Back to Languages

German - Chapter 18

Translation by Abu Rida Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul

Verse 1

Alles Lob gebuhrt Allah, Der zu Seinem Diener das Buch herabsandte und nichts Krummes darein legte

Verse 2

(Es ist) frei von Widerspruchen, damit es Seine strenge Strafe androhe und den Glaubigen, die gute Werke tun, die frohe Botschaft bringe, auf daß ihnen ein schoner Lohn zuteil werde

Verse 3

worin (im Paradies) sie auf ewig weilen werden

Verse 4

(und) damit es jene warne, die da sa gen: "Allah hat Sich einen Sohn genommen

Verse 5

Sie haben keinerlei Kenntnis davon, noch hatten sie ihre Vater. Ungeheuerlich ist das Wort, das aus ihrem Munde kommt. Sie sprechen nichts als Luge

Verse 6

So wirst du dich vielleicht noch aus Kummer uber sie zu Tode gramen, wenn sie dieser Rede keinen Glauben schenken

Verse 7

Wahrlich, Wir machten alles, was auf der Erde ist, zu einem Schmuck fur sie, auf daß Wir sie pruften, wer unter ihnen der Beste im Wirken sei

Verse 8

Und gewiß, Wir werden alles, was auf ihr ist, in durren Wustenstaub verwandeln

Verse 9

Meinst du wohl, die Gefahrten in der Hohle und Ar-Raqim seien ein Wunder unter Unseren Zeichen

Verse 10

Da nahmen die jungen Manner in der Hohle Zuflucht und sagten: "Unser Herr, gewahre uns Deine Barmherzigkeit und bereite uns einen Weg fur unsere Sache

Verse 11

Sodann versiegelten Wir in der Hohle ihre Ohren fur eine Anzahl von Jahren

Verse 12

Dann erweckten Wir sie, damit Wir erfuhren, welche von den beiden Scharen die Zeit ihres Verweilens am besten berechnet habe

Verse 13

Wir wollen dir ihre Geschichte wahrheitsgemaß berichten: Sie waren junge Manner, die an ihren Herrn glaubten, und Wir ließen ihnen zunehmend Rechtleitung zukommen

Verse 14

Und Wir starkten ihre Herzen, als sie aufstanden und sagten: "Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Nie werden wir einen (anderen) Gott außer Ihm anrufen; sonst wurden wir ja etwas Unsinniges aussprechen

Verse 15

Dieses unser Volk hat Gotter statt Seiner angenommen. Warum bringen sie dann keinen klaren Beweis dafur? Und wer verubt einen großeren Frevel, als der, der eine Luge gegen Allah erdichtet

Verse 16

Und wenn ihr euch von ihnen und von dem, was sie statt Allah anbeten, zuruckzieht, so sucht Zuflucht in der Hohle; euer Herr wird Seine Barmherzigkeit uber euch breiten und euch einen trostlichen Ausweg aus eurer Lage weisen

Verse 17

Und hattest du sehen konnen, wie die Sonne, als sie aufging, sich von ihrer Hohle nach rechts wegneigte, und als sie unterging, sich von ihnen nach links abwandte; und (wie) sie in einem Hohlraum mitten dazwischen waren. Das gehort zu den Zeichen Allahs. Wen Allah leitet, der ist rechtgeleitet; doch wen Er irregehen laßt, fur den wirst du keinen Helfer finden, der ihn fuhrt

Verse 18

Du konntest sie fur wach halten, aber sie schlafen; und Wir ließen sie sich auf die rechte Seite und auf die linke Seite drehen, wahrend ihr Hund seine Vor derpfoten auf der Schwelle ausstreckte. Hattest du sie so erblickt, hattest du gewiß vor ihnen die Flucht ergriffen, und es hatte dir vor ihnen gegraut

Verse 19

Und so erweckten Wir sie, damit sie einander befragen konnten. Ein Sprecher von ihnen sprach: "Wie lange habt ihr verweilt?" Sie sagten: "Wir verweilten einen Tag oder den Teil eines Tages." (Andere) sagten: "Euer Herr kennt die (Zeit), die ihr verbracht habt, am besten. Nun entsendet einen von euch mit dieser eurer Silbermunze zur Stadt; und er soll sehen, wer von ihren (Bewohnern) die reinste Speise hat, und soll euch davon einen Vorrat bringen. Er muß aber freundlich sein und soll ja nichts uber euch verlauten lassen

Verse 20

denn wenn sie (etwas) von euch erfahren wurden, wurden sie euch steinigen oder euch zu ihrem Glauben zuruckbringen, und ihr wurdet dann nimmermehr erfolgreich sein

Verse 21

Und so ließen Wir sie (die Leute) sie finden, damit sie erkennen mogen, daß Allahs Verheißung wahr ist und daß uber die Stunde kein Zweifel herrscht. Und da stritten sie (die Leute) untereinander uber sie und sagten: "Errichtet uber ihnen einen Bau." Ihr Herr kennt sie am besten. Jene, deren Ansicht siegte, sagten: "Wir wollen unbedingt eine Moschee uber ihnen errichten

Verse 22

(Manche) werden sagen: "(Sie waren) drei; ihr vierter war ihr Hund", und (andere) werden sagen: "(Sie waren) zu funft, ihr sechster war ihr Hund", indem sie in Unkenntnis herumraten, und (andere) sagen: "(Es waren) sieben; ihr achter war ihr Hund." Sprich: "Mein Herr kennt ihre Zahl am besten. Niemand weiß sie, bis auf einige wenige." So streite nicht uber sie, es sei denn, (du hattest) einen klaren Beweis, und suche keine Kunde uber sie bei irgendeinem von ihnen (zu erlangen)

Verse 23

Und sprich nie von einer Sache: "lch werde es morgen tun

Verse 24

es sei denn (du fugst hinzu): "So Allah will". Und gedenke deines Herrn, wenn du dies vergessen hast, und sprich: "lch hoffe, mein Herr wird mich noch naher als diesmal zum rechten Wege fuhren

Verse 25

Und sie blieben dreihundert Jahre lang in ihrer Hohle, und neun wurden hinzugefugt

Verse 26

Sprich: "Allah weiß am besten wie lange sie verweilten." Ihm gehoren das Verborgene der Himmel und der Erde. Wie sehend ist Er! Und wie horend! Sie haben keinen Helfer außer Ihm, und Er teilt Seine Befehlsgewalt mit keinem

Verse 27

Und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart wurde. Da ist keiner, der Seine Worte verandern konnte, und du wirst außer bei Ihm keine Zuflucht finden

Verse 28

Und geduldige dich zusammen mit denjenigen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen im Trachten nach Seinem Wohlgefallen; und laß deine Blicke nicht uber sie hinauswandern, indem du nach dem Schmuck des irdischen Lebens trachtest; und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir achtlos fur die Erinnerung an Uns machten, (und gehorche nicht dem,) der seinen Gelusten folgt und kein Maß und Ziel kennt

Verse 29

Und sprich: "Es ist die Wahrheit von eurem Herrn: darum laß den glaubig sein, der will, und den unglaubig sein, der will. Siehe, Wir haben fur die Frevler ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umschließen wird. Und wenn sie um Hilfe schreien, so wird ihnen mit Wasser gleich geschmolzenem Metall, das die Gesichter verbrennt, geholfen werden. Wie schrecklich ist der Trank, und wie schlimm ist die Raststatte

Verse 30

Wahrlich, die da glauben und gute Werke tun wahrlich, Wir lassen den Lohn derjenigen, die gute Werke tun, nicht verloren gehen

Verse 31

Sie sind es, denen die Garten von Eden, durch welche Bache fließen, zuteil werden. Darin werden sie mit Armspangen aus Gold geschmuckt und in grune Gewander aus feiner Seide und Brokat gekleidet sein, und darin lehnen (sie) auf erhohten Sitzen. Wie herrlich ist der Lohn und wie schon ist die Raststatte

Verse 32

Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Mannern vor: fur den einen von ihnen schufen Wir zwei Rebgarten und umgaben sie mit Dattelpalmen, und dazwischen legten Wir Kornfelder an

Verse 33

Beide brachten ihre Fruchte hervor und versagten in nichts. Und in ihrer Mitte ließen Wir einen Bach hervorsprudeln

Verse 34

Und (der Garten) trug fur ihn Fruchte. Er sprach in herausforderndem Ton zu seinem Gefahrten: "lch bin reicher als du an Besitz und machtiger an Gefolgschaft

Verse 35

Und er betrat seinen Garten, wahrend er sundig gegen sich selbst war. Er sagte: "lch kann mir nicht vorstellen, daß dieser je zugrunde gehen wird

Verse 36

noch glaube ich, daß die Stunde heraufkommen wird. Selbst wenn ich zu meinem Herrn zuruckgebracht werde, so werde ich ganz gewiß einen besseren Aufenthalt als diesen finden

Verse 37

Sein Gefahrte sagte zu ihm, indem er sich mit ihm auseinandersetzte: "Glaubst du denn nicht an Ihn, Der dich aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, (und) dich dann zu einem vollkommenen Mann bildete

Verse 38

Was jedoch mich betrifft Allah ist mein Herr, und nie will ich meinem Herrn etwas anders zur Seite stellen

Verse 39

Warum hast du nicht damals, als du deinen Garten betratest, gesagt: "Wie Allah es will (, so geschehe es); es gibt keine Macht, außer bei Allah"; wenn du mich auch geringer als dich selbst an Besitz und Nachkommenschaft siehst

Verse 40

So wird mein Herr mir vielleicht (etwas) Besseres als deinen Garten geben und wird auf ihn ein Strafgericht vom Himmel niedersenden, so daß er zu odem Boden wird

Verse 41

Oder sein Wasser versiegt so tief im Boden, daß du nimmer imstande sein wirst, es herauszuholen

Verse 42

Da wurde seine Frucht verwustet, und er begann die Hande zu ringen wegen alldem, was er fur den (Garten), dessen Bau zerfallen dalag, ausgegeben hatte. Er sprach: "Hatte ich doch meinem Herrn niemanden zur Seite gestellt

Verse 43

Und er hatte keine Schar, die ihm gegen Allah zu helfen vermochte, und er konnte sich selbst nicht wehren

Verse 44

Insofern gibt es Schutz nur bei Allah, dem Wahren. Er ist der Beste im Belohnen und der Beste, was den Ausgang (der Dinge) anbelangt

Verse 45

Und prage ihnen das Gleichnis vom irdischen Leben: Es ist wie das Wasser, das Wir vom Himmel herniedersenden, mit dem die Pflanzen der Erde sich sattigen, und welche dann durre Spreu werden, die der Wind verweht. Und Allah hat Macht uber alle Dinge

Verse 46

Besitztum und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei deinem Herrn und hoffnungsvoller

Verse 47

Und am Tage, da Wir die Berge vergehen lassen werden, wirst du die Erde kahl sehen, und Wir werden sie (die Volker der Erde) versammeln und werden keinen von ihnen zurucklassen

Verse 48

Und sie werden in Reihen vor deinen Herrn gefuhrt: "Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch erstmals erschufen. Ihr aber dachtet, Wir wurden euch nie einen Termin der Erfullung setzen

Verse 49

Und das Buch wird (ihnen) vorgelegt, und du wirst die Schuldigen in Angsten wegen dem sehen, was darin ist; und sie werden sagen: "O wehe uns! Was fur ein Buch ist das! Es laßt nichts aus, ob klein oder groß, sondern halt alles aufgezeichnet." Und sie werden all das, was sie getan haben, gegenwartig finden; und dein Herr tut keinem Unrecht

Verse 50

Und da sprachen Wir zu den Engeln: "Werft euch vor Adam nieder" und sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er war einer der Ginn, so war er ungehorsam gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr nun ihn und seine Nachkommenschaft statt Meiner zu Beschutzern nehmen, wo sie doch eure Feinde sind? Schlimm ist dieser Tausch fur die Frevler

Verse 51

Ich nahm sie nicht zu Zeugen, weder bei der Schopfung der Himmel und der Erde noch bei ihrer eigenen ja, Ich nehme die Verfuhrer nie zum Beistand

Verse 52

Und am Tage, da wird Er sprechen: "Ruft die herbei, von denen ihr vorgabt, sie seien Meine Teilhaber." Dann werden sie sie rufen, doch sie werden ihnen nicht antworten; und Wir werden einen Abgrund zwischen ihnen auftun

Verse 53

Und die Schuldigen werden das Feuer sehen und ahnen, daß sie hineinsturzen werden; und sie werden kein Entrinnen daraus finden

Verse 54

Wahrlich, Wir haben in diesem Quran den Menschen allerlei Gleichnisse erlautert, doch von allen Geschopfen ist der Mensch am streitsuchtigsten

Verse 55

Und nichts hinderte die Menschen daran zu glauben, als die Rechtleitung zu ihnen kam, und ihren Herrn um Verzeihung zu bitten, (es sei) denn, (sie warteten) bis das Beispiel(hafte Schicksal) der Fruheren uber sie kame oder (ihnen) die Strafe offen vor Augen gehalten wurde

Verse 56

Und Wir schickten die Gesandten ja nur als Bringer froher Botschaft und als Warner. Die aber, die unglaubig sind, streiten in Falschheit, um dadurch die Wahrheit zu widerlegen. Und sie verspotten Meine Zeichen und das, womit sie gewarnt werden

Verse 57

Und wer ist ungerechter als der, der an die Zeichen seines Herrn gemahnt wurde, sich aber von ihnen abwandte und vergaß, was seine Hande vorausgeschickt hatten? Wahrlich, Wir haben Schleier uber ihre Herzen gelegt, so daß sie es nicht begreifen, und Taubheit in ihre Ohren. Und selbst wenn du sie zum rechten Weg rufst, werden sie nie den rechten Weg einschlagen

Verse 58

Und dein Herr ist der Vergebungsreiche, voll der Barmherzigkeit. Wollte Er sie zur Rechenschaft ziehen fur das, was sie begehen, dann wurde Er gewiß ihre Bestrafung beschleunigen. Allein sie haben eine festgesetzte Frist, vor der sie keine Zuflucht finden werden

Verse 59

Und diese Stadte! Wir zerstorten sie, als sie Frevel begingen. Und Wir setzten eine Frist fur ihre Zerstorung

Verse 60

Und Moses sagte zu sei nem jungen Diener: "lch will nicht eher rasten, als bis ich den Zusammenfluß der beiden Meere erreicht habe, und sollte ich jahrhundertelang wandern

Verse 61

Doch als sie den Zusammenfluß der beiden (Meere) erreicht hatten, da vergaßen sie ihren Fisch; und dieser nahm seinen Weg und schwamm ins Meer hinaus

Verse 62

Und als sie weitergegangen waren, sagte er zu seinem jungen Diener: "Bring uns unsere Speise. Wir haben wahrlich auf dieser unserer Reise große Anstrengungen auf uns genommen

Verse 63

Er sagte: "Hast du nicht gesehen, daß sich der Fisch da auf wundersame Weise ins Meer begab, als wir auf dem Felsen rasteten und ich ihn vergaß und kein (anderer) als Satan ließ mich vergessen, ihn zu erwahnen

Verse 64

Er sagte: "Das ist es was wir wollten." Da kehrten sie beide um und schritten auf ihren Spuren zuruck

Verse 65

Dann fanden sie einen Unserer Diener, dem Wir Unsere Barmherzigkeit verliehen und den Wir Unser Wissen gelehrt hatten

Verse 66

Moses sagte zu ihm: "Darf ich dir folgen, auf daß du mich uber das rechte Handeln belehrest, wie du gelehrt worden bist

Verse 67

Er sagte: "Du vermagst nimmer bei mir in Geduld auszuharren

Verse 68

Und wie konntest du bei Dingen geduldig sein, von denen dir keine Kunde gegeben worden ist

Verse 69

Er sagte: "Du wirst mich, so Allah will, geduldig finden, und ich werde gegen keinen deiner Befehle ungehorsam sein

Verse 70

Er sagte: "Nun gut. Wenn du mir folgen willst, so frage mich nach nichts, bis ich es dir von selbst erklare

Verse 71

So machten sich beide auf den Weg, bis sie in ein Schiff stiegen, in das er ein Loch schlug. Er (Moses) sagte: "Schlugst du ein Loch hinein, um seine Mannschaft zu ertranken? Wahrlich, du hast etwas Schreckliches be gangen

Verse 72

Er sagte: "Habe ich nicht gesagt, du wurdest es nimmer fertigbringen, bei mir in Geduld auszuharren

Verse 73

Er (Moses) sagte: "Stelle mich nicht meines Vergessens wegen zur Rede, und sei deswegen nicht streng mit mir

Verse 74

So zogen sie weiter, bis sie einen Jungling trafen, den er erschlug. Er (Moses) sagte: "Hast du einen unschuldigen Menschen erschlagen, ohne daß (er) einen anderen (erschlagen hatte)? Wahrlich, du hast etwas Verabscheuliches getan

Verse 75

Er sagte: "Habe ich dir nicht gesagt, du wurdest es nimmer fertigbringen, bei mir in Geduld auszuharren

Verse 76

Er (Moses) sagte: "Wenn ich dich nochmal nach etwas frage, so begleite mich nicht weiter; von mir aus warst du dann entschuldigt

Verse 77

So zogen sie weiter, bis sie bei den Bewohnern einer Stadt ankamen und von ihnen Gastfreundschaft erbaten; diese aber weigerten sich, sie zu bewirten. Nun fanden sie dort eine Mauer, die einzusturzen drohte, und er richtete sie auf. Er (Moses) sagte: "Wenn du es gewollt hattest, hattest du einen Arbeitslohn dafur erhalten konnen

Verse 78

Er sagte: "Dies fuhrt zur Trennung zwischen mir und dir. Doch will ich dir die Bedeutung von dem sagen, was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest

Verse 79

Was das Schiff anbelangt, so gehorte es armen Leuten, die auf dem Meer arbeiteten, und ich wollte es beschadigen; denn hinter ihnen war ein Konig, der jedes Schiff beschlagnahmte

Verse 80

Und was den Jungling anbelangt, so waren seine Eltern Glaubige, und wir furchteten, er konnte Schmach durch Widersetzlichkeit und Unglauben uber sie bringen

Verse 81

So wollten wir, daß ihr Herr ihnen zum Tausch (ein Kind) gebe, das redlicher als dieses und anhanglicher ware

Verse 82

Und was nun die Mauer anbelangt, so gehorte sie zwei Waisenknaben in der Stadt, und darunter lag ein Schatz fur sie (verborgen), und ihr Vater war ein rechtschaffener Mann gewesen; so wunschte dein Herr, daß sie ihre Volljahrigkeit erreichen und ihren Schatz heben mogen als eine Barmherzigkeit deines Herrn; und ich tat es nicht aus eigenem Ermessen. Das ist die Bedeutung dessen, was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest

Verse 83

Und sie fragen dich nach Du-l-Qarnain. Sprich: "lch will euch etwas daruber berichten

Verse 84

Wir haben ihm Macht auf Erden und die Mittel zu allem gegeben

Verse 85

So folgte er dem gegebenen Weg

Verse 86

bis er den Ort, an dem die Sonne untergeht, erreichte; er fand sie in einem Quell von schlammigem Wasser untergehen, und dort fand er ein Volk. Wir sprachen: "O Du- l-Qarnain, entweder strafe sie oder behandle sie mit Gute

Verse 87

Er sagte: "Den, der da frevelt, werden wir sicherlich bestrafen; dann soll er zu seinem Herrn zuruckgebracht werden, und Er wird ihn in graßlicher Weise bestrafen

Verse 88

Dem aber, der glaubig ist und Gutes tut, wird herrlicher Lohn zuteil werden; und wir werden zu ihm in angenehmer Weise uber unsere Angelegenheiten sprechen

Verse 89

Darauf folgte er dem gegebenen Weg

Verse 90

bis er den Ort, an dem die Sonne aufgeht, erreichte; er fand sie uber einem Volk aufgehen, dem Wir keinen Schutz gegen sie gegeben, hatten

Verse 91

Und so war es; und Wir umfaßten mit Wissen, wie es um ihn bestellt war

Verse 92

Hierauf folgte er dem gegebenen Weg

Verse 93

bis er zwischen die beiden Walle gelangte; er fand hinter diesen ein Volk, das kaum eine Sprache verstehen konnte

Verse 94

Sie sagten: "O Du-I- Qarnain, Gog und Magog stiften Unheil im Lande; sollen wir dir nun Tribut zahlen unter der Bedingung, daß du zwischen uns und ihnen einen Wall errichtest

Verse 95

Er sagte: "Die Macht, die mein Herr mir gegeben hat, ist besser. So helft mir denn mit all eurer Kraft, damit ich zwischen euch und ihnen einen Damm errichten kann

Verse 96

Bringt mir Eisenstucke." Als er die Kluft zwischen den beiden Bollwerken ausgefullt hatte, sagte er: "Blast!" Als er es (das Eisen) feurig gemacht hatte, sagte er: "Bringt mir geschmolzenes Kupfer, ich will es daruber gießen

Verse 97

So vermochten sie es nicht sie (die Damme) zu erklimmen, noch konnten sie sie durchbrechen

Verse 98

Er sagte: "Das ist die Gnade meines Herrn; doch wenn die Verheißung meines Herrn in Erfullung geht, wird Er sie zu Schutt zerfallen lassen; und die Verheißung meines Herrn ist wahr

Verse 99

An jenem Tage werden Wir die einen von ihnen wie Wogen gegen die anderen ansturmen lassen, und es wird in den Sur gestoßen. Dann werden Wir sie allzumal (vor Uns) versammeln

Verse 100

Und den Unglaubigen stellen Wir an jenem Tage Gahannam in deutlicher Weise vor Augen

Verse 101

ihnen, deren Augen vor Meiner Mahnung verhullt waren und die nicht einmal horen konnten

Verse 102

Meinen die Unglaubigen etwa, sie konnten meine Diener an Meiner Statt zu Beschutzern nehmen? Wahrlich, Wir haben den Unglaubigen Gahannam als Hort bereitet

Verse 103

Sprich: "Sollen Wir euch die nennen, die bezuglich ihrer Werke die großten Verlierer sind

Verse 104

Das sind die, deren Eifer im irdischen Leben in die Irre ging, wahrend sie meinen, sie taten gar etwas Gutes

Verse 105

Das sind jene, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. Darum sind ihre Werke nichtig, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihnen kein Gewicht beimessen

Verse 106

Dies ist ihr Lohn Gahannam, weil sie unglaubig waren und mit Meinen Zeichen und mit Meinen Gesandten Spott trieben

Verse 107

Wahrlich, jene, die da glauben und gute Werke tun ihnen wird das Paradies von Al-Firdaus ein Hort sein

Verse 108

in dem sie auf ewig verweilen werden; von dort werden sie nicht weggehen wollen

Verse 109

Sprich: "Ware das Meer Tinte fur die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer wurde versiegen, ehe die Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn wir noch ein gleiches als Nachschub brachten

Verse 110

Sprich: "lch bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist offenbart worden, daß euer Gott ein Einziger Gott ist. Moge denn derjenige, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinen anderen einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn