaffen. Und jeder Seele soll vergolten werden fur das, was sie erworben hat. Und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [23] Hast du den gesehen, der sich zu seinem Gott seine Neigung gemacht hat, den Gott aufgrund von Wissen irregefuhrt, dem Er das Gehor und das Herz versiegelt und auf dessen Augenlicht eine Hulle gelegt hat? Wer nach Gott konnte ihn rechtleiten? Wollt ihr es nicht bedenken

    [24] Und sie sagen: «Es gibt nur unser diesseitiges Leben. Wir sterben und leben (hier), und nur die Zeit laßt uns verderben.» Sie haben doch kein Wissen daruber, sie stellen nur Mutmaßungen an

    [25] Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, fuhren sie kein anderes Argument an, als nur zu sagen: «Bringt unsere Vater herbei, wenn ihr die Wahrheit sagt.»

    [26] Sprich: Gott macht euch lebendig und laßt euch dann sterben. Dann versammelt Er euch zum Tag der Auferstehung, an dem kein Zweifel moglich ist. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid

    [27] Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Und am Tag, da die Stunde heraufkommt, an jenem Tag werden die verlieren, die (die Botschaft) fur falsch erklaren

    [28] Und du siehst jede Gemeinschaft auf den Knien sitzen. Jede Gemeinschaft wird zu ihrem Buch gerufen: «Heute wird euch das vergolten, was ihr zu tun pflegtet

    [29] Dies ist unser Buch. Es spricht die Wahrheit gegen euch aus. Wir ließen aufschreiben, was ihr zu tun pflegtet.»

    [30] Diejenigen, die geglaubt und die guten Werke getan haben, laßt ihr Herr in seine Barmherzigkeit eingehen. Das ist der offenkundige Erfolg

    [31] Diejenigen aber, die unglaubig waren, (bekommen zu horen): «Sind euch nicht meine Zeichen immer wieder verlesen worden? Ihr aber habt euch hochmutig verhalten und seid Leute gewesen, die Ubeltater waren

    [32] <Und wenn gesagt wurde: >Das Versprechen Gottes ist wahr, und an der Stunde ist kein Zweifel moglichWir wissen nicht, was uberhaupt die Stunde ist. Wir stellen nur Mutmaßungen an und hegen daruber keine Gewißheit

    [33] Und ihnen werden ihre Missetaten, die sie begangen haben, klar, und es umschließt sie das, woruber sie spotteten

    [34] Und es wird gesprochen: «Heute werden Wir euch vergessen, wie ihr die Begegnung mit diesem eurem Tag vergessen habt. Eure Heimstatte ist das Feuer, und ihr habt keine Helfer

    [35] Dies dafur, daß ihr die Zeichen Gottes zum Gegenstand des Spottes genommen habt und daß euch das diesseitige Leben betort hat.» Heute werden sie nicht mehr daraus herausgebracht, und es wird von ihnen keine entschuldigende Umkehr mehr angenommen

    [36] Lob sei nun Gott, dem Herrn der Himmel und dem Herrn der Erde, dem Herrn der Welten

    [37] Ihm gehort die Hoheit in den Himmeln und auf der Erde. Er ist der Machtige, der Weise

    Surah 46
    Die Sandhügel

    [1] Haa Mim

    [2] Herabsendung des Buches von Gott, dem Machtigen, dem Weisen

    [3] Wir haben die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nur in Wahrheit und auf eine festgesetzte Frist erschaffen. Aber diejenigen, die unglaubig sind, wenden sich von der Warnung, die sie erhielten, ab

    [4] Sprich: Was meint ihr von dem, was ihr anstelle Gottes anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde erschaffen haben. Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Bringt mir doch ein Buch her, das vor diesem ware, oder auch nur eine Spur von Wissen, so ihr die Wahrheit sagt

    [5] Und wer ist weiter abgeirrt als der, der anstelle Gottes solche anruft, die ihn bis zum Tag der Auferstehung nicht erhoren, ihr Rufen nicht beachten

    [6] Und, wenn die Menschen versammelt werden, ihnen Feind sind und ihre Verehrung verleugnen

    [7] Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die unglaubig sind, von der Wahrheit, als sie zu ihnen kam: «Das ist offenkundige Zauberei.»

    [8] Oder sagen sie wohl: «Er hat ihn erdichtet»? Sprich: Wenn ich ihn erdichtet habe, dann konnt ihr mir vor Gott keinen Nutzen bringen. Er weiß besser, womit ihr euch ausgiebig beschaftigt. Er genugt als Zeuge zwischen mir und euch. Und Er ist der, der voller Vergebung und barmherzig ist

    [9] Sprich: Ich bin keine Neuerscheinung unter den Gesandten. Und ich weiß nicht, was mit mir, und auch nicht, was mit euch geschehen wird. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Und ich bin nur ein deutlicher Warner

    [10] Sprich: Was meint ihr, wenn er doch von Gott stammt und ihr ihn aber verleugnet, wahrend ein Zeuge von den Kindern Israels etwas bezeugt, was ihm gleich ist, und nunmehr an ihn glaubt, wahrend ihr euch hochmutig zeigt? Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [11] Und diejenigen, die unglaubig sind, sagen von denen, die glauben: «Ware er etwas Gutes, hatten sie ihn nicht vor uns erlangt.» Und da sie sich nicht durch ihn rechtleiten lassen, werden sie ja sagen: «Das ist eine alte Luge.»

    [12] Und ihm ging das Buch des Mose als Vorbild und Barmherzigkeit voraus. Und dies ist ein Buch zur Bestatigung in arabischer Sprache, um diejenigen, die Unrecht tun, zu warnen, und als Botschaft fur die Rechtschaffenen

    [13] Diejenigen, die sagen: «Unser Herr ist Gott», und sich dann recht verhalten, haben nichts zu befurchten, und sie werden nicht traurig sein

    [14] Das sind die Gefahrten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen als Lohn fur das, was sie zu tun pflegten

    [15] Und Wir haben dem Menschen aufgetragen, seine Eltern gut zu behandeln. Seine Mutter hat ihn unter widrigen Umstanden getragen und unter widrigen Umstanden geboren. Die Zeit von der Schwangerschaft bis zur Entwohnung betragt dreißig Monate. Wenn er dann seine Vollkraft erreicht hat und (auch) das Alter von vierzig Jahren erreicht hat, sagt er: «Mein Herr, gib mir ein, fur deine Gnade zu danken, mit der Du mich und meine Eltern begnadet hast, und etwas Gutes zu tun, was Dir wohlgefallt. Und schenke mir Gutes in meiner Nachkommenschaft. Ich wende mich Dir zu, und ich gehore zu denen, die sich (Dir) ergeben.»

    [16] Das sind die, von denen Wir das Beste von dem, was sie getan haben, annehmen und deren Missetaten Wir ubergehen, unter den Gefahrten des Paradieses. Dies ist das wahrhaftige Versprechen, das ihnen immer wieder gegeben wurde

    [17] Und der, der zu seinen Eltern sagt: «Pfui uber euch! Wollt ihr denn mir versprechen, ich wurde hervorgebracht werden, wo vor mir Generationen dahingegangen sind?»... Sie aber bitten Gott um Hilfe: «Wehe dir, glaube doch. Das Versprechen Gottes ist wahr.» Da sagt er: «Das sind nichts als die Fabeln der Fruheren.»

    [18] Das sind die, gegen die der Spruch fallig wird, wie gegen Gemeinschaften von Djinn und Menschen, die vor ihnen dahingegangen sind. Sie sind ja die Verlierer

    [19] Fur alle sind Rangstufen bestimmt fur das, was sie getan haben, und dies, damit Er ihnen ihre Taten voll erstatte. Und ihnen wird nicht Unrecht getan

    [20] Und am Tag, da diejenigen, die unglaubig sind, dem Feuer vorgefuhrt werden: «Ihr habt eure kostlichen Dinge im diesseitigen Leben aufgezehrt und genossen. Heute wird euch mit der schmahlichen Pein vergolten dafur, daß ihr euch auf der Erde immer wieder zu Unrecht hochmutig verhalten und daß ihr immer wieder gefrevelt habt.»

    [21] Und gedenke des Bruders der Aad, als er bei den Dunen sein Volk warnte - Warner gab es vor ihm und nach ihm -: «Ihr sollt Gott allein dienen. Ich furchte fur euch die Pein eines gewaltigen Tages.»

    [22] Sie sagten: «Bist du gekommen, um uns von unseren Gottern abzuwenden? Bring uns doch her, was du uns androhst, so du zu denen gehorst, die die Wahrheit sagen.»

    [23] Er sagte: «Nur Gott weiß daruber Bescheid. Ich aber richte euch das aus, womit ich gesandt worden bin. Aber ich sehe, daß ihr Leute seid, die toricht sind.»

    [24] Als sie es als heraufziehende Wolke sahen, die sich ihren Talern naherte, sagten sie: «Das ist eine heraufziehende Wolke, die uns Regen bringt.» - «Nein, vielmehr ist das, was ihr zu beschleunigen gewunscht habt, ein Wind, der eine schmerzhafte Pein birgt

    [25] Der auf den Befehl seines Herrn alles zerstort.» Am Morgen waren sie so, daß man nur noch ihre Wohnungen sah. So vergelten Wir den Leuten, die Ubeltater sind

    [26] Und Wir hatten ihnen doch eine angesehene Stellung verliehen, die Wir euch nicht verliehen haben. Und Wir haben ihnen Gehor, Augenlicht und Herz gegeben. Aber ihr Gehor, ihr Augenlicht und ihr Herz nutzten ihnen nichts, da sie die Zeichen Gottes verleugneten. Und es umschloß sie, woruber sie spotteten

    [27] Und Wir haben die Stadte rings um euch auch verderben lassen. Und Wir haben verschiedene Zeichen dargelegt, auf daß sie umkehren

    [28] Hatten ihnen doch diejenigen Unterstutzung geleistet, die sie sich anstelle Gottes zu Gottern nahmen, (angeblich) um sich Zutritt in seine Nahe zu verschaffen! Nein, sie sind ihnen entschwunden. Das ist ihre Luge und das, was sie zu erdichten pflegten

    [29] Und als Wir eine Schar Djinn veranlaßten, sich dir zuzuwenden und dem Koran zuzuhoren. Als sie eingetroffen waren, sagten sie: «Schweigt und hort zu.» Als er zu Ende war, kehrten sie zu ihrem Volk zuruck, um sie zu warnen

    [30] Sie sagten: «O unser Volk, wir haben ein Buch gehort, das nach Mose herabgesandt wurde, zu bestatigen, was vor ihm vorhanden war, und das zur Wahrheit fuhrt und zu einem geraden Weg

    [31] O unser Volk, hort auf den Rufer Gottes und glaubt an ihn, so vergibt Er euch etwas von euren Sunden und schutzt euch vor einer schmerzhaften Pein

    [32] Wer auf den Rufer Gottes nicht hort, kann doch (seinen Willen) auf der Erde nicht vereiteln, und er hat außer Ihm keine Freunde. Solche befinden sich in einem offenkundigen Irrtum

    [33] Haben sie denn nicht gesehen, daß Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat und bei ihrer Erschaffung nicht uberfordert war, auch die Macht hat, die Toten wieder lebendig zu machen? Ja, Er hat Macht zu allen Dingen

    [34] Und am Tag, da diejenigen, die unglaubig sind, dem Feuer vorgefuhrt werden: «Ist dies nicht die Wahrheit?» Sie sagen: «Doch, bei unserem Herrn!» Er spricht: «Dann kostet die Pein dafur, daß ihr unglaubig waret.»

    [35] Sei nun geduldig, wie diejenigen unter den Gesandten, die Entschlossenheit besaßen, geduldig waren. Und wunsche nichts gegen sie zu beschleunigen. Am Tag, da sie sehen, was ihnen angedroht wird, wird ihnen sein, als hatten sie nur eine Stunde vom Tag verweilt. Hiermit wird die Botschaft ausgerichtet. Wird denn jemand anderes ins Verderben gesturzt als die frevlerischen Leute

    Surah 47
    Muhammad

    [1] Denen, die unglaubig sind und vom Weg Gottes abweisen, laßt Er ihre Werke fehlgehen

    [2] Denen aber, die glauben und die guten Werke tun und an das glauben, was auf Muhammad herabgesandt worden ist - es ist ja die Wahrheit von ihrem Herrn -, denen suhnt Er ihre Missetaten und bringt ihre Angelegenheiten in Ordnung

    [3] Dies, weil die, die unglaubig sind, dem Falschen folgen, und die, die glauben, der Wahrheit von ihrem Herrn folgen. Auf diese Weise legt Gott den Menschen ihren Zustand in Gleichnissen dar

    [4] Wenn ihr auf die, die unglaubig sind, trefft, dann schlagt (ihnen) auf die Nacken. Wenn ihr sie schließlich schwer niedergekampft habt, dann schnurt (ihnen) die Fesseln fest. Danach gilt es, sie aus Gnade oder gegen Losegeld zu entlassen. (Handelt so), bis der Krieg seine Waffenlasten ablegt. So ist es. Und wenn Gott wollte, wurde Er sie selbst strafen. Aber Er mochte die einen von euch durch die anderen prufen. Denen, die auf dem Weg Gottes getotet werden, laßt Er ihre Werke niemals fehlgehen

    [5] Er wird sie rechtleiten und ihre Angelegenheiten in Ordnung bringen

    [6] Sie ins Paradies eingehen lassen, das Er ihnen zu erkennen gegeben hat

    [7] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Gott unterstutzt, unterstutzt Er euch und festigt eure Schritte

    [8] Was aber diejenigen betrifft, die unglaubig sind, so wehe ihnen! Und Er wird ihre Werke fehlgehen lassen

    [9] Dies, weil sie verabscheuen, was Gott herabgesandt hat. So macht Er ihre Werke wertlos

    [10] Sind sie denn nicht auf der Erde umhergezogen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Gott hat uber sie Zerstorung gebracht. Den Unglaubigen wird etwas Ahnliches widerfahren

    [11] Dies, weil Gott der Schutzherr derer ist, die glauben, und weil die Unglaubigen keinen Schutzherrn haben

    [12] Gott laßt diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Garten eingehen, unter denen Bache fließen. Diejenigen aber, die unglaubig sind, genießen und essen, wie das Vieh frißt; das Feuer ist ihre Bleibe

    [13] Und wie manche Stadt, die eine starkere Kraft hatte als deine Stadt, die dich vertrieben hat, haben Wir verderben lassen; und sie hatten keine Helfer

    [14] Ist denn der, der einen deutlichen Beweis von seinem Herrn hat, denen gleich, denen ihr boses Tun verlockend gemacht wird und die ihren Neigungen folgen

    [15] Mit dem Paradies, das den Gottesfurchtigen versprochen ist, ist es wie folgt: Darin sind Bache mit Wasser, das nicht faul ist, und Bache mit Milch, deren Geschmack sich nicht andert, und Bache mit Wein, der genußvoll ist fur die, die davon trinken, und Bache mit gefiltertem Honig. Und sie haben darin allerlei Fruchte und Vergebung von ihrem Herrn. (Sind diese etwa) denen gleich, die im Feuer ewig weilen und heißes Wasser zu trinken bekommen, das ihre Eingeweide zerreißt

    [16] Und unter ihnen gibt es welche, die dir zuhoren. Wenn sie aber dann von dir weggehen, sagen sie zu denen, denen das Wissen zugekommen ist: «Was hat er soeben gesagt?» Das sind die, deren Herzen Gott versiegelt hat und die ihren Neigungen folgen

    [17] Und diejenigen, die der Rechtleitung folgen, laßt Er in der Rechtleitung zunehmen, und Er verleiht ihnen ihre Gottesfurcht

    [18] Erwarten sie denn etwas anderes, als daß die Stunde plotzlich uber sie kommt? Ihre Voraussetzungen sind bereits eingetroffen. Wenn sie uber sie kommt, was nutzt ihnen dann noch ihre Ermahnung

    [19] Wisse nun, daß es keinen Gott gibt außer Gott. Und bitte um Vergebung fur deine Sunde und fur die glaubigen Manner und die glaubigen Frauen. Gott weiß, wo ihr umherzieht und wo ihr bleibt

    [20] Und diejenigen, die glauben, sagen: «Ware doch eine Sure herabgesandt worden!» Wenn aber eine eindeutige Sure herabgesandt wird und darin vom Kampf die Rede ist, siehst du diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, zu dir schauen, wie einer schaut, der vor dem Tod ohnmachtig wird. Recht geschieht ihnen

    [21] Gehorchen (sollen sie) und geziemende Worte sagen. Wenn die Sache beschlossen ist, dann ware es besser fur sie, sie wurden Gott gegenuber aufrichtig sein

    [22] Ob ihr wohl, wenn ihr euch abkehrt, auf der Erde Unheil stiftet und die Verwandtschaftsbande zerreißt

    [23] Das sind die, die Gott verflucht: Er macht sie somit taub und laßt ihr Augenlicht erblinden

    [24] Betrachten sie denn nicht sorgfaltig den Koran? Oder sind an ihren Herzen Verriegelungen angebracht

    [25] Denen, die den Rucken kehren, nachdem ihnen die Rechtleitung deutlich geworden ist, hat der Satan etwas eingeredet und Hoffnung auf Aufschub gemacht

    [26] Dies, weil sie zu denen, die verabscheuen, was Gott herabgesandt hat, sagen: «Wir werden euch in einigen Angelegenheiten gehorchen.» Aber Gott weiß, was sie im geheimen reden

    [27] Wie wird es wohl sein, wenn die Engel sie abberufen und sie dabei ins Gesicht und auf den Rucken schlagen

    [28] Dies, weil sie dem folgen, was Gott erzurnt, und sein Wohlgefallen verabscheuen. So macht Er ihre Werke wertlos

    [29] Oder meinen diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, Gott wurde ihren Groll nicht ans Licht bringen

    [30] Und wenn Wir wollten, wurden Wir sie dir zeigen, so daß du sie an ihrem Merkmal erkennst. Und du wirst sie bestimmt an ihrer falschen Art zu sprechen erkennen. Und Gott weiß uber eure Werke Bescheid

    [31] Und Wir werden euch bestimmt prufen, bis Wir feststellen, welche von euch sich einsetzen und standhaft sind, und bis Wir die Berichte uber euch prufen

    [32] Diejenigen, die unglaubig sind, vom Weg Gottes abweisen und sich dem Gesandten widersetzen, nachdem ihnen die Rechtleitung deutlich geworden ist, konnen Gott nichts schaden. Und Er wird ihre Werke wertlos machen

    [33] O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten und laßt eure Werke nicht fehlgehen

    [34] Denen, die unglaubig sind und vom Weg Gottes abweisen und dann als Unglaubige sterben, wird Gott niemals vergeben

    [35] So erlahmt nicht und ruft nicht zum Frieden, wo ihr die Oberhand haben werdet. Und Gott ist mit euch, und Er wird euch eure Werke niemals schmalern

    [36] Das diesseitige Leben ist nur Spiel und Zerstreuung. Wenn ihr glaubt und gottesfurchtig seid, laßt Er euch euren Lohn zukommen und verlangt von euch nicht euer Vermogen

    [37] Wurde Er es von euch verlangen und euch drangen, ihr wurdet damit geizen, und Er wurde euren Groll ans Licht bringen

    [38] Siehe, ihr werdet aufgerufen, auf dem Weg Gottes zu spenden. Jedoch gibt es unter euch welche, die sich geizig zeigen. Wer sich aber geizig zeigt, ist geizig gegen sich selbst. Gott ist der, der auf niemanden angewiesen ist, ihr aber seid die Armen. Wenn ihr euch abkehrt, nimmt Er an eurer Stelle ein anderes Volk, und sie werden dann nicht so sein wie ihr

    Surah 48
    Der Sieg

    [1] Wir haben dir einen offenkundigen Erfolg verliehen

    [2] Damit Gott dir deine Sunden vergebe, die fruheren und die spateren, und damit Er seine Gnade an dir vollende und dich einen geraden Weg fuhre

    [3] Und damit Gott dich mit einem machtigen Beistand unterstutze

    [4] Er ist es, der die Ruhe spendende Gegenwart in die Herzen der Glaubigen herabgesandt hat, daß sie in ihrem Glauben noch an Glauben zunehmen. Und Gott gehoren die Heerscharen der Himmel und der Erde. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [5] Dies, damit Er die glaubigen Manner und die glaubigen Frauen in Garten eingehen lasse, unter denen Bache fließen - darin werden sie ewig weilen - und ihnen ihre Missetaten suhne. Und das ist bei Gott ein großartiger Erfolg

    [6] Und damit Er die Heuchler, Manner und Frauen, und die Polytheisten, Manner und Frauen, peinige, die von Gott eine schlechte Meinung haben. Uber sie kommt die bose Schicksalswendung. Gott zurnt ihnen, verflucht sie und bereitet ihnen die Holle - welch schlimmes Ende

    [7] Und Gott gehoren die Heerscharen der Himmel und der Erde. Und Gott ist machtig und weise

    [8] Wir haben dich als Zeugen, als Freudenboten und als Warner gesandt

    [9] Damit ihr an Gott und seinen Gesandten glaubt, ihm beisteht und ihn ehrt, und (damit ihr) Ihn preist morgens und abends

    [10] Diejenigen, die dir Treue geloben, geloben Gott Treue. Gottes Hand liegt uber ihren Handen. Wer nun (sein Wort) bricht, bricht es zu seinem eigenen Schaden. Und wer das erfullt, wozu er sich Gott gegenuber verpflichtet hat, dem laßt Er einen großartigen Lohn zukommen

    [11] Die Zuruckgelassenen unter den arabischen Beduinen werden zu dir sagen: «Unser Vermogen und unsere Angehorigen haben uns zu sehr in Anspruch genommen. So bitte fur uns um Vergebung.» Sie sagen mit ihrer Zunge, was nicht in ihrem Herzen ist. Sprich: Wer kann fur euch vor Gott uberhaupt etwas bewirken, wenn Er euch schaden will oder wenn Er euch nutzen will? Nein, Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [12] Nein, ihr meintet, daß der Gesandte und die Glaubigen nie mehr zu ihren Angehorigen heimkehren wurden, und das ist euch in euren Herzen verlockend gemacht worden. Und ihr hattet eine schlechte Meinung und waret ein verlorenes Volk

    [13] Und wenn einer an Gott und seinen Gesandten nicht glaubt, so haben Wir fur die Unglaubigen einen Feuerbrand bereitet

    [14] Und Gott gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [15] Die Zuruckgelassenen werden, wenn ihr auszieht, um Beute zu machen, sagen: «Laßt uns euch folgen.» Sie mochten gern die Worte Gottes abandern. Sprich: «Ihr durft uns nicht folgen. So hat Gott schon vorher gesprochen.» Sie werden sagen: «Nein, aber ihr hegt Neid uns gegenuber.» Nein, sie begreifen ja nur wenig

    [16] Sprich zu den Zuruckgelassenen unter den arabischen Beduinen: «Ihr werdet dazu aufgerufen, gegen Leute, die eine starke Schlagkraft besitzen, zu kampfen, es sei denn, sie ergeben sich. Wenn ihr gehorcht, laßt Gott euch einen schonen Lohn zukommen. Wenn ihr euch aber abkehrt, wie ihr euch vorher abgekehrt habt, dann peinigt Er euch mit einer schmerzhaften Pein.»

    [17] Es gibt keinen Grund zur Bedrangnis fur den Blinden; es gibt keinen Grund zur Bedrangnis fur den Kruppel; es gibt keinen Grund zur Bedrangnis fur den Kranken. Wer Gott und seinem Gesandten gehorcht, den laßt Er in Garten eingehen, unter denen Bache fließen. Und wer sich abkehrt, den peinigt Er mit einer schmerzhaften Pein

    [18] Gott hat an den Glaubigen Wohlgefallen gefunden, als sie dir unter dem Baum Treue gelobten. Da wußte Er, was in ihren Herzen war, und Er sandte die Ruhe spendende Gegenwart auf sie herab und schenkte ihnen als Lohn einen nahen Erfolg

    [19] Und viel Beute, die sie nehmen wurden. Und Gott ist machtig und weise

    [20] Gott hat euch versprochen, daß ihr viel Beute machen wurdet. So hat Er euch erst diese eilig zufallen lassen und die Hande der Menschen von euch zuruckgehalten. Dies, damit es ein Zeichen fur die Glaubigen sei und Er euch einen geraden Weg fuhre

    [21] Auch eine andere (Beute), die ihr nicht zu erreichen vermochtet, hat Gott schon umfangen. Gott hat Macht zu allen Dingen

    [22] Und hatten diejenigen, die unglaubig sind, gegen euch gekampft, sie hatten den Rucken gekehrt. Und dann finden sie weder Freund noch Helfer

    [23] So war das beispielhafte Verfahren Gottes, das fruher angewandt wurde. Und du wirst im Verfahren Gottes keine Veranderung finden

    [24] Und Er ist es, der im Tal von Mekka ihre Hande von euch und eure Hande von ihnen zuruckgehalten hat, nachdem Er euch den Sieg uber sie verliehen hatte. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [25] Sie sind es, die unglaubig sind und euch von der heiligen Moschee abgewiesen und verhindert haben, daß die Opfertiere ihren Schlachtort erreichen. Und hatte es nicht glaubige Manner und glaubige Frauen gegeben, die ihr nicht kanntet, derentwegen aber euch verwehrt wurde, sie niederzutreten und dadurch unwissentlich ihretwegen Schuld auf euch zu laden... Dies, damit Gott in seine Barmherzigkeit eingehen laßt, wen Er will. Wenn diese sich abgesetzt hatten, hatten Wir diejenigen von ihnen, die unglaubig sind, mit einer schmerzhaften Pein gepeinigt

    [26] Als diejenigen, die unglaubig sind, in ihren Herzen den Verbandsgeist entfachten - den Verbandsgeist der Zeit der Unwissenheit -, worauf Gott seine Ruhe spendende Gegenwart auf seinen Gesandten und auf die Glaubigen herabsandte und sie auf das Wort der Gottesfurcht verpflichtete. Sie hatten ja eher den berechtigten Anspruch darauf und waren seiner wurdig. Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [27] Gott hat seinem Gesandten das Traumgesicht der Wahrheit entsprechend wahr gemacht: Ihr werdet gewiß, wenn Gott will, die heilige Moschee betreten in Sicherheit, sowohl mit geschorenem Kopf als auch mit gestutztem Haar, und ohne Angst zu haben. Und Er wußte, was ihr nicht wußtet, und Er bestimmte (fur euch) außerdem einen nahen Erfolg

    [28] Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand zu verleihen uber alle Religion. Und Gott genugt als Zeuge

    [29] Muhammad ist der Gesandte Gottes. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Unglaubigen gegenuber heftig, gegeneinander aber barmherzig. Du siehst, wie sie sich verneigen und niederwerfen im Streben nach Gottes Huld und Wohlgefallen. Ihr Merkmal steht auf ihrem Gesicht als Spur der Niederwerfung. Das ist ihre Beschreibung in der Tora. Beschrieben werden sie im Evangelium wie ein Saatfeld, das seine Triebe hervorbringt und starker werden laßt, so daß sie verdicken und auf den Halmen stehen, zum Gefallen derer, die gesat haben. (Dies), damit Er die Unglaubigen durch sie in Wut versetze. Gott hat diejenigen von ihnen, die glauben und die guten Werke tun, Vergebung und großartigen Lohn versprochen

    Surah 49
    Die Gemächer

    [1] O ihr, die ihr glaubt, kommt nicht Gott und seinem Gesandten zuvor und furchtet Gott. Gott hort und weiß alles

    [2] O ihr, die ihr glaubt, erhebt nicht eure Stimme uber die Stimme des Propheten, und sprecht nicht so laut zu ihm, wie ihr laut zueinander sprecht, damit nicht eure Werke wertlos werden, ohne daß ihr es merkt

    [3] Diejenigen, die ihre Stimme bei dem Gesandten Gottes dampfen, das sind die, deren Herzen Gott auf die Gottesfurcht gepruft hat. Bestimmt ist fur sie Vergebung und großartiger Lohn

    [4] Von denen, die dich rufen, wahrend du dich in den Gemachern aufhaltst, haben die meisten keinen Verstand

    [5] Wurden sie sich gedulden, bis du zu ihnen herauskommst, ware es besser fur sie. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [6] O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler mit einer Nachricht zu euch kommt, so stellt es eindeutig fest, damit ihr nicht (einigen) Leuten in Unwissenheit etwas antut und dann bereuen mußt, was ihr getan habt

    [7] Und wißt, daß der Gesandte Gottes unter euch weilt. Wurde er in vielen Angelegenheiten euch gehorchen, wurdet ihr in Bedrangnis geraten. Aber Gott hat euch den Glauben lieb und in euren Herzen anziehend gemacht, und Er hat euch den Unglauben, den Frevel und den Ungehorsam verabscheuen lassen. Das sind die, die den rechten Wandel zeigen

    [8] Dies als Huld und Gnade von Gott. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [9] Und wenn zwei Gruppen von den Glaubigen einander bekampfen, so stiftet Frieden zwischen ihnen. Wenn die eine von ihnen gegen die andere in ungerechter Weise vorgeht, dann kampft gegen diejenige, die in ungerechter Weise vorgeht, bis sie zum Befehl Gottes umkehrt. Wenn sie umkehrt, dann stiftet Frieden zwischen ihnen nach Gerechtigkeit und handelt dabei gerecht. Gott liebt die, die gerecht handeln

    [10] Die Glaubigen sind ja Bruder. So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brudern und furchtet Gott, auf daß ihr Erbarmen findet

    [11] O ihr, die ihr glaubt, die einen sollen nicht die anderen verhohnen, vielleicht sind diese eben besser als sie. Auch sollen nicht Frauen andere Frauen verhohnen, vielleicht sind diese eben besser als sie. Und norgelt nicht untereinander und gebt einander keine Schimpfnamen. Welch schlimmer Name, der des Frevels, nach der Annahme des Glaubens! Diejenigen, die nicht umkehren, sind die, die Unrecht tun

    [12] O ihr, die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen. Manche Mutmaßung ist Sunde. Spioniert nicht und fuhrt nicht uble Nachrede ubereinander. Mochte denn einer von euch das Fleisch seines Bruders, wenn er tot ist, essen? Es ware euch doch zuwider. Furchtet Gott. Gott wendet sich gnadig zu und ist barmherzig

    [13] O ihr Menschen, Wir haben euch von einem mannlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbanden und Stammen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfurchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem

    [14] Die arabischen Beduinen sagen: «Wir glauben.» Sprich: Ihr glaubt nicht (wirklich). Sagt vielmehr: Wir sind Muslime geworden. Der Glaube ist ja noch nicht in eure Herzen gedrungen. Wenn ihr aber Gott und seinem Gesandten gehorcht, verringert Er euch nichts von euren Werken. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [15] Die Glaubigen, das sind diejenigen, die an Gott und seinen Gesandten glauben und dann nicht zweifeln und sich mit ihrem Vermogen und mit ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes einsetzen. Das sind die Wahrhaftigen

    [16] Sprich: Wollt ihr denn Gott uber eure Religion belehren, wo Gott weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist? Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [17] Sie halten es fur eine Wohltat gegen dich, daß sie Muslime geworden sind. Sprich: Haltet nicht eure Annahme des Islams fur eine Wohltat gegen mich. Nein, Gott hat euch eine Wohltat erwiesen dadurch, daß Er euch zum Glauben gefuhrt hat, wenn ihr wahrhaftig seid

    [18] Gott kennt das Unsichtbare der Himmel und der Erde. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    Surah 50
    Qaf

    [1] Qaaf. Beim glorreichen Koran

    [2] Aber nein, sie wundern sich daruber, daß ein Warner aus ihrer Mitte zu ihnen kam. Da sagen die Unglaubigen: «Das ist eine verwunderliche Sache

    [3] Sollen wir wirklich, wenn wir gestorben und zu Staub geworden sind...? Das ist doch eine Ruckkehr von weiter Entfernung.»

    [4] Wir wissen wohl, was die Erde von ihnen aufzehrt. Und bei Uns ist ein Buch, das alles aufbewahrt

    [5] Aber nein, fur Luge erklarten sie die Wahrheit, als sie zu ihnen kam, und so befinden sie sich in einer verworrenen Lage

    [6] Haben sie nicht zum Himmel uber ihnen emporgeschaut, wie Wir ihn aufgebaut und geschmuckt haben, und daß er keine Risse aufweist

    [7] Auch die Erde haben Wir ausgebreitet und auf ihr festgegrundete Berge angebracht, und Wir haben auf ihr verschiedene erfreuliche Pflanzenarten wachsen lassen

    [8] Um Einsicht zu bringen und als Ermahnung fur jeden Diener, der sich (Gott) reumutig zuwendet

    [9] Und Wir haben vom Himmel gesegnetes Wasser herabkommen und damit Garten und Korn fur die Ernte wachsen lassen

    [10] Und Palmen, hochragend und mit ubereinander gereihten Blutenscheiden

    [11] Als Lebensunterhalt fur die Diener. Und Wir haben damit abgestorbene Ortschaften wieder belebt. So erfolgt auch das Herauskommen

    [12] Der Luge ziehen (ihre Gesandten) schon vor ihnen das Volk Noachs, die Leute des Brunnens und die Thamud

    [13] Und die Aad, Pharao und die Bruder Lots

    [14] Die Leute des Waldes und das Volk des Tubbaa. Alle haben die Gesandten der Luge geziehen, so ist meine Androhung zu Recht fallig geworden

    [15] Waren Wir denn mit der ersten Schopfung uberfordert? Nein, sie aber sind im unklaren uber eine neue Schopfung

    [16] Wir haben doch den Menschen erschaffen und wissen, was ihm seine Seele einflustert. Und Wir sind ihm naher als die Halsschlagader

    [17] Wenn die beiden, die entgegenzunehmen haben, entgegennehmen, zur Rechten und zur Linken sitzend

    [18] Wird er kein Wort sprechen, ohne daß bei ihm ein Bewacher bereitstunde

    [19] Und die Trunkenheit des Todes bringt die Wahrheit: «Das ist das, wovor du auszuweichen pflegtest.»

    [20] Und es wird in die Trompete geblasen. Das ist der angedrohte Tag

    [21] Und jede Seele kommt, und mit ihr ein Treiber und ein Zeuge

    [22] «Du hast dies unbeachtet gelassen. Nun haben Wir deine Decke von dir weggezogen, so daß dein Augenlicht heute scharf ist.»

    [23] Und sein Geselle sagt: «Das ist, was bei mir bereitliegt.»

    [24] «Werft, ihr beide, in die Holle jeden, der sehr unglaubig und widerspenstig ist

    [25] Das Gute verweigert, Ubertretungen begeht und Zweifel hegt

    [26] Und der Gott einen anderen Gott zur Seite stellt. So werft ihn in die harte Pein.»

    [27] Sein Geselle sagt: «Unser Herr, ich habe ihn nicht zu ubermaßigem Frevel verleitet, sondern er befand sich selbst in tiefem Irrtum.»

    [28] Er spricht: «Streitet euch nicht vor Mir, wo Ich euch die Androhung vorausgeschickt habe

    [29] Der Spruch wird bei Mir nicht abgeandert. Und Ich tue den Dienern kein Unrecht.»

    [30] (Dies) am Tag, da Wir zur Holle sprechen: «Bist du bereits voll?», und sie sagt: «Gibt es noch mehr?»

    [31] Und das Paradies wird an die Gottesfurchtigen herangebracht, nicht weit entfernt

    [32] «Das ist, was euch versprochen worden ist fur jeden, der bereit zur Umkehr ist und sich selbst hutet

    [33] Der den Erbarmer im verborgenen furchtet und mit reumutigem Herzen (zu Ihm) kommt

    [34] Geht hinein in Frieden. Das ist der Tag der Ewigkeit.»

    [35] Sie haben darin, was sie wollen. Und bei Uns steht noch mehr

    [36] Wie viele Generationen haben Wir vor ihnen verderben lassen, die eine starkere Gewalt besaßen als sie und in den Landern umherzogen! Gibt es ein Entrinnen

    [37] Darin ist eine Ermahnung fur den, der Herz hat oder hinhort, wahrend er zugegen ist

    [38] Und Wir haben die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen. Und dabei hat Uns keine Ermattung befallen

    [39] So ertrage mit Geduld, was sie sagen. Und singe das Lob deines Herrn vor dem Aufgang der Sonne und vor dem Untergang

    [40] Und preise Ihn in der Nacht und jeweils am Ende der Niederwerfung

    [41] Und hore zu am Tag, da der Rufer aus einem nahen Ort ruft

    [42] Am Tag, da sie den Schrei in Wahrheit horen. Das ist der Tag des Herauskommens

    [43] Wahrlich, Wir allein machen wieder lebendig und lassen sterben. Und zu Uns fuhrt der Lebensweg

    [44] Am Tag, da die Erde sich vor ihnen spaltet und sie eilig (hervorkommen), das ist ein Versammeln, das Uns ein leichtes ist

    [45] Wir wissen besser, was sie sagen. Und du bist nicht ein Zwingherr uber sie. Ermahne nur mit dem Koran die, welche meine Drohung furchten

    Surah 51
    Die Zerstreuenden

    [1] Bei denen, die heftig aufwirbeln

    [2] Bei denen, die eine Last tragen

    [3] Bei denen, die leicht dahinziehen

    [4] Bei denen, die verschiedene Befehle ausfuhren

    [5] Siehe, was euch angedroht ist, ist wahr

    [6] Und das Gericht wird eintreffen

    [7] Beim Himmel voller Adern

    [8] Ihr haltet unterschiedliche Reden

    [9] Der wird davon abwendig gemacht, wer sich abwenden laßt

    [10] Dem Tod geweiht seien die, die nur Schatzungen anstellen

    [11] Die sich in abgrundiger Achtlosigkeit befinden

    [12] Sie fragen: «Wann wird denn der Tag des Gerichtes sein?»

    [13] «Am Tag, da sie im Feuer gepruft werden

    [14] Kostet nun eure Prufung. Das ist es, was ihr zu beschleunigen wunschtet.»

    [15] Die Gottesfurchtigen aber werden in Garten und an Quellen sein

    [16] Sie nehmen, was ihr Herr ihnen zukommen laßt. Sie waren ja vordem rechtschaffen

    [17] Nur ein wenig schliefen sie in der Nacht

    [18] Und in der Morgendammerung baten sie um Vergebung

    [19] Und sie raumten dem Bettler und dem Unbemittelten ein Recht auf ihr Vermogen ein

    [20] Und auf der Erde gibt es Zeichen fur die, die Gewißheit hegen

    [21] Und auch in euch selbst. Wollt ihr denn nicht sehen

    [22] Und im Himmel ist euer Lebensunterhalt und das, was euch versprochen wird

    [23] Beim Herrn des Himmels und der Erde, das ist so wahr, wie ihr reden konnt

    [24] Ist denn die Geschichte von den geehrten Gasten Abrahams zu dir gelangt

    [25] Als sie bei ihm eintraten und sagten: «Friede!» Er sagte: «Friede! Lauter unbekannte Leute.»

    [26] Er schlich sich zu seinen Angehorigen. Er brachte ein (gebratenes) Mastkalb herbei

    [27] Und setzte es ihnen vor. Er sagte: «Wollt ihr nicht essen?»

    [28] Er empfand Angst vor ihnen. Sie sagten: «Hab keine Angst.» Und sie verkundeten ihm einen klugen Knaben

    [29] Da kam seine Frau schreiend herbei. Sie schlug sich ins Gesicht und sagte: «Eine unfruchtbare alte Frau!»

    [30] Sie sagten: «So hat dein Herr gesprochen. Er ist der, der weise ist und Bescheid weiß.»

    [31] Er sagte: «Was ist euer Anliegen, ihr Boten?»

    [32] Sie sagten: «Wir sind gesandt zu Leuten, die Ubeltater sind

    [33] Um uber sie Steine aus Ton niederkommen zu lassen

    [34] Die bei deinem Herrn gekennzeichnet sind fur die Maßlosen.»

    [35] Und Wir brachten die, die in ihr glaubig waren, hinaus

    [36] Aber Wir fanden in ihr nur ein (einziges) Haus von Gottergebenen

    [37] Und Wir hinterließen in ihr ein Zeichen fur diejenigen, die die schmerzhafte Pein furchten

    [38] (Ein Zeichen ist) auch in Mose, als Wir ihn mit einer offenkundigen Ermachtigung zu Pharao sandten

    [39] Der kehrte sich ab samt seiner Streitmacht und sagte: «Ein Zauberer oder ein Besessener.»

    [40] Da ergriffen Wir ihn und seine Truppen und warfen sie ins Meer. Er hatte sich Tadel zugezogen

    [41] Und auch in den Aad, als Wir uber sie den lebensfeindlichen Wind sandten

    [42] Der nichts von allem, woruber er kam, ubrigließ, ohne es werden zu lassen wie etwas, was auseinanderfallt

    [43] Und auch in den Thamud, als zu ihnen gesprochen wurde: «Genießt fur eine Weile.»

    [44] Sie rebellierten gegen den Befehl ihres Herrn. Da ergriff sie der Donnerschlag, wahrend sie hinschauten

    [45] Und sie konnten sich nicht mehr aufrichten und erfuhren keine Unterstutzung mehr

    [46] (Verderben ließen Wir) fruher auch das Volk Noachs. Das waren frevlerische Leute

    [47] Und den Himmel haben Wir mit Kraft aufgebaut. Und Wir verfugen uber breite Moglichkeiten

    [48] Und die Erde haben Wir ausgebreitet. Wie trefflich haben Wir sie geebnet

    [49] Und von allem haben Wir ein Paar erschaffen, auf daß ihr es bedenket

    [50] Fluchtet nun zu Gott. Ich bin euch von Ihm ein deutlicher Warner

    [51] Und setzt nicht Gott einen anderen Gott zur Seite. Ich bin euch von Ihm ein deutlicher Warner

    [52] So ist auch zu denen, die vor ihnen lebten, kein Gesandter gekommen, ohne daß sie gesagt hatten: «Ein Zauberer oder ein Besessener.»

    [53] Haben sie es denn einander (als Vermachtnis) aufgetragen? Nein, sie sind Leute, die ein Ubermaß an Frevel zeigen

    [54] So kehre dich von ihnen ab. Du ziehst dir damit keinen Tadel zu

    [55] Und ermahne, denn die Ermahnung nutzt den Glaubigen

    [56] Und Ich habe die Djinn und die Menschen nur dazu erschaffen, daß sie Mir dienen

    [57] Ich will von ihnen keinen Unterhalt, und Ich will nicht, daß sie Mir zu essen geben

    [58] Gott ist es, der Unterhalt beschert und Kraft und Festigkeit besitzt

    [59] Fur diejenigen, die Unrecht tun, ist ein Los bestimmt wie das Los ihrer Gefahrten. So sollen sie Mich nicht um Beschleunigung bitten

    [60] Wehe denen, die unglaubig sind, vor ihrem Tag, der ihnen angedroht ist

    Surah 52
    Der Berg

    [1] Beim Berg

    [2] Bei einem Buch, das zeilenweise niedergeschrieben ist

    [3] Auf ausgebreitetem Pergament

    [4] Bei dem (zur Pilgerzeit) besuchten Haus

    [5] Und bei der hochgezogenen Decke

    [6] Und beim angefullten Meer

    [7] Die Pein deines Herrn wird eintreffen

    [8] Es gibt niemanden, der sie abwehren konnte

    [9] Am Tag, da der Himmel in heftiges Schwanken gerat

    [10] Und die Berge sich fortbewegen

    [11] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [12] Die in ausschweifenden Reden ihr Spiel treiben

    [13] Am Tag, da sie unerbittlich ins Feuer der Holle gestoßen werden

    [14] «Das ist das Feuer, das ihr immer wieder fur Luge erklart habt

    [15] Ist dies nun Zauberei, oder konnt ihr nicht sehen

    [16] Ihr sollt darin brennen. Es ist fur euch gleich, ob ihr es geduldig ertragt oder nicht. Euch wird das vergolten, was ihr zu tun pflegtet.»

    [17] Die Gottesfurchtigen befinden sich in Garten und Wonne

    [18] Sie empfinden Wohlbehagen an dem, was ihnen ihr Herr zukommen laßt. Und ihr Herr bewahrt sie vor der Pein der Holle

    [19] «Eßt und trinkt zu eurem Wohl fur das, was ihr zu tun pflegtet.»

    [20] Sie lehnen sich auf gereihten Betten. Und Wir vermahlen sie mit großaugigen Huri

    [21] Und zu denen, die glauben und denen ihre Nachkommenschaft im Glauben folgt, lassen Wir ihre Nachkommenschaft stoßen. Und Wir verringern ihnen nichts von ihren Werken. Ein jeder haftet fur das, was er erworben hat

    [22] Und Wir versorgen sie mit Fruchten und Fleisch von dem, was sie begehren

    [23] Darin greifen sie untereinander nach einem Becher, der nicht zu unbedachter Rede verleitet und in dem nichts Sundhaftes steckt

    [24] Und unter ihnen machen die Runde Junglinge, die zu ihnen gehoren, als waren sie wohlverwahrte Perlen

    [25] Und sie treten aneinander heran und fragen sich gegenseitig

    [26] Sie sagen: «Fruher waren wir inmitten unserer Angehorigen erschrocken

    [27] Da erwies Gott uns eine Wohltat und bewahrte uns vor der Pein des gluhenden Windes

    [28] Fruher pflegten wir Ihn anzurufen. Er ist der, der gutig und barmherzig ist.»

    [29] Ermahne nun; du bist dank der Gnade deines Herrn weder ein Wahrsager noch ein Besessener

    [30] Oder sagen sie etwa: «Ein Dichter. Wir warten ab, was fur ein Unheil das Schicksal ihm bringen wird»

    [31] Sprich: Wartet ab, ich gehore mit euch zu denen, die abwarten

    [32] Oder befiehlt ihnen etwa ihr Verstand dies, oder sind sie vielmehr Leute, die ein Ubermaß an Frevel zeigen

    [33] Oder sagen sie: «Er hat ihn sich selbst in den Mund gelegt»? Nein, vielmehr glauben sie nicht

    [34] Sie sollen doch eine Botschaft gleicher Art beibringen, so sie die Wahrheit sagen

    [35] Oder sind sie aus etwas anderem erschaffen worden, oder sind sie gar selbst die Schopfer

    [36] Oder haben sie etwa die Himmel und die Erde erschaffen? Nein, vielmehr hegen sie keine Gewißheit

    [37] Oder besitzen sie etwa die Vorratskammern deines Herrn, oder sind sie es, die alles fest in der Hand haben

    [38] Oder haben sie eine Leiter, auf der sie (emporsteigen und) lauschen konnen? Dann soll doch ihr Lauscher eine offenkundige Ermachtigung beibringen

    [39] Oder sind fur Ihn die Tochter und fur euch die Sohne bestimmt

    [40] Oder verlangst du etwa einen Lohn von ihnen, so daß sie mit Schulden belastet waren

    [41] Oder liegt ihnen das Unsichtbare vor, so daß sie (es) aufschreiben

    [42] Oder wollen sie arglistig handeln? Diejenigen, die unglaubig sind, sind es, die der List erliegen

    [43] Oder haben sie einen anderen Gott als Gott? Preis sei Gott! (Erhaben ist Er) uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [44] Und sahen sie ein Stuck vom Himmel herabfallen, sie wurden sagen: «Eine aufgeschichtete Wolke.»

    [45] Laß sie nur, bis sie ihrem Tag begegnen, an dem sie vom Donnerschlag getroffen werden

    [46] Dem Tag, da ihre List ihnen nichts nutzt und sie keine Unterstutzung erfahren

    [47] Fur diejenigen, die Unrecht tun, ist eine Pein außer dieser bestimmt, aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid

    [48] Sei geduldig, bis dein Herr sein Urteil fallt. Du stehst vor unseren Augen. Und sing das Lob deines Herrn, wenn du dich hinstellst

    [49] Und preise Ihn in der Nacht und beim Schwinden der Sterne

    Surah 53
    Der Stern

    [1] Beim Stern, wenn er fallt

    [2] Euer Gefahrte geht nicht irre und ist nicht einem Irrtum erlegen

    [3] Und er redet nicht aus eigener Neigung

    [4] Es ist nichts anderes als eine Offenbarung, die offenbart wird

    [5] Belehrt hat ihn einer, der starke Krafte hat

    [6] Der Macht besitzt. Er stand aufrecht da

    [7] Am obersten Horizont

    [8] Dann kam er naher und stieg nach unten

    [9] So daß er (nur) zwei Bogenlangen entfernt war oder noch naher

    [10] Da offenbarte Er seinem Diener, was Er offenbarte

    [11] Sein Herz hat nicht gelogen, was er sah

    [12] Wollt ihr denn mit ihm streiten uber das, was er sieht

    [13] Und er sah ihn ein anderes Mal herabkommen

    [14] Beim Zizyphusbaum am Ende des Weges

    [15] Bei dem der Garten der Heimstatte ist

    [16] Als den Zizyphusbaum bedeckte, was (ihn) bedeckte

    [17] Da wich der Blick nicht ab, und er uberschritt das Maß nicht

    [18] Wahrlich, er sah etwas von den großten Zeichen seines Herrn

    [19] Habt ihr Laat und, Uzzaa gesehen

    [20] Und auch Manaat, diese andere, die dritte

    [21] Ist denn fur euch das, was mannlich ist, und fur Ihn das, was weiblich ist, bestimmt

    [22] Das ware dann eine ungerechte Verteilung

    [23] Das sind nur Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Vater, fur die Gott aber keine Ermachtigung herabgesandt hat. Sie folgen nur Vermutungen und dem, wozu ihre Seelen neigen, wo doch die Rechtleitung von ihrem Herrn zu ihnen gekommen ist

    [24] Oder kann denn der Mensch haben, was er wunscht

    [25] Ja, Gott gehort das Jenseits und das Diesseits

    [26] Und wie manche Engel gibt es in den Himmeln, deren Fursprache nichts nutzt, außer nachdem Gott es einem erlaubt hat, den Er will und der sein Gefallen hat

    [27] Diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, geben den Engeln Namen, wie man sie weiblichen Wesen gibt

    [28] Sie haben jedoch kein Wissen daruber. Sie folgen nur Vermutungen. Aber die Vermutungen nutzen in bezug auf die Wahrheit nichts

    [29] Wende dich nun ab von dem, der sich von unserer Ermahnung abkehrt und nur das diesseitige Leben will

    [30] Das ist, was sie vom Wissen erreicht haben. Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt, und Er weiß besser, wer der Rechtleitung folgt

    [31] Gott gehort, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, auf daß Er denen, die Boses tun, vergelte fur das, was sie tun, und daß Er denen, die Gutes tun, mit dem Allerbesten vergelte

    [32] Diejenigen, die die schweren Sunden und die schandlichen Taten meiden, abgesehen von leichten Verfehlungen... Wahrlich, dein Herr hat eine umfassende Vergebung. Er weiß besser uber euch Bescheid, als Er euch aus der Erde entstehen ließ und als ihr Embryos im Leib eurer Mutter waret. So erklart nicht euch selbst fur rein. Er weiß besser, wer gottesfurchtig ist

    [33] Hast du den gesehen, der sich abkehrt

    [34] Und nur wenig gibt und dann (auch) aufhort

    [35] Hat er etwa Wissen uber das Unsichtbare, daß er (es) sehen konnte

    [36] Oder wurde ihm nicht verkundet, was da steht in den Blattern des Mose

    [37] Und des Abraham, der (seine Pflichten) erfullte

    [38] (Namlich), daß keine lasttragende (Seele) die Last einer anderen tragen wird

    [39] Daß fur den Menschen nur das bestimmt ist, wonach er strebt

    [40] Daß sein Streben sichtbar werden wird

    [41] Und daß ihm hierauf voll dafur vergolten wird

    [42] Daß das Ende des Weges zu Gott fuhrt

    [43] Daß Er lachen und weinen laßt

    [44] Und daß Er sterben laßt und wieder lebendig macht

    [45] Daß Er beide Geschlechter, das mannliche und das weibliche, erschafft

    [46] Aus einem Samentropfen, wenn er sich ergießt

    [47] Und daß Ihm die zweite Schopfung obliegt

    [48] Daß Er reich macht und Besitz schenkt

    [49] Und daß Er der Herr des Sirius ist

    [50] Und daß Er die Aad, die damals lebten, verderben ließ

    [51] Und auch die Thamud, wobei Er nichts ubrigließ

    [52] Und vorher das Volk Noachs - sie waren ja Leute, die noch mehr Unrecht taten und das Ubermaß ihres Frevels noch steigerten

    [53] Und daß Er die verschwundene Stadt sturzen ließ

    [54] So daß sie bedeckte, was (sie dann) bedeckte

    [55] Welche der Wohltaten deines Herrn willst du nun bestreiten

    [56] Das ist ein Warner nach Art der fruheren Warner

    [57] Die nahende Stunde steht bevor

    [58] Niemand außer Gott kann sie beheben

    [59] Wundert ihr euch denn uber diese Botschaft

    [60] Und lacht, statt zu weinen

    [61] Wahrend ihr euch mit etwas anderem beschaftigt

    [62] Werft euch doch vor Gott nieder und dienet (Ihm)

    Surah 54
    Der Mond

    [1] Nahegeruckt ist die Stunde, und gespalten hat sich der Mond

    [2] Und wenn sie ein Zeichen sehen, wenden sie sich ab und sagen: «Eine standige Zauberei.»

    [3] Und sie erklaren (es) fur Luge und folgen ihren Neigungen. Doch jede Angelegenheit wird bestatigt

    [4] Zu ihnen ist doch von den Berichten gekommen, was eine Zurechtweisung enthalt

    [5] Eine triftige Weisheit. Aber da nutzen die Warnungen nicht

    [6] So kehre dich von ihnen ab. Am Tag, da der Rufer zu etwas Unangenehmem ruft

    [7] Und sie aus den Grabern wie ausschwarmende Heuschrecken herauskommen, mit gesenkten Blicken

    [8] Den Hals nach dem Rufer gereckt, da sagen die Unglaubigen: «Das ist ein schwerer Tag.»

    [9] Schon vor ihnen hat das Volk Noachs (ihren Gesandten) der Luge geziehen. Sie ziehen unseren Diener der Luge und sagten: «Ein Besessener.» Und er wurde (von ihnen) zurechtgewiesen

    [10] Da rief er zu seinem Herrn: «Ich bin unterlegen, so unterstutze Du (mich).»

    [11] Da offneten Wir die Tore des Himmels durch ein niederstromendes Wasser

    [12] Und ließen aus der Erde Quellen hervorbrechen. Und das Wasser traf zusammen nach testgelegtem Befehl

    [13] Und Wir trugen ihn auf einem Schiff mit Planken und Nageln

    [14] Das vor unseren Augen dahinfuhr. Dies als Lohn fur den, der Verleugnung erfahren hatte

    [15] Und Wir ließen es als Zeichen zuruck. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt

    [16] Und wie waren dann meine Pein und meine Warnungen

    [17] Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt

    [18] Die Aad haben (ihren Gesandten) der Luge geziehen. Und wie waren dann meine Pein und meine Warnungen

    [19] Wir sandten gegen sie an einem langwahrenden unheilvollen Tag einen eiskalten Wind

    [20] Der die Menschen fortriß, als waren sie Stamme entwurzelter Palmen

    [21] Wie waren dann meine Pein und meine Warnungen

    [22] Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt

    [23] Die Thamud haben die Warner der Luge geziehen

    [24] Sie sagten: «Sollen wir denn einem Menschen aus unseren Reihen, der allein dasteht, folgen? Dann befanden wir uns im Irrtum und litten an Wahnsinn

    [25] Ist die Ermahnung wirklich gerade ihm aus unserer Mitte uberbracht worden? Nein, vielmehr ist er ein uberheblicher Lugner.»

    [26] Morgen werden sie zu wissen bekommen, wer der uberhebliche Lugner ist

    [27] Wir werden die Kamelstute schicken als Versuchung fur sie. So beobachte sie und sei geduldig

    [28] Und gib ihnen kund, daß das Wasser zwischen ihnen zu teilen ist. Jede Trinkzeit soll (dann abwechselnd) wahrgenommen werden

    [29] Sie aber riefen ihren Gefahrten her. Er griff zu und schnitt (der Kamelstute) die Flechsen durch und stach sie

    [30] Wie waren dann meine Pein und meine Warnungen

    [31] Wir sandten uber sie einen einzigen Schrei, da waren sie plotzlich wie das durre Zeug dessen, der Tiergehege baut

    [32] Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt

    [33] Das Volk Lots hat die Warner der Luge geziehen

    [34] Wir sandten einen Steinregen uber sie, ausgenommen die Angehorigen Lots. Wir erretteten sie im Morgengrauen

    [35] Aus Gnade von Uns. So entlohnen Wir den, der dankbar ist

    [36] Er hatte sie vor unserem gewaltigen Zugriff gewarnt. Aber sie bestritten die Warnungen

    [37] Sie versuchten ihn in bezug auf seine Gaste zu uberreden. Da wischten Wir ihre Augen aus. «Kostet nun meine Pein und meine Warnungen.»

    [38] Und am Morgen ereilte sie eine bestandige Pein

    [39] «Kostet nun meine Pein und meine Warnungen.»

    [40] Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt

    [41] Und (auch) zu den Leuten Pharaos kamen die Warnungen

    [42] Aber sie erklarten alle unsere Zeichen fur Luge. Da ergriffen Wir sie, wie ein Starker und Machtiger ergreift

    [43] Sind etwa eure Unglaubigen besser als jene? Oder habt ihr einen Freispruch in den Schriften

    [44] Oder sagen sie: «Wir sind eine Schar, die siegen wird»

    [45] Die Schar wird in die Flucht geschlagen werden, und sie werden den Rucken kehren

    [46] Nein, die Stunde ist ihre Verabredungszeit. Und die Stunde ist noch unheilvoller und bitterer

    [47] Die Ubeltater befinden sich im Irrtum und leiden an Wahnsinn

    [48] Am Tag, da sie auf ihren Gesichtern ins Feuer hineingezerrt werden: «Kostet die Beruhrung des Hollenbrandes.»

    [49] Wir haben alle Dinge nach Maß erschaffen

    [50] Und unser Befehl ist ein einziges Wort, gleich einem schnellen Blick

    [51] Und Wir haben doch (fruher) euresgleichen verderben lassen. Gibt es denn jemanden, der es bedenkt

    [52] Alles, was sie getan haben, steht in den Schriften

    [53] Alles, ob klein oder groß, ist zeilenweise niedergeschrieben

    [54] Die Gottesfurchtigen werden in Garten und an Bachen sein

    [55] Auf einem wahrhaftigen Sitzplatz, bei einem machtigen Konig

    Surah 55
    Der Erbarmer

    [1] Der Erbarmer

    [2] Hat den Koran gelehrt

    [3] Er hat den Menschen erschaffen

    [4] Er hat ihn deutliche Rede gelehrt

    [5] Die Sonne und der Mond laufen nach Berechnung

    [6] Der Stern und die Baume werfen sich nieder

    [7] Den Himmel hat Er emporgehoben und die Waage aufgestellt

    [8] Ihr sollt beim Wagen nicht das Maß uberschreiten

    [9] Das Gewicht nach Gerechtigkeit messen und beim Wagen nicht weniger geben

    [10] Und die Erde hat Er fur die Geschopfe gelegt

    [11] Auf ihr gibt es Fruchte, Palmen mit Blutenscheiden

    [12] Korn auf Halmen und duftende Pflanzen

    [13] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [14] Er hat den Menschen aus einer Trockenmasse wie dem Topferton erschaffen

    [15] Und Er hat die Djinn aus einer Feuerflamme erschaffen

    [16] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [17] (Er ist) der Herr der beiden Gegenden des Ostens und der Herr der beiden Gegenden des Westens

    [18] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [19] Er hat die beiden Meere zugleich entstehen lassen, die zusammentreffen

    [20] Zwischen denen aber eine Schranke steht, daß sie nicht uberlaufen

    [21] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [22] Aus ihnen beiden kommen Perlen und Korallen hervor

    [23] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [24] Ihm gehoren die gebauten Schiffe, die wie Berge auf dem Meer fahren

    [25] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [26] Alle, die auf ihr sind, werden vergehen

    [27] Bleiben wird nur das Antlitz deines Herrn, das erhabene und ehrwurdige

    [28] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [29] Ihn bitten diejenigen, die in den Himmeln und auf der Erde sind. Jeden Tag hat Er mit einem Anliegen zu tun

    [30] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [31] Wir werden Uns mit euch befassen, ihr beiden Machtbereiche

    [32] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [33] O ihr Verband der Djinn und der Menschen, wenn ihr aus den Regionen der Himmel und der Erde herauskommen konnt, so kommt doch heraus. Ihr werdet nicht herauskommen, außer mit einer Ermachtigung

    [34] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [35] Uber euch beide wird eine Feuerflamme und Qualm geschickt, und ihr werdet euch selbst nicht helfen konnen

    [36] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [37] Wenn der Himmel sich spaltet und rosig wie rotes Leder wird

    [38] welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [39] An jenem Tag werden weder die Menschen noch die Djinn nach ihren (einzelnen) Sunden gefragt

    [40] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [41] Die Ubeltater werden an ihrem Merkmal erkannt und dann am Schopf und an den Fußen gepackt

    [42] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [43] Das ist die Holle, die die Ubeltater fur Luge erklaren

    [44] Sie machen zwischen ihr und kochend heißem Wasser die Runde

    [45] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr fur Luge erklaren

    [46] Fur den, der den Stand seines Herrn furchtet, sind zwei Garten bestimmt

    [47] welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [48] Die Zweige haben

    [49] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [50] Darin fließen zwei Quellen

    [51] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [52] Darin gibt es von jeder Frucht ein Paar

    [53] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [54] Sie lehnen sich auf Unterlagen, deren Futter aus Brokat sind. Und die Ernte der beiden Garten hangt herab

    [55] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [56] Darin sind (Frauen), die ihre Blicke zuruckhalten, die vor ihnen weder Mensch noch Djinn beschlafen hat

    [57] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [58] Als waren sie Hyazinth und Korallen

    [59] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [60] Kann einer, der Gutes tut, anders entlohnt werden als dadurch, daß ihm Gutes getan wird

    [61] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [62] Außer ihnen beiden gibt es zwei andere Garten

    [63] welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [64] Dunkelgrune

    [65] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [66] Darin sind zwei ergiebig sprudelnde Quellen

    [67] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [68] Darin sind Fruchte und Palmen und Granatapfelbaume

    [69] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [70] Darin sind gute und schone Frauen

    [71] welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [72] Huri, die in den Zelten zuruckgezogen wohnen

    [73] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [74] Vor ihnen hat sie weder Mensch noch Djinn beschlafen

    [75] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [76] Sie lehnen sich auf grunen Decken und schonen Teppichen

    [77] Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide fur Luge erklaren

    [78] Gesegnet sei der Name deines Herrn, des Erhabenen und Ehrwurdigen

    Surah 56
    Das Ereignis

    [1] Wenn die (Stunde) eintrifft, die eintreffen wird

    [2] es gibt niemanden, der ihr Eintreffen leugnen konnte

    [3] Wird sie einiges niedrig machen und einiges erhohen

    [4] Wenn die Erde heftig geschuttelt wird

    [5] Und die Berge vollig zertrummert werden

    [6] Und zu verstreutem Staub werden

    [7] Und ihr in drei Gruppen aufgeteilt werdet

    [8] Die von der rechten Seite - was sind die von der rechten Seite

    [9] Und die von der ungluckseligen Seite - was sind die von der ungluckseligen Seite

    [10] Und die Allerersten, ja sie werden die Allerersten sein

    [11] Das sind die, die in die Nahe (Gottes) zugelassen werden

    [12] In den Garten der Wonne

    [13] Eine große Schar von den fruheren

    [14] Und wenige von den Spateren

    [15] Auf durchwobenen Betten

    [16] Lehnen sie sich einander gegenuber

    [17] Unter ihnen machen ewig junge Knaben die Runde

    [18] Mit Humpen und Krugen und einem Becher aus einem Quell

    [19] Von dem sie weder Kopfweh bekommen noch sich berauschen

    [20] Und mit Fruchten von dem, was sie sich auswahlen

    [21] Und Fleisch von Geflugel von dem, was sie begehren

    [22] Und (darin sind) großaugige Huri

    [23] Gleich wohlverwahrten Perlen

    [24] (Dies) als Lohn fur das, was sie zu tun pflegten

    [25] Sie horen darin keine unbedachte Rede und nichts Sundhaftes

    [26] Sondern nur das Wort: «Friede! Friede!»

    [27] Die von der rechten Seite - was sind die von der rechten Seite

    [28] Sie sind unter Zizyphusbaumen ohne Dornen

    [29] Und ubereinandergereihten Bananen

    [30] Und ausgestrecktem Schatten

    [31] An Wasser, das sich ergießt

    [32] Mit vielen Fruchten

    [33] Die weder aufhoren noch verwehrt sind

    [34] Und auf erhohten Unterlagen

    [35] Wir haben sie eigens entstehen lassen

    [36] Und sie zu Jungfrauen gemacht

    [37] Liebevoll und gleichaltrig

    [38] Fur die von der rechten Seite

    [39] Eine große Schar von den Fruheren

    [40] Und eine große Schar von den Spateren

    [41] Und die von der linken Seite - was sind die von der linken Seite

    [42] Sie sind in gluhendem Wind und heißem Wasser

    [43] Und in Schatten aus schwarzem Rauch

    [44] Der weder kuhl noch trefflich ist

    [45] Sie lebten ja vordem uppig

    [46] Und verharrten in der gewaltigen Untreue

    [47] Und sie sagten: «Wenn wir gestorben und zu Staub und Knochen geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden

    [48] Und auch unsere Vorvater?»

    [49] Sprich: Die Fruheren und die Spateren

    [50] Werden versammelt zum Termin eines bestimmten Tages

    [51] Dann werdet ihr, die ihr irregeht und (die Botschaft) fur Luge erklart

    [52] Von Zaqqum-Baumen essen

    [53] Und davon die Bauche fullen

    [54] Und darauf heißes Wasser trinken

    [55] Trinken werdet ihr, wie durstkranke Kamele trinken

    [56] Das ist ihre Bewirtung am Tag des Gerichtes

    [57] Wir sind es doch, die euch erschaffen haben. Wurdet ihr es doch fur wahr halten

    [58] Habt ihr gesehen, was (fur einen Samen) ihr zum Erguß bringt

    [59] Seid ihr es, die ihn erschaffen oder sind nicht vielmehr Wir es, die (ihn) erschaffen

    [60] Wir haben fur euch den Tod festgelegt. Und niemand kann Uns voraus sein (und abwenden)

    [61] Daß Wir (gegen euch) euresgleichen eintauschen und euch in einen Zustand entstehen lassen, den ihr nicht kennt

    [62] Ihr wißt doch um die erste Schopfung. Wurdet ihr es doch bedenken

    [63] Habt ihr gesehen, was ihr (an Feldern) bestellt

    [64] Sat ihr darin, oder sind nicht vielmehr Wir es, die saen

    [65] Wenn Wir wollten, Wir konnten es zu zermalmtem Zeug machen, und ihr wurdet verwundert daruber reden

    [66] «Wir sind mit Schulden belastet

    [67] Nein, wir entbehren viel- mehr alles.»

    [68] Habt ihr denn das Wasser gesehen, das ihr trinkt

    [69] Habt ihr es von den Wolken herabkommen lassen, oder sind nicht vielmehr Wir es, die (es) herabkommen lassen

    [70] Wenn Wir wollten, Wir konnten es bitter machen. Wurdet ihr doch dankbar sein

    [71] Habt ihr denn das Feuer gesehen, das ihr zundet

    [72] Habt ihr etwa den dazu notigen Baum entstehen lassen, oder sind nicht vielmehr Wir es, die (ihn) entstehen lassen

    [73] Wir haben es zur Ermahnung und zur Nutznießung fur die Wustenwanderer gemacht

    [74] So preise den Namen deines majestatischen Herrn

    [75] Nein, Ich schwore bei den Niedergangsorten der Sterne

    [76] das ist, wenn ihr es nur wußtet, ein gewaltiger Schwur

    [77] Das ist wahrlich ein trefflicher Koran

    [78] In einem wohlverwahrten Buch

    [79] Das nur die beruhren durfen, die rein gemacht worden sind

    [80] Herabsendung vom Herrn der Welten

    [81] Wollt ihr denn uber diese Botschaft nur schone Worte machen

    [82] Und es zu eurer taglichen Beschaftigung machen, sie fur Luge zu erklaren

    [83] Konntet ihr denn, wenn die Seele die Kehle erreicht

    [84] Wahrend ihr da zuschaut

    [85] Und Wir ihm naher sind als ihr - aber ihr konnt es nicht sehen

    [86] Konntet ihr denn, wenn ihr doch nicht dem Gericht unterzogen werden sollt

    [87] Sie zuruckbringen, so ihr die Wahrheit sagt

    [88] Wenn er nun zu denen gehort, die in die Nahe Gottes zugelassen werden

    [89] Dann sind fur ihn (bereit) eine angenehme Brise, duftende Pflanzen und Garten der Wonne

    [90] Und wenn er zu denen von der rechten Seite gehort

    [91] Dann wird er mit «Friede sei dir!» begrußt von denen, die von der rechten Seite sind

    [92] Wenn er aber zu denen gehort, die (die Botschaft) fur Luge erklaren und irregehen

    [93] Dann wird ihm eine Bewirtung aus heißem Wasser (zuteil)

    [94] Und das Erleiden des Hollenbrandes

    [95] Wahrlich, dies ist die Wahrheit, die gewiß ist

    [96] So preise den Namen deines majestatischen Herrn

    Surah 57
    Das Eisen

    [1] Gott preist, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [2] Ihm gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Er macht lebendig und laßt sterben. Und Er hat Macht zu allen Dingen

    [3] Er ist der Erste und der Letzte, der Sichtbare und der Verborgene. Und Er weiß uber alle Dinge Bescheid

    [4] Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und sich dann auf dem Thron zurechtsetzte. Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was darin emporsteigt. Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [5] Ihm gehort die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde. Und zu Gott werden die Angelegenheiten zuruckgebracht

    [6] Er laßt die Nacht in den Tag ubergehen, und Er laßt den Tag in die Nacht ubergehen. Und Er weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [7] Glaubt an Gott und seinen Gesandten und spendet von dem, woruber Er euch zu Nachfolgern eingesetzt hat. Fur diejenigen von euch, die glauben und spenden, ist ein großer Lohn bestimmt

    [8] Warum wollt ihr denn nicht an Gott glauben, wo doch der Gesandte euch dazu aufruft, an euren Herrn zu glauben, und wo Er eure Verpflichtungen entgegengenommen hat, so ihr glaubig seid

    [9] Er ist es, der deutliche Zeichen auf seinen Diener herabsendet, um euch aus den Finsternissen ins Licht hinauszufuhren. Und Gott hat Mitleid mit euch und ist barmherzig

    [10] Warum wollt ihr nicht auf dem Weg Gottes spenden, wo doch das Erbe der Himmel und der Erde Gott gehort. Diejenigen von euch, die vor dem Erfolg gespendet und gekampft haben, sind (den anderen) nicht gleichzusetzen. Diese haben eine hohere Rangstufe als die, die erst nachher gespendet und gekampft haben. Allen aber hat Gott das Beste versprochen. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [11] Wer ist es, der Gott ein schones Darlehen leiht? Er wird es ihm vervielfachen. Und bestimmt ist fur ihn ein trefflicher Lohn

    [12] Am Tag, da du siehst, wie den glaubigen Mannern und den glaubigen Frauen ihr Licht vor ihnen und zu ihrer Rechten eilt: «Eine frohe Botschaft fur euch heute: Garten, unter denen Bache fließen; darin werdet ihr ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg.»

    [13] Am Tag, da die Heuchler und die Heuchlerinnen zu denen, die glauben, sagen: «Wartet auf uns, daß wir Licht von eurem Licht nehmen.» Es wird (zu ihnen) gesagt: «Geht doch nach hinten zuruck und sucht dort nach Licht.» Da wird zwischen ihnen eine Mauer errichtet mit einem Tor. Nach innen ist die Barmherzigkeit und nach außen, davor, ist die Pein

    [14] Sie rufen ihnen zu: «Waren wir nicht auf eurer Seite?» Sie sagen: «Doch, aber ihr habt euch selbst der Versuchung ausgesetzt, ihr habt abgewartet und gezweifelt, und die (eitlen) Wunsche haben euch betort, bis der Befehl Gottes kam. Und betort hat euch in bezug auf Gott der Betorer

    [15] Heute wird weder von euch noch von denen, die unglaubig sind, ein Losegeld angenommen. Eure Heimstatte ist das Feuer. Es ist euer Schutzherr - welch schlimmes Ende

    [16] Ist es nicht fur die, die glauben, Zeit, daß ihre Herzen demutig werden vor der Ermahnung Gottes und vor dem, was von der Wahrheit herabgekommen ist, und daß sie sich nicht wie diejenigen verhalten, denen fruher das Buch zugekommen ist, es aber zu lang gedauert hat, so daß ihre Herzen sich verhartet haben und viele von ihnen Frevler wurden

    [17] Wißt, daß Gott die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt. Wir machen euch die Zeichen deutlich, auf daß ihr verstandig seid

    [18] Denen, Mannern und Frauen, die Almosen geben und damit Gott ein schones Darlehen leihen, wird Er es vervielfachen. Und bestimmt ist fur sie ein trefflicher Lohn

    [19] Diejenigen, die an Gott und seine Gesandten glauben, das sind die Wahrhaftigen und die Zeugen vor ihrem Herrn. Sie erhalten ihren Lohn und ihr Licht. Und diejenigen, die unglaubig sind und unsere Zeichen fur Luge erklaren, das sind die Gefahrten der Holle

    [20] Wißt, daß das diesseitige Leben nur Spiel und Zerstreuung ist, Schmuck und Prahlerei unter euch und Wetteifern nach mehr Vermogen und Kindern. Es ist wie mit einem Regen, der durch die (von ihm hervorgebrachten) Pflanzen den Saern gefallt. Dann aber verdorren sie, und du siehst, wie sie gelb werden. Dann wird alles zu zermalmtem Zeug. Im Jenseits gibt es eine harte Pein, und auch Vergebung von Gott und Wohlgefallen. Und das diesseitige Leben ist nur betorende Nutznießung

    [21] Eilt zu einer Vergebung von eurem Herrn um die Wette und zu einem Garten, der so breit ist wie der Himmel und die Erde, und der fur die bereitet ist, die an Gott und seine Gesandten glauben. Das ist die Huld Gottes, Er laßt sie zukommen, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld

    [22] Kein Ungluck trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne daß es in einem Buch stunde, bevor Wir es erschaffen. Dies ist Gott ein leichtes

    [23] (Dies), damit ihr nicht traurig seid uber das, was euch entgangen ist, und euch nicht (zu sehr) der Freude hingebt uber das, was Er euch hat zukommen lassen. Und Gott liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch ist

    [24] Die, die geizen und den Menschen befehlen, geizig zu sein. Und wenn einer sich abkehrt, so ist Gott der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig ist

    [25] Wir haben unsere Gesandten mit den deutlichen Zeichen gesandt und mit ihnen das Buch und die Waage herabkommen lassen, damit die Menschen fur die Gerechtigkeit eintreten. Und Wir haben das Eisen herabkommen lassen. In ihm ist heftige Schlagkraft und vielerlei Nutzen fur die Menschen. Gott wollte feststellen, wer Ihn und seine Gesandten unterstutzt, auch in Abwesenheit. Gott ist stark und machtig

    [26] Und Wir sandten Noach und Abraham und ließen in ihrer Nachkommenschaft die Prophetie und das Buch auftreten. Einige von ihnen folgten der Rechtleitung, und viele von ihnen waren Frevler

    [27] Dann ließen Wir nach ihnen unsere Gesandten folgen. Und Wir ließen Jesus, den Sohn Marias, folgen und ihm das Evangelium zukommen. Und Wir setzten in die Herzen derer, die ihm folgten, Mitleid und Barmherzigkeit, und auch Monchtum, das sie erfanden - Wir haben es ihnen nicht vorgeschrieben -, dies nur im Trachten nach dem Wohlgefallen Gottes. Sie beobachteten es jedoch nicht in der rechten Weise. Und so ließen Wir denjenigen von ihnen, die glaubten, ihren Lohn zukommen. Aber viele von ihnen waren Frevler

    [28] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott und glaubt an seinen Gesandten, dann laßt Er euch einen doppelten Anteil an seiner Barmherzigkeit zukommen, macht euch ein Licht, in dem ihr wandeln konnt, und vergibt euch. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [29] Die Leute des Buches sollen nun wissen, daß sie uber nichts von der Huld Gottes verfugen, sondern daß die Huld in der Hand Gottes liegt. Er laßt sie zukommen, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld

    Surah 58
    Die sich Aussprechende

    [1] Gehort hat Gott die Aussage jener, die mit dir uber ihren Gatten streitet und bei Gott Klage erhebt. Gott hort euren Wortwechsel. Gott hort und sieht alles

    [2] Fur diejenigen von euch, die sich von ihren Frauen durch den Ruckenspruch scheiden... Sie sind doch nicht ihre Mutter. Ihre Mutter sind die, die sie geboren haben. Sie sagen da ein verwerfliches Wort und etwas Falsches. Und Gott ist voller Verzeihung und Vergebung

    [3] Diejenigen, die sich von ihren Frauen durch den Ruckenspruch scheiden und dann doch zu dem zuruckkehren, wovon sie reden, haben einen Sklaven freizulassen, bevor sie beide einander beruhren. Damit werdet ihr ermahnt. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [4] Wer es nicht vermag, der hat zwei Monate hintereinander zu fasten, bevor sie beide einander beruhren. Wer es nicht vermag, der hat sechzig Bedurftige zu bekostigen. Dies, damit ihr an Gott und seinen Gesandten glaubt. Das sind die Rechtsbestimmungen Gottes. Fur die Unglaubigen ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [5] Diejenigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, werden niedergeworfen, wie die niedergeworfen wurden, die vor ihnen lebten. Wir haben doch deutliche Zeichen hinabgesandt. Und fur die Unglaubigen ist eine schmahliche Pein bestimmt

    [6] Am Tag, da Gott sie alle auferweckt und ihnen kundtut, was sie getan haben. Gott hat es erfaßt, wahrend sie es vergessen haben. Und Gott ist Zeuge uber alle Dinge

    [7] Hast du nicht gesehen, daß Gott weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist? Es gibt kein vertrauliches Gesprach zwischen dreien, ohne daß Er der vierte in ihrer Runde ware, und keines zwischen funfen, ohne daß Er der Sechste in ihrer Runde ware, und auch nicht zwischen weniger oder mehr als dieser (Zahl), ohne daß Er mit ihnen ware, wo immer sie sein mogen. Dann tut Er ihnen am Tag der Auferstehung kund, was sie getan haben. Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [8] Hast du nicht auf jene geschaut, denen verboten wurde, vertrauliche Gesprache zu fuhren, die aber dann zuruckkehren zu dem, was ihnen verboten wurde und miteinander uber Sunde, Ubertretung und Ungehorsam gegen den Gesandten vertraulich sprechen? Und wenn sie zu dir kommen, grußen sie dich, wie nicht einmal Gott dich grußt, und sagen bei sich: «Konnte Gott uns nur peinigen fur das, was wir sagen!» Ihnen genugt doch die Holle, in der sie brennen worden - welch schlimmes Ende

    [9] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr vertraulich miteinander sprecht, dann sprecht nicht vertraulich miteinander uber Sunde, Ubertretung und Ungehorsam gegen den Gesandten, sondern sprecht vertraulich miteinander uber Frommigkeit und Gottesfurcht. Und furchtet Gott, zu dem ihr versammelt werdet

    [10] Vertrauliche Gesprache sind vom Satan, der damit die betruben will, die glaubig sind. Aber er kann ihnen keinen Schaden zufugen, außer mit der Erlaubnis Gottes. Auf Gott sollen die Glaubigen vertrauen

    [11] O ihr, die ihr glaubt, wenn zu euch gesagt wird: «Macht Platz in den Versammlungen.», dann macht Platz, so macht auch Gott euch Platz. Und wenn gesagt wird: «Erhebt euch.», dann erhebt euch eben, so erhoht auch Gott diejenigen von euch, die glauben, und die, denen das Wissen zugekommen ist, um Rangstufen. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [12] O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr mit dem Gesandten vertraulich sprechen wollt, dann gebt vor eurem vertraulichen Gesprach im voraus ein Almosen. Das ist besser und reiner fur euch. Wenn ihr es nicht vermogt, dann ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [13] Seid ihr erschrocken davor, daß ihr vor eurem vertraulichen Gesprach im voraus Almosen geben sollt? Nun, wenn ihr es nicht tut und Gott sich euch wieder gnadig zuwendet, dann verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe, und gehorcht Gott und seinem Gesandten. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [14] Hast du nicht auf jene geschaut, die sich Leute zu Freunden nehmen, auf die Gott zornig ist? Sie gehoren nicht zu euch, und auch nicht zu ihnen. Und sie leisten wissentlich falsche Eide

    [15] Gott hat fur sie eine harte Pein bereitet. Schlimm ist das, was sie zu tun pflegen

    [16] Sie haben sich ihre Eide zu einem Schutzschild genommen und so (die Menschen) vom Weg Gottes abgewiesen. Bestimmt ist fur sie eine schmahliche Pein

    [17] Ihr Vermogen und ihre Kinder werden ihnen vor Gott nichts nutzen. Das sind die Gefahrten des Feuers; darin werden sie ewig weilen

    [18] Am Tag, da Gott sie alle auferweckt. Da werden sie Ihm schworen, wie sie euch schworen, und meinen, sie hatten nun eine Grundlage. Siehe, sie sind ja doch Lugner

    [19] Der Satan hat von ihnen Besitz ergriffen und sie die Ermahnung Gottes vergessen lassen. Sie sind die Partei des Satans. Siehe, die Partei des Satans sind ja doch die Verlierer

    [20] Diejenigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, die gehoren zu den Niedrigsten

    [21] Gott hat vorgeschrieben: «Siegen werde Ich, Ich und meine Gesandten.» Gott ist stark und machtig

    [22] Du wirst nicht feststellen, daß Leute, die an Gott und den Jungsten Tag glauben, denen Liebe zeigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, auch wenn sie ihre Vater waren oder ihre Sohne, ihre Bruder oder ihre Sippenmitglieder. In deren Herzen hat Er den Glauben geschrieben und sie mit einem Geist von sich gestarkt. Er wird sie in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen; darin werden sie ewig weilen. Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Sie sind die Partei Gottes. Siehe, die Partei Gottes sind die, denen es wohl ergeht

    Surah 59
    Die Ausweisung

    [1] Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [2] Er ist es, der diejenigen von den Leuten des Buches, die unglaubig sind, aus ihren Wohnstatten zur ersten Versammlung vertrieben hat. Ihr habt nicht geglaubt, daß sie fortziehen wurden; auch sie meinten, ihre Festungen wurden sie vor Gott schutzen. Da kam Gott uber sie, von wo sie nicht damit rechneten, und jagte ihren Herzen Schrecken ein, so daß sie ihre Hauser mit ihren eigenen Handen und durch die Hande der Glaubigen zerstorten. Zieht nun die Lehre daraus, ihr Einsichtigen

    [3] Und hatte Gott ihnen nicht die Verbannung vorgeschrieben, Er hatte sie im Diesseits gepeinigt. Im Jenseits aber erhalten sie die Pein des Feuers

    [4] Dies dafur, daß sie sich Gott und seinem Gesandten widersetzten. Und wenn jemand sich Gott widersetzt, so verhangt Gott eine harte Strafe

    [5] Was ihr an Palmen umgehauen habt oder auf ihrem Stamm habt stehenlassen, es geschah mit der Erlaubnis Gottes, auch damit Er die Frevler zuschanden mache

    [6] Und fur das, was Gott seinem Gesandten von ihnen als Beute zugeteilt hat, habt ihr weder Pferde noch Kamele anspornen mussen. Gott verleiht vielmehr seinen Gesandten Gewalt, uber wen Er will. Und Gott hat Macht zu allen Dingen

    [7] Was Gott seinem Gesandten von den Bewohnern der Stadte als Beute zugeteilt hat, gehort Gott und seinem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Bedurftigen, dem Reisenden. Dies, damit es nicht eben unter den Reichen von euch die Runde macht. Und was der Gesandte euch zukommen laßt, das sollt ihr nehmen. Und was er euch verwehrt, davon sollt ihr euch fernhalten. Und furchtet Gott. Gott verhangt eine harte Strafe

    [8] (Das gehort) den armen Auswanderern, die aus ihren Wohnstatten und von ihrem Besitz vertrieben wurden, die nach Gottes Huld und Wohlgefallen streben und Gott und seinen Gesandten unterstutzen. Das sind die Wahrhaftigen

    [9] Und diejenigen, die vor ihnen in der Wohnstatte und im Glauben zu Hause waren, lieben die, die zu ihnen ausgewandert sind; sie empfinden in ihrem Inneren kein Bedurfnis fur das, was diesen zugekommen ist, und sie bevorzugen sie vor sich selbst, auch wenn sie selbst Not leiden. Und diejenigen, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt bleiben, sind die, denen es wohl ergeht

    [10] Und diejenigen, die nach ihnen gekommen sind, sagen: «Unser Herr, vergib uns und unseren Brudern, die uns im Glauben vorangegangen sind. Und setze in unsere Herzen keinen Groll gegen die, die glauben. Unser Herr, du hast Mitleid und bist barmherzig.»

    [11] Hast du nicht auf jene geschaut, die Heuchler sind? Sie sagen zu ihren Brudern von den Leuten des Buches, welche unglaubig sind: «Wenn ihr vertrieben werdet, werden wir mit euch fortziehen. Und wir werden niemals jemandem gegen euch gehorchen. Und wenn gegen euch gekampft wird, dann werden wir euch bestimmt unterstutzen.» Und Gott bezeugt, daß sie ja lugen

    [12] Wenn sie vertrieben werden, werden sie nicht mit ihnen fortziehen. Und wenn gegen sie gekampft wird, werden sie sie nicht unterstutzen. Und sollten sie sie unterstutzen, dann werden sie den Rucken kehren, und dann werden sie selbst keine Unterstutzung erfahren

    [13] Ihr floßt ihnen mehr Angst ein als Gott. Dies, weil sie Leute sind, die nicht begreifen

    [14] Sie kampfen nicht alle zusammen gegen euch, es sei denn in befestigten Stadten oder hinter Mauern. Ihre Schlagkraft ist untereinander gewaltig. Du meinst, sie bilden eine Einheit, aber ihre Herzen sind geteilt. Dies, weil sie Leute sind, die keinen Verstand haben

    [15] Es ist wie mit denen, die es kurz vor ihnen erlebten. Sie erlitten die schweren Folgen ihres Verhaltens, und fur sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt

    [16] Es ist wie mit dem Satan, als er zum Menschen sagte: «Sei unglaubig.» Als er unglaubig wurde, sagte er: «Ich bin unschuldig an dir. Ich furchte Gott, den Herrn der Welten.»

    [17] Das Ende von beiden war, daß sie nun im Feuer sind; darin werden sie ewig weilen. Und das ist die Vergeltung fur die, die Unrecht tun

    [18] O ihr, die ihr glaubt, furchtet Gott. Und jeder schaue, was er fur morgen vorausschickt. Und furchtet Gott. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [19] Und seid nicht wie diejenigen, die Gott vergessen haben und die Er dann sich selbst vergessen ließ. Das sind die Frevler

    [20] Nicht gleich sind die Gefahrten des Feuers und die Gefahrten des Paradieses. Die Gefahrten des Paradieses sind es, die den Erfolg erzielen

    [21] Hatten Wir diesen Koran auf einen Berg hinabgesandt, du hattest gesehen, wie er aus Furcht vor Gott demutig innehalt und sich spaltet. Diese Gleichnisse fuhren Wir den Menschen an, auf daß sie nachdenken

    [22] Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt, der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß. Er ist der Erbarmer, der Barmherzige

    [23] Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt, der Konig, der Heilige, der Inbegriff des Friedens, der Stifter der Sicherheit, der alles fest in der Hand hat, der Machtige, der Gewaltige, der Stolze. Preis sei Gott! (Er ist erhaben) uber das, was sie (Ihm) beigesellen

    [24] Er ist Gott, der Schopfer, der Erschaffer, der Bildner. Sein sind die schonsten Namen. Ihn preist, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Er ist der Machtige, der Weise

    Surah 60
    Die Geprüfte

    [1] O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht meine Feinde und eure Feinde zu Freunden, indem ihr ihnen Liebe entgegenbringt, wo sie doch das verleugnen, was von der Wahrheit zu euch gekommen ist, und den Gesandten und euch selbst vertreiben, weil ihr an Gott, euren Herrn, glaubt. (Haltet euch daran), wenn ihr wirklich ausgezogen seid zum Einsatz auf meinem Weg und im Streben nach meinem Wohlgefallen. Ihr zeigt ihnen heimlich Liebe, wo Ich doch besser weiß, was ihr verbergt und was ihr offenlegt. Und wer von euch das tut, der ist vom rechten Weg abgeirrt

    [2] Wenn sie euch treffen, sind sie euch feind und strecken gegen euch ihre Hande und ihre Zungen zum Bosen aus. Sie wunschten, ihr waret unglaubig

    [3] Weder eure Verwandtschaftsbande noch eure Kinder werden euch nutzen. Am Tag der Auferstehung wird Gott zwischen euch entscheiden. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [4] Ihr habt doch ein schones Beispiel in Abraham und denen, die mit ihm waren, als sie zu ihrem Volk sagten: «Wir sind unschuldig an euch und an dem, was ihr anstelle Gottes verehrt. Wir verleugnen euch. Und zwischen uns und euch sind Feindschaft und Haß auf immer sichtbar geworden, bis ihr an Gott allein glaubt.» Dies, bis auf das Wort Abrahams zu seinem Vater: «Ich werde fur dich um Vergebung bitten. Und ich kann dir vor Gott keinen Nutzen bringen. Unser Herr, auf Dich vertrauen wir, und Dir wenden wir uns reumutig zu. Und zu Dir fuhrt der Lebensweg

    [5] Unser Herr, mach uns nicht zu einer Versuchung fur die, die unglaubig sind. Und vergib uns, unser Herr. Du bist der Machtige, der Weise.»

    [6] Ihr habt in ihnen ein schones Beispiel, und zwar jeder, der auf Gott hofft und den Jungsten Tag erwartet. Wenn einer sich abkehrt, so ist Gott der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig ist

    [7] Moge Gott zwischen euch und die von ihnen, mit denen ihr verfeindet seid, Liebe setzen! Und Gott ist machtig. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [8] Gott verbietet euch nicht, denen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekampft und euch nicht aus euren Wohnstatten vertrieben haben, Pietat zu zeigen und Gerechtigkeit angedeihen zu lassen. Gott liebt ja die, die gerecht handeln

    [9] Gott verbietet Euch, die, die gegen euch der Religion wegen gekampft und euch aus euren Wohnstatten vertrieben und zu eurer Vertreibung Beistand geleistet haben, zu Freunden zu nehmen. Diejenigen, die sie zu Freunden nehmen, das sind die, die Unrecht tun

    [10] O ihr, die ihr glaubt, wenn glaubige Frauen als Auswanderer zu euch kommen, dann pruft sie. Gott weiß besser uber ihren Glauben Bescheid. Wenn ihr feststellt, daß sie glaubig sind, dann schickt sie nicht zu den Unglaubigen zuruck. Zur Ehe sind weder diese (Frauen) ihnen erlaubt, noch sind sie diesen (Frauen) erlaubt. Und laßt ihnen jedoch zukommen, was sie (seinerzeit fur diese Frauen) ausgegeben haben. Es ist fur euch kein Vergehen, sie zu heiraten, wenn ihr ihnen ihren Lohn zukommen laßt. Und haltet nicht am Eheband mit den unglaubigen Frauen fest, und fordert, was ihr (bei der Eheschließung) ausgegeben habt, zuruck. Auch sie sollen zuruckfordern, was sie ausgegeben haben. Das ist das Urteil Gottes; Er urteilt zwischen euch. Und Gott weiß Bescheid und ist weise

    [11] Und wenn euch etwas von euren Gattinnen an die Unglaubigen abhanden kommt und ihr nach einer Strafaktion Beute macht, dann laßt denen, deren Gattinnen fortgegangen sind, soviel zukommen, wie sie ausgegeben haben. Und furchtet Gott, an den ihr glaubt

    [12] O Prophet, wenn glaubige Frauen zu dir kommen, um dir Treue zu geloben, daß sie Gott nichts beigesellen, nicht stehlen, keinen Ehebruch begehen, ihre Kinder nicht toten, keine Verleumdung vorbringen, die sie vor ihren eigenen Handen und Fußen erdichten, und gegen dich nicht ungehorsam sind in dem, was recht ist, dann nimm ihr Treueversprechen an und bitte Gott fur sie um Vergebung. Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [13] O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht Leute zu Freunden, auf die Gott zornig ist. Sie haben die Hoffnung auf das Jenseits aufgegeben, so wie die Unglaubigen die Hoffnung aufgegeben haben in bezug auf die (Toten) in den Grabern

    Surah 61
    Die Schlachtreihe

    [1] Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [2] O ihr, die ihr glaubt, warum sagt ihr, was ihr nicht tut

    [3] Großen Abscheu erregt es bei Gott, daß ihr sagt, was ihr nicht tut

    [4] Gott liebt die, die auf seinem Weg kampfen in einer Reihe, als waren sie ein festgefugter Bau

    [5] Und als Mose zu seinem Volk sagte: «O mein Volk, warum fugt ihr mir Leid zu, wo ihr doch wißt, daß ich der Gesandte Gottes an euch bin?» Als sie nun abwichen, ließ Gott ihre Herzen abweichen. Und Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht

    [6] Und als Jesus, der Sohn Marias, sagte: «O Kinder Israels, ich bin der Gesandte Gottes an euch, um zu bestatigen, was von der Tora vor mir vorhanden war, und einen Gesandten zu verkunden, der nach mir kommt: sein Name ist Ahmad.» Als er nun mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kam, sagten sie: «Das ist eine offenkundige Zauberei.»

    [7] Und wer ist ungerechter als der, der gegen Gott Lugen erdichtet, wahrend er zur Gottergebenheit aufgerufen wird? Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [8] Sie wollen das Licht Gottes mit ihrem Mund ausloschen. Aber Gott wird sein Licht vollenden, auch wenn es den Unglaubigen zuwider ist

    [9] Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand zu verleihen uber alle Religion, auch wenn es den Polytheisten zuwider ist

    [10] O ihr, die ihr glaubt, soll ich euch auf einen Handel hinweisen, der euch vor einer schmerzhaften Pein rettet

    [11] Ihr sollt an Gott und seinen Gesandten glauben, euch auf dem Weg Gottes mit eurem Vermogen und mit eigener Person einsetzen - das ist besser fur euch, so ihr Bescheid wißt

    [12] Dann wird Er euch eure Sunden vergeben und euch eingehen lassen in Garten, unter denen Bache fließen, und in angenehme Wohnungen in den Garten von Eden. Das ist der großartige Erfolg

    [13] Und noch eine andere (Huld), die ihr liebt, (steht bereit): eine Unterstutzung von Gott und ein naher Erfolg. Verkunde den Glaubigen eine Frohbotschaft

    [14] O ihr, die ihr glaubt, seid die Helfer Gottes, so wie Jesus, der Sohn Marias, zu den Jungern gesagt hat: «Wer sind meine Helfer (auf dem Weg) zu Gott hin?» Die Junger sagten: «Wir sind die Helfer Gottes.» Eine Gruppe der Kinder Israels glaubte, und eine (andere) Gruppe war unglaubig. Da starkten Wir diejenigen, die glaubten, gegen ihre Feinde, und sie bekamen die Oberhand

    Surah 62
    Der Freitag

    [1] Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, (Ihn), den Konig, den Heiligen, den Machtigen, den Weisen

    [2] Er ist es, der unter den Ungelehrten einen Gesandten aus ihrer Mitte hat erstehen lassen, der ihnen seine Zeichen verliest, sie lautert und sie das Buch und die Weisheit lehrt - sie befanden sich ja zuvor in einem offenkundigen Irrtum

    [3] (sie) und andere vor ihnen, die sie noch nicht eingeholt haben. Und Er ist der Machtige, der Weise

    [4] Das ist die Huld Gottes. Er laßt sie zukommen, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld

    [5] Es ist mit denen, denen die Tora auferlegt worden ist, die sie aber dann doch nicht getragen haben, wie mit einem Esel, der Bucher tragt. Schlimm ist es mit den Leuten, die die Zeichen Gottes fur Luge erklaren. Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht

    [6] Sprich: O ihr, die ihr Juden seid, wenn ihr behauptet, ihr seid die Freunde Gottes unter Ausschluß der anderen Menschen, dann wunscht euch den Tod, so ihr die Wahrheit sagt

    [7] Aber niemals werden sie ihn sich wunschen wegen dessen, was ihre Hande vorausgeschickt haben. Und Gott weiß uber die, die Unrecht tun, Bescheid

    [8] Sprich: Der Tod, vor dem ihr flieht, wird euch erreichen. Dann werdet ihr zu dem, der das Unsichtbare und das Offenbare kennt, zuruckgebracht, und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet

    [9] O ihr, die ihr glaubt, wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Gottes und laßt das Kaufgeschaft ruhen. Das ist besser fur euch, so ihr Bescheid wißt

    [10] Wenn das Gebet beendet ist, dann breitet euch im Land aus und strebt nach etwas von der Huld Gottes. Und gedenkt Gottes viel, auf daß es euch wohl ergehe

    [11] Und wenn sie einen Handel oder eine Gelegenheit zur Zerstreuung sehen, laufen sie hin und lassen dich stehen. Sprich: Was bei Gott ist, ist doch besser als Zerstreuung und Handel. Und Gott ist der beste Versorger

    Surah 63
    Die Heuchler

    [1] Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: «Wir bezeugen, daß du der Gesandte Gottes bist.» Gott weiß wohl, daß du sein Gesandter bist. Und Gott bezeugt, daß die Heuchler doch lugen

    [2] Sie nehmen sich ihre Eide zu einem Schutzschild und weisen so (die Menschen) vom Wege Gottes ab. Schlimm ist das, was sie zu tun pflegen

    [3] Dies, weil sie erst glaubig waren, dann aber unglaubig wurden. Da wurden ihre Herzen versiegelt, so daß sie nicht begreifen

    [4] Und wenn du sie siehst, gefallen dir ihre Gestalten. Und wenn sie sprechen, horst du ihren Worten zu. Sie sind wie angelehnte Bretter. Sie meinen, jeder Schrei sei gegen sie gerichtet. Sie sind die (wahren) Feinde. Nimm dich vor ihnen in acht. Gott bekampfe sie! Wie leicht lassen sie sich doch abwenden

    [5] Und wenn zu ihnen gesagt wird: «Kommt her, daß der Gesandte Gottes fur euch um Vergebung bittet», wenden sie den Kopf zur Seite, und du siehst, wie sie sich in Hochmut abwenden

    [6] Fur sie ist es gleich, ob du fur sie um Vergebung bittest oder nicht bittest. Gott wird ihnen nicht vergeben. Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht

    [7] Sie sind es, die sagen: «Spendet nicht fur diejenigen, die beim Gesandten Gottes sind, bis sie davoneilen.» Doch Gott gehoren die Vorratskammern der Himmel und der Erde. Aber die Heuchler begreifen es nicht

    [8] Sie sagen: «Wenn wir nach Medina zuruckkehren, werden sicher die Machtigen die Schwacheren aus ihr vertreiben.» Doch Gott gehort die Macht, und auch seinem Gesandten und den Glaubigen. Aber die Heuchler wissen nicht Bescheid

    [9] O ihr, die ihr glaubt, euer Vermogen und eure Kinder sollen euch nicht vom Gedenken Gottes ablenken. Diejenigen, die dies tun, das sind die Verlierer

    [10] Und spendet von dem, was Wir euch beschert haben, bevor der Tod einen von euch ereilt und er dann sagt: «Mein Herr, konntest Du mich doch auf eine kurze Frist zuruckstellen! Ich wurde Almosen geben und einer der Rechtschaffenen sein.»

    [11] Gott wird aber niemanden zuruckstellen, wenn seine Frist kommt. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    Surah 64
    Die gegenseitige Schädigung

    [1] Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ihm gehort die Konigsherrschaft, und Lob sei Ihm! Er hat Macht zu allen Dingen

    [2] Er ist es, der euch erschaffen hat. Die einen von euch sind unglaubig, die anderen glaubig. Und Gott sieht wohl, was ihr tut

    [3] Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen, und Er hat euch gestaltet und eure Gestalten schon gemacht. Und zu Ihm fuhrt der Lebensweg

    [4] Er weiß, was in den Himmeln und auf der Erde ist, und Er weiß, was ihr im geheimen redet und was ihr offenlegt. Und Gott weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [5] Ist denn nicht der Bericht uber die, die zuvor unglaubig waren, zu euch gelangt? Sie erlitten die schweren Folgen ihres Verhaltens, und bestimmt ist fur sie eine schmerzhafte Pein

    [6] Dies, weil ihre Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, sie aber sagten: «Sollen etwa Menschen uns rechtleiten?» Da wurden sie unglaubig und kehrten sich ab. Doch Gott bedurfte ihrer nicht. Gott ist auf niemanden angewiesen und des Lobes wurdig

    [7] Diejenigen, die unglaubig sind, behaupten, daß sie nicht auferweckt werden. Doch, bei meinem Herrn, ihr werdet auferweckt werden. Dann wird euch das kundgetan, was ihr getan habt. Und dies ist Gott ein leichtes

    [8] Darum glaubt an Gott und seinen Gesandten und das Licht, das Wir hinabgesandt haben. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut

    [9] Am Tag, da Er euch zum Tag der Versammlung versammelt. Das ist der Tag der Ubervorteilung. Wer an Gott glaubt und Gutes tut, dem suhnt Er seine Missetaten, und den laßt Er in Garten eingehen, unter denen Bache fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg

    [10] Und diejenigen, die unglaubig sind und unsere Zeichen fur Luge erklaren, das sind die Gefahrten des Feuers; darin werden sie ewig weilen - welch schlimmes Ende

    [11] Kein Ungluck trifft (jemanden), es sei denn mit der Erlaubnis Gottes. Und wer an Gott glaubt, dessen Herz leitet Er recht. Und Gott weiß uber alle Dinge Bescheid

    [12] Und gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten. Wenn ihr euch abkehrt, so obliegt unserem Gesandten nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft)

    [13] Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Gott sollen die Glaubigen vertrauen

    [14] O ihr, die ihr glaubt, unter euren Gattinnen und euren Kindern sind welche, die euch feind sind. So nehmt euch vor ihnen in acht. Wenn ihr verzeiht, nachsichtig seid und vergebt, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig

    [15] Euer Vermogen und eure Kinder sind eine Versuchung. Aber Gott halt einen großartigen Lohn bereit

    [16] Furchtet nun Gott, soviel ihr eben konnt. Und hort zu und gehorcht. Und spendet: Es ist besser fur euch. Und diejenigen, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt bleiben, das sind die, denen es wohl ergeht

    [17] Wenn ihr Gott ein schones Darlehen leiht, wird Er es euch vervielfachen und euch vergeben. Und Gott zeigt sich erkenntlich und ist langmutig

    [18] (Er), der uber das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß, der Machtige, der Weise

    Surah 65
    Die Scheidung

    [1] O Prophet, wenn ihr die Frauen entlaßt, dann entlaßt sie unter Beachtung ihrer Wartezeit, und berechnet die Wartezeit (sorgfaltig). Und furchtet Gott, euren Herrn. Weiset sie nicht aus ihren Hausern aus. Sie sollen auch nicht selbst ausziehen, es sei denn, sie begehen eine offenkundige schandliche Tat. Das sind die Rechtsbestimmungen Gottes. Wer die Rechtsbestimmungen Gottes ubertritt, der tut sich selbst Unrecht. Du weißt nicht, ob nicht Gott vielleicht danach eine neue Lage herbeifuhrt

    [2] Wenn sie das Ende ihrer Frist erreichen, dann behaltet sie in rechtlicher Weise oder trennt euch von ihnen in rechtlicher Weise. Und nehmt zwei gerechte Leute von euch zu Zeugen, und erhaltet das Zeugnis Gottes aufrecht. Damit wird derjenige ermahnt, der an Gott und den Jungsten Tag glaubt. Und wer Gott furchtet, dem schafft Er einen Ausweg

    [3] Und beschert Unterhalt, von wo er damit nicht rechnet. Und wer auf Gott vertraut, dem genugt Er. Gott erzielt sein Anliegen. Gott legt fur jede Sache ein Maß fest

    [4] Und fur die von euren Frauen, die keine Menstruation mehr erwarten, falls ihr da Zweifel hegt, gilt eine Wartezeit von drei Monaten. Und ebenso fur die, die keine Menstruation haben. Fur die, die schwanger sind, ist die Frist erreicht, wenn sie gebaren, was sie (in ihrem Leib) tragen. Und wer Gott furchtet, dem schafft Er Erleichterung in seiner Angelegenheit

    [5] Das ist die Anordnung Gottes, die Er zu euch herabgesandt hat. Und wer Gott furchtet, dem suhnt Er seine Missetaten und dem verleiht Er einen großartigen Lohn

    [6] Laßt sie dort wohnen, wo ihr selbst wohnt, euren Moglichkeiten entsprechend. Und fugt ihnen keinen Schaden zu, um sie in Bedrangnis zu bringen. Und wenn sie schwanger sind, dann ubernehmt fur sie die notigen Aufwendungen, bis sie gebaren, was sie (in ihrem Leib) tragen. Wenn sie fur euch das Kind stillen, dann laßt ihnen ihren Lohn zukommen, und beratet euch untereinander (daruber) in rechtlicher Weise. Und wenn ihr euch schwer einigen konnt, dann wird wohl eine andere (das Kind) fur ihn stillen

    [7] Der Wohlhabende soll entsprechend seinem Vermogen die Aufwendungen gestalten. Und wem der Unterhalt bemessen zugeteilt wurde, der soll von dem ausgeben, was Gott ihm hat zukommen lassen. Gott fordert von einem nur das, was Er ihm hat zukommen lassen. Gott wird nach der schwierigen Lage Erleichterung schaffen

    [8] Und wie manche Stadt rebellierte gegen den Befehl ihres Herrn und seiner Gesandten, worauf Wir sie einer harten Abrechnung unterzogen und mit einer entsetzlichen Pein peinigten

    [9] Da erlitt sie die schweren Folgen ihres Verhaltens. Und das Ende ihres Verhaltens war (nur) Verlust

    [10] Gott hat fur sie eine harte Pein bereitet. So furchtet Gott, ihr Einsichtigen, die ihr glaubt. Gott hat zu euch eine Ermahnung herabgesandt

    [11] Einen Gesandten, der euch die Zeichen Gottes, die alles deutlich machen, verliest, um die, die glauben und die guten Werke tun, aus den Finsternissen ins Licht hinauszufuhren. Und wer an Gott glaubt und Gutes tut, den wird Er in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Gott hat ihm (damit) einen schonen Unterhalt gewahrt

    [12] Gott ist es, der sieben Himmel erschaffen hat, und von der Erde gleich viel. Der Befehl (Gottes) kommt zwischen ihnen herab, damit ihr wißt, daß Gott Macht hat zu allen Dingen und daß Gott alle Dinge mit seinem Wissen umfaßt

    Surah 66
    Das Verbot

    [1] O Prophet, warum erklarst du fur verboten, was Gott dir erlaubt hat, im Streben danach, deinen Gattinnen zu gefallen? Gott ist voller Vergebung und barmherzig

    [2] Gott hat fur euch festgelegt, wie eure Eide zu losen sind. Und Gott ist euer Schutzherr, und Er ist der, der Bescheid weiß und weise ist

    [3] Als der Prophet einer seiner Gattinnen einige Worte im geheimen anvertraute. Als sie sie dann mitteilte und Gott ihm daruber Auskunft gab, gab er einen Teil davon bekannt und uberging einen anderen Teil. Als er es ihr nun mitteilte, sagte sie: «Wer hat dir das kundgetan?» Er sagte: «Kundgetan hat (es) mir der, der Bescheid weiß und Kenntnis (von allem) hat

    [4] Wenn ihr beide zu Gott umkehrt - eure Herzen waren ja dem Gerede zugeneigt -... Und wenn ihr einander gegen ihn Beistand leistet, so ist Gott sein Schutzherr, und Gabriel, die Rechtschaffenen von den Glaubigen und außerdem die Engel werden (ihm) Beistand leisten

    [5] Moge sein Herr ihm, wenn er euch (alle) entlaßt, zum Tausch andere Gattinnen geben, die besser sind als ihr: muslimische Frauen, die glaubig und demutig ergeben sind, bereit zur Umkehr sind, (Gott) dienen und umherziehen, ob sie fruher verheiratet waren oder Jungfrauen sind

    [6] O ihr, die ihr glaubt, hutet euch selbst und eure Angehorigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind und uber das hartherzige und strenge Engel gesetzt sind, die gegen Gott nicht ungehorsam sind in dem, was Er ihnen befiehlt, sondern tun, was ihnen befohlen wird

    [7] O ihr, die ihr unglaubig seid, entschuldigt euch heute nicht. Euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet

    [8] O ihr, die ihr glaubt, kehrt zu Gott um in aufrichtiger Umkehr. Moge Gott euch eure Missetaten suhnen und euch in Garten eingehen lassen, unter denen Bache fließen, am Tag, da Gott den Propheten und die, die mit ihm glaubig sind, nicht zuschanden macht! Ihr Licht eilt vor ihnen und zu ihrer Rechten her. Sie sagen: «Unser Herr, vollende fur uns unser Licht und vergib uns. Du hast Macht zu allen Dingen.»

    [9] O Prophet, setze dich gegen die Unglaubigen und die Heuchler ein und fasse sie hart an. Ihre Heimstatte ist die Holle - welch schlimmes Ende

    [10] Gott hat fur die, die unglaubig sind, die Frau Noachs und die Frau Lots als Beispiel angefuhrt. Sie beide unterstanden zwei Dienern von unseren rechtschaffenen Dienern. Aber sie waren treulos zu ihnen, so konnten ihnen diese vor Gott nichts nutzen. Und es wurde gesagt: «Geht ins Feuer ein mit denen, die hineingehen.»

    [11] Und Gott hat fur die, die glauben, die Frau des Pharao als Beispiel angefuhrt. Als sie sagte: «Mein Herr, baue mir ein Haus bei Dir im Paradies, und errette mich von Pharao und seinem Handeln, und errette mich von den Leuten, die Unrecht tun.»

    [12] Und (auch) Maria, die Tochter, Imraans, die ihre Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von unserem Geist bliesen. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und seine Bucher fur wahr und gehorte zu denen, die (Gott) demutig ergeben sind

    Surah 67
    Die Herrschaft

    [1] Gesegnet sei der, in dessen Hand die Konigsherrschaft ist! Und Er hat Macht zu allen Dingen

    [2] (Er), der den Tod und das Leben erschaffen hat, um euch zu prufen (und festzustellen), wer von euch am besten handelt. Und Er ist der, der machtig und voller Vergebung ist

    [3] (Er), der sieben Himmel in Schichten erschaffen hat. Und du kannst an der Schopfung des Erbarmers kein Mißverhaltnis sehen. Wende deinen Blick zuruck: Siehst du irgendeinen Mangel

    [4] Dann wende deinen Blick zweimal zuruck. Dein Blick kehrt zu dir beschamt und ermudet zuruck

    [5] Und Wir haben den untersten Himmel mit Leuchten geschmuckt und haben sie zu Wurfsteinen gegen die Satane gemacht. Und Wir haben fur sie die Pein des Feuerbrandes bereitet

    [6] Und bestimmt ist fur die, die ihren Herrn verleugnen, die Pein der Holle - welch schlimmes Ende

    [7] Wenn sie hineingeworfen werden, horen sie sie aufheulen, wahrend sie brodelt

    [8] Als wurde sie bald vor Wut platzen. Sooft eine Schar hineingeworfen wird, werden ihre Warter sie fragen: «Ist denn kein Warner zu euch gekommen?»

    [9] Sie sagen: «Doch, ein Warner ist zu uns gekommen. Aber wir haben (ihn) der Luge geziehen und gesagt: >Gott hat nichts herabgesandt; ihr befindet euch ja in großem Irrtum

    [10] Und sie sagen: «Hatten wir nur gehort und Verstand gehabt, waren wir nun nicht unter den Gefahrten des Hollenbrandes.»

    [11] Und sie bekennen ihre Schuld. Weg mit den Gefahrten des Hollenbrandes

    [12] Fur diejenigen, die ihren Herrn im Verborgenen furchten, ist Vergebung und ein großer Lohn bestimmt

    [13] Ihr mogt eure Worte im geheimen sprechen oder offen außern, Er weiß uber das innere Geheimnis Bescheid

    [14] Sollte Er denn nicht uber die Bescheid wissen, die Er erschaffen hat? Und Er ist der Feinfuhlige, der Kenntnis von allem hat

    [15] Er ist es, der euch die Erde gefugig gemacht hat. So schreitet auf ihrem Rucken umher und eßt von dem, was Er (euch) beschert. Und zu Ihm fuhrt die Auferstehung

    [16] Wahnt ihr euch denn in Sicherheit davor, daß der, der im Himmel ist, die Erde mit euch versinken laßt, so daß sie ins Schwanken gerat

    [17] Oder wahnt ihr euch in Sicherheit davor, daß der, der im Himmel ist, einen Sandsturm gegen euch schickt? Da werdet ihr erfahren, wie seine Warnung ist

    [18] Auch diejenigen, die vor ihnen lebten, haben (die Gesandten) der Luge geziehen. Und wie war meine Mißbilligung

    [19] Haben sie nicht auf die Vogel uber ihnen geschaut, wie sie ihre Flugel ausbreiten und einziehen? Nur der Erbarmer halt sie. Er sieht wohl alle Dinge

    [20] Oder wer ist anstelle des Erbarmers derjenige, der euch eine Heerschar ware, die euch unterstutzen konnte? Die Unglaubigen fallen nur der Betorung anheim

    [21] Oder wer ist denn der, der euch Lebensunterhalt bescheren konnte, wenn Er seine Versorgung zuruckhalt? Aber nein, sie verharren in Rebellion und Abneigung

    [22] Folgt denn einer, der, auf sein Gesicht gesturzt, umherschreitet, eher der Rechtleitung, oder einer, der aufrecht auf einem geraden Weg umherschreitet

    [23] Sprich: Er ist es, der euch entstehen ließ und euch Gehor, Augenlicht und Herz machte. Ihr seid aber wenig dankbar

    [24] Sprich: Er ist es, der euch auf der Erde vermehrte. Und zu Ihm werdet ihr versammelt werden

    [25] Und sie sagen: «Wann wird diese Androhung eintreffen, so ihr die Wahrheit sagt?»

    [26] Sprich: Nur Gott weiß daruber Bescheid. Und ich bin ein deutlicher Warner

    [27] Wenn sie es aber aus der Nahe sehen, dann werden die Gesichter derer, die unglaubig sind, schlimm betroffen. Und es wird gesprochen: «Das ist das, was ihr herbeizurufen suchtet.»

    [28] Sprich: Was meint ihr, wenn Gott mich und die, die mit mir sind, verderben lassen oder wenn Er sich unser erbarmen sollte, wer wird dann die Unglaubigen schutzen vor einer schmerzhaften Pein

    [29] Sprich: Er ist der Erbarmer. An Ihn glauben Wir, und auf Ihn vertrauen wir. Ihr werdet noch erfahren, wer sich im offenkundigen Irrtum befindet

    [30] Sprich: Was meint ihr, wenn euer Wasser versiegen sollte, wer konnte euch sprudelndes Wasser bringen

    Surah 68
    Das Schreibrohr

    [1] Nun. Bei dem Schreibrohr und (bei) dem, was sie zeilenweise niederschreiben

    [2] Du bist dank der Gnade deines Herrn kein Besessener

    [3] Bestimmt ist fur dich ein Lohn, der nicht aufhort

    [4] Und du besitzt großartige Charakterzuge

    [5] Du wirst schauen, und auch sie werden schauen

    [6] Wer von euch der Versuchung ausgesetzt ist

    [7] Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt, und Er weiß besser, wer die sind, die der Rechtleitung folgen

    [8] So gehorche nicht denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [9] Sie mochten gern, daß du nur schone Worte machst, so daß auch sie schone Worte machen konnen

    [10] Und gehorche niemandem, der dauernd schwort und verachtlich dasteht

    [11] Der standig stichelt und Verleumdungen verbreitet

    [12] Der das Gute verweigert, Ubertretungen begeht und Schuld auf sich ladt

    [13] Der außerdem grobes Benehmen zeigt und ein Eindringling ist

    [14] Auch wenn er Vermogen und Sohne hat

    [15] Wenn ihm unsere Zeichen verlesen werden, sagt er: «Die Fabeln der Fruheren.»

    [16] Wir werden ihn auf der Nase mit einem Merkmal brandmarken

    [17] Wir haben sie Prufungen unterworfen, wie Wir die Besitzer des Gartens Prufungen unterworfen haben, als sie schworen, sie wurden ihn am Morgen abernten

    [18] Ohne einen Vorbehalt zu machen

    [19] Da machte darin eine verheerende Erscheinung von deinem Herrn die Runde, wahrend sie schliefen

    [20] Und er war am Morgen wie abgeerntet

    [21] Da riefen sie am Morgen einander zu

    [22] «Geht in der Fruhe zu eurem Saatfeld, wenn ihr ernten wollt.»

    [23] Sie machten sich auf den Weg und flusterten dabei einander zu

    [24] «Heute darf kein Bedurftiger zu euch hereinkommen.»

    [25] Und sie gingen hin in der Fruhe in der Meinung, sie konnten (den Armen ihren Anteil) verwehren

    [26] Als sie ihn aber sahen, sagten sie: «Wir befinden uns im Irrtum

    [27] Nein, wir entbehren vielmehr alles.»

    [28] Derjenige von ihnen, der in der Mitte stand, sagte: «Habe ich nicht zu euch gesagt: Wurdet ihr doch Gott preisen!»

    [29] Sie sagten: «Preis sei unserem Herrn! Wir haben gewiß Unrecht getan.»

    [30] Da gingen sie aufeinander zu und machten sich gegenseitig Vorwurfe

    [31] Sie sagten: «O wehe uns! Wir haben ein Ubermaß an Frevel gezeigt

    [32] Moge unser Herr uns zum Tausch dafur einen besseren (Garten) als ihn geben! Auf Gott richten wir unsere Wunsche.»

    [33] So ist die Pein. Doch die Pein des Jenseits ist großer, wenn sie es nur wußten

    [34] Fur die Gottesfurchtigen sind bei ihrem Herrn Garten der Wonne bestimmt

    [35] Sollen Wir etwa die Gottergebenen den Ubeltatern gleichsetzen

    [36] Was ist mit euch? Wie urteilt ihr nur

    [37] Oder habt ihr ein Buch, in dem ihr nachforschen (und finden) konnt

    [38] Daß euch bestimmt ist, was ihr euch auswahlt

    [39] Oder haben Wir uns euch gegenuber eidlich verpflichtet bis zum Tag der Auferstehung, daß ihr bekommt, was ihr entscheidet

    [40] Frage sie, wer von ihnen dafur burgt

    [41] Oder haben sie etwa Teilhaber? Sie sollen doch ihre Teilhaber herbeibringen, so sie die Wahrheit sagen

    [42] Am Tag, da die Angelegenheit ernst wird und sie aufgerufen werden, sich in Anbetung niederzuwerfen, sie aber es nicht vermogen

    [43] Wahrend ihre Blicke gesenkt sind und Erniedrigung auf ihnen schwer lastet. Dabei wurden sie doch aufgefordert, sich in Anbetung niederzuwerfen, als sie gesund waren

    [44] Laß Mich in Ruhe mit denen, die diese Botschaft fur Luge erklaren. Wir werden sie nach und nach kommen lassen, von wo sie es nicht wissen

    [45] Und Ich gewahre ihnen Aufschub. Meine List ist fest

    [46] Oder verlangst du etwa einen Lohn von ihnen, so daß sie mit Schulden belastet wurden

    [47] Oder liegt ihnen das Unsichtbare vor, so daß sie (es) aufschreiben

    [48] So sei geduldig, bis das Urteil deines Herrn eintrifft. Und sei nicht wie der mit dem Fisch, als er voller Gram (zu Gott) rief

    [49] Und hatte ihn nicht eine Gnade von seinem Herrn rechtzeitig erreicht, ware er auf das kahle Land geworfen worden und hatte sich Tadel zugezogen

    [50] Da erwahlte ihn sein Herr und machte ihn zu einem der Rechtschaffenen

    [51] Diejenigen, die unglaubig sind, wurden dich, wenn sie die Ermahnung horen, mit ihren Blicken beinahe ins Straucheln bringen. Und sie sagen: «Er ist ja ein Besessener.»

    [52] Doch es ist nichts als eine Ermahnung fur die Weltenbewohner

    Surah 69
    Die Wirklichkeit

    [1] Die fallig wird

    [2] Was ist die, die fallig wird

    [3] Woher sollst du wissen, was die ist, die fallig wird

    [4] Die Thamud und die Aad erklarten die Katastrophe fur Luge

    [5] Die Thamud nun wurden durch den hereinbrechenden Schrei vernichtet

    [6] Die Aad aber wurden durch einen gewaltigen eiskalten Wind vernichtet

    [7] Den Er sieben Nachte und acht Tage lang immer wieder gegen sie einsetzte. Da hattest du sehen konnen, wie die Leute dort auf dem Boden lagen, als waren sie Stamme hohler Palmen

    [8] Kannst du denn etwas sehen, was von ihnen ubriggeblieben ware

    [9] Und Pharao und diejenigen, die vor ihm lebten, und die verschwundenen Stadte zeigten sundiges Verhallen

    [10] (Sie waren gegen den Gesandten ihres Herrn ungehorsam. I) a ergriff Er sie mit einem sich steigernden heftigen Griff

    [11] Als das Wasser (alles) uberflutete, trugen Wir euch auf dem dahinfahrenden (Schiff)

    [12] Um es fur euch zu einer Erinnerung zu machen, und damit es von jedem aufnahmefahigen Ohr aufgenommen wird

    [13] Und wenn in die Trompete nur einmal geblasen wird

    [14] Und Erde und Berge gehoben und auf einen Schlag zu Staub gemacht werden

    [15] An jenem Tag trifft (die Stunde) ein, die eintreffen wird

    [16] Und der Himmel spaltet sich, so daß er an jenem Tag bruchig wird

    [17] Und die Engel stehen an seinem Rand. Uber ihnen tragen an jenem Tag acht den Thron deines Herrn

    [18] An jenem Tag werdet ihr vorgefuhrt, und nichts von euch bleibt verborgen

    [19] Wem dann sein Buch in seine Rechte gereicht wird, der sagt: «Nehmt und lest mein Buch

    [20] Ich rechnete ja damit, daß ich meiner Abrechnung begegnen werde.»

    [21] Er befindet sich da in einem zufriedenen Leben

    [22] In einem hochgelegenen Garten

    [23] Dessen Fruchte herabhangen

    [24] «Eßt und trinkt zu eurem Wohl fur das, was ihr fruher in den vergangenen Tagen getan habt.»

    [25] Wem aber sein Buch in seine Linke gereicht wird, der sagt: «O ware mir doch mein Buch nicht gereicht worden

    [26] Und hatte ich doch nicht erfahren, wie meine Abrechnung aussieht

    [27] O ware dies nur das Ende

    [28] Nicht nutzt mir mein Vermogen

    [29] Vernichtet ist meine Machtfulle.»

    [30] «Nehmt ihn und fesselt ihn

    [31] Dann laßt ihn in der Holle brennen

    [32] Dann legt ihn in eine Kette, deren Lange siebzig Ellen ist

    [33] Er glaubte namlich nicht an Gott, den Majestatischen

    [34] Und er hielt nicht zur Speisung des Bedurftigen an

    [35] Hier hat er heute keinen warmherzigen Freund

    [36] Und auch keine Speise außer Eiterflussigkeit

    [37] Die nur die Sunder essen.»

    [38] O nein, Ich schwore bei dem, was ihr erblickt

    [39] Und dem, was ihr nicht erblickt

    [40] Das ist die Rede eines edlen Gesandten

    [41] Das ist nicht die Rede eines Dichters. Aber ihr seid ja so wenig glaubig

    [42] Das ist auch nicht die Rede eines Wahrsagers. Aber ihr bedenkt es ja so wenig

    [43] Es ist eine Herabsendung vom Herrn der Welten

    [44] Und hatte er sich gegen Uns einige Außerungen selbst in den Mund gelegt

    [45] Wir hatten ihn gewiß an der Rechten gefaßt

    [46] Und ihm dann die Herzader durchschnitten

    [47] Und keiner von euch hatte (Uns) von ihm abhalten konnen

    [48] Wahrlich, es ist eine Erinnerung fur die Gottesfurchtigen

    [49] Und wahrlich, Wir wissen, daß einige von euch (es) fur Luge erklaren

    [50] Und wahrlich, es ist ein Grund zum Bedauern fur die Unglaubigen

    [51] Und wahrlich, es ist die Wahrheit, die gewiß ist

    [52] So preise den Namen deines Herrn, des Majestatischen

    Surah 70
    Die Aufstiegswege

    [1] Ein Fragesteller fragt nach einer Pein, die eintreffen wird

    [2] Fur die Unglaubigen, die niemand abwehren kann

    [3] Von Gott her, dem Herrn der Himmelsleiter

    [4] Die Engel und der Geist steigen zu Ihm empor an einem Tag, dessen Ausmaß funfzigtausend Jahre sind

    [5] Ube darum schone Geduld

    [6] Sie sehen sie weit entfernt

    [7] Wir aber sehen sie nahe

    [8] Am Tag, da der Himmel wie geschmolzenes Erz

    [9] Und die Berge wie Wolleflocken sein werden

    [10] Und kein warmherziger Freund seinen Freund (nach seinem Befinden) fragt

    [11] Sie werden sie gewiß zu sehen bekommen. Der Ubeltater mochte sich gern von der Pein jenes Tages loskaufen mit seinen Sohnen

    [12] Und seiner Gefahrtin und seinem Bruder

    [13] Und seiner Sippe, die ihm eine Heimstatte bietet

    [14] Und allen, die auf der Erde sind. Er wunscht, dies moge ihn dann retten

    [15] Aber nein, es ist ein loderndes Feuer

    [16] Das die Gliedmaßen wegnimmt

    [17] Das den ruft, der den Rucken kehrt und fortgeht

    [18] (Vermogen) zusammentragt und in Behaltern hortet

    [19] Der Mensch ist als kleinmutig erschaffen

    [20] Wenn das Bose ihn trifft, ist er sehr mutlos

    [21] Und wenn ihm Gutes widerfahrt, verweigert er es anderen

    [22] Ausgenommen sind die, die beten

    [23] Und in ihrem Gebet beharrlich sind

    [24] Und die ein bestimmtes Recht auf ihr Vermogen einraumen

    [25] Dem Bettler und dem Unbemittelten

    [26] Und die den Tag des Gerichtes fur wahr halten

    [27] Und die vor der Pein ihres Herrn erschrocken sind

    [28] vor der Pein ihres Herrn befindet sich niemand in Sicherheit

    [29] Und die ihre Scham bewahren

    [30] Außer gegenuber ihren Gattinnen, oder was ihre Rechte (an Sklavinnen) besitzt - dann sind sie nicht zu tadeln

    [31] Diejenigen aber, die daruber hinaus (andere) begehren, das sind die, die Ubertretungen begehen

    [32] Und die auf das ihnen Anvertraute und ihre Verpflichtung achtgeben

    [33] Und die ihr Zeugnis ablegen

    [34] Und die ihr Gebet einhalten

    [35] Diese befinden sich in Garten und werden (darin) ehrenvoll behandelt

    [36] Was ist mit denen, die unglaubig sind, daß sie den Hals nach dir recken

    [37] Von rechts und von links, in Gruppen aufgeteilt

    [38] Erhofft (wirklich) jeder von ihnen, in einen Garten der Wonne eingehen zu konnen

    [39] Aber nein, Wir haben sie doch aus dem erschaffen, was sie wissen

    [40] Nein, Ich schwore beim Herrn der ostlichen und der westlichen Gegenden, Wir haben dazu die Macht

    [41] Sie durch andere zu ersetzen, die besser sind als sie. Und niemand kann Uns voraus sein

    [42] So laß sie ausschweifende Reden halten und ihr Spiel treiben, bis sie ihrem Tag begegnen, der ihnen angedroht ist

    [43] Dem Tag, da sie aus den Grabern hastig herauskommen, als wurden sie zu den Opfersteinen eilen

    [44] Wahrend ihre Blicke gesenkt sind und Erniedrigung auf ihnen schwer lastet. Das ist der Tag, der ihnen immer wieder angedroht wurde

    Surah 71
    Noe

    [1] Wir haben Noach zu seinem Volk gesandt: «Warne dein Volk, bevor eine schmerzhafte Pein uber sie kommt.»

    [2] Er sagte: «O mein Volk, ich bin euch ein deutlicher Warner

    [3] Dienet Gott und furchtet Ihn, und gehorchet mir

    [4] Dann vergibt Er euch etwas von euren Sunden und stellt euch zu einer bestimmten Frist zuruck. Die Frist Gottes, wenn sie eintrifft, kann nicht aufgeschoben werden, wenn ihr es nur wußtet!»

    [5] Er sagte: «Mein Herr, ich habe mein Volk bei Nacht und bei Tag gerufen

    [6] Mein Rufen hat sie aber nur in ihrer Flucht bestarkt

    [7] Sooft ich sie rief, damit Du ihnen vergibst, steckten sie ihre Finger in die Ohren, hullten sich in Gewander, blieben verstockt und verhielten sich sehr hochmutig

    [8] Dann richtete ich an sie den Ruf offentlich

    [9] Dann sprach ich zu ihnen offen und im geheimen

    [10] Ich sagte: Bittet euren Herrn um Vergebung - Er vergibt ja viel

    [11] Dann wird Er den Himmel uber euch ergiebig regnen lassen

    [12] Und euch mit Vermogen und Sohnen beistehen, fur euch Garten machen und fur euch Bache machen

    [13] Was ist mit euch, daß ihr nicht von Gott erwartet, daß Er wurdevoll handelt

    [14] Wo Er euch doch in Phasen erschaffen hat

    [15] Habt ihr nicht gesehen, wie Gott sieben Himmel in Schichten erschaffen hat

    [16] Den Mond darin zu einem Licht gemacht und die Sonne zu einer Leuchte gemacht hat

    [17] Gott hat euch aus der Erde wie Pflanzen wachsen lassen

    [18] Dann wird Er euch zu ihr zuruckkehren lassen und (wieder aus ihr) hervorbringen

    [19] Und Gott hat euch die Erde zu einer ausgebreiteten Unterlage gemacht

    [20] Damit ihr auf ihr Wege als breite Durchgange begehen konnt.»

    [21] Noach sagte: «Mein Herr, sie sind gegen mich ungehorsam geworden und sind einem gefolgt, der durch sein Vermogen und seine Kinder nur noch großeren Verlust hat

    [22] Und sie haben ungeheure Ranke geschmiedet

    [23] <Und sie sagen: >Verlaßt doch nicht eure Gotter. Verlaßt doch nicht Wadd, noch Suwaa, noch Yaghuth, und auch nicht Ya uq und Nasr

    [24] Sie haben viele irregefuhrt. So laß die, die Unrecht tun, noch tiefer in die Irre gehen.»

    [25] Wegen ihrer Sunden wurden sie ertrankt und in ein Feuer gefuhrt. Da fanden sie fur sich außer Gott keine Helfer

    [26] Und Noach sagte: «Mein Herr, laß keinen von den Unglaubigen weiter auf der Erde wohnen

    [27] Wenn Du sie (leben) laßt, fuhren sie deine Diener irre und bringen zur Welt nur solche, die voller Laster und sehr unglaubig sind

    [28] Mein Herr, vergib mir und meinen Eltern und dem, der als Glaubiger mein Haus betritt, und den glaubigen Mannern und den glaubigen Frauen. Und sturze die, die Unrecht tun, noch tiefer ins Verderben.»

    Surah 72
    Die Djinn

    [1] Sprich: Mir ist offenbart worden, daß eine Schar Djinn zuhorte. Sie sagten: «Wir haben einen erstaunlichen Koran gehort

    [2] Der zum rechten Wandel leitet. So haben wir an ihn geglaubt. Und wir werden unserem Herrn niemanden beigesellen

    [3] Und erhaben ist die Majestat unseres Herrn. Er hat sich weder eine Gefahrtin noch ein Kind genommen

    [4] Und der Tor unter uns pflegte gegen Gott etwas Abwegiges zu sagen

    [5] Und wir meinten, daß weder die Menschen noch die Djinn gegen Gott eine Luge sagen wurden

    [6] Und einige Manner unter den Menschen suchten Zuflucht bei einigen Mannern unter den Djinn und mehrten somit bei ihnen ihre Gewalttatigkeit

    [7] Und sie meinten, wie ihr ja meint, daß Gott niemanden auferwecken wurde

    [8] Und wir haben den Himmel abgesucht und festgestellt, daß er mit starken Wachtern und Sternschnuppen voll ist

    [9] Und wir pflegten uns an verschiedenen Stellen von ihm zu setzen, um zu lauschen. Wer aber jetzt horcht, der findet, daß eine Sternschnuppe auf ihn lauert

    [10] Und wir wissen nicht, ob fur die Bewohner der Erde Boses vorgesehen ist, oder ob ihr Herr vorhat, sie zum rechten Wandel zu fuhren

    [11] Und unter uns gibt es Rechtschaffene; und unter uns gibt es solche, die es nicht sind. Wir folgten getrennten Wegen

    [12] Und wir meinen, daß wir auf der Erde Gottes Willen nicht vereiteln konnen, und daß wir ihn nicht durch Flucht vereiteln konnen

    [13] Und als wir die Rechtleitung horten, glaubten wir an sie. Wer an seinen Herrn glaubt, der befurchtet keinen Lohnabzug und keine Gewaltanwendung

    [14] Und unter uns gibt es solche, die gottergeben sind; und unter uns gibt es solche, die dem Falschen zuneigen. Diejenigen nun, die gottergeben sind, bemuhen sich um den rechten Wandel

    [15] Diejenigen aber, die dem Falschen zuneigen, werden Brennholz fur die Holle sein

    [16] Und wurden sie den rechten Weg einschlagen, wurden Wir ihnen reichlich Wasser zu trinken geben

    [17] Um sie dadurch der Versuchung auszusetzen. Und wer sich von der Ermahnung seines Herrn abwendet, den wird Er in eine uberwaltigende Pein eingehen lassen

    [18] Und die Anbetungsstatten gehoren Gott; so ruft neben Gott niemanden an

    [19] Und als der Diener Gottes aufstand, um Ihn anzurufen, hatten sie ihn im Gedrange fast erdruckt.»

    [20] Sprich: Ich rufe meinen Herrn an, und ich geselle Ihm niemanden bei

    [21] Sprich: Ich verfuge fur euch weder uber Schaden noch uber die rechte Unterweisung

    [22] Sprich: Niemand kann mich gegen Gott schutzen, und ich kann außer bei Ihm keinen Ort finden, wohin ich mich begeben konnte

    [23] Ich habe nur etwas auszurichten von Gott und seinen Botschaften. Und fur diejenigen, die gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam sind, ist das Feuer der Holle bestimmt; darin werden sie auf immer ewig weilen

    [24] Wenn sie dann sehen, was ihnen angedroht ist, werden sie wissen, wer die schwacheren Helfer und die geringere Zahl hat

    [25] Sprich: Ich weiß nicht, ob das, was euch angedroht ist, nahe ist, oder ob mein Herr ihm noch eine Frist setzt

    [26] (Er), der uber das Unsichtbare Bescheid weiß und niemandem uber das, was bei Ihm verborgen ist, Auskunft gibt

    [27] Außer dem Gesandten, der Ihm genehm ist; dann laßt Er vor ihm und hinter ihm Wachter gehen, die ihn belauern

    [28] Um festzustellen, ob sie die Botschaften ihres Herrn ausgerichtet haben. Er umfaßt, was bei ihnen ist, und Er erfaßt die Zahl aller Dinge

    Surah 73
    Der Verhüllte

    [1] Der du dich eingehullt hast

    [2] Steh auf (zum Gebet) die ganze Nacht, bis auf einen kleinen Teil

    [3] Die halbe Nacht, oder verringere sie um einen kleinen Teil

    [4] Oder fuge etwas hinzu. Und trage den Koran Abschnitt fur Abschnitt vor

    [5] Wir werden dir Worte auferlegen, die schwer zu tragen sind

    [6] Das Aufstehen in der Nacht hinterlaßt einen starkeren Eindruck und laßt eher die rechten Worte finden

    [7] Du wirst am Tag lange beansprucht

    [8] Und so gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm allein

    [9] (Er ist) der Herr des Ostens und des Westens. Es gibt keinen Gott außer Ihm. So nimm Ihn dir zum Sachwalter

    [10] Und ertrage mit Geduld, was sie sagen. Und entferne dich auf schone Weise von ihnen

    [11] Laß Mich in Ruhe mit denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren und die ein angenehmes Leben haben. Und gewahre ihnen noch eine kurze Frist

    [12] Bei Uns stehen schwere Fesseln und eine Holle bereit

    [13] Und auch eine Speise, die im Hals steckenbleibt, und eine schmerzhafte Pein

    [14] Am Tag, da die Erde und die Berge beben und die Berge (wie) ein zerrinnender Sandhaufen sein werden

    [15] Wir haben zu euch einen Gesandten als Zeugen uber euch geschickt, so wie Wir zu Pharao einen Gesandten geschickt haben

    [16] Pharao war aber ungehorsam gegen den Gesandten. Da ergriffen Wir ihn mit einem harten Griff

    [17] Wie wollt ihr, wenn ihr unglaubig seid, euch vor einem Tag huten, der die Kinder zu Greisen werden laßt

    [18] Der Himmel wird sich an ihm spalten. Seine Drohung wird ausgefuhrt

    [19] Dies ist nur eine Erinnerung. Wer nun will, schlagt einen Weg zu seinem Herrn ein

    [20] Dein Herr weiß, daß du (zum Gebet) aufstehst beinahe zwei Drittel der Nacht oder die Halfte oder ein Drittel davon, und ebenso eine Gruppe von denen, die mit dir sind. Und Gott bestimmt das Maß der Nacht und des Tages. Er weiß, daß ihr es nicht (selbst) wurdet erfassen konnen. Da wandte Er sich euch zu. So verlest aus dem Koran, was leicht (zu bewaltigen) ist. Er weiß, daß es unter euch Kranke geben wurde, und andere, die im Land umherwandern im Streben nach der Huld Gottes, und (wieder) andere, die auf dem Weg Gottes kampfen. Verlest also daraus, was leicht (zu bewaltigen) ist, und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und leiht Gott ein schones Darlehen. Und was ihr fur euch selbst an Gutem vorausschickt, das werdet ihr bei Gott vorfinden als noch besser und großartiger belohnt. Und bittet Gott um Vergebung. Gott ist ja voller Vergebung und barmherzig

    Surah 74
    Der Umhüllte

    [1] Der du dich zugedeckt hast

    [2] Steh auf und warne

    [3] Und preise die Große deines Herrn

    [4] Und reinige deine Kleider

    [5] Und entferne dich von der Unreinheit (des Gotzendienstes)

    [6] Und poch nicht auf dein Verdienst, um mehr zu erhalten

    [7] Und sei geduldig, bis dein Herr sein Urteil fallt

    [8] Wenn dann in das Horn gestoßen wird

    [9] Dann ist es an jenem Tag ein schwerer Tag

    [10] Fur die Unglaubigen nicht leicht

    [11] Laß Mich in Ruhe mit dem, den Ich allein erschaffen habe

    [12] Und dem Ich ausgedehntes Vermogen verliehen habe

    [13] Und auch Sohne, die als Zeugen da sind

    [14] Und dem Ich alles schon geebnet habe

    [15] Der aber erhofft, daß Ich (ihm) noch mehr gebe

    [16] Nein, er zeigte sich widerspenstig gegen meine Zeichen

    [17] Ich werde Muhsal auf ihm schwer lasten lassen

    [18] Er dachte nach und wog ab

    [19] Dem Tod geweiht sei er, wie seine Abwagung war

    [20] Noch einmal: Dem Tod geweiht sei er, wie seine Abwagung war

    [21] Dann schaute er

    [22] Dann runzelte er die Stirn und zeigte Widerwillen

    [23] Dann kehrte er den Rucken und verhielt sich hochmutig

    [24] Und er sagte: «Das ist doch nur eine Zauberei, die (sonst) uberliefert wird

    [25] Das sind nur die Worte von Menschen.»

    [26] Ich werde ihn im Hollenfeuer brennen lassen

    [27] Woher sollst du wissen, was das Hollenfeuer ist

    [28] Es laßt keinen Rest bestehen, und es laßt nichts ubrigbleiben

    [29] Es versengt die Haut

    [30] Es hat uber sich neunzehn (Wachter)

    [31] Als Wachter des Feuers haben Wir nur Engel eingesetzt. Und ihre Zahl haben Wir zu einer Versuchung gemacht fur die, die unglaubig sind, damit diejenigen Gewißheit erlangen, denen das Buch zugekommen ist, und damit diejenigen, die glauben, an Glauben zunehmen, und damit diejenigen, denen das Buch zugekommen ist, und auch die Glaubigen keinen Zweifel hegen, und damit diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und (auch) die Unglaubigen sagen: «Was will denn Gott mit einem solchen Gleichnis?» Auf diese Weise fuhrt Gott irre, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Und uber die Heerscharen deines Herrn weiß nur Er Bescheid. Und es ist nur eine Ermahnung fur die Menschen

    [32] Nein, beim Mond

    [33] Bei der Nacht, wenn sie den Rucken kehrt

    [34] Beim Morgen, wenn er anbricht

    [35] Siehe, sie ist eine der großten (Gestalten des Verderbens)

    [36] Zur Warnung fur die Menschen

    [37] Fur jeden von euch, der vorankommen oder zuruckbleiben will

    [38] Ein jeder haftet fur das, was er erworben hat

    [39] Ausgenommen die von der Rechten

    [40] Sie befinden sich in Garten, und sie fragen einander

    [41] Nach den Ubeltatern

    [42] «Was hat euch ins Hollenfeuer getrieben?»

    [43] Sie sagen: «Wir gehorten nicht zu denen, die beteten

    [44] Und wir pflegten nicht den Bedurftigen zu speisen

    [45] Und wir gingen auf ausschweifende Reden ein mit denen, die solche hielten

    [46] Und wir erklarten den Tag des Gerichtes fur Luge

    [47] Bis das sichere Ende uns ereilte.»

    [48] Nun nutzt ihnen die Fursprache der Fursprechenden nicht

    [49] Was ist mit ihnen, daß sie sich von der Ermahnung abwenden

    [50] Als waren sie aufgeschreckte Wildesel

    [51] Die vor einem jagenden Lowen fliehen

    [52] Aber nein, jeder von ihnen will, daß ihm aufgeschlagene Blatter zukommen

    [53] Nein, sie furchten sich nicht vor dem Jenseits

    [54] Nein, er ist eine Erinnerung

    [55] Wer will, gedenkt seiner

    [56] Sie werden aber (seiner) nicht gedenken, es sei denn, Gott will es. Ihm gebuhrt, daß man Ihn furchtet, und Ihm gebuhrt zu vergeben

    Surah 75
    Die Auferstehung

    [1] Nein, Ich schwore beim Tag der Auferstehung

    [2] Nein, Ich schwore bei der Seele, die sich selbst Tadel ausspricht

    [3] Meint denn der Mensch, daß Wir seine Gebeine nicht zusammenfugen werden

    [4] Ja doch, Wir sind imstande, seine Fingerspitzen zurechtzubilden

    [5] Doch der Mensch will voller Laster sein, sein Leben lang

    [6] Er fragt: «Wann wird der Tag der Auferstehung sein?»

    [7] Wenn dann das Augenlicht geblendet ist

    [8] Und der Mond sich verfinstert

    [9] Und Sonne und Mond miteinander vereinigt werden

    [10] An jenem Tag sagt der Mensch: «Wohin nun fliehen?»

    [11] Nein, es gibt keine Zuflucht

    [12] Zu deinem Herrn fuhrt an jenem Tag der Weg zum Aufenthaltsort

    [13] An jenem Tag wird dem Menschen kundgetan, was er vorausgeschickt und zuruckgestellt hat

    [14] Nein, der Mensch bringt einsichtige Beweise gegen sich selbst

    [15] Auch wenn er seine Entschuldigungen vorbringt

    [16] Bewege deine Zunge nicht damit, um dich damit zu ubereilen

    [17] Uns obliegt es, ihn zusammenzustellen und ihn vorzulesen

    [18] Und (erst) wenn Wir ihn vorgelesen haben, dann folge du der Art, ihn vorzulesen

    [19] Dann obliegt es Uns, ihn zu erlautern

    [20] Aber nein, ihr liebt eher das, was schnell eintrifft

    [21] Und vernachlassigt das Jenseits

    [22] An jenem Tag gibt es strahlende Gesichter

    [23] Die zu ihrem Herrn schauen

    [24] Und es gibt an jenem Tag finstere Gesichter

    [25] Du mochtest meinen, es widerfahre ihnen ein das Ruckgrat brechendes Ungluck

    [26] Nein, wenn sie das Schlusselbein erreicht

    [27] Und gesagt wird: «Wer kann als Beschworer auftreten?»

    [28] Und wenn er meint, es sei (jetzt) der Abschied

    [29] Und wenn (bei ihm) das eine Bein auf das andere trifft

    [30] An jenem Tag wird er zu deinem Herrn getrieben

    [31] Denn er hielt nicht (die Botschaft) fur wahr, und er betete nicht

    [32] Sondern er erklarte (sie) fur Luge, und er kehrte sich ab

    [33] Dann ging er zu seinen Angehorigen mit stolzen Schritten

    [34] «Recht geschieht dir, ja recht geschieht es

    [35] Noch einmal: Recht geschieht dir, ja recht geschieht es.»

    [36] Meint denn der Mensch, daß er unbeachtet gelassen wird

    [37] Ist er nicht ein Samentropfen, der sich ergießt

    [38] Dann ein Embryo gewesen? Da hat Er erschaffen und gebildet

    [39] Und daraus das Paar gemacht: den Mann und das Weib

    [40] Ist ein solcher (Gott) denn nicht imstande, die Toten wieder lebendig zu machen

    Surah 76
    Der Mensch

    [1] Gab es (nicht) fur den Menschen eine Zeitspanne, in der er kein nennenswertes Ding war

    [2] Wir haben den Menschen aus einem Tropfen, einem Gemisch erschaffen, um ihn zu prufen. Und Wir haben ihn mit Gehor und Augenlicht versehen

    [3] Wir haben ihn den (rechten) Weg gefuhrt, ob er nun dankbar oder undankbar ist

    [4] Wir halten fur die Unglaubigen Ketten und Fesseln und einen Feuerbrand bereit

    [5] Die Frommen trinken aus einem Becher, in dem Kampfer beigemischt ist

    [6] Aus einer Quelle, aus der die Diener Gottes trinken, die sie sprudelnd hervorbrechen lassen

    [7] Sie erfullen das Gelubde und furchten einen Tag, dessen Unheil sich ausbreitet

    [8] Und sie geben, aus Liebe zu Ihm, Speise zu essen dem Bedurftigen, der Waise und dem Gefangenen

    [9] «Wir speisen euch in der Suche nach dem Antlitz Gottes. Wir wollen von euch weder Lohn noch Dank

    [10] Wir furchten von Seiten unseres Herrn einen finsteren, schauderhaften Tag.»

    [11] So bewahrt sie Gott vor dem Unheil jenes Tages und laßt sie strahlendes Gluck und Freude vorfinden

    [12] Und Er vergibt ihnen dafur, daß sie geduldig sind, mit einem Garten und mit Seide

    [13] Sie lehnen sich darin auf Liegen, und sie leiden darin weder unter heißer Sonne noch unter bitterer Kalte

    [14] Seine Schatten hangen uber ihnen herab, und seine Fruchte sind ihnen sehr leicht erreichbar gemacht

    [15] Herumgereicht werden ihnen Gefaße aus Silber und Humpen wie Glaser

    [16] Glaser aus Silber, die sie nach Maß bemessen

    [17] Und darin wird ihnen ein Becher zu trinken gegeben, in dem Ingwer beigemischt ist

    [18] Aus einer Quelle darin, die Salsabiel genannt wird

    [19] Und unter ihnen machen ewig junge Knaben die Runde. Wenn du sie siehst, meinst du, sie seien ausgestreute Perlen

    [20] Und wenn du dort hinschaust, siehst du Wonne und großes Konigreich

    [21] Sie haben grune Gewander aus Seide und auch Brokat an, und sie sind mit Armringen aus Silber geschmuckt. Und ihr Herr gibt ihnen ein reines Getrank zu trinken

    [22] «Das ist der Lohn fur euch, und euch wird fur euer Muhen gedankt.»

    [23] Wir, ja Wir haben den Koran auf dich nach und nach hinabgesandt

    [24] So sei geduldig, bis das Urteil deines Herrn eintrifft, und gehorche keinem von ihnen, der ein Sunder oder ein Unglaubiger ist

    [25] Und gedenke des Namens deines Herrn morgens und abends

    [26] Und wirf dich in der Nacht vor Ihm nieder und preise Ihn lange zur Nachtzeit

    [27] Diese da lieben das, was schnell eintrifft, und vernachlassigen einen Tag, der schwer lasten wird

    [28] Wir haben sie doch erschaffen und ihre Glieder gefestigt. Und wenn Wir wollen, ersetzen Wir sie durch andere ihresgleichen

    [29] Dies ist eine Erinnerung. Wer nun will, schlagt einen Weg zu seinem Herrn ein

    [30] Und ihr wollt nicht, es sei denn, Gott will es. Gott weiß Bescheid und ist weise

    [31] Er laßt, wen Er will, in seine Barmherzigkeit eingehen. Fur die, die Unrecht tun, halt Er eine schmerzhafte Pein bereit

    Surah 77
    Die Entsandten

    [1] Bei denen, die nacheinander wie eine Mahne gesandt werden

    [2] Und die im Sturm dahersturmen

    [3] Bei denen, die offen ausbreiten

    [4] Und die deutlich unterscheiden

    [5] Und die eine Ermahnung uberbringen

    [6] Als Entschuldigung oder als Warnung

    [7] Was euch angedroht wird, wird gewiß eintreffen

    [8] Wenn die Sterne ausgewischt werden

    [9] Und wenn der Himmel Risse aufweist

    [10] Und wenn die Berge (in den Wind) gestreut werden

    [11] Und wenn fur die Gesandten der Termin festgelegt wird

    [12] Auf was fur einen Tag wird die Frist gesetzt

    [13] Fur den Tag der Scheidung

    [14] Woher sollst du wissen, was der Tag der Scheidung ist

    [15] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [16] Haben Wir nicht die Fruheren verderben lassen

    [17] Dann lassen Wir ihnen die Spateren folgen

    [18] So handeln Wir an den Ubeltatern

    [19] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [20] Haben Wir euch nicht aus verachtlichem Wasser erschaffen

    [21] Das Wir in einen festen Aufenthaltsort gelegt haben

    [22] Bis zu einer bekannten Frist

    [23] Wir haben sie bemessen. Wie trefflich setzen Wir das Maß fest

    [24] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [25] Haben Wir nicht die Erde gemacht, zu sammeln

    [26] Die Lebenden und die Toten

    [27] Und auf ihr festgegrundete, hochragende (Berge) gemacht und euch erfrischendes Wasser zu trinken gegeben

    [28] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [29] «Begebt euch zu dem, was ihr immer wieder fur Luge erklart habt

    [30] Begebt euch in einen Schatten mit drei Verzweigungen

    [31] Der keinen (wirklichen) Schatten spendet und auch nicht vor den Flammen schutzt.»

    [32] Sie spruht Funken (hoch) wie ein Schloß

    [33] Als waren sie gelbe Kamele

    [34] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [35] Das ist der Tag, an dem sie nicht reden

    [36] Und ihnen nicht erlaubt wird, Entschuldigungen vorzubringen

    [37] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [38] «Das ist der Tag der Scheidung. Wir haben euch zu den Fruheren versammelt

    [39] Wenn ihr nun eine List habt, so fuhrt sie gegen Mich aus.»

    [40] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [41] Die Gottesfurchtigen befinden sich inmitten von Schatten und Quellen

    [42] Und Fruchten von dem, was sie begehren

    [43] «Eßt und trinkt zu eurem Wohl (als Entlohnung) fur das, was ihr zu tun pflegtet.»

    [44] So lohnen Wir den Rechtschaffenen

    [45] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [46] Eßt und genießt ein wenig, ihr seid Ubeltater

    [47] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [48] Und wenn zu ihnen gesprochen wird: «Verneigt euch», verneigen sie sich nicht

    [49] Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) fur Luge erklaren

    [50] An welche Botschaft nach dieser wollen sie denn sonst glauben

    Surah 78
    Die Botschaft

    [1] Wonach fragen sie sich untereinander

    [2] Nach dem gewaltigen Bericht

    [3] uber den sie uneins sind

    [4] Nein, sie werden es zu wissen bekommen

    [5] Noch einmal: Nein, sie werden es zu wissen bekommen

    [6] Haben Wir nicht die Erde zu einer Lagerstatte gemacht

    [7] Und die Berge zu Pflocken

    [8] Und Wir haben euch als Paare erschaffen

    [9] Und Wir haben euren Schlaf zum Ausruhen gemacht

    [10] Und Wir haben die Nacht zu einem Kleid gemacht

    [11] Und Wir haben den Tag zum Erwerb des Lebensunterhalts gemacht

    [12] Und Wir haben uber euch sieben feste (Himmelsschichten) aufgebaut

    [13] Und Wir haben eine hell brennende Leuchte gemacht

    [14] Und Wir haben von den Regenwolken stromendes Wasser herabkommen lassen

    [15] Um damit Korn und Pflanzen hervorzubringen

    [16] Und Garten mit dichtem Bestand

    [17] Wahrlich, der Tag der Scheidung ist ein (festgelegter) Termin

    [18] Am Tag, da in die Trompete geblasen wird und ihr in Scharen herbeikommt

    [19] Und da der Himmel geoffnet und zu (weiten) Toren wird

    [20] Und da die Berge versetzt und zu einer Luftspiegelung werden

    [21] Die Holle liegt auf der Lauer

    [22] Als Heimstatt fur die, die ein Ubermaß an Frevel zeigen

    [23] Darin werden sie endlose Zeiten verweilen

    [24] Sie werden darin weder Kuhle noch ein Getrank kosten

    [25] Sondern nur heißes Wasser und stinkenden Eiter

    [26] Als angemessene Vergeltung

    [27] Sie erwarteten ja keine Abrechnung

    [28] Und haben unsere Zeichen beharrlich fur Luge erklart

    [29] Alles haben Wir in einem Buch erfaßt

    [30] So kostet (es); Wir werden euch nur noch eure Pein mehren

    [31] Fur die Gottesfurchtigen ist ein Ort des Erfolges bestimmt

    [32] Garten und Weinstocke

    [33] Und gleichaltrige Frauen mit schwellenden Brusten

    [34] Und ein randvoller Becher

    [35] Sie horen darin keine unbedachte Rede und keine Bezeichnung der Botschaft als Luge

    [36] Dies zum Lohn - als Geschenk entsprechend der Abrechnung - von deinem Herrn

    [37] Dem Herrn der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, dem Erbarmer. Vor Ihm verfugen sie uber keine Moglichkeit zu reden

    [38] Am Tag, da der Geist und die Engel in einer Reihe stehen. Sie werden nicht sprechen, ausgenommen der, dem der Erbarmer es erlaubt und der das Richtige sagt

    [39] Das ist der Tag der Wahrheit. Wer nun will, unternimmt die Ruckkehr zu seinem Herrn

    [40] Wir warnen euch vor einer nahe bevorstehenden Pein, am Tag, da der Mensch erblickt, was seine Hande vorausgeschickt haben, und der Unglaubige ruft: «O ware ich doch nur Staub!»

    Surah 79
    Die Heraussreißenden

    [1] Bei denen, die mit Gewalt entreißen

    [2] Und denen, die mit Leichtigkeit herausziehen

    [3] Und denen, die schnell dahinschwimmen

    [4] Und allen vorauseilen

    [5] Und die Angelegenheiten regeln

    [6] Am Tag, da das Beben einsetzt

    [7] Und das nachste darauf folgt

    [8] An jenem Tag werden die Herzen in unruhiger Angst dastehen

    [9] Mit gesenkten Blicken

    [10] Sie sagen: «Sollen wir wirklich in den fruheren Zustand zuruckgebracht werden

    [11] Auch wenn wir zu morschen Knochen geworden sind?»

    [12] Sie sagen: «Das ware dann eine verlustreiche Ruckkehr.»

    [13] Es wird ein einziger Schelteschrei sein

    [14] Und schon befinden sie sich auf der Erdoberflache

    [15] Ist die Geschichte von Mose zu dir gelangt

    [16] Als sein Herr ihm im heiligen Tal Tuwaa zurief

    [17] «Geh zu Pharao. Er zeigt ein Ubermaß an Frevel

    [18] Und sag: Mochtest du dich nicht lautern

    [19] Und daß ich dich zu deinem Herrn rechtleite, so daß du gottesfurchtig wirst?»

    [20] Er ließ ihn das großte Zeichen sehen

    [21] Er aber erklarte (es) fur Luge und war ungehorsam

    [22] Dann kehrte er den Rucken und eilte davon

    [23] Er versammelte (sein Volk) und rief (ihnen) zu

    [24] Er sagte: «Ich bin euer Herr, der Hochste.»

    [25] Da ergriff ihn Gott mit der Strafe des Jenseits und des Diesseits

    [26] Darin ist eine Lehre fur die Gottesfurchtigen

    [27] Ist es etwa schwerer, euch zu erschaffen, als den Himmel, den Er aufgebaut hat

    [28] Er hob sein Dach empor und gestaltete ihn

    [29] Und Er ließ seine Nacht dunkel werden und seinen Morgen hervorkommen

    [30] Und Er breitete danach die Erde aus

    [31] Er ließ ihr Wasser und ihre Weideflachen aus ihr hervorkommen

    [32] Und Er grundete die Berge fest

    [33] Dies als Nutznießung fur euch und euer Vieh

    [34] Wenn dann die große, alles uberwaltigende Katastrophe kommt

    [35] Am Tag, da der Mensch sich an das erinnert, was er erstrebt hat

    [36] Und die Holle denen sichtbar gemacht wird, die sehen konnen

    [37] Dann wird dem, der ein Ubermaß an Frevel gezeigt

    [38] Und das diesseitige Leben vorgezogen hat

    [39] Die Holle zur Heimstatte

    [40] Und dem, der den Stand seines Herrn gefurchtet und seiner Seele ihre (bosen) Neigungen verwehrt hat

    [41] Wird das Paradies zur Heimstatte

    [42] Sie fragen dich nach der Stunde, wann sie feststehen wird

    [43] Was hast du denn davon, sie ofter zu erwahnen

    [44] Ihre Schlußetappe fuhrt zu deinem Herrn

    [45] Du hast nur die zu warnen, die sie furchten

    [46] Am Tag, da sie sie sehen werden, ist es so, als hatten sie nur einen Abend verweilt oder den Morgen darauf

    Surah 80
    Er runzelte die Stirn

    [1] Er runzelte die Stirn und kehrte sich ab

    [2] Weil der Blinde zu ihm kam

    [3] Woher sollst du es wissen, vielleicht will er sich lautern

    [4] Oder bedenken, so daß ihm die Ermahnung nutzt

    [5] Wer sich verhalt, als ware er auf niemanden angewiesen

    [6] Dem widmest du dich

    [7] Und es kummert dich nicht, daß er sich nicht lautern will

    [8] Wer aber zu dir eilig kommt

    [9] Und dabei gottesfurchtig ist

    [10] Dem schenkst du keine Aufmerksamkeit

    [11] Nein, es ist eine Erinnerung

    [12] Wer nun will, gedenkt seiner

    [13] (Er steht) auf Blattern, die in Ehren gehalten werden

    [14] Emporgehoben und rein gehalten

    [15] In den Handen von Schreibern

    [16] Die edel und fromm sind

    [17] Dem Tod geweiht sei der Mensch, wie undankbar ist er

    [18] Aus was fur einem Stoff hat Er ihn erschaffen

    [19] Aus einem Tropfen hat Er ihn erschaffen und ihm sein Maß gesetzt

    [20] Dann macht Er ihm seinen Weg leicht

    [21] Dann laßt Er ihn sterben und bringt ihn ins Grab

    [22] Dann, wenn Er will, erweckt Er ihn auf

    [23] Nein, er hat noch nicht ausgefuhrt, was Er ihm befohlen hat

    [24] Der Mensch soll auf seine Nahrung schauen

    [25] Wir gießen doch Wasser in Stromen

    [26] Dann spalten Wir die Erde auf

    [27] Und lassen auf ihr Korn wachsen

    [28] Und Weinstocke und Gemuse

    [29] Und Olbaume und Palmen

    [30] Und Garten mit großen dicken Baumen

    [31] Und Fruchten und Gras

    [32] Als Nutznießung fur euch und euer Vieh

    [33] Wenn die ohrenbetaubende (Stunde) kommt

    [34] Am Tag, da einer flieht vor seinem Bruder

    [35] Und seiner Mutter und seinem Vater

    [36] Und seiner Gefahrtin und seinen Sohnen

    [37] An jenem Tag hat jeder von ihnen eine Angelegenheit, die ihn voll beansprucht

    [38] An jenem Tag wird es strahlende Gesichter geben

    [39] Die lachen und sich freuen

    [40] Und es wird an jenem Tag Gesichter geben, auf denen Staub liegt

    [41] Und die von Ruß bedeckt sind

    [42] Das sind die, die unglaubig und voller Laster sind

    Surah 81
    Das Zerbrechen

    [1] Wenn die Sonne (von einer Hulle) umwunden wird

    [2] Und wenn die Sterne herabsturzen

    [3] Und wenn die Berge versetzt werden

    [4] Und wenn die im zehnten Monat stehenden Kamelstuten vernachlassigt werden

    [5] Und wenn die wilden Tiere versammelt werden

    [6] Und wenn die Meere angefullt werden

    [7] Und wenn die Seelen zu ihren Partnern gesellt werden

    [8] Und wenn das Madchen, das verscharrt wurde, gefragt wird

    [9] Wegen welcher Sunde es denn getotet wurde

    [10] Und wenn die Blatter ausgebreitet werden

    [11] Und wenn der Himmel (wie ein Fell) abgezogen wird

    [12] Und wenn die Holle angefacht wird

    [13] Und wenn das Paradies herangebracht wird

    [14] Dann wird jeder erfahren, was er vorgebracht hat

    [15] Nein, Ich schwore bei den rucklaufigen Planeten

    [16] Die dahineilen und sich in ihrem Bau verbergen

    [17] Und bei der Nacht, wenn sie an einem Ende steht

    [18] Und beim Morgen, wenn er anbricht

    [19] Das ist die Rede eines edlen Gesandten

    [20] Der Kraft besitzt und beim Herrn des Thrones hochgestellt ist

    [21] Dem man gehorcht und der treu ist

    [22] Euer Gefahrte ist kein Besessener

    [23] Er hat ihn gewiß am deutlichen Horizont gesehen

    [24] Und er halt nicht aus Geiz das (ihm offenbarte) Verborgene zuruck

    [25] Das ist nicht die Rede eines gesteinigten Satans

    [26] Wo geht ihr denn hin

    [27] Das ist nur eine Ermahnung fur die Weltenbewohner

    [28] Fur die von euch, die sich recht verhalten wollen

    [29] Und ihr wollt nicht, es sei denn, Gott will es, (Er), der Herr der Welten

    Surah 82
    Das Spalten

    [1] Wenn der Himmel zerbricht

    [2] Und wenn die Sterne sich zerstreuen

    [3] Und wenn die Meere zum Ausbrechen gebracht werden

    [4] Und wenn die Graber umgewuhlt werden

    [5] Dann wird jeder erfahren, was er vorausgeschickt und zuruckgestellt hat

    [6] O Mensch, was hat dich gegen deinen edelmutigen Herrn betort

    [7] Der dich erschaffen und gebildet und zurechtgeformt hat

    [8] Und dich in der Gestalt, die Er wollte, zusammengefugt hat

    [9] Nein, ihr erklart lieber das Gericht fur Luge

    [10] Uber euch sind Huter eingesetzt

    [11] Vortreffliche, die (alles) aufschreiben

    [12] Und die wissen, was ihr tut

    [13] Die Frommen leben in Wonne

    [14] Und diejenigen, die voller Laster sind, leben in einer Holle

    [15] In der sie am Tag des Gerichtes brennen

    [16] Und der sie nicht entkommen konnen

    [17] Woher sollst du wissen, was der Tag des Gerichtes ist

    [18] Noch einmal: Woher sollst du wissen, was der Tag des Gerichtes ist

    [19] Am Tag, da niemand fur einen anderen etwas bewirken kann. Und die Angelegenheit steht an jenem Tag bei Gott (allein)

    Surah 83
    Die Betrüger

    [1] Wehe denen, die das Maß verkurzen

    [2] Die, wenn sie sich von den Menschen zumessen lassen, volles Maß verlangen

    [3] Wenn sie ihnen aber zumessen oder abwagen, weniger geben

    [4] Rechnen diese nicht damit, daß sie auferweckt werden

    [5] Zu einem gewaltigen Tag

    [6] Am Tag, da die Menschen sich vor dem Herrn der Welten hinstellen werden

    [7] Nein, das Buch derer, die voller Laster sind, befindet sich im tiefen Kerker (Sidjjin)

    [8] Und woher sollst du wissen, was der tiefe Kerker ist

    [9] Es ist ein deutlich geschriebenes Buch

    [10] Wehe an jenem Tag denen, die fur Luge erklaren

    [11] Die den Tag des Gerichtes fur Luge erklaren

    [12] Und nur der erklart ihn fur Luge, der Ubertretungen begeht und Schuld auf sich ladt

    [13] Wenn ihm unsere Zeichen verlesen werden, sagt er: «Die Fabeln der Fruheren.»

    [14] Nein, aber das, was sie zu erwerben pflegten, hat sich (wie Rost) uber ihre Herzen gelegt

    [15] Nein, sie werden an jenem Tag nicht zu ihrem Herrn zugelassen

    [16] Dann werden sie in der Holle brennen

    [17] Dann wird gesprochen: «Das ist das, was ihr immer wieder fur Luge erklart habt.»

    [18] Nein, das Buch der Frommen befindet sich in der Hohen Statte

    [19] Und woher sollst du wissen, was die Hohe Statte ist

    [20] Es ist ein deutlich geschriebenes Buch

    [21] Das diejenigen schauen, die in die Nahe (Gottes) zugelassen sind

    [22] Die Frommen leben in Wonne

    [23] Auf Liegen (gelehnt), und halten Ausschau

    [24] Du erkennst auf ihren Gesichtern das strahlende Gluck der Wonne

    [25] Ihnen wird ein versiegeltes reines Getrank zu trinken gegeben

    [26] Dessen Siegel aus Moschus ist - darum sollen die Wettkampfer um die Wette streiten

    [27] Und mit Tasniem beigemischt

    [28] Aus einer Quelle, aus der diejenigen trinken, die in die Nahe (Gottes) zugelassen sind

    [29] Die Ubeltater lachten uber die, die glauben

    [30] Und, wenn sie sie im Vorbeigehen trafen, zwinkerten sie einander zu

    [31] Und, wenn sie zu ihren Angehorigen zuruckkehrten, kehrten sie mit Wohlbehagen zuruck

    [32] Und, wenn sie sie sahen, sagten sie: «Diese da gehen in die Irre.»

    [33] Dabei waren sie doch nicht als Huter uber sie gesandt

    [34] Heute lachen die, die glauben, uber die Unglaubigen

    [35] Auf Liegen (gelehnt), und halten Ausschau

    [36] Sind die Unglaubigen wohl entlohnt worden fur das, was sie zu tun pflegten

    Surah 84
    Das Zerreißen

    [1] Wenn der Himmel sich spaltet

    [2] Und auf seinen Herrn hort - und es obliegt ihm ja

    [3] Und wenn die Erde ausgebreitet wird

    [4] Und auswirft, was in ihr ist, und somit ganz leer wird

    [5] Und auf ihren Herrn hort - und es obliegt ihr ja

    [6] O Mensch, du strebst muhevoll deinem Herrn zu, und du wirst Ihm begegnen

    [7] Wem nun sein Buch in seine Rechte gereicht wird

    [8] Fur den wird eine leichte Abrechnung erfolgen

    [9] Und er wird froh zu seinen Angehorigen zuruckkehren

    [10] Wem aber sein Buch hinter seinem Rucken gereicht wird

    [11] Der wird rufen: «Was fur ein Verderben!»

    [12] Und er wird im Feuerbrand brennen

    [13] Er war froh inmitten seiner Angehorigen

    [14] Er meinte, er wurde nicht zuruckkehren

    [15] Doch, sein Herr sieht ihn ja wohl

    [16] Nein, Ich schwore bei der Abenddammerung

    [17] Und der Nacht und dem, was sie zusammentreibt

    [18] Und dem Mond, wenn er voll wird

    [19] Ihr werdet eine Etappe nach der anderen durchlaufen

    [20] Was ist mit ihnen, daß sie nicht glauben

    [21] Und, wenn ihnen der Koran verlesen wird, sich nicht niederwerfen

    [22] Nein, diejenigen, die unglaubig sind, erklaren (ihn) fur Luge

    [23] Und Gott weiß besser, was sie (in ihrem. Herzen) bergen

    [24] So verkunde ihnen eine schmerzhafte Pein

    [25] Außer denen, die glauben und die guten Werke tun: Sie empfangen einen Lohn, der nicht aufhort

    Surah 85
    Die Sternbilder

    [1] Bei dem Himmel mit den Sternzeichen

    [2] Und (bei) dem angedrohten Tag

    [3] Und dem Zeugen und dem, was bezeugt ist

    [4] Dem Tod geweiht seien die Leute des Grabens

    [5] Des Feuers mit seinem Brennstoff

    [6] Wenn sie daran sitzen

    [7] Und bezeugen, was sie den Glaubigen angetan haben

    [8] Und nichts anderes laßt sie ihnen grollen, als daß sie an Gott glauben, den Machtigen, der des Lobes wurdig ist

    [9] Dem die Konigsherrschaft der Himmel und der Erde gehort. Und Gott ist Zeuge uber alle Dinge

    [10] Fur diejenigen, die die glaubigen Manner und die glaubigen Frauen in Versuchung bringen und danach nicht umkehren, ist die Pein der Holle bestimmt, ja, fur sie ist die Pein des Feuerbrandes bestimmt

    [11] Fur die aber, die glauben und die guten Werke tun, sind Garten bestimmt, unter denen Bache fließen. Das ist der große Erfolg

    [12] Der gewaltige Zugriff deines Herrn ist hart

    [13] Er macht (die Schopfung) am Anfang, und Er wiederholt (sie)

    [14] Er ist der, der viel vergibt und liebevoll ist

    [15] Der glorreiche Herr des Thrones

    [16] Er tut mit Entschiedenheit, was Er will

    [17] Ist die Geschichte von den Heerscharen zu dir gelangt

    [18] Von Pharao und den Thamud

    [19] Nein, diejenigen, die unglaubig sind, beharren darauf, (die Botschaft) fur Luge zu erklaren

    [20] Und Gott umschließt sie von hinten her

    [21] Nein, es ist ein glorreicher Koran

    [22] Auf einer wohlverwahrten Tafel

    Surah 86
    Der Morgenstern

    [1] Bei dem Himmel und dem Nachtstern

    [2] Und woher sollst du wissen, was der Nachtstern ist

    [3] (Es ist) der leuchtende Stern

    [4] Es gibt niemanden, uber den nicht ein Huter eingesetzt ist

    [5] Der Mensch soll doch betrachten, aus was fur einem Stoff er erschaffen ist

    [6] Er ist aus einem sich ergießenden Wasser erschaffen

    [7] Das zwischen Lende und Rippen herauskommt

    [8] Er hat die Macht, ihn zuruckzubringen

    [9] Am Tag, da die inneren Geheimnisse gepruft werden

    [10] Dann hat er keine Kraft und keinen Helfer

    [11] Beim Himmel, mit der Wiederkehr (seiner Erscheinungen)

    [12] Und (bei) der Erde mit ihrem Sprießen

    [13] Er ist eine entscheidende Botschaft

    [14] Er ist nicht ein Scherz

    [15] Sie fuhren eine List aus

    [16] Und Ich fuhre eine List aus

    [17] So gewahre den Unglaubigen noch eine Frist. Gewahre ihnen noch eine kurze Frist

    Surah 87
    Der Allerhöchste

    [1] Preise den Namen deines Herrn, des Allerhochsten

    [2] Der erschafft und zurechtformt

    [3] Und der das Maß setzt und rechtleitet

    [4] Und der das Weidegras hervorbringt

    [5] Und es dann zu grauer Spreu macht

    [6] Wir werden dich lesen lassen, und du wirst nichts vergessen

    [7] Außer dem, was Gott will. Er weiß, was offenliegt und was verborgen bleibt

    [8] Und Wir werden dir das Gute leicht machen

    [9] Ermahne nun, so die Ermahnung etwas nutzt

    [10] Der wird es bedenken, der gottesfurchtig ist

    [11] Meiden wird es aber der Ubelste

    [12] Der im großen Feuer brennen wird

    [13] Darin wird er dann weder sterben noch leben

    [14] Es wird dem wohl ergehen, der sich lautert

    [15] Des Namens seines Herrn gedenkt und betet

    [16] Aber ihr zieht das diesseitige Leben vor

    [17] Wo doch das Jenseits besser ist und eher Bestand hat

    [18] Dies steht in den fruheren Blattern

    [19] Den Blattern von Abraham und Mose

    Surah 88
    Die überwältigende Kunde

    [1] Ist die Geschichte von der alles bedeckenden Katastrophe zu dir. gelangt

    [2] An jenem Tag wird es gesenkte Gesichter geben

    [3] Die sich abarbeiten und Muhsal erleiden

    [4] In einem gluhenden Feuer. brennen

    [5] Und aus einer siedenden Quelle zu trinken bekommen

    [6] Ihre Speise besteht nur aus trockenen Dornen

    [7] Die weder fett machen noch gegen den Hunger helfen

    [8] An jenem Tag wird es (auch) frohliche Gesichter geben

    [9] Die mit ihrem Muhen zufrieden sind

    [10] Und in einem hochgelegenen Garten sind

    [11] In dem sie keine unbedachten Reden horen

    [12] Es gibt darin eine fließende Quelle

    [13] Und es gibt darin erhohte Betten

    [14] Hingestellte Humpen

    [15] In Reihen gelegte Kissen

    [16] Und ausgebreitete Teppiche

    [17] Schauen sie denn nicht zu den Kamelen, wie sie erschaffen wurden

    [18] Und zum Himmel, wie er emporgehoben wurde

    [19] Und zu den Bergen, wie sie aufgerichtet wurden

    [20] Und zu der Erde, wie sie als Flache gemacht wurde

    [21] So ermahne. Du bist ja ein Mahner

    [22] Du hast sie nicht fest in der Hand

    [23] Wer sich aber abkehrt und unglaubig bleibt

    [24] Den peinigt Gott mit der großten Pein

    [25] Zu Uns erfolgt ihre Ruckkehr

    [26] Und dann obliegt es Uns, mit ihnen abzurechnen

    Surah 89
    Die Morgendämmerung

    [1] Bei der Morgenrote

    [2] Und den zehn Nachten

    [3] Und der geraden und der ungeraden (Zahl)

    [4] Und der Nacht, wenn sie dahingeht

    [5] Ist darin wohl ein (ausreichender) Schwur fur den, der Verstand hat

    [6] Hast du nicht gesehen, wie dein Herr an den Aad gehandelt hat

    [7] (der Stadt) Iram, beruhmt fur ihre Saulen

    [8] Dergleichen nicht erschaffen wurde in den Landern

    [9] Und an den Thamud, die im Tal die Felsen aushauten

    [10] Und an Pharao, dem Besitzer der Pfahle

    [11] Sie zeigten im Land ein Ubermaß an Frevel

    [12] Und stifteten darin viel Unheil

    [13] Da ließ dein Herr auf sie die Geißel einer (schlimmen) Pein fallen

    [14] Dein Herr liegt auf der Lauer

    [15] Aber der Mensch, wenn sein Herr ihn pruft und großzugig behandelt und ihm ein angenehmes Leben schenkt, sagt: «Mein Herr behandelt mich großzugig.»

    [16] Wenn Er ihn aber pruft und ihm seinen Lebensunterhalt bemessen zuteilt, sagt er: «Mein Herr laßt mich Schmach erleiden.»

    [17] Aber nein, ihr behandelt die Waise nicht großzugig

    [18] Und ihr haltet nicht zur Speisung des Bedurftigen an

    [19] Ihr verzehrt das Erbe ohne Unterschied

    [20] Und ihr hegt fur den Besitz eine allzu große Liebe

    [21] Nein, wenn die Erde ganz zu Staub gemacht wird

    [22] Und dein Herr kommt, und die Engel in Reihen, die eine hinter der anderen

    [23] Und die Holle an jenem Tag herbeigebracht wird, an jenem Tag wird der Mensch es bedenken. Was soll ihm aber dann das Bedenken

    [24] Er sagt: «O hatte ich doch fur mein Leben (hier) etwas vorausgeschickt!»

    [25] Niemand kann an jenem Tag peinigen, so wie Er peinigt

    [26] Und niemand kann fesseln, so wie Er fesselt

    [27] O du Seele, die du Ruhe gefunden hast

    [28] Kehre zu deinem Herrn zufrieden und von seinem Wohlgefallen begleitet zuruck

    [29] Tritt in die Reihen meiner Diener ein

    [30] Und tritt ein in mein Paradies

    Surah 90
    Die Stadt

    [1] Nein, Ich schwore bei diesem Gebiet

    [2] Wo du dich in diesem Gebiet aufhaltst

    [3] Und bei jedem Vater und dem, was er zeugt

    [4] Wir haben den Menschen zur Muhsal erschaffen

    [5] Meint er denn, daß niemand ihn uberwaltigen kann

    [6] Er sagt: «Ich habe ein großes Vermogen verbraucht.»

    [7] Meint er, daß niemand ihn gesehen hat

    [8] Haben Wir ihm nicht zwei Augen gemacht

    [9] Eine Zunge und zwei Lippen

    [10] Und ihm beide Wege gewiesen

    [11] Wurde er doch den steilen Weg hinaufsturmen

    [12] Woher sollst du wissen, was der steile Weg ist

    [13] (Es ist) die Befreiung eines Sklaven

    [14] Oder, am Tag der Hungersnot, die Speisung

    [15] Einer verwandten Waise

    [16] Oder eines Bedurftigen, der im Staub liegt

    [17] Und daß man außerdem zu denen gehort, die glauben, einander die Geduld nahelegen und einander die Barmherzigkeit nahelegen

    [18] Das sind die von der rechten Seite

    [19] Die aber, die unsere Zeichen verleugnen, sind die von der ungluckseligen Seite

    [20] Uber ihnen liegt ein Feuer zugeschlagen

    Surah 91
    Die Sonne

    [1] Bei der Sonne und ihrem Morgenlicht

    [2] Und dem Mond, wenn er ihr folgt

    [3] Und dem Tag, wenn er sie hell scheinen laßt

    [4] Und der Nacht, wenn sie sie bedeckt

    [5] Und dem Himmel und dem, was ihn aufbaut

    [6] Und der Erde und dem, was sie ausbreitet

    [7] Und der Seele und dem, was sie zurechtformt

    [8] Und ihr ihre Lasterhaftigkeit und ihre Frommigkeit eingibt

    [9] Dem wird wohl ergehen, der sie lautert

    [10] Und der wird enttauscht sein, der sie mit Missetaten uberdeckt

    [11] Die Thamud haben im Ubermaß ihres Frevels (die Botschaft) fur Luge erklart

    [12] Als sich der Ubelste unter ihnen erhob

    [13] Der Gesandte Gottes sagte zu ihnen: «Gebt acht auf die Kamelstute Gottes und ihre Trinkzeit.»

    [14] Sie aber ziehen ihn der Luge und schnitten ihr die Flechsen durch und stachen sie. Da uberzog sie ihr Herr fur ihre Schuld mit Verderben und machte sie dem Erdboden gleich

    [15] Ohne die Folgen davon furchten zu mussen

    Surah 92
    Die Nacht

    [1] Bei der Nacht, wenn sie (alles) bedeckt

    [2] Und dem Tag, wenn er hell scheint

    [3] Und dem, was den Mann und das Weib erschaffen hat

    [4] Euer Streben ist wahrlich verschieden

    [5] Wer nun gibt und gottesfurchtig ist

    [6] Und das Allerbeste fur wahr halt

    [7] Dem werden Wir das Gute leicht machen

    [8] Wer aber geizig ist und sich verhalt, als ware er auf niemanden angewiesen

    [9] Und das Allerbeste fur Luge erklart

    [10] Dem werden Wir die Drangsal leicht machen

    [11] Und sein Vermogen wird ihm nicht nutzen, wenn er zugrunde geht

    [12] Uns obliegt die Rechtleitung

    [13] Und Uns gehort das Jenseits und das Diesseits

    [14] Ich warne euch vor einem lodernden Feuer

    [15] In dem nur der Ubelste brennt

    [16] Der (die Botschaft) fur Luge erklart und sich abkehrt

    [17] Ferngehalten davon wird der Gottesfurchtigste werden

    [18] Der sein Vermogen hergibt, um sich zu lautern

    [19] Nicht daß jemand bei ihm einen Gunsterweis guthatte, der vergolten werden mußte

    [20] Sondern in der Suche nach dem Antlitz seines Herrn, des Allerhochsten

    [21] Und wahrlich, er wird zufrieden sein

    Surah 93
    Der Morgen

    [1] Bei dem Morgen

    [2] Und (bei) der Nacht, wenn sie still ist

    [3] Dein Herr hat dir nicht den Abschied gegeben und haßt (dich) nicht

    [4] Wahrlich, das Jenseits ist besser fur dich als das Diesseits

    [5] Und wahrlich, dein Herr wird dir geben, und du wirst zufrieden sein

    [6] Hat Er dich nicht als Waise gefunden und dir Unterkunft besorgt

    [7] Und dich abgeirrt gefunden und rechtgeleitet

    [8] Und bedurftig gefunden und reich gemacht

    [9] So unterdrucke die Waise nicht

    [10] Und fahre den Bettler nicht an

    [11] Und erzahle von der Gnade deines Herrn

    Surah 94
    Die Erweiterung

    [1] Haben Wir dir nicht deine Brust geweitet

    [2] Und dir deine Last abgenommen

    [3] Die deinen Rucken schwer erdruckte

    [4] Und dir deinen Ruf erhoht

    [5] Wahrlich, mit der Erschwernis gibt es eine Erleichterung

    [6] Ja, mit der Erschwernis gibt es eine Erleichterung

    [7] Wenn du fertig bist, dann muhe dich ab

    [8] Und richte deine Wunsche auf deinen Herrn aus

    Surah 95
    Die Feige

    [1] Bei dem Feigenbaum und dem Olivenbaum

    [2] Und dem Berg Sinai

    [3] Und diesem sicheren Gebiet

    [4] Wir haben den Menschen in schonster ebenmaßiger Gestalt erschaffen

    [5] Dann haben Wir ihn in den niedrigsten der niedrigen Stande gebracht

    [6] Ausgenommen die, die glauben und die guten Werke tun: Sie empfangen einen Lohn, der nicht aufhort

    [7] Was laßt dich da noch das Gericht fur Luge erklaren

    [8] Ist nicht Gott der Weiseste all derer, die urteilen

    Surah 96
    Der Blutklumpen

    [1] Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat

    [2] Den Menschen erschaffen hat aus einem Embryo

    [3] Lies. Dein Herr ist der Edelmutigste

    [4] Der durch das Schreibrohr gelehrt hat

    [5] Den Menschen gelehrt hat, was er nicht wußte

    [6] Nein, der Mensch zeigt ein Ubermaß an Frevel

    [7] Daß er meint, er ware auf niemanden angewiesen

    [8] Zu deinem Herrn erfolgt die Ruckkehr

    [9] Hast du den gesehen, der da wehrt

    [10] Einem Diener, wenn er betet

    [11] Was meinst du? Ob er da der Rechtleitung folgt

    [12] Oder ob er die Gottesfurcht gebietet

    [13] Was meinst du? Ob er wohl (die Botschaft) fur Luge erklart und sich abkehrt

    [14] Weiß er denn nicht, daß Gott (alles) sieht

    [15] Nein, wenn er nicht aufhort, werden Wir ihn gewiß am Schopf packen und ziehen

    [16] Einem lugnerischen, sundigen Schopf

    [17] Er soll doch da seine Mitstreiter herbeirufen

    [18] Wir werden die Schergen herbeirufen

    [19] Nein, gehorche ihm nicht. Wirf dich vielmehr nieder und suche die Nahe (Gottes)

    Surah 97
    Die Bestimmung

    [1] Wir haben ihn in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt

    [2] Woher sollst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist

    [3] Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate

    [4] Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab mit jedem Anliegen

    [5] Voller Frieden ist sie bis zum Aufgang der Morgenrote

    Surah 98
    Der deutliche Beweis

    [1] Diejenigen von den Leuten des Buches und den Polytheisten, die unglaubig sind, werden nicht aufhoren, bis das deutliche Zeichen zu ihnen kommt

    [2] Ein Gesandter von Gott, der gereinigte Blatter verliest

    [3] In denen Schriften mit richtigem Inhalt stehen

    [4] Und diejenigen, denen das Buch zugekommen ist, haben sich erst gespalten, nachdem das deutliche Zeichen zu ihnen gekommen ist

    [5] Es wurde ihnen jedoch nur befohlen, Gott zu dienen und dabei Ihm gegenuber aufrichtig in der Religion zu sein, als Anhanger des reinen Glaubens, und das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. Das ist die richtige Religion

    [6] Diejenigen von den Leuten des Buches und den Polytheisten, die nicht glauben, werden im Feuer der Holle sein; darin werden sie ewig weilen. Sie sind die schlimmsten unter den Geschopfen

    [7] Die aber, die glauben und die guten Werke tun, sind die besten unter den Geschopfen

    [8] Ihr Lohn bei ihrem Herrn sind die Garten von Eden, unter denen Bache fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Das ist fur den bestimmt, der seinen Herrn furchtet

    Surah 99
    Das Beben

    [1] Wenn die Erde durch ihr heftiges Beben erschuttert wird

    [2] Und die Erde ihre schweren Lasten hervorbringt

    [3] Und der Mensch sagt: «Was ist mit ihr?»

    [4] An jenem Tag erzahlt sie ihre Nachrichten

    [5] Weil dein Herr (es) ihr offenbart hat

    [6] An jenem Tag kommen die Menschen in verschiedenen Gruppen hervor, damit ihnen ihre Werke gezeigt werden

    [7] Wer nun Gutes im Gewicht eines Staubchens tut, wird es sehen

    [8] Und wer Boses im Gewicht eines Staubchens tut, wird es sehen

    Surah 100
    Die Renner

    [1] Bei denen, die schnaubend laufen

    [2] Und die Funken stieben lassen

    [3] Und die am Morgen sturmen

    [4] Und damit Staub aufwirbeln

    [5] Und dadurch in die Mitte (der Feinde) eindringen

    [6] Wahrlich, der Mensch ist seinem Herrn gegenuber undankbar

    [7] Und er ist selbst daruber Zeuge

    [8] Und er ist heftig in seiner Liebe zu den (irdischen) Gutern

    [9] Weiß er es denn nicht? Wenn das, was in den Grabern ist, aufgewuhlt wird

    [10] Und das, was im Inneren (der Menschen) ist, im Ergebnis erfaßt wird

    [11] An jenem Tag hat ihr Herr Kenntnis von ihnen (allen)

    Surah 101
    Das Unglück

    [1] Die Katastrophe

    [2] Was ist die Katastrophe

    [3] Und woher sollst du wissen, was die Katastrophe ist

    [4] Am Tag, da die Menschen wie verstreute Motten sein werden

    [5] Und die Berge wie zerflockte bunte Wolle

    [6] Wer dann schwere Waagschalen hat

    [7] Der wird ein zufriedenes Leben haben

    [8] Und wer leichte Waagschalen hat

    [9] Der wird zur Mutter einen Abgrund haben

    [10] Und woher sollst du wissen, was das ist

    [11] Ein gluhendes Feuer

    Surah 102
    Das Wetteifern

    [1] Der Wettstreit um noch mehr lenkt euch ab

    [2] Daß ihr (sogar) die Graber besucht

    [3] Nein, ihr werdet es noch zu wissen bekommen

    [4] Noch einmal: Nein, ihr werdet es noch zu wissen bekommen

    [5] Nein, wenn ihr es nur mit Gewißheit wußtet

    [6] Ihr werdet bestimmt die Holle sehen

    [7] Noch einmal: Ihr werdet sie mit volliger Gewißheit sehen

    [8] Dann werdet ihr an jenem Tag euer angenehmes Leben zu verantworten haben

    Surah 103
    Das Nachmittag

    [1] Beim Nachmittag

    [2] Der Mensch erleidet bestimmt Verlust

    [3] Außer denjenigen, die glauben und die guten Werke tun, und einander die Wahrheit nahelegen und die Geduld nahelegen

    Surah 104
    Der Lästerer

    [1] Wehe jedem Stichler und Norgler

    [2] Der sein Vermogen zusammenbringt und es zahlt

    [3] Und dabei meint, sein Vermogen wurde ihn unsterblich machen

    [4] Nein, er wird bestimmt in die Zermalmende geworfen werden

    [5] Woher sollst du wissen, was die Zermalmende ist

    [6] Es ist das angefachte Feuer Gottes

    [7] Das die Herzen durchdringt

    [8] Es liegt uber ihnen zugeschlagen

    [9] In langgestreckten Saulen

    Surah 105
    Der Elefant

    [1] Hast du nicht gesehen, wie dein Herr an den Leuten des Elefanten gehandelt hat

    [2] Hat Er nicht ihre List ins Leere gehen lassen

    [3] Und Vogel in Schwarmen uber sie gesandt

    [4] Die sie mit Steinen aus ubereinandergeschichtetem Ton bewarfen

    [5] Und sie somit gleich abgefressenen Halmen gemacht

    Surah 106
    Quraisch

    [1] Dafur, daß Er die Quraysh zusammenbringt

    [2] Daß Er sie zusammenbringt fur die Reise des Winters und des Sommers

    [3] Sollen sie dem Herrn dieses Hauses dienen

    [4] Der ihnen Speise gegen den Hunger gibt und Sicherheit gegen die Furcht gewahrt

    Surah 107
    Die Unterstützung

    [1] Hast du den gesehen, der das Gericht fur Luge erklart

    [2] Das ist der, der die Waise zuruckstoßt

    [3] Und nicht zur Speisung des Bedurftigen anhalt

    [4] Wehe den Betenden

    [5] Die auf ihr Gebet nicht achtgeben

    [6] Die nur gesehen werden wollen

    [7] Und die Hilfeleistung verwehren

    Surah 108
    Die Fülle

    [1] Wir haben dir die Fulle gegeben

    [2] So bete zu deinem Herrn und schachte (Opfertiere)

    [3] Der dich haßt, der soll ohne Anhang sein

    Surah 109
    Die Ungläubigen

    [1] Sprich: O ihr Unglaubigen

    [2] Ich verehre nicht, was ihr verehrt

    [3] Auch ihr verehrt nicht, was ich verehre

    [4] Weder ich werde verehren, was ihr verehrt habt

    [5] Noch werdet ihr verehren, was ich verehre

    [6] Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion

    Surah 110
    Der Beistand

    [1] Wenn die Unterstutzung Gottes kommt, und auch der Erfolg

    [2] Und du die Menschen in Scharen in die Religion Gottes eintreten siehst

    [3] Dann sing das Lob deines Herrn und bitte Ihn um Vergebung. Siehe, Er wendet sich gnadig wieder zu

    Surah 111
    Die Palmfaser

    [1] Dem Verderben geweiht seien die Hande des Abu Lahab, und dem Verderben geweiht sei er

    [2] Nicht nutzt ihm sein Vermogen und das, was er erworben hat

    [3] Er wird in einem lodernden Feuer brennen

    [4] Und auch seine Frau, sie, die Holztragerin

    [5] An ihrem Hals hangt ein Strick aus Palmenfasern

    Surah 112
    Der reine Glaube

    [1] Sprich: Er ist Gott, ein Einziger

    [2] Gott, der Undurchdringliche

    [3] Er hat nicht gezeugt, und Er ist nicht gezeugt worden

    [4] Und niemand ist Ihm ebenburtig

    Surah 113
    Das Frührot

    [1] Sprich: Ich suche Zuflucht beim Herrn des Fruhlichtes

    [2] Vor dem Unheil dessen, was Er erschaffen hat

    [3] Und vor dem Unheil der Finsternis, wenn sie einsetzt

    [4] Und vor dem Unheil der (Hexen), die auf Knoten blasen

    [5] Und vor dem Unheil eines Neiders, wenn er neidisch ist

    Surah 114
    Die Menschen

    [1] Sprich: Ich suche Zuflucht beim Herrn der Menschen

    [2] Dem Konig der Menschen

    [3] Dem Gott der Menschen

    [4] Vor dem Unheil des Einflusterers, des Heimtuckischen

    [5] Der da in die Brust der Menschen einflustert

    [6] Sei es einer von den Djinn oder von den Menschen